CH653084A5 - Locking device for sliding wings of windows or doors - Google Patents
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- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verschlussvorrichtung für Schiebeflügel von Fenstern oder Türen, mit mindestens einem um eine ortsfeste, horizontale Lagerachse schwenkbar gelagerten Hakenriegel, dessen freies Ende einen Führungsschlitz einer die Lagerachse tragenden Beschlagschiene, durchgreift und in einen rahmenseitigen Riegeleingriff einrückbar ist, sowie mit einer Treibstange, die im Bereich zwischen der Lagerachse und dem freien Ende des Hakenriegels an der Beschlagschiene geführt ist und über Stellanschläge am Hakenriegel angreift, von denen einer in Verriegelungsrichtung und der andere in Entriegelungsrichtung wirksam ist.
Mit schwenkbar gelagerten Hakenriegeln ausgestattete und über eine Treibstange betätigbare Verschluss vorrichtungen für Schiebeflügel von Fenstern oder Türen sind bereits durch die DE-PS 666 108 und die DE-PS 1 002 656 bekannt.
Bei der Verschlussvorrichtung nach der DE-PS 666 108 ist die Wirkverbindung zwischen dem schwenkbar am Flügel gelagerten Hakenriegel und der verschiebbaren Treibstange so ausgelegt, dass in jedem Falle der gesamte Stellweg der Treibstange auf den Hakenriegel übertragen wird.
Im Gegensatz hierzu weist die Verschlussvorrichtung nach der DE-PS 1 002 656 eine solche Ausbildung auf, dass die Treibstange zunächst einen gewissen Leerhub ausführen muss, bevor sie den Hakenriegel in Entriegelungsrichtung bewegen kann. Andererseits fällt jedoch der Hakenriegel unter der Wirkung seines Eigengewichtes selbsttätig in die Verriegelungsstellung zurück, sobald die Rückstellbewegung der Treibstange in Verriegelungsrichtung beginnt. Erst in der Endphase der sich in Verriegelungsrichtung bewegenden Treibstange kommt dann der ihr zugeordnete, in Verriegelungsrichtung wirkende Stellanschlag am Hakenriegel zum Angriff, um ihn in der Verriegelungsstellung gegen Anheben zu blockieren.
Die Verschlussvorrichtung nach der DE-PS 666 108 lässt sich - bedingt durch ihre Wirkungsweise - nur bei solchen Fenstern oder Türen in Benutzung nehmen, bei welchen die Bewegung der Treibstange ausschliesslich zum Betätigen der Hakenriegel ausgenutzt wird, aber andere Stellfunktionen nicht übernehmen kann.
Bei der Verschlussvorrichtung nach der DE-PS 1 002 656 ist es zwar möglich, durch die Treibstangenbewegung auch Stellfunktionen auszuführen, die relativ zur Betätigung des Hakenriegels in Entriegelungsrichtung zeitlich verschoben stattfinden. Nachteilig ist hierbei jedoch, dass diese zusätzlichen Stellfunktionen mittels der Treibstange nur mit Vorei-lung gegenüber der Entriegelungsbewegung des Hakenriegels stattfinden können und somit bereits weitestgehend abgeschlossen sein müssen, wenn die Entriegelungsbewegung des Hakenriegels beginnt.
Der Einsatzbereich der Verschlussvorrichtung nach der DE-PS 1002 656 ist daher praktisch auf solche Schiebeflügel von Fenstern oder Türen beschränkt, die parallel zu ihrer Ebene relativ zum feststehenden Rahmen um ein begrenztes Mass angehoben werden müssen, bevor sie in Horizontalrichtung verschoben werden können (Hebe-Schiebeflügel).
