CH650074A5 - Detonating device for explosive charges, which can be initiated by tension, compression or rotation - Google Patents

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Publication number
CH650074A5
CH650074A5 CH743680A CH743680A CH650074A5 CH 650074 A5 CH650074 A5 CH 650074A5 CH 743680 A CH743680 A CH 743680A CH 743680 A CH743680 A CH 743680A CH 650074 A5 CH650074 A5 CH 650074A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
firing pin
constriction
ignition device
actuating
levers
Prior art date
Application number
CH743680A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dipl-Ing Waniek
Original Assignee
Semperit Ag
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Filing date
Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C7/00Fuzes actuated by application of a predetermined mechanical force, e.g. tension, torsion, pressure
    • F42C7/12Percussion fuzes of the double-action type, i.e. fuzes cocked and fired in a single movement, e.g. by pulling an incorporated percussion pin or hammer

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung für Sprengsätze, die durch Zug, Druck oder Verdrehung auslösbar ist, mit einer den Schlagbolzen in gespanntem Zustand haltenden mechanischen Einrichtung in Form von Hebeln, die den Kopf des Schlagbolzens aufnehmt.
Gemäss einer bekannten Ausführung einer derartigen Zündvorrichtung weist diese einen Auslösehebel auf, der an seinem unteren Ende eine Verdickung aufweist, die von den Hebeln der mechanischen Einrichtung umschlossen ist. Diese Verdickung ist einerseits doppeltkonisch in Richtung der Achse des Auslösehebels ausgebildet, sodass bei Heben oder Senken des Auslösehebels die Hebel auseinandergetrieben und der Kopf des Schlagbolzens freigegeben wird. Andererseits ist die Verdickung des Auslösehebels in der Normalebene auf die Achse des Auslösehebels oval ausgebildet, sodass bei Drehung des Auslösehebels die Hebel ebenfalls auseinandergedrängt werden und der Schlagbolzen freigegeben wird. Eine derartige bekannte Zündvorrichtung ist somit durch Einwirkung von Druck, Zug oder einer Drehbewegung auslösbar.
Der Nachteil der beschriebenen bekannten Zündvorrichtung besteht darin, dass die Auslösekraft einer derartigen aus Kunststoff bestehenden Zündvorrichtung nur sehr schwer innerhalb der geforderten engen Toleranzen sichergestellt werden kann. Kunststoffe sind Materialien, die selbst bei Einhaltung möglichst präziser Fertigungsbedìngungen aufgrund ihres teilweise amorphen, teilweise kristallinen Charakters in bezug auf ihre Federkraft nie 100%ig reproduzierbar hergestellt werden können. Darüber hinaus unterliegen die bekannten zur Verwendung gelangende Kunststoffe auch einem sogenannten kalten Fluss, das heisst, ihre Federkraft kann bei längerer Lagerung unter ungünstigen Bedingungen abnehmen. Dies darf bei Zündvorrichtungen, die für militärische Einsätze gedacht sind, nicht eintreten, da deren Funktionieren im Bedarfsfalle dann nicht ausreichend sichergestellt ist.
Die vorliegende Erfindung hat sich daher eine Zündvor-richtung zum Ziel gesetzt, die durch Zug, Druck oder Verdrehung auslösbar ist, deren Auslösekraft jedoch präzise und reproduzierbar eingestellt werden kann und möglichst lange praktisch unverändert gleich bleibt.
Dies wird erfindungsgemäss durch eine Zündvorrichtung gemäss der eingangs beschriebenen Konstruktion erreicht, bei der die mechanische Einrichtung eine aus Metall bestehende
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Wäscheklammerfeder und zwei damit wirkverbundene Klemmhebel aufweist, wobei jeder Klemmhebel an seinem Betätigungsende aussen eine Einschnürung aufweist, die zur Aufnahme eines beide Klemmhebel umfassenden ovalen Be-5 tätigungsringes dient.
Der Betätigungsring ist mit einem Auslösehebel verbunden, der normal von seinem Zentrum durch das Gehäuse nach, aussen geführt ist. Bei Zug oder Druck auf diesen Auslösehebel wird der Betätigungsring entweder gesenkt oder geho-10ben und ist dadurch gezwungen, entlang der die Einschnürung begrenzenden Wände zu wandern. Da deren Abstand von der Achse der Zündvorrichtung nach beiden Seiten der Einschnürung zunimmt, werden die Klemmhebel durch diese Verschiebung des Betätigungsringes gezwungen, sich mit ih-15 rem Betätigungsende einander zu nähern. Bei entsprechender Grösse der einwirkenden Kraft kommt es schliesslich dazu, dass der Kopf des Schlagbolzens von den Halteteilen der Klemmhebel freigegeben wird. Der Schlagbolzen wird dann durch eine ihn gespannt haltende Feder gegen ein Zündhüt-20 chen geschleudert, wodurch ein Sprengsatz zur Explosion gebracht werden kann.
