CH652107A5 - Vorrichtung zum aufwinden von garn. - Google Patents

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CH652107A5
CH652107A5 CH4745/81A CH474581A CH652107A5 CH 652107 A5 CH652107 A5 CH 652107A5 CH 4745/81 A CH4745/81 A CH 4745/81A CH 474581 A CH474581 A CH 474581A CH 652107 A5 CH652107 A5 CH 652107A5
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wheel
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roller
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CH4745/81A
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Horst Feiler
Guenter Koenig
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Zinser Textilmaschinen Gmbh
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwinden von Garn gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Garnaufwindevorrichtungen finden bevorzugt Einsatz an Texturiermaschinen, insbesondere Falschzwirnmaschinen, da sie hohe Garnaufwindegeschwindigkeiten von bspw. 400 bis 1000 m/min und mehr ermöglichen, doch können sie gebegenenfalls auch bei anderen Textilmaschinen vorgesehen sein.
Unter Garn sind alle Arten von mit derartigen Vorrichtungen aufwindbaren Fäden verstanden, einschliesslich Endlosfäden, Fäden aus Naturfasern und künstliche Fasern, Filamenten, Einzelfilamente, Zwirne und dergleichen.
Bei den mit der Vorrichtung nach der Erfindung herzustellenden Wicklungen handelt es sich um Wicklungen hoher Windungsdichte (Windungsdichte = Anzahl der Garnwindungen pro Verlegehub), die man als Parallelwicklungen bezeichnen kann, weil, wenn die Modulationshübe nicht stattfinden würden, dann also das Garn nur durch die relativ langsamen, langen Hübe der Legeschiene verlegt würde, es zu einer reinen Parallelwicklung im herkömmlichen Sinne und nicht zu einer Kreuzspule (Kreuzwicklung) aufgewunden würde. Durch die Modulationshübe werden jedoch die während eines Hubs der Legeschiene aufgewundenen Garnwindungen gegenseitig überkreuzt. Die während eines Hubs (Aufwärtshubs oder Abwärtshubs) der Legeschienen aufgewundenen Garnwindungen bezeichnet man als eine Windungsschicht. Die Garnwindungen der einzelnen Windungsschicht überkreuzen sich also infolge der Modulationshübe. Man kann deshalb diese Wicklung als Parallelwicklung mit sich innerhalb jeder Windungsschicht überkreuzenden Garnwindungen bezeichnen.
Ferner ist unter einem «Spiegel» des in Aufwindung begriffenen Garnwicklungskörpers folgendes verstanden. Wenn das Garn nur durch die Hubbewegungen der Legeschiene verlegt wird und keine Modulationshübe stattfinden, dann bilden sich bei bestimmten Durchmessern des Garnwicklungskörpers auf seinem Umfang Muster, die als Rautenmuster beginnen, dann beim weiteren Aufwinden sich zu spiralförmigen Bändern weiter entwickeln und bei Filamentgarnen schliesslich zu einem glatten, spiegelartigen Aussehen des Umfanges führen und dann beim weiteren Aufwinden in der entgegengesetzten Reihenfolge wieder abklingen. Diese Spiegel stören den Wicklungsaufbau und können auch beim späteren Abziehen des Garnes zu Ablaufschwierigkeiten führen, beispielsweise bei Filamentgarnen zur Garnspaltung mit Garnriss führen. Auch kann diese während des Aufwindens stattfindende Spiegelbildung zu rauhem, unruhigem Lauf des in Aufwindung begriffenen Garnwicklungskörpers führen.
