CH647136A5 - Verfahren zur verstaerkung von oberstoffen oder einlagen fuer kleidungsstuecke. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verstärkung von Oberstoffen oder Einlagen für Kleidungsstücke, bei welchem Verfahren diese Oberstoffe oder Einlagen auf einer Seite zunächst im Tiefdruckverfahren mit einer wässrigen, vernetzbaren Dispersionspaste bedruckt und dann mit vorzugsweise faserigen Flocken elektrostatisch beflockt werden,
wobei die Flocken auf der Paste haften, worauf die Paste durch Hitzekoagulieren und/oder Vortrocknen vorstabilisiert und sodann auskondensiert wird.
In der DE-OS 3 014 656 ist ein Verfahren zur rückseitigen Verstärkung von Oberstoffzuschnitten für Kleidungsstücke und eine Vorrichtung hierfür beschrieben, nach der in einer ersten Arbeitsstufe die Oberstoffzuschnitte rasterför-mig mit flockbindender vernetzbarer Dispersionspaste bedruckt werden, worauf diese Dispersionspaste elektrostatisch zunächst mit Flocken beflockt, sodann durch Hitzekoagulieren und/oder Vortrocknen vorstabilisiert und schliesslich in einem weiteren Arbeitsgang in einer beheizten Kammer bei 90 bis 140 °C, vorzugsweise bei 100 bis 130 °C, auskondensiert wird. Die Auskondensation wird dabei bevorzugt bei gestapelten Zuschnitten vorgenommen. Als Flocken kommen dabei vor allem Fasern, z.B. gemahlene Baumwollfasern, gemahlene oder geschnittene Zellwoll- und Synthesefasern, insbesondere Polyamidfasern, in Frage.
Die praktische Anwendung des Verfahrens hat ergeben, dass die Aufteilung der Temperaturbehandlung in eine Arbeitsstufe, in der durch Hitzekoagulieren und/oder Vortrocknung vorstabilisiert und in eine weitere Arbeitsstufe, in der im Stapel bei hohem Feuchtigkeitseinschluss auskondensiert wird, Bedeutung besitzt, um einerseits Vergilbungs- und anderseits Austrocknungserscheinungen, welch letztere nicht nur eine spätere Weiterverarbeitung erschweren würden, sondern auch zu Massänderungen der Zuschnitteile führen können, zu vermeiden. Die Ausschaltung jeglicher Farbtonänderungen zwischen den mit Flockschichten versehenen Vorderteilen eines Kleidungsstückes und den zumeist unbehandelten Ärmeln, Seiten- und Rückenteilen, ist für ein ordnungsgemässes Kleidungsstück von ebenso grosser Wichtigkeit, wie die Einhaltung der Massgenauigkeit beim Be-flockungs- und Auskondensationsvorgang.
Um die Stapelkondensation in der Kammer ausführen zu können, ist eine manuelle Bedienung zum Lagelegen der aus der ersten Arbeitsstufe ankommenden Oberstoffzuschnitte und zum Umsetzen der Stapellagen in die beheizte Kammer erforderlich. Es ist jedoch in manchen Fällen ein Verzicht auf eine solche manuelle Bedienung wünschenswert, um stattdessen eine Auskondensation der beflockten Einzelteile vornehmen zu können.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass Vergilbungs-, Austrocknungs- und Schrumpferscheinungen ebenfalls vermieden werden können, wenn bei dem Verfahren der eingangs genannten Art die Auskondensation unter Ausschluss zutretender Luft und unter Druckausübung auf die Oberstoffe oder Einlagen für Kleindungsstücke von 490 Pa bis 49 ■ 103 Pa vorgenommen wird, ohne dass anderweitige Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Ein besonders günstiger Druckbereich liegt zwischen 980 Pa und 14,7 • 103 Pa.
Die Auskondensation kann dabei zwischen an die Oberstoffe oder Einlagen unter Andruck anliegenden beheizten ebenen oder gewölbten Abdeckungen durchgeführt werden. Die Abdeckungen können z.B. aus Metall, Silikongummi, glasgewebeverstärktem Silikongummi, Teflon, glasgewebeverstärktem Teflon oder ähnlichem wärmestabilen Material bestehen.
Die aus der ersten Arbeitsstufe mit relativ hoher Feuchte ankommenden vorstabilisierten Oberstoffe oder Einlagen bilden zwischen den unter Andruck anliegenden Abdeckungen ein Dampfpolster, das den Luftzutritt verhindert oder mindestens stark verzögert und für einen raschen Wärmeaustausch sorgt. Überraschenderweise wird durch die Dampfatmosphäre die Auskondensation nicht beeinträchtigt. Bei Temperaturen über 100 °C ist dieser Dampf überhitzt.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Auskondensation in einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt. Diese kann durch Beimischung reduzierender Komponenten, wie Ameisensäure, insbesondere aber in besonders günstiger Weise durch Abgabe von Zerset-zungs- bzw. Abspaltprodukten der eingesetzten Dispersionspaste erreicht werden. So kann z.B. Dispersionspaste eingesetzt werden, bei der der Flockbinder Spuren von Formaldehyd unter den genannten Bedingungen abgibt.
