CH650885A5 - Drahtfunk-anlage mit programmwahl durch teilnehmerbetaetigte schalter. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drahtfunkanlage mit einer Zentrale, in der eine Vielzahl von Fernsehsignalen zur Verfügung gestellt wird, mit einer Anzahl von Vermittlungen, die an die Zentrale über mehrere Hauptkabel angeschlossen sind, 5 über welche die Fernsehsignale übertragen werden, und mit einer Vielzahl von Teilnehmergeräten, die jeweils an eine der Vermittlungen angeschlossen sind und von denen jedes eine Einrichtung zum Betätigen eines entsprechenden, in der Vermittlung angeordneten Wählers zum Auswählen eines der io dort verfügbaren Fernsehsignale zur Übertragung zum Teilnehmergerät besitzt.
Aus der GB-PS 1 272 594 ist ein Drahtfunksystem bekannt, bei dem in einer Vermittlung zur Verfügung gestellte Signale den Teilnehmern als HF-Signale (7,9 MHz) auf ver-15 drillten Leiterpaaren zur Verfügung gestellt werden. Jedes Teilnehmergerät ist mit einem Impulserzeuger versehen, der es dem Teilnehmer ermöglicht, in der Vermittlung angeordnete, elektro-mechanische Schalter fernzusteuern. Die Schalter sind dazu eingerichtet, die den einzelnen Teilnehmern 20 zugeordneten Leiter in der Vermittlung an Sammelleitungen anzuschliessen, auf denen die HF-Signale vorliegen. Ein solches System macht es möglich, eine sehr grosse Anzahl von Programmen hoher Qualität zu liefern, jedoch ist es erforderlich, jedes Teilnehmergerät mit der Vermittlung über ein eige-25 nes Kabel zu verbinden. In kleinen Gebieten mit hoher Teilnehmerdichte wird nur eine Vermittlung benötigt. Bei der Anwendung eines solchen Systems in sehr grossen Gebieten oder in Gebieten mit geringer Teilnehmerdichte ist es erforderlich, eine Anzahl von Vermittlungen vorzusehen, von 30 denen jede einen lokalen Bereich bedient, um übermässige Kosten für die Kabel zwischen den Teilnehmern und der Vermittlung zu vermeiden. Die Signalverteilung erfolgt dann von einer Zentrale oder Kopfstation zu den einzelnen Vermittlungen über Hauptkabel. Da alle Signale HF-Signale sind, muss 35 für jedes ein eigenes Hauptkabel vorgesehen sein, und dies bedeutet, dass beispielsweise in einem System mit 30 Kanälen auch 30 Hauptkabel benötigt werden. Insbesondere in ausgedehnten Systemen werden die Kosten für die Hauptkabel und deren Installation ausserordentlich hoch.
40 Die hohen Kabelkosten, die grossräumige Systeme erfordern, wie sie in der GB-PS 1 272 594 beschrieben sind, können in der aus der US-PS 4 064 460 bekannten Weise vermindert werden, indem ein einziges koaxiales Hauptkabel verwendet wird, auf dem die einzelnen Programmsignale im Fre-45 quenzmultiplex übertragen werden. Die Programmwahl kann dann durch eine Frequenzumsetzung der gewünschten Programmsignale auf die Frequenz erfolgen, auf welche das Teilnehmergerät fest abgestimmt ist. Die Frequenzumsetzung kann durch Einrichtungen erfolgen, die sich in einer Vermitt-50 lung befinden und von den einzelnen Teilnehmern steuerbar sind, welche an die Vermittlung angeschlossen sind. In der Praxis ist es jedoch schwierig, weil Störungen durch Interferenzen auftreten, sofern nicht die Anzahl der vorhandenen Programmkanäle sehr gering ist.
55 In den beiden vorstehend beschriebenen Systemen muss jeder Teilnehmer in der Lage sein, eine zugeordnete Schaltergruppe zu betätigen, in der die Anzahl der Schalter gleich der Anzahl der Kanäle ist, die das System zur Verfügung stellt. In Systemen mit hoher Kanalkapazität können die Kosten für 60 die Lieferung und Installation einer grossen Anzahl von Schaltern eine Grenze setzen.
