CH648075A5 - Satz von bauelementen fuer stuetzmauerwerke. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Satz von Bauelementen für Stützmauerwerke.
Es sind verschiedene Lösungen für Stützmauerwerke vorgeschlagen worden.
CH-PS 574 019 betrifft eine Stütz- und Futtermauer aus Betonfertigteilen, mit einer Vielzahl zur Mauerebene übereinander verlegter Läuferelementen, die auf senkrecht hierzu sich in die Hinterfüllung der Mauer erstreckenden Binderelementen aufliegen und von diesen gehalten werden. Die Breite der Läuferelemente muss mindestens gleich gross sein wie der lichte Höhenabstand benachbarter, übereinanderliegender Läuferelemente. Dieser ist für abgeböschtes mit Pflanzenwuchs versehenes Erdmaterial bestimmt. Die Anzahl der aufeinander sitzenden Binderelemente entspricht der Anzahl der Läuferelemente.
CH-PS 585 321 zeigt eine Stützmauer aus vorgefertigten Betonelementen, welche in ihren Längsachsen der Mauer entlang, nebeneinanderliegend angeordnete Wandelemente aufweist, wobei zwischen in der Höhe aufeinanderfolgenden Wandelementen ein durch dazwischenliegende Ankerelemente in seiner Breite bestimmter Spalt besteht, durch welchen jedes mit seinem Kopf auf der Maueraussenseite befindliche nagelartige Ankerelement quer zur Mauer hindurchgreift, so dass sein Schaft in der Hinterfüllung der Mauer eingebettet ist und mit einem Armierungsbügel verbunden sein kann.
Eine Stützmauer in Fertigbauweise aus Läufer- und Binderelementen ist in der CH-PS 606 641 beschrieben. Die Läuferund Binderelemente haben je einen T-förmigen Querschnitt, wobei die Läuferelemente von den in Abständen angebrachten Binderelementen gestützt werden, und die Läuferund Binderelemente gegengleich angeordnet ineinandergreifen, wobei hinter den Läuferelementen und je zwischen dem Steg von zwei T-förmigen Binderelementen je ein Distanzkörper angebracht ist, und wobei ein je den Steg der
T-förmigen Binderelemente und die Distanzkörper durchdringendes Verbindungselement die einzelnen ineinandergreifenden Elemente festhält und dadurch die Mauer in ihrem Aufbau sichert. Die Mauer kann zudem über Zugstangen an Ankerplatten im Hang gehalten werden.
In der CH-PS 610 377 ist ein Satz von Bauelementen für Stützmauerwerke veröffentlicht, der grösstenteils gleiche Normalelemente mit einer Grundplatte, einer gegen diese rückversetzten Frontplatte und zwei mit der Rückseite der Frontplatte verbundene Versteifungsrippen aufweist. Diese Normalteile sollen zur Bildung der Stützmauer aufeinander-gesetzt sowie rückwärts und nach der Längsseite zueinander verschoben angeordnet werden. Als Seitenabschluss sind Elemente mit dreieckiger Frontplatte vorgesehen.
CH-PS 601 581 schützt ein Bauelementsystem zur Erstellung bepflanzter Mauern, insbesondere als Hangabstützungen. Dieses ist gekennzeichnet durch Längselemente mit einer waagrechten Bodenplatte und einem daran mindestens an einer Seite stumpfwinklig oder rechtwinklig nach oben anschliessenden Brüstungsteil, und durch quer zur Mauerlängsrichtung angeordnete, mit waagrechten oberen und unteren Auflageflächen versehene Stützböcke, die in Mauerlängsrichtung als Verbindung zwischen benachbarten Längselementen wirken und in Vertikalrichtung als Höhenmass-Abstandhalter zwischen den Bepflanzungsetagen bildenden Längselementen übereinander gesetzt sind.
Durch die CH-PS 608 536 wurde eine Schallschutzeinrichtung und/oder Böschungsbefestigung aus vorgefertigten Bauteilen bekanntgegeben, wobei die Bauteile als miteinander verbindbare Querwandelemente und Längswandteile ausgebildet sind, die im zusammengefügten Zustand einen von unten nach oben stufenweise schmäler werdenden Raum für die Aufnahme von Füllmaterial seitlich begrenzen.
Es stellte sich die Aufgabe, Stützmauerwerke, insbesondere Böschungsbefestigungen zu erstellen, die im Falle örtlicher Setzungen des Fundamentes oder bei Hangbewegungen auftretende Kräfte ohne Schaden aufnehmen können, wobei die Material- und Arbeitskosten minimal gehalten sein sollen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch einen Satz von Bauelementen für Stützmauerwerke, welcher die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale aufweist und wobei der Bau der Stützmauer sukzessiv von oben nach unten, statt wie bisher, von unten nach oben erfolgen soll, so dass die kostspieligen Massnahmen zum Schutz der Erdwand während der Erstellung der Stützmauer entfallen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine im Bau befindliche Stützmauer, die schrittweise von oben nach unten entsteht,
Fig. 2 einen Querschnitt durch ein Z-artiges Längselement, das an einer Trägersäule verankert und abgestützt ist,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Oberteil der Stützmauer mit Befestigung der Trägersäule, in einem grösseren Massstab,
Fig. 4 einen Grundriss nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 eine Teilansicht der fertigen Stützmauer, und
Fig. 6 eine Sicht auf die Stützmauer nach Fig. 5, bei weggedachten Längselementen.
