CH653379A5 - Pneumatisch einfaedelbare fadenbremse und damit ausgeruestete doppeldraht-zwirnspindel. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine pneumatisch einfädelbare Fadenbremse, mit einem im wesentlichen rohrförmigen Bremsengehäuse in dem eine im wesentlichen kapseiförmige Bremspatrone gegen einen unteren und einen oberen Bremsflächenring anliegt, von denen der untere Bremsflächenring zum Lüften der Fadenbremse unter dem Einfluss von Unterdruck gegen eine Rückstellkraft axial nach unten verschiebbar ist, wobei der Bremspatrone eine Halteeinrich-tung zugeordnet ist, die die Bremspatrone bei nach unten verstelltem unterem Bremsflächenring in einer Zwischenstellung mit Abstand zwischen den oberen und unteren Bremsflächenringen festhält.
Bei in den DE-OS'en 28 30 265 und 29 14 656 behandelten Fadenbremsen dieser Art ist der untere Bremsflächenring zentral in einen innerhalb des Bremsengehäuses axial verschiebbaren Kolben eingesetzt, der zum Lüften der Fadenbremse unter dem Einfluss des z.B. von einer injektorartig wirkenden Fadeneinfädelvorrichtung erzeugten Unterdrucks nach unten verschiebbar ist. Bei einer derartigen Anordnung können Schwierigkeiten hinsichtlich der Kolbenführung innerhalb des Bremsengehäuses auftreten, da einerseits zur Erzeugung eines ausreichenden Unterdruckes eine bestimmte Abdichtung zwischen Kolbenumfang und Bremsengehäuse erforderlich ist, während andererseits Staub, Faserflug, Fadenreste, vom Faden abgespritzte Avivage sowie Netzmittel dazu führen können, die Bewegung zwischen "■ dem Kolben und der durch das Bremsengehäuse gebildeten Zylinderwand zu beeinträchtigen bzw. zu hemmen. Die in diesem Zusammenhang auftretenden Schwierigkeiten lassen sich zwar beseitigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine durch Unterdruck lüftbare Fadenbremse so zu gestalten, dass innerhalb des Bremsengehäuses anfallende Verunreinigungen der oben genannten Art ohne nachteiligen Einfluss auf die Axialverlagerung des unteren Bremsflächenringes bleiben.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemässe pneumatisch einfädelbare Fadenbremse dadurch gekennzeichnet, dass der untere Bremsflächenring an einer an dem Aussenumfang fest einspannbaren, in sich beweglichen Ringmembran für die Begrenzung der Oberseite einer an eine Unterdruckquelle anschliessbaren Kammer befestigt ist, die unter dem Einfluss des während der Fadeneinfädelung aufgebauten Unterdrucks unter gleichzeitiger Mitnahme des unteren Bremsflächenringes nach unten gesaugt wird. Eventuell anfallende Verunreinigungen bleiben ohne Einfluss auf die Bewegung dieser Ringmembran, da nunmehr im Gegensatz zu der oben behandelten bekannten Kolben-Zy-linder-Kombination keine relativ zueinander beweglichen bzw. gleitenden Dichtflächen mehr benötigt werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ringmembran in axialer Richtung eine der Rückstellkraft entsprechende Federstufigkeit hat, so dass zur Rückstellung des Bremssystems und auch zum Aufbringen der elastischen Bremskraft die federnden Eigenschaften der Membran herangezogen werden.
Gemäss einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung ist die Ringmembran unterhalb des unteren Brems-flächenrirges angeordnet und an diesem durch ein die zentralen Öffnungen von unterem Bremsflächenring und Ringmembran miteinander verbindendes Rohrstück befestigt. Dieses Rohrstück weist vorzugsweise einen Anschlag für das obere Ende einer Rückstellfeder auf, deren unteres Ende auf einem stationären Anschlag abgestützt ist, der im wesentlichen die Form einer radial nach innen gerichteten Ringschulter hat. Diese Rückstellfeder bestimmt gleichzeitig in Abhängigkeit von den jeweiligen Abständen zwischen oberen und unteren Anschlägen bzw. Abstützstellen die von der Fadenbremse jeweils aufgebrachte Bremskraft, und zwar insbesondere dann, wenn die Bremspatrone als in sich starres Element ausgebildet ist.
Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Rohrstück einen über den unteren Bremsflächenring nach oben ragenden Ansatz auf, der im wesentlichen das Bremsgehäuse bildet und die Bremspatrone und vorzugsweise auch die Haltevorrichtung umgibt.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine mit der neuen Fadenbremse ausgerüstete Doppeldraht-Zwirnspindel mit
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einer oberhalb des Spindelrotors im Bereich der stationär gehaltenen Spindelhohlachse angeordneten, druckluftbetä-titgten, injektorartig wirksamen Fadeneinfädelvorrichtung zur Erzeugung eines den einzufädelnden Faden ansaugenden Unterdruckes.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beliegenden Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt der erfindungsgemässen mit die Bremsstellung einnehmenden Fadenbremse in Zuordnung zu einer Doppeldraht-Zwirnspindel, und
Fig. 2 eine Darstellung von Fig. 1 entsprechende Darstellung bei geöffneter bzw. gelüfteter Fadenbremse.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen den oberen Teil einer Spindelhohlachse einer Doppeldraht-Zwirnspindel bildenden Auf- bzw. Einsatzkörper 1, der einerseits wesentliche Teile einer druckluftbetätigten, injektorartig wirksamen Fadeneinfädelvorrichtung und zum anderen die unter dem Einfluss der Fadeneinfädelvorrichtung lüftbare Fadenbremse umfasst. Dieser Auf- bzw. Einsatzkörper 1 enthält eine untere Aufsteckhülse 2 mit einem einen Teil der injektorartig wirksamen Fadeneinfädelvorrichtung bildenden zentralen Rohrstutzen 3, der im fertigen Montagezustand der Doppeldraht-Zwirnspindel, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von weiteren Rohrstücken, unter Bildung eines Ringspaltes in die stationär gehaltene (nicht dargestellte) Spindelhohlachse der Doppeldraht-Zwirnspindel mündet. Die Aufsteckhülse 2 ist mit einem Rohrstutzen 4 versehen, in dem z.B. injektorartig eine nach unten gerichtete Saugluftströmung a erzeugt werden kann, wenn in einem den Rohrstutzen 3 umgebenden Kanal 4 eine nach unten gerichtete Druckluftströmung aufgebaut wird, wie es beispielsweise für eine Doppeldraht-Zwirnspindel in der DE-PS 24 61 756 beschrieben ist.
Auf die Aufsteckhülse 2 ist ein Hohlzylinder 6 aufgeschraubt. In diesen Hohlzylinder 6 ist eine Fadenbremse eingesetzt, die als wesentliche Bestandteile eine starre oder auch um einen geringen Betrag expansionsfähige Bremspatrone 7 umfasst, die sich gemäss Fig. 1 zwischen einem oberen Bremsflächenring 8 und einem unteren Bremsflächenring 9 abstützt. An den oberen Bremsflächenring 8 schliesst sich ein in das Fadeneinfädelrohr 10 übergehender Kanal 11 an. Der obere Bremsflächenring 8 ist zentral in einen Stützflächenkörper 12 eingesetzt, der eine Halte- bzw. Fangvorrichtung in Form von radial nach innen gerichteten und in Umfangsrichtung im Abstand voneinander liegenden Stütznocken 13 für die Bremspatrone 7 trägt. Die Bremspatrone 7 ist mit einem gemäss Fig. 2 mit den Stütznocken zusammenwirkenden bzw. sich darauf abstützenden Bund 14 versehen.
Der untere, in axialer Richtung verstellbare bzw. bewegliche Bremsflächenring 9 ist über ein Rohrstück 15 mit einer unterhalb dieses Bremsflächenringes 9 befindlichen Ringmembran 16 verbunden, die mit ihrem Aussenumfang fest zwischen der Oberkante der Aufsteckhülse 2 und einer Stützschulter 17 des Hohlzylinders 6 eingespannt ist. An das Rohrstück 15 schliesst sich ein über den unteren Bremsflächenring 9 nach oben ragender Zylinderansatz 18 an, der im wesentlichen in Form eines Bremsengehäuses die Bremspatrone 7 und vorzugsweise auch die Halte- bzw. Fangvorrichtung, die durch die Stütznocken 13 gebildet ist, umgibt bzw. aufnimmt. Die Ringmembran kann jedoch auch direkt mit dem unteren Bremsflächenring 9 verbunden sein.
