CH650671A5 - Stabile zahnpasta mit einem gehalt an einem neutralen kieselsaeurepoliermittel. - Google Patents

Stabile zahnpasta mit einem gehalt an einem neutralen kieselsaeurepoliermittel. Download PDF

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CH650671A5
CH650671A5 CH6756/82A CH675682A CH650671A5 CH 650671 A5 CH650671 A5 CH 650671A5 CH 6756/82 A CH6756/82 A CH 6756/82A CH 675682 A CH675682 A CH 675682A CH 650671 A5 CH650671 A5 CH 650671A5
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Stephen Tamis Connors
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Description

Die Erfindung betrifft eine stabile und insbesondere gegenüber unbeschichteten Aluminiumflächen beständige 15 Zahnpasta.
Gemäss Erfindung wird eine stabile Zahnpasta mit einer dental-verträglichen oralen Trägersubstanz vorgeschlagen, die gekennzeichnet ist durch einen auf die Zahnpasta bezogenen Gehalt von mindestens 27,5 Gew.% und im allgemei-20 nen 30 bis 60 Gew.% und vorzugsweise 40 bis 55 Gew.% wie beispielsweise 45 Gew.% Wasser und 10 bis 40 und vorzugsweise 10 bis 30 und insbesondere 15 bis 25 Gew.% eines in der Trägersubstanz dispergierten neutralen Kieselsäurepoliermittels wie beispielsweise eines Alkalialuminiumsilikates, 25 das einen Aufschlämmungs-pH-Wert im Bereich von 6,5 bis 7,5 und vorzugsweise von 6,5 bis 7,3 aufweist und eine stabilisierende Menge eines Monofluorphosphations enthält, wobei die Zahnpasta einen Aufschlämmungs-pH-Wert im Bereich 5,5 bis 8 und vorzugsweise von 6,5 bis 7,5 und insbe-30 sondere von 6,7 bis 7,3 aufweist und gegebenenfalls noch eine nichttoxische Menge von mindestens 0,2 Gew.% Chloroform und vorzugsweise bei Gegenwart von Chloroform noch 0,05 bis 5 Gew.% eines stabilisierenden anionischen Phosphatestergemisches enthält, dessen Monoester die fol-35 gende allgemeine Formel
O Ii
R(OC_K,) OP-z 4 n j
OM
OK
und dessen Diester die folgende allgemeine Formel
45
R(OC H.) O-2 4 n
0 11
-P—
1
OM
-°'WnR
50
aufweist, in denen R ein Alkylrest mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen und M Wasserstoff, ein Alkali- oder Ammo-niümrest bedeuten und n eine Zahl von 1 bis 6 ist.
Das stabilisierende anionische Phosphatestergemisch 55 verringert oder verhindert eine Korrosion in Gegenwart des Chloroforms und stabilisiert die Zahnpasta.
Ein weiterer Vorteil der erfmdungsgemässen Zahnpasta beruht darauf, dass eine stabile Zahnpasta mit einem Gehalt an einem Kieselsäure-Poliermittel vorgeschlagen wird. 6o Die für die vorliegende Erfindung wichtige Stabilität der Zahnpasta bezieht sich darauf, dass im wesentlichen keine gaserzeugenden Umsetzungen zwischen den Zahnpastabestandteilen und der Aluminiumfläche von unbeschichteten Aluminiumtuben auftritt, was sich dadurch zeigt, dass bei ei-65 ner die Zahnpasta enthaltenden geschlossenen Zahnpastatube nach 168 Tagen Lagerung bei einer Temperatur von 43 °C keine erkennbaren Verformungen oder Aufblähungen auftreten.
3
650 671
Die Erfindung betrifft ferner unbeschichtete Aluminiumtuben, die mit einer stabilen Zahnpasta der angegebenen Art und gemäss Erfindung befüllt sind.
