CH652203A5 - Hebeeinrichtung fuer munitionseinheiten. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hebeeinrichtung für Munitionseinheiten, die mehrere Greifer aufweist, die dazu bestimmt sind, mit einer oder mehreren Munitionseinheiten in Eingriff gebracht zu werden.
Die Hebeeinrichtung kann im Gefechtseinsatz an einem Artilleriegeschütz vorhanden sein, welches Geschütz z.B. eine Feldhaubitze ist, wobei die Munition oder Teile davon von einem Munitionsträger zu einer Ladeplattform überführt werden. Die Hebeeinrichtung kann aber auch an anderen Stellen eingesetzt werden, z. B. in einem Munitionslager, wenn Munition von einem Platz zu einem anderen bewegt werden muss.
Es sind bereits verschiedene Arten solcher Hebeeinrichtungen bekannt. Bei solchen Hebeeinrichtungen besteht der Wunsch, dass die Hebeeinrichtung so verwendet werden kann, dass die in einem Wagen oder auf einer Pritsche liegenden Geschosse (Projektile) von der Hebeeinrichtung ergriffen werden können, wobei die Geschosse im vorerwähnten Wagen sowohl in horizontaler Lage als auch in vertikaler Lage oder in zwischenliegenden Stellungen gehalten werden können. Es ist weiterhin erwünscht, dass an der neuen Lagerstelle oder am Umladeplatz die Geschosse sich in willkürlichen Stellungen, z. B. in vertikaler Lage oder in der horizontalen Lage oder in zwischenliegenden Stellungen befinden.
Es wird die Schaffung einer Hebeeinrichtung bezweckt, mit der das vorerwähnte Problem gut gelöst werden kann. Weiterhin soll die zu schaffende Hebeeinrichtung einfach und wirkungsvoll funktionieren.
Die erfindungsgemässe Hebeeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer mehrere von einem Rahmen abragende und im wesentlichen parallel zueinander liegende Greif organe aufweisen, die um ihre Längsachsen zwischen je einer ersten und einer zweiten Drehlage schwenkbar sind, dass die einander benachbarten Greiforgane Paare bilden, wobei jedes Paar einer Munitionseinheit zugeordnet ist, dass die schwenkbaren Greiforgane an ihren freien Enden mit Verbreiterungen versehen sind, dass in den ersten Drehlagen der Paare bildenden Greiforgane die Verbreiterungen derart ausgerichtet sind, dass jedes aus den Greiforganen gebildete Paar über eine Munitionseinheit bewegbar ist, so dass die Greiforgane eines Paares zu beiden Seiten einer Munitionseinheit liegen und dass in den zweiten Drehlagen der Greiforgane die daraus gebildeten Paare mit Hilfe der Verbreiterungen eine zugeordnete Munitionseinheit teilweise oder ganz umfassen zum Halten der Munitionseinheit gegen eine seitliche Bewegung.
Gemäss weiteren Ausbildungen der erfindungsgemässen Hebeeinrichtung kann die Handhabung der Munition noch weiter erleichtert und vereinfacht werden, wenn als Gegenhalter zu
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den Verbreiterungen noch Halteschalen verwendet werden, die eine Ausnehmung für das Führungsband eines Geschosses aufweisen, so dass das Geschoss auch im vorderen Bereich durch einen Führungswulst oder mittels Führungswarzen gehalten werden kann, was bei mancher Munitionsart möglich ist. In einer weiteren Ausgestaltung der Hebeeinrichtung kann diese auch mit einem Hubhaken versehen sein, an dem die Hebeeinrichtung von einem Kran angehoben und seitlich versetzt werden kann, wenn die Hebeeinrichtung mit den Munitionseinheiten beladen ist.
