CH650444A5 - Spritzgiess- oder pressform. - Google Patents

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CH650444A5
CH650444A5 CH9335/80A CH933580A CH650444A5 CH 650444 A5 CH650444 A5 CH 650444A5 CH 9335/80 A CH9335/80 A CH 9335/80A CH 933580 A CH933580 A CH 933580A CH 650444 A5 CH650444 A5 CH 650444A5
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CH
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control
counter
locking
plate
coupling
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CH9335/80A
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Gunther Bieneck
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Hasco Normalien Hasenclever Co
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Description

Die Erfindung betrifft eine Spritzgiess-, insbesondere Kunststoffspritzgiess- oder Pressform, mit mindestens einer Vorrichtung zum Ver- und Entriegeln von in mindestens zwei Trennbereichen zusammen- und auseinanderfahrbaren Werkzeugplatten, mit einer mit ihrem einen Ende starr an einer ersten Werkzeugplatte befestigten Steuerleiste, mit einer der Steuerleiste entgegengerichteten, mit ihrem einen Ende an einer dritten Werkzeugplatte befestigten Kupplungsleiste und mit einem zwischen erster und dritter Werkzeugplatte an einer zweiten Werkzeugplatte in Plattenbewegungsrichtung zug- und druckfest angebrachten federbelasteten Sperrriegel, welcher mindestens eine, mit mindestens einer ebenen Sperrfläche der Kupplungsleiste zusammenwirkende Gegen-Sperrfläche und welcher mindestens eine mit je einer zu den Werkzeugtrennebenen geneigten ebenen Steuerfläche der Steuerleiste zusammenwirkende Gegen-Steuerfläche aufweist.
Die vorbeschriebene bekannte Vorrichtung zum Ver-und Entriegeln an Spritzgiess-, insbesondere Kunststoffspritzgiess- oder Pressformen, ist in der DE-AS 2 215 506 beschrieben. Bei der bekannten Vorrichtung durchgreifen die Kupplungsleiste und die in einer anderen Höhenebene angeordnete Steuerleiste eine Führungsnut eines an der zweiten Werkzeugplatte, z.B. an der zweiten Formplatte, befestigten Führungsblocks. In die Führungsnut ragt ein im Führungsblock befestigter Drehriegel kreissegmentartiger Grundform mit einer Sperr- und Steuernase unter Federbelastung hinein. Zur Entriegelung drückt eine der etwa dachartig angeordneten Steuerflächen der Steuerleiste gegen die Steuernase und drückt diese unter Drehung des Drehriegels entgegen der Federrückstellkraft nach innen, wobei sich die Sperrnase zugleich aus der den Querschnitt eines ungleichseitigen Dreiecks aufweisenden Kupplungsaussparung der Kupplungsleiste unter Entkupplung derselben herausbewegen kann.
Die Funktion der bekannten Vorrichtung lässt sich wie folgt beschreiben: das Auseinanderfahren der Werkzeugplatten wird über die dritte Werkzeugplatte eingeleitet, welche sich in Bewegung setzt. Hierbei öffnet sich zunächst ein erster Trennbereich zwischen der ersten und zweiten Werkzeugplatte, da die zweite Werkzeugplatte durch den an ihr mittelbar befestigten Drehriegel über die Kupplungsaussparung der Kupplungsleiste mit der dritten Werkzeugplatte be-wegungsverbunden ist. Die erste Werkzeugplatte ist hingegen raumfest angeordnet. Die zweite und die dritte Werkzeugplatte sind solange miteinander bewegungsverbunden, bis die Steuerfläche der Steuerleiste an der von der Sperrnase des Drehriegels gebildeten Gegen-Steuerfläche anliegt. Wenn sich nun die schleppverbundene zweite Werkzeugplatte weiterbewegt, wälzt sich die die Steuerfläche der Steuerleiste aussen begrenzende Kante an der Gegen-Steuerfläche der Sperrnase des Drehriegels linienförmig ab. Im weiteren Verlauf der Bewegung wird der Drehriegel so weit verdreht, dass die Sperrnase ausser Eingriff mit der Kupplungsaussparung gerät, wobei die zweite Werkzeugplatte angehalten wird und sich die dritte Werkzeugplatte samt Kupplungsleiste unter Öffnung des zweiten Trennbereichs weiterbewegen kann.