Das stabilisierende Monofluorphosphation kann von einer beliebigen geeigneten Verbindung stammen, jedoch wird vorzugsweise Natriummonofluorphosphat eingesetzt. Diese Monofluorphosphationen liefernde Verbindung kann in jeder Menge vorliegen, solange sie eine stabilisierende Wirkung auf die entsprechend formulierte Zahnpasta gemäss Erfindung ausübt; jedoch werden Mengen verwendet, die mindestens 0,01 Gew.% und sicherheitshalber mindestens 0,05 Gew.% oder mindestens 0,075 oder 0,09 Gew.% Monofluorphosphationen liefern. Das Natriumfluorphosphat stellt diese Mengen an Monofluorphosphationen zur Verfügung, wenn es in Mengen von 0,076 bzw. 0,38 bzw. 0,57 oder 0,68 Gew.% vorhanden ist. Die Verwendung von 0,7 bis 0,8 Gew.% Monofluorphosphat ist besonders wirksam, so dass der bevorzugte Anteil bei mindestens 0,7 Gew.% liegt, wenngleich höhere Mengen möglich sind, wobei eine Obergrenze von 7,6 Gew.% gewöhnlich nicht überschritten wird.
Das bei der erfindungsgemässen Zahnpasta verwendete Poliermittel ist ein neutrales Kieselsäure-Poliermittel, das eine kleine Menge von beispielsweise bis zu 10 Gew.% oder etwas mehr Aluminiumoxid in dem Kieselsäuregitter eingebaut enthalten kann. Dieses Kieselsäure-Poliermittel ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass es synthetisch hergestellt und amorph ist und einen Brechungsindex zwischen etwa 1,4 und 1,5 aufweist.
Gegebenenfalls können auch andere Poliermittel verwendet werden, die als Einzelkomponenten nicht wesentlich zu der Instabilität oder Korrosivität gegenüber unbeschichteten Aluminiumflächen beitragen. Derartige weitere Poliermittel sind u.a. Dicalciumphosphatdihydrat, wasserfreies Dical-ciumphosphat, Tricalciumphosphat, Calciumpyrophosphat und calcinierte Tonerde. Falls weitere Poliermittel vorhanden sind, so beträgt die Menge dieser in der Zahnpasta bis zu etwa 75 Gew.% und vorzugsweise 30 bis 55 Gew.% bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta.
Falls in der Zahnpasta Chloroform vorhanden ist, so wird es in nichttoxischen Mengen eingesetzt, die der Zahnpasta das gewünschte Aroma vermitteln. Da jedoch Chloroform in Kombination mit Kieselsäure-Poliermitteln zu einer Instabilität und zu einer Korrosion in Gegenwart von unbeschichteten Aluminiumflächen führt, wird eine stabilisierende Menge eines anionischen Phosphatestergemisches derartigen Chloroform enthaltenden Zahnpasten zugesetzt. Das Chloroform kann in geringen Mengen von 0,2 Gew.% bis zu 8 Gew.% bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta oder mehr vorhanden sein, wobei eine Menge von 0,5 bis 3,5 Gew.% bevorzugt werden. Im Hinblick auf toxische Auswirkungen grosser Chloroformmengen ist in einigen Ländern der Höchstgehalt an Chloroform bei Zahnpasten aus Sicherheitsgründen auf einen Grenzwert festgelegt, um eine An-nährung an den toxischen Schwellenwert zu vermeiden. Unabhängig von den festgelegten Höchstwerten von Chloroform macht sich die Wirkung stabilisierender Phosphatester auch dann bemerkbar, wenn das Chloroform in nichttoxischen Mengen von z.B. 8%, 5%, 3,5%, 0,5 oder gar 0,2 Gew.% vorhanden ist.
Die anionischen Phosphatester sind Mischungen von Monoestern und Diestern der oben angegebenen Formel. Geeignete Ester sind als sogenannte BEROL-Ester bekannt und werden von der MoDo Kemi Aktiebolaget vertrieben; sie können auch einen anionischen Triesterrest und auch nichtionische Teile enthalten. Das Produkt BEROL 729 hat Alkylkettenlängen von 16 bis 18 Kohlenstoffatomen und enthält Reihen von 4 Ethylenoxideinheiten; es wird im allgemeinen in neutralisierter oder teilweise neutralisierter Form eingesetzt.