Demgemäss liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Drahtfunkanlage der eingangs beschriebenen Art, in dem die Programmwahl durch teilnehmer-betätigte Schalter 65 stattfindet, so auszubilden, dass bei hoher Kanalkapazität ein Empfang hoher Qualität ohne übermässige Kosten möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass jedes Hauptkabel mehrere durch Frequenzmultiplex
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voneinander getrennte Fernsehsignale führt und jeder Wähler eine erste Einrichtung zur Auswahl der Signale auf einem der Hauptkabel und eine zweite Einrichtung zur Auswahl eines der Signale auf dem ausgewählten Hauptkabel zur Übertragung zum Teilnehmergerät umfasst.
Die erste Auswahleinrichtung wird vorzugsweise von einer ersten Gruppe Festkörperschaltern gebildet, die zwischen jedem Hauptkabel und einem gemeinsamen Ausgang angeordnet ist, an den die zweite Auswahleinrichtung angeschlossen ist. Die zweite Auswahleinrichtung umfasst vorzugsweise einen Mischer, dem das Ausgangssignal der ersten Ausvvahleinrichtung und das Ausgangssignal einer zweiten Gruppe von Festkörperschaltern zugeführt wird, deren einzelne Schalter mit den Ausgängen von Lokaloszillatoren verbunden sind. Die Frequenzen der von den Lokaloszillatoren gelieferten Signale sind so gewählt, dass beim Mischen eines solchen Signals mit einem der auf den Hauptkabeln vorliegenden Fernsehsignale ein Ausgangssignal mit einer Frequenz entsteht, auf die das Teilnehmergerät fest abgestimmt ist. Demgemäss bewirkt die erste Auswahleinrichtung die Auswahl einer Signalgruppe, die sich auf einem bestimmten Hauptkabel befindet, während die zweite Auswahleinrichtung die Frequenz eines Signales der ausgewählten Gruppe auf die Frequenz umsetzt, auf die das Teilnehmergerät anspricht.
Damit alle auf einem Hauptkabel vorliegenden Signale gleichzeitig dem Mischer zugeführt werden können, stehen die Frequenzen der auf jedem Hauptkabel vorliegenden Fern-sehsignale vorzugsweise in einer solchen Beziehung zueinander, dass die Erzeugung von Störsignalen zweiter oder dritter Ordnung vermieden ist.
Der Mischer kann vorteilhaft von einem Feldeffekttransistor gebildet werden.
Die Betätigungseinrichtung des Teilnehmergerätes wird vorzugsweise von einem Nummernschalter gebildet, der bei seiner Betätigung der Vermittlung eine Impulsfolge zusendet, in welcher die Anzahl der Impulse mit der vom Teilnehmer gewählten Ziffer übereinstimmt. Der Teilnehmer muss dann zur Auswahl eines Fernsehsignales zwei Impulsfolgen erzeugen, von denen die erste die Auswahl der Gruppe und die zweite die Auswahl eines Fernsehsignals aus der gewählten Gruppe bewirkt. Die Impulse können von ersten und zweiten Zählern gezählt werden, die von einer gemeinsamen bistabilen Kippstufe derart abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden, dass die Impulse der ersten Impulsfolge von dem erster' Zähler gezählt werden, ein Zwischenimpuls den Zustand der Kippstufe ändert und dann die Impulse der zweiten Impulsfolge von dem zweiten Zähler gezählt werden. Der erste Zähler steuert die erste Gruppe und der zweite Zähler steuert die zweite Gruppe der Festkörperschalter.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird anschliessend als Beispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 das Blockschaltbild von Teilen einer Drahtfunkanlage mit 30 Kanälen,
Fig. 2 das Schaltbild des in einer der Vermittlungen der Drahtfunkanlage nach Fig. 1 angeordneten Wählers,
Fig. 3 ein Schaltbild das die Anordnung der Lokaloszillatoren in einer der Vermittlungen der Anlage nach Fig. 1 veranschaulicht,
Fig. 4 das Schaltbild der Schalter, welche die Ausgangssignale der Lokaloszillatoren nach Fig. 3 steuern,
Fig. 5 ein Schaltbild der in der Vermittlung vorhandenen Schaltungsanordnungen, welche auf die Wähl- und Rückstellimpulse ansprechen, die von einem Teilriehmergerät ausgehen, und
Fig. 6 das Schaltbild einer Schaltungsanordnung zur Programmverweigerung.