Bei einer bekannten Garnaufwindevorrichtung der eingangs genannten Art (DE-OS 2 651 816) ist das Garnumlenkorgan eine Exzenterscheibe mit kreisrunder Garnnut, die den langen, relativ langsam erfolgenden Auf- und Abwärtshüben der Lege5
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schiene viel kürzere Modulationshübe überlagert. Durch die Modulationshübe wird das Garn mit sich fortlaufend änderndem Steigungswinkel aufgewunden. Die Garnwindungen kreuzen sich so innerhalb jeder Windungsschicht und es wird besserer Zusammenhalt des Garnwicklungskörpers und später auch s leichteres Abwinden des Garnes erreicht. Jedoch ist das für die Kreuzungswinkel der sich kreuzenden Garnwindungen massgebende Verhältnis V der Länge des einzelnen Modulationshubes des Garnes zur Länge des während dieses Modulationshubes aufgewundenen Garnes relativ gering, weil man die Exzentrizi- io tät der durch das Garn mit angetriebenen Exzenterscheibe nicht sehr gross treffen kann. Auch können sich die während jeder Umdrehung stattfindenden Winkelverzögerungen und Winkelbeschleunigungen der Exzenterscheibe auf das antreibende Garn ungünstig auswirken und können auch die zulässigen Auf- is windegeschwindigkeiten des Garnes verringern. Ferner muss die Aufwindespannung des Garnes relativ gross sein.
Zur Vermeidung dieser Nachteile und um auch wesentlich grössere Verhältnisse V erreichen zu können, ist ausgehend von einer Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1 20 erfindungsgemäss vorgesehen, dass das Rad zu seinem Antrieb durch das Garn mindestens eine zu seiner Drehachse konzentrische, runde Antriebsfläche aufweist, und dass dem Rad eine zweite Garntransportvorrichtung nachgeordnet ist, die das Garn zu mindestens einem am Rad exzentrisch angeordneten 2s Garnumlenkorgan, das das Garn zur Reibwalze umlenkt, liefert.
Bei dieser erfindungsgemässen Vorrichtung wird das Rad durch das von der ersten zur zweiten Garntransportvorrichtung laufende Garn angertrieben und erst danach läuft das Garn von 30 der zweiten Garntransportvorrichtung über das am Rad exzentrisch angeordnete, die Modulationshübe erzeugende mindestens eine Garnumlenkorgan zur Reibwalze. Hierdurch ist der von der zweiten Garntransportvorrichtung zur Reibwalze laufende Garnbereich vom Antrieb des Rades befreit und hier- 35 durch wesentlich geringeren Beanspruchungen als bisher ausgesetzt. Auch kann die Aufwindespannung des Garnes viel kleiner als bisher sein und es kann sogar nahezu spannungsloses Aufwinden des Garnes erfolgen. Auch lassen sich wesentlich grössere Verhältnisse V als bisher und damit wesentlich grössere 40 Kreuzungswinkel der Garnwindungen der Wicklung erreichen. Hierdurch wird der Zusammenhalt der Wicklung wesentlich besser und, wenn sie mindestens ein konisches Stirnende aufweist, können für dieses deshalb auch erheblich grössere Kegelwinkel als bisher vorgesehen werden, so dass die Wicklung bei 45 unveränderter axialer Länge mehr Garn enthält. Es ist zumindest in vielen Fällen auch möglich, mindestens ein Stirnende der Wicklung plan, d.h. eben herzustellen. Auch das spätere Abziehen des Garnes von der Wicklung ist leichter und selbst über Kopf problemloser als bisher möglich. Bei Filamentgarnen ist 50 auch die Gefahr der Garnspaltung mit nachfolgendem Garnriss beim Abziehen behoben oder zumindest erheblich verringert.
Auch ermöglicht die Erfindung besonders hohe Aufwindegeschwindigkeiten des Garnes.
Indem die Erfindung das Aufwinden des Garnes mit wesent- 55 lieh geringerer Garnspannung ermöglicht, lassen sich auch weniger harte Wicklungen als bisher herstellen, gegebenenfalls sogar weiche Wicklungen. Die bisher notwendigen relativ hohen Aufwindespannungen des Garnes führten dagegen stets zu sehr harten Garnwicklungsköpern und dadurch oft sogar dazu, dass 60 die Wicklung die sie tragende Hülse zusammendrückte, wenn sie nicht aus Metall bestand, sondern aus Pappe oder dergleichen.
