CH651861A5 - Verfahren zum strecken eines in das webfach einer schuetzenlosen webmaschine eingetragenen schussfadens und webmaschine zur durchfuehrung des verfahrens. - Google Patents
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- CH651861A5 CH651861A5 CH5126/81A CH512681A CH651861A5 CH 651861 A5 CH651861 A5 CH 651861A5 CH 5126/81 A CH5126/81 A CH 5126/81A CH 512681 A CH512681 A CH 512681A CH 651861 A5 CH651861 A5 CH 651861A5
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- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/28—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein the weft itself is projected into the shed
- D03D47/30—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein the weft itself is projected into the shed by gas jet
- D03D47/3066—Control or handling of the weft at or after arrival
- D03D47/308—Stretching or holding the weft
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Strecken eines in das Webfach einer schützenlosen Webmaschine durch einen von einer am einen Ende des Webfachs angeordneten Blasdüse gelieferten Transportluftstrom eingetragenen Schussfadens, bei welchem der Transportluftstrom am anderen Ende des Webfachs zusammen mit dem aus dem Webfach ragenden Ende des eingetragenen Schussfadens unter einem Winkel gegenüber der Schussrichtung umgebogen und mittels eines in der Umbiegerichtung zugeführten Hilfsluftstrahls einem Mischrohr zugeführt wird.
Bei einem aus dem CH Patent Nr. 563 479 bekannten Verfahren dieser Art wird der Hilfsluftstrahl ringförmig um den umgebogenen Transportluftstrom herum zugeführt. Dabei wird die Energie des Hilfsluftstrahls nicht hauptsächlich zum Strecken des eingetragenen Schussfadens benützt,
sondern primär dazu, den gesamten Transportluftstrom anzusaugen und zu beschleunigen. Ausserdem erfolgt bei diesem Verfahren die Zufuhr des Hilfsluftstrahls relativ weit neben der betreffenden Warenleiste, so dass die aus dem s Webfach ragenden Schussfadenenden relativ lang sein müssen, was wiederum zu einem relativ grossen Schussfadenabfall führt.
Es sind deshalb Vorschläge zur Verbesserung dieses Verfahrens gemacht worden. So sind beispielsweise im GB io Patent Nr. 1 365 903 und im CH Patent Nr. 619 495 Verfahren beschrieben, bei denen der Transportluftstrom am anderen Ende des Webfachs nicht umgebogen wird und deswegen zum Grossteil an der Eintrittsöffnung des etwa senkrecht zur Schussrichtung angeordneten Mischrohrs vor-15 beiströmt. Der Hilfsluftstrahl wird dabei in Form eines konzentrierten Strahls quer durch den Transportluftstrom hindurch in das Mischrohr geleitet und nimmt dabei nur einen Teil des Transportluftstrom mit. Dabei wird auch das vordere Ende des eingetragenen Schussfadens mitgenom-20 men und dieser wird dadurch gestrafft.
Obwohl sich diese Verfahren in der Praxis gut bewährt haben, kann es zumal bei schweren Garnsorten vorkommen, dass das vordere Ende des eingetragenen Schussfadens zuerst am Hilfsluftstrahl vorbei fliegt und erst später in das 25 Mischrohr gesaugt wird. Zu diesem Zeitpunkt könnte aber der Fachwechsel schon so weit fortgeschritten sein, dass der betreffende Schussfaden nicht mehr vollständig gestreckt werden kann.
Durch die Erfindung soll nunmehr ein Verfahren ange-30 geben werden, bei welchem der Schüssfadenabfall möglichst klein gehalten wird und auch Schussfäden schwerer Garnsorten zuverlässig gestreckt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass man bei einem Verfahren der eingangs genannten Art 35 den Hilfsluftstrahl als konzentrierten Strahl zentral in den umzubiegenden Transportluftstrom führt.
Da beim erfindungsgemässen Verfahren das Kopfende des eingetragenen Schussfadens mit dem umbiegenden Transportluftstrom auf das Mischrohr zu geleitet wird, 40 kann es nicht mehr am Mischrohr vorbeifliegen. Ausserdem gerät dieses Kopfende im Unterschied zu dem aus dem CH Patent Nr. 563 479 beschriebenen Verfahren unmittelbar unter den Einfluss der sehr hohen Luftgeschwindigkeit des konzentrierten Hilfsluftstrahls. Damit findet eine schnelle 45 Kraftübertragung vom Hilfsluftstrahl auf den Schüssfaden statt, was dessen schnelle und zuverlässige Streckung garantiert. Der entsprechende Schussfadenabfall kann dabei äusserst klein gehalten werden.