Weitere anionische Phosphatester, die in saurer oder neutralisierter Form eingesetzt werden können, sind BEROL 525, welches Alkylgruppen mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen enthält und Reihen von 5 Ethylenoxideinheiten enthält, sowie BEROL 513, welches ebenfalls Cie-C18 Alkylreste enthält. Auch das BEROL 525 wird in neutralisierter oder teilweise neutralisierter Form bevorzugt. Ferner gibt es anionische Phosphatester wie BEROL 521, BEROL 724 und BEROL 733. Das Gewichtsverhältnis von Monoester zu Diester kann schwanken, liegt jedoch im allgemeinen in einem Bereich von 1: 10 bis 10 : 1. Wenn die sauren Formen der anionischen Phosphatester-Tenside neutralisiert oder teilweise neutralisiert sind, sind Alkali-, vorzugsweise Natrium- oder Ammoniumkationen vorhanden.
Der Aufschlämmungs-pH-Wert der fertigen Zahnpasta liegt in einem Bereich von 6,5 bis 8 vorzugsweise von 6,5 bis 7,5. Wenn erforderlich, kann der pH-Wert z. B. mit Phosphorsäure eingestellt werden.
Als anionischer Phosphatester wird BEROL 513 bevorzugt.
Falls der anionische Phosphatester vorhanden ist, wird er in Mengen bis zu 5 Gew.% eingesetzt, um die Zahnpasta in unbeschichteten Aluminiumtuben zu stabilisieren. Dieser kann in so kleinen Mengen wie 0,05 Gew.% vorhanden sein; die Menge hängt mindestens teilsweise von den vorhandenen Mengen an Chloroform und Kieselsäure-Poliermittel ab. Bei etwa 3,5% Chloroform werden vorzugsweise etwa 1,5 Gew.% des anionischen Phosphatesters eingesetzt. Bei der Zahnpasta liegt der Estergehalt gewöhnlich in einem Bereich von 0,1 bis 2 und vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gew.%.
Abgesehen davon, dass die anionischen Phosphatester die Zahnpasta stabilisieren, ergeben sie auch oberflächenaktive Eigenschaften; letztere sind beispielsweise in den GB-PS'en 1 475 251 und 1 475 252 beschrieben.
Die erfindungsgemässen Zahnpasten enthalten hohe Anteile an einer flüssigen Trägersubstanz, die bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta mindestens 27,5 Gew.% Wasser sein kann. Die flüssige Trägersubstanz kann zusätzlich oder alternativ noch Feuchthaltemittel wie Glycerin enthalten,
kann aber im Gegensatz zu üblichen Zahnpasten mit einem hohen Anteil an flüssiger Trägersubstanz auf Feuchthaltemittel wie Sorbitollösung oder Propylenglykol verzichten. Eine Mischung aus Wasser und Glycerin wird besonders bevorzugt.
Die festen Anteile der Trägersubstanz der Zahnpasta sind Geliermittel oder Bindemittel wie Hydroxyethylcellulo-se oder Hydroxypropylcellulose, Irish Moos, Gumtraga-canth, Natriumcarboxymethylcellulose, Polyvinylpyrroli-don, Xanthan, Stärke oder wasserlösliche hydrophile kolloidale Carboxyvinylpolymere wie die unter der Bezeichnung CARBOPOL 934 und 940 bezeichneten Produkte.
Die Zahnpasten können noch organische Tenside enthalten, die durch die anionischen stabilisierenden Phosphatester ersetzt werden können, sofern diese vorhanden sind oder zusätzlich in der Zahnpasta verbleiben. Derartige weitere Tenside können anionische, nichtionische, kationische oder am-pholytische Tenside sein, wobei solche Tenside bevorzugt werden, die reinigend wirken und die Schaumbildung fördern. Geeignete Tenside sind u.a. wasserlösliche Salze höherer Fettsäuremonoglyceridmonosulfate mit mindestens 12 C-Atomen, wie beispielsweise das Natriumsalz des monosulfa-tierten Monoglycerids hydrierter Kokusölfettsäure, höhere Alkylsulfate wie Natriumlaurylsulfat, Alkylarylsulfonate wie Natriumdodecylbenzolsulfonat, Olefinsulfonate wie Natri-umolefinsulfonat mit Olefinresten von 12 bis 21 C-Atomen, höhere Alkylsulfoacetate, höhere Fettsäureester von 1,2-Di-
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
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hydroxypropansulfonaten sowie im wesentlichen gesättigte höhere aliphatische Acylamide von niederen aliphatischen Aminocarbonsäureverbindungen mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen im aliphatischen Rest wie Verbindungen mit 12 bis 16 Kohlenstoffatomen in der Fettsäure-Alkyl- oder Acyl-gruppe. Beispiele dieser Amide sind N-Laurylsarcosin sowie die Dinatrium-, Kalium- und Ethanolaminsalze von N-Lauryl, N-Myristoyl oder N-Palmitoylsarcosin, die im wesentlichen frei von Seife oder ähnlichen höheren Fettsäureprodukten sein sollen, die die Wirkung dieser Verbindungen im wesentlichen einschränken. Die Verwendung der Sarco-sinverbindungen in Zahnpasten ist besonders vorteilhaft, da diese Komponenten eine längere und deutliche Wirkung im Hinblick auf die Verhinderung einer Säurebildung im oralen Bereich durch Abbau der Kohlehydrate zeigen und die Löslichkeit des Zahnschmelzes in sauren Lösungen verringern.
