CH651402A5 - Photographische vorrichtung, bestehend aus einer kamera und einer mit dieser verbundenen steuereinrichtung. - Google Patents

Photographische vorrichtung, bestehend aus einer kamera und einer mit dieser verbundenen steuereinrichtung. Download PDF

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CH651402A5
CH651402A5 CH1204/81A CH120481A CH651402A5 CH 651402 A5 CH651402 A5 CH 651402A5 CH 1204/81 A CH1204/81 A CH 1204/81A CH 120481 A CH120481 A CH 120481A CH 651402 A5 CH651402 A5 CH 651402A5
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Description

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PATENTANSPRÜCHE ausschliesslich in einer das völlige Schliessen des Verschlusses
1. Photographische Vorrichtung, bestehend aus einer Ka- und das Einstellen der Blendenlamellen auf Arbeitsstellung mera und einer mit dieser verbundenen Steuereinrichtung, bewirkenden Schaltstellung (A) möglich ist.
wobei die Kamera einen hinteren, die Funktion eines Halters zur Aufnahme einer Mess-oder einer Filmkassette (35) aus- 5
übenden Standartenrahmen (4,5) und einen vorderen Standartenrahmen (2) mit einem daran befestigten Zwischenlin- Die Erfindung betrifft eine photographische Vorrichtung, senverschluss (7) aufweist, welcher mit elektromagnetisch be- bestehend aus einer Kamera und einer mit dieser verbunde-tätigbaren Sektoren und Blendenlamellen ausgerüstet ist und nen Steuereinrichtung, wobei die Kamera einen hinteren, die mit Hilfe eines Steckerkabels (10) an ein elektronisches Steu- 10 Funktion eines Halters zur Aufnahme einer Mess- oder einer ergerät (9) zum Einstellen, Messen und Einsteuern von Be- Filmkassette ausübenden Standartenrahmen und einen vor-lichtungsparametern in die Kamera angeschlossen ist, da- deren Standartenrahmen mit einem daran befestigten Zwi-durch gekennzeichnet, dass eine mit Schaltkontakten (27,28) schenlinsenverschluss aufweist, welcher mit elektromagne-ausgestattete Schalteinrichtung (26; 26'; 26") als Übertrager tisch betätigbaren Sektoren und Blendenlamellen ausgerüstet zwischen dem hinteren Standartenrahmen (4,5) und dem i5 ist und mit Hilfe eines Steckerkabels an ein elektronisches elektronischen Steuergerät (9) vorgesehen ist, welche Schalt- Steuergerät zum Einstellen, Messen und Einsteuern von Be-einrichtung einerseits durch ein mechanisches Kraftübertra- lichtungsparametern in die Kamera angeschlossen ist. gungsorgan (24,24a) mit dem hinteren Standartenrahmen (4, Bei Fachkameras, welche mit einem mechanischen Ver-5) derart verbunden ist, dass ein durch das Einsetzen einer schluss, d.h. mit einer solchen Verschlussanordnung ausge-Filmkassette (35) in den hinteren Standartenrahmen verur- 2o stattet sind, deren Sektoren und Blendenlamellen in hersachtes mechanisches Schaltsignal auf einen oder die Schalt- kömmlicher Weise durch Federkraft über mechanische Glie-kontakte (27,28) übertragbar ist, und dass die Schaltkontakte der angetrieben werden, hat man sich bereits einer sogenann-(27,28) anderseits mit dem Eingang (22) einer Steuerschal- ten, die Bedienung der Kamera wesentlich vereinfachenden tung (11) des elektronischen Steuergeräts (9) zur Ansteuerung Kassettenautomatik bedient. Darunter wird in Fachkreisen von dem Antrieb der Sektoren und der Blendenlamellen die- 25 allgemein eine Drahtauslöserverbindung zwischen Kamera-nenden Magneten (12,13) des Zwischenlinsenverschlusses (7) rückwand und Verschluss verstanden, deren Zweck darin beelektrisch verbunden sind. steht, beim Einschieben einer Filmkassette o. dgl. in den hin-