Durch die erfindungsgemässen Massnahmen wird eine Hebeeinrichtung erzielt, mit der zusätzlich zu den Problemen, die verschiedenen Lagen der Geschosse an einer Aufnahmestelle und einer Absetzstelle betreffend, auch noch das Problem gelöst werden kann, nämlich ein leichtes Anheben und Handhaben von Munitionseinheiten verschiedener Form und Gewicht. Was die verschiedene Form betrifft, so ist daraufhinzuweisen, dass die Munitionseinheiten, wie z. B. Geschosse, beträchtlich hinsichtlich ihrer Gesamtlänge als auch im Abstand zwischen ihrem hinteren Ende und dem Führungsband variieren können. Auch andere Formen der Munitionseinheit, wie z. B. das Vorhandensein einer vorderen Führungswulst oder von vorderen Führungswarzen ist für die wirkungsvolle Arbeit mit der erfindungsgemässen Hebeeinrichtung ohne Bedeutung.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Fig. la eine erste Ausführungsform der Hebeeinrichtung, von der Rückseite her gesehen;
Fig. lb eine Draufsicht auf die Hebeeinrichtung nach Fig. la;
Fig. lc die aus den Fig. la und lb ersichtliche Hebeeinrichtung von der Seite gesehen;
Fig. 2a eine zweite Ausführungsform der Hebeeinrichtung, von der Rückseite her gesehen;
Fig. 2b eine Draufsicht auf die Hebeeinrichtung nach Fig. 2a;
Fig. 2c die aus den Fig. 2a und 2b ersichtliche Hebeeinrichtung, von der Seite her gesehen, und
Fig. 3 Teile eines Betätigungsgestänges für die erste Ausführungsform der Hebeeinrichtung.
Aus den Fig. la bis lcist eine Hebeeinrichtung ersichtlich, die einen Rahmen aufweist, der ein längliches Joch 1 enthält. Im Rahmenjoch 1 sind mehrere, beim Ausführungsbeispiel vier längliche Greiforgane 2 gelagert. Jedes Greiforgan 2 ist in einer Ausnehmung la des Jochbaumes 1 um seine Längsachse 2a schwenkbar gelagert. Die Ausnehmung la ist als Durchgangsloch im Rahmenjoch 1 vorhanden, und ein Lagerabschnitt 2b von jedem Greiforgan 2 ragt durch die ganze Ausnehmung a hindurch und ragt über die obere Fläche lb des Joches 1 hinaus, wobei der den Rahmen 1 überragende Teil mit einem Gewinde versehen ist. Das Greiforgan 2 ist mittels einer auf dem Gewindeansatz aufgeschraubten Mutter im Rahmen 1 gehalten. Das Greiforgan 2 weist einen konischen Teil 2c auf, der sich an den Lagerabschnitt 2b anschliesst. Der konische Teil 2c übersteigt bei seinem grössten Durchmesser den Durchmesser der Ausnehmung la im Rahmen 1. Am freien Endeist das Greiforgan 2 mit einer Verbreiterung 2d versehen, die vom freien Ende des Greiforgans absteht.
Die Greiforgane 2 liegen parallel zueinander und ragen von der unteren Seite des Rahmens 1 nach unten ab. Jeweils zwei einander zugewandte Greiforgane 2 bilden ein Paar. Die beiden mittleren Greiforgane 2 enthalten Teile von zwei benachbarten Paaren. Die Verbreiterungen bei den zwei mittleren, aus den Greiforganen gebildeten Paaren bilden im wesentlichen eine T-Form, wogegen die beiden aussenliegenden Greiforgane eine L-Form haben.
Wie bereits erwähnt, ragen die Verbreiterungen 2d von den freien Enden der Greiforgane seitlich ab und liegen in der Darstellung nach Fig. la in der Zeichenblattebene. Wenn diese Verbreiterungen 2d um 90° gegenüber der aus Fig. la ersichtli652 203
chen Stellung gedreht werden, dann erstrecken sie sich in der Darstellung nach Fig. lein der Zeichenblattebene. Aus Fig. lcist ersichtlich, dass das Greiforgan 2 vom konischen Abschnitt 2c aus bis zum freien Ende gleichmässig dick ist, ausgenommen die davon abstehende Verbreiterung 2d.