Die Auslösung der erfindungsgemässen Zündvorrichtung bei Verdrehimg geschieht durch die ovale Ausbildung des Betätigungsringes, der die Betätigungsenden der Klemmhebel zur Annäherung zwingt, wenn er verdreht wird, da die längste Achse des Ovals des Betätigungsringes gerade dem Abstand der Betätigungsenden der Klemmhebel entspricht, wenn der Schlagbolzen voll gehalten ist. Bei Verdrehung des Betätigungsringes verkürzt sich aber der Abstand zwischen den Betätigungsenden der Klemmhebel zwangsweise, das heisst, diese werden gegeneinandergedrückt, wodurch der Kopf des Schlagbolzens schliesslich freigegeben wird.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Kon-35 struktion liegt in der Möglichkeit der Verwendung einer Metallfeder, deren Federkraft durch Abstützung allein an den Klemmhebeln wirksam wird. Die Federkraft einer solchen Metallfeder lässt sich sehr genau einstellen und unterliegt, auch bei vieljähriger Lagerung und oftmaliger Verwendung 40 der Zündvorrichtung, keiner Änderung.
Vorteilhaft ist bei einer Zündvorrichtung der erfindungsgemässen Konstruktion auch die einfache Möglichkeit zur Erlangung der Wasserdichtigkeit.
Um die Robustheit der erfindungsgemässen Zündvorrich-45 tung zu verbessern, kann es zweckmässig sein, wenn das die Einschnürung aufweisende Betätigungsende der Klemmhebel verdickt ausgebildet ist. Zweckmässig ist es auch, wenn die die Einschnürung begrenzenden Wände eine zu einer Normalen auf die Schlagbolzenachse symmetrische Winkellage aufweisen, weil dann der Weg den der Betätigungsring bei Zugoder Druckeinwirkung zum Freigeben des Schlagbolzenkopfes zurücklegen muss, derselbe ist.
Ein möglichst harmonischer Bewegungsablauf der sich einander nähernden Bëtâtigungsenden der Klemmhebel bei 55 Verdrehung des Betätigungsringes wird dann erreicht, wenn die Einschnürung in der Ebene des Betätigungsringes konvex gekrümmt ist. Dadurch wird eine gewisse Anschmiegüng der Einschnürung an den Betätigungsring erreicht und es Hegen keine Kanten oder Ecken vor, die zu einer ruckhaften Bewe-60 gungsweise führen und auch bei mehrmaliger Verwendung der Abnützung unterliegen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert:
Es zeigen die Fig. 1 einen Längsschnitt, die Fig. 2 und 3 65 Querschnitte durch eine erfindungsgemässe Zündvorrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte Zündvorrichtung 1 weist zwei Klemmhebel 5,5' auf, die durch eine Wäscheklammerfeder 6
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aus Metall zusammengehalten sind. Die Feder 6 besitzt somit eine schraubenartige Wicklung, die zwischen den beiden Klemmhebeln 5,5' in einer von diesen beiden gemeinsam gebildeten Ausnehmung gelagert ist. Die beiden Enden der schraubenförmigen Wicklung sind zu den Aussenseiten je eines der Klemmhebel 5,5' geführt, wo sie mit einem umgebogenen Schenkel in einer Nut verankert sind. Die Enden der Feder 6 mit ihren umgebogenen Schenkeln werden durch die Federkraft der schraubenförmigen Wicklung gegeneinander-gedrückt, wodurch der Kopf 4 des Schlagbolzens in den Haltenuten 11,11' der Klemmhebel 5, 5' festgeklemmt wird. Um den Kopf 4 des Schlagbolzens freizugeben, und es der Schlagfeder 3 zu ermöglichen, den Schlagbolzen gegen ein Zündhütchen zu schleudern, müssen die Klemmhebel 5,5' durch Druck auf ihre Betätigungsenden in Offen-Stellung gebracht werden.
Um dies zu erreichen, weist jeder Klemmhebel 5,5' an seinem Betätigungsende aussen eine Einschnürung 7,7' auf. Die
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Einschnürung 7,7' ist von Wänden 9,9' begrenzt, an denen entlang der Betätigungshebel 8 gleitet, wenn Druck oder Zug auf den Auslösehebel 10, der mit dem Betätigungsring 8 verbunden ist, ausgeübt wird. Dabei geben die Haltenuten 11, s 11' den Kopf 4 des Schlagbolzens zunehmend frei, bis dieser schliesslich von den Klemmhebeln 5, 5' nicht mehr gehalten wird.
Wie den Fig. 2 und 3 entnommen werden kann, besitzt der 10Betätigungsring 8 in Ansicht eine ovale Form, wobei die längste Achse des Ovals bei geschlossener Stellung der Klemmhebel 5,5' normal auf die Achse des Schlagbolzens und normal auf die Erstreckungsrichtung der Schraubenwicklung der Metallfeder 6 angeordnet ist. Durch diese ovale Ausbildung wird 15 erreicht, dass bei Drehung des Betätigungsringes 8 die Betätigungsenden der Klemmhebel 5,5' sich einander nähern, wobei die Haltenuten 11,11' zwangsläufig den Kopf des Schlagbolzens freigeben und die Zündvorrichtung somit auslösen.
C
1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