Besonders vorteilhaft ist es im allgemeinen, ein einziges Garnumlenkorgan vorzusehen. Doch können in vielen Fällen 65 mit Vorteil auch mehrere Garnumlenkorgane vorgesehen sein, die zusammenwirkend das Garn zur Reibwalze umlenken. Hierdurch lassen sich besonders geringe Längenänderungen des
Garnbereiches zwischen der zweiten Garntransportvorrichtung und der Reibwalze während der Modulationshübe und gegebenenfalls auch noch höhere Frequenzen der Modulationshübe und noch geringere Wellenlängen der sinusförmigen Wellen, in denen das Garn aufgewunden wird, erreichen.
Der das Garn umlenkende Bereich des Garnumlenkorgans kann vorzugsweise gerade und zylindrisch und achsparallel zur Drehachse des Rades angeordnet sein und zweckmässig geringen Durchmesser von vorzugsweise maximal 4 mm, besonders zweckmässig von 1 bis 3 mm aufweisen. Dies ist baulich äusserst einfach realisierbar. Besonders einfach ist es, das Garnumlenkorgan als einen am Rad stirnseitig fest angeordneten geraden Stift auszubilden. In manchen Fällen kann das Garnumlenkorgan auch eine am Rad exzentrisch angeordnete, um ihre Längsachse drehbar gelagerte Rolle sein, deren Drehachse achsparallel zum Rad gerichtet ist. Dies kann bei empfindlichen Garnen zur Vermeidung von dessen Reibung am Garnumlenkorgan in manchen Fällen zweckmässig sein.
Die Modulationshubbewegungen verursachen Änderungen der Länge des sich jeweils von der zweiten Garntransportvorrichtung bis zu Reibwalze erstreckenden, durch das Garnumlenkorgan umgelenkten Garnbereiches. Um diese Längenänderung zu verringern, kann gemäss einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass das Garn auf seinem Weg vom Garnumlenkorgan zur Reibwalze durch eine schräg zu ihm gerichtete, an der Legeschiene fest angeordnete Ablenkschiene aus einer kürzesten Bahn seitlich ausgelenkt wird, derart, dass die im Takt der Modulationshübe erfolgenden Hin- und Herbewegungen des Garnes auf dieser Ablenkschiene die genannten Längenänderungen des Garnes verringern.
Die erste und die zweite Garntransportvorrichtung können von an sich bekannten Bauart sein und das Garn schlupffrei mit der jeweils eingestellten, vorzugsweise konstanten Geschwindigkeit transportieren. Vorzugsweise können sie Galetten mit zugeordneten Verlegwalzen sein. Zur baulichen Vereinfachung kann die zweite Garntransportvorrichtung durch die erste Garntransportvorrichtung mit gebildet sein, vorzugsweise eine einzige angetriebene Galette sein.
Der Wicklungsaufbau der Garnwicklungen lässt sich dadurch noch weiter verbessern und die Spiegelbildung mit noch kleineren Modulationshüben bereits unterdrücken, wenn man die Massnahme nach Anspruch 7 vorsieht. Bevorzugt kann dabei der in Anspruch 7 erwähnte Antrieb dem periodischen Hin-und Herbewegen des Garnführers dienen, so dass die Raddrehzahl periodisch geändert wird. Doch ist auch aperiodisches Bewegen dieses Garnführers oft zweckmässig, um die Spiegelbildung noch stärker zu stören.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Garnaufwindevorrichtung in ausschnittsweiser und teilweise gebrochener Darstellung gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 gesehen in Richtung des Pfeiles A,
Fig. 3 ein Rad gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel ; der Erfindung,
Fig. 4A-H stirnseitige Ansichten eines Rades mit zwei Stiften, wobei dieses Rad in acht um je 45° zueinander versetzten Winkelstellungen dargestellt ist,
Fig. 5A eine Draufsicht auf ein Rad, eine Reibwalze und ei-. ne in Aufwindung begriffene Wicklung, wobei eine Ablenkschiene das Garn quer zu den Modulationshüben fortlaufend hin und her verlagert,
Fig. 5B eine Seitenansicht des Rades und der Ablenkschiene der Fig. 5A in vergrösserter Darstellung,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Rades gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte Garnaufwindevorrichtung 10 ist
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an einem Gestellteile 11, 11' aufweisenden Gestell einer nicht näher dargestellten Textilmaschine angeordnet, die eine Vielzahl derartiger Garnaufwindevorrichtungen aufweisen kann. Bei der Textilmaschine kann es sich vorzugsweise um eine Tex-turiermaschine handeln, jedoch kommen auch andere Textilmaschinen in Frage.