Andere besonders geeignete Tenside sind u.a. nichtionische Tenside wie Kondensationsprodukte von Sorbitanmo-nostearat mit etwa 60 Molen Ethylenoxid, Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit Propylenglykol wie beispielsweise die PLURONICS und amphotere Tenside wie quater-nisierte Imidazolderivate wie MIRANOL oder MIRANOL C2M.
Katiomsche und oberflächenaktive germicide und bacte-rizide Verbindungen wie Diisobutylphenoxyethoxyethyldi-methylbenzylammoniumchlorid, tertiäre Amine mit einem C12-C18 Fettalkylrest und 2 Polyoxyethylenrestenam Stickstoffatom mit in der Regel 20 bis 50 Ethanoxyresten je Molekül und deren Salze mit Säuren und Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel
(ÇK2cK20)zK /(CK2CH20)XK H-K-CHrCHrCK2Kx
(CH-CH-O) H 2 2 y in der R ein Fettalkylrest mit gewöhnlich 12 bis 18 C-Atomen und x, y und z insgesamt 3 oder höher sind sowie deren Salze von Mineralsäuren oder organischen Säuren, die ebenfalls verwendet werden können.
Die Gesamtmenge an oberflächenaktiven Komponenten einschliesslich der gegebenenfalls vorhandenen anionischen Phosphatester liegt im allgemeinen nicht über 5 Gew.%.
Gegebenenfalls kann die erfindungsgemässe Zahnpasta zusätzlich zu der Monofluorphosphationen liefernden Verbindung auch noch eine Fluorid liefernde Verbindung enthalten. Diese Verbindungen können entweder gering oder vollständig wasserlöslich sein. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Fluoridionen in Wasser abgeben und sich im wesentlichen nicht mit den anderen Verbindungen der Zahnpasta umsetzen. Hierzu gehören organische Aminfluoride wie Ce-tylaminhydrofluorid und Bis-Hydroxyethylaminopropyl-N-hydroxy-ethyloctadecyl-amindihydrofluorid oder anorganische Fluoride, wie Alkali-, Erdalkali und Schwermetallfluoride wie beispielsweise Natriumfluorid, Kaliumfluorid, Am-moniumfluorid, Kupferfluoride wie Kupfer-II-fluorid, Zink-fluorid, Zinnfluoride wie Zinn-IV-fluorid oder Zinn-IV-chlorfluoride, Natriumfluorsilikat, Ammoniumfluorsilikat, Natriumfluorzirkonat, Aluminiummono- und -difluor-phosphate und fluorierte Natriumcalciumpyrrophosphate. Bevorzugt werden Alkalifluoride und Zinnfluoride. Besonders geeignet ist eine Mischung aus Natriumfluorid und Natriummonofluorphosphat. Die Menge der Fluor liefernden Komponente hängt in gewissem Masse von der eingesetzten Verbindung, ihrer Löslichkeit und der Art der Zahnpasta ab, jedoch soll die Menge nicht an den toxischen Bereich heranreichen. Die Verbindung soll in einer solchen Menge vorliegen, dass sie höchstens 1 Gew.% Fluoridionen bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta freisetzt. Jede geeignete kleinere Menge einer derartigen Verbindung kann benutzt werden, s jedoch wird die Verbindung vorzugsweise in solcher Menge eingesetzt, dass sie 0,005 bis 1 und vorzugsweise 0,1 Gew.% Fluoridionen liefert. Bei Alkalifluoriden und Zinnfluoriden liegt diese Komponente im allgemeinen in einer Menge bis zu 2 Gew.% bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta und io vorzugsweise in einer Menge von 0,05 bis 1 Gew.% vor. Ferner können bacterizide Komponenten gewöhnlich in einer Menge von 0,01 bis 5 Gew.% vorhanden sein; typische Bacterizide sind:
