CH653381A5 - Friktionsfalschdraller. - Google Patents
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Description
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PATENTANSPRÜCHE
1. Friktionsfalschdraller zum Texturieren synthetischer Fäden, bestehend aus a) zwei endlos umlaufenden Reibflächen, die den Faden in einer zu beiden Reibflächen im wesentlichen tangentialen Klemmebene zwischen sich einklemmen und b) durch je einen Wirtel angetrieben werden;
c) aus einem Hauptwirtel, der zum Antrieb des Friktionsfalschdrallers an einem in Maschinenlängsrichtung endlos umlaufenden Tangentialriemen anliegt und dessen Drehachse parallel zum Fadenlauf ausgerichtet ist und d) aus zwei Riemenscheiben, die mit dem Hauptwirtel in Drehverbindung stehen, und in zwei zur Drehachse des Hauptwirteis im wesentlichen senkrechten Umlaufebenen gelagert sind und von Endschlaufen eines endlosen Treibriemens mit ca. 180° umschlungen werden, während die beiden Riemenstrums jeweils einen der Wirtel mit ca. 180° umschlingen, dadurch gekennzeichnet, dass e) das Lagergehäuse (46) für die Hauptwirtellagerung und die mit dem Hauptwirtel (44) drehfest verbundene erste Riemenscheibe (47) einerseits und das Lagergehäuse (54) für die zweite Riemenscheibe (53) andererseits unabhängig voneinander im wesentlichen senkrecht zum Fadenlauf bewegbar und in zumindest zwei Endstellungen positionierbar sind.
2. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (46) für den Hauptwirtel (44) und die erste Riemenscheibe (47) in Richtung auf den Fadenlauf gegen einen einstellbaren und in zumindest zwei Endstellungen positionierbaren Anschlag (76) anliegt.
3. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (46) für Hauptwirtel (44) und erste Riemenscheibe (47) federnd, z.B. mittels Feder (63, 75), vor dem Anschlag (76) anliegt.
4. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung der Feder (63) für das Lagergehäuse (46) im Gestell (38) des Friktionsfalschdrallers in zwei Endpositionen (60, 61) positionierbar ist.
5. Friktionsfalschdraller nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (46) für Hauptwirtel (44) und erste Riemenscheibe (47) am freien Ende einer Parallelfeder (63) angebracht ist, deren anderes Ende im Gestell (38) des Friktionsfalschdrallers fest eingespannt ist.
6. Friktionsfalschdraller nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (54) der als Umlenkrolle ausgebildeten zweiten Riemenscheibe (53) durch Kraftgeber, z.B. Feder (79, 77) im Spannsinne des Treibriemens (48) von dem Fadenlauf weggedrückt wird.
7. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung (57) der Feder (55) im Gestell (38) des Friktionsfalschdrallers in zumindest zwei Stellungen (71, 72) positionierbar ist.
8. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (54) für die zweite Riemenscheibe (53) am freien Ende einer Parallelfeder (79) sitzt, deren anderes Ende im Gestell (38) des Friktionsfalschdrallers fest eingespannt ist.
9. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergehäuse (46) für Hauptwirtel (44) und erste Riemenscheibe (47) sowie das Lagergehäuse (54) für die zweite Riemenscheibe (53) an den Enden einer gemeinsamen Parallelfeder (78) sitzen, die in ihrem mittleren Bereich fest im Gestell (38) des Friktionsfalschdrallers eingespannt ist.
10. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung der Parallelfeder (63,
78) in zumindest zwei Endstellungen (60; 80, 81) positionierbar ist.
11. Friktionsfalschdraller nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibflächen des Friktionsfalschdrallers durch zwei endlos umlaufende Bänder (83, 84) gebildet werden, die von je einem Rollenpaar (85-88) aufgespannt und derart gelagert sind, dass sie den Fadenlauf in einer zum Tangentialriemen im wesentlichen parallelen Klemmebene mit einstellbarem Kreuzungswinkel kreuzen, wobei jeweils die — auf den Fadenlauf bezogen — obere oder untere Rolle eines jeden Rollenpaares den Wirtel (50, 52) trägt.
12. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Band durch eine stempeiförmige, auf der Rückseite der Reiboberfläche gleitende Andrückeinrichtung in einem definierten Klemmbereich nachgiebig gegen den Fadenlauf und die andere Reibfläche gedrückt wird.
13. Friktionsfalschraller nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rollenpaar in je einem Halter (89, 90) gelagert ist, wobei jeder Halter um fluchtende, zur Klemmebene senkrechte Schwenkachsen (91, 92) schwenkbar und in zum Fadenlauf symmetrischen Winkel-stellungen positionierbar ist.
14. Friktionsfalschraller nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (91, 92) der Traggestelle koaxial zu der stempeiförmigen Andrückeinrichtung liegen.
15. Friktionsfalschdraller nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiboberflächen durch die benachbarten Stirnflächen von zwei rotierenden Scheiben (1, 2) gebildet werden, die den Faden (14) zwischen sich in einem begrenzten Klemmbereich einklemmen und derart gelagert sind, dass sie den Fadenlauf mit ihren Reibflächen in einer zum Treibriemen im wesentlichen senkrechten Klemmebene mit einstellbarem Kreuzungswinkel kreuzen, wobei jede Scheibe (1, 2) auf der von der Klemmebene abgewandten Seite den Wirtel (50, 52) trägt.
16. Friktionsfalschraller nach Anspruch 15, dadurch-gekennzeichnet, dass der Achsabstand der Scheiben (1, 2) derart einstellbar ist, dass die Scheiben symmetrisch zum Fadenlauf in mehreren Stellungen positionierbar sind.
17. Friktionsfalschraller nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass zur Änderung des Achsabstandes die Scheibenlagerungen auf je einer Schwinge (40, 41) sitzen.
18. Friktionsfalschdraller nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Scheiben (2) aus einem biegeweichen, flexiblen Material besteht und durch eine stempeiförmige Andrückeinrichtung (10) von ihrer Rückseite her nachgiebig gegen den Fadenlauf und die andere Reiboberfläche gedrückt wird.
19. Friktionsfalschdraller nach Anspruch 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (39) der Schwingen (40, 41) für die Scheibenlagerungen koaxial zu der Andrückeinrichtung (10) liegt.
Durch die DE-PS 1 192 779 ist ein Friktionsfalschdraller bekannt, der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entspricht, wobei insbesondere jede Reiboberfläche mit je einem Wirtel ausgerüstet ist. Ein einziger Treibriemen umschlingt dabei mit seinen Enden einen Hauptwirtel, welcher hierzu an seinen Enden je eine obere und untere Riemenscheibe aufweist. Dieser Riemen umschlingt sodann die den Oberflächen zugeordneten Wirtel und wird durch diese von einer oberen Umlaufebene, die durch die obere Riemenscheibe definiert ist, in eine untere Umlaufebene, die durch die unte-
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re Riemenscheibe definiert ist, umgelenkt. Der Nachteil dieses Antriebs besteht darin, dass zur Erzeugung von S-Drall und Z-Drall unterschiedliche Ausführungen des Falschdrallers hergestellt werden müssen und dass insbesondere bei Einstellung des Kreuzungswinkels und des Verhältnisses von Falschdrallung zur Förderung die Herstellung und Beibehaltung einer ausreichenden Riemenspannung für den Treibriemen nicht gewährleistet ist.
Dasselbe Problem besteht auch für die durch DE-OS 29 28 522 (Bag. 1133) bekannte Ausführungsform eines Friktionsfalschdrallers, welcher aus zwei endlos umlaufenden Riemen besteht, zwischen welchen der Faden eingeklemmt wird. Auch hierbei ist es zwar einerseits zweckmässig, eine Rolle eines jeden Rollenpaares einem Wirtel zuzuordnen. Die zweckmässige Riemenführung, die ein Umstellen von S- auf Z-Drall ohne Änderung des Fadenlaufs und ausserdem auch eine Einstellung des Kreuzungswinkels unter Beibehaltung einer ausreichenden Riemenspannung gewährleistet, ist hierfür im Stand der Technik jedoch nicht offenbart.