Die Greiforgane 2 sind zwischen einer ersten gedrehten Stellung, bei der die Verbreiterungen 2d in der Darstellung nach Fig. la rechtwinklig zur Zeichenblattebene liegen, und einer zweiten gedrehten Stellung, wobei die Verbreiterungen gemäss Fig. la sich in der Zeichenblattebene erstrecken, drehbar gelagert. Beim aus den Fig. la bis lc ersichtlichen Beispiel erfolgt die Betätigung der Greiforgane 2 von Hand, und zwar gleichzeitig mit Hilfe einer Verbindungsstange 4 und mittels Armen 5, die das jeweilige Greiforgan 2 mit der Stange 4 verbinden. Die Arme 4 sind mittels einer weiteren Mutter 6 mit den Greiforganen 2 verbunden. Der Lagerabschnitt 2b ist noch mit nicht dargestellten Mitnahmeorganen für die Arme 5 versehen, um ein Drehen der Arme 5 gegenüber dem Greiforgan2 zu verhindern. Solche Mitnahmeorgane können in bekannter Weise ausgebildet sein. Wenn die Arme 5 in der Darstellung nach Fig. lb in der Zeichenblattebene geschwenkt werden, drehen sich die daran befestigten Greiforgane 2 um einen entsprechenden Winkel. Die Stange 4 und die Arme 5 sind über Anlenkzapfen 7 miteinander verbunden. Wenn die Stange 4 die aus Fig. lb ersichtliche Lage einnimmt, befinden sich die Greiforgane 2 in ihrer zweiten Schwenklage. Wenn in der Darstellung nach Fig. lb die Stange 4 nach rechts bewegt worden ist, haben die Greiforgane 2 ihre erste Schwenklage eingenommen, wo dann die Verbreiterungen 2d in der Darstellung nach Fig. la rechtwinklig aus der Zeichenblattebene nach oben ragen. Die Betätigungsstange 4 ist so ausgebildet, dass sie in ihren beiden Endstellungen durch ein Betätigungsgestänge verriegelbar ist, das im folgenden erläutert wird.
Jedes Paar Greiforgane 2 ist einer Munitionseinheit zugeordnet, und beim dargestellten Beispiel können mit der Hebeeinrichtung drei parallel zueinander liegende Geschosse angehoben werden. Die Hebeeinrichtung kann natürlich auch so ausgebildet sein, dass eine andere Anzahl von Paaren der Greiforgane vorhanden sind, so können also auch zwei, vier, fünf oder mehr Paare vorhanden sein.
Die Hebeeinrichtung ist noch mit Gegenhaltern versehen, die als sogenannte Halteschalen 8 ausgebildet sind. Für jedes Paar Greiforgane ist eine Halteschale 8 vorhanden, wobei sich die Halteschale bei jeder Seite eines Paares Greiforgane befindet, und zwar von der Vorderseite oder von der Rückseite der Hebeeinrichtung her gesehen. Beim aus Fig. laersichtlichen Beispiel ist zu sehen, dass die Halteschale bei beiden Greiforganen eines Paares gleich lang vorhanden ist. Im hinteren Bereich ist die Halteschale halbkreisförmig, worauf sich dann zwei schmalere gerade Teile anschliessen, die mit den Enden der Halbkreisform verbunden sind. Der hintere Abschnitt ist mit einer inneren Rinne oder einer Ausnehmung 8a versehen, die einem Führungsband 9 an einem Geschoss 10 zugeordnet ist, das sich zwischen dem Greiforganen-Paar und der Halteschale befindet. Der hintere Abschnitt der Halteschale ist auch so ausgebildet, dass die Führung der Hebeeinrichtung zur Umladestelle erleichtert wird.
Im mittlerern Abschnitt 8b ist die Halteschale schmaler ausgebildet, ist also nicht mehr halbkreisförmig, um ein Entladen auf einem Ladetisch zu erleichtern. Die Halteschale verbreitert sich dann wieder im vorderen Abschnitt 8c in Umfangsrichtung, wobei auf der Rückseite dieses Abschnittes 8c ein Verbindungsorgan 11 befestigt ist, das die verschiedenen Halteschalen miteinander verbindet. Der vordere Abschnitt 8c der Halteschale 8 ist so ausgebildet, dass ein Geschoss 10 mittels einer Führungswulst 12 oder mittels Führungswarzen gehalten werden kann. Der vordere Abschnitt 8c ist annähernd halbkreisförmig. In Verbindung mit der inneren Nut 8a ist die jeweilige Halteschale 8 mit einer oder mit mehreren Durchgangslöchern 8a für Beobach3
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tungszwecke versehen, wodurch auch das Aufsetzen der Hebeeinrichtung auf die Geschosse selbst erleichtert wird. Im hinteren Bereich ist die Halteschale 8 mit einem plattenförmigen Lagerarm 13 versehen, der am einen Ende z. B. durch Schweissen an der Halteschale befestigt ist. Wenn zwei äussere Halteschalen 8 vorhanden sind, wird der La:gerarm 13 mit seinem anderen Ende in einem gabelförmigen Lagerbock 14,15 schwenkbar gelagert. Es wird hierfür noch ein Lagerzapfen 16 verwendet. Bei der mittleren Halteschale ist der Lagerarm 13 verlängert und wird ebenfalls mittels eines Lagerzapfens 16 im gabelförmigen Lagerbock 14,15 gelagert. Der vorerwähnte verlängerte Lagerarm 13 bei der mittleren Halteschale ist mit seinem anderen Ende mit zwei parallel zueinander liegenden Gestängeteilen 17 mittels eines weiteren Lagerzapfens 18 verbunden. Die beiden Gestängeteile 17 sind wiederum in einem dritten Lager an einem Hubhaken 19 angelenkt. Der Hubhaken 19 ist als Hebel ausgebildet, der im mittleren Bereich über ein Gabellager 20 am Rahmen
I gelagert ist, wobei ein Lagerbolzen 21 verwendet wird. Der Hubhaken 19 hat im wesentUchen eine V-Form und ist an seinem freien Ende mit mehreren, im Beispiel drei, Befestigungslöchern 22 für einen Haken 23 eines nicht dargestellten Kranes versehen. Durch diese drei Befestigungslöcher 22 können am Hebel verschiedene Drehmomenthebelarme erzielt werden, wie im folgenden erläutert wird. Der Lagerarm 13 ist an einer solchen Stelle mit dem hinteren Bereich der jeweiligen Halteschale verbunden, die zwischen dem mittleren Teil der Halteschale, die den Verbreiterungen 2d in Fig. lc gegenüberliegt, und der inneren Nut 8a des jeweiligen Greiforgan-Paares liegt.
Aus der dargestellten Ausbildung der Hebeeinrichtung ist ersichtlich, dass die zwischen den Greiforganen eines jeden Paares liegenden Halteschalen derart schwenkbar gelagert sind, dass der mittlere Teil jeder Halteschale zusätzlich zu seiner Drehbewegung auch noch eine bestimmte Längsbewegung zu den freien Enden der Greiforgane hin oder von diesen weg durchführt. Das Mass dieser Längenversetzung der Halteschalen bezüglich den Verbreiterungen 2d wird durch den Drehwinkel bestimmt, den der Hubhaken 19 um seinen Schwenkzapfen 21 schwenkt. Durch die erläuterte Gestängeanordnung wird die Schwenkbewegung des Hubhakens 19 auf die mittlere Halteschale 8 übertragen, die wiederum über das Verbindungsorgan
II mit den anderen beiden Halteschalen verbunden ist, so dass also auch die beiden äusseren Halteschalen die Schwenkbewegung des Hubhakens 19 mitmachen.