2. Photographische Vorrichtung nach Anspruch 1, da- teren Mattscheibenrahmen eine automatische Schliessung des durch gekennzeichnet, dass zum Betätigen der Schaltkontakte solange zur Mattscheibenbeobachtung in Volloffenstellung (27,28), die den Magneten (12,13) zum Antrieb der Sektoren 30 befindlichen Kameraverschlusses herbeizuführen. Hierzu ist und der Blendenlamellen zugeordnet sind, jeweils ein einarmi- der Drahtauslöser einenends am Kameraverschluss und anger bzw. zweiarmiger, drehbeweglich gelagerter Hebel (30 dernends am Mattscheibenrahmen angeschlossen, und zwar bzw. 31) vorgesehen ist, die beide derart ausgebildet und ein- so mit diesem in Verbindung gebracht, dass er im letzten Abander zugeordnet sind, dass vom Kraftübertragungsorgan schnitt der Einschubbewegung der Filmkassette o. dgl. einer (24,24a) ausgehende, auf den einarmigen Hebel (30) einwir- 35 Druckbelastung ausgesetzt wird, die zu übertragen auf einen kende Druckbelastungen auf den zweiarmigen Hebel (31) die Sektoren des Verschlusses in Schliessstellung bewegenden übertragen werden. mechanischen Teil seine Aufgabe ist. Wird die Filmkassette
3. Photographische Vorrichtung nach Anspruch 2, da- wieder aus dem Mattscheibenrahmen entfernt, erfahrt der die durch gekennzeichnet, dass zur ausschliesslichen Betätigung Sektoren betätigende Teil eine Druckentlastung, der Ver-desjenigen Schaltkontakts (28), der dem Magnet (13) zum 40 schluss öffnet automatisch und der vorherige, die Mattschei-Antrieb der Blendenlamellen zugeordnet ist, eine auf den benbeobachtung ermöglichende Zustand ist wieder herge-zweiarmigen Hebel (31) einwirkende Fingerdrucktaste (38) stellt. Das Ganze hat neben dem Bedienungskomfort noch vorgesehen ist. den Vorteil, dass der Photograph bei den Vorbereitungsarbei-
4. Photographische Vorrichtung nach einem der Ansprü- ten zu einer Aufnahme seine volle Konzentration auf das auf-che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anschluss der 45 zunehmende Objekt richten kann.
Schalteinrichtung (26) an den hinteren Standartenrahmen (4, Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht nun
5) ein mechanisches Kraftübertragungskabel (24) nach Art ei- darin, für eine Fachkamera der eingangs erwähnten Gattung,
nes Drahtauslösers und zum Anschluss an das elektronische d.h. für eine Kamera mit elektrisch einsteuerbaren Beiich-
Steuergerät (9) ein elektrisches Steckerkabel (32) vorgesehen tungsparametern unter Anwendung eines elektronischen sind. 50 Steuergeräts und einer Verschlussanordnung mit elektroma-
5. Photographische Vorrichtung nach einem der Ansprü- gnetisch betätigbaren Blendenlamellen und Sektoren eine che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrich- Kassettenautomatik zu schaffen, die sich durch eine problem-tung (26") direkt an den hinteren Standartenrahmen (4,5) an- lose Handhabung, funktionssichere Arbeitsweise und einen gesetzt ist und über ein elektrisches Steckerkabel (32) mit dem einfachen, nur wenige Teile benötigenden Aufbau auselektronischen Steuergerät (9) in Verbindung steht. 55 zeichnet.