Das Zusammenfahren der Werkzeugplatten vollzieht sich in umgekehrter Weise. Hierbei ist die zweite, d.h. mittlere, Werkzeugplatte mitsamt ihrem den Drehriegel enthaltenden Führungsblock zunächst raumfest. Während sich beim Rückhub zunächst der zweite Trennbereich schliesst, fahrt die Kupplungsleiste in die Führungsnut des Führungsblocks so weit ein, bis die dritte Werkzeugplatte an die mittlere Werkzeugplatte stösst und diese vor sich herschiebt, womit eine Bewegung des Führungsblocks relativ zur Steuerleiste verbunden ist. Während dieser Relativbewegung wälzt sich die die Steuerfläche der Steuerleiste begrenzende äussere Kante an der Gegen-Steuerfläche der Sperrnase unter Entlastung der Federrückstellkraft solange ab, bis die Sperrnase in die Kupplungsaussparung der Kupplungsleiste eingerastet ist. Bei weiterer Fortsetzung des Rückhubes entlang der Steuerleiste schliesst sich auch der erste Trennbereich, womit der Ausgangspunkt der Funktionsbeschreibung wieder erreicht wäre.
Die bekannte Vorrichtung wird im Zusammenhang mit einer Spritz- oder Druckgiessform verwendet, bei welcher zunächst ein Kern gezogen (erster Trennbereich) und sodann
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zum Auswerfen des Artikels Unter- und Oberform voneinander getrennt werden (zweiter Trennbereich).
Bei der bekannten Vorrichtung wird es als nachteilig empfunden, dass die Sperrnase nur durch Aufbringen einer erheblichen Federrückstellkraft in der Kupplungsaussparung der Kupplungsleiste gehalten werden kann. Andererseits muss diese erhebliche Federrückstellkraft während des vorerwähnten Steuervorganges überwunden werden. Dadurch nämlich, dass sich die die Steuerfläche der Steuerleiste aussen begrenzende Kante unter Überwindung der erheblichen Federrückstellkraft linienförmig auf der von der Sperrnase gebildeten Gegen-Steuerfläche abwälzt, ergibt sich eine unverhältnismässig grosse Hertz'sche Flächenpressung, mit der nachteiligen Folge eines übermässigen Verschleisses.
Ausgehend von der eingangs beschriebenen Vorrichtung (DE-AS 2 215 506), liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der Nachteile des Bekannten eine Vorrichtung zum Ver- und Entriegeln dieser Gattung zu schaffen, die möglichst verschleissarm arbeitet. Entsprechend der Erfindung wurde diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Sperriegel ein im wesentlichen quer zur Plattenbewegungsrichtung translatorisch geführtes Bauteil ist, dessen Gegen-Sperrfläche sowie dessen Gegen-Steuerfläche jeweils unabhängig vom Werkzeugplatten-Hub stets parallel zur korrespondierenden Sperr- bzw. Steuerfläche verlaufen.
Entsprechend der Erfindung ist ein translatorisch geführter Sperriegel vorgesehen. Dieser Sperriegel trägt mindestens eine Gegen-Sperrfläche sowie mindestens eine Gegen-Steuerfläche, die unabhängig vom Hub der Werkzeugplatten stets parallel zu der jeweils korrespondierenden Sperrfläche der Kupplungsleiste sowie der jeweils korrespondierenden Steuerfläche der Steuerleiste verlaufen. Durch die im wesentlichen flächige- bis vollflächige Anlage zwischen jeweils korrespondierenden Sperr- und Gegen-Sperrflächen bzw.
Steuer- und Gegen-Steuerflächen wird die Hertz'sche Flächenpressung - und damit der Verschleiss - minimiert. Dieser Vorteil macht sich insbesondere bei den sich während des Steuervorgangs aneinander verschiebenden Steuer- und Ge-gen-Steuerflächen bemerkbar, weil durch diesen Steuervorgang der Sperriegel entgegen der Federrückstellkraft aus der Kupplungsaussparung der Kupplungsleiste ausgerückt oder in die Kupplungsaussparung eingerückt werden muss.
