CH652821A5 - Ausstossvorrichtung fuer die dipole aus einer dueppel-patrone. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausstossvorrichtung für die Dipole aus einer Düppel-Patrone für den Flugzeug-Selbstschutz durch Störung des gegnerischen Flugzeugabwehrkanonen-Radars.
Es ist durch die DE-OS 2 722 812 bekannt, aus einer Hülse metallisierte Glasfasern, Dipole genannt, auszustossen, wodurch das gegnerische Radar gestört ist. Die Ausstossvorrichtung besteht aus einem mechanisch angetriebenen Stempel der die in Packungen vorliegenden Dipole aus der Hülse befördert.
Nach einem in der Literatur bisher nicht bekanntgewordenen Stand der Technik ist es bekannt, die Dipole aus einer Hülse quadratischen Querschnitts mittels Kolben und elektrisch zündbarer Gasladungspatrone auszustossen. Durch
Versuche wurde festgestellt, dass eine optimale Verteilung der Dipole in der Luft nur dann zu erreichen ist, wenn die Dipole in der Hülse feuchtigkeitsdicht verpackt sind und - was an sich selbstverständlich ist - vollkommen aus der Hülse ausge-stossen werden. Bei der genannten Dipolpatrone ist eine feuchtigkeitsdichte Lagerung der Dipole nicht gewährleistet. In der beidseitig offenen Hülse liegt die Dipolladung zwischen zwei Kolben. Zwischen den Kolben und der Hülsenwandung besteht eine Luftspalte, durch die die Feuchtigkeit in die Dipol-Ladung eindringen kann. Feuchte Dipole kleben daher aneinander und verteilen sich nach dem Ausstoss nicht im erforderlichen Masse. Der, der Gasladungspatrone zugeordnete Kolben sowie der ausstosseitige Kolben weisen verhältnismässig geringe Seitenführungsflächen auf, so dass die Kolben durch den Gasdruck lediglich kippen, anstatt ihre Lage zur Achsrichtung der Hülse beizubehalten. Dadurch verbleiben beim Ausstoss die im «Kolbenschatten» liegenden Dipole in der Hülse.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Ausstossvorrichtung vorzuschlagen, die es gewährleistet, dass die Dipole vollständig ausgestossen werden und nach dem Ausstoss die einzelnen Dipole zur Bildung einer homogenen Wolke gleichmässig verteilt werden. Die Lösimg dieser Aufgabe ist dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 zu entnehmen. Vorteilhaft ist hierbei die einfache und kostengünstige Ausführung der Kolben als Kunststoffspritzteile, wobei die Dichtringe zusätzlich als Toleranzausgleich zwischen der sich anders ausdehnenden Hülse in Bezug auf die Kolben dienen.
Durch das Merkmal des Anspruches 2 ist gewährleistet, dass der gasladungsseitige Kolben zum Zeitpunkt des maximalen Gasdrucks zentrisch durch sich in Achsrichtung der Hülse sich erstreckende Zylinderflächen geführt ist. Dadurch ist die Gefahr beseitigt, dass dieser Kolben in der Anfangsphase seiner Bewegung bereits etwa gekippt ist und im weiteren Verlauf sich stärker neigt.
Eine doppelte Führung des ladungsseitigen Kolbens liegt nach dem Merkmal des Anspruchs 3 vor. Hierbei trägt die Wandung der Zündpatrone zur Führung des Kolbens bei.
Durch die Merkmale der Ansprüche 4 und 5 ist die Aus-stossarbeit der Gasladungspatrone nur unwesentlich gemindert, da die diese Ausstossarbeit mindernden Dichtringe während der Kolbenbewegungen nur kurz im Eingriff sind. Der im Anspruch 6 gekennzeichnete Kolben ist kostengünstig in der Fertigung und mit geringer Masse versehen, so dass die zum Ausstoss dieses Kolbens erforderliche Arbeit klein ist. Ausserdem gewährleistet dieser Kolben, dass beim Fallenlassen der Ausstossvorrichtung auf diesen Kolben die Aufschlagenergie durch den Rand des Kolbens gedämpft wird und der Kolben seine Lage bezüglich zur Hülse nicht verändert.
Das Merkmal des Anspruches 7 verbessert den Ausstoss-vorgang der Dipole dadurch, dass die die Dipole umfassenden Beine diese Dipole weit aus dem Abschussbereich hinaustragen und dadurch die Dipole sofort in einer Zone grosser Luftströmung verteilt werden, so dass die Wolkenbildung unmittelbar nach dem Ausstoss beginnt und der Verteilungsgrad wesentlich verbessert wird.
Durch die in Anspruch 8 angegebene Länge der Beine ist das Gleichgewicht gewährleistet zwischen hohem Verteilungsgrad der Dipole und aufgewendeter Austriebsarbeit der durch die Beine verlängerten Kolben mit erhöhtem Reibwert in der Hülse.
