CH651097A5 - Schalungstraeger. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen bogen- bzw. kreisabschnittförmig verlaufenden Schalungsträger für eine Schalung zur Herstellung von im Querschnitt bogen- oder kreisförmigen Betonbauten.
Bei solchen Schalungen wird an der dem Beton abgewandten Seite einer Schalungshaut eine diese Schalungshaut verstärkende Konstruktion angebracht. In der Regel sind dies je nach der Höhe der Schalungshaut bzw. je nach der Beschaffung derselben zwei oder mehrere in Längsrichtung der Schalungshaut verlaufende Schalungsträger vorgesehen. Diese Schalungsträger sind entsprechend der Krümmung der herzustellenden Betonwand vorgebogen, wobei durch Verwendung von beispielsweise Metallprofilen eine entsprechende Aussteifung erreicht wird. Es ist jedoch bisher nicht möglich, solche Schalungsträger beispielsweise auf einen exakten Radius einzustellen, welche sich auch während der Montagearbeiten nicht verändert. Es mussten daher in der Regel Verbindungsstücke eingeschweisst werden, um eine Masshaltigkeit auf einen bestimmten Radius zu gewährleisten. Bei einer solchen Ausführung ist jedoch wieder von Nachteil, dass diese Schalungsträger nur für einen bestimmten Durchmesser einer Schalung eingesetzt werden kann. Es ist daher erforderlich, dass beispielsweise bei der Herstellung von stehenden Betonbehältern abgestuft auf halbe Meter stets komplett neue Schalungen inklusive neuer Schalungsträger erforderlich sind.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen Schalungsträger zu schaffen, welcher in einem bestimmten Bereich auf verschiedene Radien einstellbar ist, wobei eine exakte Fixierung in der eingestellten Lage möglich ist. Der erfindungsgemässe Schalungsträger ist hiezu gekennzeichnet durch wenigstens zwei mit ihren gebogenen Flächen aneinander abgestützten Profilschienen und mehrere, in Längsrichtung des Schalungsträgers mit Abstand aufeinanderfolgende Klemmelemente zur gegenseitigen kraftschlüssigen Fixierung der aneinander anliegenden Profilschienen.
Durch diese erfindungsgemässen Massnahmen können wie bisher vorgebogene Profilschienen verwendet werden, welche jedoch in einem bestimmten Bereich für verschiedene Schalungsdurchmesser eingesetzt werden können. Die Schalungsträger lassen sich beispielsweise nach einer Schablone ohne weiteres einstellen, wobei nach dem Einstellen der gewünschten Krümmung lediglich die beiden Profilschienen gegeneinander kraftschlüssig fixiert werden, so dass sie sich nicht mehr gegenseitig verschieben können.
Insbesondere, wenn diese Profilschienen als Rechteckhohlprofile ausgebildet sind und an zwei Breitseiten aneinander anliegen, wird dadurch ein in sich stabiler Schalungsträger geschaffen, welcher auch grossen Belastungen standhält, ohne dass die voreingestellte Krümmung verändert würde.
Weitere erfindungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine geschlossene Serie von Schalungsträgern, welche die Innenschalung eines runden Behälters tragen; die Fig. 2 und 3 zeigen einen Schalungsträger, wobei der eine Schalungsträger stärker gekrümmt ist als der andere; Fig. 4 einen Teil einer Schalung, welche durch drei Schalungsträger gehalten wird; Fig. 5 eine Ansicht des Endes eines Schalungsträgers; Fig. 6 einen Schnitt durch den Schalungsträger; Fig.7 eine Draufsicht auf einen Teilabschnitt eines Schalungsträgers; Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel eines Verbindungsflansches.
Zur Herstellung einer Schalung für kreisrunde Betonbehälter werden hier Schalungsträger 1 vorgesehen, welche durch Flansche 2 an ihren Enden miteinander verschraubt werden. Zur Herstellung eines besonderen Durchmessers ist ein spezielles Ausgleichs- und Verbindungselement 3 vorgesehen. An den Schalungsträgern 1 wird dann die Schalungshaut befestigt, welche beispielsweise aus Blechtafeln oder auch aus aufrechtstehenden Brettern gebildet werden kann.
