CH647288A5 - Vorrichtung zur aufnahme von kehrgut mittels eines saugluftstroms. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Kehrgut mittels eines Saugluftstroms durch ein Saugrohr, wobei ein rohrförmiges Endstück (2), das mit Abstand von der Bodenfläche zwecks deren Reinigung geführt zu werden bestimmt ist, im Scheitel eines sich in Arbeitsrichtung V-förmig verbreiternden Gehäuses angeordnet ist, welches einen von einer Haube oben abgedeckten Sammelraum ' bildet, in welchem das Kehrgut gesammelt und dem Endstück zugeführt wird.
Bei einer derartigen bekannten Vorrichtung (GB-PS 1 530 904) ergibt sich in den äusseren Bereichen des V-förmigen Teils des Gehäuses eine nicht ausreichende Saugkraft. Eine den Sammelraum vor dem Mundstück des Saugrohrs abdeckende Haube ist auf der Innenseite ihrer Decke mit einem flexiblen Futter ausgekleidet, welches längs seiner Ränder mit der Haube verbunden ist, so dass es unter Wirkung des Saugstroms zum Boden hin gezogen und dadurch vorzeitig zerstört wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass eine vergrösserte Kehrbreite mit einem allen Kehraufgaben gerecht werdenden scharfen Saugluftstrom erreicht werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass jeder der beiden Schenkel des V-förmigen Gehäuses als Kehrleiste ausgebildet ist, die einen seitlich ausmündenden und zur Bodenfläche hin offenen Saugkanal zwischen, in Fahrtrichtung gesehen, einem vorderen und einem hinteren Begrenzungsteil einschliesst, und dass die Saugöffnung des Endstücks mit dem Sammelraum und den beiden seitlichen Saugkanälen verbunden ist.
Während im Bereich des Endstücks wie beim Stand der Technik eine auch zur Aufnahme von Dosen, Flaschen u. dgl. ausreichend gross dimensonierte Saugöffnung vorhanden ist, ergeben die seitlich an die Saugöffnung angeschlossenen Saugkanäle die erwünschte gegenüber dem Stand der Technik vergrösserte wirksame Kehrbreite. Durch die V-förmig zueinander stehenden Kehrleisten werden grosse Teile direkt vor die Saugöffnung geschleudert, wo sie von dem Saugluftstrom erfasst werden; kleines, aber relativ schweres Kehrgut wie Steine werden im Berreich der seitlichen Saugkanäle erfasst und in diesen zur Saugöffnung befördert. Infolge eines verhältnismässig kleinen Querschnitts der Luftkanäle wird darin eine verhältnismässig hohe Luftgeschwindigkeit des Saugluftstroms sichergestellt.
Die vorderen und hinteren Begrenzungsteile der Saugkanäle können im Rahmen der Erfindung bezüglich der Bodenfläche als berührende oder berührungsfreie Bauteile ausgebildet sein. Auf die verschiedenen Ausführungsformen gemäss den abhängigen Ansprüchen 2 bis 5 wird verwiesen.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung erweist sich ein Endstück als zweckmässig, welches zwischen Saugrohranschluss und Gehäuse quer zur Arbeitsrichtung trichterförmig verbreitert ist; seine Rückwand und die diese nach unten verlängernde Schenkelleiste bilden dabei mit der Bodenfläche einen in Arbeitsrichtung weisenden spitzen Winkel.
Zusätzlich zur Wirkung des Saugstroms werden durch die letztgenannte Massnahme auch grossvolumige Kehrgutteile im Bereich des Endstücks aufgeschaufelt, also von der Bodenfläche gelöst, so dass sie in den Saugstrom gehoben und entsprechend beschleunigt werden.
Diese Wirkung wird noch verbessert, wenn die Decke der Haube auf ihrer dem Boden hin durchhängendem Futter versehen ist, welches auf beiden Seiten der Wirkung des Sogs im Saugrohr unterworfen ist.