Die zündseitige Abdichtung der Dipol-Ladung und der Gasladungspatrone wird durch das Merkmal des Anspruches 9 verbessert, wodurch der zusätzliche Vorteil erzielt wird, dass beim Einschieben der Gasladungspatrone der Kolben frei von Schiebekräften bleibt. Die Gasladungspatrone wird entspre2
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chend der Anzahl der Flugzeugstarts in die Ausstossvorrichtung eingesetzt und bei der Landung wieder entfernt.
Ausserdem dichtet der Dichtring beim Zünden der Gasladungspatrone nach rückwärts ab, so dass der Gasdruck voll auf den Kolben wirken kann und somit die einwandfreie Funktion gewährleistet ist.
Ein sofortiger Ausstoss des mündungsseitigen Kolbens und eine nahezu kompressionsfreie Austragung der Dipole ist durch das Markmal des Anspruchs 10 sichergestellt. Die Dipol-Ladungen sind von den überlangen Beinen des zündseiti-gen Kolbens nahezu vollständig erfasst, so dass bei der Beschleunigung des zündseitigen Kolbens die Beine den mündungsseitigen Kolben ausstossen. Eine Kompression der Dipole durch einen eventuell zu stramm sitzenden, zündseitigen Kolben ist ausgeschlossen.
In gleicher Weise wir nach Anspruch 10 wird nach Anspruch 11 ein nahezu kompressionsloser Austrag der Dipole erreicht. Jedoch ist die Verteilung der Dipole zur Bildung einer «Wolke» verbessert, indem durch die zentrale Lagerung der Dipol-Ladungen die Luftwirbel im wesentlichen ungehindert die Dipole von den Ladungen ablösen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und anschliessend beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausstossvorrichtung für Dipole,
Fig. 2 eine Seitenansicht von links nach Fig. 1,
Fig. 3 den gasdruckseitigen Kolben nach Fig. 1 in ver-grösserter Darstellung,
Fig. 4 eine Variante zum ausstosseitigen Kolben nach Fig. 1 in vergrösserter Darstellung,
Fig. 5 einen Teil von Fig. 1 abweichenden Ausstossvorrichtung, und
Fig. 6 eine Teildarstellung einer weiteren Ausstossvorrichtung.
Eine Ausstossvorrichtung 1 für nur beispielshaft gezeichnete Dipole 8.1 enthält eine Hülse 2 mit im wesentlichen quadratischem Querschnitt, eine Gasladungspatrone 3, einen la-dungsseitigen Zwischenring 4 mit Nut 4' und gummielastischem Dichtring 5, einen ladungsseitigen Kolben 6 mit einstückig angeformten Beinen 21, einen Dichtring 7 mit Nut 7', Dipol-Ladungen 8 bis 11"'und einen ausstosseitigen Kolben 12 mit einstückig angeformten Beinen 30, einer Nut 12' und einem gummielastischen Dichtring 13.
Die Gasladungspatrone 3 steckt in zylindrischen Öffnungen bzw. Ausnehmungen 15,15', 16 der Hülse 2, dem Zwischenring 4 und dem Kolben 6. Dadurch zentriert die Gasladungspatrone 3 den Kolben 6 über den Schiebeweg 14 des Dichtringes 7 in der zylindrischen Führung 17 der Hülse 2. Im weiteren Verlauf zentrieren die Seitenflächen 20 und die vier in den Ecken der Hülse 2 liegenden Beine 21 den Kolben 6 im Innenraum 15" mit quaeratischem Querschnitt.
Die Beine 21 des Kolbens 6 divergieren nach Fig. 3 zur Hülsenachse 25 um ein Mass 18, so dass sie mit Vorspannung in den Ecken 26 der Hülse 2 liegen. Sowohl diese Beine 21 als auch die Beine 30 des Kolbens 12 übergreifen einen Teil der Dipol-Ladungen, nämlich zum grösseren Teil die Ladungen 8,8.1,11',und 11", Unvollständig.
Der Zwischenring 4 weist einen L-förmigen Querschnitt auf und lagert den Dichtring 5, wobei der Hülsenboden 35
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und der Zwischenring 4 die stirnseitigen Anschlagflächen für den Dichtring 5 bilden. Der Zwischenring 4 ist mit dem Hülsenboden 35 durch Kleben oder Schweissen bei 36 fest verbunden.
Nachdem die abfeuerungsseitig hygroskopische Gasladungspatrone 3 des öfteren in die Ausstossvorrichtung 1 eingesetzt und wieder ausgebaut wird, ist durch den Zwischenring 4 mit Dichtring 5 gewährleistet, dass beim Einstecken der Gasladungspatrone 3 in die Ausstossvorrichtung 1 der Kolben 6 frei von Kräften bleibt, somit seine Lage beibehält und die Dipole nicht unzulässigerweise komprimiert werden (Neigung zur Klumpenbildung), dass die hygroskopisch empfindliche Mündung der Gasladungspatrone 3 feuchtigkeitsdicht abgedichtet ist, und dass beim Ausstoss der Ladungen 8-1"' kein Gas nach rückwärts abströmt.