Für Fenster oder Türen bei denen der Schiebeflügel ohne vorheriges Anheben in Horizontalrichtung bewegt werden
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soll, und/oder bei denen der Flügel nach dem Ausrücken der Hakenriegel aus seiner Verschlussstellung über Ausstellarme in eine Lüftungs-Kippstellung bringbar ist (Kipp-Schiebe-flügel), kann jedoch die bekannte Verschlussvorrichtung nach der DE-PS 1 002 656 nicht in Gebrauch genommen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlussvorrichtung für Schiebeflügel von Fenstern oder Türen der eingangs näher spezifizierten Gattung zu schaffen, die universell verwendbar ist, d.h. welche sich nicht nur für unmittelbar horizontal verschiebbare Flügel und für Schiebe-Kippflügel, sondern auch für Hebe-Schiebeflügel und Hebe-Kipp-Schiebeflügel in Gebrauch nehmen lässt.
Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 erreicht.
Der wesentliche Vorteil einer solchen Verschlussvorrichtung liegt darin, dass der Hakenriegel unmittelbar mit der Entriegelungs-Stellbewegung der Treibstange in seine Entriegelungsstellung gebracht und in dieser fixiert wird, während die weitergehende Bewegung der Treibstange zur Durchführung zusätzlicher Stellfunktionen stattfindet. Vorteilhaft ist aber auch, dass bei der Rückstellbewegung der Treibstange in Verriegelungsrichtung der Hakenriegel erst wieder aus seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung bewegt wird, nachdem zuvor die Treibstange ihre zusätzlichen Stellfunktionen abgeschlossen hat.
Vorteilhaft kann der Hakenriegel einen Längsschlitz in der Treibstange durchgreifen und die Entriegelungs-Stellan-schläge können durch die Querkanten von Schlitzerweiterungen gebildet sein, während als Stützanschläge die sich an die Schitzerweiterungen anschliessenden Längskantenbereiche des verengten Schlitzteils dienen.
Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt darin, dass die Wirkverbindung zwischen dem Hakenriegel und der Treibstange auf besonders einfache Art und Weise gewährleistet wird.
Eine andere zweckmässige Weiterbildung der erfindungs-gemässen Verschlussvorrichtung kann darin bestehen, dass das freie Ende des Hakenriegels seitwärts vorspringende Stütznocken trägt, die in der Entriegelungsstellung des Hakenriegels an der Aussenseite der Beschlagschiene anliegen und damit den Schwenkwinkel des Hakenriegels begrenzen.
Eine gedrängte und im praktischen Gebrauch besonders funktionstüchtige Bauart der Verschlussvorrichtung ergibt sich, wenn der Hakenriegel eine etwa pferdekopfartige Umrissform aufweist und dabei die Stellnocken mit einer wenigstens teilzylindrischen Mantelfläche eine Gerade tangieren, welche durch die Lagerachse und das freie Ende des Hakenriegels gelegt ist. Ein Schwenkwinkel für den Hakenriegel von 45° reicht dabei aus, um ihn aus der Entriegelungsstellung in eine sichere Verriegelungsstellung zu bringen.
Eine hohe Gestaltfestigkeit und damit eine dauerhaft sichere Funktion des Hakenriegels ist dadurch erreichbar, dass die Stellnocken durch das abgerundete Ende von an die Seitenflächen des Hakenriegels angeformten, daumenartigen Erhöhungen gebildet werden.
Um das Einlaufen des Hakenriegels in den rahmenseitigen Riegeleingriff zu erleichtern und eine Anzugs wirkung des Flügels gegen den feststehenden Rahmen hervorzubringen, erweist es sich als zweckmässig, das freie Ende des Hakenriegels abzurunden und an den Seitenflächen der Stütznocken keilförmig konvergierende Abschrägungen vorzusehen.
Vorteilhaft ist, wenn die Beschlagschiene aus einem U-Profil besteht, in dessen Schenkeln die Lagerachse des Hakenriegels sitzt, während die Treibstange an der Rückseite von dessen Steg anliegt.
Um jederzeit - auch nachträglich noch - den Dichtschluss zwischen dem verriegelten Flügel und dem feststehenden
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Rahmen einfach justieren zu können, wäre es zweckmässig, dass der rahmenseitige Riegeleingriff aus einer den Kopf eines Einbohr-Gewindezapfens bildenden Schlaufe besteht, die zwei sich diametral gegenüberliegende Eingriffsöffnungen hat. Wird dann nämlich der Einbohr-Gewindezapfen mit feingängigem Gewinde versehen, dann kann jeweils durch eine Halbdrehung der Schlaufe eine feinfühlige Lagenjustierung des rahmenseitigen Riegeleingriffs vorgenommen werden. Bewährt hat eâ sich dabei auch, die Eingriffsöffnungen der Schlaufe zweckmässig mit abgerundeten oder angeschrägten Einlaufkanten zu versehen.
Ein Vorstehen der rahmenseitigen Riegeleingriffe über die inneren Begrenzungsflächen des feststehenden Rahmens und damit ein Hängenbleiben der Kleidung an diesen würde sich dadurch vermeiden lassen, wenn der Kopf des Einbohr-Gewindezapfens im wesentlichen eine kreisförmige Umfangskontur hat und versenkt im Endbereich einer langrunden Ausfräsung des feststehenden Rahmens sitzt. Die langrunde Ausfräsung im feststehenden Rahmen lässt sich einfach mit Hilfe eines Fingerfräsers herstellen und ermöglicht andererseits auf verhältnismässig engem Raum ein sicheres Ein- und Ausschwenken des Hakenriegels relativ zum rahmenseitigen Riegeleingriff.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Verschlussvorrichtung beschrieben.
Fig. 1 zeigt in schematisch vereinfachter Prinzipdarstellung die Zuordnung einer Hakenriegel-Verschlussvorrichtung zu einem Fenster oder einer Tür mit normalem Hori-zontal-Schiebeflügel,
Fig. 2 zeigt ebenfalls in schematisch vereinfachter Prinzipdarstellung die Zuordnung einer Hakenriegel-Verschlussvor-richtung zu einem Fenster oder einer Tür mit Hebe-Schiebeflügel,
Fig. 3 zeigt wiederum in schematisch vereinfachter Prinzipdarstellung die Zuordnung einer Hakenriegel-Verschlussvorrichtung zu einem Fenster oder einer Tür mit horizontal verschiebbarem sowie in eine Lüftungs-Kippstellung bewegbarem Flügel,
Fig. 4 zeigt ebenfalls in schematisch vereinfachter Prinzipdarstellung die Zuordnung einer Hakenriegel-Verschlussvorrichtung zu einem Fenster oder einer Tür mit Hebe-Kipp-Schiebeflügel,
Fig. 5 zeigt etwa in natürlicher Grösse und im Vertikalschnitt den in den Fig. 1 und 4 mit V gekennzeichneten Teilbereich der Hakenriegel- Verschlussvorrichtung in ihrer Verriegelungsstellung.
Fig. 6 zeigt die Hakenriegel-Verschlussvorrichtung nach Fig. 5 in ihrer Entriegelungsstellung,
Fig. 7 zeigt eine Ansicht der Hakenriegel-Verschlussvor-richtung in Pfeilrichtung VII der Fig. 5,
Fig. 8 zeigt eine Ansicht der Hakenriegel-Verschlussvor-richtung nach Fig. 6 in Pfeilrichtung VIII und
Fig. 9 zeigt einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 6.
In den Fig. 1 bis 4 ist ein Fenster oder eine Tür gezeigt, das bzw. die aus einem feststehenden Rahmen 1 und einem relativ dazu in Horizontalrichtung verschiebbarem Flügel 2 besteht.
In der Schliessstellung wird dabei der Flügel 2 am feststehenden Rahmen 1 über eine Verschlussvorrichtung 3 verriegelt. Diese besteht aus einer Beschlagschiene 4 mit U-Profil, einer hinter dieser verschiebbaren, sowie durch einen Bedienungshebel 6 über ein Schubkurbelgetriebe 7 betätigbaren Treibstange 5 und aus durch die Treibstange 5 verstellbaren Hakenriegeln 8, die mit rahmenseitigen Riegeleingriffen 9 in und ausser Wirkverbindung treten.
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Sind die Hakenriegel 8 durch entsprechendes Betätigen des Bedienungshebels 6 ausgerückt, dann kann der Flügel 2 mittels der Laufwagen 10 relativ zum feststehenden Rahmen 1 horizontal verschoben werden.
