CH646890A5 - Aufspannvorrichtung fuer ein schneidrad an einer stossmaschine. - Google Patents

Aufspannvorrichtung fuer ein schneidrad an einer stossmaschine. Download PDF

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Description

Die Erfindung betrifft eine Aufspannvorrichtung für ein Schneidrad an einer Stossmaschine, insbesondere Wälzstossmaschine für die Zahnradherstellung, mit einer axial hin-und herbewegbaren Stossspindel, einem an deren einem Ende befestigbaren Schneidradhalter, der eine Anlagefläche für das Schneidrad aufweist, einem von dieser axial wegragenden Zentrieransatz zum Aufstecken des Schneidrades und einer am Ende des Zentrieransatzes über einen Spanndorn befestigten Spannplatte, die mit diesem zusammenwirkend das Schneidrad gegen die Anlagefläche des Schneidradhalters spannt.
Bei bekannten Aufspannvorrichtungen dieser Gattung ist der Schneidradhalter mit dem Spanndorn einstückig ausgebildet und an der Stossspindel festgeschraubt. Am Spanndorn ist ein Aussengewinde, und an der Spannplatte ein entsprechendes Innengewinde ausgebildet, so dass die Spannplatte nach dem Aufstecken des Schneidrades auf den Spanndorn mit diesem verschraubt werden kann, um das Schneidrad gegen die Anlagefläche des Schneidradhalters zu spannen. Damit eine ausreichende Spannkraft erzielt wird, muss zum Festziehen der Spannplatte ein Schlüssel mit grossem Hebelarm verwendet werden. Die mit dem Schlüssel mehr oder weniger stossartig aufgebrachten Kräfte und sich daraus ergebenden Momente werden über den Schneidradhalter auf die Stossspindel übertragen und belasten Führungen und Getriebe, die für die axial hin- und hergehenden Bewegungen bzw. Drehungen der Stossspindel vorgesehen und wegen der von ihnen verlangten grossen Genauigkeit recht empfindlich sind. Schneidräder müssen, vor allem zum Nachschärfen, ausgebaut werden, so dass die bei der bekannten Gestaltung der Aufspannvorrichtung unvermeidlichen Belastungen der genannten Teile der Stossmaschine recht häufig auftreten und im Laufe der Zeit entsprechende Schäden hervorrufen können. Die bei bekannten Aufspannvorrichtungen der beschriebenen Gattung für das Aus- und Einbauen eines Schneidrades erforderliche Stillstandszeit der Stossmaschine ist ausserdem recht erheblich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Aufspannvorrichtung der beschriebenen Gattung derart weiterzubilden, dass das Aus- und Einbauen eines Schneidrades 35 erleichtert und beschleunigt wird.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Stossspindel hohl ist und eine Federanordnung sowie einen Kolben enthält, die Federanordnung zum Ausüben einer axialen Spannkraft vorgespannt und über eine zur Über-40 tragung dieser Spannkraft ausgebildete, nach Aufhebung der Spannkraft leicht lösbare Kupplung mit dem Schneidradhalter oder Schneidrad verbunden ist, und der Kolben innerhalb der Stossspindel einen an eine Druckmittelquelle anschliessbaren Zylinderraum begrenzt und die Spannkraft der 45 Federanordnung aufhebt, wenn der Zylinderraum unter Druck steht.