Mit den kennzeichenden Merkmalen des ersten Anspruchs wird die Aufgabe gelöst.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung gegenüber dem Stand der Technik besteht darin, dass Hauptwirtel und erste Riemenscheibe zwar fest miteinander verbunden, jedoch unabhängig von der zweiten Riemenscheibe gelagert sind, und dass sowohl die Hauptwirtellagerung als auch die Lagerung der zweiten Riemenscheibe gegenüber dem Gestell des Friktionsfalschdrallers im wesentlichen senkrecht zum Fadenlauf bewegbar geführt und in zumindest zwei Einstellungen positionierbar sind. Hierdurch kann zum einen erreicht werden, dass bei jeder Relativlage der Friktionsoberflächen zueinander eine ausreichende Spannung des Treibriemens erzielt ist und ferner, dass bei Umstellung von S- auf Z-Drall der Hauptwirtel auf die andere Seite des Tangentialriemens gelegt werden kann, ohne dass sich hierdurch der Fadenlauf wesentlich verändert. Ferner gewährt die vorgeschlagene Lösung den Vorteil, dass der Hauptwirtel zum zeitweiligen Stillsetzen des Friktionsfalschdrallers ohne weiteres von dem Tangentialriemen abgehoben werden kann, ohne dass hierzu die Position des Falschdrallers verändert wird.
Bevorzugt kann das Lagergehäuse für Hauptwirtel und erste Riemenscheibe gegen einen einstellbaren und in zumindest zwei Endstellungen positionierbaren Anschlag anliegen, und zwar vorzugsweise federnd, so dass der Hauptwirtel in der einen Endstellung des Anschlages kraftschlüssig gegen den Tangentialriemen anliegt und in der anderen Endstellung formschlüssig davon abgerückt ist. Aber auch die Umkehrung dieser Anordnung ist möglich und vorteilhaft, abhängig von Vorspannung und Elastizität des Tangentialriemens.
Um zu gewährleisten, dass der Hauptwirtel bei S- und Z-Drall stets mit der gleichen Federkraft an dem Tangentialriemen anliegt, kann die Aufhängung der auf die Lagerung des Hauptwirteis wirkenden Feder im Gestell des Friktionsfalschdrallers in zwei Endpositionen positioniert weitien.
In einer durch stabile, jedoch platzsparende Bauweise ausgezeichneten Ausführung kann das Lagergehäuse für Hauptwirtel und erste Riemenscheibe am freien Ende einer Parallelfeder angebracht sein, deren anderes Ende im Gestell des Friktionsfalschdrallers fest, und zwar vorzugsweise in zwei Positionen fest einspannbar ist. Die Parallelfeder kann aus zwei zueinander parallelen Blattfedern bestehen, die an ihren Enden derart miteinander verspannt sind, dass die Enden keine Relativbewegung in Längsrichtung zueinander ausführen können. Hierdurch wird gewährleistet, dass bei Auslenkung des freien Endes dieses freie Ende stets eine Parallelbewegung zu sich selbst ausführt.
Das eingespannte Ende der Parallelfeder wird so positioniert, dass das andere Ende bei an dem Tangentialrie-5 men anliegendem Hauptwirtel sowohl bei S-Drall als auch bei Z-Drall um jeweils denselben Betrag ausgelenkt ist und damit die Andrück- und Übertragungskräfte zumindest annähernd gleich sind.
Das Lagergehäuse der als Umlenkrolle ausgebildeten io zweiten Riemenscheibe kann vorzugsweise frei und lediglich gegen einen Kraftgeber, insbesondere also eine Feder, in Richtung auf den Fadenlauf bewegbar sein. Es wird daher weder bei der S-Z-Umstellung noch bei der Einstellung des Kreuzungswinkels notwendig, die Position des Lais gergehäuses für die Umlenkrolle gesondert einzustellen. Vielmehr nimmt die Umlenkrolle automatisch ihre der Riemenlänge entsprechende Position ein und bewirkt eine ausreichende Spannung des Treibriemens durch die Kraft des Kraftgebers bzw. der Feder. Kraftgeber bzw. Feder haben 20 vorzugsweise eine konstante Kraft-Wegkennlinie. Auch diese Feder kann vorzugsweise als Parallelfeder ausgebildet sein, deren eines Ende im Gestell des Friktionsfalschdrallers fest eingespannt ist und an deren anderem Ende das Lagergehäuse der Umlenkrolle sitzt. Auch die Aushän-25 gung dieser Feder bzw. Parallelfeder kann — um bei S-und Z-Zwirnung jeweils die gleiche Riemenspannung zu haben — in zwei Positionen im Gestell des Friktionsfalschdrallers aufgehängt werden.