N1-(4-Chlorobenzyl)-Ns-(2,4-dichlorbenzyl)biguanid; 15 p-Chlorophenylbiguanid;
4-Chlorobenzhydrylbiguanid; 4-Chlorobenzhydrylguanylharnstoff; N-3-Lauroxypropyl-N5-p-chlorbenzylbiguanid; 1,6-Di-p-chlorophenylbiguanidohexan (Chlorhexidin); 20 1,6-Bis(2-ethylhexylbiguanido)hexan;
l-(Lauryldimethylammonium)-8-(p-chlorobenzyldimethyl-
ammonium)octandichlorid; 5,6-Dichloro-2-guanidinobenzimidazol; N1-p-Chlorophenyl-N5-laurylbiguanid; 25 5-Amino-l,3-bis-(2-ethylhexyl)-5-methylhexahydropyrimi-din;
oder deren nichttoxische Salze.
Die erfindungsgemässen Zahnpasten können noch weitere übliche Zusatzstoffe enthalten wie Färbungsmittel oder 30 Weissungsmittel, Konservierungsmittel, Silicone, Chlorophyllverbindungen und Ammoniumverbindungen wie Harnstoff, Diammoniumphosphat oder deren Mischungen. Diese weiteren Zusatzstoffe sollen in Mengen vorhanden sein, die die gewünschten Eigenschaften der Zahnpasta nicht nach-35 teilig beeinflussen. Als Weissungsmittel können Titandioxid oder Zinkoxid vorzugsweise in Mengen von 0,2 bis 1 Gew.% vorhanden sein und ergeben eine kosmetisch besonders gute Zahnpasta.
Die erfindungsgemässen Zahnpasten können ferner Aro-40 mastoffe und Süssungsmittel zusätzlich zu dem gegebenenfalls vorhandenen Chloroform enthalten, wie beispielsweise aromatische Öle wie Spearmintöl, Pfefferminzöl, Winter-grünöl, Sassafrasöl, Kleeöl, Salbei, Eukalyptusöl, Majoran-öl, Zimtöl, Limonen- und Orangenöl und Methylsalicylat. 45 Geeignete Süssungsmittel sind u.a. Sucrose, Lactose, Maltose, Sorbitol, Natriumcyclamat, Perillartin und Saccharin. Die Aroma- und Süssungsmittel können zusammen 0,01 bis 5 Gew.% oder mehr der Zahnpasta ausmachen.
Die Zahnpasta wird gewöhnlich dadurch hergestellt, dass so man das Poliermittel und im Falle des Vorhandenseins von Chloroform den Phosphatester in der Trägersubstanz und den anderen Komponenten mit Ausnahme des Chloroforms dispergiert und dann die Mischung entlüftet, wonach Chloroform in einm geschlossenen Vakuumsystem zugegeben 55 werden kann. Anschliessend wird die Zahnpasta in Aluminiumtuben abgefüllt.
Aufgrund der Stabilität der Produkte gegenüber Aluminium ist es nicht erforderlich, die Innenfläche der Aluminiumtuben zu beschichten, so dass man unbeschichtete Alu-6o miniumtuben verwenden kann.
Dennoch ist es für die Stabilität der erfindungsgemässen Zahnpasta nach wie vor von Vorteil, wenn diese in beschichtete Tuben abgefüllt werden, da in diesen Fällen eine Gasbildung der Tuben auch dann vermieden wird, wenn die 65 Beschichtung unzulänglich ist oder bei Gebrauch beschädigt worden ist und einen unbeschichteten Bereich der Aluminiumtube blosslegt. Die erfindungsgemässen Zahnpasten gestatten auch das Vorhandensein von Chloroform, das selbst
5
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beschichtete Aluminiumtuben angreift, deren Beschichtung von dem Chloroform durchdrungen oder zerstört wird.