Der Zylinderansatz 18 weist an seinem oberen Ende eine nach aussen gerichtete Ringschulter 19 als oberen in axialer Richtung beweglichen Anschlag für eine Rückstellfeder 20 auf. Das untere Ende der Rückstellfeder 20 stützt sich auf einem stationären Anschlag in Form einer im wesentlichen radial nach innen gerichteten Ringschulter 21 ab. Diese Ringschulter 21 bildet das untere Ende einer Zylinderbuchse 22, die zur Einstellung der Bremskraft in bekannter Weise in axialer Richtung verstellbar und in verschiedenen Höhenstellungen arretierbar ist. Zum Verstellen und Arretieren dieser Zylinderbuchse 22 ist der Stützflächenkör-per 12 auf seinem Aussenumfang mit einer Stützflächenanordnung 23 versehen, die in unterschiedlichen Höhenstellungen nutenförmige Rasten 24 für einen am oberen Ende der Zylinderbuchse 22 befestigten Einrastkörper 25 enthält.
Wie bereits zum Ausdruck gebracht, zeigt Fig. 1 die einen Teil einer Doppeldraht-Zwirnspindel bildende Anordnung in der dem ordnungsgemässen Faden- bzw. Spindellauf entsprechenden Bremsstellung der Fadenbremse.
Wenn die Fadenbremse beispielsweise für das Durchfädeln eines Fadens durch eine Spindel gelüftet werden muss, wird in dem Raum unterhalb der Ringmembran 16 ein Unterdruck erzeugt, indem innerhalb des Rohrstutzens 3 eine in Richtung des Pfeiles a wirksame Saugströmung aufgebaut wird. Infolge des sich dadurch unterhalb der Ringmembran 16 aufbauenden Unterdrucks wird die Ringmembran 16 nach unten gesaugt bzw. verstellt, wodurch gegebenenfalls direkt oder auch über das Rohrstück 15 der untere Bremsflächenring 9 axial nach unten verstellt wird. Wenn die Bremspatrone 7 nicht mehr von dem unteren Bremsflächenring 9 abgestützt wird, fällt sie unter dem Einfluss der Schwerkraft nach unten, bis sie an ihrem Bund 14 von den strahlenförmig nach innen gerichteten Stütznocken 13 aufgefangen und in der in Fig. 2 dargestellten Zwischenstellung mit Abstand zwischen den oberen und unteren Bremsflächenringen festgehalten wird. Bei einer Doppeldraht-Zwirnspindel tritt die in dem Druckluftkanal 4 strömende nach unten gerichtete Druckluft als ein nach unten gerichteter Druckluftstrahl in die nicht dargestellte Spindelhohlachse ein. Die innerhalb des Rohrstutzens 3 durch Injektorwirkung erzeugte Saugströmung setzt sich nach oben durch das Rohrstück 15, den Zylinderansatz 18, den Kanal 11 und das Fadeneinfädelrohr 10 bis zum oberen Ende dieses Fadeneinfädel- bzw. Fadeneinlaufrohres fort, so dass ein an dieses obere Ende des Fadeneinfädelrohres gehaltener Faden an der Bremspatrone 7 vorbei durch die Spindelhohlachse und den Sipndelrotor hindurchgefördert werden kann.
Nach Beendigung des Einfädelvorganges wird die Druckluftzufuhr zum Druckluftkanal 4 unterbrochen, wodurch die durch Injektor Wirkung erzeugte Saugluftströmung abgebaut wird, so dass unter dem Einfluss membraneigenen Rückstellkraft oder der Rückstellfeder 20 der Zylinderansatz 18 zusammen mit dem unteren Bremsflächenring 9, dem Rohrstück 15 und der Ringmembran 16 wieder nach oben in die in Fig. 1 dargestellte Bremsposition zurückgestellt werden, wobei gleichzeitig auch die Bremspatrone 7 wieder von den Stütznocken 13 abgehoben und nach oben bewegt wird.
