CH649940A5 - Pulverkraftbetriebenes setzgeraet zum eintreiben von bolzen, naegeln und dergleichen. - Google Patents
Pulverkraftbetriebenes setzgeraet zum eintreiben von bolzen, naegeln und dergleichen. Download PDFInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Bolzen, Nägeln und dergleichen mit einer Brennkammer für die Treibladung, einem Arbeitsraum und wenigstens einem Abströmkanal für die Treibgase, wobei ein von der Brennkammer in den Arbeitsraum führender Zuführkanal in einem verdrehbaren Schieber angeordnet ist, welcher mit dem Abströmkanal zur Deckung bringbare, im wesentlichen radial verlaufende Öffnungen aufweist.
Aus Gründen der Rationalisierung besteht der Wunsch, bei pulverkraftbetriebenen Setzgeräten, wenn möglich, mit einer einzigen Treibladungsstärke auszukommen. Da die verschiedenen Anwendungen der Direktmontage jedoch sehr unterschiedliche Eintreibleistungen erfordern, ist es notwendig, das Setzgerät mit einer Einrichtung zum Regulieren der Eintreibleistung zu versehen. Grundsätzlich bestehen dazu zwei verschiedene Möglichkeiten, nämlich das Verstellen des sogenannten Totraums und das Abblasen eines Teils der Treibgase.
Zum Abblasen ist es bekannt, in einem verdrehbaren Schieber mit dem Abströmkanal zur Deckung bringbare, im wesentlichen radial verlaufende Öffnungen vorzusehen. Dabei können entweder die radialen Öffnungen oder die Abströmkanäle unterschiedliche Querschnitte aufweisen. Ein wesentliches Problem bei dieser Lösung besteht jedoch in der ungenügenden Abdichtung zwischen dem Lauf und dem Schieber. Infolge des hohen Druckes der Treibgase können diese unkontrolliert auch durch enge Spalte entweichen und somit die Eintreibleistung des Setzgerätes ungewollt verändern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schieber zur Leistungsregulierung zu schaffen, der ein kontrolliertes Abblasen der Treibgase ermöglicht.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der Schieber axial begrenzt verschiebbar ist und im Bereich der Mündung des Zuführkanals in den Arbeitsraum einen sich in Eintreibrichtung konisch erweiternden, die axiale Verschiebbarkeit des Schiebers entgegen der Eintreibrich-tung begrenzenden Dichtkegel aufweist.
Der Dichtkegel ermöglicht im Zusammenwirken mit einem laufseitigen Kegelsitz eine nahezu 100-prozentige Abdichtwirkung. Durch das Beaufschlagen der Treibgase wird der Schieber mit seinem Dichtkegel in den laufseitigen Kegelsitz gedrückt. Die axiale Verschiebbarkeit des Schiebers ermöglicht bei jedem Lastwechsel eine Bewegung des Schiebers. Dadurch wird verhindert, dass sich im Bereich der Dichtfläche Verbrennungsrückstände ansammeln können.
Für eine kompakte Bauweise des Schiebers ist es zweckmässig, dass die Öffnungen des Schiebers im Bereich des Dichtkegels angeordnet sind. Durch diese Anordnung werden die Öffnungen im Schieber von der Dichtfläche umgeben. Daraus ergibt sich eine besonders gute Abdichtung des Arbeitsraumes.
Während des Setzvorganges wird der Schieber zunächst von der einen und später von der anderen Seite von den Treibgasen beaufschlagt. Um nun die axiale Verschiebbarkeit des Schiebers in Eintreibrichtung zu begrenzen, ist es zweckmässig, dass am Schieber ein Anschlag angeordnet ist. Durch den Anschlag wird verhindert, dass der Schieber so weit verschoben wird, dass sich die Öffnungen im Schieber und die Mündung des Abströmkanals nicht mehr decken.
Da der Schieber im Lauf verdrehbar angeordnet ist, ist es vorteilhaft, dass der Anschlag als Bund ausgebildet ist. Der Bund kann erforderlichenfalls auch zur Führung des Schiebers dienen.
Zum Regulieren der Eintreibleistung ist der Schieber verdrehbar. Es ist daher zweckmässig, dass der Anschlag Mitnahmemittel zum Verdrehen des Schiebers aufweist. Diese Mitnahmemittel können beispielsweise in einer Rändelung oder einzelnen Kerben am Umfang bestehen. Als weitere Möglichkeit kann der Anschlag am Umfang auch mit einer Verzahnung versehen werden. Damit diese Verzahnung nicht direkt über den Umfang des Gehäuses hinausragt,
kann die Verzahnung auch mit einem Ritzel in Eingriff stehen. Dieses Ritzel kann dann über den Umfang des Gehäuses hinaus ragen.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der sie beispielsweise wiedergebenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Setzgerät, teilweise im Schnitt dargestellt,
Fig. 2 einen Ausschnitt des in Fig. 1 gezeigten Gerätes in vergrössertem Massstab.
