CH653249A5 - Gold-containing product for coating metallic components - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein goldhaltiges Präparat zum Überziehen metallischer Teile, insbesondere zum Überziehen von Aufbrennlegierungen in der Dentaltechnik vor dem Verblenden mit keramischen Massen, bestehend aus Goldpulver, einem Haftmittel und einem bei Zimmertemperatur flüssigen, bei Brenntemperatur sich verflüchtigenden oder verbrennenden Bindemittel aus einem oder mehreren organischen Lösungsmitteln und einem oder mehreren Harzbestandteilen.
Seit vielen Jahren ist in der Dentaltechnik das Verblenden von Kronen und Brücken aus Aufbrennlegierungen mit keramischen Massen bekannt. Hauptsächlich aus ästhetischen Gründen wird dabei das metallische Kronen- oder Brückengerüst ganz oder teilweise mit einer oder mehreren zahnfarbenen Keramikschichten überzogen. Ebenfalls primär aus ästhetischen Gründen werden goldreiche Zwischenschichten verwendet, die dem leicht durchscheinenden Dentalporzellan einen wärmeren Farbhintergrund verleihen, als es die meist metallisch-weissen üblichen Aufbrennlegierungen zu tun vermögen.
Die bisher bekannten goldhaltigen Zwischenschichtenpräparate führen zu sehr glatten Oberflächen und können vom Zahntechniker praktisch nicht beeinflusst werden.
Die bisherigen bekannten Goldpräparate werden entweder aufgeschmolzen oder aufgesintert und enthalten Goldpulver oder kugelförmige Goldteilchen (DE-AS 2 851 429), die zu einer gleichmässigen Schichtdicke und einer sehr glatten Oberfläche führen.
Anderseits ist seit langem auch die Bedeutung einer hinreichenden Verzahnung zwischen den metallischen Aufbrennlegierungen und der Dentalkeramik für einen guten
Verbund bekannt. Gerade der Anteil der sogenannten physikalischen Bindung hängt sehr stark von der Grösse, der Gestaltung und der Rauhigkeit der mit der Keramik zu verbindenden Oberfläche ab.
Aus der DE-OS 2 525 274 ist es bekannt, goldhaltige Präparate zu verwenden, die neben Goldpulver und einem Flussmittel noch Porzellan- und Zirkoniumoxidpulver sehr kleiner Korngrösse enthalten. Dieses Präparat führt jedoch beim Einbrennen auf die Aufbrennlegierung zu einer unästhetischen grauweissen Schicht.
Es war daher Aufgabe der Erfindung, goldhaltige Präparate zum Überziehen metallischer Teile zu finden, insbesondere zum Überziehen von Aufbrennlegierungen in der Dentaltechnik vor dem Verblenden mit keramischen Massen, bestehend aus Goldpulver, einem Haftvermittler und einem bei Zimmertemperatur flüssigen, bei Brenntemperatur sich verflüchtenden oder verbrennenden Bindemittel, die nach dem Aufbrennen eine möglichst starke Verzahnung mit der Dentalkeramik gewährleisten, ein ästhetisches Aussehen besitzen und einen sparsamen Goldverbrauch ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das goldhaltige Präparat aus 50 bis 94 Gew% Goldpulver mit einer Teilchengrösse kleiner als 30 [im, 5-40 Gew% Bindemittel und 1 bis 20 Gew% eines Metallpulvers als Haftmittel besteht, dessen Teilchengrösse grösser als die des verwendeten Goldpulvers ist und dessen Schmelztemperatur über der des Goldes liegt.
Vorzugsweise enthält das Präparat 65 bis 80 Gew% Goldpulver, 15 bis 25 Gew% Bindemittel und 5 bis 10% Metallpulver. Vorteilhafterweise ist die Teilchengrösse des Goldpulvers kleiner als 10 |0.m.
Das Bindemittel besteht aus einem oder mehreren organischen Lösungsmittel(n), vorzugsweise 60 bis 90 Gew% und insbesondere 65 bis 85 Gew%, und einem oder mehreren Harzbestandteil(en), vorzugsweise 10 bis 40 Gew% und insbesondere 15 bis 35 Gew%. Als Harzbestandteil dienen vor allem Acrylatharze, Methacrylate, Nitrozellulose, Äthylzellulose und natürliche oder synthetische Kautschuke. Als Lösungsmittel finden Glycol, Glycoläther, Glycolester, Ter-penkohlenwasserstoffe und hochsiedende aliphatische Kohlenwasserstoffe Verwendung.
Als Metallpulver haben sich Palladium-, Kobalt- und/ oder Nickelpulver und/oder Pulver aus Palladium-, Gold-, Kobalt- und/oder Nickellegierungen bewährt, wobei deren Teilchengrössen grösser als die des verwendeten Goldpulvers sind und deren Schmelz- bzw. Solidustemperatur über dem Schmelzpunkt des Goldes (1063 °C) liegen muss. Vorteilhaft ist es, wenn die Legierungspulver Legierungselemente enthalten, die auch in den zu überziehenden metallischen Teilen enthalten sind.