In die unterhalb der Ringmembran 16 liegende Kammer münden vorzugsweise zusätzliche Ent- und Belüftungsöffnungen, die im Bereich eines die Abwärtsbewegung der Ringmembran begrenzenden Stützschulter (siehe Fig. 2) angebracht sind.
Die erfindungsgemässe Fadenbremse kann bei der tex-tilen Verarbeitung überall dort eingesetzt werden, wo der Faden nach einer pneumatischen Fadendurchfädelung unter einer bestimmten Spannung gehalten werden soll.
So überall dort, wo ein Faden aus einem Gatter abläuft und einer Verarbeitungseinheit zugeführt wird. Bei5
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spiele dafür sind neben Doppeldraht-Zwirnspindeln Zettel-und Schärgatter oder auch Spul- und Fachmaschinen, die Fadenbremsen benötigen, um die Fäden unter gleicher Spannung auf einen Wickelkörper, in diesem Fall eine Kreuzspule auflaufen zu lassen. Spulenmagazine können ebenfalls mit der erfindungsgemässen Fadenbremse ausgerüstet werden. Eins der bekanntesten und am häufigsten vorkommenden Spulenmagazine befindet sich an Webmaschinen, wo die Schussfäden vor dem Eintrag entsprechend zu brem-5 sen sind.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse mit einem im wesentlichen rohrförmigen Bremsengehäuse, in dem eine im wesentlichen kapseiförmige Bremspatrone gegen einen unteren und einen oberen Bremsflächenring anliegt, von denen der untere Bremsflächenring zum Lüften der Fadenbremse unter dem Einfluss von Unterdruck gegen eine Rückstellkraft axial nach unten verschiebbar ist, wobei der Bremspatrone eine Halteeinrichtung zugeordnet ist, die die Bremspatrone bei nach unten verstelltem unterem Bremsflächenring in einer Zwischenstellung mit Abstand zwischen den oberen und unteren Bremsflächenringen festhält, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Bremsflächenring (9) an einer an dem Aussenumfang fest einspannbaren in sich beweglichen Ringmembran (16) für die Begrenzung der Oberseite einer an eine Unterdruckquelle anschliessbaren Kammer befestigt ist.
2. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringmembran (16) in axialer Richtung eine der Rückstellkraft entsprechende Federstufigkeit hat.
3. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringmembran (16) unterhalb des unteren Bremsflächenringes (9) angeordnet ist und an diesem durch eine die zentralen Öffnungen vom unteren Bremsflächenring (9) und Ringmembran (16) miteinander verbindendes Rohrstück (15) befestigt ist.
4. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse nach An-pruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrstück (15) einen Anschlag (19) für das obere Ende einer Rückstellfeder (20) aufweist, deren unteres Ende auf einem stationären Anschlag (21) abgestützt ist, der im wesentlichen die Form einer radial nach innen gerichteten Ringschulter hat.
5. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der untere stationäre Anschlag (21) in unterschiedlichen Höhenstellungen arretierbar ist.
6. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrstück (15) einen über den unteren Bremsflächenring (9)
nach oben ragenden Zylinderansatz (18) aufweist, der im wesentlichen das Bremsengehäuse bildet und die Bremspatrone und vorzugsweise auch die Haltevorrichtung umgibt.
7. Pneumatisch einfädelbare Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch in die unterhalb der Ringmembran (16) liegende Kammer mündende zusätzliche Ent- und Belüftungsöffnungen.
8. Doppeldraht-Zwirnspindel mit einer oberhalb des Spindelrotors im Bereich der stationär gehaltenen Spindelhohlachse angeordneten, druckluftbetätigten, injektorartig wirksamen Fadeneinfädelvorrichtung zur Erzeugung eines den einzufädelnden Faden ansaugenden Unterdrucks, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Fadenbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgerüstet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |