CH650072A5 - Vor- und ruecklaufeinrichtung an einer feuerwaffe. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vor-und Rücklaufeinrichtung 40 den, schwankenden zeitlichen Abständen der Schüsse einer an einer Feuerwaffe, deren Rohr an einem lafettenfesten Schussfolge (Kadenzen) eine Vorlaufzündung in der Weise zu Mantel gelagert ist und sich über eine zum Rohr koaxiale erreichen, dass jeder Schuss im Vorlauf bricht. Durch die Ver-Rücklauffeder am Mantel abstützt, die nach jedem Schuss riegelung des Waffengehäuses mit dem Rohr ist einerseits er-das Rohr zum Vorlauf bringt und der beim Vorlauf ein ko- reicht, dass die im Waffengehäuse auftretende Verschlussaxial zum Rohr angeordnetes Federelement entgegenwirkt. 45 Beschleunigung auf das Rohr in der Weise wirkt, dass der
Eine derartige Einrichtung ist in der DE-AS 22 08 130 be- endgültige, durch die Ringfeder gebremste Vorlauf des Rohschrieben. Bei dem dort beschriebenen Vorschlag soll der res verzögert eintritt. Andererseits ist hierdurch die Möglich-Rohrrücklauf verkürzt werden, um die Schussfolge zu erhö- keit gegeben, das Rohr leicht auswechselbar nicht nur mit hen. Bei dieser Waffe wird nur aus der Ruhestellung des Roh- dem Mantel, sondern auch mit dem Waffengehäuse zu res geschossen. Es ist eine Reibungsbremse vorgesehen, die 50 koppeln.
nur beim Rücklauf wirken soll. Das Federelement wirkt der In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung erstreckt sich
Rücklauf feder entgegen. Es kann die Vorlaufbewegung des der Konus über eine Teilstrecke des Rohrrücklaufs, insbeson-
Rohres dämpfen. Ein wesentliches Abbremsen des Rohres im dere in dessen Endbereich. Es lässt sich damit das Einsetzen
Vorlauf ist nicht mögüch, da eine Verstärkung des Federele- der Wirkung der Ringfeder nach den jeweiligen Erfordernis-
ments die Notwendigkeit einer entsprechenden Verstärkung 55 sen festlegen.
der Rücklauffeder mit sich bringen würde. Für eine Vorlauf- Vorzugsweise ist die Ringfeder zwischen einer im Mantel
Zündung ist die Einrichtung nach der DE-OS 22 08 130 nicht axial verschieblichen, mit dem Rohr wenigstens im Rücklauf geeignet und nicht gedacht. verriegelten Hülse und der Rücklauffeder angeordnet. Besondere Führungsmittel für die Ringfeder erübrigen sich dabei.
In der DE-OS 24 08 446 ist eine Feuerwaffe beschrieben, 60 Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung erge-
bei der zwei zum Rohr koaxiale Federelemente vorgesehen ben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungs-
sind. Das Rohr bildet mit dem Verschluss und dem Patronen- beispiels. In der Zeichnung zeigen:
lager eine Baueinheit. Es wird hier eine Art «schwimmende» Fig. 1 eine Vor- und Rücklaufeinrichtung einer Feuer-Lagerung des Lauf- und Verschluss-Systems erreicht. Die eine waffe im Schnitt,
Dämpfungsfeder der Einrichtung wird immer beim ersten es Fig. 2 eine vergrösserte Teilansicht im Bereich der Ringfe-
Schuss einer Schussfolge (Kadenz) wirksam. Die Rücklauffe- der, entsprechend Fig. 1,
der wird im Zuge der Schussfolge immer stärker gespannt. Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III nach Fig. 1 bei
Nach wenigen Schüssen erfolgt ein Anschlagen. Eine Vor- entriegeltem Waffenrohr,
Fig. 4 einen Schnitt entsprechend Fig. 3 bei verriegeltem Waffenrohr,
Fig. 5 die Einrichtung nach Fig. 1 in Ansicht mit einem Waffengehäuse,
Fig. 6 ein Rohr für die Einrichtung nach den Figuren 1 bis
5 und
Fig. 7 ein Zeitdiagramm einer Schussfolge.