Die Garnaufwindevorrichtung 10 weist eine zweckmässig zylindrische Reibwalze 12 mit vertikaler Drehachse auf, die im betrieb mit hoher, vorzugsweise konstanter Umfangsgeschwindigkeit angetrieben ist, deren nicht dargestelltes, fussseitiges Drehlager im Gestellteil 11 angeordnet ist. An diese Reibwalze 12 ist eine an einer um eine vertikale Drehachse schwenkbaren Tragvorrichtung 13 drehbar und auswechselbar gehaltene Hülse 14 bzw. nach Beginn des Aufwindens der auf dieser Hülse 14 in Aufwindung befindliche Garnwicklungskörper 15 angedrückt, so dass die Reibwalze 12 das von ihr transportierte Garn 20 auf den Garnwicklungskörpers 15 mit vorzugsweise konstanter Aufwindegeschwindigkeit aufwindet. Die als Garnträger dienende Hülse 14 ist zweckmässig zylindrisch, so dass auch der auf ihr in Aufwindung befindliche Garnwicklungskörper 15 eine zylindrische Umfangsfläche aufweist, an der oben- und un-tenseitig konische Stirnenden anschliessen. Die Hülse 14 und-die Reibwalze 12 haben zueinander parallele Längsachsen, so dass die Reibwalze 12 und anfangs die Hülse 14 und danach der Garnwicklungskörper 15 sich entlang von Mantellinien ihrer kreiszylindrischen Umfänge berühren. Die Tragvorrichtung 13 hat zwei Arme 16 und eine diese tragende, nicht dargestellte vertikale Welle, welche im Gestellteil 11 um eine zur Reibwalze 12 parallele Drehachse schwenkbar gelagert und durch Federn, Gewicht oder dergleichen drehmomentbelkstet ist, so dass die Hülse 14 bzw. der auf ihr in Aufwindung befindliche Garnwicklungskörper 15 im Betrieb ständig an die Reib walze 12 angedrückt ist. Eine hinter der Reib walze 12 im Abstand von ihr angeordnete Legeschiene 19, die durch eine nicht dargestellte Vorrichtung zu langen, relativ langsamen vertikalen Hubbewegungen (ein Hub kann beispielsweise 30 sec dauern) antreibbar ist, dient dem Verlegen des Garnes 20 zu dem doppelkonischen Garnwicklungskörper 15, der also konische Stirnenden hat und eine Parallelwicklung mit sich in jeder Windungsschicht kreuzenden Garnwindungen bildet. Beispielsweise kann der Hub der Legeschiene 19 über den gesamten Aufwindeprozess von einem Grösstwert langsam bis zu einem Kleinstwert verringert werden. Auch andere Möglichkeiten bestehen.
Beispielsweise könnte das nachfolgend beschriebene Rad 21 mittels einem es tragenden Hebel an der Legeschiene 19 relativ zu ihr auf- und abwärts verschwenkbar angeordnet sein, so dass man durch vorbestimmtes, selbsttätiges Verschwenken des Hebels die Höhe der einzelnen Windungsschichten — während jedes Hubs der Legeschiene 19 wird eine Windungsschicht aufgewunden — während des Aufwindens in vorbestimmter Weise verstellen kann, beispielsweise so, dass durch entsprechendes Verschwenken dieses Hebels die konischen Stirnenden des Garnwicklungskörpers 15 erzeugt werden. Es ist auch möglich, das Garn 20 so aufzuwinden, dass die Parallelwicklung nur an ihrem einen Stirnende konisch und am anderen Stirnende plan oder an beiden Stirnenden plan ausgebildet ist.
