CH650044A5 - Device for producing a sheet-like textile structure equipped with tinsel and/or sequins - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen eines mit Flitter und/oder Pailletten ausgestatteten textilen Flächengebildes, insbesondere für Bekleidungszwecke mit einem das auszustattende Flächengebilde aufnehmenden Rahmen, der in seiner Ebene verschiebbar gegenüber einem den Flitter und/oder die Pailletten fixierenden Werkzeug gelagert ist, wobei auf mindestens einer Seite des Rahmens eine einen Teil des Werkzeuges bildende Stanzeinrichtung vorgesehen ist.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 685 142 ist eine Vorrichtung zum Herstellen eines mit aufgenähten Pailletten versehenen Stickereierzeugnisses bekannt. Diese ist an einer mit einer Steuervorrichtung ausgestatteten mehrnadeligen Schiffchenstickmaschine angeordnet. Jeder Nadel ist ein Führungsglied zum schrittweisen Verschieben der jeweils vordersten Paillette eines Paillettenstreifens zugeordnet. Die jeweils vorderste Paillette wird in den betreffenden Stickbildungsweg gebracht und die Nadel vernäht die Paillette mit dem Stoff. Die so fixierte Paillette wird anschliessend von einem zangenartig wirkenden Schneidwerkzeug vom Paillettenstreifen abgetrennt. Der Nachteil dieser Einrichtung liegt darin, dass für die Verbindung der einzelnen Pailletten mit dem Stoff mindestens zwei Stiche von der Vorrichtung durchgeführt werden müssen, die Einrichtung also nur relativ langsam arbeiten kann und ferner, dass sie an vorgegebene Paillettenformen gebunden ist, weiche das Annähen überhaupt erst ermöglichen.
Aus der britischen Patentschrift 20 075 ist eine Einrichtung bekannt, mit der auf einer Stoffbahn, und zwar beidseitig, Flitter oder Pailletten aufgebracht werden können, die sozusagen «vor Ort» aus einem bandartigen Dekorationsmaterial ausgestanzt werden. Diese Einrichtung ist bezogen auf die Stoffbahn paarweise symmetrisch aufgebaut, wobei zwischen der Stoffbahn und dem Dekorationsmaterial jeweils die Schneideinrichtung liegt, die um eine zur Stoffbahn parallele, horizontale Achse drehbar ist. Diese Schneideinrichtung besteht im wesentlichen aus einer beidseitig offenen Hülse, in der ein federbelasteter Kolben verschiebbar gelagert ist,
wobei dieser Kolben aufgrund der auf ihn einwirkenden Federkraft gegenüber dem einen Ende der Hülse einseitig vorsteht, gegenüber dem anderen Ende der Hülse jedoch zurückgesetzt liegt. Von der Stoffbahn aus gesehen liegt ausserhalb des Dekorationsmaterials jeweils ein Schlaghammer. Unterhalb der erwähnten Hülse ist ein wannenartiges Becken gelagert, welches mit einem flüssigen Kleber gefüllt ist,
dessen Füllniveau konstant gehalten werden muss. In der Arbeitsausgangsstellung liegt die erwähnte Hülse so, dass ihr offenstehendes Ende unmittelbar dem Dekormaterial benachbart ist. Der erwähnte Hammer führt nun einen Schlag gegen die Hülse aus, wobei aus dem Dekorationsmaterial ein scheibenförmiges Element herausgeschlagen wird, das jedoch im offenstehenden Stirnende der Hülse verbleibt. Nun dreht sich die Hülse im Gegenuhrzeigersinn, wobei ihr offenes, das scheibenförmige Element tragende Ende durch den erwähnten Behälter streicht, wobei dieses Element vom Kleber einseitig benetzt werden soll. Die Hülse dreht sich von ihrer ersterwähnten Lage in eine um 180° versetzte Lage, bis ihr das scheibchentragende Ende der Stoffbahn gegenüberliegt. Der gegenüber der Hülse vorstehende Teil des Stempels liegt in dieser Stellung im Schlagbereich des Hammers, wobei allerdings zwischen Hammerund dem frei liegenden Stempelende das Dekormaterial verläuft. Wird der Hammer betätigt, so treibt er den Stempel gegen die Wirkung der ihn belastenden Federkraft gegen die Stoffbahn, wodurch das ausgestanzte Scheibchen flächig gegen die Stoffbahn geschlagen wird. Das Ausweichen der Stoffbahn unter diesem Schlag wird dadurch verhindert, dass der beschriebene Vorgang beidseitig der Stoffbahn sich abspielt, so dass jeweils gleich2
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zeitig auf beiden Seiten der Stoffbahn auf diese Weise ein Flitterelement appliziert wird.