Ein derartiges Futter verkleinert im Normalfall die Einlassöffnung entsprechend einem genau einstellbaren maximalen Durchhang, so dass eine hohe Ansauggeschwindigkeit gegeben ist. Bodenunebenheiten werden vom flexiblen Futter ohne weiteres toleriert, d.h. es verformt sich entsprechend der Erhöhungen des Bodens, ohne sich am Boden festzusaugen.
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Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Futter nur längs seines vorderen oder seines vorderen und hinteren, jeweils quer zur Arbeitsrichtung verlaufenden Rands befestigt ist, längs seiner Seitenkanten jedoch frei endet, derart, dass die Seitenränder vom Saugluftstrom umspült werden. Als Futter eignet sich dabei besonders eine Gummischürze oder ein ähnliches flexibles Gebilde aus gummiähnlichem Werkstoff oder aus Kunststoff.
Ein derartiges Futter hat aber nicht nur die Eigenschaft, dass es im normalen Einsatz den Ansaugquerschnitt verkleinert; ihm kommt noch eine weitere Verbesserung der Kehrleistung dadurch zu, dass es unter der Wirkung des Luftstroms zu Schwingungen angeregt wird, wodurch der Luftstrom pulsiert, und zwar mit einer Frequenz von ca. 1/sec. Es kommt dabei zu einer ständigen, jedoch kontrollierten Veränderung des Abstandes zwischen Futter und Bodenfläche, also zu schlagartigen Geschwindigkeitsschwankungen der Saugluft, wodurch es sogar möglich ist, Splitt und festgefahrenes Kehrgut von der Bodenoberfläche zu lösen und aufzunehmen.
Das Schwingungsverhalten des Futters wird noch durch die weitere Ausgestaltung begünstigt, dass bei nur entlang der Vorderkante befestigtem Futter dessen hinterer Rand beweglich an Seilen aufgehängt ist. Die Seile dienen gleichzeitig der Sicherung des Futters gegen Bodenkontakt.
Schliesslich ist es möglich, das Schwingungsverhalten des Futters durch zahlreiche weitere Faktoren zu beeinflussen, beispielsweise durch die Dicke des Futterstoffes, die Steifigkeit des Futtermaterials oder, nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dadurch, dass das Futter aus dehnungsfestem Werkstoff besteht und dass in dem Raum zwischen Futter und Haubendecke leicht verformbares Füllmaterial z. B. in Form von Schüttgut, eingefüllt ist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Aufnahmevorrichtung in der Draufsicht, Fig. 2 eine Seitenansicht der Aufnahmevorrichtung, Fig. 3 einen Schnitt gemäss III-III der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt gemäss IV-IV der Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt gemäss V-V der Fig. 1,
Fig. 6 und 7 jeweils eine Variante zu Fig. 3.
Gemäss Fig. 1 erkennt man in der Daufsicht auf das Gehäuse der Aufnahmevorrichtung eine Anschlussmuffe 1 für das nach oben anschliessende Saugrohr (nicht gezeigt), ein an der Anschlussmuffe 1 nach unten hin angeformtes, in seitlicher Richtung trichterförmig erweitertes rohrförmiges Endstück 2, welches wiederum mit einer Haube 3 verbunden ist. Die Haube 3 deckt einen zwischen zwei V-förmigen zueinanderstehenden als Kehrleisten ausgebildeten Schenkeln 11, 12 eingeschlossenen Raum nach oben ab und ist nach vorne, d.h. in Arbeitsrichtung gemäss Pfeil A offen, wo sie mit einem nach oben gebogenen Rand 5 abschliesst. Den seitlichen Abschluss des Gehäuses bilden Seitenteile 6, die an ihrer Unterseite jeweils eine Gleitkufe mit einer vorderen Verschleissschiene 8 und einer hinteren Verschleissschiene 7 tragen. Zwischen vorderer und hinterer Verschleissschiene befindet sich jeweils ein Ansaugstutzen 9, durch den Luft in Richtung des Pfeils S (Fig. 1) angesaugt wird und über einen strichliert eingezeichneten Saugkanal 10 in das Endstück 2 strömt. Der Saugkanal 10 ist innerhalb der seitlichen Schenkel 11, 12 des Gehäuses ausgebildet, derart, dass er an eine hintere Schenkelleiste 13 und eine vordere Schenkelleiste 14 angrenzt. Die nicht näher bezeichneten Strömungspfeile bezeichnen den Verlauf der Saugluftströmung, nämlich von vorne durch die Öffnung der Haube 3 und von rückwärts durch den Spalt zwischen Bodenfläche und hinterer Schenkelleiste 13.