Im folgenden soll die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert werden, wobei alle Mengenangaben, sofern nicht anders angegeben, sich auf das Gewicht beziehen.
Beispiel 1 bis 20 Es wurden Zahnpasten mit der in den Tabellen 1 A, 1B und IC angegebenen Zusammensetzungen auf übliche Weise hergestellt, indem man die einzelnen Bestandteile miteinander vermischte und sie mit dem Wasser 15 Minuten bei einer Temperatur von 45 bis 50 °C gelieren Hess, wonach die gelierte Mischung zur angemessenen Dispergierung der pulvrigen Komponente gemischt wurde. In den Tabellen sind die Zusammensetzungen und die ursprünglichen Eigenschaften der Zahnpasten angegeben.
Die Bestimmung des pH-Wertes von Feststoffen in Auf-schlämmungen kann von der Art und Weise abhängen, wie die Aufschlämmung hergestellt ist, so dass es zweckmässig ist, die Methode zur Bestimmung der Aufschlämmungs-pH-Werte anzugeben.
Die pH-Werte wurden sowohl für die Natriumaluminiumsilikate (SAS) und die Zahnpastaformulierungen mit einem pH-Meter-Messgerät (KENT Modell Nr. 7060) mit einer ORION-Kombinationselektrode bestimmt, die bei einem pH-Wert von 9,2 + 0,1 bis 20 °C mit einem Boratpuffer der British Drug Houses und bei einem pH-Wert von 7,0 + 0,1 bis 20 °C mit einem BDH Phosphatpuffer einge-5 stellt war.
Eine 20%ige wässrige Aufschlämmung des zu untersuchenden Materials in destilliertem Wasser wurde 10 Minuten mit einem Magnetrührer vor der Bestimmung des pH-Wertes bei 20 °C hergestellt. Der auf diese Weise gemessene io pH-Wert wird als Aufschlämmungs-pH-Wert bezeichnet.
Bei den in den folgenden Tabellen verwendeten Komponenten war die Natriumcarboxylcarboxymethylcellulose von einem Reinheitsgrad 7 MF. Der angegebene Wert an Prozent löslichem Fluorid ist der Durchschnittswert von zwei 15 Ablesungen x 102, d.h. eine Zahl von 10 in der Tabelle I entspricht einem durchschnittlichen Fluoridgehalt von 0,10.
Der pH-Wert der Zahnpasten wurde unmittelbar nach Herstellung dieser bestimmt.
20 Als Natriumaluminiumsilikat wurde in allen Fällen ein SAS mit einem pH-Wert von 6,7 verwendet, das unter der Bezeichnung Zeolex 25 SP im Handel ist. Im übrigen wurden diese Zahnpasten auf übliche Weise in unbeschichtete Aluminiumtuben abgefüllt.
Tabelle 1A
Komponente
Beispiele 1 Gewichts-Teile
2
3
4
5
6
7
Glycerin
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
Natriumcarboxymethyl-Cellulose
1,00
1,00
1,00
1,00
1,00
1,00
1,00
Titandioxid
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
Saccharinsäure
-
Natriumsaccharin
0.18
. 0,18
0,18
0.18
0.18
0,18
0,18
Natriummonofluorphosphat
0,76
0,76
0,76
0,76
-
-
-
Natriumfluorid
-
-
0,10
0,22
0,33
% lösliches Fluorid
-
10,4
12,6
5,25
-
Wasser
44,16
46,16
42,16
42,16
-42,7
42,59
42,92
Natriumaluminiumsilikat (SAS)
22,00
22,00
24,00
24,00
24,00
24,00
24,00
Calcinierte Tonerde
-
-
Natriumlaurylsulfat
1,50
1.50
1.50
1,50
1.50
1,50
1,50
Wasser
4,00
4,00
4,00
4,00
4,00
4,00
4,00