Fig. I veranschaulicht den grundsätzlichen Aufbau einer Drahtfunkanlage mit 30 Kanälen, die nach dem NTSC-System mit 525 Zeilen arbeitet. Alle Programmsignale, die über die Anlage zu verteilen sind, werden von Signalquellen 1 erzeugt, die in einer Zentrale oder Kopfstation enthalten sind. Die Programmsignale können beispielsweise örtlich erzeugt oder von Aufzeichnungen sowie von drahtlos übertragenen Signalen abgeleitet werden. Jedes Programmsignal wird über eines von 30 Kabeln 2 einer Misch- und Kombiniereinheit 3 zugeführt. Die Signale der ersten fünf Kanäle werden mit jeweils einem von fünf Signalen fester Frequenz vermischt, die von Lokaloszillatoren 4 geliefert werden, und es werden die resultierenden Signale kombiniert und einem Kabel 5 zugeführt. Die übrigen 25 Signale werden in fünf Gruppen von je fünf Signalen unterteilt, mit den von den Lokaloszillatoren 4 gelieferten Signalen gemischt, kombiniert und in der gleichen Weise auf die Kabel 6 bis 10 gegeben wie die ersten fünf Kanäle. Demnach erscheinen die Kanäle 1 bis 5 auf dem Kabel 5, die Kanäle 6 bis 10 auf dem Kabel 6, die Kanäle 11 bis 15 auf dem Kabel 7, die Kanäle 16 bis 20 auf dem Kabel 8, die Kanäle 21 bis 25 auf dem Kabel 9 und die Kanäle 26 bis 30 auf dem Kabel 10.
Die fünf Programmsignale, die von jedem der Kabel 5 bis 10 übertragen werden, haben solche Frequenzen, dass keine Störsignale zweiter oder dritter Ordnung erzeugt werden. So können die fünf Signale fünf Frequenzkanälen zugeordnet werden, in denen das Luminanzsignal jeweils eine der Frequenzen 69,2, 75,2, 93,2, 123,2 und 135,2 MHz besitzt.
Die sechs Kabel 5 bis 10 sind zu einem Kabelstrang verbunden, welches die Zentrale mit einer Vielzahl identischer Vermittlungen 11 verbindet, von denen nur eine im einzelnen beschrieben wird. Jede Vermittlung 11 liefert Signale zu einer entsprechenden Gruppe von Teilnehmergeräten 12. Es können beispielsweise mehrere hundert Teilnehmergeräte 12 an jede Vermittlung angeschlossen sein.
Die Vermittlung enthält eine Anzahl Gruppenwähler 13, die von den entsprechenden Teilnehmergeräten betätigbar sind, um die Gruppe von Kanälen auszuwählen, die auf einem beliebigen der Kabel 5 bis 10 erscheinen. Weiterhin enthält die Vermittlung 11 eine Anzahl Kanalwähler 14. die von den einzelnen Teilnehmergeräten 12 betätigbar sind, um einen einzelnen Kanal aus der Kanalgruppe auszuwählen, die mittels des zugeordneten Gruppenwählers 13 ausgewählt worden ist. Jedes Teilnehmergerät 12 ist mit einem Nummernschalter 15 versehen, bei dessen Betätigung der Vermittlung Wählimpulse zugeführt werden, um die Wähler zu betätigen, und mit einem Rückstellschalter 16, durch dessen Betätigung eine Programmwahl gelöscht werden kann.
Die Oszillatoren und die Schaltungsanordnungen der Misch- und Kombiniereinheit der Zentrale arbeiten in einer Weise, die dem Fachmann auf dem Gebiet der Drahtfunkanlage bekannt ist, so dass eine nähere Beschreibung dieser Schaltungsanordnung nicht für notwendig erachtet wird.