Das erfindungsgemässe pastenförmige Goldpräparat lässt sich leicht mit einem Pinsel oder einem Filz auf die zu überziehenden Metallteile, z.B. Kronen oder Brücken, auftragen. Es hat sich gezeigt, dass die durch die zusätzlich zum Gold enthaltenen Metallpulver verursachte Oberflächenrauhigkeit auch nach dem Aufbrennen der Präparate voll erhalten bleibt, wenn die Aufbrenntemperatur unter der Schmelzbzw. Solidustemperatur der metallischen Pulverzusätze liegt. Bewährt haben sich Aufbrenntemperaturen zwischen 600 und 1100 °C und Aufbrennzeiten zwischen 0,5 und 10 Minuten. Die Goldschichten verbinden sich unter diesen Bedingungen mit allen gängigen Aufbrennlegierungen auf der Basis Gold-Platin-Palladium-Silber, Gold-Silber, Gold-Palladium, Nickel- Chrom, Kobalt-Chrom und Kobalt-Palladium zu einem unlösbaren Verbund. Das erfindungsgemässe goldhaltige Präparat ist damit für alle edelmetallhaltigen und edelmetallfreien Aufbrennlegierungen geeignet.
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Die so hergestellte Zwischenschicht bewirkt eine sehr gute Verankerung der Keramikschicht mit dem metallischen Kronen- oder Brückenteil. Hierzu eignen sich alle bekannten dentalkeramischen Massen. Biegeversuche an keramikverblendeten Legierungsblechen, die mit einer Zwischenschicht aus einem erfindungsgemässen Goldpräparat überzogen waren, zeigten, dass bei gewaltsamer Absprengung der Keramikschicht vom Metall der Bruch in der Keramik selbst erfolgte. Eine Trennung der Zwischenschicht von der Aufbrennlegierung bzw. von der Keramik konnte in keinem Fall beobachtet werden.
Im folgenden sind beispielhaft die Zusammensetzungen einiger Ausführungsformen des erfindungsgemässen goldhaltigen Präparats gewichtsmässig angegeben: 1. 75% Goldpulver, kristallin, Teilchengrösse < 10 |im 5% Pulver aus Palladium mit 20% Gold und 5% Zinn,
Teilchengrösse <20 um 15 % Butyldiglycolacetat 5% Polymethylmethacrylat.
2. 65% Goldpulver, kristallin, Teilchengrösse < 10 (im 10% Pulver aus Gold mit 10% Platin, 3% Zinn und 2%
Indium, Teilchengrösse <37 um 18% Butyldiglycolacetat 7% Äthylzellulose
3. 70% Goldpulver, kristallin, < 10 (im 10% Palladiumpulver, < 37 (xm 15% Terpineol
5% Nitrozellulose
4. 40% Goldpulver, kristallin, <10 um
35% Goldpulver, plättchenförmig, < 10 um 5% Kobaltpulver
16% Hochsiedender aliphatischer Kohlenwasserstoff 4% Polyisobutylen
5. 50% Goldpulver, kristallin, <10 um
25% Goldpulver, plättchenförmig, < 10 (im 5% Pulver aus CoCr 27 Mo 5,5 Sil Mn 0,7 Fe 0,5,
<37%
15% Terpineol 5% Äthylzellulose
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Claims (5)
1. Goldhaltiges Präparat zum Überziehen metallischer Teile, insbesondere zum Überziehen von Aufbrennlegierungen in der Dentaltechnik vor dem Verblenden mit keramischen Massen, bestehend aus Goldpulver, einem Haftmittel und einem bei Zimmertemperatur flüssigen, bei Brenntemperatur sich verflüchtigenden oder verbrennenden Bindemittel aus mindestens einem organischen Lösungsmittel und mindestens einem Harz bestandteil, dadurch gekennzeichnet, dass es aus 50 bis 94 Gew% Goldpulver mit einer Teilchen-grösse kleiner als 30 um, 5 bis 40 Gew% Bindemitteln und 1 bis 20 Gew% eines Metallpulvers als Haftmittel, dessen Teil-chengrösse grösser als die des verwendeten Goldpulvers ist und dessen Schmelztemperatur über der des Goldes liegt, besteht.
2. Goldhaltiges Präparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es 65 bis 80 Gew% Goldpulver, 15 bis
25 Gew% Bindemittel und 5 bis 10 Gew% Metallpulver enthält.
3, dadurch gekennzeichnet, dass es als Metallpulver Palladium-, Kobalt- und/oder Nickelpulver und/oder Pulver aus Palladium-, Kobalt-, Nickel- und/oder Goldlegierungen enthält.
5. Goldhaltiges Präparat nach einem der Ansprüche 1 bis
3. Goldhaltiges Präparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengrösse des Goldpulvers kleiner als 10 um ist.
4, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallpulver Legierungselemente enthalten, die auch als Legierungselemente in den zu überziehenden metallischen Teilen enthalten sind.
6. Goldhaltiges Präparat nach einem der Ansprüche 1 bis
4. Goldhaltiges Präparat nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel aus 10 bis 40 Gew% Harz und 60 bis 90 Gew% Lösungsmittel besteht.
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