Berol 513 Phosphatester (Na-Salz)
-
-
-
-
-
-
-
Phosphorsäure (80-90%)
-
-
-
-
-
-
-
Aroma
1,00
1,00
1,00
1,00
1,00
1,00
1,00
Chloroform
-
-
-
pH der Zahnpasta
7,0
7.0
7,0
7,6
7,6
7,1
6.8
Tabelle 1B
Komponente
Beispiele
Gewichts-
Teile
8
9
10
II
12
13
Glycerin
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
Natriumcarboxymethyl-Cellulose
1,05
1,10
1,10
1,10
1,10
1,10
Titandioxid
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
Saccharinsäure
-
0,12
Natriumsaccharin
0.18
0,18
0,18
0.18
0,18
Natriummonofluorphosphat
0,76
0,76
0,76
0,76
0,76
0.76
Natriumfluorid
%lösliches Fluorid
10,4
9,95
9,95
Wasser
42,74
35,69
38,19
40,69
39,11
36.6
Natriumaluminiumsilikat (SAS)
17,00
20,00
17,50
15,00
17,00
17,00
Calcinierte Tonerde
10,00
10,00
10,00
10,00
10,00
10,00
Natriumlaurylsulfat
1,77
1,77
1,77
1,77
1,55
1,77
650 671
(Fortsetzung) Tabelle 1B
Komponente
Beispiele 8
Gewichts-
Teile
10
11
12
13
Wasser
Berol 513 Phosphatester (Na-Salz)
Phosphorsäure (80-90%)
Aroma
Chloroform pH der Zahnpasta
4,00
1,10 1,10 6,8
4,00
1,10 7,2
4,00
1,10 7,3
4,00
0,90 7,5
4,00 1,50
1.3 0,50
6.4
Tabelle IC
Komponente
Beispiele
Gewichts-
Teile
14
15
16
17
18
19
Glycerin
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
25,00
Natriumcarboxymethyl-Cellulose
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
Titandioxid
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
0,40
Saccharinsäure
0,12
0,12
0,12
0,12
0,12
0,12
Natriumsaccharin
-
Natriummonofluorphosphat
0.76
0,76
0,76
0,76
0,76
0.76
Natriumfluorid
-
-
-
%lösliches Fluorid
Wasser
36,1
38,1
36,9
36,4
38,4
35,1
Natriumaluminiumsilikat (SAS)
17,00
17,00
17,00
17,0
17,0
17,0
Calcinierte Tonerde
10,00
10,00
10,00
10,00
10,00
10,00
Natriumlaurylsulfat
1,77
1,77
1,77
1,77
1,77
1,77
Wasser
4,00
4,00
4,00
4,00
4,00
4,00
Berol 513 Phosphatester (Na-Salz)
1,50
-
1,50
1,50
-
-
Phosphorsäure (80-90%)
0,50
-
-
0,50
0,50
-
Aroma
1,3
1,3
1,3
1,3
1,3
1,3
Chloroform
0,50
0,50
0,20
0,20
0,20
3,5
pH der Zahnpasta
5,5
6,7
6,3
5,5
6,6
7,4
Zahnpasten der Zusammensetzungen gemäss Beispiel 1-4, 8-14,16 und 17 zeigen gute Alterungseigenschaften in unbeschichteten Aluminiumtuben nach einer drei Monate dauernden Aufbewahrung bei einer Temperatur von 43 °C. Die Zusammensetzung gemäss Beispiel 11 mit nur 15 Gew.-Teilen SAS zeigte eine Trennung und ein geringes Anlaufen des Tubenmaterials.
Die Zusammensetzungen gemäss Beispiel 5-7,15,18 und 19 ergaben nach drei Monaten bei einer Temperatur von 43 °C eine Gasbildung.
Das verwendete SAS-Produkt Zeolex 25 SP hat nach Herstelllerangaben die folgenden Eigenschaften:
Formel:
1 NazO • 1 A1203 • 14 Si02 • nHzO.
Beschaffenheit:
Feines Pulver ohne harte Anteile.
Teilchengrösse:
99,5% des Materials geht durch einen 325 Maschensieb (U.S. Standard) mit Maschenöffnung von 44 um hindurch.
40 Feuchtigkeitsverlust:
Etwa 7% nach Erwärmen auf 105 °C.
Brennverlust:
nicht mehr als 15% bei 1000 °C.
Schüttdichte:
45 0,3 bis 0,4 g/ml.