In der Seitenansicht gem. Fig. 2 ist der seitliche Ansaugstutzen 9 des entsprechenden Saugkanals 10 deutlich erkennbar; er erstreckt sich über die volle Höhe der seitlichen Gleitkufe 15 einschliesslich ihrer Verschleissschienen 7, 8. Das Seitenteil 6 begrenzt die Haube 3, an welcher rückwärts das Enstück 2 mit der Anschlussmuffe 1 für das Saugrohr angesetzt ist. Die Niederdruckzone vor der Saugöffnung 16 saugt Luft sowohl von vorne durch die Einlassöffnung 17 der Haube 3 als auch von hinten unterhalb der hinteren Schenkelleiste 13.
In der Schnittdarstellung gem. Fig. 3 ist wiederum die hintere Schenkelleiste 13 erkennbar, welche an ihrer Vorderkante 18 spitzwinkelig abgeschrägt ist. Die Haube 3 ist an ihrer Unterseite mit einem nach unten durchhängenden flexiblen Futter, z.B. einer Gummischürze, versehen, die vorne im Bereich des schrägen Randes 5 der Haube 3 mittels einer Klemmleiste 20 und im Inneren des Endstücks 2 im Bereich der Saugöffnung 16 mittels einer weiteren Klemmleiste 21 befestigt sit. Das Futter 19 bewirkt eine Verengung der Höhe des Ansaugquerschnitts auf das Mass h, ohne jedoch die maximale Höhe der Haube 3 für den Durchtritt grossvolumigen Kehrguts spürbar zu beschränken. Durch die infolge des Futters 19 erzielte Verengung des Ansaugquerschnitts ergibt sich eine wünschenswerte Geschwindigkeitserhöhung der Luftströmung.
Während der Mittelschnitt gem. Fig. 3 lediglich die hintere, über die gesamte Breite des Gehäuses der Vorrichtung durchlaufende Schenkelleiste 13 zeigt, erkennt man im Seitenschnitt gemäss Fig. 4 auch die vordere Schenkelleiste 14 sowie den zwischen den beiden Schenkelleisten gebildeten Querschnitt des Saugkanals 10.
Der quer zur Fahrtrichtung verlaufende Teilschnitt gem. Fig. 5 zeigt insbesondere die Ausbildung eines Seitenteils 6 sowie die Querschnittsform einer Gleitkufe 15 mit der darunter befestigten Verschleisschiene 8. Das Futter 19 bildet gemäss Fig. 1 längs seiner Seitenränder einen Spalt von der Breite a mit der inneren Oberfläche der Seitenwände der Haube 3. Dadurch steht auch der Raum über dem Futter 19 unter dem Einfluss des Sogs, so dass die Gefahr eines nach unten Saugens des Futters vermieden ist.
In Fig. 6 ist das Futter 19 nur längs des vorderen Randes fest eingespannt. Am rückwärtigen Rand endet das Futter 19 frei und ist nur mittels eines oder mehrerer Seile 22 gegen Durchsacken nach unten gehalten. Durch die Sogwirkung im Bereich der Saugöffnung 16 wird das Futter 19 in Schwebe gehalten, wobei es im Saugstrom flattert und die erwünschten Pulsationen des Saugluftstroms erzeugt.