Grundsätzlich sind beim Erfindungsgegenstand Bauformen denkbar, bei welchen Steuerleiste und Kupplungsleiste in verschiedenen Höhenebenen (vgl. DE-AS 2 215 506) angeordnet sind. Zur Erzielung einer günstigen Flachbauweise hat es sich indes als zweckmässig herausgestellt, wenn Steuerleiste und Kupplungsleiste in an sich bekannter Weise in gleicher Höhe und Ebene nebeneinander angeordnet sind. In diesem Zusammenhang ist eine Ausführungsform besonders vorteilhaft, gemäss welcher der Sperriegel ein U-förmi-ges, entlang seinem Steg translatorisch geführtes Bauteil ist, dessen beide Schenkel die Gegen-Sperrfläche bzw. die Gegen-Steuerfläche tragen, wobei ein Schenkel mit der Steuerleiste und der andere Schenkel mit der Kupplungsleiste zusammenwirkt. Durch die Aufteilung von Sperr- und Steuerfunktion auf zwei verschiedene Abschnitte des Sperriegels, nämlich auf die beiden Schenkel des U-förmigen Sperriegels, ergibt sich eine günstige Kräfteverteilung, die der Betriebssicherheit und der Verschleissminderung besonders zugute kommt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Kupplungsleiste eine U-förmige Kupplungsnut auf, deren Seitenwände sich parallel zu den Trennebenen erstrecken und die Sperrflächen bilden. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es beim Gegenstand der DE-AS 2 215 506 erforderlich, dass die Sperrnase des Drehriegels ständig unter Aufwendung einer relativ grossen Federrückstellkraft in die Kupplungsaussparung hineingedrückt wird, um den Formschluss zur Erzielung einer sicheren Schleppverbindung zwischen dem Drehriegel und der Kupplungsleiste aufrechtzuerhalten. Dank der zuletzt erwähnten erfindungsgemässen Ausführungsform sind die parallel zu den Trennebenen verlaufenden Sperrflächen der Kupplungsleiste und die demzufolge ebenfalls parallel zu den Trennebenen verlaufenden Gegen-Sperrflächen selbstsperrend. Die Federrückstellkraft wird demnach bei der erfindungsgemässen Vorrichtung nur dazu benutzt, Sperr- und Gegen-Sperrflächen mit einem minimalen Kraftaufwand in eine Sperrstellung zu versetzen, welche jedoch daraufhin von den zusammenwirkenden korrespondierenden Flächenpaaren im wesentlichen selbsttätig aufrechterhalten wird.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie aus den Zeichnungen im Zusammenhang mit der Zeichnungsbeschreibung.
In den Zeichnungen ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1-4 die Funktion der Vorrichtung anhand jeweils einer mehr schematischen teilweisen Seitenansicht einer Spritzgiessform, deren Formplatten in zwei Trennbereichen trenn- bzw. schliessbar sind und
Fig. 5 eine Schnittansicht entsprechend der Schnittlinie V-VinFig. 3.
In den Fig. 1-4 ist die untere Hälfte einer horizontal in einer nicht dargestellten Spritzgiessmaschine eingespannten Spritzgiessform in Seitenansicht dargestellt und insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
Die Vorrichtung zum Ver- und Entriegeln, im folgenden kurz Kupplungsvorrichtung genannt, ist in den Darstellungen nach den Fig. 1-4 insgesamt mit der Bezugsziffer 11 bezeichnet.
Die Spritzgiessform 10 weist eine raumfeste Aufspannplatte 12 und eine maschinenseitig bewegbare Aufspannplatte 13 auf.
Die raumfeste Aufspannplatte 12 kennzeichnet die Angussseite und die bewegbare Aufspannplatte 13 die Auswerferseite der Spritzgiessform 10.
Mit der raumfesten Aufspannplatte 12 ist eine Formplatte 14 fest verbunden, in welcher beispielsweise ein nicht dargestellter Formkern oder mehrere Formkerne gehalten sein können. An die Formplatte 14 schliesst sich eine weitere Formplatte, die zweite Formplatte 15, an.
An die Formplatte 15 schliesst sich auswerferseitig die dritte Formplatte 16 an.