Die in den Flügel 2 des Horizontal-Schiebefensters bzw. der Horizontal-Schiebetür nach Fig. 2 eingebaute Verschlussvorrichtung 3 hat grundsätzlich die gleiche Ausbildung wie die Verschlussvorrichtung 3 nach Fig. 1. Ein Unterschied besteht jedoch darin, dass in den Flügel Laufwagen 11 eingebaut sind, die eine Hebeeinrichtung 12 aufweisen. Das Betätigen der Hebeeinrichtung 12 erfolgt dabei über eine Treibstange 13, die über eine Eckumlenkung 14 mit der Treibstange 5 der Verschlussvorrichtung 3 gekuppelt ist.
Wird in diesem Falle der Bedienungshebel 6 betätigt, dann werden zunächst die Hakenriegel 8 aus den Riegeleingriffen 9 ausgerückt und anschliessend wird über die Treibstange 13 die Hebeeinrichtung 12 für die Laufwagen 11 betätigt und der Flügel 2 relativ zum feststehenden Rahmen 1 um ein begrenztes Mass angehoben, bevor er in Horizontalrichtung verschoben werden kann.
In Fig. 3 ist ein Horizontal-Schiebefenster dargestellt, bei dem sich der Flügel 2 relativ zum feststehenden Rahmen nicht nur in Horizontalrichtung verschieben lässt, sondern auch in eine Lüftungs-Kippstellung gebracht werden kann. Zu diesem Zweck sind am oberen waagerechten Flügelschenkel Ausstellarme 15 gelagert, die in eine Führungsschiene 16 am feststehenden Rahmen 1 eingreifen. Die Betätigung der Ausstellarme 15 erfolgt über eine Treibstange 17, die durch eine Eckumlenkung 18 mit der Treibstange 5 der Verschlussvorrichtung 3 gekuppelt ist.
Auch in diesem Falle werden bei Betätigung des Bedienungshebels 6 zunächst die Hakenriegel 8 aus den Riegeleingriffen 9 ausgerückt und durch die anschliessende Weiterbewegung der Treibstange 5 werden dann die Ausstellarme 15 über die Treibstange 17 betätigt, um den Flügel 2 relativ zum feststehenden Rahmen 1 in eine Lüftungs-Kippstellung zu bringen.
Dem Horizontalverschieben des Flügels 2 relativ zum feststehenden Rahmen 1 sind auch hier die Laufwagen 10 dienlich.
In Fig. 4 ist ein Fenster oder eine Tür dargestellt, bei dem bzw. bei der dem feststehenden Rahmen 1 ein Hebe-Kipp-Schiebeflügel 2 zugeordnet ist. Damit alle Bewegungsfunktionen des Flügels 2 ausgeführt werden können, ist mit der Treibstange 5 der Verschlussvorrichtung 3 nicht nur die Hebeeinrichtung 12 für die Laufwagen 11 über eine Treibstange 13 und die Eckumlenkung 14 gekuppelt, sondern es sind auch die am Flügel 2 gelagerten Ausstellarme 15 vorhanden, die in eine Laufschiene 16 des feststehenden Rahmens 1 eingreifen und mit der Treibstange 5 der Verschlussvorrichtung 3 über eine Eckumlenkung 18 und eine Treibstange 17 in Stellverbindung stehen.
Aus den Fig. 5 bis 9 sind Aufbau und Wirkungsweise der mit Hakenriegeln 8 und zugehörigen rahmenseitigen Riegeleingriffen 9 ausgestatteten Verschlussvorrichtung 3 ersichtlich.
In der im Querschnitt U-förmigen Beschlagschiene 4 ist die im Querschnitt flach rechteckige Treibstange 5 an der Rückseite des Profilsteges 4' längsschiebbar geführt.
Im Abstand hinter der Treibstange 5 sind in den Schenkeln 4" der Beschlagschiene 4 horizontal verlaufende Bolzen befestigt, die Lagerachsen 19 bilden, auf denen die Hakenriegel 8 mittels an ihrem hinteren Ende befindlichen Lageraugen 20 schwenkbar gehalten sind. Mit dem freien Ende 21 durchgreift jeder Hakenriegel 8 einen Führungsschlitz 22 im Profilsteg 4' der Beschlagschiene 4 sowie auch einen Längsschlitz 23 in der Treibstange 5.