Bei einer bevorzugten Ahsführungsform können das La-30 gergehäuse für Hauptwirtel und erste Riemenscheibe sowie das Lagergehäuse für die zweite Riemenscheibe jeweils an den Enden einer gemeinsamen Parallelfeder sitzen, die in ihrem mittleren Bereich fest im Gestell des Friktionsfalschdrallers gegebenenfalls in zwei Positionen einspannbar ist. 35 Es wurde bereits erwähnt, dass die erfindungsgemässe Lösung sowohl für Friktionsfalschdraller mit zwei sich kreuzend bewegten endlosen Riemen als auch mit zwei umlaufenden Scheiben vorteilhaft ist. Bei der ersten Ausführungsform (zwei gekreuzte Riemen), kann jeweils eine Rolle des 40 Rollenpaares, zwischen dem jeweils ein Riemen aufgespannt ist, einen Wirtel aufweisen, der im wesentlichen tangential zwischen der oberen und der unteren Umlaufebene des Reibriemens liegt. In diesem Falle sind die Reibriemen so angeordnet, dass die Berührungsebene der Reibriemen im we-45 sentlichen parallel zum Lauf des Tangentialriemens liegt. Bei der Ausführung mit zwei umlaufenden Scheiben sind die Scheiben in einer Ebene senkrecht zum Tangentialriemen ausgerichtet.
Wie in der DE-OS 29 28 522 gezeigt, werden mit den 50 beiden genannten Ausführungsformen besonders günstige Resultate erzielt, wenn durch eine Andrückeinrichtung zumindest ein Riemchen bzw. eine biegeweich ausgebildete Scheibe gegen das jeweilige andere Reibelement gedrückt wird. Es ist hier jedoch hinzuzufügen, das die im folgenden 55 beschriebene Erfindung nicht auf diese bevorzugte Ausfüh-ìung beschränkt ist.
Die erfindungsgemässe Lagerung von Hauptwirtel und Umlenkrolle bewirkt, dass der Kreuzungswinkel, mit dem sich die beiden Riemen bzw. Scheiben kreuzen, umgestellt 60 werden kann, ohne dass hierzu Einstellungen für die Riemenführung und Aufrechterhaltung der Riemenspannung erforderlich sind. Ferner bleibt auch bei Umstellung von S-auf Z-Drall der Fadenlauf im wesentlichen erhalten.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfin-65 dung anhand der Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Prinzipskizze des Antriebs eines Friktionsfalschdrallers;
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Fig. 2a, 3a Seitenansicht von zwei Ausführungsbeispielen eines Friktionsfalschdrallers zur Erzeugung von S-Zwirn;
Fig. 2b, 3b dieselbe Seitenansicht der Friktionsfalschdraller zur Erzeugung von Z-Zwirn;
Fig. 4 Schnitt durch einen Friktionsfalschdraller, bei welchem die Scheibenlagerungen auf Schwingen gelagert sind;
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Friktionsfalschdrallers, bei welchem die Falschdrallelemente als endlose Riemen mit einstellbarem Kreuzungswinkel ausgeführt sind.
In der schematischen Darstellung des Antriebs nach Fig. 1 sind die Falschdrallelemente nicht dargestellt. Es kann sich hierbei zum einen um zwei Scheiben handeln, die drehfest mit den Riemenscheiben 50 und 52 verbunden und gemeinsam mit diesen in nicht dargestellter Weise gelagert sind und die Faden in an sich bekannter Weise zwischen Stirnflächenbereichen einklemmen. Es kann sich zum anderen um zwei endlos umlaufende Riemen handeln, die den Faden zwischen jeweils einem Riementrum einspannen und die auf je einem Rollpaar aufgespannt sind, wobei jeweils eine Rolle eines jeden Rollenpaares mit einer der Riemenscheiben 50, 52 drehfest verbunden und gemeinsam gelagert ist. Bei diesen beiden Typen eines Friktionsfalschdrallers kann der Winkel, unter dem sich die Reibflächen kreuzen, eingestellt werden. Dadurch ändert sich auch die Relativlage der Riemenscheiben 50 und 52 zueinander.