Ein Drehmoment, das vor allem die Genauigkeit des Wälzgetriebes einer Wälzstossmaschine beeinträchtigen könnte, braucht bei einer mit der erfindungsgemässen Auf-so Spannvorrichtung ausgestatteten Maschine zum Auswechseln des Schneidrades nicht aufgebracht zu werden, da die erforderliche axiale Spannkraft infolge der Vorspannung der Federanordnung von vorneherein vorhanden ist und durch das Druckmittel nur für die Dauer des Auswechseins des 55 Schneidrades aufgehoben wird. Da sowohl die Federanordnung wie der Kolben und der von ihm begrenzte Zylinderraum innerhalb der Stossspindel angeordnet sind, erzeugt weder die Federanordnung noch der Kolben eine äussere Kraft, welche Führungen oder Antriebsteile der Stossspindel 60 belasten würde. Infolgedessen behält die Stossmaschine für lange Zeit ihre ursprüngliche Arbeitsgenauigkeit. Für den Mann an der Maschine ist das Auswechseln des Schneidrades ein müheloser und deshalb rasch durchführbarer Vorgang; infolgedessen lässt sich die damit verbundene Stilles standszeit der Maschine gering halten.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Teil der Kupplung am Schneidradhalter selbst ausgebildet und dieser ist nach Aufhebung der Spannkraft zusammen mit dem
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Spanndorn, der Spannplatte und dem Schneidrad von der Stossspindel lösbar. In diesem Fall kann das Schneidrad in bekannter Weise dadurch am Schneidradhalter befestigt sein, dass der Spanndorn mit dem Schneidradhalter einstük-kig ausgebildet und mit der Spannplatte verschraubt ist, wodurch das Schneidrad zwischen der Anlagefläche des Schneidradhalters und der Spannplatte eingespannt ist. Diese Einspannung braucht zum Nachschärfen des Schneidrades unter Umständen nicht einmal gelöst zu werden; wenn dies aber doch erforderlich sein sollte, geschieht es jedenfalls abseits der Maschine, die währenddessen mit einem anderen Schneidradhalter samt Schneidrad bestückt werden und weiterarbeiten kann.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist ein Teil der Kupplung am Aufspanndorn ausgebildet und dieser ist axial verschiebbar im Schneidradhalter geführt. In diesem Fall bleibt der Schneidradhalter üblicherweise fest mit der Stossspindel verbunden, beispielsweise verschraubt, wenn das Schneidrad ausgewechselt wird.
Bei beiden beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung ist die Federanordnung vorzugsweise ein Tellerfederpaket, durch das sich eine am Kolben befestigte Kolbenstange erstreckt. Dadurch lässt sich die bekannte Eigenschaft von Tellerfederpaketen nutzen, durch unterschiedliche Wahl von Grösse, Anzahl und Anordnung der einzelnen Tellerfedern, die Kraft-Weg-Charakteristik des Tellerfederpaketes wechselnden Bedürfnissen anzupassen.
Beide beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung sind vorzugsweise dadurch weitergebildet, dass die hohle Stossspindel zusätzlich eine axial verschiebbare Differentialkolbenanordnung enthält, deren kleinere wirksame Kolben-fläche eine Kammer begrenzt, die unter einem von der Federanordnung erzeugten Druck steht und mit einer zweiten Kammer kommuniziert, die von der grösseren, dem freien Ende des Spanndorns zugewandten wirksamen Kolben-fläche der Differentialkolbenanordnung begrenzt ist. Diese Weiterbildung hat den Vorteil, dass die auf den Schneidradhalter (bei der ersten Ausführungsform) bzw. auf den Spanndorn (bei der zweiten Ausführungsform) einwirkende axiale Spannkraft gegenüber der Kraft der Federanordnung um einen Faktor verstärkt ist, der dem Verhältnis der beiden wirksamen Kolbenflächen entspricht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine Stossspindel einer Wälzstossmaschine samt benachbarten Bauteilen und einer ersten Ausführungsform der erfmdungsgemässen Aufspannvorrichtung;
Fig. 2 einen entsprechenden Axialschnitt durch den unteren Teil der Stossspindel mit einer zweiten Ausführungsform der erfmdungsgemässen Aufspannvorrichtung;
Fig. 3 den radialen Schnitt III-III in Fig. 2;
Fig. 4 eine Weiterbildung der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform, ebenfalls im axialen Schnitt durch den unteren Teil der Stossspindel; und
Fig. 5 eine Variante zu Fig. 4 in einem Axialschnitt durch die gesamte Stossspindel.
Die Aufspannvorrichtung hat in allen dargestellten Ausführungsformen und Varianten die Aufgabe, ein Schneidrad 10, das in den dargestellten Beispielen zum Wälzstossen aus-senverzahnter Zahnräder vorgesehen ist, mit einer Stossspindel 12 einer Wälzstossmaschine fest, jedoch leicht und schnell lösbar, zu verbinden. Die Stossspindel 12 ist in einem Stosskopf 14 der Stossmaschine mittels zweier darin befestigter Führungsbuchsen 16 und 18 axial verschiebbar geführt. Für axial hin- und hergehende Hubbewegungen sowie für Drehbewegungen der Stossspindel 12 sind Antriebsmittel
üblicher Bauart vorgesehen, die nicht im einzelnen dargestellt sind.