6. Photographische Vorrichtung 8, nach einem der An- Zur Lösung dieses Problems ist die erfindungsgemässe spräche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltein- Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass eine mit Schaltrichtung (26') direkt an das elektronische Steuergerät (9) ange- kontakten ausgestattete Schalteinrichtung als Übertrager zwi-setzt und mittels eines mechanischen Kraftübertragungska- sehen dem hinteren Standartenrahmen und dem elektroni-bels (24) an den hinteren Standartenrahmen (4,5) angeschlos- 60 sehen Steuergerät vorgesehen ist, welche Schalteinrichtung sen ist. einerseits durch ein mechanisches Kraftübertragungsorgan
7. Photographische Vorrichtung nach einem der Ansprü- mit dem hinteren Standartenrahmen derart verbunden ist, che 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steckerauf- dass ein durch das Einsetzen einer Filmkassette in den hintenahme (22') des elektronischen Steuergeräts (9) einem drehbar ren Standartenrahmen verursachtes mechanisches Schaltsi-gelagerten Knebel (18) einer Schaltvorrichtung zum Öffnen «s gnal auf einen oder die Schaltkontakte übertragbar ist, und von Verschluss und Blende geometrisch so zugeordnet ist, dass die Schaltkontakte andererseits mit dem Eingang einer dass das Ansetzen eines dem elektrischen Steckerkabel (32) Steuerschaltung des elektronischen Steuergeräts zur Ansteue-bzw. der Schalteinrichtung (26') zugehörigen Steckers (33) rung von dem Antrieb der Sektoren und der Blendenlamellen
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dienenden Magneten des Zwischenlinsenverschlusses elek- hand verschiedener Ausführungs- und Anwendungsbeispiele trisch verbunden sind. veranschaulicht. Es zeigen:
Damit kann für Kameras mit Manetverschluss und Fern- Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Fach- bzw. Mattbedienung durch ein elektronisches Steuergerät eine Kasset- scheibenkamera in Verbindung mit einem elektronischen tenautomatik geschaffen werden, auf deren Bedienungsvor- 5 Steuergerät zum Einstellen, Messen und Einsteuern von Be-teil solche Kameras aufgrund der spezifisch- physikalischen lichtungsparametern sowie eine Schalteinrichtung zum UmEigenart des Magnetverschlusses und der daraus resultieren- wandeln von mechanischen Schaltimpulsen in elektrische, den Schwierigkeit der Herstellung einer Wirkverbindung zwi- Fig. 2 die Schalteranordnung der Schalteinrichtung in sehen diesem Verschluss und der Kassettenaufnahme bisher grösserem Massstab und perspektivischer Darstellung, verzichten mussten. Einfach deswegen, weil die Grundkon- 10 Fig. 3 das vereinfachte Schaltbild einer Steuereinrichtung, zeption eines Magnetverschlusses Eingriffsmöglichkeiten, die u.a. dazu dient, den Magnetantrieb für die Verschlussek-ähnlich derjenigen, wie sie sich bei einem mechanischen Ver- toren und die Blendenlamellen an Batteriespannung zu legen, schluss anbieten, nicht zulässt. Fig. 4 den Anschluss eines flexiblen Kraftübertragers am
In einer baulich vorteilhaften und auch bei hoher Lebens- hinteren, im Schnitt dargestellten Standarten- bzw. Mattdauer noch absolut betriebssicher arbeitenden Konzeption ei- 15 scheibenrahmen in grösserem Massstab,
ner Schalteinrichtung zum Umwandeln von mechanischen Fig. 5 einen von Hand betätigbaren, am Gehäuse des elek-
Schaltimpulsen in elektrische können zum Betätigen der tronischen Steuergeräts drehbar angeordneten Knebelschal-
Schaltkontakte, die den Magneten zum Antrieb der Sektoren ter in verschiedenen Schaltstellungen,
und der Blendenlamellen zugeordnet sind, jeweils ein einarmi- Fig. 6 den unmittelbaren Anschluss einer Schalteinrich-
ger bzw. ein zweiarmiger, drehbeweglich gelagerter Hebel 20 tung am elektronischen Steuergerät,
vorgesehen sein, die beide derart ausgebildet und einander zu- Fig. 7 den unmittelbaren Anschluss einer Schalteinrich-
geordnet sein können, dass vom Kraftübertragungsorgan tung am hinteren Standarten- bzw. Mattscheibenrahmen ei-
ausgehende, auf den einarmigen Hebel einwirkende Druckbe- ner Fachkamera und schliesslich lastung auf den zweiarmigen Hebel übertragen werden. Ein Fig. 8 das eine mit einer Aussparung versehene Ende einer besonderer, die Bedienung der Kamera vereinfachender Vor- 25 Messkassette.