Diese bekannte Vorrichtung ist nicht zweckmässig. Abgesehen davon, dass eine mustermässige Applizierung überhaupt nicht möglich ist - die Stoffbahn ist nur in einer Richtung gegenüber dem Werkzeug bewegbar - ist es in der Regel nicht sinnvoll, beide Seiten einer Stoffbahn in dieser Weise auszustatten. Darüberhinaus sind für die Applikation eines Flitterelementes jeweils drei Arbeitsgänge erforderlich, nämlich das Ausstanzen, das Benetzen und das Anbringen. Es erscheint auch fraglich, ob durch einen Hammerschlag ein mit einem Kleber benetztes Flitterelement überhaupt auf der Textilbahn dauerhaft appliziert werden kann, da doch in solchen Fällen erfahrungsgemäss eine, wenn auch nur über kurze Zeit anhaltende Druckausübung auf das zu applizierende Element erforderlich ist.
Zweck der Erfindung ist es, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die nicht nur schneller zu arbeiten vermag, die darüberhinaus auch - was die Form und Gestaltung der Pailletten selbst betrifft - eine grosse Variationsmöglichkeit bietet. Nach der Erfindung ist diese Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung eine der Ebene des Rahmens unmittelbar benachbarte, ortsfest gelagerte Stanzmatrize aufweist und einen in einer orstfest gelagerten Führung rechtwinklig zur Ebene des Rahmens verschiebbaren Stanzstempel, wobei zwischen Stanzmatrize und der Führung des Stanzstempels ein bandartiges Dekorationsmaterial hindurchführbar ist und auf der anderen Seite des Rahmens und in Flucht mit der Bewegungsrichtung des Stanzstempels ein die Vorschubbewegung desselben begrenzendes Widerlager angeordnet ist und Stanzstempel und/oder Widerlager beheizt sind.
Eine zweckmässige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite des Stanzstempels und/oder des Widerlagers bombiert, abgesetzt oder abgeschrägt ausgebildet ist, so dass die betriebsmässig aufeinander treffenden Flächenabschnitte der Stirnseiten von Stanzstempel und Widerlager kleiner sind als der Wirkquerschnitt des Stanzstempels.
Die Applikation eines Flitterelementes ist auf zweierlei Art möglich: Erstens kann das Element mit seiner ganzen Fläche am Stoff befestigt werden oder aber zweitens kann die Befestigung so erfolgen, dass das scheibenförmige Element nur mit einem Teil seiner Fläche am Stoff anhaftet. Da solche Flitterelemente in der Regel in dichter Folge auf einer Stoffbahn aufgebracht werden, wird im erstbeschriebenen Fall der Applikation der Stoff hart, er verliert seine Geschmeidigkeit und seine Fähigkeit, in wallende Falten zu fallen. Das mag für solche Stoffe nicht von Bedeutung sein, die für enge, am Körper unmittelbar anliegende Bekleidungsstücke vorgesehen sind (Disco-Look). Im zweiten Fall jedoch (punktweise Applikation) behält der Stoff seine Geschmeidigkeit bei. Diese zweiterwähnte Applikation lässt sich dann durchführen, wenn die vorerwähnte Massnahme beachtet wird und wenn nach der hier gegebenen Lehre gehandelt wird.