Die Erfindung betrifft weiter eine Webmaschine zur so Durchführung des genannten Verfahrens, mit einem einen Transportkanal für den Schussfaden bildenden Webblatt; mit einer an der einen Seite des Webfachs angeordneten Blasdüse; mit einer an der anderen Seite des Webfachs angeordneten Einrichtung zum Strecken und Gespannthalten des 55 eingetragenen Schussfadens während der Anschlagbewegung des Webblatts mittels eines Hilfsluftstrahls, welche Einrichtung ein an den Transportkanal anschliessendes und zu einem sich unter einem Winkel zur Mittelachse des Transportkanals erstreckenden Mischrohr führendes Fiihrungs-60 stück sowie Mittel für die Zufuhr des Hilfsluftstrahls aufweist.
Die erfindungsgemässe Webmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel so ausgebildet sind, dass der Hilfsluftstrahl in das Führungsstück in Strahlrich-65 tung vor die Eintrittsöffnung des Mischrohrs als konzentrierter, in die Mittelachse des Mischrohrs gerichteter Luftstrahl eingebracht wird.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in den
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Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Teils des Webblatts einer pneumatischen Webmaschine, welche mit einer erfindungsgemässen Streckeinrichtung versehen ist,
und
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II von Fig. 1.
In der vorliegenden Beschreibung werden die Begriffe «Luftstrom» und «Luftstrahl» verwendet. Es sei darauf hingewiesen, dass anstelle von Luft auch ein anderes geeignetes strömendes Fluidum, sei es gasförmiger oder flüssiger Art, für Transport und Streckung der Schussfäden verwendet werden kann. Der Ausdruck «Luft» ist somit breit zu verstehen.
In den Figuren ist ein von oberen und unteren Kettfäden 1 bzw. 2 gebildetes Webfach 3 dargestellt, sowie ein Webblatt, dessen Blattzähne 5 an ihrer der Gewebeanschlagkante 4 zugekehrten Frontseite eine im wesentlichen U-förmige Ausnehmung aufweisen. Die Ausnehmungen der Blattzähne 5 bilden einen halboffenen, tunnelartigen Transportkanal für den Schussfaden i, wobei die offene Seite dieses Transportkanals der Gewebeanschlagkante 4 zugekehrt ist. Das von den Blattzähnen 5 gebildete Webblatt ist von einer Weblade 6 getragen, welche im Betrieb in Richtung des Doppelpfeiles P oszillierend angetrieben ist.
An der einen Maschinenseite ist neben dem Webfach 3 eine Blasdüse 7 angeordnet, welche in bekannter und deswegen nicht näher dargestellter Weise fest auf der Weblade 6 montiert sein kann und dazu dient, ein abgemessenes Schussfadenstück i durch den Transportkanal zu transportieren und damit in das Webfach 3 einzutragen. Die Wirkung der Blasdüse 7 kann in bekannter Weise durch weitere in das Webfach 3 eintauchende Blasdüsen unterstützt sein.
An der von der Blasdüse 7 abgekehrten Seite der Webmaschine ist die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Strek-ken und Gespannthalten des eingetragenen Schussfadens i während des Blattanschlags angeordnet. Darstellungsgemäss weist diese Vorrichtung ein in der Verlängerung des Transportkanals angeordnetes, auf der Weblade 6 befestigtes Füh-rungstück 8 auf, welches dazu dient, den an der betreffenden Seite aus dem Webfach 3 heraustretenden Transportluftstrom und das von diesem mitgeführte Schussfadenstück aufzufangen und ausserhalb des Webfaches 3 zu füh- ^ ren. Zu diesem Zweck weist das Führungsstück 8, welches trichterförmig ausgebildet ist, eine dem betreffenden Webfachende zugekehrte Auffangöffnung 12 auf und ist im
übrigen rundum, auch an seinem von der Auffangöffnung 12 abgekehrten Ende, geschlossen.
Zwei einander gegenüberliegende Seitenwände des Führungsstücks 8, darstellungsgemäss die obere und die untere 5 Seitenwand 8a und 8b, weisen je eine Luftdurchlassöffnung 9a bzw. 9b auf. Die beiden Öffnungen 9a und 9b liegen senkrecht übereinander und zwar so, dass ihre gemeinsame Mittelachse die Verlängerung der Mittelachse des Transportkanals ungefähr senkrecht schneidet oder aber in kur-io zem Abstand kreuzt. In die untere Öffnung 9b mündet eine Druckluftzuführleitung 10 und an die obere Öffnung 9a ist ein Mischrohr 11 angeschlossen.