teil dieser Anordnung beruht darauf, dass zum synchronen Gemäss der Zeichnung weist eine Fachkamera ein nach
Betätigen von Sektoren und Blendenlamellen nur ein einziges dem System einer optischen Bank aufgebautes Grundgestell
Kraftübertragungsorgan betätigt werden muss. 1, eine vordere Standarte 2, einen Balgen 3, eine hintere
Um dem Photographen bei der Vorbereitung einer Auf- Standarte 4, einer dieser zugehörigen, mittels federbelasteter nähme auch die Beurteilung der Tiefenschärfe des aufzuneh- 30 Laschen 6 gehaltenen Mattscheibenrahmen 5 und einen an menden Objekts zu ermöglichen, kann dabei zur ausschliess- der vorderen Standarte 2 befestigten Objektivverschluss 7 auf.
liehen Betätigung desjenigen Schaltkontakts, der dem Ma- Ein spezifisches Merkmal dieses Verschlusses ist, dass er als gnet zum Antrieb der Blendenlamellen zugeordnet ist, eine Zwischenlinsenverschluss ausgebildet und mit je einem elek-
auf den zweiarmigen Hebel einwirkende Fingerdrucktaste tromagnetischen Antrieb für die hin- und herschwingbar gela-
vorgesehen sein. 35 gerten Sektoren und für die Blendenlamellen ausgestattet ist.
Eine sichere und technisch problemlose Übertragung der Der dem jeweiligen Blättersystem zugeordnete Magnetantrieb
Schaltimpulse von der Kassettenaufnahme zum Magnetver- kann so ausgelegt und konzipiert sein, dass z.B. die Sektoren schluss ist erreichbar, wenn zum Anschluss der Schalteinrich- sowohl in Öffnungs- als auch in Schliessrichtung durch Ände-
tung an den hinteren Standartenrahmen ein mechanisches rung der Stromflussrichtung in der Spule des Magnetantriebs,
Kraftübertragungskabel nach Art eines Drahtauslösers und 40 die Blendenlamellen hingegen nur in Öffnungsrichtung, dabei zum Anschluss an das elektronische Steuergerät ein elektri- jedoch entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder, elektro-
sches Steckerkabel Anwendung finden. magnetisch betätigt werden. Haben die Lamellen des als
In einer besonders einfachen, den Verzicht auf einen fle- Springblende ausgeführten Blendensystems die Offenstellung xiblen Kraftübertrager gestattenden Ausführung kann die erreicht, werden sie in dieser ebenso wie die Sektoren magne-
Schalteinrichtung direkt an den hinteren Standartenrahmen 45 tisch gehalten, um nach Unterbrechung der Stromzufuhr zum angesetzt sein und über ein elektrisches Steckerkabel mit dem Magnetantrieb auf eine Öffnungsweite einzuschwingen, die elektronischen Steuergerät in Verbindung stehen. mittels eines manuell betätigbaren Blendenstellers 8 vorge-
In einer weiteren einfachen Variante kann die Schaltein- wählt und eingestellt worden ist. Gesteuert wird der Magnetrichtung direkt an das elektronische Steuergerät angesetzt antrieb für die Blendenlamellen und derjenige für die Sekto-und mittels eines mechanischen Kraftübertragungskabels an 50 ren von einem elektronischen Steuergerät 9, welches unter an-den hinteren Standartenrahmen angeschlossen sein. Diese derem zur manuellen Vorwahl der Belichtungszeit oder zur Ausführungsform ermöglicht den Verzicht auf das die Schalt- beleuchtungsabhängigen Ermittlung und Eingabe dieses Pa-einrichtung mit dem elektronischen Steuergerät verbindende rameters in den Magnetverschluss 7 mit Hilfe einer Lichtmes-elektrische Steckerkabel. sonde geeignet ist. Ein Steuergerät mit diesen spezifischen Ei-
55 genschaften ist Gegenstand der DE-AS 28 40 185 und in die-
Eine Steckeraufnahme des elektronischen Steuergeräts sem Schutzrecht hinsichtlich Aufbau und Arbeitsweise näh^r kann einem drehbar gelagerten Knebel einer Schaltvorrich- umschrieben.
