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dass eine in Transportrichtung (5) verschiebliche Hebeeinrichtung (78-81) vorgesehen ist, die die Isolierglasscheibe (1) vorzugsweise mittels einer Ansaugeinrichtung (81) auf der Transportbahn (2) übernimmt und in Transportrichtung (5) weiterführt, und dass wenigstens zwei Fülldüsen (70, 74) vorgesehen sind, von denen wenigstens eine (74) in einer senkrecht zur Transportrichtung (5) in der Transportebene verlaufenden Richtung verschiebbar ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Fülldüsen (70, 74) am Ende der Transportbahn (2) vorgesehen sind, von denen eine mit nach oben weisender Düsenöffnung (71) angeordnet ist.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Solche Vorrichtungen sind in der Regel Teil einer umfassenderen Anlage zum Zusammenbau von Isolierglasscheiben oder werden im Zusammenspiel mit einer solchen Anlage verwendet.
Die Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs list aus der DE-OS 2 402 642 bekannt. Sie erlaubt es, bei waagerecht liegenden Isolierglasscheiben deren Randfugen im Durchlauf zu füllen. Zu diesem Zweck sind zwei waagerechte, rechtwinklig aneinander anschliessende Transportbahnen vorgesehen, auf denen die Isolierglasscheiben liegend transportiert und auf jeder der beiden Transportbahnen zwischen zwei einander gegenüberliegenden Fülldüsen hindurchgeführt werden, durch die die in Transportrichtung verlaufenden Randfugen gefüllt werden. Zur Anpassung an unterschiedliche Scheibenmasse ist je eine der an den beiden Transportbahnen angeordneten Fülldüsen quer zur Transportrichtung verschieblich.
Inzwischen sind waagerecht arbeitende Anlagen zum Zusammenbau von Isolierglasscheiben durch die technische Entwicklung überholt worden und werden mehr und mehr durch senkrecht arbeitende Anlagen ersetzt, in denen die Scheiben auf einem Transportband oder auf angetriebenen Transportrollen stehend transportiert werden. Jedoch sind auch bei senkrecht arbeitenden Anlagen zum Zusammenbau von Isolierglas bis heute nur waagerecht arbeitende Vorrichtungen zum Füllen der Randfugen bekannt. Dies bedeutet, dass die zunächst stehend arbeitenden Scheiben durch einen besonderen Kipptisch in die waagerechte Lage verschwenkt werden müssen.
In einer bekannten Zusammenbauanlage werden die Isolierglasscheiben von dem waagerecht liegenden Kipptisch auf einen Versiegelungstisch gefördert, dort arretiert und durch einen zweidimensional verfahrbaren Füllautomat die Randfugen gefüllt, indem die Fülldüse des Füllautomaten entlang der vier Ränder um die Isolierglasscheibe herumgeführt wird.
Die Arbeitsweise mit liegennder Isolierglasscheibe erfordert nicht nur sehr viel Arbeitsfläche, vielmehr ist mit dem Kipptisch ein aufwendiges, zusätzliches Anlagenteil erforderlich, welches obendrein die Durchlaufzeit durch die Zusammenbauanlage erhöht. Ferner ist das Arbeiten mit liegenden Scheiben wegen des Durchhängens der oberen Glasplatten der Isolierglasscheiben grundsätzlich unerwünscht.
Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine weniger aufwendige Vorrichtung zum Füllen der Randfugen von Isolierglas zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst, in welcher die Isolierglasscheiben nicht mehr waagerechte liegend, sondern in aufrechter Lage bewegt und ihre Randfugen gefüllt werden.
Unter einer Transportbahn wird ein Förderband, eine Reihe von angetriebenen Transportrollen oder dergleichen Transportmittel verstanden, auf denen Isolierglasscheiben aufrecht stehend transportiert werden können. Unter der Transportebene wird eine in der transportierten Isolierglasscheibe liegende, zu deren Glasplatten parallele Ebene verstanden. Üblicherweise ist bei Anlagen zum Zusammenbau von Isolierglasscheiben die Transportebene wenige Grade gegen die Senkrechte geneigt und die Transportbahn um den gleichen Winkel gegen die Waagerechte geneigt und werden die Glasplatten bzw. Isolierglasscheiben gegen eine zur Transportebene parallele Stützeinrichtung (z.B. eine Gleitfläche oder ein Rollenfeld) gelehnt transportiert.
Durch die Verwendung einer Schwenkeinrichtung gemäss Patentanspruch 2 für die Isolierglasscheiben kann der anfänglich auf der Transportbahn liegende Abschnitt der Randfuge zur Seite oder nach oben geschwenkt werden und liegt dann zum ungehinderten Füllen mit Dichtungsmasse frei.
Sind z.B. drei Fülldüsen vorgesehen, so wird man diese zweckmässig derart anordnen, dass die erste den in Transportrichtung vorderen, die zweite den oberen und die dritte den hinteren Abschnitt der Randfuge füllt. Dazu sind zweckmässig alle drei Fülldüsen parallel zur Transportebene und senkrecht zur Transportbahn verschieblich, während die dritte Fülldüse zusätzlich noch in Transportrichtung verschiebbar ist. Damit kann der Füllvorgang folgendermassen aussehen: Eine Isolierglasscheibe wird auf der Transportbahn herangeführt und unmittelbar vor der ersten Fülldüse angehalten. Dann fährt die erste Fülldüse von unten nach oben am vorderen Abschnitt der Randfuge entlang und füllt diesen. Zugleich wird auf den hinteren Abschnitt der Randfuge die dritte Fülldüse zugestellt und füllt diesen, indem sie ebenfalls von unten nach oben an diesem entlangfährt.
Die erste Fülldüse fährt bis in eine oberhalb der Isolierglasscheibe liegende Endlage und die zweite Fülldüse wird von oben kommend auf die obere vordere Ecke der Isolierglasscheibe zugestellt. Nach dem Füllen der vorderen und hinteren Abschnitte der Randfuge wird die Isolierglasscheibe auf der Transportbahn vorbewegt. Dabei bewegt sich die zweite Fülldüse am oberen Abschnitt der Randfuge entlang und füllt diesen.
Ist dies geschehen, wird die Scheibe erneut angehalten, die zweite Fülldüse in ihre obere Endlage verfahren und die Scheibe durch die Schwenkeinrichtung über die hintere untere Ecke um 90 verschwenkt. Danach wird durch Verfahren der Scheibe in Transportrichtung und/oder der ersten Fülldüse diese auf die vordere, obere Ecke der geschwenkten Scheibe zugestellt, fährt entlang des numehr vorderen, zuvor unteren Abschnitts der Randfuge in ihre untere Endlage und füllt dabei den letzten Abschnitt der Randfuge. Danach wird die Isolierglasscheibe auf der Transportbahn abgefördert.
Sind nur zwei Fülldüsen vorgesehen, so verwendet man die erste zweckmässig zum Füllen des jeweils vorderen und hinteren Abschnitts und die zweite zum Füllen des oberen Abschnitts der Randfuge. Damit kann der Füllvorgang etwa folgendermassen aussehen. Eine Isolierglasscheibe wird auf der Transportbahn herangeführt und unmittelbar vor der ersten Fülldüse angehalten. Dann fährt die erste Fülldüse von unten nach oben am vorderen Abschnitt der Randfuge entlang und füllt diesen. Die erste Fülldüse fährt bis in eine oberhalb der Scheibe liegende Endlage. Zugleich wird die zweite Fülldüse auf die vordere, obere Ecke der Scheibe zugestellt. Ist der vordere Abschnitt der Randfuge gefüllt, wird die Scheibe vorwärtsbewegt. Dabei bewegt sich die zweite Fülldüse am oberen Abschnitt der Randfuge entlang und füllt diesen.
Ist dies geschehen, wird die Scheibe erneut angehalten und die erste Fülldüse auf die hintere, untere Ecke der Scheibe zugestellt. Damit mit der ersten Fülldüse sowohl der vordere als auch der hintere Abschnitt der Randfuge gefüllt werden kann, besitzt die Fülldüse entweder zwei wahlweise steuerbare, in entgegengesetzte Richtungen weisende Düsenöffnungen oder ist um 180 dreh- oder schwenkbar. Ist der hintere Abschnitt der Randfuge durch Entlangführen der ersten Fülldüse von unten nach oben gefüllt, so wird die erste Fülldüse bis in eine oberhalb der Scheibe befindliche Endstellung verfahren, die Scheibe durch die Schwenkeinrichtung um die hintere,
untere Ecke um 900 verschwenkt, die erste Fülldüse auf die nunmehr vordere, obere Ecke der Scheibe zugestellt und der nunmehr vordere Abschnitt der Randfuge gefüllt, indem die erste Fülldüse an diesem entlang nach unten fährt. Nach dem Füllen der gesamten Randfuge wird die Isolierglasscheibe auf der Transportbahn abgefördert.