An einem Schneidradhalter 20 ist ein Zentrierkörper 22 ausgebildet, der in einen entsprechenden Bohrungsabschnitt am unteren Ende der insgesamt hohlgebohrten Stossspindel 12 eingreift und dadurch den Schneidradhalter 20 genauestens in bezug auf die Stossspindel 12 zentriert. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 sind der Zentrierkörper 22 und der zugehörige Bohrungsabschnitt der Stossspindel 12 konisch. Im Schneidradhalter 20 steckt ein achsparalleler Passbolzen 24, der in eine radiale Nut 26 an der unteren Stirnfläche der Stossspindel 12 eingreift, so dass diese den Schneidradhalter 20 in seiner Lage fixiert und dass dadurch eine genaue Zuordnung zwischen Schneidrad und Werkstück erreicht werden kann.
Der Schneidradhalter 20 weist an seiner von der Stossspindel 12 abgewandten, in den Zeichnungen unteren Seite eine achsnormale Anlagefläche 28 sowie einen Zentrieransatz 30 für das Schneidrad 10 auf, ausserdem einen weiteren achsparallelen Passbolzen 32, der in eine radiale Nut 34 des Schneidrades 10 eingreift, so dass dieses in einer vorbestimmten Winkelstellung in bezug auf den Zentrierkörper 22 festgelegt ist.
Vom Zentrieransatz 30 ragt axial nach unten ein Spanndorn 36 weg, der sich durch das Schneidrad 10 hindurcherstreckt und eine Spannplatte 38 trägt, die das Schneidrad 10 zwischen sich und der Anlagefläche 28 des Schneidradhalters 20 eingespannt hält. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ist der Spanndorn 36 in herkömmlicher Weise mit dem Schneidradhalter 20 einstückig ausgebildet und mit der in diesem Fall mutterartig ausgebildeten Spannplatte 38 verschraubt.
In der hohlen Stossspindel 12 ist ein Kolben 40 geführt, der durch eine schnell lösbare Kupplung 42 in der Art eines Bajonettverschlusses zur Übertragung axialer Zugkräfte mit dem Schneidradhalter 20 verbunden ist. Die Kupplung 42 besteht gemäss Fig. 1 aus einem am oberen Ende des Schneidradhalters 20 ausgebildeten Bajonettzapfen 44 und einer am Kolben 40 ausgebildeten komplementären Aussparung 46. Der Bajonettzapfen 44 lässt sich in einer Winkelstellung, die gegenüber der in Fig. 1 dargestellten um 90° gedreht ist, in die Aussparung 46 einschieben, wenn der Kolben 40 eine untere Endstellung einnimmt. Durch anschliessendes Drehen um 90° gelangt der Schneidradhalter 20 in die Stellung gemäss Fig. 1, in der er zugfest mit dem Kolben 40 verbunden ist und der Kopf seines Passbolzens 24 in die zugehörige Nut 26 der Stossspindel 12 eingreift. Der Kolben 40 ist durch einen Stift 48, der achsparallel in der Stossspindel 12 steckt, daran gehindert, sich gegenüber dieser zu drehen.
Der Kolben 40 begrenzt mit seiner oberen Stirnfläche innerhalb der Stossspindel 12 einen Zylinderraum 50 und weist eine Kolbenstange 52 auf, die sich durch einen in die Stossspindel 12 eingeschraubten Einsatz 54 hindurch nach oben erstreckt. Der Einsatz 54 weist achsparallele Kanäle 56 auf, so dass der Zylinderraum 50 mit dem Raum oberhalb des Einsatzes kommuniziert. Auf das obere Ende der Kolbenstange 52 sind Muttern 58 aufgeschraubt, die zwischen sich und dem Einsatz 54 eine Federanordnung 60 mit einer erheblichen Vorspannung von beispielsweise 600 kp eingespannt halten. Die Federanordnung 60 besteht in allen dargestellten Ausführungsbeispielen aus einer Anzahl Tellerfedern 62 und zwei Zwischenscheiben 64.
Der mit dem Zylinderraum 50 kommunizierende, die Federanordnung 60 enthaltende Raum ist durch radiale Kanäle 66 in der Stossspindel 12 und über einen Ringraum 68 innerhalb der oberen Führungsbuchse 16 mit einem Druckmit-telanschluss 70 verbunden, der seinerseits mit einer nicht dargestellten Druckmittelquelle verbindbar ist.