tung zum Öffnen von Verschluss und Blende geometrisch so Wesentlicher Bestandteil eines Steuergeräts dieser Art ist zugeordnet sein, dass das Ansetzen eines dem elektrischen eine elektronische Steuerschaltung, die im Schaltbild gemäss Steckerkabel bzw. der Schalteinrichtung zugehörigen Stek- «o Fig. 3 nur en bloc angedeutet und generell mit 11 bezeichnet kers ausschliesslich in einer das völlige Schliessen des Ver- worden ist. Die mit der elektronischen Steuerschaltung elek-schlusses und das Einstellen der Blendenlamellen auf Arbeits- trisch verbindbaren, verschlusseitig angeordneten Magnetstellung bewirkenden Schaltstellung möglich ist. Fehlbedie- antriebe für die Sektoren und die Blendenlamellen sind in dienungen durch den Photographen, die ihre Ursache in einer et- sem Schaltbild nur symbolisch veranschaulicht und mit 12 waigen falschen Schalterstellung haben könnten, lassen sich 65 und 13 bezeichnet. Weiter ist aus dieser Darstellung ersicht-auf diese Weise mit absoluter Sicherheit vermeiden. lieh, dass die elektronische Steuerschaltung 11 über Leitungen
Einzelheiten von Ausführungsformen der Erfindung sind 14 und 15 von einer Stromquelle 16 gespeist wird, die selbst nachstehend näher umschrieben und in den Zeichnungen an- im Steuergehäuse untergebracht sein kann. Über die elektro-
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nische Steuerschaltung hinaus verfügt das Steuergerät 9 noch über die Möglichkeit einer manuellen Beeinflussung der Magnetantriebe 12 und 13, und zwar zu dem Zweck, den Photographen bei Benutzung des Steuergeräts 9 in die Lage zu versetzen, eine Beobachtung der Mattscheibe 5a sowohl mit Beurteilung der Tiefenschärfe bei voreingestellter Blendenöffnung als auch bei Volloffenstellung der Blende vorzunehmen. Zur Realisierung dieser Bedienungsvorgänge ist ein von Hand betätigbarer Schalthebel 18 vorgesehen, der seinerseits Kontaktschaltern 19 und 20 so zugeordnet ist, dass bei Betätigung aus einer Grundstellung heraus, in der die Sektoren geschlossen und die Blendenlamellen auf Arbeitsöffnung eingestellt sind, nacheinander zunächst der Schalter 19 und nachfolgend der Schalter 20 in Kontaktlage gebracht werden. Geschieht dies, wird der den Verschlussektoren zugeordnete Magnetantrieb 12 und der die Blendenlamellen bewegende Magnetantrieb 13 an Batteriespannung gelegt, wobei zunächst die Sektoren von der Schliessstellung und nachfolgend die Blendenlamellen aus der Arbeitsstellung in die Volloffenstellung bewegt werden. Die verschiedenen Schaltstellungen des vorzugsweise als Knebelschalter ausgebildeten Schaltorgans 18 sind in der zeichnerischen Darstellung gemäss Fig. 1,5 und 6 mit " A", "B" und "C" bezeichnet; in Fig. 5 zusätzlich noch der momentane Zustand von Verschluss und Blende symbolisch angedeutet. Demnach bedeuten:
"A"- Stellung = Verschluss (geschlossen) und Blende (Arbeitsstellung) eingestellt, Kamera aufnahmebereit.
"B"- Stellung = Verschluss (offen) und Blende (Arbeitsstellung) zur Mattscheibenbeobachtung mit Tiefenschärfebeurteilung eingestellt.
"C"- Stellung = Verschluss (offen) und Blende (volloffen) aufhelle Mattscheibe mit verringerter Tiefenschärfeerkennung eingestellt.