Einzelheiten der die Programmwahl durch den Teilnehmer ermöglichenden Schaltungsanordnung werden anschliessend anhand Fig. 2 erläutert. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, werden die sechs Gruppen der Programmsignale auf den Kabeln 5 bis 10 den entsprechenden Eingängen eines Sechs-Wege-Schalters 17 über abgeschirmte Dioden 18 zugeführt. Die Dioden 18 und Widerstände 19 verbessern die Trennung des Schalters 17 bei höheren Frequenzen. Der Schalter 17 umfasst sechs Festkörperschalter, die geschlossen werden können, um einen der sechs Eingänge mit dem Ausgang 20 zu verbinden. Die Schalter können von der Art sein, wie es in der DE-OS-27 48 672 beschrieben ist. Sie werden durch Eingangssignale 21 gesteuert, die von einem Gruppenwählzähler empfangen werden, der von dem Teilnehmer in der unten beschriebenen Weise gesteuert wird.
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Die mittels der Gruppenwählschalter 17 ausgewählte Signalgruppe wird einem Mischer zugeführt, der von einem Feldeffekttransistor (FET) 22 gebildet wird. Der Mischer enthält auch das Ausgangssignal eines (nicht dargestellten) Lokaloszillators an einer Klemme 23. Wie es später im einzelnen noch beschrieben wird, ist die Frequenz des an der Klemme 23 zugeführten Signales derart, dass eines der dem Mischer 22 zugeführten Signale auf eine spezielle Frequenz umgesetzt wird, beispielsweise auf 7,9 MHz, aufweiche das Teilnehmergerät permanent abgestimmt ist. Demgemäss kann durch Betätigen der Schalter 17 zur Auswahl einer Gruppe von fünf Kanälen aus dreissig und dann Einstellen der Frequenz des Lokaloszillators, die dem Mischer 22 zugeführt wird, zur Auswahl eines der fünf Kanäle, der Teilnehmer effektiv jeden beliebigen der dreissig Kanäle auswählen, die das System zur Verfügung stellt.
Das Ausgangssignal des Mischers 22 wird über ein Tief-pass- und Sperrfilter, das von Kondensatoren 24 und einer Induktivität 25 gebildet wird, einem HF-Verstärker zugeführt, der von einem FET 26 gebildet wird. Das Filter hat eine Grenzfrequenz von 9 MHz und ein Sperrband bei 13,9 MHz, so dass es die Signale des am dichtesten benachbarten Kana-les zurückweist. Das Ausgangssignal des FET 26 wird einer Ausgangsstufe zugeführt, die von einem Transistor 27 gebildet wird. Das am Emitter des Transistors 27 anstehende Signal wird einem Kabel zugeführt, das die Vermittlung mit dem entsprechenden Teilnehmergerät verbindet.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, enthält jede Vermittlung fünf Lokaloszillator-Schaltungen 28 bis 32, welche Signale fester Frequenz auf Ausgangsleitungen 33 liefern. Die Ausgangssignale der Schaltungen 28 bis 32 sind jeweils auf eine der Frequenzen 144, 132, 102, 84, und 78 MHz verriegelt. Abgesehen von der Arbeitsfrequenz sind alle Schaltungen 28 bis 32 die gleichen. Beispielsweise empfängt die Schaltung 28 das Ausgangssignal eines Basisoszillators 34 mit derFrequenz 300 kHz, der in der Zentrale angeordnet sein kann, und vergleicht diese Basisfrequenz mit dem Ausgangssignal eines Lokaloszillators 35 nach einer Untersetzung um 20 im Teiler 36 und eine Untersetzung um 24 im verstellbaren Teiler 37. Der Vergleich erfolgt mittels eines Vergleichers 38, der den Lokaloszillator 35 so steuert, dass dessen Frequenz auf 300 kHz multipliziert mit 480, d.h. 144 MHz, verriegelt ist. Das Ausgangssignal des Oszillators 35 wird verstärkt und über einen Transformator 39 auf die Leitung 33 gegeben.
Die Leitungen 33 führen Signale fester Frequenz, bei denen es sich um Vielfache von 6 MHz handelt, der Bandbreite des NTSC-Systems. Diese Signale werden dem Lokaloszillator-Wählschalter 40 zugeführt, bei dem es sich um einen Fünf-Wege-Schalter handelt, der von einem Lokaloszillator-Wählzähler gesteuert wird, wie es nachstehend beschrieben wird. Das ausgewählte Lokaloszillator-Ausgangssignal wird der Klemme 23 zugeführt (Fig. 2).