An der sich zweckmässig entlang allen an der betreffenden Maschinenseite vorhanden Garnaufwindevorrichtungen erstreckenden Legeschiene 19 ist pro Garnaufwindevorrichtung ein Rad 21 mit horizontaler Drehachse gelagert, das eine zur Drehachse koaxiale runde Umfangsnut für das es antreibende Garn aufweist. Dieses Garn wird durch eine am Gestellteil 11' angeordnete, aus einer angetriebenen Galette 30 zugeordneter 1 Verlegewalze 31 bestehenden Garntransportvorrichtung zur Umfangsnut des Rades 21 geliefert und läuft durch einen Garnführer 29 geleitet wieder zur Galette 30 und Verlegewalze 31 zurück. Es umschlingt die Galette 30 und Verlegewalze 31 sowohl vor Zulauf zum Rad als auch nach Ablauf vom Rad 21 zu seinem schlupffreien Mitnehmen jeweils mehrfach und läuft dann von der Galette 30 zu einem es zur Reibwalze 12 umlenkenden, an den vorderen Stirnseite des Rades befestigten kreiszylindrischen dünnen Stift 25, der am Rad 21 exzentrisch mit zur Raddrehachse paralleler Längsachse angeordnet ist und der durch seinen auf einer Kreisbahn erfolgenden Umlauf um die Raddrehachse dem Garn sehr rasche Modulationshubbewegungen erteilt, so dass es in sinusförmigen Schiagenlinien auf der Hülse 14 aufgewunden wird und hierdurch die Windungen jeder Windungsschicht unter gegenseitigem Überkreuzen aufgewunden werden. Und zwar läuft das Garn 20 vom Stift 25 zu der vom Betrachter der Fig. 1 abgewendeten Rückseite der Reibwalze 12 und das Garn -20 umschlingt den zylindrischen Umfang dieser Reibwalze 12 Um etwas mehr als 180° und wird dann ab der Berührungslinie, an der der Garnwicklungskörper 15 an der Reibwalze 12 anliegt, unmittelbar auf den nur durch die Reib walze 12 angetriebenen Garnwicklungskörper 15 aufgewunden. Bei einem praktischen Versuch wurde mit folgenden Werten aufgewunden:
Aufwindegeschwindigkeit: 700 m/min axiale Länge des Garnwicklungskörpers: 30 cm
Dauer des einzelnen Hubs der Legeschiene 19: 30 sec Länge des Modulationshubes des Garnes beim Auflaufen auf die Reibwalze: 14 mm
Durchmesser der Ringnut des Rades 21: 55 mm
(Anmerkung: Der Durchmesser der Kreisbahn des Stiftes 25 ist grösser als der Modulationshub des Garnes an der Reibwalze.)