Die mit Formaldehyd leicht geschwängerte eingeschlossene Dampfatmosphäre hemmt Oxidationswirkungen des Luftsauerstoffes und darauf offensichtlich beruhende Vergil-bungserscheinungen wesentlich, und ausserdem wird durch den Andruck der Abdeckflächen auch zusätzlich noch sichergestellt, dass die Oberstoff- oder Einlagenzuschnitte dimensionsstabil bleiben. Schliesslich behalten die so auskondensierten beflockten Oberstoffe oder Einlagen auch nach dem Kondensationsvorgang eine mehr oder weniger hohe Restfeuchte bei. Diese ist besonders dann hoch, wenn die nachfolgende Abkühlung zwischen den Abdeckflächen erfolgt, was bei der Stapelkondensation keine Probleme aufwirft, aber auch bei der Einzelteilkondensation ausführbar ist.
Bezüglich der Verfahrensschritte des erfindungsgemässen Verfahrens, die vor der Kondensation durchgeführt werden, wird ausdrücklich Bezug genommen auf die DE-OS 3 014 656 sowie 3 021 039, deren diesbezügliche Lehren im vollen Umfang hier als eingeführt gelten sollen.
Die erfmdungsgemässe Auskondensation kann beispielsweise wie folgt geschehen: Sie kann zunächst in prinzipiell gleicher Weise erfolgen wie in DE-OS 3 014 656 beschrieben, jedoch bei höherer Temperatur, beispielsweise bei 150°C, während einer Temperatureinwirkungsdauer von 10 bis 20 Minuten durchgeführt werden. Die gestapelten 10 bis 30 rückseits beflockten Oberstoffe oder Einlagen, z.B. Oberstoffzuschnitte werden - jeweils ein linkes und ein rechtes Vorderteil mit den Flockschichten zueinander liegend - auf der Stapelunter- und -Oberseite mit je einer ebenen, z.B. durch Streben versteiften Aluminiumplatte von etwa 1 mm Dicke abgedeckt. Die Ränder der Aluminiumplatte ragen über die Ränder der Oberstoffzuschnitte hinaus. Der Abstand der Platten wird unter Druckanwendung auf etwa die Hälfte der losen Oberstofflage verringert. Durch z.B. seitwärts an den Plattenrändern angebrachte Abdichtstreifen aus Schaumstoff oder dgl. und durch Klemmbacken wird die Oberplatte mit der Unterplatte zu einem verschlossenen Stapelpaket verbunden. Eine Anzahl dieser Stapelpakete wird mit dazwischen freibleibendem Luftspalt übereinander geschichtet und in einem entsprechend dimensionierten Umluftofen, der auf 150 °C einreguliert wird, eingeschoben und für die Dauer von ca. 15 Minuten beheizt. Anschliessend wird auf 120°C abgesenkt und bis insgesamt 60 Minuten im Umluftofen bei dieser Temperatur belassen. Nach Ablauf dieser Aufheiz- und Kondensationsdauer lässt man die wieder herausgenommenen Stapelpakete auf eine Temperatur unter 80°C abkühlen und löst dann die Klemmbacken.
Die Oberstoff- oder Einlagenzuschnitte besitzen nun eine natürliche Feuchte und sind geglättet. Die Flockseite fühlt sich seidenweich an und hat eine ansprechende Optik.
Anstelle der ebenen Platten können auch gewölbte Platten eingesetzt werden, um gewölbte Stoff- oder Einlagenzuschnitte wie Vorderteile von Kleidungsstücken, die die Brustwölbung nachbilden, zu erhalten.
Es ist auch möglich, anstelle einer Stapelkondensation eine Einzelteil-Kondensation oder z. B. eine Kondensation eines linken und eines rechten Kleidungsstück-Vorderteils, die mit der Flockseite zueinander liegen, vorzunehmen.
Bei Einzelteilen wird insbesondere eine Kondensation zwischen beheizten Abdeckbändern, die aus glasgewebeverstärktem Teflon bestehen können, bevorzugt.
Im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens ist es besonders bevorzugt, dass der Andruck im Bereich von 980 Pa bis 14,7 • 103 Pa liegt.