Es ist weiterhin eine Stange 24 vorhanden, die nur teilweise dargestellt ist und die als Handhabung dient. Die Stange 24 steht mit dem Rahmen 1 in Verbindung. Die Stange 24 ragt rechtwinklig vom Rahmen 1 ab und erstreckt sich ebenfalls rechtwinklig zu den Greiforganen 2, so dass die Stange 24 im wesentlichen parallel zu den Rückenseiten der Halteschalen 8 verläuft.
Die erläuterte Hebeeinrichtung arbeitet folgendermassen: Die Greiforgane 2 werden durch die Verbindungsstange 4 in ihre erste Drehlage gebracht. In dieser Lage wird die Hebeeinrichtung, die an einem Kran hängt, von Hand an der Stange 24 geführt und von der Seite her gegen ein Geschoss, zwei oder drei Geschosse bewegt, die parallel zueinander liegen, so dass die Greiforgane eines jeden Paares zu beiden Seiten eines Geschosses liegen. Diese Führung der Hebeeinrichtung beim Stülpen der Hebeeinrichtung über die Geschosse wird durch die Löcher 8d erleichtert.
Die Greiforgane werden dann durch die Verbindungsstange 4 in ihre zweite Schwenklage gedreht, wodurch die Geschosse mittels den Verbreiterungen 2d von den Greiforganen 2 gehalten werden. Bei dieser Halterung muss sichergestellt sein, dass das Führungsband von jedem Geschoss in der Rinne 8a der jeweiligen Halteschale 8 liegt.
Nunmehr wird die Hebeeinrichtung über den Hubhaken 19 vom Kran angehoben, worauf dann die Halteschalen 8 ihre Schwenkbewegung durchführen, wobei sie gleichzeitig das
Bestreben haben, sich zu den Verbreiterungen 2d hin zu bewegen. Die Halteschalen 8 kommen zur Anlage an der Mantelfläche der Geschosse und drücken gegen die Geschosse, wobei die Geschosse wiederum gegen die Verbreiterungen 2d gedrückt werden, wodurch die Geschosse sicher in der Hebeeinrichtung gehalten werden. Es ist hierbei angenommen worden, dass die auf einmal angehobenen Geschosse von gleicher Art sind.
Wenn die Hebeeinrichtung mit den von ihr getragenen Munitionseinheiten am Lagerplatz oder Entladeplatz abgesetzt wird, fällt die Zugkraft am Hubhaken 19 dahin, und der von der jeweiligen Halteschale 8 auf die zugeordnete Munitionseinheit ausgeübte Druck verringert sich, so dass dann die Betätigungsstange 4 leicht betätigt werden kann, so dass die Greiforgane 2 in ihre erste Schwenklage gebracht werden, in der dann die Greifor-gane von den Munitionseinheiten, z.B. den Geschossen, gelöst werden. Die jeweilige Munitionseinheit wird durch das an ihr angebrachte Führungsband 9, das sich in der Rinne 8a befindet, in der Längsrichtung bezüglich der Halteschale 8 fixiert, wodurch verhindert wird, dass die Munitionseinheit, z. B. das Geschoss, aus dem Griff der Hebeeinrichtung herausrutschen kann. Durch die in der jeweiligen Halteschale vorhandene Rinne 8a wird das Führungsband 9 des Geschosses unabhängig vom Klemmgriff zwischen dem Greiforgan und der Halteschale gesichert. Mit der erläuterten Hebeeinrichtung ist es möglich, Geschosse, die unterschiedliche Abstände zwischen dem Führungsband und dem hinteren Geschossende haben, zu greifen und anzuheben. Durch das erläuterte Verriegelungsprinzip wird ermöglicht, dass verschiedene Längen und auch unterschiedliche Arten der Geschosse erfasst und angehoben werden können. Es können somit hochexplosive Granaten, Leuchtmunition, Rauchgranaten und durch Rückstoss unterstützte Geschosse sowie andere extrem lange Granaten erfasst, angehoben und an einer anderen Stelle wieder abgesetzt werden. Die erläuterte Hebeeinrichtung passt sich selbst den unterschiedlichen Toleranzen bei den Führungsbändern der jeweiligen Munition an.