Der Antrieb des Friktionsfalschdrallers geschieht durch den Tangentialriemen 45, der sich in Maschinenlängsrichtung erstreckt und in stets derselben Richtung endlos umläuft. Der Tangentialriemen 45 treibt den Hauptwirtel 44 an, welcher mit einer koaxialen Hauptriemenscheibe bzw. ersten Riemenscheibe 47 gemeinsam in dem Lagergehäuse 46 frei drehbar gelagert ist. Eine Umlenkrolle bzw. zweite Riemenscheibe 53 ist in dem Lagergehäuse 54 frei drehbar gelagert. Der endlose Treibriemen 48 umschlingt mit seinem einen Ende die erste Riemenscheibe 47 und mit seinem anderen Ende die zweite Riemenscheibe bzw. Umlenkrolle 53. Andererseits umschlingt jeder Riementrum des Treibriemens 48 das Antriebsrad bzw. den Wirtel 50 einerseits und Antriebsrad bzw. Wirtel 52 andererseits. Sowohl das Lagergehäuse 46 für die Hauptwirtellagerung als auch das Lagergehäuse 54 für die Umlenkrolle 53 sind in dem hier nicht dargestellten Gestell des Friktionsfalschdrallers beweglich gelagert, und zwar in einer Richtung, welche senkrecht zur Laufrichtung des Tangentialriemens 45 und senkrecht zur hier nicht dargestellten Fadenlaufrichtung liegt (Pfeile 93, 94). Hierdurch wird erreicht, dass zum einen stets eine ausreichende Spannung des Treibriemens 48 gegeben ist. Zum anderen wird aber auch erreicht, dass die Auslenkung, die der Wirtel 44 bei der Anlage an den Tangentialriemen 45 erfährt, nicht zu einer Veränderung des Fadenlaufs führt.
Dabei liegt das Lagergehäuse 46 für die Hauptwirtellagerung unter der Kraft einer Feder 75 gegen den Tangentialriemen 45 an und kann durch einen beweglichen Anschlag 76 von dem Tangentialriemen abgerückt werden. Das Lagergehäuse 54 für die zweite Riemenscheibe 53 wird durch eine Feder 77, welche schwächer ist als die Feder 75 in Richtung auf den Tangentialriemen 45 hin gedrückt, wodurch sich eine ausreichende Riemenspannung des Treibriemens 48 ergibt.
Es muss in dieser Hinsicht jedoch ausdrücklich erwähnt werden, dass es auch möglich ist, das Lagergehäuse 46 durch einen verstell- und positionierbaren Anschlag in Richtung auf den Tangentialriemen 45 zuzubewegen, so dass die Anlage zwischen Tangentialriemen 45 und Hauptwirtel 44 durch den Anschlag und das Abheben des Hauptwirteis von dem Tangentialriemen durch Federkraft bewirkt wird. Hierauf ist später bei der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels noch einzugehen.
Die Ausführungsbeispiele nach den Fig. 2 bis 4 entsprechen sich im wesentlichen. Die folgende Beschreibung bezieht sich daher auf beide Ausführungsbeispiele, sofern nicht ausdrücklich auf ein bestimmtes Ausführungsbeispiel Bezug genommen ist.
Der dargestellte Friktionsfalschdraller besteht aus einer starren Scheibe 1 und einer weichen Scheibe 2. Beide Scheiben sind auf den Wellen 3 und 4 in Lagerungen 5 und 6 drehbar gelagert und durch hier nicht dargestellte Antriebe über Riemenscheiben 50 und 52 angetrieben. Die starre Scheibe besitzt einen Reibbelag, welcher zum Beispiel aus Gummi, Vulkollan, einem verschleissfesten Metall, einer Plasmabeschichtung, einer Keramikbeschichtung, einer Nickel-Diamantbeschichtung und ähnlichem bestehen kann.