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Solange der Zylinderraum 50 drucklos ist, wird die gesamte Yorspannkraft der Federanordnung 60 in Form einer axial nach oben gerichteten Kraft über die Kolbenstange 52 und die Kupplung 42 auf den Schneidradhalter 20 übertragen, so dass dieser und mit ihm das Schneidrad 10 an der Stossspindel 12 festgespannt ist. Wird dagegen von der genannten Druckmittelquelle aus der Zylinderraum 50 unter einen Druck gesetzt, dessen auf den Kolben 40 einwirkende, nach unten gerichtete Kraft grösser ist als die Vorspannkraft der Federanordnung 60, so bewegt sich der Kolben 40 samt der Kupplung 42 nach unten, so dass sich der Schneidradhalter 20 ungehindert um 90° drehen und zusammen mit dem Schneidrad 10 von der Stossspindel 12 lösen lässt.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 2 und 3 unterscheidet sich von der in Fig. 1 dargestellten vor allem dadurch, dass der Schneidradhalter 20 einen zylindrischen Zentrierkörper 22 aufweist und mit Schrauben 72, von denen nur eine dargestellt ist, am unteren Ende der Stossspindel 12 befestigt ist. Ein weiterer, wesentlicher Unterschied gegenüber Fig. 1 besteht darin, dass der Spanndorn 36 als gesondertes Bauteil ausgebildet, im Schneidradhalter 20 axial verschiebbar geführt ist, sich durch diesen hindurch nach oben erstreckt und mit seinem oberen Ende 74 in den Kolben 40 eingeschraubt ist. Die schnell lösbare Kupplung 42 ist bei dieser Ausführungsform von einem Bajonettzapfen 44 am unteren Ende des Spanndorns 36 und einer komplementären Aussparung 46 in der Spannplatte 38 gebildet. Somit verbindet die Kupplung 42 den Kolben 40 nicht unmittelbar, sondern über die Spannplatte 38 und das Schneidrad 10 mit dem Schneidradhalter 20. Sämtliche oberhalb des Kolbens 40 angeordneten Bauteile sind ebenso wie in Fig. 1 gestaltet und angeordnet und deshalb in Fig. 2 teilweise nicht dargestellt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 und 3 wird die von der Federanordnung 60 auf die Kolbenstange 52 ausgeübte, axial nach oben gerichtete Spannkraft vom Kolben 40 auf den Spanndorn 36 und von diesem über die Kupplung 42 und Spannplatte 38 auf das Schneidrad 10, und von diesem letzten Endes ebenfalls auf den Schneidradhalter 20, übertragen. Zum Auswechseln des Schneidrades 10 wird, ebenso wie anhand der Fig. 1 beschrieben, der Zylinderraum 50 von der Druckmittelquelle aus unter Druck gesetzt, so dass der Kolben 40 die Spannkraft der Federanordnung 60 überwindet und den Spanndorn 36 nach unten verschiebt. Es genügt eine minimale Verschiebung, um die Wirkung der Spannkraft auf die Kupplung 42 aufzuheben; danach lässt sich die Spannplatte 38 nahezu widerstandslos aus der in Fig. 2 abgebildeten Stellung heraus um 90° verdrehen und dann vom Spanndorn 36 nach unten abziehen. Das Schneidrad 10 lässt sich dann oder schon gleichzeitig vom Zentrierkörper 22 nach unten abziehen, was noch dadurch erleichtert wird, dass der in Fig. 1 dargestellte massive Zentrieransatz 30 durch eine das Schneidrad 10 in bezug auf den Schneidradhalter 20 zentrierende Kugelführung 30' ersetzt ist.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 4 unterscheidet sich von der in Fig. 2 und 3 dargestellten unter anderem dadurch, dass die Kupplung 42 zwischen dem unteren Ende des Spanndorns 36 und der Spannplatte 38 von einer Gewindeverbindung gebildet ist. Obwohl diese Gewindeverbindung nicht anders gestaltet zu sein braucht als bei vergleichbaren bekannten Aufspannvorrichtungen, handelt es sich doch um eine schnell und leicht lösbare Kupplung, denn die Gewindeverbindung lässt sich von jeglicher axialer Spannkraft entlasten, indem der Zylinderraum 50 in der oben beschriebenen Weise unter Druck gesetzt wird.