Die Halteschalen und die Greif organe sind derart ausgebildet, dass der Schwerpunkt Tp von Munitionseinheiten j eglicher Art vor den Greiforganen 2 liegt, wodurch das Eigengewicht der Munitionseinheiten als Hilfe bei der sicheren Haltung der Munitionseinheiten verwendet wird. Wenn Munitionseinheiten unterschiedlicher Art mit der Hebeeinrichtung erfasst werden sollen, so kann der Drehmomenthebelarm am Hubhaken 19 geändert werden, so dass dann wieder die angehobenen anderen Munitionseinheiten in der Hebeeinrichtung im wesentlichen horizontal gehalten werden, wenn die Hebeeinrichtung am Kranhaken 23 des Kranes hängt, wodurch die Handhabung der Hebeeinrichtung mittels des Gestänges 24 erleichtert wird.
Mit der erläuterten Hebeeinrichtung können die Munitionseinheiten unabhängig von ihrer Lage im Raum angehoben werden, wobei die Munitionseinheiten in vertikaler Lage, horizontaler Lage oder in zwischenliegenden Stellungen ausgerichtet sein können. In Fig. lc sind zwei Anheberichtungen für die Hebeeinrichtung dargestellt, wobei eine Heberichtung PI und eine Heberichtung P2 gezeigt sind. Die Heberichtung PI zeigt eine Heberichtung an, bei der die Munitionseinheiten horizontal liegen, und in der Heberichtung P2 liegen die Munitionseinheiten vertikal.
Im Prinzip ist es möglich, die Halteschalen 8 selbstführend auszubilden, d. h. sie ohne Steuerung durch den Hubhaken 19 anzuordnen. Beim zweiten Ausführungsbeispiel der Hebeeinrichtung nach den Fig. 2a bis 2c sind Halteschalen 8' vorhanden, die nicht gesteuert geschwenkt werden, sondern die einzeln im Rahmen schwenkbar gelagert sind. Gleiche Bauteile wie beim ersten Ausführungsbeispiel in den Fig. la bis lc sind mit gleichen Bezugszeichen aber mit einem Hochstrich (') bezeichnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist jede Halteschale in einem eigenen gabelförmigen Lagerbock 25,26 schwenkbar gelagert, wobei ein Lagerbolzen 27 vorhanden ist, der im Rahmenjoch 1' sitzt. Es
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ist weiterhin keine Verbindung zwischen einem Gestängearm, wie der Arm 13 beim ersten Ausführungsbeispiel, und dem Hubhaken vorhanden, wobei letzterer beim zweiten Ausführungsbeispiel anders ausgebildet ist, so dass ein gekrümmter Teil 28 entsteht, der ein Kraftangriffsorgan 29 trägt. Der Teil 28 ist mit seinen beiden Enden z. B. durch Schweissen am Rahmenjoch befestigt. Das Kraftangriffsorgan 29 ist plattenförmig und weist drei Löcher 30 auf, in die wiederum bei unterschiedlichen Drehmomenthebelarmen der Kranhaken 23 (Fig. lc) eingehängt werden kann, um die Hebeeinrichtung anzuheben. Auch beim zweiten Ausführungsbeispiel werden die Munitionseinheiten in den aus je zwei Greiforganen gebildeten Paaren und den Halteschalen 8' getragen, so dass in jedem Fall die Schwerpunkte der Munitionseinheiten vor den Greiforganen liegen. Durch entsprechende Wahl eines der drei Löcher 30 kann die mit Munitionseinheiten bestückte Hebeeinrichtung von einem Kran so angehoben werden, dass die Munitionseinheiten im wesentlichen horizontal liegen. Auch bei dieser Ausführungsform sind die Halteschalen mit Überwachungslöchern versehen, wie die Löcher 8d beim ersten Ausführungsbeispiel, wobei diese Löcher beim zweiten Ausführungsbeispiel aus Gründen der Deutlichkeit nicht dargestellt sind.