In Fig. 4 ist der Lokaloszillator-Wählschalter 40 im einzelnen dargestellt. Die Ausgangsleitungen 33 der Lokaloszilla-tor-Schaltungen werden jeweils einem FET 41 zugeführt, der von dem Lokaloszillator-Wählzähler in der unten beschriebenen Weise gesteuert wird. Das von dem FET 41 ausgewählte Signal wird über eine Ausgangsstufe, welche jeweils von einem Transistor 42 gebildet wird, der Klemme 23 zugeführt (Fig. 2 und 3).
Jedes Teilnehmergerät ist mit einem üblichen Telefonnummernschalter versehen, der es dem Teilnehmer ermöglicht, der Vermittlung eine Folge von I bis 10 Wählimpulsen zuzuführen. Jeder Teilnehmer ist auch mit einem Rückstellschalter versehen, bei dessen Betätigung der Vermittlung ein Rückstellimpuls zugeführt wird. Die Vermittlungseinrichtungen dieser Art sind in der DE-OS 27 48 661 beschrieben und brauchen deshalb an dieser Stelle nicht im einzelnen behandelt zu werden. Wenn im vorliegenden Fall ein Teilnehmer den Kanal 18 auswählen möchte, d.h. den 3. Kanal der 4. Gruppe, wählt er die Ziffer 4 zur Auswahl der richtigen Gruppe und dann die Ziffer 3 zur Auswahl des richtigen Kanales aus dieser Gruppe. Durch das Wählen werden Impulsfolgen mit vier bzw. drei Impulsen erzeugt, die nacheinander der Vermittlung zugeführt werden. Wenn der Teilnehmer eine Wahl löschen will, braucht er nur den Rückstellschalter zu betätigen.
Anhand Fig. 5 werden nun die in der Vermittlung vorhandenen Einrichtungen zur Verarbeitung der Wähl- und Rückstellimpulse behandelt, die von einem Teilnehmer empfangen werden. Die der Vermittlung zugeführten Wählimpulse werden an der Klemme 43 empfangen, durch ein NAND-Glied 44 «geklärt» und durch eine monostabile Kippstufe geformt, die von NAND-Gliedern 45 und 46 gebildet wird. Das Ausgangssignal der monostabilen Kippstufe wird als Takteingang dem Gruppenwählzähler 47 zugeführt, dessen Ausgänge 48' den Gruppenwählschalter 17 in Fig. 2 steuern. Im Fall der Wahl des Kanales 18 werden demnach dem Gruppenwählzähler 47 vier Impulse zugeführt. Darauf folgt eine Pause zwischen den Ziffern, worauf drei weitere Impulse empfangen werden. Die Pause wird durch übliche Verriegelungsschaltungen in dem Nummernschalter des Teilnehmers bestimmt und beträgt mindestens 400 ms. Eine monostabile Kippstufe 48 mit einer Zeitkonstante von 200 ms, die durch einen Kondensator 49 und einen Widerstand 50 bestimmt wird, spricht auf die Pause zwischen den Ziffern an und führt einer bistabilen Kippstufe 51 einen negativen Triggerimpuls zu. Die Q- und Q-Ausgänge der bistabilen Kippstufe 51 sind mit den Sperreingängen des Gruppenwählzählers 47 und des Lokaloszillator-Wählzählers 52 verbunden. Demgemäss kann der Zähler 47 nicht auf die zweite Folge der drei Impulse reagieren. Die Zählimpulse werden jedoch auch dem Zähleingang des Lokaloszillator-Wählzählers 52 zugeführt, der nunmehr nicht gesperrt ist. Demgemäss registrieren die Ausgänge 53 des Lokaloszillator-Wählzählers 52 die drei zweiten Wählimpulse und steuern dementsprechend die FETs 41 des Lokaloszillator-Wählschalters (Fig. 4). Auf diese Weise empfängt der Teilnehmer das ausgewählte Programm.