650 074 PATENTANSPRÜCHE
1. Zündvorrichtung für Sprengsätze, die durch Zug,
Druck oder Verdrehung auslösbar ist, mit einer den Schlagbolzen in gespanntem Zustand haltenden mechanischen Einrichtung in Form von Hebeln, die den Kopf des Schlagbolzens aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Einrichtung eine aus Metall bestehende Wäscheklammerfeder (6) und zwei damit wirkverbundene Klemmhebel (5, 5') aufweist, wobei jeder Klemmhebel (5,5') an seinem Betätigungsende aussen eine Einschnürung (7,7') aufweist, die zur Aufnahme eines beide Klemmhebel (5, 5') umfassenden ovalen Betätigungsringes (8) dient.
2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Einschnürung (7,7') aufweisende Betätigungsende der Klemmhebel (5,5') verdickt ausgebildet ist.
3. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Einschnürung (7,7') begrenzenden Wände (9,9') eine zu einer Normalen auf die Schlagbolzenachse symmetrische Winkellage aufweisen.
4. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnürung (7,7') in der Ebene des Betätigungsringes (8) konvex gekrümmt ist.
CH743680A 1979-10-25 1980-10-06 Detonating device for explosive charges, which can be initiated by tension, compression or rotation CH650074A5 (en)

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AT695179A AT363838B (de) 1979-10-25 1979-10-25 Zuendvorrichtung fuer sprengsaetze, die durch zug, druck und verdrehung ausloesbar ist

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