Die Hebeeinrichtung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel in den Fig. 2a bis 2c arbeitet im Prinzip gleich wie die Hebeeinrichtung beim ersten Ausführungsbeispiel nach den Fig. la bis lc, aber mit dem Unterschied, dass keine koordinierte Steuerung der Stellungen der Halteschalen durch das Gewicht der Hebeeinrichtung und das Gewicht der Munitionseinheiten vorhanden ist. Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel stellen sich die die Munitionseinheiten haltenden Bauteile bezüglich der Mantelflächen der getragenen Munitionseinheiten selbst ein. Dieses Ausführungsbeispiel ist in solchen Fällen geeignet, wenn Munitionseinheiten, die horizontal vorliegen, in eine horizontale Lage an einer anderen Stelle abgeladen werden sollen.
5 In Fig. 3 ist eine Steuereinrichtung 31 für die in Fig. lb gezeigte Betätigungsstange 4 dargestellt. Die Steuereinrichtung weist eine mit der Handbetätigungsstange 24 starr verbundene Platte 32 auf, wobei auf dieser Platte 32 ein von Hand betätigbarer Arm 33 an einer Lagerstelle 34 schwenkbar angelenkt ist. Der Arm 33 10 kann zwischen zwei Endstellungen bewegt werden, wobei in Fig. 3 die eine Endstellung mit voll ausgezogenen Linien und die andere Endstellung mit gestrichelten Linien gezeigt ist. Der Arm befindet sich also in der einen Endstellung 33 und in der anderen Endstellung 33 '. Der Arm 33 ist mit einem Rastzapfen 35 15 versehen, der in der jeweiligen Endstellung des Armes 33 in ein in der Platte 32 vorhandenes Loch einrasten kann. Der Arm 33 ist mit einer Betätigungsstange 37 verbunden, die selbst wieder über eine Schwenkstelle 38' am Betätigungsarm 5' angelenkt ist. Die Arme 5 und 5' sind über den Halteteil 2b miteinander verbunden. 20 Wenn sich der Arm 33 in der in Fig. 3 mit voll ausgezogenen Linien gezeigten Stellung befindet, ist die in Fig. lb gezeigte Stange 4 in ihrer einen Endlage. Wenn sich der Arm in seiner Stellung 33' befindet, hat die Stange 4 ihre andere Endlage eingenommen. Der Arm 33 ist federbelastet, so dass der Zapfen 25 35 in das erwähnte Loch 36 einschnappt. Wenn der Arm 33 in seine andere Endlage gebracht werden soll, muss der Arm 33 etwas von der Platte 32 weg angehoben werden, so dass der Raststift 35 ausser Eingriff mit dem zugeordneten Loch 36 kommt.
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Die mit Halteschalen ausgestattete Hebeeinrichtung hat einen einfachen Aufbau und kann wirtschaftlich hergestellt werden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Hebeeinrichtung für Munitionseinheiten (10), die mehrere Greifer aufweist, die dazu bestimmt sind, mit einer oder mehreren Munitionseinheiten in Eingriff gebracht zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer mehrere von einem Rahmen abragende und im wesentlichen parallel zueinander liegende Greiforgane (2) aufweisen, die um ihre Längsachsen (2a) zwischen je einer ersten und einer zweiten Drehlage schwenkbar sind, dass die einander benachbarten Greiforgane (2) Paare bilden, wobei jedes Paar einer Munitionseinheit (10) zugeordnet ist, dass die schwenkbaren Greiforgane (2) an ihren freien Enden mit Verbreiterungen (2d) versehen sind, dass in den ersten Drehlagen der Paare bildenden Greiforgane die Verbreiterungen (2d) derart ausgerichtet sind, dass jedes aus den Greiforganen (2) gebildete Paar über eine Munitionseinheit (10) beweglich ist, so dass die Greiforgane eines Paares zu beiden Seiten einer Munitionseinheit (10) liegen, und dass in den zweiten Drehlagen der Greiforgane die daraus gebildeten Paare mit Hilfe der Verbreiterungen (2d) eine zugeordnete Munitionseinheit (10) teilweise oder ganz umfassen, zum Halten der Munitionseinheit (10) gegen eine seitliche Bewegung.
2. Hebeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiforgane (2) über eine Verbindungsstange (4) zusammen gesteuert werden, die insbesondere derart angeordnet ist, dass sie mittels eines Betätigungsgestänges betätigbar ist, das in den beiden Endstellungen der Verbindungsstange (4) verriegelbar ist.
3. Hebeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem aus den Greiforganen (2) gebildeten Paar eine Halteschale (8) vorhanden ist, die mit der Mantelfläche einer von den ein Paar bildenden Greiforganen (2) umfassten Munitionseinheit (10) in Anlage bringbar ist, dass sich die jeweilige Halteschale (8) seitlich von jedem Greiforgan (2) eines Paares befindet und dass eine in die Greiforgane (2) eines Paares eingesetzte Munitionseinheit (10) so bezüglich der Halteschale (8) gehalten ist, dass der Schwerpunkt (Tp) der Munitionseinheit (10) von der Seite der Halteschale (8) gesehen, vor dem Greiforgan liegt.
4. Hebeeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Halteschale (8) mit ihrem hinteren Abschnitt über ein Schwenklager so im Rahmen gelagert ist, dass die Halteschale (8) bezüglich des Rahmens eine Schwenkbewegung durchführen kann, dass die Halteschale (8) derart im Rahmen gelagert ist, dass die sich zu den Verbreiterangen (2d) hin erstreckenden Teile der Halteschale (8) zusätzlich zur Schwenkbewegung eine Bewegung zu den Verbreiterungen (2d) hin oder von diesen weg durchführen und dass entweder alle Halteschalen (8) mittels eines diese verbindenden Verbindungsorgans (11) zusammen gesteuert oder einzeln in ihren Anlenk-stellen am Rahmen gelagert sind.
5. Hebeeinrichtung nach Anspruch 4, wobei die Halteschalen (8) mit dem Verbindungsorgan (11) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteschalen (8) mittels Gestänge mit einem Hubhaken (19) verbunden sind und dass das Gestänge sowie der Hubhaken derart angeordnet sind, dass beim Anheben der Einrichtung am Hubhaken (19) die Halteschalen (8) ihre Schwenkbewegung durchführen, während sich ihre mittleren Bereiche durch das Eigengewicht der Einrichtung und der Munitionseinheiten (10) zu den Verbreiterungen (2d) an den freien Enden der Greiforgane (2) hin bewegen.
6. Hebeeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Halteschale (8) im hinteren Bereich und auf ihrer Innenseite eine Einschnürung (8a) für ein Führungsband (9) an der Munitionseinheit (10) aufweist, dass die Einschnürung (8a) derart ausgebildet ist, dass eine zwischen einem Greiforgan-Paar und der Halteschale (8) eingeschlossene Munitionseinheit (10) bezüglich der Halteschale (8) in Längsrichtung festlegbar ist, und dass die Halteschale (8) bei der Einschnürung (8a) mit Einsichtdurchbrüchen versehen ist.
7. Hebeeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Halteschale (8) derart ausgebildet ist, dass sie in ihrem vorderen Bereich die Munitionseinheit (10) mittels einer Führungswulst (12) oder mittels Führungswarzen hält.
8. Hebeeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubhaben (19) als Hebel am Rahmen befestigt ist, dass am ersten Ende des Hebels die mit den Halteschalen (8) verbundenen Gestängeteile angebracht sind und dass das zweite Ende des Hebels zum Angreifen eines Kranes ausgebildet ist.
9. Hebeeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel an seinem zweiten Ende mit mehreren Kraftangriffsstellen (22) für den Kran versehen ist, um Drehmomenthebelarme unterschiedlicher Länge zu erhalten und dass die Drehmomenthebelarme so gewählt sind, dass die am Kran hängende Einrichtung die Munitionseinheit (10) in einer im wesentlichen horizontalen Lage trägt.
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