Gesamtaluminiumgehalt als AI: 4 bis 5%
Gesamtkieselsäure als SiOz: 70 bis 75%
Sulphat als S042-: nicht mehr als 1,5%
so Chlorid als Cl~: nicht mehr als 0,05%
Schwermetalle berechnet als Pb: nicht mehr als 20 ppm
Blei berechnet als Pb: nicht mehr als 5 ppm
Arsen berechnet als As: nicht mehr als 5 ppm
55 Das Material hat einen Aufschlämmungs-pH-Wert von 6,7.
Anstelle des anionischen Phosphatesters BEROL 513 können mit ähnlichen Ergebnissen auch andere anionische Phosphatester des BEROL-Typs verwendet werden.
60
65

Claims (10)

650 671
1. Stabile und insbesondere gegenüber unbeschichteten Aluminiumflächen beständige Zahnpasta mit einer dentalverträglichen Trägersubstanz gekennzeichnet durch einen auf die Zahnpasta bezogenen Gehalt von mindestens 27,5 Gew.% Wasser und 10 bis 40 Gew.% eines in der Trägersubstanz dispergierten neutralen Kieselsäure-Poliermittels mit einem Aufschlämmungs-pH-Wert im Bereich von 6,5 bis 7,5 und einer stabilisierenden Menge eines Monofluorphos-phations, wobei die Zahnpasta einen Aufschlämmungs- pH-Wert in einem Bereich von 5,5 bis 8 aufweist.
2. Zahnpasta nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta eine nichttoxische Menge von mindestens 0,2 Gew.% Chloroform und 0,05 bis 5 Gew.% eines stabilisierenden anionischen Phosphatestergemisches aus einem Monoester der folgenden allgemeinen Formel
11. Zahnpasta nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Zahnpasta mit Phosphorsäu-re eingestellt ist.
12. In einer unbeschichteten Aluminiumtube abgepackte Zahnpasta, die in Kontakt mit der Aluminiumoberfläche eine Zahnpasta gemäss Anspruch 1 bis 11 enthält.
O
R<OC2H4>n°f
OK
OK
und einem Diester der folgenden allgemeinen Formel
R(OC_K. ) O 2 4 n
O
•P-
0(C0H,0)R 2 4 n
OM
enthält, in denen R ein Alkylrest mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen und M Wasserstoff, ein Alkali- oder Ammoniumrest bedeuten und n einen Wert von 1 bis 6 hat.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Zahnpasta nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Chloroform bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta in einer Menge von 0,5 bis 3,5 und vorzugsweise von etwa 0,5 Gew.% vorhanden ist.
4. Zahnpasta nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rest R in dem anionischen Phosphatestergemisch ein Alkylrest mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen ist, und dass das Gewichtsverhältnis von Monoester zu Diester in einem Bereich von 1: 10 bis 10: 1 liegt.
5. Zahnpasta nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnpasta mindestens 30 vorzugsweise 35 bis 60 und insbesondere 40 bis 55 Gew.% Wasser enthält.
6. Zahnpasta nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kieselsäurepoliermittel ein Alkalialumino-silikat ist.
7. Zahnpasta nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kieselsäure-Poliermittel bezogen auf das Gewicht der Zahnpasta in einer Menge von 10 bis 30 und vorzugsweise 15 bis 25 Gew.% vorliegt.
8. Zahnpasta nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufschlämmungs-pH-Wert des Kieselsäure-Poliermittels in einem Bereich von 6,7 bis 7,3 liegt.
9. Zahnpasta nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens 0,01 Gew.%, vorzugsweise 0,05 Gew.% und insbesondere 0,09 Gew.% Monofluorphosphat-ion enthält.
10. Zahnpasta nach Anspruch 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass sie 35 bis 50 Gew.% Wasser, bis zu 30 Gew.% Glycerin, 15 bis 25 Gew.% eines Alkalialuminosilikat-Poliermittels mit einem Aufschlämmungs-pH-Wert von 6,5 bis 7,5, mindestens 0,5 Gew.% Alkalifluormonophosphat, 0 bis 15 Gew.% calciniertes Aluminiumoxid und nicht mehr als 5 Gew.% Tenside enthält und einen Aufschlämmungs-pH-Wert im Bereich von 5,5 bis 8 aufweist.
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