Wenn der Teilnehmer eine Wahl zu löschen wünscht, betätigt er den Rückstellschalter 16, wodurch ein Rückstellimpuls zur Vermittlung gesendet und der Klemme 54 zugeführt wird. Hierdurch werden die Zähler 47 und 52, die monostabile Kippstufe 48 und die bistabile Kippstufe 51 zurückgestellt. Danach kann ein neues Programm ausgewählt werden.
Obwohl bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung die Anlage ein Verteilungsnetzwerk besitzt, das aus leitenden Drähten besteht, versteht es sich, dass die Signalübertragung auch mittels optischer Fasern stattfinden kann. Es ist ersichtlich, dass bei der vorstehend beschriebenen 30-Kanal-Anlage nur 6 Hauptkabel zwischen der Zentrale oder Kopfstation und den Vermittlungen benötigt werden. Bei üblich geschalteten Verteilungsanlagen benötigt jedes Programmsignal ein eigenes Hauptkabel, so dass im Fall der beschriebenen 30-Kanal-Anlage die Anzahl der Hauptkabel von 30 auf 6 reduziert werden konnte.
Da die Programmwahl multiplikativ erfolgt, ist die Anzahl der Wählschalter, die für jeden Teilnehmer benötigt wird, gegenüber den bekannten Systemen reduziert, bei denen für jedes Programm ein eigener Wählschalter vorgesehen sein musste. So werden im Fall der beschriebenen 30-Kanal-Anlage nur 11 Schalter benötigt, anstatt der 30 Schalter üblicher geschalteter Anlagen.
Die Wahl der auf den Hauptkabeln verwendeten Trägerfrequenzen in solcher Weise, dass keine Störsignale zweiter oder dritter Ordnung auftreten können, macht es möglich, die
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Signale aller 5 Kanäle, die auf jedem Kabel vorliegen, gleichzeitig einem einzigen Mischer zuzuführen.
Es ist zu bemerken, dass die Verwendung des Ausgangssignals von 300 kHz des Basisoszillators als Bezugsfrequenz zur Frequenzverriegelung der Lokaloszillatoren gewährleistet, dass die den Teilnehmergeräten zugeführten HF-Signale entweder zueinander synchron sind oder einen festen Frequenzabstand haben. Alle VHF-Träger. die von der Zentrale auf die Hauptkabel gegeben werden, sind selbstverständlich ebenfalls bezüglich einer gemeinsamen Basisfrequenz verriegelt, die in einer festen Beziehung zu der vom Basisoszillator gelieferten Bezugsfrequenz steht.
Wie oben angegeben, sind die speziellen Frequenzen, die bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung auf den Hauptkabeln übertragen werden, dem NTSC-System angepasst. Es versteht sich, dass andere Frequenzsätze ebenfalls von Schwebungsfrequenzen zweiter oder dritter Ordnung frei sind und daher ebenfalls mit gutem Erfolg benutzt werden können. Es ist jedoch wichtig, den benutzten Frequenzsatz so zu wählen, dass ein praktisch ausführbarer Mischer benutzt werden kann, der alle Trägerfrequenzen gleichzeitig annimmt und ohne Verminderung der Bildqualität verarbeitet, wenn kein Ausfiltern unerwünschter Träger am Eingang des Mischers erfolgt.
Anhand Fig. 6 wird nunmehr eine Schaltungsanordnung erläutert, die es möglich macht, einem bestimmten Teilnehmer wahlweise jeden der 30 Kanäle der Anlage zu verweigern. Bei dieser Schaltungsanordnung ist die Zentrale mit Einrichtungen zur Erzeugung von Gruppen- und Lokaloszil-lator-Verweigerungssignalen bezüglich jedes Teilnehmers versehen, die zu der entsprechenden Vermittlung übertragen werden. Diese Signale umfassen 6 Gruppen-Verweigerungssignale. die an die Eingänge 55 bis 60 (Fig. 6) angelegt werden, und 5 Lokaloszillator-Verweigerungssignale, die den Eingängen 61 bis 65 zugeführt werden. Wenn keine Programme zu verweigern sind, liegt an allen Eingängen 55 bis 65 eine Spannung von 0 V an. Wenn ein Programm auf einem bestimmten Kanal verweigert werden soll, so liegt an demjenigen Paar der Gruppeneingänge 55 bis 60 und der Lokaloszillator-Eingänge 61 bis 65, das dem zu verweigernden Kanal entspricht, eine positive Spannung an.