Zwischen der Formplatte 14 und der Formplatte 15 befindet sich, kennzeichnend für einen ersten Teilungsbereich, eine Teilungsebene I, während sich zwischen der Formplatte 15 und der auswerferseitigen, dritten Formplatte 16, kennzeichnend für den zweiten Teilungsbereich, eine ebenfalls strichpunktiert dargestellte Teilungsebene II erstreckt.
Sowohl mit der auswerferseitigen, dritten Formplatte 16 als auch mit der auswerferseitigen bewegbaren Aufspannplatte 13 fest verbunden ist eine Zwischenplatte 17.
Die Kupplungsvorrichtung 11 weist unter anderem im wesentlichen eine Steuerleiste 18, eine Kupplungsleiste 19 und einen Führungsblock 20 mit einem in einer U-förmigen Führungsnut 21 quer zur Plattenbewegungsrichtung x translatorisch verschieblichen U-förmigen Sperriegel 22 mit zwei Schenkeln 23,24 sowie mit einem Steg 25 auf.
Die Steuerleiste 18 ist in ihrem in den Fig. 1-4 nach links weisenden Bereich an der Formplatte 14, der sogenannten ersten Formplatte, starr befestigt.
Die Kupplungsleiste 19, welche sich mit der Steuerleiste 18 in ein und derselben Vertikal- bzw. Höhenebene befindet, ist mit ihrem in den Fig. 1-4 nach rechts weisenden Bereich
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an der Formplatte 16, der sogenannten dritten Platte, starr befestigt.
Der Führungsblock 20 ist mittels Schrauben 26 an der Formplatte 15, sogenannte zweite Formplatte, starr befestigt.
Die Schraubbefestigungen der Steuerleiste 18 und der Kupplungsleiste 19 sind in den Fig. 1-4 allgemein mit der Bezugsziffer 27 versehen.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist der Führungsblock 20 von einer Basisplatte 28 untergriffen und gemeinsam mit dieser mittels der Schrauben 26 an der Formplatte 15 befestigt. Zur besseren Darstellung der Funktion der Vorrichtung wurde in den Fig. 2-4 ein Teil des Führungsblocks 20, und zwar dessen Stegbereich 29, teilweise weggebrochen, so dass (auch im Zusammenhang mit Fig. 5) seitliche Führungsklötze 30, 31 im wesentlichen erkennbar sind.
Die Steuerleiste 18 besitzt an ihrem freien Ende entlang einem Teilbereich ihrer Dicke eine Steuernase 32 mit Steuerflächen 33, 34 und mit einer Haltefläche 35. Zur Steuerfläche 34 ist korrespondierend am Schenkel 23 des Sperriegels 22 eine Gegen-Steuerfläche 36 vorgesehen. Steuerfläche 34 und Gegen-Steuerfläche 36 erstrecken sich geneigt zur Plattenbewegungsrichtung x bzw. zu den Trennebenen I und II entlang einem Winkel von etwa angenähert 45°, vorzugsweise kleiner als 45°.
Die Kupplungsleiste 19 ist mit einer im wesentlichen U-nutförmigen Kupplungsaussparung 37 versehen, deren Nutwände 38 sich parallel zu den Trennebenen I, II erstrecken. Die Nutwände 38 bilden Sperrflächen, welche mit Gegen-Sperrflächen 39 am Schenkel 24 des Sperriegels 22 korrespondieren. Auch die Gegen-Sperrflächen 39 erstrecken sich parallel zu den Trennebenen I, II.
Aussenseitig des Schenkels 24 des Sperriegels 22 ist ein Druckfeder-Element 40 innerhalb des Führungsklotzes 31 des Führungsblocks 20 vorgesehen und mittels einer Gewindeschraube 41 druckeinstellbar gehalten.
Gemäss Fig. 1 befindet sich die Spritzgiessform 10 in ihrer zugefahrenen Stellung, d.h. in ihrer Geschlossenstellung. Wenn nun die auswerferseitige Aufspannplatte 13 nach rechts bewegt wird (Fig. 2), öffnet sich der erste Trennbereich gemäss der Trennebene I, so dass beispielsweise die nicht dargestellten Kerne gezogen werden können. Unter anderem wird hierbei ein Führungsbolzen 42 sichtbar. Bis zum Zustand gemäss Fig. 2 gleitet die ebene Fläche 43 der Steuerleiste 18 an der ebenfalls ebenen und zu ihr parallelen Fläche 44 am Schenkel 23 des Sperriegels 22. Ausserdem ist aus Fig. 2 zu ersehen, dass die Steuerfläche 34 der Steuernase 32 an der Gegen-Steuerfläche 36 des Schenkels 23 des Sperriegels 22 anliegt.