Ist nur eine Fülldüse vorgesehen, so läuft der Füllvorgang zweckmässig folgendermassen ab, wozu die Fülldüse im Grunde nur in einer Richtung, nämlich in der Transportebene und quer zur Transportrichtung verschieblich sein muss. Eine Isolierglasscheibe wird auf der Transportbahn herangeführt und unmittelbar vor der in ihrer unteren Endlage befindlichen Fülldüse angehalten. Dann wird die Fülldüse am vorderen Abschnitt der Randfuge nach oben bewegt und um die vordere, obere Ecke der Scheibe herum um 900 verschwenkt. so dass die Düsenöffnung nun nach unten in den oberen Abschnitt der Randfuge weist. Dann wird die Scheibe vorwärtsbewegt und wieder angehalten, wenn die Fülldüse die hintere, obere Ecke der Scheibe erreicht. Während der Vorwärtsbewegung der Scheibe wird der obere Abschnitt der Randfuge gefüllt.
Anschliessend wird die Fülldüse erneut um 900 verschwenkt, so dass die Düsenöffnung nun in den hinteren Abschnitt der Randfuge weist. Durch Abwärtsbewegen der Fülldüse bei ruhender Scheibe wird der hintere Abschnitt der Randfuge gefüllt. Anschliessend wird die Fülldüse in ihre obere Endlage bewegt, um 1800 verschwenkt, so dass die Düsenöffnung erneut gegen die Transportrichtung weist, und dann die Scheibe durch die Schwenkvorrichtung um 900 über die hintere, untere Ecke verschwenkt.
Anschliessend wird die Fülldüse abwärts bewegt und füllt dabei den nun vorderen, zuvor unteren Abschnitt der Randfuge. Ist das geschehen, wird die Isolierglasscheibe auf der Transportbahn abgefördert.
Anstelle der um jeweils 900 drehbaren Fülldüse kann auch eine Fülldüse mit drei wahlweise steuerbaren Düsenöffnungen verwendet werden, von denen zwei in entgegengesetzte Richtungen weisen (180 -Stellung) und die dritte in eine zu diesen beiden senkrechte Richtung (900-Stellung) weist.
Die Steuerung der Arbeitsabläufe geschieht auf übliche Weise, z.B. durch Schalter, die auf die Lage der Ränder der Isolierglasscheiben ansprechen.
In jedem Fall erfolgt die Schwenkung der Isolierglasscheibe wie in den erläuterten Beispielen entgegen der Transportrichtung.
Die Schwenkeinrichtung hat mit Vorteil den im Anspruch 4 beschriebenen Aufbau. Die Greifer können mechanische Greifer sein, die die Scheiben an zwei Rändern umgreifen. Es können aber auch mit Vorteil Ansaugeinrichtungen gemäss Anspruch 5 verwendet werden. Ein Vorteil der Ansaugeinrichtung, die z.B. aus einem Feld von mehreren mit einer Unterdruckquelle verbundenen Saugnäpfen bestehen kann, liegt darin, dass die Scheibe nicht am Rand gehalten werden muss. Um den Transport der Isolierglasscheiben nicht zu behindern, werden zweckmässigerweise die Arme der Schwenkeinrichtung ausserhalb der Schwenkphasen aus ihrer 900Lage zueinander in eine 180Lage geschwenkt, in der beide parallel zur Transportbahn liegen.
Eine besonders hervorzuhebende Weiterbildung der Vorrichtung gemäss Anspruch 2 ist Gegenstand des Anspruchs 6. Hier ist das Füllen des unten liegenden Abschnitts der Randfuge elegant gelöst: Das Füllen erfolgt, während die Isolierglasscheibe auf der Transportbahn über die versenkt in der Transportbahn angeordnete Fülldüse hinwegbewegt wird.
Eine derartig angeordnete Fülldüse kann als alleinige Fülldüse verwendet werden. Das Füllen der vier Abschnitte der Randfuge erfolgt dann derart, dass nach dem Füllen eines jeden Abschnitts die Scheibe angehalten, über die hintere, untere Ecke um 900 verschwenkt und erneut vorwärtsbewegt wird. Natürlich kann man ähnlich wie bei den bisher besprochenen Lösungsvarianten weitere Fülldüsen oberhalb der Transportbahn vorsehen, wodurch sich die Zahl der erforderlichen Schwenkbewegungen reduzieren lässt.
Ein Lösungsweg mit zwei Fülldüsen, von denen eine in der Transportbahn versenkt den unteren Abschnitt und die andere die übrigen drei Abschnitte der Randfuge füllt und bei der ein Verschwenken der Isolierglasscheiben völlig entfällt, ist Gegenstand der Ansprüche 7 bis 14. Unter der Transportebene wird auch hier eine in der transportierten Isolierglasscheibe liegende, zu deren zwei oder mehreren Glasplatten parallele Ebene verstanden. Bei einer solchen Vorrichtung wird eine der parallel zur Transportrichtung verlaufenden Fugen durch eine der beiden Fülldüsen gefüllt, während die andere Fülldüse an den übrigen drei Kanten der Isolierglasscheibe entlangfährt und die dort liegenden Abschnitte der Randfuge füllt.
Dabei wird die Isolierglasscheibe jeweils angehalten, wenn sich die verschiebliche Fülldüse entlang der Vorderkante bzw. der Hinterkante der Isolierglasscheibe bewegt; liegt die bewegliche Fülldüse der zweiten parallel zur Transportrichtung verlaufenden Kanten der Isolierglasscheibe an, so ruht sie, während die Scheibe vorwärts bewegt wird.
Der mit der verschiebbaren Fülldüse mitgeführte Messumformer zeigt an, wann sich die verschiebbare Fülldüse einer Ecke der Isolierglasscheibe nähert, und bewirkt, dann, dass sich die Fülldüse unter Drehung um 900 um die Ecke herumbewegt; dabei muss der Füllvorgang nicht unterbrochen werden.
Der Messumformer, der der beweglichen Fülldüse zugeordnet ist, kann auch, unter Umständen unter Zwischenschaltung eines Zeitverzögerungsgliedes, die andere Fülldüse steuern. Diese andere Fülldüse kann ortsfest angebracht sein, nämlich so, dass ihre Düsenöffnung automatisch mit einer der Längskanten der ankommenden Isolierglasscheiben fluchtet; sie kann aber auch verschieblich angeordnet sein und wird dann - durch den mit der anderen beweglichen Fülldüse verbundenen Messumformer gesteuert - jeweils mit der entsprechenden Längskante der Isolierglasscheibe in Kontakt gebracht. Es ist auch möglich, beide Fülldüsen durch einen eigenen Messumformer zu steuern.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist wenig aufwendig und platzsparend. Sie verwendet nur zwei Fülldüsen mit einfacher Steuerung. Die Vorrichtung ist auch vielseitig anwendbar.
Die Anpassung an unterschiedliche Scheibenformate oder an Mehrfach-Isolierglasscheiben bereitet keine Schwierigkeiten.
Eine ähnliche Variante der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs 8. Diese Lösung hat den Vorteil, dass die Isolierglasscheibe während des Füllens der Randfuge nicht zeitweilig angehalten werden muss, vielmehr kann die Scheibe im Durchlauf bearbeitet werden. Jede der beiden Fülldüsen füllt je zwei Abschnitte der Randfuge, die an einer der vorderen oder hinteren und an einer der zur Transportrichtung parallelen Längskanten der Isolierglasscheibe liegen. Während des Füllens der an der Vorderkante und der Hinterkante liegenden Abschnitte der Randfuge bewegen sich die Fülldüsen entlang der schräg zur Transportrichtung verlaufenden Bahnen. Nach beendetem Füllen der Randfuge kehren sie entlang dieser Bahnen in ihre Ausgangslage zurück. Das Drehen der Fülldüsen um die Ecken der Isolierglasscheibe kann wie bei der ersten erfindungsgemässen Lösung geschehen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungsvariante gemäss den Ansprüchen 7 und 8, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 9 bis 14. So sichert die Massnahme nach Anspruch 11 einen stets guten Kontakt zwischen den Fülldüsen und den Kanten der Isolierglasscheiben.