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 4 unterscheidet sich von der in Fig. 2 und 3 dargestellten ferner dadurch, dass der Schneidhalter 20 mit der Stossspindel 12 nicht unmittelbar, sondern über ein büchsenförmiges Zwischenstück 76 verschraubt ist. Durch das Zwischenstück 76 erstreckt sich eine Zugstange 78, die oben mit dem Kolben 40 dauerhaft verschraubt ist und in der Nähe ihres unteren Endes eine vom Spanndorn 36 abgewandte, also gemäss Fig. 4 nach oben gerichtete, ringförmige Kolbenfläche 80 aufweist. Der Kolben-fläche 80, genau genommen eine ihr vorgelagerte ringförmige Dichtung 82, begrenzt innerhalb des Zwischenstücks 76 eine Kammer 84, die durch Kanäle 86 im Zwischenstück 76 und im Schneidradhalter 20 mit einer innerhalb des Schneidradhalters ausgebildeten Kammer 88 verbunden ist. Die Kammer 88 ist nach oben hin durch eine dem Schneidrad 10 zugewandte, also gemäss Fig. 4 nach unten gerichtete ringförmige Kolbenfläche 90 bzw. eine ihr vorgelagerte Dichtung 92 begrenzt. Die Kolbenfläche 90 ist am Spanndorn 36 ausgebildet und ist um ein Mehrfaches grösser als die Kolbenfläche 80. Nach unten hin ist die Kammer 88 durch eine weitere Dichtung 94 abgeschlossen, die sich am Schneidradhalter 20 abstützt. Die Kammern 84 und 88 sowie die Kanäle 86 sind vollständig mit einem inkompressiblen Druckmittel, beispielsweise Mipolan, gefüllt und bilden ein in sich abgeschlossenes System, das einen hydraulischen Druckübersetzer darstellt.
Wenn nämlich der Zylinderraum 50 drucklos ist und die Spannkraft der Federanordnung 60 infolgedessen als nach oben gerichtete Zugkraft von der Kolbenstange 52 auf die Zugstange 78 übertragen wird, übt deren Kolbenfläche 80 auf die Flüssigkeit in der Kammer 84 einen Druck aus, der sich in die Kammer 88 fortpflanzt und auf die grössere Kolbenfläche 90 wirkt. Infolgedessen wird der Spanndorn 36 mit einer Kraft nach oben gedrückt, die ein Mehrfaches der Spannkraft der Federanordnung 60 beträgt. Diese vergrös-serte Kraft wird über die Kupplung 42 auf die Spannplatte 38 übertragen, so dass dieses das Schneidrad 10 mit einer im Vergleich zur Ausführungsform gemäss Fig. 2 und 3 entsprechend vergrösserten Kraft am Schneidradhalter 20 festgespannt hält.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 5 unterscheidet sich von den bisher beschriebenen in erster Linie dadurch, dass der Einsatz 54 oberhalb des Kolbens 40 sowie die Muttern 58 am oberen Ende der Kolbenstange 52 fortgelassen sind. Das obere Ende der Kolbenstange 52 ist axial verschiebbar in einer Hülse 96 geführt, die innerhalb der Stossspindel 12 angeordnet und nach oben hin an dieser abgestützt ist. Die Federanordnung 60 ist zwischen der Hülse 96 und dem Kolben 40 eingespannt und übt auf diesen eine axial nach unten gerichtete Spannkraft aus. Diese Spannkraft wird im Betrieb auf eine axial angeordnete Druckstange übertragen, deren in Fig. 5 unteres Ende im Spanndorn 36, und deren oberes Ende im büchsenförmigen Zwischenstück 76 axial verschiebbar geführt ist. Der Spanndorn 36 ist seinerseits im Zwischenstück 76 axial verschiebbar geführt, während das Zwischenstück 76 selbst an einer axialen Verschiebung in bezug auf die Stossspindel 12 dadurch gehindert ist, dass es mit dem Schneidradhalter 20 verschraubt ist. Ein unbeabsichtigtes Lösen dieser Verschraubung ist durch eine radial angeordnete Madenschraube 100 verhindert. Der Spanndorn 36 ist durch eine Passfeder 102 daran gehindert, sich in bezug auf das Zwischenstück 76, und somit in bezug auf die Stossspindel 12, zu drehen. Zwischen dem Spanndorn 36 und dem Zwischenstück 76 ist eine Druckfeder 104 axial eingespannt, die bestrebt ist, den Spanndorn 36 nach unten zu drücken.