Um den gewünschten Anlagedruck an die dazwischen liegenden Oberstoffe oder Einlagen zu erhalten, können Teflonbänder im Bereich der Kondensationszone zweckmässigerweise über leicht gewölbte Heizplatten mit der gewünschten Temperatur von beispielsweise 150 bis 160 °C gleitend hinweggeführt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite des zweiten Teflonbandes, welches das hinweggleitende Teflonband berührt, kann weiterhin noch eine Infrarotstrahlerbeheizung vorgesehen sein. Im Prinzip entspricht die Bandanlage einer üblichen Durchlauffixierpresse zum Auffixieren von Einlagestoffen, die rasterförmig mit Textilkleber beschichtet sind. Es ist auch möglich, die Kondensationsanlage mit Transportbändern direkt dem Vortrocknungs- und Vor-stabilisierungofen aus der ersten Arbeitsstufe, vorteilhafterweise jedoch unter Zwischenausführung einer Abreinigung zur Entfernung überschüssiger Flockfasern auf den vorstabilisierten Oberstoffen oder Einlagen, folgen zu lassen, wobei es z.B. weiterhin möglich ist, vor Einlaufen von vorstabilisierten beflockten Oberstoffzuschnitten in die Kondensationsanlage noch Einlagezuschnitte, z.B. für die Brust- und Schulterverstärkung eines Sakkovorderteils, aufzulegen. Die Textilkleberbeschichtung wird in der Kondensationsanlage aufgeschmolzen und mit der Flockschicht verbunden, wenn wie bei Durchlauffixierpressen üblich, am Auslauf der Anlage noch zwei Anpresswalzen vorgesehen sind, die die Einlage mit dem Oberstoffzuschnitt verpressen. Hinter den beiden Presswalzen werden die beiden abdeckenden Endlos-Trans-portbänder voneinander getrennt und geben nun das auskondensierte Teil, auf dem gegebenenfalls noch eine Einlage auffixiert (aufgeklebt) ist, frei. Die Endlos-Transportbänder kehren dann oberhalb bzw. unterhalb ihrer gemeinsamen Führung durch die Kondensationszone über Umlenkwalzen zum Einlauf der Oberstoff- oder Einlagenteile zurück, wo sie wiederum über Umlenkwalzen zusammengeführt werden und unter Anlagespannung über die Heizplatten hinweggleiten, um dabei den gewünschten Andruck an die zwischen ihnen transportierten Teilen zu bewirken.
Die erforderliche Länge der Kondensationszone richtet sich nach der Höhe der gewählten Temperatur, nach der Reaktivität der Dispersionspaste als Flockbinder und nach der Geschwindigkeit, mit der die vorverfestigten Oberstoffe bzw. Einlagen aus der Beflockungs- und Vorstabilisierungszone zulaufen. Bei 155 °C in der Kondensationszone genügt in der Regel eine Verweilzeit von ca. 1 Minute, was bei einer Zulaufgeschwindigkeit aus der Vorstabilisierungszone von 4 m/ Minute einer Länge der Kondensationszone von ca. 4 m entsprechen würde.
Es ist schliesslich noch möglich, anstelle einer der beiden Transportbänder eine grosse rotierende Heiztrommel einzusetzen, die mit einem der beiden Transportbänder synchron läuft und von diesem umschlungen wird. Der Oberstoff bzw. die Einlage befindet sich dabei zwischen der Wand der Heiztrommel und dem Transportband und wird während der Rotation der Heiztrommel auskondensiert. Durch die Um-spannung des Transportbandes auf der Heiztrommel wird der notwendige Andruck und die erforderliche Abschirmung gegen Luftsauerstoffeinflüsse erzeugt.
In der Zeichnung sind vorteilhafte Ausführungsformen einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt, die im folgenden beschrieben werden. Es zeigen:
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Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Wölbform zur Stapelkondensation,
Fig. 2 die Ansicht dieser Wölbform von unten; und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform der Kondensationsvorrichtung.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Einrichtung hat eine ebene Unterplatte 1 mit einer Aussparung für eine Auswölbform 3, die bei einem Stoffzuschnitt für ein Herrensakko etwa Brustwölbform besitzen kann. Auf die ebene Platte werden z.B. übereinandergelegte Oberstoff- oder Einlagenzuschnitte -mit den Flockseiten zueinanderliegend - aufgelegt, gegebenenfalls durch Beilegen einer ebenen Hilfsplatte in die Aussparung. Anschliessend wird der Stapel aus ca. 20 übereinanderliegenden Zuschnitten mit einer zweiten Platte, der Oberplatte 2, die eine Auswölbung 2' an der Ausspanmgs-steile der Unterplatte in der o.g. Brustwölbform hat, abgedeckt. Unter kräftigem Anpressdruck werden Ober- und Unterplatte über Schraubklemmen 4 oder andere Spannelemente zu einem Stapelpaket zusammengeklemmt. In die Aussparung wird nun die obengenannte Auswölbform 3 eingedrückt und mit der Unterplatte verbunden. Die zwischen Ober- und Unterplatte eingeklemmten Zuschnitte werden von der eingedrückten Wölbform 3 ausgewölbt. Die Auswölbung wird bei dem nachfolgenden Kondensationsvorgang so fixiert, dass bei späteren Chemisch-Reinigungen keine Verluste der Wölbung stattfinden. Die Auskondensation kann aber auch zwischen ebenen Platten vorgenommen werden. Sowohl bei der Auskondensation zwischen ebenen wie gewölbten Formen ist es zweckmässig, an den Rändern der Platten Schaumgummistreifen, z.B. Streifen aus Silikonmoosgummi, einzulegen, um eine zusätzliche Luftabschirmung zu erreichen.