Wenn sich nun die bewegungsgekuppelten Formplatten gemäss Fig. 2 von der raumfesten Formplatte 14 (erste Formplatte) weg weiter nach rechts bewegen, ergibt sich schliesslich der Zustand gemäss Fig. 3. Die Darstellungen gemäss den Fig. 2 und Fig. 3 zeigen im Zusammenhang, dass durch die Relativbewegung zwischen der Steuerfläche 34 und der korrespondierenden Gegen-Steuerfläche 36 der Sperriegel 22 entgegen der Rückstellkraft der Feder 40 entlang dem Richtungspfeil y bewegt wurde. Diese Bewegung hat zugleich dazu geführt, dass die Gegen-Sperrflächen 39 des Schenkels 24 des Sperriegels 22 ausser Eingriff mit den Sperrflächen 38 der Kupplungsaussparung 37 geraten konnten. Die Kupplungsleiste 19 kann sich demzufolge mitsamt den Platten 13,17 nach rechts bewegen, während die zweite (mittlere) Formplatte 15 zum Stillstand gekommen ist und in dieser Position verharrt, wobei die Haltefläche 35 der Steuernase 32 den Sperriegel 22 entgegen der Rückstellkraft des Druckfederelements 40 in seiner ausgerasteten Position hält.
Der Rückhub in die Geschlossenstellung der Spritzgiessform 10 erfolgt dadurch, dass sich die Platten 13,17,16 mitsamt der an ihr starr befestigten Kupplungsleiste 19 nach links bewegen, und zwar so weit, bis die Platte 16 gegen die mittlere Formplatte 15 stösst und letztere pufferartig vor sich herschiebt, wobei die ebene Fläche 44 des Schenkels 23 des Sperriegels 22 ausser Eingriff mit der Haltefläche 35 der Sperrnase 32 gerät, so dass die Rückstellkraft des Druckfederelements 40 den Sperriegel 22 mit seinem Schenkel 24 in die Kupplungsaussparung 37 hineinstossen kann. Bei weiterer Fortsetzung des Rückhubs nach links wird schliesslich der Ausgangszustand gemäss Fig. 1 erreicht.
In Abweichung vom normalen Betriebsablauf kann es auch noch möglich sein, dass durch eine willkürliche Handhabung der Spritzgiessform ein Zustand gemäss Fig. 4 erreicht wird, gemäss welchem sich die Haltefläche 35 der Steuernase 32 ausser Eingriff mit der ebenen Fläche 44 des Schenkels 23 des Sperriegels 22 befindet. Um beim Rückhub dennoch eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten, ist die Kupplungsleiste 19 an ihrem dem Schenkel 24 des Sperriegels 22 zugewendeten freien Ende mit einer zusätzlichen Steuerfläche 45 versehen, welche mit einer ihr parallelen Gegen-Steuerfläche 46 am Schenkel 24 derart zusammenwirken kann, dass während des Rückhubs (Bewegung der Kupplungsleiste 19 nach links) der Sperriegel 22 entgegen der Rückstellkraft des Druckfederelements 40 in seine eingefahrene Lage zurückversetzt werden kann. Zusätzlich ermöglicht die Erfindung als Gegenstück zur Steuerfläche 33 der Steuernase 32 eine zur Steuerfläche 33 parallele Gegen-Steuerfläche 47 (in Fig. 4 gestrichelt angedeutet) am Schenkel 23 des Sperriegels 22. Während des Rückhubs (Bewegung der mittleren Formplatte 15 nach links) wäre der Sicherheit halber durch ein Zusammenwirken der Flächen 33, 47 ein Einfahren des Sperriegels 22 entgegen der Rückstellkraft des Druckfederelements 40 gewährleistet.