Weitere Signale 66 bis 71 werden dem Gruppenwählzäh-ler 47 (Fig. 5) des Teilnehmers und nochmals weitere Signale 72 bis 76 dem Lokaloszillator-Wählzähler 52 (Fig. 5) des Teilnehmers zugeführt. Eine Matrix aus 30 NAND-Gliedern 77 mit je zwei Eingängen ist zwischen die Eingänge 55 bis 60 und 61 bis 65 geschaltet. Die Ausgänge der NAND-Glieder 77 sind über je einen Schalter 78 mit einem gemeinsamen Ausgang 79 verbunden. Wenn angenommen wird, dass alle Schalter 78 geschlossen sind und der Teilnehmer den ersten Kanal in der ersten Kanalgruppe auswählt, dann werden die Signale 66 und 72 positiv. Wenn wenigstens der Eingang 55 oder der Eingang 61 auf 0 V liegt, bleibt auch das entspre650 885
chende Eingangssignal des NAND-Gliedes auf 0 V. Wenn jedoch beide Eingangssignale 55 und 61 positiv sind, werden die positiven Potentiale an den Eingängen 66 und 72 an den Eingängen des NAND-Gliedes 77 empfangen, so dass dessen Ausgangssignal die Spannung 0 V annimmt. Dieses Ausgangssignal wird dazu benutzt, die Wählschaltung in eine Ruhestellung zu bringen, durch die dem Teilnehmer das ausgewählte Programm effektiv verweigert wird.
Um eine selektive Verweigerung von einem oder mehreren der 30 Kanäle der beschriebenen Anlage zu ermöglichen, sind die Verweigerungssignale, die von der Zentrale übertragen werden, getaktet, d.h., dass die Eingangssignale 61 bis 65 periodisch sind und in der Weise fünf Zeitintervalle definieren, dass jedes Signal während eines Zeitintervalles positiv und während der übrigen vier Intervalle eine Spannung von 0 V hat. Wie in Fig. 6 dargestellt, haben die vier Eingangssignale 61 bis 65 eine solche feste Phasenverschiebung gegeneinander, dass nicht zwei dieser Signale gleichzeitig positiv sind. Wenn es nun gewünscht wird, einen beliebigen Programmkanal zu verweigern, braucht lediglich eines der positiven Gruppen-Verweigerungssignale 55 bis 60 für die Dauer des richtigen Zeitintervalles angelegt zu werden. Wenn beispielsweise das Eingangssignal 57 mit dem Eingangssignal 61 übereinstimmt, bewirkt das NAND-Glied 77, das diese beiden Eingangssignale empfängt, ein Zurückstellen der Wählschaltung, jedoch erhält kein anderes NAND-Glied gleichzeitig zwei positive Eingangssignale, so dass kein anderer Programmkanal verweigert wird. Wenn, als weiteres Beispiel alle Kanäle verweigert werden sollten, die mit dem Eingang 55 verknüpft sind, wird zu diesem Zweck an den Eingang 55 eine positive Gleichspannung angelegt.
Wenn nicht die Möglichkeit bestehen soll, jeden beliebigen der Kanäle zu verweigern, sondern ausreichend ist, wenn nur ein Kanal jeder Gruppe verweigert werden kann, beispielsweise der erste Kanal der ersten Gruppe, der zweite Kanal der zweiten Gruppe, der dritte Kanal der dritten Gruppe usw., könnte dies unter Verwendung von kontinuierlichen. anstatt getakteten Verweigerungssignalen und nur fünf NAND-Gliedern erfolgen, die an die entsprechenden Verweigerungseingänge angeschlossen sind.
Die Schalter 78 sollen es ermöglichen, die Verweigerungsschaltung eines Teilnehmers in bezug auf spezielle Kanäle ausser Betrieb zu setzen. Stattdessen könnten die NAND-Glieder steckbar ausgebildet sein, so dass die Entfernung irgendeines solchen Gliedes die gleiche Wirkung hätte wie das Öffnen des entsprechenden Schalters 78.