Das in Fig. 3 dargestellte Rad 21 unterscheidet sich von dem nach Fig. 1 und 2 dadurch, dass es zwei zueinander koaxiale Ringnuten 27, 27' unterschiedlich grosser Durchmesser hat und dass ferner der Stift 25 durch eine am Rad 21 um eine exzentrisch angeordnete Drehachse drehbar gelagerte Rolle 25'" er-stetzt ist, die das Garn zur Reibwalze 12 umlenkt und die Modulationshübe erzeugt. Das Garn 20 kann mittels eines durch einen linearen, beispielsweise hydraulischen, pneumatischen, elektrischen, mechanischen oder sonstigen Stellantrieb 31 parallel zur Drehachse des Rades 21 hin- und herbewegbaren Garnführers 24 in vorbestimmtem periodischen oder aperiodischen Takt von der Ringnut 27 zur Ringnut 27' und wieder zurück verschoben werden. Hierdurch ändert sich die Drehzahl des Rades 21 entsprechend bei unveränderter Garngeschwindigkeit, so dass das Verhältnis V (V = Länge des Modulationshubes/Länge des während eines Modulationshubes aufgewundenen Garnes) sich während des Aufwindens verändern und der Wicklungszusammenhalt sich hierdurch noch weiter verbessern lässt und auch der Spiegelbildung mit noch kleineren Modulationshüben begegnet werden kann. Gegebenenfalls können auch noch mehr als zwei Ringnuten unterschiedlicher Durchmesser vorgesehen sein. Oder es kann stetige Verstellung der Raddrehzahl vorgesehen sein, indem man gemäss Fig. 6 das Rad 21 mit einer konischen Antriebsfläche 27" versieht, an der das das Rad 21 antreibende Garn anliegt und mittels eines durch den Antrieb 33 lageverstellbaren Garnführers 24 parallel zur Drehachse des Rades 21 periodisch oder aperiodisch hin und her verschoben wird.
In Fig. 4 ist ein Rad 21 in acht verschiedenen Winkelstellungen während einer Umdrehung dargestellt, das zwei auf derselben Kreisbahn umlaufende, um 180° zueinander winkelversetzt angeordnete Stifte 25', 25" hat, die zu ihrer Unterscheidung durch einen Kreis und einen Punkt dargestellt sind und die Modulationshübe in der dargestellten Weise erzeugen. Wenn der Durchmesser dieser Kreisbahn der Stifte 25', 25" dem Durchmesser der Kreisbahn des Stiftes 25 in Fig. 1 entspricht, wird hierdurch unter Verringerung der Länge des Modulationshubs die Frequenz der Modulationshübe verdoppelt. Darüber hinaus sind die durch die Modulationshübe verursachten Längenänderungen des zwischen Galette 30 und Reibwalze 12 befindlichen
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Garnbereiches bei einem Rad 21 nach Fig. 4 ausserordentlich gering. Man kann auch die Kreisbahn der beiden Stifte 25', 25" des Rades 21 nach Fig. 4 gegenüber dem Rad 21 nach Fig. 1 vergrössern, wodurch die Länge der Modulationshübe grösser wird, jedoch Längenänderungen des genannten Garnbereiches weiterhin besonders gering bleiben.
Man kann zur Verringerung dieser sich während jedes Modulationshubes ergebenden Änderung der Länge des Garnbereiches zwischen der Galette 30 und der Reibwalze 12 auch vorsehen, wie es an einem Beispiel in Fig. 5A und B dargestellt ist, zwischen Rad 21 und Reibwalze 12 eine Ablenkschiene 35 anzuordnen, die an der Legeschiene 19 befestigt ist und so schräg angeordnet ist, dass sie das Garn während der Modulationshübe quer zur Hubrichtung und quer zu seiner Laufrichtung auslenkt, derart, dass es in der obersten Stellung des Stiftes 25 am weitesten und in der untersten Stellung nicht oder am geringsten seitlich ausgelenkt ist.