Anhand der Zeichnung werden nachstehend Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert und die daraus resultierenden Vorteile beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung in Seitensicht;
Fig. 2 das Stanzwerkzeug im Längsschnitt;
Fig. 3 im Querschnitt;
Fig. 4 ein Detail in Schrägsicht;
Fig. 5 und 6 im Detail und in Seitensicht die miteinander in Wirkverbindung tretenden Stirnflächen von Widerlager und Stanzstempel;
Fig. 7 eine Seitensicht der Anordnung der Vorrichtung an einer Schiffchenstickmaschine;
Fig. 8 eine beispielsweise Anordnung von Pailletten.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung von der Seite. In einem hier nicht gezeigten Vorrichtungsgestell ist ein Rahmen 1 in seiner Ebene E, die hier durch eine in diesem Rahmen aufgespannte Stoffbahn dargestellt ist, verschiebbar gelagert, und zwar sowohl parallel wie auch rechtwinklig zur Zeichenebene. Der obere Holm 2 und der untere Holm 3 dieses Rahmens 1, die rechtwinkelig zur Zeichenebene stehen, sind in der Fig. 1 im Schnitt dargestellt. Die Stoffbahn E ist randseitig mit dem gezeigten oberen bzw. unteren Hoim
2 und 3 des Rahmens 1 verbunden. Es ist jedoch auch denkbar und möglich, parallel zu den Rahmenholmen 2 und
3 Wickelwalzen vorzusehen, wie dies bei Gattern für Stickmaschinen der Fall ist. Vor dem Rahmen 1 (in der Zeichnung nach Fig. 1 rechts des Rahmens) ist eine Stanzeinrichtung 4 auf einer sich parallel zum Rahmen 1 erstreckenden Schiene befestigt. Diese Stanzeinrichtung besteht aus einem Lagerbock 6, einem Stanzstempel 7, einer Führung 8, deren äusserer Mantel zylindrisch ist, einer Stanzmatrize 9 und einer Kolben-Zylindereinheit 10, mit welcher der Stanzstempel 7 axial verschoben wird. In Flucht mit der Verschiebebewegung des Stanzstempels 7 liegt hinter dem Rahmen 1 (in der Fig. 1 links des Rahmens) ein Widerlager 11, das ebenfalls auf einer zum Rahmen 1 parallelen Schiene 12 gelagert ist. In diesem Widerlager ist eine Heizung, beispielsweise eine Widerstandsheizung eingebaut, mit welcher die dem Rahmen zugewandte Seite des Widerlagers aufheizbar ist.
Im Lagerbock 6 ist eine von oben nach unten führende schlitzartige Aussparung 13 vorgesehen, und zwar nahe der dem Rahmen 1 zugewandten Stirnseite. Durch diesen Schlitz 13 ist ein zumindest zweischichtig aufgebautes Band 14 hindurchführbar, das von einer Vorratsrolle 15 abgewickelt wird und das über eine schritt- oder taktweise bewegbare Antriebswelle 16 durch die Stanzvorrichtung 4 hindurchgezogen wird. Die Antriebswelle 16 arbeitet hier gegen eine Widerlagerrolle 17. Das Band 14 könnte randseitig perforiert sein und als Transporteinrichtung könnte ein Zackenrad verwendet werden.