Es sei schliesslich noch erwähnt, dass sowohl die Steuerleiste 18 als auch die Kupplungsleiste 19 mit einem reichlichen Spiel s quer zur Plattenbewegungsrichtung x arbeiten können, solange gewährleistet ist, dass die Steuernase 32 den Schenkel 24 des Sperriegels 22 ausser Eingriff mit der Kupplungsaussparung 37 der Kupplungsleiste 19 versetzt. Ein derartiges Spiel s, welches beim Gegenstand der eingangs erwähnten DE-AS 2 215 506 nicht möglich wäre, erleichtert dem Formenbauer die Montage der erfindungsgemässen Vorrichtung erheblich.
Die beschriebene Vorrichtung lässt sich nicht nur, wie anhand des Ausführungsbeispiels dargestellt, im Zusammenhang mit Formplatten einer Spritzgiess- oder Pressform verwenden, sondern die Vorrichtung kann mit den gleichen Vorteilen auch bei einer zweistufigen Auswerfervorrichtung angewendet werden, bei welcher beispielsweise zwischen zwei Auswerferplatten und einer weiteren Platte zwei Trennbereiche vorhanden sind, welche sukzessive geöffnet bzw. geschlossen werden sollen.
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Claims (7)

650 444 PATENTANSPRÜCHE
1. Spritzgiess- oder Pressform, mit mindestens einer Vorrichtung zum Ver- und Entriegeln von in mindestens zwei Trennbereichen zusammen- und auseinanderfahrbaren Werkzeugplatten, mit einer mit ihrem einen Ende starr an einer ersten Werkzeugplatte befestigten Steuerleiste, mit einer der Steuerleiste entgegengerichteten, mit ihrem einen Ende an einer dritten Werkzeugplatte befestigten Kupplungsleiste und mit einem zwischen erster und dritter Werkzeugplatte an einer zweiten Werkzeugplatte in Plattenbewegungsrichtung zug- und druckfest angebrachten, federbelasteten Sperrriegel, welcher mindestens eine, mit mindestens einer ebenen Sperrfläche der Kupplungsleiste zusammenwirkende Gegen-Sperrfläche und welcher mindestens eine mit je einer zu den Werkzeugtrennebenen geneigten ebenen Steuerfläche der Steuerleiste zusammenwirkende Gegen-Steuerfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperriegel (22) ein im wesentlichen quer zur Plattenbewegungsrichtung (x) translatorisch geführtes Bauteil ist, dessen Gegen-Sperrflä-che (39) sowie dessen Gegen-Steuerfläche (36) jeweils unabhängig vom Werkzeugplatten-Hub stets parallel zur korrespondierenden Sperr- bzw. Steuerfläche (38 und 34) verlaufen.
2. Spritzgiessform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Steuerleiste (18) und Kupplungsleiste (19) in gleicher Höhe und Ebene nebeneinander angeordnet sind.
3. Spritzgiessform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperriegel (22) ein U-förmiges, entlang seinem Steg (25) translatorisch geführtes Bauelement ist, dessen beide Schenkel (24,23) die Gegen-Sperrfläche (39) bzw. die Gegen-Steuerfläche (36) tragen, wobei ein Schenkel (23) mit der Steuerleiste (18) und der andere Schenkel (24) mit der Kupplungsleiste (19) zusammenwirkt.
4. Spritzgiessform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsleiste (19) eine U-förmige Kupplungsnut (37) aufweist, deren Seitenwände sich parallel zu den Trennebenen (I, II) erstrecken und die Sperrflächen (38) bilden.
5. Spritzgiessform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsleiste (19) zusätzlich an ihrem freien Ende eine sich geneigt zu den Trennebenen (I, II) erstreckende Steuerfläche (45) aufweist, welche mit einer hierzu parallelen Gegen-Steuerfläche (46) am Sperriegel (22) zusammenwirkt.
6. Spritzgiessform nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperriegel (22) in einer sich mit ihrer Längsachse quer zur Plattenbewegungsrichtung (x) erstrek-kenden, mindestens mittelbar an der zweiten Werkzeugplatte (15) fest angeordneten Führungsnut (21) gleitgeführt ist.
7. Spritzgiessform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (21) Bestandteil eines an der zweiten Werkzeugplatte (15) befestigten Führungsblocks (20) ist.
CH9335/80A 1980-01-11 1980-12-18 Spritzgiess- oder pressform. CH650444A5 (de)

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