Beim Zünden der in nicht gezeigter Weise nach rückwärts-verdämmten Gasladungspatrone 3 treibt der Gasruck den Kolben 6 mit seinem zylindrischen Ansatz 19 aus der zylindrischen Führung 17 der Hülse 2, wobei durch die zylindrische Führung des Kolbens 6 auf der Patrone 3 und über die Anlagefläche 17 bzw. Schiebeweg 14 ein Kippen des Kolbens 6 sicher verhindert ist. Während dieser kurzen Kolbenbewegung tritt eine geringe Komprimierung der Dipol-Ladungen 8 bis 11"' auf und es beginnt der Ausstoss des Kolbens 12und der genannten Dipol-Ladungen. Während des weiteren axialen Transportes übernehmen die Seitenflächen 20 in Verbindung mit dem quadratischen Innenraum 15" bzw. der Innenwandung 9 und den Beinen 21,30 die Führung der Dipol-Ladungen 8-1V" unter Beibehaltung der rechtwinkligen Lage der Kolben 6,12 zur Hülsenachse 25.
Entsprechend der Beschleunigung des Kolbens 12 werden die von den Beinen 30 erfassten Dipol-Ladungen 11'—11"' relativ weit weg von der Mündung 31 der Hülse 2 ausgetragen, so dass eine bereits gute Anfangsverteilung der Dipole vorliegt. Nach und nach folgen dann die weiteren, «ungeführten» Dipol-Ladungen 9,10,11. Als letzte «geführte» Ladung folgt die Dipol-Ladung 8 zusammen mit dem Kolben 6, wodurch ebenfalls entsprechend der Austragung der Dipol-Ladungen 11 '-11 '" eine weite Austragung gewährleistet ist.
Die Dichtringe 7 und 13 gewährleisten die feuchtigkeitsdichte Lagerung der Dipol-Ladungen 8 bis 11'".
In Fig. 4 ist ein Kolben 32 dargestellt. Er entspricht dem in Fig. 1 dargestellten Kolben 12, jedoch weist er keine Beine auf.
Nach Fig. 5 sind in der Hülse 2 ein Kolben 37 mit vier Beinen 37' und der Kolben 32 eingesetzt.
Nach Fig. 6 ist einem Kolben 38 mit den Beinen 21 ein Dorn 39 mit genuteter Spitze 40 angesetzt. Diese Spitze 40 erleichtert das Aufstecken der durch nicht dargestellte Metallfolien voneinander getrennten Ladungen 8-11"'.
Die beschriebenen Teile 2,4,6,12,32,37 und 38 werden zweckmässig aus einem zähelastischen Kunststoff mit hoher Schlagfestigkeit und guter Kältebeständigkeit, wie Polyamid, hergestellt.
Neben dem beschriebenen quadratischen Querschnitt der Hülse 2 sind auch andere Querschnittsformen möglich, wie Kreisquerschnitt, Polygonquerschnitt mit abgerundeten Ecken etc..
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Ausstossvorrichtung für die Dipole aus einer Düppel-Patrone für den Flugzeug-Selbstschutz durch Störung des gegnerischen Flugzeugabwehrkanonen-Radars, bestehend aus einer Hülse (2) für die Aufnahme der Dipol-Ladung
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kolben (6) zur Führung und Abdichtung in der Hülse (2) einen zylindrischen Ansatz (19) besitzt, der in einer zylindrischen Führung (17) der Hülse liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ansatz (19) eine zylindrische Ausnehmung (16) für die Aufnahme der Patrone (3) liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Ansatz (19) an der Mündung der Ausnehmung (16) eine Nut (7') für einen Dichtungsring (7) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz umfangsseitig eine Nut (7') für einen Dichtungsring (7) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (12) in der Hülsenmündung (31) becherförmig ausgebildet ist und im Bereich der Hülse (2) eine Nut (12') für einen Dichtungsring (13) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Kolben (6,12) mit Vorspannung (18) an der Innenwand der Hülse (2) anliegende Beine (21,30,36) besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Beine etwa einer Hülsenquerschnittsabmessung (15") entspricht.
(8-11 einem die Hülsenmündung dichtenden ersten Kolben (12), einer im Hülsenboden eingesteckten Gasladungspatrone (3) und einem von der Zündpatrone beaufschlagbaren zweiten Kolben (6) zum Ausstossen der Dipol-Ladungen, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Kolben (6, 12) mit Dichtungsringen (7,12') versehen sind und mindestens der zweite Kolben (6) in Achsrichtung der Hülse (2) sich erstreckende, mit der Hülse korrespondierende Führungsmittel (19,20,21) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Kolben (6) und dem Hülsenboden (35) in die Hülse ein Zwischenring (4) mit einer Nut (4') für einen Dichtring (5) eingeklebt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zündseitige Kolben (37) Beine (37') besitzt, die nahezu an den mündungsseitigen Kolben (32) heranragen, wobei der letztere Kolben (32) keine Beine aufweist (Fig. 5).
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zündseitige Kolben (38) neben den Beinen (21) einen zentral angeordneten Dorn (39) besitzt, der nahezu an den mündungsseitigen Kolben (32) heranragt, wobei der letztere Kolben (32) keine Beine aufweist.
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