Die Führung 8 (siehe Fig. 2,3) mit ihrem äusseren zylindrischen Mantel ist im Lagerbock 6 drehbar gelagert. Zu diesem Zweck sind im Lagerbock 6 mehrere hier walzenartige Rollkörper 18 vorgesehen. Ein solcher walzenartiger Rollkörper ist in Fig. 4 in Schrägsicht und in einem in Gegensatz zu Fig. 2 vergrösserten Massstab dargestellt. Er besitzt zwei eingestochene Nuten 19 und 20, die durch eine dünne Scheibe 21 voneinander distanziert sind. Die Führung 8 besitzt an ihrem inneren stirnseitigen Ende einen Flansch 22, der von den Nuten 20 der Wälzkörper aufgenommen ist (Fig. 2). Die Matrize 9 besitzt ebenfalls eine kreisförmige Aussenkontur und der äussere Mantel der Matrize 9 ist in deren Achsrichtung gesehen stufenartig abgesetzt. Der durch diese Abstufung gebildete flanschartige Rand 23 wird von den Nuten 19 der Wälzkörper 18 reibungsschlüssig aufgenommen. Die Stärke der Scheibe 21 bestimmt die Breite des Schlitzes 13 für die Aufnahme des Bandes 14. Die Führung 8 (siehe Fig. 2) steht gegenüber der vom Rahmen 1 abgewandten Stirnseite 24 des Lagerbockes etwas vor. In diesem vorspringenden Abschnitt 8' ist eine Schnurrille 25 eingearbeitet. Oberhalb dieses vorspringenden Abschnittes 8' der Führung 8 ist eine quer zum Lagerbock 6 bzw. zu den Lagerböcken angeordnete Antriebswelle 26 gelagert, welche über einen Transmissionsriemen 27 auf die Führung 8 einwirkt bzw. mit dieser verbunden ist.
Das Band 14 ist - wie schon erwähnt - zumindest zweischichtig ausgebildet, die eine Schicht, die am fertigen Stoff
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dem Beschauer zugewandt ist, ist als Effektschicht ausgebildet mit einer funkelnden, glitzernden, leuchtenden, schimmernden oder dgl. Oberfläche. Die zweite Schicht ist heiss siegelbar. Beim Band 14, das durch das Stanzwerkzeug 4 hindurchläuft, ist die heisssiegelbare Schicht dem Rahmen 1 zugewandt.
Die Bewegung des Rahmens 1 und die Bewegung des Stanzstempels 7 sowie die Bewegung der Wellen 16 und 26 sind zweckmässigerweise mustermässig gesteuert. Dafür können Lochkartensteuerungen vorgesehen werden, wie dies beispielsweise von Schiffchenstickmaschinen her bekannt ist. Auch andere Steuerungsmöglichkeiten sind denkbar. Entlang des Rahmens 1, also rechtwinklig zur Zeichenebene, können zahlreiche Stanzeinrichtungen 4 mit Widerlager 11 vorgesehen werden.
Die bisher beschriebene Stanzeinrichtung nach Fig. 2 besitzt einen mehrteiligen Aufbau, grundsätzlich wäre es natürlich möglich, eine einfache Stanzeinrichtung hier anzuordnen, die nur aus dem Stempel, der Führung und der Matrize besteht, wobei Führung und Lagerbock miteinander fest verbunden sind und die Führung gleichzeitig als Lagerbock für die Befestigung auf einem Maschinenteil 5 ausgebildet ist.
Wird vorerst einmal angenommen, dass die Stanzeinrichtung 4 einfach ausgebildet wie im vorstehenden Absatz beschrieben ist, so arbeitet diese Einrichtung wie folgt: Von Lochkarten gesteuert, führt der Rahmen 1 eine mustermässig vorgegebene Hin- und Herbewegung durch. Den einzelnen Bewegungshüben des Rahmens 1 sind nun Hübe des Stanzstempels 7 zugeordnet. Bei jedem Arbeitshub fährt der Stanzstempel 7 nach links, stanzt aus dem Band 14 eine Paillette aus und schiebt diese durch die Stanzmatrize 9 hindurch direkt gegen die Stoffbahn und drückt diese zusammen mit der ausgestanzten Paillette gegen das heisse Widerlager 11, so dass die aus dem Band 14 ausgestanzte Paillette unmittelbar mit dem Stoff fest verbunden wird. Wenn die Stirnflächen von Widerlager 11 und Stanzstempel 7 sich vollflächig berühren, also mit ihren gesamten Querschnittsflächen, so wird die Paillette mit ihrer ganzen Fläche mit dem Stoff verbunden. Es