5 Wenn die Garnumlenkstifte, wie 25, 25', 25" oder die Rolle 25'" lang genug sind, um im Betrieb versehentliches Abrutschen des Garnes von ihnen sicher zu verhindern, können diese Stifte bzw. die Rolle wie dargestellt bis zu ihren freien Enden gerade durchgehen. Es ist jedoch auch möglich, an diesem io | freien Ende ein Herunterrutschen des Garnes verhinderndes Abrutschglied, beispielsweise eine dünne Scheibe koaxial anzuordnen oder die Rolle 25'" mit einer Ringnut für das Garn zu versehen usw.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

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1. Vorrichtung zum Aufwinden von Garn mit hoher Aufwindegeschwindigkeit zu einer Parallelwicklung, die sich innerhalb jeder Windungsschicht kreuzende Garnwindungen aufweist, auf eine an einer Tragvorrichtung drehbar und auswechselbar gehaltene Hülse mittels einer angetriebenen Reibwalze, welche vom aufzuwindenden Garn teilweise umschlungen ist und an deren Aussenumfang der in Aufwindung begriffene Garnwicklungskörper zu seinem Drehantrieb und zum unmittelbaren Zuliefem des Garnes zu ihm anliegt, ferner mit einer parallel zur Drehachse der Reibwalze Hubbewegungen ausführenden Legeschiene, die ein drehbar gelagertes Rad trägt, welches durch das ihm von einer ersten Garntransportvorrichtung zugelieferte und an ihm zur Anlage kommende Garn angetrieben wird und das Garn zur Reibwalze umlenkt und dabei den dem Aufwinden des Garnes zur Parallelwicklung dienenden, relativ langsamen Hubbewegungen der Legeschiene viel raschere und viel kürzere Modulationshübe überlagert, durch die es zu den Überkreuzungen der Garnwindungen innerhalb der einzelnen Windungsschicht kommt, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (21) zu seinem Antrieb durch das Garn (20) mindestens eine zu seiner Drehachse konzentrische, runde Antriebsfläche aufweist, und dass dem Rad eine zweite Garntransportvorrichtung (30, 31) nachgeordnet ist, die das Garn zu mindestens einem am Rad exzentrisch angeordneten Garnumlenkor-gan (25; 25', 25"; 25"'), das das Garn zur Reibwalze (12) umlenkt, liefert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Garn umlenkende Bereich des Garnumlenkorgans (25; 25', 25"; 25'") gerade und zylindrisch und achsparallel zur Drehachse des Rades angeordnet ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gerade, zylindrische Bereich des Garnumlenkorgans einen Durchmesser von max. 4 mm aufweist und vorzugsweise durch einen am Rad stirnseitig fest angeordneten Stift (25; 25', 25") gebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Garnumlenkorgan eine um ihre Längsachse drehbar gelagerte Rolle (25'") ist, deren Drehachse achsparallel zum Rad gerichtet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Garntransportvorrichtung (30, 31) durch die erste Garntransportvorrichtung (30, 31) mit gebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Garntransportvorrichtung eine angetriebene Galette (30) mit zugeordneter Verlegewalze (31) ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (21) mehrere Antriebsflächen (27, 27'; 27") unterschiedlicher Durchmesser aufweist und dass ein ungefähr parallel zur Drehachse des Rades lageverstellbar angeordneter Garnführer (24) vorgesehen ist, durch dessen mittels eines Antriebs (33) bewirkbare Lageverstellung das Garn zur Änderung der Raddrehzahl abwechselnd auf die Antriebsflächen unterschiedlicher Durchmesser verschiebbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (33) dem periodischen Hin- und Herbewegen des Garnführers dient.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedlichen Garnanlageflächen des Rades durch Ringnuten (27, 27') gebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnanlageflächen unterschiedlicher Durchmesser durch eine einzige kegelstumpfförmige Fläche (27") gebildet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Garn auf seinem Weg von dem Garnumlenkorgan zur Reibwalze (12) durch eine schräg zu ihm gerichtete, an der Legerschiene (19) fest angeordnete Ablenkschiene (35) aus seiner kürzesten Bahn zur Reibwalze quer zur Modulationshubrichtung ausgelenkt wird, derart, dass hierdurch die durch die Modulationshübe verursachten Längenänderungen des zwischen der zweiten Garntransportvorrichtung und dem Auflaufpunkt des Garnes auf die Reibwalze befindlichen Garnbereiches verringert werden.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Herstellung von konische Stirnenden aufweisenden Parallelwicklungen (15) ausgebildet ist und/oder dass die Reibwalze eine zylindrische Reibwalze ist und/oder dass die Drehachse der Reibwalze vertikal gerichtet ist.
CH4745/81A 1980-07-30 1981-07-20 Vorrichtung zum aufwinden von garn. CH652107A5 (de)

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