Bei jedem Schusseintrag wird der aus dem Webfach 3 heraustretende Transportluftstrom vom Führungsstück 8 15 aufgefangen und in Richtung auf das darstellungsgemäss nach oben ragende Mischrohr 11 abgebogen. Diese Umlenkwirkung wird dadurch verstärkt, dass die der Luftein-tritt&öffnung 9a des Mischrohrs 11 gegenüberliegende Seitenwand 8b gegen die Schussrichtung schräg nach oben ver-20 läuft. Das kopfseitige Ende des Schussfadens i gelangt beim Umlenken des Transportluftstroms unmittelbar in den Wirkbereich des aus der Öffnung 9b heraustretenden konzentrierten Hilfsluftstrahls und wird dadurch zum Mischrohr 11 mitgenommen, in welchem sich der Hilfsluftstrahl mit 25 dem Transportluftstrom mischt. Dabei kommt das genannte Schussfadenende unter Reibung am Rand der die Mündung des Mischrohrs 11 bildenden Öffnung 9a zu liegen. Es hat sich gezeigt, dass diese Reibungsberührung von grosser Wichtigkeit dafür ist, dass der Schussfaden i während des 30 Schussanschlags und des Einbindens in die Ware gespannt gehalten wird.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Momentzustand der Webmaschine hat das kopfseitige Ende des Schussfadens i soeben das Webfach 3 durchflogen und die Streckvorrich-35 tung beginnt mit dem Strecken des Schussfadens i. Gleichzeitig bewegt sich die Weblade 6 mit dem aus den Blattzähnen 5 gebildeten Webblatt aus ihrer zurückgezogenen Lage gegen die Gewebeanschlagkante 4.
Wenn das Webblatt nach dem Anschlag in seine zurück-40 gezogene Lage zurückschwenkt, bleibt der soeben angeschlagene Schussfaden in seiner angeschlagenen und mittlerweile auch in die Ware eingebundenen Lage und das aus der Warenleiste herausragende Schussfadenende wird bei dieser Rückwärtsbewegung der Weblade 6 aus dem 45 Mischrohr 1 herausgezogen. Anschliessend wird das genannte Schussfadenende in bekannter Weise abgeschnitten und von einer nicht dargestellten Saugdüse abgeführt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Strecken eines in das Webfach einer schützenlosen Webmaschine durch einen von einer am einen Ende des Webfachs angeordneten Blasdüse gelieferten Transportluftstrom eingetragenen Schussfadens, bei welchem der Transportluftstrom am anderen Ende des Webfachs zusammen mit dem aus dem Webfach ragenden Ende des eingetragenen Schussfadens unter einem Winkel gegenüber der Schussrichtung umgebogen und mittels eines in der Umbiegerichtung zugeführten Hilfsluftstrahls einem Mischrohr zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass man den Hilfsluftstrahl als konzentrierten Strahl zentral in den umzubiegenden Transportluftstrom führt.
2. Webmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem einen Transportkanal für den Schussfaden bildenden Webblatt; mit einer an der einen Seite des Webfachs angeordneten Blasdüse; mit einer an der anderen Seite des Webfachs angeordneten Einrichtung zum Strecken und Gespannthalten des eingetragenen Schussfadens während der Anschlagbewegung des Webblatts mittels eines Hilfsluftstrahls, welche Einrichtung ein an den Transportkanal anschliessendes und zu einem sich unter einem Winkel zur Mittelachse des Transportkanals erstreckenden Mischrohr führendes Führungsstück sowie Mittel für die Zufuhr des Hilfsluftstrahls aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel so ausgebildet sind, dass der Hilfsluftstrahl in das Führungsstück (8) in Strahlrichtung vor die Eintrittsöffnung (9a) des Mischrohrs (11) als konzentrierter in die Mittelachse des Mischrohrs gerichteter Luftstrahl eingebracht wird..
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PATENTANSPRÜCHE
3. Webmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsstück (8) trichterartig ausgebildet und im Bereich des Endes mit dem kleineren Querschnitt geschlossen und im Bereich des Endes mit dem grösseren Querschnitt offen ist, wobei diese Öffnung (12) gegen den Transportkanal gerichtet ist.
4. Webmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischrohr (11) von der einen Seite (8a) des Führungsstücks (8) abzweigt und dass die Mittel für die Zufuhr des Hilfsluftstroms in dessen gegenüberliegende Seite (8b) münden.
5. Webmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel durch ein Rohr (10) gebildet sind, dessen Achse mit derjenigen des Mischrohrs (11) fluchtet und dessen Innendurchmesser kleiner ist als derjenige des Mischrohrs.
6. Webmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Eintrittsöffnung (9a) des Mischrohrs (11) einen Reibungswiderstand gegen eine Lok-kerung des gespannten Schussfadens bildet.
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| PL | Patent ceased |