Fig. 7 zeigt eine Variante, bei welcher anstelle der hinteren Schenkelleiste 13 eine weitere Schürze 26 aus flexiblem Material vorgesehen ist, welche eine sehr enge Einstellung des rückwärtigen Saugspalts von der Breite b ermöglicht. Sowohl das Futter 19 als auch die Schürze 26 sind durch Schüttgut belastet. Der Raum zwischen dem Futter 19 und der Haube 3 ist mit einem körnigen Schüttgut 24, der Raum zwischen der Schürze 26 und einem oberen Abdeckblech 27 ist mit einem plättchenförmigen Schüttgut 25 ganz oder teilweise gefüllt. Voraussetzung ist hier, dass das Gummimaterial eine Gewebeeinlage besitzt, die dessen Dehnung begrenzt; geeignet sind selbstverständlich aber auch aus anderen Materialien bestehende dehnungsfeste, flexible Folien.
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3 Blätter Zeichnungen
Claims (11)
1. Vorrichtung zur Aufnahme von Kehrgut mittels eines Saugluftstroms durch ein Saugrohr, wobei ein rohrförmiges Endstück (2), das mit Abstand von der Bodenfläche zwecks deren Reinigung geführt zu werden bestimmt ist, im Scheitel eines sich in Arbeitsrichtung V-förmig verbreiternden Gehäuses angeordnet ist, welches einen von einer Haube oben abgedeckten Sammelraum bildet, in welchem das Kehrgut gesammelt und dem Endstück zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Schenkel (11, 12) des V-förmigen Gehäuses als Kehrleiste ausgebildet ist, die einen seitlich ausmündenden und zur Bodenfläche hin offenen Saugkanal (10) zwischen in Fahrtrichtung gesehen einem vorderen und einem hinteren Begrenzungsteil einschliesst, und dass die Saugöffnung (16) des Endstücks (2) mit dem Sammelraum und den beiden seitlichen Saugkanälen (10) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schenkel (11, 12) zwei die Begrenzungsteile bildende Schenkelleisten (13, 14) umfasst.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der beiden Schenkelleisten (13, 14) plattenförmig ist, bevorzugt aus Kunststoff besteht und an der Unterseite des Gehäuses befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Begrenzungsteile des Saugkanals (10) als Besenleiste zum Kehren der Bodenfläche oder als Gummilappen ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Begrenzungsteile des Saugkanals (10) als gegen die Arbeitsrichtung (A) schräg angestellte Schürfleiste aus Kunststoff ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstück (2) zwischen Saugrohranschluss (1) und Gehäuse quer zur Arbeitsrichtung (A) trichterförmig verbreitert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand des Endstücks (2) mit der Unterseite der die Rückwand nach unten verlängernden, hinteren Schenkelleiste (13) einen in Arbeitsrichtung weisenden spitzen Winkel bildet.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke (23) der Haube (3) auf ihrer unteren Seite mit einem zum Boden hin durchhängenden Futter (19) versehen ist, welches auf beiden Seiten der Wirkung des Sogs im Saugrohr unterworfen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Futter (19) nur längs seines vorderen oder des vorderen und hinteren jeweils quer zur Arbeitsrichtung (A) verlaufenden Rands befestigt ist, längs seiner Seitenkanten jedoch frei endet, derart, dass die Seitenkanten vom Saugluftstrom umspült werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Futter (19) nur entlang der Vorderkante befestigt ist, während der hintere Rand des Futters frei beweglich an Seilen (22) aufgehängt ist (Fig. 6).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Futter (19) aus dehnungsfestem Werkstoff besteht und dass in dem Raum zwischen Futter und Haubendecke (23) leicht verformbares Füllmaterial (24) eingefüllt ist.
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