Gemäss Fig. 5 wird im Betrieb die axial nach unten gerichtete Spannkraft der Federanordnung 60 vom Kolben 40 auf die Druckstange 98 übertragen, deren untere Stirnfläche als kleinere Kolbenfläche 80 wirkt und - wie beim Beispiel gemäss Fig. 4 - über eine vorgelagerte Dichtung 82 eine Flüssigkeit in einer Kammer 84 unter Druck setzt. Dieser Druck pflanzt sich wie bei der Ausführungsform gemäss s
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Fig. 4 über Kanäle 86 in eine Kammer 88 fort und wirkt auf eine dem Schneidrad 10 zugewandte, gemäss Fig. 5 also nach unten gerichtete grössere Kolbenfläche 90, wodurch eine entsprechend vergrösserte Spannkraft über die Kupplung 42 auf die Spannplatte 38, und von dieser über das Schneidrad 10 letzten Endes auf den Schneidradhalter 20 übertragen wird. Durch diese Kraft wird das Schneidrad 10 sicher am
Schneidradhalter 20 festgehalten und mit der Stossspindel 12 verbunden. Die Schrauben 72 haben bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 ebenso wie bei den Ausführungsformen gemäss Fig. 2 bis 4 nur Bedeutung für den Fall, dass der Zylinderraum 50 unter Druck steht und infolgedessen die Spannkraft der Federanordnung 60 am Spanndorn 36 nicht wirksam ist.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Aufspannvorrichtung für ein Schneidrad an einer Stossmaschine, insbesondere Wälzstossmaschine für die Zahnradherstellung, mit einer axial hin- und herbewegbaren Stossspindel, einem an deren einem Ende befestigten Schneidradhalter, der eine Anlagefläche für das Schneidrad aufweist, einem von der Anlagefläche axial wegragenden Zentrieransatz zum Aufstecken des Schneidrades und einer am Ende des Zentrieransatzes über einen Spanndorn befestigten Spannplatte, die mit diesem zusammenwirkend das Schneidrad gegen die Anlagefläche des Schneidradhalters spannt, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossspindel (12) hohl ist und eine Federanordnung (60) sowie einen Kolben (40) enthält, die Federanordnung (60) zum Ausüben einer axialen Spannkraft vorgespannt und über eine zur Übertragung dieser Spannkraft ausgebildete, nach Aufhebung der Spannkraft leicht lösbare Kupplung mit dem Schneidradhalter (20) oder Schneidrad (10) verbunden ist, und der Kolben (40) innerhalb der Stossspindel (12) einen an eine Druckmittelquelle anschliessbaren Zylinderraum (50) begrenzt und die Spannkraft der Federanordnung (60) aufhebt, wenn der Zylinderraum (50) unter Druck steht.
  2. 2. Aufspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (44) der Kupplung (42) am
    Schneidradhalter (20) selbst ausgebildet und dieser nach Aufhebung der Spannkraft zusammen mit dem Spanndorn (36), der Spannplatte (38) und dem Schneidrad (10) von der s Stossspindel (12) lösbar ist.
  3. 3. Aufspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (44) der Kupplung (42) am Spanndorn (36) ausgebildet und dieser axial verschiebbar im Schneidradhalter (20) geführt ist.
    10 4. Aufspannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
    3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (60) ein Tellerfederpaket ist, durch das sich eine am Kolben (40) befestigte Kolbenstange (52) erstreckt.
    15 5. Aufspannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
    4, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Stossspindel (12) zusätzlich eine axial verschiebbare Differentialkolbenanordnung enthält, deren kleinere Kolbenfläche (80) eine Kammer (84) begrenzt, die unter einem von der Federanordnung (60)
    20 erzeugten Druck steht und mit einer zweiten Kammer (88) kommuniziert, die von der grösseren, dem freien Ende des Spanndorns (36) zugewandten wirksamen Kolbenfläche (90) der Differentialkolbenanordnung begrenzt ist.
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