Es wird in der Zeichnung lediglich ein Ausführungsbeispiel einer Innenschalung gezeigt, wobei jedoch grundsätzlich die gleichen Massnahmen für eine Aussenschalung einsetzbar sind. Auch muss die Schalung nicht unbedingt für kreisrunde Behälter vorgesehen sein, sondern es könnte hier auch jede andere Bogenform vorgesehen werden. Auch kann ein solcher Schalungsträger nicht nur bei stehenden zylindrischen Betonbauten eingesetzt werden, sondern auch bei liegenden bogen- oder kreisförmigen Bauteilen.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung liegt nun darin, dass der Schalungsträger 1 aus wenigstens zwei mit ihren gebogenen Flächen aneinander abgestützten Profilschienen 4 und 5 besteht, welche gegenseitig kraftschlüssig fixiert werden können. Zu diesem Zweck sind in Längsrichtung des Schalungsträgers 1 mit Abstand aufeinanderfolgende Klemmelemente 6 vorgesehen, mittels welcher die aneinander anliegenden Profilschienen zusammengepresst werden können, so dass ein gegenseitiges Verschieben verhin2
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dert wird. Die Profilschienen bleiben daher in der eingestellten gegenseitigen Lage, so dass ein einmal eingestellter Radius exakt beibehalten wird.
Zweckmässigerweise sind die Profilschienen als Rechteckhohlprofile ausgebildet, wobei diese an zwei Breitseiten aneinander anliegen. Es wird dadurch eine besonders hohe Festigkeit des Schalungsträgers 1 erzielt. Es ist auch denkbar, dass die Profilschienen als Vollprofilteile mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet werden, so dass beispielsweise mehrere Bänder übereinander angeordnet werden könnten, doch ist dann eher die Gefahr eines Eindrückens des Schalungsträgers während der Betonierarbeiten gegeben.
Eine sehr einfache Möglichkeit zur gegenseitigen kraftschlüssigen Fixierung der Profilschienen 4 und 5 liegt darin, dass diese gegenseitig durch eine Verschraubung fest miteinander verbunden werden. Zu diesem Zweck ist an derjenigen Profilschiene 5, welche an der Schalungshaut 7 anliegt, an den beiden Schmalseiten mit in radialer Richtung weisenden Hülsen 8 ausgestattet, welche zweckmässig mit der Profilschiene 5 verschweisst sind. Diese Hülsen 8 können noch etwas über die Oberfläche der Profilschiene 5 vorstehen, so dass sie zugleich eine seitliche Führung für die Profilschiene 4 darstellen. Diese Hülsen 8 sind mit entsprechenden Abständen, wie sie beispielsweise in den Fig. 1 bis 3 durch radiale Striche eingezeichnet sind, an der Profilschiene 5 angeordnet. In diese Hülsen 8 sind Spannschrauben 9 eingesetzt, wobei jeweils auf ein Paar solcher Spannschrauben 9 eine mit zwei Bohrungen ausgestattete Platte 10 aufgesetzt wird, wobei durch nachträgliches Festziehen der Schraubenmuttern 11 diese Platte 10 gegen die Profilschiene 4 presst und diese somit gegen die Profilschiene 5. Wenn solche Klemmelemente 6 in Form einer Verschraubung in kleineren Abständen aufeinanderfolgen, ist die Gewähr gegeben, dass sich die beiden Profilschienen 4 und 5 nicht mehr gegenseitig verschieben können, so dass der einmal eingestellte Radius während der ganzen Arbeiten mit dem Schalungsträger an der entsprechenden Baustelle unverändert bleibt. Bei entsprechender Wahl der Hülsen 8 wird erreicht, wie insbesondere der Fig. 6 entnommen werden kann, dass der Schraubenkopf 12 unverdrehbar gegenüber der Hülse 8 an der Profilschiene 5 anliegt, so dass beim Festziehen lediglich die Muttern 11 betätigt werden müssen.
An den Enden der der Schalhaut 7 zugewandten Profilschiene 5 sind Flansche 13 vorgesehen, welche mit Bohrungen 14 bzw. 15 ausgestattet sind. Diese Flansche dienen zur gegenseitigen Verbindung aufeinanderfolgender Schalungsträger 1. Ferner können diese Flansche 13 zur Verbindung von mit Abstand übereinander verlaufenden Schalungsträgern 1 herangezogen werden, wie dies beispielsweise dann der Fall sein muss, wenn als Schalungshaut lediglich eine Blechtafel oder eine Kunststofftafel verwendet wird. Bei Verwendung von Brettern als Schalungshaut wird diese gegenseitige Verbindung ja nicht benötigt, da die Schalungs-s bretter selbst die nötige Stabilität in der vertikalen Richtung mit sich bringen.
Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich möglich, mehr als zwei solcher Profile übereinander anzuordnen, um dadurch nach der entsprechenden Fixierung eine noch stärkere Widerstandskraft zu erreichen. Ferner wäre es durchaus denkbar, andere Möglichkeiten für die Klemmelemente zu verwenden, wobei hier beispielsweise an Exzenterverschlüsse gedacht ist. Auch wäre'es im Rahmen der Erfindung möglich, in der zweiten Profilschiene Längsschlitze vorzusehen, in welche mit der ersten Profilschiene 5 verbundene Schrauben eingreifen, so dass dadurch eine Längsverschiebung zwischen den beiden Profilschienen 4 und 5 möglich ist. Eine Verschraubung könnte dann direkt auf der Profilschiene 4 erfolgen.
Gerade den Fig. 2 und 3 ist zu entnehmen, dass durch die Veränderung des Radius des Schalungsträgers sich die Lage der beiden Profilschienen 4 und 5 gegeneinander verändert. Dies ist besonders an den Endbereichen der Profilschienen 4 und 5 erkennbar.
Durch die erfindungsgemässen Massnahmen kann also ein solcher Schalungsträger in dem elastisch verformbaren Bereich für verschiedene Durchmessergrössen eingesetzt werden, wobei in jeder Durchmessergrösse eine exakte Fixierung möglich ist.
In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel eines Flansches 13' aufgezeigt, welcher ebenfalls mit der einen Profilschiene 5 beispielsweise durch Schweissen fest verbunden ist. Dieser Flansch 13' ist als T-förmiges Profil ausgebildet, wobei ein vom Verbindungsabschnitt des Flansches 13' abstehender Schenkel 19 annähernd entsprechend der Krümmung des Schalungsträgers gebogen ist. Dieser Schenkel 19 übergreift den Randbereich der der Schalungshaut abgewandten Profilschiene 4, so dass dieser Endbereich eine entsprechende Führung bei einer Verstellbewegung erhält.
Wenn solche Schalungsträger längere Zeit für einen gleichen Durchmesser im Einsatz sind, so wäre es durchaus denkbar, die beiden Profilschienen 4 und 5 durch eine Schweissverbindung gegeneinander festzulegen. Auch wäre es möglich, lediglich die freien Enden der Profilschiene 4 mit dem Schenkel 19 der Flansche 13' zu verbinden, beispielsweise durch eine Schweissnaht, so dass dadurch eine Sicherung gegen ein gegenseitiges Verschieben der Profilschiene 4 und 5 gegeben ist. Ausserdem wird durch eine derartige Verbindung die Kraft in den Flansch 13' übertragen.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Bogen- bzw. kreisabschnittförmig verlaufender Schalungsträger für eine Schalung zur Herstellung von im Querschnitt bogen- oder kreisförmigen Betonbauten, gekennzeichnet durch wenigstens zwei mit ihren gebogenen Flächen aneinander abgestützte Profilschienen (4,5) und mehrere, in Längsrichtung des Schalungsträgers (1) mit Abstand aufeinanderfolgende Klemmelemente (6) zur gegenseitigen kraft-schlüssigen Fixierung der aneinander anliegenden Profilschienen (4,5).
2. Schalungsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschienen (4,5) als Rechteck-Hohlprofile ausgebildet sind und an Breitseiten aneinander anliegen.
3. Schalungsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschienen (4,5) als Vollprofilteile rechteckigen Querschnittes ausgebildet sind.
4. Schalungsträger nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschienen (4,5) durch kraftschlüssiges gegenseitiges Verschrauben fest miteinander verbindbar sind.
5. Schalungsträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils an einer Profilschiene (5), vorzugsweise der schalhautseitigen Profilschiene (5), an den beiden Schmalseiten in radialer Richtung weisende Hülsen (8) zur Aufnahme von Spannschrauben (9) angeschweisst sind, wobei auf die Enden der Spannschrauben (9) eine die zweite Profilschiene (4) hintergreifende Platte (10) mit dem Abstand der Spannschrauben entsprechenden Bohrungen aufsetzbar und mittels der Schraubenmuttern (11) anpressbar ist.
6. Schalungsträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden der der Schalhaut (7) zugewandten Profilschiene (5) Flansche (13,13') zugeordnet sind zur Verbindung aufeinanderfolgender Schalungsträger (1) und gegebenenfalls für mit Abstand übereinander verlaufende Schalungsträger (1).
7. Schalungsträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Flansche (13') als T-förmige Profile ausgebildet sind, wobei ein von dem Verbindungsabschnitt der Flansche (13') abstehender Schenkel (19) annähernd entsprechend der Krümmung des Schalungsträgers gebogen ist und den Randbereich der der Schalungshaut abgewandten Profilschiene (4) übergreift.
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