Die in den Ansprüchen 12 bis 14 beschriebenen Merkmale dienen dem Schutz der Isolierglasscheiben vor Verunreinigungen durch das in die Randfuge eingefüllte Füllmaterial. Auf dem darin beschriebenen Transportband werden die Isolierglasscheiben stehend an den Fülldüsen vorbei durch die Vorrichtung bewegt. Das mit Noppen versehene Transportband braucht nur dort vorhanden zu sein, wo der untere Abschnitt der Randfuge bereits mit Bindemittel gefüllt auf der Transportbahn aufliegt, während in dem davorliegenden Bereich (d.h. vor Erreichen der Bewegungsbahnen der Fülldüsen) als Transportbahn eine üblicherweise in Anlagen zum Zusammenbau von Isolierglas verwendete Rollenbahn vorgesehen sein kann.
Die Variante gemäss Anspruch 6 leitet zugleich über zu einer anderen Variante der Erfindung die Gegenstand der Ansprüche 15 bis 19 ist.
Falls insgesamt vier Fülldüsen vorgesehen sind, dann kann das Füllen der vorderen und hinteren Abschnitte bei ruhender Scheibe gleichzeitig erfolgen, während bei laufender Scheibe gleichzeitig die oberen und unteren Abschnitte der Randfugen gefüllt werden können. Zuvor müssen jedoch die Fülldüsen für den oberen und hinteren Abschnitt der Randfuge entsprechend den Abmessungen der Isolierglasscheibe zugestellt werden.
Im Fall des Anspruchs 18 ist es auch möglich, die Randfuge der Isolierglasscheiben im Durchlauf, d.h. ohne die Scheibe anzuhalten, zu füllen. Dazu muss die Steigung der Bahnen, entlang denen die Fülldüsen schräg verschoben werden, bzw. die Geschwindigkeit der schräg verschobenen Fülldüsen der Transportgeschwindigkeit natürlich angepasst sein. Diese Variante ähnelt der Variante gemäss Anspruch 8.
Sind lediglich drei Fülldüsen vorgesehen, so dient von den beiden oberhalb der Transportbahn verschieblichen Fülldüsen eine dem Füllen des oberen und die andere dem Füllendes vorderen und hinteren Abschnitts der Randfuge. Dazu muss die letztgenannte Fülldüse entweder um 1800 schwenkbar sein oder zwei wahlweise steuerbare, in entgegengesetzte Richtung weisende Düsenöffnungen besitzen.
Die Ansprüche 17 und 19 beschreiben die Vorrichtungen, die denen gemäss den Ansprüchen 7 bzw. 8 entsprechen, in denen jedoch die drehbaren Fülldüsen durch solche mit mehreren Düsenöffnungen ersetzt sind, die getrennt steuerbar sind.
Eine fünfte Variante der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs 20. Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist wie folgt: Bei in ihrer unteren Ruhelage befindlichen Fülldüse fährt die Isolierglasscheibe in die Vorrichtung ein und über die Fülldüse hinweg. Dabei wird der untere Abschnitt der Randfuge gefüllt.
Wenn die hintere Ecke der Scheibe über der Düsenöffnung angelangt ist, wird die Scheibe angehalten und die Fülldüse wird über den hinteren, oberen und vorderen Rand der Scheibe geführt. Während die Fülldüse nach dem so vollendeten Füllvorgang beschleunigt in ihre Ausgangslage in der Lücke der Transportbahn zurückkehrt, wird die fertige Scheibe abgefördert.
Diese Vorrichtung benötigt entweder eine dreifach um 900 schwenkbare Fülldüse oder eine Fülldüse mit vier Düsenöffnungen, die umlaufend um 900 gegeneinander versetzt sind.
Eine sechste Variante der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs 21. Bei dieser Vorrichtung kann das Füllen des unteren Abschnitts der Randfuge dadurch erfolgen, dass bei ruhender Isolierglasscheibe die Rollen der Transportbahn zeitlich aufeinanderfolgend in der Weise abgesenkt bzw. nach unten geschwenkt und wieder angehoben bzw. nach oben geschwenkt werden, dass das Bild einer unter der Isolierglasscheibe entlangwandernden Lücke entsteht. In dieser Lücke kann die Fülldüse kontinuierlich an der Unterseite der Isolierglasscheibe entlanggeführt werden. Mit der gleichen Fülldüse oder mit einer oder mehreren anderen Fülldüsen lassen sich die übrigen drei Abschnitte der Randfugen ebenfalls problemlos füllen.
Eine siebte Variante der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs 22. Eine solcherart arbeitende Hebeeinrichtung kann die Isolierglasscheibe halten, ohne deren Rand umgreifen zu müssen, so dass die Randfuge völlig frei liegt und von einer oder mehreren Fülldüsen ohne Schwierigkeiten umfahren und gefüllt werden kann. Ein wesentlicher Vorteil einer solchen Hebeeinrichtung liegt ferner darin, dass mit ihr die fertige Scheibe anschliessend auf den Lagerbock abgesetzt werden kann, auf den die Scheiben zum Austrocknen und Aufbewahren abgestellt werden müssen. Zum Absetzen auf den Lagerbock benötigt man ohnehin eine Hebeeinrichtung, wenn es nicht von Hand erfolgt.
Die Weiterbildung dieser Vorrichtung nach Anspruch 23 hat Vorteile bei grossen und schweren Isolierglasscheiben. Da die Glasplatten der Isolierglasscheibe nur durch einen mit einer Klebmasse beschichteten Abstandhalterrahmen miteinander verbunden sind und die Klebmasse am Ende des Zusammenbauvorgangs noch nicht ausgehärtet ist und folglich noch eine gewisse Fliessfähigkeit besitzt, könnten sich die Glasplatten gegeneinander verschieben, da nur eine der Platten unmittelbar durch die Ansaugeinrichtung gehalten ist. Die Haltefinger verhindern ein solches Verschieben. Um den unteren Abschnitt der Randfuge kontinuierlich füllen zu können, müssen die Finger analog der Lösung gemäss Anspruch 21 verschwenkbar oder versenkbar sein.
Da die Haltefinger aber nicht das Gewicht der ganzen Isolierglasscheibe halten müssen, sondern nur einen geringfügigen Bruchteil davon, gestaltet sich ihr Aufbau und ihre Handhabung sehr einfach.
Eine achte Variante der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs 24. Hier wird am Ende der Transportbahn die Isolierglasscheibe von einer Hebeeinrichtung übernommen und in Transportrichtung weitergeführt. Von den Fülldüsen, die an den Abschnitten der Randfuge entlanggeführt werden, muss wenigstens eine quer zur Transportrichtung verschieblich sein, um die vorderen und hinteren Randfugenabschnitte füllen zu können. Vorzugsweise werden gemäss Anspruch 16 zwei Fülldüsen verwendet, von denen eine nur den unteren Abschnitt der Randfuge füllt und deshalb mit nach oben weisender Düsenöffnung angeordnet ist. Die andere Fülldüse ist mehrfach um 900 verschwenkbar oder besitzt mehrere im Winkel von 900 gegeneinander versetzte Düsenöffnungen, um die restlichen drei Abschnitte der Randfuge füllen zu können.