Es sei noch erwähnt, dass der hier verwendete Begriff «Drahtfunkanlage» alle Anlagen zur kabelgebundenen Datenübertragung zwischen einer Zentrale und einer Vielzahl von Teilnehmern bezeichnen soll, bei denen ein Datenfluss sowohl von der Zentrale zum Teilnehmer als auch umgekehrt möglich ist. Hierzu gehören insbesondere Kabel-Fernseh-Systeme und Viedeotext-Systeme.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Drahtfunkanlage mit einer Zentrale, in der eine Vielzahl von Fernsehsignalen zur Verfügung gestellt wird, mit einer Anzahl von Vermittlungen, die an die Zentrale über mehrere Hauptkabel angeschlossen sind, über welche die Fernsehsignale übertragen werden, und mit einer Vielzahl von Teilnehmergeräten, die jeweils an eine der Vermittlungen angeschlossen sind und von denen jedes eine Einrichtung zum Betätigen eines entsprechenden, in der Vermittlung angeordneten Wählers zum Auswählen eines der dort verfügbaren Fernsehsignale zur Übertragung zum Teilnehmergerät besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Hauptkabel (5, 6, 7, 8, 9, 10) mehrere durch Frequenzmultiplex voneinander getrennte Fernsehsignale führt und jeder Wähler eine erste Einrichtung (13) zur Auswahl der Signale auf einem der Hauptkabel und eine zweite Einrichtung ( 14) zur Auswahl eines der Signale auf dem ausgewählten Hauptkabel zur Übertragung zum Teilnehmergerät umfasst.
2. Drahtfunkanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Auswahleinrichtung (13) von einer ersten Gruppe Festkörperschalter (17) gebildet ist, die zwischen jedem Hauptkabel (5, 6, 7, 8,9, 10) und einem gemeinsamen Ausgang (20) angeordnet ist, an den die zweite Auswahleinrichtung (14) angeschlossen ist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Drahtfunkanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Auswahleinrichtung (14) einen Mischer (22) umfasst, dem das Ausgangssignal der ersten Auswahleinrichtung (13) und das Ausgangssignal einer zweiten Gruppe von Festkörperschaltern (40) zugeführt wird, deren einzelne Schalter mit den Ausgängen (33) von Lokaloszillatoren (35) verbunden sind.
4. Drahtfunkanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzen der von den Lokaloszillatoren (35) gelieferten Signale so gewählt sind, dass beim Mischen eines solchen Signales mit einem der auf den Hauptkabeln (5 bis 10) vorliegenden Fernsehsignale ein Ausgangssignal mit einer Frequenz entsteht, auf die das Teilnehmergerät (12) fest abgestimmt ist.
5. Drahtfunkanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzen der auf jedem Hauptkabel (5 bis 10) vorliegenden Fernsehsignale in einer solchen Beziehung zueinander stehen, dass die Erzeugung von Störsignalen zweiter oder dritter Ordnung vermieden ist.
6. Drahtfunkanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischer (22) von einem Feldeffekttransistor gebildet wird.
7. Drahtfunkanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung des Teilnehmergerätes (12) von einem Nummernschalter (15) gebildet wird, der bei seiner Betätigung der Vermittlung (11) eine Impulsfolge zusendet, in welcher die Anzahl der Impulse mit der vom Teilnehmer gewählten Ziffer übereinstimmt, und zur Auswahl eines Fernsehsignals zwei Impulsfolgen erforderlich sind, von denen die erste die Auswahl der Gruppe und die zweite die Auswahl eines Fernsehsignales aus der ausgewählten Gruppe bewirkt.
8. Drahtfunkanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Zähler (47, 52) zum Zählen der Impulse der ersten bzw. zweiten Impulsfolge vorhanden sind, die von einer gemeinsamen bistabilen Kippstufe (51 ) derart abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden, dass die Impulse der ersten Impulsfolge von dem ersten Zähler (47) gezählt werden, ein Zwischenimpuls den Zustand der Kippstufe (51 ) ändert und dann die Impulse der zweiten Impulsfolge von dem zweiten Zähler (52) gezählt werden, und deren Stände den Zustand der Festkörperschalter der ersten bzw. zweiten Gruppe (17,40) bestimmen.
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