An einer Lafette bzw. Waffenwiege 1 ist eine Mantelhülse 2 befestigt. Diese erstreckt sieht über etwa ein Drittel der Gesamtlänge eines Waffenrohres 3. In die Mantelhülse 2 ist eine Innenhülse 4 eingeschoben. Diese liegt gegenüber der Mantelhülse 2 fest. In der Innenhülse 4 ist eine vordere Anschlagbuchse 5 und eine hintere Anschlagbuchse 6 gelagert. In die Innenhülse 4 sind Stifte 7 bzw. 8 eingelassen. Die Stifte 7 ragen in Schlitze 9 der vorderen Anschlagbuchse 5. Die Stifte 8 ragen in Schlitze 10 der hinteren Anschlagbuchse 6.
Die vordere Anschlagbuchse 5 ist von einer an ihrem Umfang geschlitzten Ringfeder 11 umgriffen. Diese Ringfeder liegt zwischen einem Bund 12 der vorderen Anschlagbuchse 5 und einem an der Anschlagbuchse 5 befestigten Haltering 13. Zwischen dem Haltering 13 und der hinteren Anschlagbuchse
6 liegt eine Schraubenfeder 14 oder eine Reibringfeder. Die hintere Anschlagbuchse 6 ist von einer Einsatzbuchse 15 gestützt, welche ihrerseits durch eine weitere Einsatzbuchse 16 arretiert ist. In die Einsatzbuchse 15 ist eine Gleitbuchse 17 eingesetzt, welche an ihrem Umfang mit Führungsleisten 18 versehen ist. Eine gleiche Gleitbuchse 19 mit Führungsleisten 20 ist vor der vorderen Anschlagbuchse 5 über eine Gleitführung 21 in der Mantelhülse 2 gelagert. Die Gleitbuchsen 17 und 20 sind in der Mantelhülse 2 drehbar.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, lassen sich damit die beschriebenen Teile auf einfache Weise vor dem Befestigen der Mantelhülse 2 an der Lafette 1 in die Mantelhülse 2 einsetzen.
An der Lafette 1 ist ein an sich bekanntes Waffengehäuse
22 frei verschieblich gelagert. Das Waffengehäuse weist einen nicht näher dargestellten Waffenverschluss und eine übliche Pufferfeder auf. Das Waffenrohr 3 (vgl. Fig. 6) ist mit den Führungsleisten 18 entsprechenden hinteren Führungsnuten
23 und mit den vorderen Führungsleisten 20 entsprechenden vorderen Führungsnuten 24 versehen. Zwischen den Führungsnuten 23, sowie zwischen den Führungsnuten 24 sind Anschlagflächen 25 bzw. 26 ausgebildet, die entsprechenden Vorsprüngen 27 bzw. 28 der hinteren Anschlagbuchse 6 bzw. der vorderen Anschlagbuchse 5 zugeordnet sind. Ausserdem sind an dem Rohr 3 Reihen am Umfang verteilter Riegelwarzen 29 ausgebildet, mit denen sich das Rohr mit dem Waffengehäuse 22 verriegeln lässt.
Das Rohr 3 weist damit eine Aussenform auf, die unempfindlich gegen Transportschäden und Hitzeverspannungen ist. Das Rohr (vgl. Fig. 6) lässt sich einfach in die Mantelhülse 2 (vgl. Fig. 1) einsetzen. Es wird hierzu von vorn in die Mantelhülse 2 eingeschoben. Die Führungsnuten 23 bzw. 24 gleiten in den Führungsleisten 18 bzw. 20 der Gleitbuchsen 17 bzw. 19 (vgl. Fig. 3). Nach dem Einschieben wird das Rohr um beispielsweise 45° verdreht. Die Gleitbuchsen 17 bzw. 19 drehen sich um diesen Winkel mit. Bei der Verdrehung gelangen die Anschlagflächen 25 bzw. 26 so vor die Vorsprünge 27 bzw. 28, dass die Vorsprünge 27 beim Herausziehen des Rohres nach vorne und die Vorsprünge 28 ein weiteres Einschieben des Rohres verhindern (vgl. Fig. 4). Gleichzeitig greifen die Riegelwarzen 29 so in das Waffengehäuse ein, dass dieses mit dem Rohr axial starr verbunden ist.