Dabei werden der vordere und hintere Abschnitt der Randfuge bei ruhender Isolierglasscheibe, der obere und untere Abschnitt der Randfuge bei in Transportrichtung laufender Isolierglasscheibe gefüllt. Nach dem Füllvorgang wird die Isolierglasscheibe durch die Hebeeinrichtung auf einen Lagerbock abgesetzt. Die Hebeeinrichtung hat den weiteren Vorteil, dass sie verhindert, dass beim Weitertransport der Isolierglasscheibe Füllmaterial vom Rand über die Scheibenfläche verschmiert wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele, die in den beigefügten Zeichnungen schematisch dargestellt sind, erläutert.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer Vorrichtung gemäss Anspruch 3 mit Schwenkeinrichtung und zwei Fülldüsen beim Füllen des ersten Abschnitts der Randfuge,
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung aus Fig. 1 beim Füllen des dritten Abschnitts der Randfuge,
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung aus Fig. 1 während des Schwenkvorgangs,
Fig. 4 zeigt die Seitenansicht einer Vorrichtung gemäss Anspruch 5 mit Schwenkeinrichtung und nur einer Fülldüse,
Fig. 5 zeigt die Seitenansicht einer Vorrichtung gemäss Anspruch 14 ohne Schwenkeinrichtung und mit drei Fülldüsen,
Fig.6 zeigt die Seitenansicht einer Vorrichtung gemäss Anspruch 10 ohne Schwenkeinrichtung und mit nur einer Fülldüse,
Fig. 7 zeigt die Ansicht der Transportrichtung der Isolierglasscheiben auf eine Vorrichtung gemäss Anspruch 20 mit einer Hebeeinrichtung und lediglich einer Fülldüse;
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Fig. 8 zeigt die Seitenansicht einer Vorrichtung mit Hebeeinrichtung und zwei Fülldüsen gemäss Anspruch 23,
Fig. 9 zeigt einen Schnitt quer zur Transportrichtung durch eine Vorrichtung zum Füllen der Randfugen in einer Vertikalanlage zum Zusammenbau von Isolierglasscheiben gemäss Anspruch 6 oder 7, die
Fig. 10 bis 13 zeigen die Vorrichtung aus Fig. 9 in Seitenan sicht quer zur Transportrichtung in verschiedenen Arbeitsphasen während des Füllens der Randfugen von Isolierglasscheiben; und die
Fig. 14 bis 18 zeigen eine Vorrichtung ähnlich der aus Fig. 9 in Seitenansicht quer zur Transportrichtung in verschiedenen Arbeitsphasen während des Füllens der Randfugen von Isolierglasscheiben durch Fülldüsen, die anders geführt sind als im Beispiel der Fig. 10 bis 13.
Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Vorrichtung besteht die Transportbahn, auf der die Isolierglasscheibe 1 stehend transportiert wird, aus einer Reihe von synchron angetriebenen Transportrollen 2. Die Isolierglasscheibe 1 steht auf den Transportrollen 2 leicht gegen die Senkrechte geneigt und lehnt sich gegen eine entsprechend gegen die Senkrechte geneigte Stützeinrichtung ab, die zum einen durch ein Feld von Stützrollen 3, deren Achsen senkrecht zur Transportrichtung (angedeutet durch den Pfeil 5) und senkrecht zu den Achsen der Transportrollen 2 verlaufen, und zum anderen durch eine Wand mit Luftaustrittsdüsen 4 gebildet wird.
Die Schwenkeinrichtung besteht aus zwei Armen 6 und 7, die mit Haltebacken 8 versehen und um einen gemeinsamen Angelpunkt 9 verschwenkbar sind. Die Schwenkachse ist den Achsen der Transportrollen 2 parallel.
Das Füllen der Randfuge 10-13 erfolgt durch zwei Fülldüsen 14 und 15, von denen eine um 1800 schwenkbar ist.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
In der Ausgangslage befindet sich die Fülldüse 14 unterhalb der Transportrollen 2- wie in Fig. 3 dargestellt - und die Fülldüse 15 befindet sich in ihrer in Fig. 2 dargestellten oberen Endlage. Wenn die Isolierglasscheibe 1 mit ihrem vorderen Rand den berührungslos ansprechenden Schalter 16 passiert, wird durch diesen der Antrieb der Transportrollen 2 abgeschaltet und die Isolierglasscheibe 1 kommt unmittelbar vor der Fülldüse 14 zum Stillstand, die sich nun aufwärts bewegt. Zugleich wird die zweite Fülldüse 15, die eine nach unten weisende Düsenöffnung 20 besitzt, aus ihrer oberen Endlage so weit nach unten verfahren, bis die Düsenöffnung 20 sich in Höhe des oberen Rands der Isolierglasscheibe 1 befindet.
Mit der Fülldüse 14 ist starr ein weiterer berührungslos ansprechender Schalter 17 verbunden, der die Zufuhr des pastösen Füllmaterials startet, wenn der Schalter 17 den unteren Rand der Isolierglasscheibe 1 passiert. Während der Aufwärtsbewegung der Fülldüse 14 wird der vordere Abschnitt 10 der Randfuge gefüllt. Sobald der Schalter 17 auf den oberen Rand der Isolierglasscheibe 1 anspricht, wird die Zufuhr von Füllmaterial gestoppt und die Fülldüse 14 in eine obere Endlage gefahren.
Nun wird - durch das Ansprechen des Schalters 17 auf den oberen Rand der Isolierglasscheibe 1 gesteuert - der Antrieb der Transportrollen 2 eingeschaltet und die Isolierglasscheibe 1 in Transportrichtung 5 vorwärtsbewegt. Sobald ein starr mit der zweiten Fülldüse 15 verbundener Schalter 18 berührungslos auf den vorderen Rand der Isolierglasscheibe 1 anspricht, wird durch diesen die Zufuhr des Füllmaterials zu dieser Fülldüse 15 gestartet und der obere Abschnitt 11 der Randfuge gefüllt, während sich die Isolierglasscheibe 1 an der Düsenöffnung 20 entlangbewegt.
Durch das Ansprechen des Schalters 18 auf den hinteren Rand der Isolierglasscheibe 1 gesteuert wird die Zufuhr des Füllmaterials zur Fülldüse 15 unterbrochen, durch Abschalten des Antriebs der Transportrollen 2 die Isolierglasscheibe 1 angehalten, die Fülldüse 15 in ihre obere Endlage gefahren und quer zur Transportebene der Isolierglasscheibe 1 verschoben, um das spätere Verschwenken der Isolierglasscheibe 1 nicht zu behindern; ferner wird die Fülldüse 14 um 1800 verschwenkt, so dass ihre Düsenöffnung 19 nun in Transportrichtung weist.
Die Lage der beiden Fülldüsen 14 und 15 zueinander ist so gewählt, dass die Düsenöffnung 19 danach in der Flucht des hinteren Randes der Isolierglasscheibe 1 liegt.
Anschliessend wird die Fülldüse 14 nach unten verfahren.
Sobald der Schalter 17 auf den oberen Rand der Isolierglasscheibe 1 anspricht, wird die Zufuhr des Füllmaterials zur Fülldüse 14 gestartet und der hintere Abschnitt 12 der Randfuge gefüllt. Durch das Ansprechen des Schalters 17 auf den unteren Rand der Isolierglasscheibe 1 gesteuert, wird die Zufuhr von Füllmaterial zur Fülldüse 14 wieder unterbrochen, die Fülldüse 14 in ihre untere Endlage gefahren und dort um 1800 geschwenkt (Fig. 3) und der Beginn der Schwenkbewegung der Isolierglasscheibe 1 ausgelöst.
Bis dahin hatten sich die beiden Arme 6 und 7 der Schwenkeinrichtung in 180Lage zueinander und parallel zur Transportbahn neben den Transportrollen 2 befunden. Nun wird der - m der Ansicht der Fig. 1 - linke Arm 6 in die 900-Stellung hochgeschwenkt und die Haltebacken 8 beider Arme ergreifen (z.B. pneumatisch betätigt) die Isolierglasscheibe 1 an ihrem hinteren und unteren Rand und verschwenken sie in Richtung des Pfeils 21 (Fig. 3), also entgegen der Transportrichtung 5, um 900 um den Angelpunkt 9. Die verschwenkte Isolierglasscheibe 1 ist in Fig. 3 gestrichelt eingezeichnet. Danach lösensich die Haltebacken 8 von der Isolierglasscheibe 1 und der vordere Arm 7 kehrt durch Verschwenken um 900 in umgekehrter Richtung in seine Ausgangslage (Fig.1) zurück.
Nach der Schwenkbewegung liegt der vorherige untere Rand der Isolierglasscheibe 1 dort, wo zu Beginn des Füllvorgangs (Fig. 1) der vorherige obere Rand lag, d.h. er fluchtet mit der Öffnung 19 der Fülldüse 14. Diese wird nach Beendigung des Schwenkvorgangs nach oben verfahren und füllt den vorherigen unteren Abschnitt 13 der Randfuge in gleicher Weise wie den vorherig vorderen Abschnitt 10 der Randfuge und kehrt dann unmittelbar in ihre Ausgangslage unterhalb der Transportrollen 2 zurück. Ist das geschehen, wird deren Antrieb eingeschaltet und die Isolierglasscheibe 1 abgefördert. Dabei wird sie durch die aus den Luftaustrittsdüsen 4 austretende Luft geringfügig von der seitlichen Stützwand abgehoben und lehnt sich folglich an ein Luftkissen. Dadurch wird verhindert, dass etwa am Rand der Scheibe 1 haftendes Füllmaterial beim Transport über die Scheibenfläche verschmiert wird.