ist möglich, die erwähnten Stirnflächen von Stempel und/oder Widerlager zu bombieren, abzuschrägen, abzusetzen od. dgl. (siehe die Fig. 5 und 6), so dass die miteinander in Berührung tretenden Stirnflächen von Stempel 7 und Widerlager 11 kleiner sind als die stanzaktive Querschnittsfläche des Stempels 7. Dadurch wird die Paillette nur mit einem Teil ihrer Fläche mit dem Stoff verbunden, um die Schmiegsamkeit eines dicht mit Pailletten besetzten Stoffes nicht zu beeinträchtigen. Die Form der Paillette kann beliebig gewählt werden und hängt von der Gestaltung der Stanzmatrize und des Stanzstempels ab. Bei einer einfachen Ausführungsform der Stanzvorrichtung bilden, wie schon erwähnt, Lagerbock, Stempelführung und Stempelmatrize einen einheitlichen Baukörper, wobei zumindest Stempelführung und Lagerbock sowie Matrize fest miteinander verbunden sein können oder aber überhaupt einstückig ausgebildet sind. Werden Pailletten oder Flitter verwendet mit einer unregelmässigen Umfangskontur oder mit nur einer Symmetrieachse, so kann die Anzahl der Mustereffekte durch Verdrehen der Stanzmatrize erhöht werden. Eine Stanzeinrichtung mit einer solchen verdrehbar gelagerten Matrize ist im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben worden. Wird mustermässig gesteuert die Welle 26 takt- oder schrittweise bewegt, so wird diese Bewegung über den Transmissionsriemen 27 auf die Stempelführung 8 übertragen. Eine solche Drehung der Führung 8 bedingt eine Gegendrehbewegung der Wälzkörper 18, welche infolge des zwischen dem flanschartigen Rand 23 der Stanzmatrize 9 und der Nut 19 der Wälzkörper bestehenden Reibungsschlusses die Matrize 9 mitführen. Die Führung 8 und die Matrize 9 sind über die Wäizkörper 18 nach Art eines Reibradgetriebes miteinander verbunden. Bei einer solchen mehrteiligen Stanzeinrichtung kann die Matrize eventuell austauschbar gelagert sein. Da jeder Matrize ein dazu korrespondierender Stempel zuzuordnen ist, kann im inneren stirnseitigen Teil der Führung 8 ein Stempeleinsatz mit Führungsabschnitt austauschbar gelagert werden. Während des Arbeitsvorganges der Einrichtung wird die Antriebswelle 26 mustermässig betätigt. Hat die Paillette beispielsweise eine tropfenförmige Form, so können diese tropfenförmigen Pailletten durch die Verdrehung der Matrize beispielsweise in Form eines Blütensternes auf der Stoffbahn appliziert werden (Fig. 8).
Fig. 7 zeigt nun die Seitensicht der erfindungsgemässen Vorrichtung in Verbindung mit einer Schiffchenstickmaschine, von welcher hier nur die unmittelbar stickaktiven Teile (Nadel, Bohrer, Schiffchenbahn) vereinfacht dargestellt sind. Soweit Teile bei dieser Ausführungsform vorhanden sind, die mit den bereits beschriebenen Teilen identisch sind, wurden sie mit denselben Hinweisziffern ausgestattet, welchen jedoch zur Unterscheidung ein Indexstrich (') hinzugefügt worden ist. Die die Stanzeinrichtung tragende Schiene 5' ist über profilierte Trägerkonsolen 30 mit einem Längsbalken 31 des Maschinengestelles verbunden. Die Stanzvorrichtungen liegen daher oberhalb der Nadelbarre 29, die Widerlager 11' daher oberhalb der Schiffchenbahnen 32. Die Fadenleiter 33 und 34 sind hier angedeutet. Dank dieser Einrichtung ist es möglich, Stoffbahnen gleichzeitig zu besticken und mit Flitter und/oder Pailletten auszustatten. Dabei können einfache Stanzeinrichtungen verwendet werden, wie oben im einzelnen beschrieben, oder aber solche mit einer aufwendigen Bauform, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert worden ist. Aus dem vorstehend Gesagten ist unmittelbar erkennbar, dass dadurch eine ausserordentlich hohe Zahl von musterungsmässigen Variationen möglich sind.
Nach dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind Führung 8 und Matrize 9 über ein Reibradgetriebe miteinander verbunden. Anstelle eines solchen Reibradgetriebes können auch andere Getriebeformen Verwendung finden, beispielsweise Zwangsgetriebe mit Zahnrädern und Ritzel.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Herstellen eines mit Flitter und/oder Pailletten ausgestatteten textilen Flächengebildes, insbesondere für Bekleidungszwecke mit einem das auszustattende Flächengebilde aufnehmenden Rahmen, der in seiner Ebene verschiebbar gegenüber einem den Flitter und/oder die Pailletten fixierenden Werkzeug gelagert ist, wobei auf mindestens einer Seite des Rahmens eine einen Teil des Werkzeuges bildende Stanzeinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung (4,4') eine der Ebene des Rahmens (1) unmittelbar benachbarte, ortsfest gelagerte Stanzmatrize (9) aufweist und einen in einer ortsfest gelagerten Führung (8) rechtwinklig zur Ebene (E) des Rahmens (1) verschiebbaren Stanzstempel (7), wobei zwischen Stanzmatrize (9) und der Führung (8) des Stanzstempels (7) ein bandartiges Dekorationsmaterial (14) hindurchführbar ist und auf der anderen Seite des Rahmens (1) und in Flucht mit der Bewegungsrichtung des Stanzstempels (7) ein die Vorschubbewegung desselben begrenzendes Widerlager (11,11') angeordnet ist und Stanzstempel (7) und/oder Widerlager (11,11') beheizt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite des Stanzstempels (7) und/oder des Widerlagers (11,11') bombiert, abgesetzt oder abgeschrägt ausgebildet ist, so dass die betriebsmässig aufeinandertreffenden Flächenabschnitte der Stirnseiten von Stanzstempel und Widerlager kleiner sind als der Wirkquerschnitt des Stanzstempels (Fig. 5,6).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzmatrize (9) und die vorzugsweise als zylindrische Hülse ausgebildete Führung (8) für den Stanzstempel (7) in einem Lagerbock (6) verdrehbar gelagert sind, wobei die Führung (8) einen gegenüber dem Lagerbock (6) vorspringenden Abschnitt (8') aufweist und mit diesem vorspringenden Abschnitt (8') der Führung (8) antreibbare Riemen (27), Rollen, Ritzel in Wirkverbindung stehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Ausnehmungen an der Innenwand des Lagerbockes (6) die Stanzmatrize (9) und die Führung (8) überbrückende und in Nuten bzw. in Abstufungen derselben eingreifende, eine Drehverbindung ermöglichende Wälzkörper (18), vorzugsweise Walzen, angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel der Stanzmatrize (9) in Achsrichtung derselben stufenförmig abgesetzt ist und der durch die Absetzung entstandende Flansch (23) von dazu korrespondierenden Nuten (19) der Wälzkörper (18) reibungsschlüssig aufgenommen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Hindurchführen des bandartigen Dekorationsmaterials (14) durch die Stanzeinrichtung (4) eine schrittweise arbeitende Transporteinrichtung (16) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenüber dem Lagerbock (6) vorspringende Abschnitt (8') der Führung (8) eine Schnurrille (25) aufweist und seitlich des Lagerbockes (6) eine sich quer zur Verschieberichtung der Stanzstempel (7) erstreckende Antriebswelle (26) angeordnet ist, und diese Antriebswelle (26) über Transmissionsriemen (27) mit dem vorspringenden Teil der Führung antriebsmässig verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung an der Nadelbarre einer Schiffchenstickmaschine angeordnet ist und Stanzeinrichtung und Widerlager zweckmässigerweise oberhalb der Nadeln bzw. oberhalb der Schiffchenbahn liegen und über die Länge der Nadelbarre mehrere Stanzeinrichtungen und Widerlager angeordnet sind.
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