Der Satz von Bauelementen für Stützmauerwerke weist Trägerelemente 1 auf (Fig. 1,3,4 und 6). Diese sind in gleichen Höhenabständen mit Arretiernuten 2 versehen, welche den inneren Rand von Tragschultern 3 begrenzen. Die Trägerelemente 1 sind nach Fig. 1 mit vier, bzw. drei Tragschultern 3 ausgebildet. Untereinandergesetzt bilden sie Tragsäulen (Fig. 1 und 3). An ihrer Rückseite weisen die s
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Trägerelemente 1 vorstehende Armierungseisen 4 auf (Fig. 3 und 4). Diese dienen zur Verankerung mit einem Armierungskorb 5 in einem Verbindungssteg 6.
Ist ein Felsen mit einer Stützmauer zu versehen, so wird der Verbindungssteg an diesem angesetzt. Handelt es sich aber um eine Abstützung eines Erdhanges, so wird der Armierungskorb 5 mittels Klebeankern 7 (Hilty M 20) mit einem Betonschachtrohr 8 verbunden, das vor der Erstellung der Stützmauer in den Grund eingesetzt und eingegossen wird.
Zu den vorfabrizierten Bauelementen kommen, ausser den Trägerelementen 1, Längselemente 9 mit Z-artigem Querschnitt (Fig. 2,3 und 4). Der eine Schenkel 10 ist rechtwinklig nach unten gerichtet und zur Verankerung in der Arretiernut 2 des Trägerelementes 1 vorgesehen. Der andere Schenkel 11 ist in einem stumpfen Winkel nach oben gerichtet und dient als Brüstung und Halterand für eine Erdmasse 12. Der Verbindungssteg 13 zu den beiden Schenkeln 10,11 kommt auf mehr als der halben Breite auf die Tragschultern 3 der Trägerelemente 1 zu liegen. Die Tragschultern 3 und die äussere Anschlagseite der Arretiernuten 2 sind mit Neoprenfolien 14 versehen, so dass die Längselemente 9 möglichst satt zum Anliegen kommen.
Damit die Längselemente 9 auch bei kritischer Belastung nicht aus den Trägerelementen 1 fallen können, sind Füllelemente 15 als Widerlager vorgesehen (Fig. 2). Der innere Schenkel 10 der Längselemente 9 ist nach oben und hinten auf Mörtel 16 gebettet.
s Wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, sind zwei Trägerelemente 1 nebeneinander, jedoch in der Höhe versetzt an einem Schachtrohr 8 vorgesehen. Die Längselemente 9 liegen deshalb nicht fortlaufend auf gleicher Höhe.
Der Aufbau der Stützmauer erfolgt sukzessiv von oben io nach unten. Dadurch werden kostspielige Stützmauern und Massnahmen zum Schutze der Erdwand bei der Erstellung der Mauer eliminiert. Zuerst werden die Betonschachtrohre 8 in den Grund eingesetzt und eingegossen. Hierauf wird der obere Teil der Schachtrohre 8 auf der Hangseite freigelegt, so ls dass die obersten Trägerelemente 1 durch die Verbindungsstege und die Klebeanker 7 mit den Schachtrohren 8 verbunden werden können. Nun werden die Längselemente 9 an den Trägerelementen 1 verankert und mit der Erdmasse angefüllt. Anschliessend wird der Grund an der Aussenseite 20 der Schachtrohre 8 um die Höhe der unten anzusetzenden Trägerelemente 1 weiter abgegraben, usw. Zuunterst wird neben die Stützmauer noch eine spezielle Betonrinne 17 angesetzt.
3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Satz von Bauelementen für Stützmauer werke, dadurch gekennzeichnet, dass er mit Arretiernuten (2) und Tragschultern (3) ausgebildete Trägerelemente (1) sowie Längselemente
(9) mit Z-artigem Querschnitt aufweist, deren eine Schenkel
(10) an seiner Unterseite zur Verankerung in den Arretiernuten (2) der Trägerelemente (1), und deren andere Schenkel
(11) an seiner Oberseite als Halterand für die Erdmasse (12), und dessen Steg auf mehr als seiner halben Breite zur Auflage auf den Tragschultern (3) der Trägerelemente (1) zum Aufliegen vorgesehen ist.
2. Satz von Bauelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente (1) mit vorstehenden Armierungseisen (4) zur Verbindung mit einem Armierungskorb (5) vorgesehen sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Satz von Bauelementen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschultern (3) und die Arretierseite der Arretiernuten (2) der Trägerelemente (1) mit einer Neoprenfolie (14) versehen sind.
4. Satz von Bauelementen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Füllelemente (15) als Widerlager vorgesehen sind, welche Füllelemente an der Oberseite der einen Schenkel (10) zum Einsetzen bestimmt sind.
5. Satz von Bauelementen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Stützpfähle für die Trägerelemente (1) Betonschachtrohre (8) vorgesehen sind, welche Betonschachtrohre (8) mit den Trägerelementen (1) über einen Verbindungssteg (6) und die Armierungskörbe (5) verbunden werden.
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Family Applications (1)
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