Gemäss Darstellung in Fig. 5 ist der Knebelschalter 18 im Gehäuse des Steuergeräts 9 drehbar gelagert. Mit diesem Schalthebel drehfest verbunden sind Schaltnocken, die ebenso wie die mit ihnen zusammenarbeitenden Kontaktschalter im Innern des Steuergehäuses 9 angeordnet und daher in dieser Darstellung nicht erkennbar sind. Die Schaltnocken wirken, wie in Fig. 3 die gestrichelten Linien andeuten sollen, mit den Kontaktschaltern 19 und 20 zeitlich versetzt in einer Weise zusammen, dass beim Verlassen der Grundstellung "A" des Schalthebels 18 zunächst der Schalter 19 betätigt und damit der Elektromagnet 12 an Spannung gelegt wird, wodurch sich der Verschluss öffnet und zur Mattscheibenbeobachtung in Offenstellung verbleibt. Noch befindet sich dabei die Blende auf Arbeitsstellung, wodurch die Voraussetzung für eine Tiefenschärfebeurteilung gegeben ist. Legt der Photograph indessen grösseren Wert auf eine helle Mattscheibe und weniger auf eine gute Tiefenschärfebeobachtung, so braucht er lediglich den Knebelschalter 18 weiterzuschalten, was zur Folge hat, dass nunmehr ausser dem Kontaktschalter 19 auch noch der Kontaktschalter 20 betätigt und damit der die Blendenlamellen in Offenstellung bewegende Magnetantrieb 13 unter Spannung gesetzt wird. Will der Photograph die vorbeschriebenen Bedienungsvorgänge rückgängig machen, braucht er lediglich den Schalthebel 18 in der entgegengesetzten Drehrichtung, d.h. aus der Schaltstellung "C" über die Schaltstellung "B" wieder in die Grundstellung " A" zu bewegen, wobei zunächst die Stromzufuhr zum Magnet 13 und sodann zum Magnet 12 unterbrochen wird, was gleichbedeutend damit ist, dass erst die Blendenlamellen in die vorgewählte Arbeitsstellung und dann die Sektoren wieder in die Schliessstellung zurückkehren. Ist zuvor die Belichtungszeit manuell oder lichtabhängig mittels eines Sensors o.dgl. in das elektronische Steuergerät 9 eingegeben, so kann die Auslösung des Magnetverschlusses 7 erfolgen, wozu eine am Steuergerät vorhandene Auslösetaste zu betätigen ist. Sobald dies geschieht, wird durch Auslösung eines elektrischen Schaltimpulses in der Steuerschaltung 11 der Magnetverschluss 7 zur Ausübung seiner Funktion, d.h. zum Öffnen und Wieder-schliessen nach einem mehr oder weniger grossen Zeitintervall, veranlasst.
An Stelle der Betätigung der vorbeschriebenen, der Mattscheibenbeobachtung dienenden Öffnungseinrichtung durch den Knebelschalter 18 könnte auch ein Fernbedienungskabel Anwendung finden, das mit einem Anschlussstecker versehen, mit einer an der Rückseite des Steuergeräts 9 vorhandenen Steckbuchse 22 in Verbindung bringbar und von Hand betätigbar ist. Geht man noch einen Schritt weiter und versieht das Fernbedienungskabel mit einem mit Kontaktschaltern ausgestatteten Adapter, der seinerseits eine mechanische Verbindung zum Mattscheibenrahmen 5 der Kamera besitzt, so schafft man damit eine sogenannte Kassettenautomatik, wie sie vom Prinzip her gesehen Fachkameras mit mechanischem, d.h. federangetriebenem Verschluss schon bekannt ist. Dort allerdings genügt zur Herstellung einer mechanischen, beim Einsetzen einer Filmkassette in den Mattscheibenrahmen eine selbsttätige Schliessung des Kameraverschlusses herbeiführenden Verbindung zwischen Mattscheibenrahmen und Verschluss einer einfacher, flexibler Drahtauslöser. Bei einem Kameraverschluss mit elektromagnetisch betätigbaren Sektoren und Blendenlamellen lässt sich eine derart einfache Technik verständlicherweise nicht anwenden, und zwar deswegen schon nicht, weil ein Magnetverschluss keinerlei Eingriffsmöglichkeiten besitzt, d.h. man auf einen Magnetantrieb nicht ohne weiteres mechanischen Einfluss ausüben kann und zum anderen eine Sektorenbetätigung unter Umgehung des Magnetantriebs, wenn überhaupt, nur durch den Aufwand von zusätzlichen, im Verschlussgehäuse unterzubringenden mechanischen Stellmechanismen für Sektoren und Blendenlamellen verwirklichen könnte.