Der Hakenriegel 8 weist vorzugsweise eine etwa pferde-
kopfartige Umrissform auf und ist im Bereich zwischen seinem freien Ende 21 sowie der Lagerachse 19 mit über seine Seitenflächen vorstehenden Stellnocken 24 versehen, die eine wenigstens teilzylindrische Mantelfläche 24' (Fig. 6) aufweisen und eine Gerade 25 tangieren, welche durch die Lagerachse 19 und das freie Ende 21 des Hakenriegels 8 gelegt ist.
Eine hohe Stabilität der Stellnocken 24 ergibt sich, wenn diese durch das abgerundete Ende von an die Seitenflächen des Hakenriegels 8 angeformten, daumenartigen Erhöhungen 26 gebildet sind.
Die obere Querkante des Längsschlitzes 23 wirkt mit der bogenförmigen Begrenzungskante 27 des Hakenriegels 8 als Stellanschlag 28 zusammen, über den der Hakenriegel 8 aus der Entriegelungsstellung nach Fig. 6 in die Verriegelungsstellung nach Fig. 5 drückbar ist.
Die unteren Querkanten einer Erweiterung 29 des Längsschlitzes 23 bilden ebenfalls Stellanschläge 30, und zwar sind diese den Stellnocken 24 des Hakenriegels 8 zugeordnet, um diesen aus einer Verriegelungsstellung nach Fig. 5 in die Entriegelungsstellung nach Fig. 6 bringen zu können.
Der unterhalb der Stellanschläge 30 liegende, verengte Schlitzteil 31 bildet mit seinen an der Rückseite der Treibstange 5 gelegenen Längskanten rechtwinklig zum Stellanschlag 30 gerichtete Stützanschläge 32, die ebenfalls mit den Stellnocken 24 in Wirkverbindung treten können, unmittelbar nachdem der Hakenriegel aus seiner Verriegelungsstellung nach Fig. 5 in die Entriegelungsstellung nach Fig. 6 gelangt ist. In diesem Augenblick gleiten nämlich die Stellnocken 24 aus dem Bereich der Schlitzerweiterung 29 und somit von den Stellanschlägen 30 ab und gelangen hinter die Rückseite der Treibstange 5, so dass im Verlauf der weiteren Aufwärtsbewegung der Treibstange 5 die von den Längskanten des verengten Schlitzteils 31 gebildeten Stützanschläge 32 vor die Stellnocken 24 laufen und über diese den Hakenriegel 8 in der Entriegelungsstellung nach Fig. 6 blok-kieren.
Der nach dem Einlaufen des Hakenriegels 8 in seine Entriegelungsstellung nach Fig. 6 mittels der Treibstange 5 ausführbare, weitere Stellhub kann den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend gewählt werden, weil er praktisch nur von der jeweiligen Länge des verengten Schlitzteils 31 abhängig ist.
Bei der Rückstellbewegung der Treibstange 5 werden zunächst die durch die Längskanten des verengten Schlitzteils 31 gebildeten Stützanschläge aus dem Bereich der Stellnocken 24 gebracht, so dass diese wieder über die Stellanschläge 30 gelangen können. Dann trifft der obere Stellanschlag 28 des Längsschlitzes 23 auf die bogenförmige Begrenzungskante 27 des Hakenriegels 8 und drückt diesen aus der Entriegelungsstellung gemäss Fig. 6 nach abwärts in die Verriegelungsstellung nach Fig. 5. Hierdurch schwenken dann die Stellnocken 24 des Hakenriegels 8 wieder über die Stellanschläge 30 der Treibstange 5 ein und stellen somit sicher, dass bei einer späteren Aufwärtsbewegung der Treibstange 5 der Hakenriegel 8 wieder aus der Verriegelungsstellung nach Fig. 5 in die Entriegelungsstellung nach Fig. 6 gebracht werden kann.