Das aus Fig. 1 ersichtliche Gerät besteht im wesentlichen aus einem insgesamt mit 1 bezeichneten Gehäuse. Seitlich am Gehäuse ist ein Handgriff 2 angeordnet. Der Handgriff 2 ist mit einem Abzug 3 versehen. Im Gehäuse 1 ist ein insgesamt mit 4 bezeichneter Lauf axial verschiebbar angeordnet. Ein Eintreibkolben 5 ist im Lauf 4 geführt. Ein insgesamt mit 6 bezeichneter Schieber ist ebenfalls mit dem Lauf 4 verbunden. Ein insgesamt mit 7 bezeichneter Bund ist auf dem Schieber 6 befestigt. Der Bund 7 ist an seinem Umfang mit einem Zahnkranz 7a versehen und steht im Eingriff mit einem Ritzel 8. Das Ritzel 8 ragt teilweise über das Gehäuse 1 hinaus und dient zum Verstellen des Schiebers 6 über den Bund 7. Der Schieber 6 weist einen Dichtkegel 6a auf, in dessen Bereich im wesentlichen radial verlaufende Öffnungen 6b angeordnet sind. Die Öffnungen 6b sind mit den Mündungen von im Lauf angeordneten Abströmkanälen 4a zur Deckung bringbar. Zur Regulierung der Eintreibleistung kann ein Teil der Treibgase über die Öffnungen 6b, im Lauf 4 angeordnete Abströmkanäle 4a und im Gehäuse 1 angeordnete Abströmöffnungen la ins Freie gelangen. Der Schie-
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ber 6 hat noch eine weitere Aufgabe. In einem etwa senkrecht zur Laufachse verlaufenden Magazinkanal lb ist ein Magazin 9 zur Aufnahme von hülsenlosen Treibladungen 10 angeordnet. Beim Anpressen des Gerätes wird eine hülsenlose Treibladung 10 aus dem Magazin 9 heraus und in eine Brennkammer lc geschoben. Aus der Brennkammer lc können die bei der Zündung einer Treibladung 10 entstehenden Treibgase über einen im Schieber 6 angeordneten Zuführkanal 6c in den Arbeitsraum 4b gelangen. Die Brennkammer lc wird auf der dem Schieber 6 gegenüberliegenden Seite von einem Gegenhalter 11 begrenzt. Der Gegenhalter 11 enthält Mittel zum Zünden der sich in der Brennkammer lc befindlichen Treibladung 10. Diese Mittel können beispielsweise als Elektrode 12 ausgebildet sein.
In der in Fig. 2 ersichtlichen, vergrösserten Darstellung sind wiederum der Lauf 4 sowie der Schieber 6 ersichtlich. Zwischen dem Schieber 6 und dem Lauf 4 besteht im Bereich des Dichtkegels 6a ein Spalt, dessen axiale Ausdehnung mit A bezeichnet ist.
Zwischen einer Nabe 7b des Bundes 7 und dem Gehäuse 1 besteht ebenfalls ein Spalt, der mit B bezeichnet ist. Damit der Dichtkegel 6a im entsprechenden Sitz des Laufes 4 zur Anlage kommen kann, muss das Mass des mit A bezeichneten Spaltes kleiner sein als das Mass des mit B bezeichneten Spaltes zwischen der Nabe 7b und dem Gehäuse 1. Die Nabe 7b ist mit dem Schieber 6 fest verbunden. Bezüglich des Zahnkranzes 7a ist die Nabe 7b drehfest, jedoch axial verschiebbar, verbunden. Für die Drehmitnahme dienen ein Stift 7c sowie ein Keil 7d. Die axiale Verbindung der Nabe 7b mit dem Schieber 6 erfolgt über einen Sicherungsring 7e.
Bei der Zündung einer Treibladung wird der Schieber 6 durch die ihn beaufschlagenden Treibgase entgegen der Eintreibrichtung verschoben. Dabei wird der Spalt A aufgehoben. Der Spalt B wird dabei auf ein Minimum reduziert.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Pulverkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Bolzen, Nägeln und dergleichen mit einer Brennkammer für die Treibladung, einem Arbeitsraum und wenigstens einem Abströmkanal für die Treibgase, wobei ein von der Brennkammer in den Arbeitsraum führender Zuführkanal in einem verdrehbaren Schieber angeordnet ist, welcher mit dem Abströmkanal zur Deckung bringbare, im wesentlichen radial verlaufende Öffnungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (6) axial begrenzt verschiebbar ist und im Bereich der Mündung des Zuführkanals (6c) in den Arbeitsraum (4b) einen sich in Eintreibrichtung konisch erweiternden, die axiale Yerschiebbarkeit des Schiebers (6) entgegen der Eintreibrichtung begrenzenden Dichtkegel (6a) aufweist.
2. Setzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (6b) des Schiebers (6) im Bereich des Dichtkegels (6a) angeordnet sind.
3. Setzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Begrenzen der axialen Verschiebbarkeit des Schiebers (6) in Eintreibrichtung am Schieber (6) ein Anschlag angeordnet ist.
4. Setzgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag als Bund (7) ausgebildet ist.
5. Setzgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag Mitnahmemittel zum Verdrehen des Schiebers (6) aufweist.
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