Voraussetzung für die Realisierung einer Kassettenautomatik bei einer mit Magnetverschluss ausgestatteten und ferngesteuerten Fachkamera ist daher eine Einrichtung, die es erlaubt, einen mechanischen, vom Mattscheibenrahmen beim Einsetzen einer Filmkassette ausgehenden Schaltimpuls in einen elektrischen umzuwandeln, ferner diesen an das elektronische Steuergerät 9 weiterzuleiten. Zu diesem Zweck ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, die hintere Standarte 4 der Kamera mit einer Gewindebohrung 4a versehen, an die ein mit einem Anschlussnippel 23 versehenes mechanisches Kraftübertragungsorgan 24 nach Art eines bekannten Drahtauslösers an-schliessbar ist. Mit dem anderen Ende ist das Kraftübertragungsorgan 24 wiederum mittels eines Gewindenippels 25 an einem Gehäuse 26 angeschlossen, das Bestandteil einer Schalteinrichtung ist. In diesem Gehäuse sind zwei mechanisch betätigbare Schaltkontakte 27 und 28, vorzugsweise Mikroschalter, angeordnet, die ihrerseits durch zwei drehbeweglich auf einem Stift 29 gelagerte Hebel 30 und 31 betätigbar sind. Die Zuordnung und Ausbildung dieser beiden Hebel ist dabei so gewählt, dass der durch den Teil 24a eines Kraftübertragers 24 in seiner Lage beeinflussbare Hebel 30 bei Druckbelastung den anderen Hebel 31 mitnimmt, wozu am Hebel 30 ein seitwärts gerichteter, auf dem Hebel 31 aufliegender Lappen 30a ausgebildet ist. Beide Kontaktschalter 27 und 28 stehen mit dem einen Ende eines elektrischen Stekkerkabels 32 in Verbindung, welches andernends mit einem Stecker 30 versehen ist. Dieser wiederum ist auf die an der Rückseite des Steuergeräts 9 angeordnete Steckbuchse 22 aufsteckbar. Da die Mikroschalter 27 und 28, wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, als Ruhekontakte (Trenner) ausgeführt sind, also in Ruhelage Kontakt haben, wird beim Ansetzen der Schalteinrichtung 26 bzw. des Steckers 33 auf die Steckbuchse 22 in der Steuerschaltung 11 eine Schaltfunktion ausgelöst, die die Bestromung der Magnetantriebe 12 und 13 und
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somit eine Vollöffnung der Sektoren einschliesslich der Blendenlamellen im Objektiwerschluss 7 zur Folge hat. Die Kamera befindet sich damit in dem für eine Mattscheibenbeobachtung geeigneten Betriebszustand.
Entschliesst sich nunmehr der Photograph zur Durchführung einer Aufnahme und setzt, wie in Fig. 1 angedeutet, eine Filmkassette 35 in den hinteren Standarten- bzw. Mattscheibenrahmen 4, 5 ein, so wirkt die Kassette am Ende ihrer Einschubbewegung mit der vorauseilenden Kante auf den verschiebbaren Teil 24a des Kraftübertragers 24 ein. Letzterer betätigt über die beiden Hebel 30 und 31 die Ruhekontakte der Schalter 27 und 28. Die Schalterbetätigung wird über die Kabelverbindung 32 dem Steuergerät 9 mitgeteilt, welches den Stromfluss im Spulensystem des die Sektoren in Offenstellung haltenden Magnetantriebs 12 umkehrt und die Stromzufuhr zu dem die Blendenlamellen ebenfalls in Offen-stellung haltenden Magnetantrieb 13 unterbricht. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Sektoren voll schliessen und die Blendenlamellen aif die voreingestellte Öffnungsweite einschwingen. Die Kamera kann nun ausgelöst werden, wozu ein am Steuergerät 9 vorgesehener Auslöseknopf betätigt werden muss.
