CH652778A5 - Relubricatable sliding bearing for bridges and similar heavy constructions - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D19/00—Structural or constructional details of bridges
- E01D19/04—Bearings; Hinges
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gleitlager gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein nachschmierbares Gleitlager für Brücken und dergl. schwere Bauwerke ist in der DE-AS 2 252 289 dargestellt und beschrieben. Ein Gleitlager dieser Art besteht aus zwei lastaufnehmenden Lagerplatten, von denen eine eine geschlossene Kunststoff- oder Metall-Gleitfläche von geringer Rauhigkeit und hoher Gleitfähigkeit aufweist, während die andere Lagerplatte mit einer einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweisenden Kunststoffschicht, beispielsweise aus PTFE, versehen ist, welche zur Gleitfläche hin offene Vertiefungen aufweist, die durch Kanäle miteinander in Verbindung stehen, und wobei die Vertiefungen und die sie verbindenden Kanäle mit mindestens einem von aussen zugänglichen in der Lagerplatte angeordneten Schmiermittelzuführkanal in Verbindung stehen.
Derartige nachschmierbare Gleitlager haben sich bereits in der Praxis bewährt. Es hat sich jedoch als nachteilig herausgestellt, dass es oft schwierig und nur unter erheblichem technischem Aufwand möglich ist, das Nachschmieren von aussen durchzuführen. Dies gilt besonders dann, wenn die nachzuschmierenden Lager auf hohen Pfeilern angeordnet sind. Es muss in diesen Fällen ein Inspektionsgerüst angebracht werden, damit das Nachschmieren mit Hilfe einer dafür vorgesehenen Schmiermittelpumpe von dem zuständigen Bedienungspersonal durchgeführt werden kann. In manchen Fällen sind die Lager auch so angeordnet, dass die Schmierstellen nur schwer zugänglich sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein solches nachschmierbares Gleitlager in der Weise weiter auszugestalten, dass das Nachschmieren den Einsatz von besonderem Bedienungspersonal an Ort und Stelle und damit das Anbringen von Gerüsten und Sicherungseinrichtungen für dieses Personal entbehrlich macht. Die Erfindung geht dabei aus von der Erkenntnis, dass es möglich ist, die relativen Verschiebebewegungen der beiden Lagerplatten des Gleitlagers gegeneinander auszunutzen, um durch den sich ergebenden Verschiebeweg die Nachspeisung von Schmiermittel zu bewerkstelligen. Das erfindungsgemässe Gleitlager ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angeführten Merkmale gekennzeichnet.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass auf Grund der Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und Sommer und Winter die verschiebbare Lagerplatte gegenüber der ortsfesten Lagerplatte erhebliche hin- und hergehende Wegstrecken zurücklegt, und dass sich diese Bewegungen zur Nachspeisung von Druckmittel benutzen lassen. Auf diese Weise fällt das beschwerliche manuelle Nachschmieren der Lager und der damit verbundene technische Aufwand weg.
Sollte in besonderen Fällen, beispielsweise bei kurzen, jedoch schwer belasteten Brückenteilen der relative Verschiebeweg der beiden Lagerplatten gegeneinander nicht ausreichen, um die erforderliche Schmiermittelmenge zu fördern, so kann das Gestänge zum Antrieb der Schmiermittelpumpe als mechanisches oder hydraulisches Wegübersetzungsgetriebe ausgebildet sein, um grössere Verschiebehübe zum Antrieb der Pumpe und damit zur Förderung einer grösseren Schmiermittelmenge zu erzielen.
Die Schmiermittelpumpe kann eine Kolben- oder eine Membranpumpe sein.
Vorzugsweise ist die Schmiermittelpumpe als doppelt wirkende Kolbenpumpe ausgebildet, deren beide Kolbenflächen beim Vor- und beim Rückhub das in den entsprechenden Zylinderräumen befindliche Schmiermittel auspressen,
wobei im Bereich beider Enden der Pumpenzylinderräume ausserhalb des grösstmöglichen Kolbenhubweges jeweils eine Schmiermittelzuführungsleitung in den Pumpenzylinder einmündet und jeweils eine Schmiermitteldruckleitung aus dem Pumpenzylinder ausmündet.
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Ferner sind vorzugsweise die Schmiermittelzuführungsleitungen und die Schmiermitteldruckleitungen gegenüber den angrenzenden Pumpenzylinderräumen mittels sich selbsttätig öffnenden und schliessenden Ventilen absperrbar und die Ventile als Rückschlagventile ausgebildet.
Zudem kann die Schmiermittelpumpe über eine Haltekonstruktion mit der einen Lagerplatte verbunden und der Schmiermittelpumpenantrieb mittels einer Kupplung oder eines Gelenkes an der anderen Lagerplatte über den Gleitweg des Brückenlagers verschiebbar sein. Ferner können einem Gleitlager mindestens zwei Schmiermittelpumpen zugeordnet sein, oder es können von einer Schmiermittelpumpe über entsprechende Schmiermitteldruckleitungen mindestens zwei Gleitlager mit Schmiermittel versorgt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung - teilweise im Schnitt - der Vorrichtung an einem Kippgleitlager;
Fig. 2 die Darstellung gem. Fig. 1 in einer anderen Stellung.
Die Darstellung der Fig. 1 entspricht im wesentlichen der Stellung der Anordnung bei warmer Jahreszeit (Sommer), wenn man davon ausgeht, dass sich der Hauptteil des Überbaues der Brücke auf der rechten Seite der Abbildung befindet, also sich der Überbau nach links ausgedehnt hat,
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während die Fig. 2 die Lager der Anordnung in der kalten Jahreszeit darstellt.