Wichtig ist es, dass der Hakenriegel 8 unmittelbar bei Beginn der Aufwärtsbewegung der Treibstange 5 aus der Verriegelungsstellung nach Fig. 5 in die Entriegelungsstellung nach Fig. 6 gelangt und dann ihre weitere Aufwärtsbewegung gewissermassen mit Leerhub relativ zum Hakenriegel 8 stattfinden kann.
Bei der Abwärtsbewegung der Treibstange 5 ist es umgekehrt, d.h., zunächst findet der relative Leerhub der Treibstange 5 zum Hakenriegel 8 statt, während erst in der Endphase der Abwärtsbewegung der Hakenriegel 8 aus seiner Entriegelungsstellung gemäss Fig. 6 in die Verriegelungsstellung gemäss Fig. 5 gelangt.
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Die Entriegelungsstellung des Hakenriegels 8 relativ zur Beschlagschiene 4 wird dadurch begrenzt, dass das freie Ende 21 desselben seitwärts vorspringende Stütznocken 33 trägt, welche in der Entriegelungsstellung des Hakenriegels 8 seitlich neben den Längskanten des Führungsschlitzes 22 an der Aussenseite des Profilsteges 4' zur Anlage kommen.
Aus den Fig. 5 und 6 ist auch erkennbar, dass das freie Ende 21 des Hakenriegels 8 eine Abrundung 34 aufweist und an den Seitenflächen der Stütznocken 33 keilförmig konvergierende Abschrägungen 35 hat.
Der mit dem Hakenriegel 8 zusammenwirkende, rahmen-seitige Riegeleingriff 9 besteht aus einer den Kopf eines Ein-bohr-Gewindezapfens 36 bildenden Schlaufe 37, die zwei sich diametral gegenüberliegende Eingriffsöffnungen 38' und 38" (Fig. 6) hat. Jede dieser Eingriffsöffnungen 38' und 38" der Schlaufe 37 ist dabei mit abgerundeten oder angeschrägten Einlaufkanten 39', 39" (Fig. 5) bzw. 40', 40" (Fig. 9) versehen.
Der Kopf des Einbohr-Gewindezapfens 36 hat eine etwa kreisförmige Umfangskontur und versenkt im unteren Endbereich einer langrunden Ausfräsung 41 (Fig. 9) des feststehenden Rahmens 1 sitzt.
Durch Drehung des mit Gewinde geringer Steigung versehenen Einbohr-Gewindezapfens 36 kann die den Riegelein5 653084
griff 9 (Fig. 5) bildende Schlaufe 37 feinstufig in Horizontalrichtung und parallel zur Ebene des feststehenden Rahmens 1 verlagert werden, derart, dass entweder deren Eingriffsöffnung 38' (Fig. 6) oder deren Eingriffsöffnung 38" dem 5 Hakenriegel 8 zugewendet wird. Somit ist eine feinstufige Justierung der Eingriffsverhältnisse zwischen dem Hakenriegel 8 und dem Riegeleingriff 9 möglich. Beim Einlaufen des Hakenriegels 8 in den Riegeleingriff 9 (Fig. 5) wirkt dessen abgerundete Endfläche 37 mit der abgerundeten Ein-lo laufkante 39' bzw. 39" der Schlaufe 37 zusammen, während seine keilförmig konvergierenden Abschrägungen 35 mit den angeschrägten Einlaufkanten 40' bzw. 40" (Fig. 9) der Schlaufe 37 in Wirkverbindung treten können.
Wenn sich die Verschlussvorrichtung 3 in ihrer Entriegeis lungsstellung befindet und der Flügel 2 relativ zum feststehenden Rahmen 1 durch Horizontalverschieben geöffnet wird, erweist es sich als besonders vorteilhaft, dass weder am Flügel 2 noch am feststehenden Rahmen 1 vorstehende Beschlagteile angeordnet sind, an denen sich durchgehende 20 Personen verletzen oder die Kleidung zerreissen könnten.
Besonders bedeutsam ist es aber, dass sich eine Verschlussvorrichtung 3 der dargestellten und ausführlich erläuterten Art praktisch universell für die verschiedensten Bauarten von Horizontal-Schiebefenstern oder -türen einsetzen lässt.