Will der Photograph in die Mattscheibenbetrachtung eine Beurteilung der Tiefenschärfe miteinbeziehen, so braucht er bei angeschlossener Schalteinrichtung 26 hierzu lediglich die in dessen Gehäuse verschiebbar geführte Fingertaste 38 zu drücken. Diese wiederum wirkt auf den Arm 31a des vorzugsweise als Winkelhebel ausgebildeten Hebels 31 ein, der damit den Kontakt im Schalter 27 aufhebt. Während hierbei die Stromzufuhr zum Magnetantrieb 13 unterbrochen und daraus resultierend die Blendenlamellen zum Einschwingen auf die vorgewählte Öffnungsweite veranlasst werden, verbleibt der dem Schaltkontakt 27 zugeordnete Hebel 30 in seiner bisherigen Lage, was bedeutet, dass auch die Sektoren des Magnetverschlusses die Offenstellung beibehalten.
Bei der Vorbereitung von Aufnahmen solcher Objekte mit ausgeprägtem Kontrast kann es für den Photographierenden von Nutzen sein, wenn er sich bei der Belichtungseinstellung einer an sich bekannten, mit Sensor ausgestatteten, in den Standarten- bzw. Mattscheibenrahmen 4,5 einsetzbaren Messkassette 40 bedient. Da eine Betätigung der Schalteinrichtung 26 beim Einschieben der Messkassette 40 in den Standarten- bzw. Mattscheibenrahmen 4,5 verhindert werden muss, weil sonst die Sektoren in die Schliessstellung und
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die Blendenlamellen in die Arbeitsstellung überwechseln würden, ist die Messkassette, wie in Fig 8 gezeigt, mit einer Aussparung 40a versehen worden, die eine Druckbelastung auf den beweglichen Teil 24a des Kraftübertragers 24 vermeidet. Eine derartige Aussparung 5b besitzt natürlich auch der Mattscheibenrahmen 5 im unteren Kantenbereich, wie Fig. 4 deutlich zeigt.
In Fig.5 ist in grösserem Massstab jener Teilbereich des Gehäuses des Steuergeräts 9 veranschaulicht, in dem der dem manuellen Öffnen von Verschluss und Blende zur Mattscheibenbeobachtung dienende Knebelschalter 18 angeordnet ist. Hat sich der Photograph bei Durchführung einer Aufnahme für die Anwendung der Kassettenautomatik, also für die Verwendung der Schalteinrichtung 26 entschieden, so setzt dies voraus, dass der Knebelschalter 18 die Schaltstellung "A" und nicht eine der anderen möglichen Schaltstellungen "B" oder "C" einnimmt, denn nur in der Schaltstellung " A" befindet sich der Verschluss vor Kameraauslösung in Geschlossenstellung und die Blendenlamellen in der voreingestellten Arbeitsstellung. Fehlbedienungen, die ihre Ursache in einer falschen Voreinstellung des Knebelschalter 18 haben würden, lassen sich mit absoluter Sicherheit auf einfache Weise dadurch vermeiden, wenn man diejenige Steckbuchse 22', die der Aufnahme des der Schalteinrichtung 26 zugehörigen Steckers 33 dient, so anordnet, dass ein Aufstecken des Steckers nur möglich ist, wenn sich der Schalthebel 18 in der Schaltstellung "A" befindet. In den beiden anderen Schaltstellungen "B" und "C" liegt der Schaltknebel 18 wenigstens teilweise über der Steckbuchse 22' und blockiert damit die Ausführung der Steckverbindung.
Gemäss den weiteren in Fig. 6 und 7 veranschaulichten Ausführungsbeispielen der vorbeschriebenen Kassettenautomatik für Fachkameras mit Magnetverschluss könnte die Schalteinrichtung 26' bzw. 26" unmittelbar am Steuergehäuse 9 (Fig. 6) oder unmittelbar am hinteren Standarten- bzw. Mattscheibenrahmen 4,5 der Kamera (Fig.7) angesetzt sein. Bei analoger, mit der vorbeschriebenen Konzeption einer Schalteinrichtung hinsichtlich Schalterbestückung und Betätigungselementen übereinstimmender Ausstattung der beiden Varianten von Schalteinrichtungs-Anordnungen könnte im einen Falle auf die Verwendung eines Kraftübertragers und im anderen Falle auf die Verwendung eines elektrischen Kabels verzichtet werden.
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CH1204/81A 1980-04-16 1981-02-24 Photographische vorrichtung, bestehend aus einer kamera und einer mit dieser verbundenen steuereinrichtung. CH651402A5 (de)

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