Der Überbau ist mit 2 und der Pfeiler mit 1 bezeichnet.
Eine obere Lagerplatte 3 besitzt eine geschlossene Kunst-s stoff- oder Metall-Gleitfläche 15 von geringer Rauhigkeit und hoher Gleitfähigkeit. Auf einer Ankerplatte 6 sitzt eine untere Lagerplatte 5 mit eingelassenem Einsatz 4 aus einem Gleitwerkstoff - in der Regel aus PTFE, dieser Einsatz hat Vertiefungen 14, in welche Schmiermittelzuführkanäle 16 io einmünden, die von einer Schmiermitteldruckleitung 11 mit dem Schmiermittel nachgespeist werden.
Von dem Schmiermittelvorratsbehälter 10 gelangt das Schmiermittel drucklos über die Zuführungsleitungen 13 in die Räume 7 bzw. 9 des Pumpenzylinders 20. An der Kolben-ls stange 19 ist der Kolben 8 befestigt, der mittels seiner Bewe-gungen die Räume 7 und 9 abwechselnd verkleinert und ver-grössert, so dass das über die Rückschlagventile 12 eingeströmte Schmiermittel über die Rückschlagventile 12' und die Schmiermitteldruckleitungen 11 in die Schmiermittelzu-20 leitungskanäle 16 drückt und auf diese Weise über Kanäle 21 den Vertiefungen 14 im Einsatz 4 zugeführt wird, welche Kanäle 21 mit den Vertiefungen 14 verbunden sind.
Der Antrieb des Kolbens 8 bzw. der Kolbenstange erfolgt über einen an der oberen Lagerplatte 3 befestigten Stössel 18 2s oder eine nicht dargestellte zug- und druckfeste Kupplung oder ein mechanisches oder hydraulisches Wegübersetzungsgetriebe. Die Schmiermittelpumpe könnte aus einer Membranpumpe bestehen und ist über eine Haltekonstruktion 17 • und Pfeiler 1 starr mit der unteren Lagerplatte 5 verbunden.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Nachschmierbares Gleitlager für Brücken und dergl. schwere Bauwerke, bestehend aus einer unteren (5) und einer gegenüber dieser verschiebbaren oberen (3) Lagerplatte, von denen eine eine geschlossene Kunststoff- oder Metall-Gleitfläche aufweist, während die andere Lagerplatte mit einer Kunststoffschicht (4) versehen ist, welche zur Gleitfläche hin offene Vertiefungen (14) aufweist, die durch Kanäle (21) untereinander verbunden sind, und wobei die Vertiefungen und die sie verbindenden Kanäle (21) mit mindestens einem von aussen zugänglichen, in derselben Lagerplatte angeordneten Schmiermittelzuführkanal (16) in Verbindung stehen, in den mit Hilfe einer Schmiermittelpumpe (8,19,20) Schmiermittel pressbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmiermittelzuführkanal (16) über eine Schmiermitteldruckleitung (11) mit wenigstens einem Schmiermittelvor-ratsbehälter (10) über die Schmiermittelpumpe (8,19,20) in Verbindung steht, die mit einer (5) der Lagerplatten (3,5) fest verbunden und über ein zug- und drucksteifes Gestänge (18, 19) mit der anderen Lagerplatte (3) verbunden ist, und dass die Schmiermittelpumpe durch die relative Verschiebebewegung der beiden Lagerplatten (3,5) antreibbar ist.
2. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, " dass das Gestänge als mechanisches oder hydraulisches
Wegübersetzungsgetriebe ausgebildet ist.
3. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelpumpe eine Kolbenpumpe mit einem Pumpenzylinder (20), einem Kolben (8) und einer Kolbenstange (19) ist.
4. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelpumpe eine Membranpumpe ist.
5. Gleitlager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenpumpe (8,19,20) doppelwirkend ausgebildet ist und dass im Bereich beider Enden der Pumpenzylinder-räume (7,9) ausserhalb des grösstmöglichen Kolbenhubweges jeweils eine Schmiermittelzuführungsleitung (13) in den Pumpenzylinder (20) einmündet und jeweils eine Schmiermitteldruckleitung (11) aus dem Pumpenzylinder (20) ausmündet.
6. Gleitlager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelzuführungsleitungen (13) und die Schmiermitteldruckleitungen (11) gegenüber den angrenzenden Pumpenzylinderräumen (7,9) mittels sich selbsttätig öffnenden und schliessenden Ventilen (12,12') absperrbar sind.
7. Gleitlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile (12,12') als Rückschlagventile ausgebildet sind.
8. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelpumpe über eine Haltekonstruktion (17) mit der einen Lagerplatte (5,6) verbunden ist, und dass die Kolbenstange (19), über die der Schmiermittelpumpenantrieb erfolgt, mittels einer Kupplung, eines Stössels (18) oder eines Gelenkes mit der anderen Lagerplatte verbunden und entsprechend dem Gleitweg des Brückenlagers verschiebbar ist.
9. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem einen Gleitlager (3,4,5,6,14) mindestens zwei Schmiermittelpumpen zugeordnet sind.
10. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Schmiermittelpumpe (8,19,20) über entsprechende Schmiermitteldruckleitungen (11) mindestens zwei Gleitlager mit Schmiermittel versorgt werden.
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