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5 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Verschlussvorrichtung für Schiebeflügel von Fenstern oder Türen, mit mindestens einem um eine ortsfeste, horizontale Lagerachse (19) schwenkbar gelagerten Hakenriegel (8), dessen freies Ende (21) einen Führungsschlitz (22) einer die Lagerachse (19) tragenden Beschlagschiene (4) durchgreift und in einen rahmenseitigen Riegeleingriff (9) einrückbar ist, sowie mit einer Treibstange (5), die im Bereich zwischen der Lagerachse (19) und dem freien Ende (21) des Hakenriegels (8) an der Beschlagschienê (4) geführt ist und über Stellanschläge (30) am Hakenriegel (8) angreift, von denen einer in Verriegelungsrichtung und der andere in Entriegelungsrichtung wirksam ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hakenriegel (8) im Bereich zwischen seinem freien Ende (21) und der Lagerachse (19) mit über seine Seitenflächen vorstehenden Stellnocken (24) versehen ist, die dem in Entriegelungsrichtung wirksamen Stellanschlag (30) der Treibstange (5) zugeordnet und mit diesem höchstens über etwa den halben Entriegelungs-Stellweg der Treibstange (5) in Eingriff gehalten sind (Fig. 5), und dass sich etwa rechtwinklig an den in Entriegelungsrichtung wirksamen Stellanschlag (30) ein an der Rückseite der Treibstange (5) gebildeter Stützanschlag (32) anschliesst, gegen den sich die Stellnocken (24) des Hakenriegels (8) über den weiteren Entriegelungs-Stellweg abstützen (Fig. 6).
2. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hakenriegel (8) einen Längsschlitz (23) in der Treibstange (5) durchgreift und die Entriegelungs-Stellanschläge (30) durch die Querkanten von Schlitzerweiterungen (29) gebildet sind, während als Stützanschläge (32) die sich an die Schlitzerweiterungen (29) anschliessenden Längsbereiche des verengten Schlitzteils (31) dienen.
3. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (21) des Hakenriegels (8) seitwärts vorspringende Stütznocken (33) trägt, die in der Entriegelungsstellung des Hakenriegels (8; Fig. 6) an der Aussenseite der Beschlagschiene (4,4') anliegen.
4. Verschlussvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hakenriegel (8)
eine etwa pferdekopfartige Umrissform aufweist und dabei die Stellnocken (24) mit einer wenigstens teilzylindrischen Mantelfläche (24') eine Gerade (25) tangieren, welche durch die Lagerachse (19) und das freie Ende (21) des Hakenriegels (8) gelegt ist (Fig. 5 und 6).
5. Verschlussvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellnocken (24) durch das abgerundete Ende von an die Seitenflächen des Hakenriegels (8) angeformten, daumenartigen Erhöhungen (26) gebildet sind.
6. Verschlussvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (21) des Hakenriegels (8) eine Abrundung (34) und an den Seitenflächen der Stütznocken (33) keilförmig konvergierende Abschrägungen (35) aufweist.
7. Verschlussvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschlagschiene (4) aus einem U-Profil besteht, in dessen Schenkeln (4") die Lagerachse (19) des Hakenriegels (8) sitzt, während die Treibstange (5) an der Rückseite von dessen Steg (4') anliegt.
8. Verschlussvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der rahmenseitige Riegeleingriff (9) aus einer den Kopf eines Einbohr-Gewinde-zapfens (36) bildenden Schlaufe (37) besteht, die zwei sich diametral gegenüberliegende Eingriffsöffnungen (38', 38") hat.
9. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsöffnungen (38', 38") der Schlaufe (37) abgerundete (39', 39") oder angeschrägte (40', 40") Einlaufkanten aufweisen.
10. Verschlussvorrichtung nach Patentanspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf des Einbohr-Gewin-dezapfens (36) im wesentlichen eine kreisförmige Umfangs-kontur hat und versenkt im Endbereich einer langrunden Ausfräsung (41) des feststehenden Rahmens (1) sitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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