An der Innenhülse 4 ist im Bereich der Ringfeder 11 ein Konus 30 ausgebildet (vgl. Fig. 2). An den Konus 30 schliesst
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sich einerseits eine im Durchmesser engere Ringfläche 31 und eine im Durchmesser weitere Ringfläche 32 an. Die Ringfeder 11 ist an ihrem Aussenumfang so gestaltet, dass sie bei einer Axialverschiebung des Rohres längs des Konusses gleitet. In 5 Fig. 2 liegt die Ringfeder 11 - anders als bei der Darstellung nach Fig. 1 - an der weiteren Ringfläche 32 an. Sie ist damit gegenüber dem Fall, in dem sie an der Ringfläche 31 anliegt, entspannt. In Fig. 2 ist etwa die Lage der Ringfeder 11 gezeigt, die diese einnimmt, wenn die Schraubenfeder oder 10 Reibringfeder 14 soweit gespannt ist, dass sie das Waffenrohr 3 zum Vorlauf bringt. Der Konus 30 liegt etwa in der Mitte zwischen dieser Stellung und der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung des Rohres.
Figur 7 zeigt ein Weg-Zeitdiagramm der Rohrbewegung i5 bei einer Schussfolge. Mit U1 bis U4 sind charakteristische Punkte des Diagramms bezeichnet. Nach einem ersten Schuss ist die Rücklaufbewegung aufgrund des bei der Vorlaufzündung erfolgenden Energieabbaus verkürzt. Bei den folgenden Schüssen bewegt sich das Rohr innerhalb des Schwimmwe-20 ges. Im Vorlauf setzt unter der Wirkung der Ringfeder 11 die Vorlaufdämpfung ein.
Die Funktionsweise der beschriebenen Anordnung ist im einzelnen etwa folgende:
Ist das Rohr 3 mit der Mantelhülse 2 in der beschriebenen 25 Weise über seine Anschlagsflächen 25 und 26 bzw. die Vorsprünge 27 und 28 verriegelt, dann ist es gleichzeitig mit dem Waffengehäuse 22 verbunden. Bricht nun ein Schuss, dann läuft das Rohr in Richtung des Pfeiles R zurück. Es nimmt dabei über seine Anschlagfläche 26 und den Vorsprung 28 die 30 Hülse 5 mit, so dass über den Bund 12 auch die Ringfeder 11 nach hinten, über den Konus 30 bewegt, wird und sich dabei entspannt. Über den Haltering 13 wird die Schraubenfeder oder Reibringfeder 14 gespannt, deren Widerlager die Anschlagbuchse 6 bildet. Die Schraubenfeder oder Reibringfe-35 der 14 ist so bemessen, dass das Rohr umkehrt und in Richtung des Pfeiles V vorläuft, bevor die Stifte 7 an den Rändern der Schlitze 9 anschlagen (vgl. Punkt U1 in Fig. 7).
Unter Entspannung der Schraubenfeder oder Reibringfe-40 der 14 erfolgt der Rohrvorlauf in Richtung des Pfeiles V. Der Vorlauf wird unter dem Zusammenwirken des Waffenverschlusses mit der Pufferfeder im Punkt U2 (vgl. Fig. 7) umgekehrt, bevor das Rohr über eine solche Vorlaufstrecke bewegt wird, auf der der Konus 30 wirksam wird. Das Rohr läuft 45 dann unter Entspannung der Schraubenfeder oder Reibringfeder 14 erneut bis zum Punkt U3 zurück und kehrt in den Vorlauf um, wobei dann die Ringfeder 11 auf den Konus 30 aufläuft (vgl. Punkt U4 in Fig. 7). Es wird dadurch die Vorlaufbewegung des Rohres stark abgebremst.
so Ersichtlich kann durch die Zwischenabbremsung (Punkte U2) des Rücklaufes durch den Verschluss und die Dimensionierung der Ringfeder 11 bzw. des Konusses 30 der Vorlauf so gebremst werden, dass auch bei unterschiedlichen Kadenzen der jeweils folgende Schuss einer Schussfolge noch jeweils 55 im Vorlauf bricht. Die beschriebene Rohrlagerung übt keine Biegemomente auf das Rohr aus, die Rohrschwingungen und damit ein ungünstiges Treff bild hervorrufen könnten.
Während der gesamten Schussfolge ist das Rohr in den Gleitbuchsen 17 und 19 sicher geführt.
6o Erst nach dem letzten Schuss einer Schussfolge schlägt die Anschlagfläche 25 am Vorsprung 27 an. Über die gegenüber den Schlitzen 9 wesentlich kürzeren Schlitze 10 wirkt dabei dann die Schraubenfeder oder Reibringfeder 14 als Dämpfung.