Die beiden Fülldüsen 14 und 15 sind mit Federn 22 bzw. 23 verbunden, die während des Füllvorgangs die Fülldüsen mit mässigem Druck an dem Rand der Isolierglasscheibe 1 andrükken,
Bei den folgenden Ausführungsbeispielen gemäss Fig. 4 bis 8 sind Teile, die solchen in vorhergehenden Ausführungsbeispielen entsprechen, mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel werden anders als im ersten Beispiel als Transportbahn zwei mit Noppen 30 besetzte Transportbänder 31 und 32 verwendet. In einer Lücke zwischen diesen beiden Transportbändern 31 und 32 befindet sich eine nur geringfügig auf und ab verschiebbare Fülldüse 33 mit nach oben weisender Düsenöffnung 34. Diese Fülldüse füllt den jeweils unten liegenden Abschnitt der Randfuge der Isolierglasscheibe 1 und wird durch eine Feder 35, z.B.
durch eine pneumatische Feder, gegen den Rand der Isolierglas.
scheibe 1 gedrückt. Seitlich oberhalb und in einigem Abstand vor der Düsenöffnung 34 befindet sich ein berührungslos auf den Rand der Scheibe 1 ansprechender Schalter 36.
Zum Schwenken der Isolierglasscheibe 1 dienen drei starr miteinander verbundene und mit Saugnäpfen 37 versehene Arme 38-40.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Die Isolierglasscheibe 1 wird auf dem Transportband 31 stehend und gegen ein durch aus den Luftaustrittsdüsen 4 austretende Luft erzeugtes Luftkissen gelehnt in Richtung des Pfeils 5 bewegt, während sich die Öffnung 34 der Fülldüse 35 in Höhe des unteren Randes der Isolierglasscheibe 1 befindet. Durch das Ansprechen des Schalters 36 auf den vorderen Rand der Isolierglasscheibe 1 gesteuert wird die Zufuhr von Füllmaterial zur Fülldüse 33 gestartet und der untere Abschnitt 13 der Randfuge gefüllt, während die Isolierglasscheibe 1 über die Fülldüse 33 hinwegbewegt wird (Fig.4).
Durch das Ansprechen des Schalters 36 auf den hinteren Rand der Isolierglasscheibe 1 gesteuert wird der Füllvorgang unterbrochen, die Isolierglasscheibe 1 durch Abstellen des Transportbandandantriebs angehalten, von den Saugnäpfen 37 angesaugt und entgegen der Transportrichtung 5, also in Richtung des Pfeils 21, um 900 um den Angelpunkt 9 der Schwenkarme 38-40 verschwenkt; die Lage nach dem Verschwenken ist in Fig. 4 gestrichelt engezeichnet. Danach lösen sich die Saugnäpfe 37 von der Isolierglasscheibe 1, die Schwenkarme 38-40 schwenken in ihre Ausgangslage zurück und die Isolierglasscheibe 1 wird durch Wiedereinschalten des Transportbandantriebs erneut in Richtung des Pfeils 5 vorwärtsbewegt.
Dabei wird der ursprünglich hintere Rand der Isolierglasscheibe 1 über die Fülldüse 33 hinwegbewegt und wie zuvor mit dem ursprünglich unteren Abschnitt 13 nun auch der ursprünglich hintere Abschnitt 12 der Randfuge gefüllt. Der Vorgang des Schwenkens und Füllens wird noch weitere zwei Male wiederholt.
Dann sind alle vier Abschnitte 10-13 der Randfuge gefüllt und die Isolierglasscheibe 1 wird auf dem Transportband 32 stehend abgefördert.
Bei dem dritten Ausführungsbeispiel in Fig. 5 besteht die Transportbahn zum einen Teil wie in Fig. 1 aus Transportrollen 2 und zum anderen Teil wie in Fig. 4 aus einem mit Noppen 30 besetzten Transportband 32, welches synchron mit den Transportrollen 2 angetrieben wird.
Von den drei Fülldüsen 14, 15 und 33 befindet sich die Fülldüse 33 mit nach oben weisender Düsenöffnung 34 in der Lükke der Transportbahn zwischen der letzteren Transportrolle 2 und dem Transportband 32. Die Fülldüse 33 mit dem zugehörigen Schalter 36 gleicht im Aufbau und in der Beweglichkeit der Fülldüse 33 in Fig. 4. Die Fülldüse 15 ist auf und ab bewegbar und entspricht mit ihrem zugehörigen Schalter 18 im Aufbau und in der Beweglichkeit der Fülldüse 15 in Fig. 1. Die Fülldüse 14 hat die gleiche Aufgabe wie die Fülldüse 14 in Fig. 1, ist jedoch abweichend von dieser nicht um 1800 schwenkbar, sondern hat statt dessen zwei in entgegengesetzte Richtungen weisende und getrennt steuerbare Düsenöffnungen 19 und 19'. Die Federn 22 und 22' sowie die Schalter 17 und 17' sind ebenfalls zweifach vorhanden.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Anfänglich befindet sich die Fülldüse 14 in ihrer unteren Endlage, in der ihre Düsenöffnungen 19 und 19' mit der Oberkante der Transportrollen 2 fluchten. Die Fülldüse 33 befindet sich anfänglich unterhalb der Transportrollen 2 und die Fülldüse 15 befindet sich in ihrer oberen Endlage hinter der Transportebene. Durch den auf den vorderen Rand der Isolierglasscheibe 1 ansprechenden Schalter 16 wird die stehend auf den Transportrollen 2 herangeführte Isolierglasscheibe 1 unmittelbar vor der Düsenöffnung 19 der Fülldüse 14 angehalten, die Aufwärtsbewegung dieser Fülldüse 14 und die Zufuhr von Füllmaterial zu ihrer Öffnung 19 gestartet, so dass der vordere Abschnitt 10 der Randfuge gefüllt wird.
Währenddessen wird die untere Fülldüse 33 auf den unteren Rand und die obere Fülldüse 15 auf den oberen Rand der Isolierglasscheibe 1 zugestellt (Fig.5), so dass ihre Öffnungen 34 bzw. 20 mit den benachbarten Scheibenrändern fluchten.
Durch das Ansprechen des Schalters 17 auf den oberen Rand der Isolierglasscheibe 1 gesteuert wird die Zufuhr von Füllmaterial zur Düsenöffnung 19 gestoppt, die Fülldüse 14 in eine obere Endstellung verfahren, die Fülldüse 15 mit ihrer Öffnung 20 in die Transportebene verschoben und die Antriebe der Transportrollen 2 und des Transportbandes 32 gestartet, so dass die Isolierglasscheibe 1 in Richtung des Pfeils 5 vorwärtsbewegt wird. Durch das Ansprechen der Schalter 36 und 18 auf den vorderen Scheibenrand wird die Zufuhr von Füllmaterial zu den Düsenöffnungen 34 und 20 gestartet und der untere und obere Abschnitt 14 und 11 der Randfuge werden gleichzeitig gefüllt.
Durch das Ansprechen der Schalter 36 und 18 auf den hinteren Scheibenrand gesteuert wird die Zufuhr von Füllmaterial gestoppt, die Isolierglasscheibe 1 erneut angehalten, die obere Fülldüse 15 hinter die Transportebene verschoben und in ihre obere Endstellung verfahren und die untere Fülldüse 33 unter die Transportrollen 2 versenkt. Dann wird die Fülldüse 14 nach unten verfahren, wobei sie mit ihrer Öffnung 19' am hinteren Scheibenrand entlanggleitet. Durch das Ansprechen des Schalters 17' auf den oberen Scheibenrand wird die Zufuhr des Füllmaterials zur Düsenöffnung 19' gestartet, durch das Ansprechen des Schalters 17' auf den unteren Scheibenrand wieder gestoppt.
Nachdem auf diese Weise auch der hintere Abschnitt 12 der Randfuge gefüllt und die Fülldüse 14 in ihrer unteren Endlage angelangt ist, werden die Antriebe der Transportrollen 2 und des Transportbandes 32 erneut gestartet und die Isolierglasscheibe 1 auf dem Transportband 32 stehend abgefördert.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten vierten Ausführungsbeispiel wird die Isolierglasscheibe 1 auf synchron angetriebenen Transportrollen 2a-2f stehend und gegen ein Feld von Stützrollen 3 gelehnt in Richtung des Pfeils 5 transportiert und durch Ansprechen des Schalters 16 auf den vorderen Scheibenrand in der dargestellten Lage angehalten. Zum Füllen der Randfuge ist lediglich eine Fülldüse 50 mit nur einer Düsenöffnung 51 vorgesehen. Die Fülldüse 50 ist unbeschränkt um jeweils 900 verschwenkbar und mit in der Transportebene der Isolierglasscheibe liegender Düsenöffnung 51 zweidimensional verfahrbar.
Zu Beginn des Füllvorgangs befindet sich die Fülldüse 50 mit nach oben weisender Düsenöffnung 51 in Transportrichtung 5 gesehen hinter der Transportrolle 2a, wobei die Düsen öffnung mit dem unteren Scheibenrand fluchtet. Sobald die Isolierglasscheibe 1 stillsteht, wird die Fülldüse 50 entgegen der Transportrichtung 5 verschoben. Mit der Fülldüse 50 ist ein berührungslos auf den Scheibenrand ansprechender Schalter 53 starr verbunden. Durch das Ansprechen dieses Schalters 53 auf den vorderen Scheibenrand gesteuert wird die Zufuhr von Füllmaterial zur Düsenöffnung 51 gestartet und damit beginnt der Vorgang des Füllens des unteren Abschnitts 13 der Randfuge.
Um der Fülldüse 50 das Entlangfahren am unteren Abschnitt 13 der Randfuge zu ermöglichen, werden die Transportrollen 2a bis 2f sukzessiv und synchron mit der Bewegung der Fülldüse 50 nach unten abgesenkt und wieder in ihre Ausgangslage angehoben. Zunächst wird die Transportrolle 2a abgesenkt, dann die Transportrolle 2b; zugleich mit dem Absenken der Transportrolle 2c wird die Transportrolle 2a, mit dem Absenken der Transportrolle 2d die Transportrolle 2b, mit dem Absenken der Transportrolle 2e die Transportrolle 2c wieder angehoben usw. Auf diese Weise wird in der Transportbahn eine am unteren Abschnitt 13 der Randfuge entlangwandernde Lücke gebildet, in der sich die Fülldüse bewegen kann. In der Zeichnung sind die Transportrollen 2a-2f in ihrer aktuellen Lage in ausgezogenen Linien, in der anderen möglichen Lage gestrichelt gezeichnet.
Durch das Ansprechen des Schalters 53 auf den hinteren Scheibenrand gesteuert wird die Fülldüse 50 um 900 im Uhrzeigersinn geschwenkt und fährt dann mit in Transportrichtung 5 weisender Düsenöffnung am hinteren Abschnitt 12 der Randfuge entlang nach oben. In entsprechender Weise werden nach weiteren Drehungen um 900 im Uhrzeigersinn auch der obere und vordere Abschnitt 11 und 10 der Randfuge gefüllt. Danach erfolgt eine nochmalige Drehung der Fülldüse 50 um 900 im Uhrzeigersinn und danach befindet sich die Fülldüse 50 wieder in ihrer Ausgangslage und die Isolierglasscheibe 1 wird abgefördert.
Die Lage der Fülldüse 50 während des Füllens des hinteren, oberen und vorderen Abschnitts 12, 11 und 10 der Randfuge ist in Fig. 6 gestrichelt eingezeichnet. Während des Schwenkens der Fülldüse 50 um die Ecken der Isolierglasscheibe 1 wird die Zufuhr von Füllmaterial kurzzeitig unterbrochen, um auch im Bereich der Ecke eine gleichmässige Füllung der Randfuge zu erzielen.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten fünften Ausführungsbeispiel wird die Isolierglasscheibe 1 ähnlich wie im Beispiel gemäss Fig.
6 auf Transportrollen 2 stehend und gegen ein Feld aus Stützrollen 3 gelehnt vorwärtsbewegt und in vorbestimmter Lage durch einen Schalter angehalten. In Fig. 7 ist deutlich zu sehen, wie die gesamte Vorrichtung leicht geneigt angeordnet ist.
Wie im Beispiel der Fig. 6 ist eine Fülldüse 62 vorgesehen, die unbeschränkt um jeweils 900 verschwenkbar und zweidimensional verschiebbar ist, allerdings nicht in der Transportebene, sondern in einer dazu parallelen Ebene vor den Transportrollen 2, der Füllebene , in der die Fülldüse 62 ohne Behinderung durch die Transportrollen 2 zweidimensional verschieblich ist. In diese Füllebene wird die Isolierglasscheibe 1 durch eine Hebeeinrichtung, bestehend aus senkrecht zur Transportebene durch das Feld von Stützrollen 3 hindurchgreifende und verschiebliche Haltestangen 61, an deren Enden sich auf die Isolierglasscheibe 1 einwirkende Saugnäpfe 60 befinden, gehoben.
Die Fig. 6 zeigt die Isolierglasscheibe 1 durch die Saugnäpfe 60 der Hebeeinrichtung gehalten in der Füllebene liegend während des Füllens des unteren Abschnitts 13 der Randfuge mittels der Fülldüse 62 mit nach oben weisender Düsenöffnung 63.
Nach Beendigung des Füllvorgangs werden die Haltestangen 61 noch weiter vorgeschoben und die Isolierglasscheibe zum Aushärten auf einen nicht gezeichneten Lagerbock abgesetzt.
Bei dem in Fig. 8 dargestellten sechsten Ausführungsbeispiel wird die Isolierglasscheibe 1 wie im Beispiel gemäss Fig.6 auf Transportrollen 2 stehend und gegen ein Feld von Stützrollen 3 gelehnt in Transportrichtung 5 bewegt und in vorbestimmter Lage durch einen auf den vorderen Scheibenrand entsprechen.
den Schalter 16 angehalten. In Transportricchtung 5 gesehen hinter dem Schalter 16 befinden sich keine weiteren Transportrollen 2 und Stützrollen 3 mehr.
In dieser Lage wird die Isolierglasscheibe 1 von einer in Transportrichtung 5 verfahrbaren Hebeeinrichtung, i.w. bestehend aus drei Armen 78-80, die mit auf die Isolierglasscheibe 1 einwirkenden Saugnäpfen 81 besetzt sind, erfasst.
In dieser Lage befindet sich die Fülldüse 74 mit der Transportrichtung 5 entgegengerichteter Düsenöffnung 75 unmittelbar vor dem vorderen Abschnitt 10 der Randfuge, wobei die Düsenöffnung 75 sich in Höhe des unteren Scheibenrandes befindet. Die zweite Fülldüse 70 befindet sich mit nach oben weisender Düsenöffnung 71 unterhalb der anderen Fülldüse 74.
Der Füllvorgang läuft folgendermassen ab:
Die Fülldüse 74 wird entlang dem vorderen Abschnitt 10 der Randfuge nach oben geführt und füllt diesen. Zugleich wird die zweite Fülldüse 70 nach oben verfahren, bis ihre Düsenöffnung 71 mit dem unteren Scheibenrand fluchtet. Sobald der starr mit der Fülldüse 74 verbundene Schalter 77 auf den oberen Scheibenrand anspricht, unterbricht er die Zufuhr von Füllmaterial zur Fülldüse 74, bewirkt deren Verschwenken um 900 entgegen dem Uhrzeigersinn und löst eine Vorschubbewegung der Hebeeinrichtung und damit der Isolierglasscheibe 1 in Transportrichtung 5 aus. Dabei wird die Hebeeinrichtung durch ein Gestänge 82 geführt.
Sobald während dieser Vorschubbewegung der Schalter 77 und der starr mit der zweiten Fülldüse 70 verbundene Schalter 73 auf den vorderen Scheibenrand ansprechen, wird die Zufuhr von Füllmaterial zu beiden Fülldüsen 70 und 74 gestarteet. Während die Isolierglasscheibe 1 zwischen den beiden Fülldüsen 70 und 74 hindurchbewegt wird, werden der untere und der obere Abschnitt 13 und 11 der Randfuge gefüllt.
Durch das Ansprechen der Schalter 73 und 77 auf den hinteren Scheibenrand wird die Isolierglasscheibe 1 erneut angehalten, die Zufuhr von Füllmaterial zu den Fülldüsen 70 und 74 gestoppt (diesen Zustand zeigt die Fig. 8), die untere Fülldüse 70 in ihre untere Endlage verfahren, die obere Fülldüse 74 um 900 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass ihre Düsenöffnung 75 in Transportrichtung 5 weist, und entlang dem hinteren Abschnitt 12 der Randfuge abwärts bewegt und somit die Randfuge gefüllt. Durch das Ansprechen des Schalters 77 auf den unteren Scheibenrand wird der Füllvorgang beendet, die Isolierglasscheibe 1 durch die Hebeeinrichtung auf einen nicht gezeichneten Lagerbock abgesetzt und die Fülldüse 74 um 1800 in ihre Ausgangslage zurückgeschwenkt.
Wie in den anderen Beispielen sind auch hier Federn 76 und 72 vorgesehen, welche die Fülldüsen 74 und 70 leicht gegen den Rand der Isolierglasscheibe 1 drücken.
In die anhand der Fig. 9 bis 13 zu beschreibende Füllstation läuft die Isolierglasscheibe 105 auf Transportrollen 106 stehend und gegen ein Feld von Stützrollen 107 gelehnt ein. Die Achsen 106A und 107A der Transportrollen 106 bzw. der Stützrollen 107 bilden miteinander einen rechten Winkel, wobei die Achsen 107A der Stützrollen etwas gegen die Senkrechte geneigt angeordnet sind, um ein Anlehnen der Isolierglasscheibe 105 zu ermöglichen. Um sicherzustellen, dass die Isolierglasscheibe den unteren wie den oberen Stützrollen 107 anliegt, ist eine in Richtung parallel zur Drehachse 106A der Transportrollen verschiebbare Andrückrolle 106 vorgesehen (Fig. 9), welche die Isolierglasscheibe 105 nahe dem unteren Rand an die Stützrollen 107 andrückt.
Die Andrückrolle 108 soll darüber hinaus die Isolierglasscheibe 105 zum Füllen der an der Vorderkante 113 und der Hinterkante 115 gelegenen Fugen halten und gewährleisten, dass beim Füllen der waagerechten, an der Querkante 114 und Unterkante 116 der Isolierglasscheibe 105 gelegenen Fugen ein schlupffreier Transport der Isolierglasscheibe erfolgt.
Am Ende des Feldes aus Stützrollen 107 sind zwei bewegliche Fülldüsen 109, 110 angeordnet (Fig. 10), die zum Füllen der zwischen den Glasplatten 101 befindlichen Fuge über diese Fuge um die Isolierglasscheibe 105 herumgeführt werden. Die Bewegung der Fülldüsen 109, 110 und der Isolierglasscheibe 105 wird durch auf die Lage der Isolierglasscheibe 105 ansprechende Messumformer 111, 112 vorzugsweise berührungslos auf den Rand der Isolierglasscheibe 105 ansprechende Schalter gesteuert.
Der Messumformer 111 ist starr mit der Fülldüse 109 und der Messumformer 112 starr mit der Fülldüse 110 verbunden.
Die Ausgangslage der Fülldüsen 109, 110 und Messumformer 111, 112 zeigt Fig. 10: Die Fülldüse 109 hat ihre Düsenöffnung 109A der Vorderkante 113 der ankommenden Isolierglasscheibe 105 zugewandt und die Düsenöffnung 109A liegt dabei genau in Höhe der Unterkante 116 der Isolierglasscheibe 105. In Richtung auf die ankommende Isolierglasscheibe 105 vor der Fülldüse 109 und oberhalb der Unterkante 116 ist der mit der Fülldüse 109 verbundene Schalter 111 angeordnet. Sobald der Schalter 111 auf die Vorderkante 113 der Isolierglasscheibe 105 anspricht, wird der Antrieb der Transportrollen 106 abgeschaltet, die Isolierglasscheibe 105 läuft mit geringem Nachlauf gegen die Fülldüse 109, wo sie federnd aufgefangen wird, und die Fülldüse 109 beginnt, sich entlang der Vorderkante 113 aufwärts zu bewegen und die dort gelegene Fuge zu füllen.
Die Fülldüse 110 befindet sich zunächst unterhalb der Transportrollen 106 und unterhalb der Fülldüse 109 und hat ihre Düsenöffnung 110A nach oben, d.h. der Unterkante 116 der Isolierglasscheibe 105 zugewandt. Während sich die Fülldüse 109 an der Vorderkante 113 der ruhenden Isolierglasscheibe 105 aufwärtsbewegt, wird die Fülldüse 110 ebenfalls aufwärtsbewegt, bis sie sich federnd der Unterkante 116 der Isolierglasscheibe 105 anlegt (Fig. 11). Der der Fülldüse 110 zugewandte Schalter 112 befindet sich oberhalb der Fülldüse 110 und entgegen der Transportrichtung der Isolierglasscheibe 105 von der Düsenöffnung 110A versetzt.
Sobald der Schalter 111 auf die Oberkante 114 der Isolier glasscheibe 105 anspricht, wird die Aufwärtsbewegung der Fülldüse 109 mit Erreichen der Oberkante 114 durch die Düsenöffnung 109A gestoppt (Fig. 11); zugleich wird eine 90 -Drehung der Fülldüse 109 um eine quer zur Ebene der Isolierglasscheibe 105 liegende Achse 109B ausgelöst und der Antrieb der Transportrollen 106 gestartet. Während und nach der 90 -Drehung wird die Fülldüse 109 ununterbrochen durch Federkraft leicht gegen die Vorderkante 113, danach gegen die Oberkante 114 der Isolierglasscheibe 105 gedrückt. Die Fülldüse 109 wird daher in ständigem Kontakt mit der Isolierglasscheibe 105 um deren Ecke herumgeführt; währenddessen braucht der Füllvorgang nicht unterbrochen zu werden.
Hat sich - durch den Schalter 111 gesteuert - die Isolierglasscheibe 105 wieder in Bewegung gesetzt, dann beginnt auch aus der unteren Fülldüse 110 Füllmaterial auszutreten, und während die Isolierglasscheibe 105 zwischen den einander gegenüberliegenden Fülldüsen 109, 110 hindurchbewegt wird, werden die beiden an der Unterkante 116 und der Oberkante 114 liegenden Fugen gefüllt.
Sobald der Schalter 111 auf die Hinterkante 115 der Isolierglasscheibe 105 anspricht, wird diese erneut gestoppt (Fig. 12), die Fülldüse 109 um weitere 900 um die Achse 109B gedreht, bis die Düsenöffnung 109A der Hinterkante 115 der Isolierglasscheibe 105 zugewandt ist, und gleichzeitig wird die Abwärtsbewegung der Fülldüse 109 gestartet, während der sich die Fülldüse 109 an der Hinterkante 115 entlang bewegt und die dort gelegene Fuge füllt. Während der zweiten 90 -Drehung wird ebenso wie beider ersten 90 -Drehung der Fülldüse 109 der Füllvorgang nicht unterbrochen. Mit Erreichen der Hinterkante 115 wird auch der Austritt von Füllmaterial aus der unteren Fülldüse 110 gestoppt und während der Abwärtsbewegung der Fülldüse 109 die Fülldüse 110 in ihre Ausgangslage abwärts bewegt (Fig. 13).
Sobald der Schalter 111 auf die Unterkante 116 der Isolierglasscheibe 105 anspricht, wird mit Erreichen der Unterkante 116 durch die Düsenöffnung 109A der Austritt von Füllmaterial unterbrochen (Fig. 13), die weitere Abwärtsbewegung der Fülldüse 109 gestoppt, der Vorschub der Isolierglasscheibe 105 erneut gestartet und die Fülldüse um 1800 (links oder rechts herum) in ihre Ausgangslage (Fig. 10) gedreht, in der sie zum Abfangen der nächsten, inzwischen auf den Transportrollen 106 herangeführten Isolierglasscheibe 105' (Fig. 12 und 13) bereit ist. Damit ist der Vorgang des Füllens der umlaufenden Fuge beendet.
Damit die nachfolgende Isolierglasscheibe 105' den Füllvorgang, insbesondere die Abwärtsbewegung der Fülldüse 109 entlang der Hinterkante 115 der Isolierglasscheibe 105, nicht behindert, ist ein dritter Messumformer 120, vorzugsweise ebenfalls ein berührungslos ansprechender Schalter, vorgesehen, der die nachfolgende Isolierglasscheibe 105' vor dem Erreichen der Verschiebebahn der Fülldüse 109 anhält, bis beide Fülldüsen 109, 110 ihre Ausgangslage erreicht haben.
Während die Isolierglasscheibe 105 auf Transportrollen 106 an die Fülldüsen 109, 110 herangeführt wird, wird sie hinter den Fülldüsen 109, 110 auf einem synchron mit den Transportrollen 106 angetriebenen Transportband 117 abgefördert. Das Transportband 117 besitzt auf seiner Oberseite Noppen 118, auf denen die Isolierglasscheibe 105 steht. Würde man die Isolierglasscheibe 105 nach dem Füllen der Fuge wie zuvor auf Transportrollen abfördern, so könnten die Transportrollen aus der Fuge Füllmaterial aufnehmen und über den Rand der Isolierglasscheibe 105, verschmieren. Dies wird durch Verwendung des mit Noppen 118 versehenen Transportbandes vermieden.
Die Noppen 118 können zum weitergehenden Schutz vor Verunreinigung durch das Füllmaterial mit einer Papierauflage versehen sein, die man von Zeit zu Zeit bei laufender Anlage wechseln kann.
Würde die Isolierglasscheibe 105 nach dem Füllen der Fugen wie zuvor an Stützrollen 107 gelehnt abgefördert, so könnten möglicherweise die Stützrollen an der Vorderkante 113 der Isolierglasscheibe 105 Füllmaterial aufnehmen und damit die eine Seite der Isolierglasscheibe 105 verunreinigen. Um dem zu begegnen, ist hinter den Fülldüsen 109, 110 anstelle von Stützrollen eine entsprechend geneigte Stützwand vorgesehen, in der sich gegen die Isolierglasscheibe 105 gerichtete Austrittsöffnungen 119 für Druckluft befinden. Durch die austretende Druckluft wird die Isolierglasscheibe 105 von der Stützwand abgehoben und lehnt gleichsam an einem Luftkissen; sie wird also abgefördert, ohne die Stützwand zu berühren.
Zweckmässigerweise werden die Verteilung der Austrittsöffnungen und der Druck der Luft so gewählt, dass die Isolierglasscheibe 105 einen Winkel von einigen Grad mit der Stützwand bildet.
Das in den Fig. 14 bis 18 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch, dass die Isolierglasscheibe während des Füllens ihrer umlaufenden Fuge nicht angehaltenwerden muss. Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 14 bis 18 mit den gleichen Bezugszahlen wie in Fig. 9 bis 13 bezeichnet.
Die Ausgangslage der Fülldüse 109 ist in beiden Ausführungsbeispielen gleich (Fig. 10 und 12). Die Fülldüse 110 liegt in diesem Ausführungsbeispiel anfänglich nicht direkt unterhalb der Fülldüse 109, sondern gegenüber dieser gegen die Transportrichtung vorverlegt, wobei die Düsenöffnung 110A in Höhe der Unterkante 116 der Isolierglasscheibe 105 liegt. Der auf die Vorderkante 113 der Isolierglasscheibe 105 berührungslos ansprechende Schalter 112 bewirkt, dass die Fülldüse 110 geöffnet wird, sobald die untere rechte Ecke der ankommenden Isolierglasscheibe 105 die Düsenöffnung 110A erreicht hat; bei fortlaufendem Transport der Isolierglasscheibe wird deren an der Unterkante 116 gelegene Fuge gefüllt.
Im Verlauf des Transports spricht der Schalter 111 berührungslos auf die Vorderkante 113 der Isolierglasscheibe 105 an (Fig. 14); dadurch wird bewirkt, dass mit dem Anlegen der Vorderkante 113 an die Fülldüse 109 diese geöffnet und gleichzeitig ein Antrieb gestartet wird, der die Fülldüse entlang einer geradlinigen, schräg zur Transportrichtung der Isolierglasscheiben in deren Transportebene liegenden Bahn 121 verschiebt. Die Verschiebung erfolgt mit einer Geschwindigkeit, deren Komponente in Transportrichtung mit der Transportgeschwindigkeit der Isolierglasscheibe 105 übereinstimmt; dies bedeutet, dass sich die Fülldüse 109 bei unverminderter Transportgeschwindigkeit der Isolierglasscheibe 105 an deren Vorderkante 113 entlang aufwärts bewegt und dabei die dort liegende Fuge füllt.
Nach dem Ansprechen des Schalters 111 auf die Oberkante 114 der Isolierglasscheibe 105 (Fig. 15) wird ohne Unterbrechung des Füllvorgangs wie beim ersten Ausführungsbeispiel die Auswärtsbewegung der Fülldüse 109 gestoppt, dabei die Fülldüse 109 um 900 um die Achse 109B gedreht und mit fortlaufendem Transport der Isolierglasscheibe 105 deren an der Oberkante 114 gelegene Fuge gefüllt.
Inzwischen nähert sich die andere Fülldüse 110 der Hinterkante 115 der Isolierglasscheibe 105 (Fig. 15). Nach dem Ansprechen des Schalters 112 auf die Hinterkante 115 wird mit Erreichen der hinteren unteren Ecke der Isolierglasscheibe 105 durch die Düsenöffnung 110A (Fig. 16) ohne Unterbrechung des Füllvorgangs die Fülldüse 110 (in der Zeichnungsansicht rechts herum) um 900 um die Achse 110B gedreht und zugleich ein Antrieb gestartet, der die Fülldüse 110 entlang einer in der Transportebene parallel zur Verschiebebahn 121 der Fülldüse 110 liegenden Bahn 122 verschiebt; dabei wird die Fülldüse 110 mit derselben Geschwindigkeit verschoben wie die Fülldüse 109 bei ihrer Aufwärtsbewegung entlang der Bahn 121.
Folglich bewegt sich bei fortlaufendem Transport der Isolierglasscheibe 105 die Fülldüse 110 entlang deren Hinterkante 115 nach oben und füllt die dort gelegene Fuge.
Als erste erreicht die Fülldüse 110 die obere, hintere Ecke der Isolierglasscheibe 105 (Fig. 17). Dies wird von dem auf die Oberkante 114 der Isolierglasscheibe 105 ansprechenden Schalter 111 festgestellt, der daraufhin das Schliessen der Fülldüse 110 und deren Rückkehr entlang der Bahn 122 (Fig. 18) und anschliessende Drehung um 900 (in der Zeichnung links herum) veranlasst, so dass sich die Fülldüse 110 anschliessend wieder in ihrer Ausgangslage befindet.
Während der Rückkehr der Fülldüse 110 erreicht auch die Fülldüse 109 die hintere, obere Ecke der Isolierglasscheibe 105 (Fig. 18). Dies wird durch den auf die Hinterkante 115 der Isolierglasscheibe 105 ansprechenden Schalter 111 festgestellt, der daraufhin die Fülldüse 109 schliesst und die Rückkehr der Fülldüse 109 entlang der Bahn 121 einleitet. Am Ende der Bahn 121 angekommen, wird die Fülldüse 109 (in der Zeichnung rechts herum) um 90 gedreht und erreicht damit ihre Ausgangslage.
Der Rücklauf der Fülldüse 109, 110 entlang der Bahnen 121, 122 erfolgt mit erhöhter Geschwindigkeit gegenüber der Aufwärtsbewegung.
Um die Rückkehr der Fülldüsen 109, 110 in ihre Ausgangslage nicht zu behindern, ist ein dritter Messumformer 120, vorzugsweise ebenfalls ein berührungslos ansprechender Schalter, vorgesehen, der eine nachfolgende Isolierglasscheibe 105' vor Erreichen der ersten Verschiebebahn 122 anhält, bis beide Fülldüsen 109, 110 ihre Ausgangslage erreicht haben.
Wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel, befindet sich auch bei diesem Ausführungsbeispiel vor der Verschiebebahn der Fülldüse 109 ein Transportsystem aus Transportrollen 106 und Stützrollen 107, dahinter jedoch ein Transportsystem aus einem mit Noppen 118 versehenen Transportband 117 und einer mit Druckluftaustrittsöffnungen 119 versehenen Stützwand, wobei jedoch in diesem Beispiel die Grenze zwischen beiden Transportsystemen entsprechend der Lage der Bahnen 121, 122 schräg verläuft.
Wie im vorherigen Beispiel ist auch in diesem Beispiel vorgesehen, dass die Fülldüsen 109, 110 mit leichtem Federdruck an die Kanten 113 bis 116 der Isolierglasscheibe 105 angedrückt werden. Anders als in den Fig. 10 bis 13 sind die Federmittel dazu in Fig. 14 bis 18 nicht dargestellt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung nur im Zusammenhang mit Zweifach-Isolierglasscheiben erläutert. Die Übertragung auf Mehrfach-Isolierglasscheiben bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Dazu ist z.B. bei Dreifach-Isolierglasscheiben lediglich erforderlich, statt einfacher Fülldüsen Düsenpaare vorzusehen, deren beide einzelne Düsen im Abstand der beiden Fugen nebeneinander angeordnet und starr miteinander verbunden sind.