Eine Anzahl dieser zwischen Formplatten eingeschlossenen Stapelpakete wird mit dazwischen freibleibendem Luftspalt übereinandergeschichtet und zur Auskondensation z. B. in einen Umluftofen, der zunächst rasch auf 160 °C aufgeheizt wird, eingeschoben. Kurz nach Erreichen dieser Temperatur in der umgewälzten Umluft lässt man durch schwache Ablüftung die Umlufttemperatur innerhalb etwa 15 bis 30 Minuten auf 120 °C absinken. Diese Temperatur wird bis zum Kondensationsende gehalten. Nach Ablauf der Aufheiz- und Kondensationsdauer von insgesamt 70 Minuten lässt man die wieder herausgenommenen Stapelpakete auf eine Temperatur unter 80 °C abkühlen und löst dann die Spannelemente. Die Oberstoffteile haben während der Ofenbehandlung im Stapelkern eine Temperatur von 120 °C und an der Plattenwandung ca. 130 °C erreicht. Sie besitzen nun eine natürliche Feuchte und sind geglättet. Die Flockseite fühlt sich seidenweich an und hat eine ansprechende Optik. Anstelle der kostengünstigen Umluftbeheizung kann auch eine Hochfrequenzbeheizung der Stapelpakete gewählt werden, deren Vorteil darin besteht, dass die Aufheizphase abgekürzt wird.
In Fig. 3 ist beispielsweise eine Kondensationsanlage entsprechend einer üblichen Durchlauffixierpresse gezeigt. Das von der Abreinigung kommende Produkt A wird über ein Teflonband 4 mit Gegenband 5 über Heizplatten 6 geführt, in deren Bereich jeweils Infrarot-Strahler 7 angeordnet sind. Nach dem Durchlaufen dieser Anlage ist das Produkt fertig auskondensiert und kann von dem umlaufenden Band 4 abgenommen werden.
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Claims (12)
1. Verfahren zur Verstärkung von Oberstoffen oder Einlagen für Kleidungsstücke, bei welchem Verfahren diese Oberstoffe oder Einlagen auf einer Seite zunächst im Tiefdruckverfahren mit einer wässrigen, vernetzbaren Dispersionspaste bedruckt und dann mit Flocken elektrostatisch beflockt werden, wobei die Flocken auf der Paste haften, worauf die Paste durch Hitzekoagulieren und/oder Vortrocknen vorstabilisiert und sodann auskondensiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskondensation unter Ausschluss zutretender Luft im Temperaturbereich von 90-175 °C und unter Druckausübung auf die Oberstoffe oder Einlagen für Kleidungsstücke von 490 Pa bis
49 • 103 Pa vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskondensation unter Druckausübung von 980 Pa bis 14,7 • 103 Pa durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation im Temperaturbereich von 110 bis
155° C durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Andruck durch ebene oder gewölbte Abdeckungen erzeugt wird, zwischen welchen die Oberstoffe bzw. Einlagen eingeschlossen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskondensation in einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die reduzierende Atmosphäre durch Spuren von Formaldehyd gebildet wird, das unter Kondensationsbedingungen von der eingesetzten Dispersionspaste abgegeben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation während 1 bis 60 Minuten durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskondensation diskontinuierlich in einer beheizten Kammer durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskondensation kontinuierlich in einer beheizten Durchlauffixierpresse durchgeführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Auskondensation die Oberstoffe oder Einlagen zwischen luft- und feuchtigkeitsundurchlässigen Bändern hindurchgeführt werden, zwischen welchen sie unter Anlagedruck eingeschlossen werden, wobei die Bänder unter Spannung an Heizorganen vorbeigeführt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberstoffe oder Einlagen um eine rotierende Trommel herumgeführt und dabei über ein um die Trommel zumindest teilweise herumgespanntes Band an die Trommeloberfläche angedrückt werden.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation vorstabilisierter beflockter Oberstoffzuschnitte zusammen mit auf sie aufgelegten Einlagenzuschnitten, die eine rasterförmige Textilklebebeschichtung tragen, vorgenommen wird und hiernach eine Verpressung erfolgt.
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| PL | Patent ceased | ||
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