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c
2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vor- und Rücklaufeinrichtung an einer Feuerwaffe, de- bricht, ist hier nicht erreicht.
ren Rohr an einem lafettenfesten Mantel gelagert ist und sich In der DE-PS 24 17 333 ist eine Einrichtung beschrieben, über eine zum Rohr koaxiale Rücklauffeder am Mantel ab- bei der ein Waffengehäuse und ein Waffenrohr getrennt gestützt, die nach jedem Schuss das Rohr zum Vorlauf bringt 5 genüber der Lafette rücklauf beweglich gelagert sind. Das und der beim Vorlauf ein koaxial zum Rohr angeordnetes Fe- Waffengehäuse soll durch den Rohrrücklauf keinen zusätz-derelement entgegenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das liehen Biegemomenten ausgesetzt sein.
Federelement von einer Ringfeder (11) mit radial wirkender Es ist bekannt, eine Waffe so aufzubauen, dass eine
Federkennlinie gebildet ist, dass das Rohr (3) die Ringfeder schwimmende Lagerung derart erreicht ist, dass jeder Schuss
(11) in axialer Richtung mitnimmt (12,13), dass ein an dem 10der Schussfolge im Vorlauf des Rohres bricht. Bei derartigen
Mantel (2,4) vorgesehener Konus (30) die Ringfeder (11) Waffen ist eine Hydraulikeinrichtung eingesetzt, die zu quer beim Rohrvorlauf in axialer Richtung spannt und dass das zur Schussrichtung wirkenden Biegemomenten führt, so dass
Waffengehäuse (22) mit dem Rohr (3,29) axial fest verriegelt mit Rohrschwingungen zu rechnen ist, die das Trefferbild un-
ist. günstig beeinflussen. Ausserdem ist neben der Montage des
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 15 Rohres zusätzlich eine Verbindung zwischen Waffe und dass sich der Konus (30) über eine Teilstrecke des Rohrvor- Rücklaufeinrichtung nötig.
laufs, insbesondere in dessen Endbereich, erstreckt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der einzeichnet, dass die Ringfeder (11) zwischen einer im Mantel (2, gangs genannten Art vorzuschlagen, bei der eine Vorlaufzün-4) axial verschieblichen, mit dem Rohr (3) wenigstens im 20 dung ohne das Trefferbild ungünstig beeinflussende Biegemo-Rücklauf verriegelten Buchse (5) und der Rücklauffeder (14) mente möglich ist und bei der das Rohr, das Waffengehäuse angeordnet ist. und die Rücklaufeinrichtung einfach zu kuppeln sind.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü- Erfindungsgemäss ist obige Aufgabe dadurch gelöst, dass che, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rücklauffeder (14) das Federelement von einer Ringfeder mit radial wirkender an einer weiteren Buchse (6) abstützt. 25 Federkennlinie gebildet ist, dass das Rohr die Ringfeder in
5. Einrichtung nach Alispruch 4, dadurch gekennzeichnet, axialer Richtung mitnimmt, dass ein an dem Mantel vorgese-dass die weitere Buchse (6) auf der Vorlaufstrecke gegen die hener Konus die Ringfeder beim Rohrvorlauf in axialer Rich-Rücklauffeder (14) verschieblich ist. tung spannt und dass das Waffengehäuse mit dem Rohr axial
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü- verriegelt ist.
che, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mantel (2,4) Gleit- 30 Die Ringfeder wird von dem Rohr sowohl in Vorlaufrich-buchsen (17) mit Führungsleisten (18,20) für das Rohr (3) ge- tung als auch in Rücklaufrichtung mitgenommen. Die Ringlagert sind. feder entspannt sich über den Konus beim Rohrrücklauf,
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü- ohne die Rücklauffeder wesentlich zu belasten. Beim Rohr-che, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rohr (3) Riegel- Vorlauf wird die Ringfeder gespannt, wodurch der Rohrvorwarzen (29) für die Verbindung des Rohrs (3) mit dem Waf- 35 lauf stark abgebremst wird. Aufgrund der zum Rohr koaxia-fengehäuse (22) ausgebildet sind. len Anordnung der Feder sind damit keine Biegemomente verbunden, die das Trefferbild ungünstig beeinflussen kön- nen. Durch die Abbremsung ist es möglich, auch bei, beispielsweise alleine auf Temperaturschwankungen beruhen-
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