Die weiche Scheibe besteht aus einem Material und evtl. aus einem Materialkomposit, das einerseits die durch Zentrifugalkräfte auftretenden Zugkräfte aufnehmen kann, zum anderen aber leicht biegbar und beulbar ist. Es kann sich z.B. um eine Gummischeibe von 0,5 bis 2 mm Dicke handeln, die zur Erhöhung der Zugfestigkeit eine in die Gum-nr'schicht eingebettete Kordfadeneinlage besitzt.
Die weiche Scheibe 2 wird durch Andrückeinrichtung 10 auf ihrer Rückseite mit der Druckfläche 7 beaufschlagt und beult sich dadurch gegen den Faden 14 aus. Dadurch wird der Faden zwischen der weichen Scheibe 2 und der ringförmigen Reibfläche der starren Scheibe 1 eingeklemmt. Die Andrückeinrichtung besteht aus einem Zylinder 9 und einem darin beweglichen Kolben 8, welcher auf der weichen Scheibe 2 anliegt. Es ist ein Druckluftanschluss vorgesehen, durch welchen der Kolben in Richtung auf die weiche Scheibe gedrückt wird.
Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den älteren europäischen Patentanmeldungen mit den Veröffentlichungs-nummem 00 22 552 und 00 22 743, in denen Schweiz als Benennungsstaat genannt ist.
Der Faden 14 wird dem Friktionsfalschdraller durch einen nicht dargestellten Eingangsfadenführer senkrecht zu der den beiden Achsen der Scheiben 1 und 2 gemeinsamen Ebene zugeführt.
Die Lagerungen 5, 6 sind verstellbar, während die Andrückeinrichtung 10 ortsfest ist. Hierdurch sind die Scheiben zwischen den Extrempositionen verschiebbar. Die Positionierung erfolgt so, dass der Abstand zur Fadenlinie für beide Wellen bzw. Achsen jeweils gleich ist.
Die Verschiebung der Scheiben erfolgt, um S- oder Z-Zwirn herzustellen oder um das Verhältnis zwischen Drallgebung und Förderung zu verändern.
Es sei zur Klarstellung bemerkt, dass zwischen den Extrempositionen der Scheiben jede Zwischenstellung gewählt werden kann, die für das gewünschte Falschzwirnverfahren günstig ist.
Die Drehrichtung der Scheiben ist durch Pfeile 23 gekennzeichnet.
Die Fig. 2a und 2b sowie 3a und 3b zeigen die Seitenansicht des in Fig. 4 im Schnitt gezeigten Falschdrallers, wobei in der Stellung der Reibscheiben 1 und 2 nach Fig. 2a, 3a und 4 ein S-Zwirn und in der Stellung der Reibscheiben 1 und 2 nach Fig. 2b, 3b ein Z-Zwirn erzeugt wird. Der dargestellte Friktionsfalschdraller besteht aus dem Hauptgestell 38, das einen U-förmigen Querschnitt hat, wie sich aus Fig. 4 ergibt. In der einen Flanke dieses U-förmigen Hauptgestells 38 ist d:e Andrückeinrichtung 10, bestehend aus Zylinder 9 und Kolben 8 gelagert.
Konzentrisch zu der Mittelachse 39 der Andrückeinrichtung 10 sind die Schwingen 40 und 41 in den U-förmi-
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gen Flanken des Hauptgestells 38 schwenkbar und mittels Muttern 42, 43 feststellbar gelagert. In den Enden der Schwingen befinden sich die Lagerungen 5 und 6 für die Scheiben 1 und 2.
Der Antrieb des Friktionsfalschdrallers geschieht durch Tangentialriemen 45, der sich in Maschinenlängsrichtung erstreckt und mit konstanter Geschwindigkeit und gleich bleibender Antriebsrichtung umläuft. An dem Tangentialriemen 45 liegt der Hauptwirtel 44 des Friktionsfalschdrallers an, der in dem Wirtelgestell mit Lagergehäuse 46 drehbar gelagert ist und auf seinem Wellenende die Hauptriemenscheibe 47 besitzt. Diese wird von dem Endlosriemen (Treibriemen) 48 mit ca. 180° umschlungen, welcher sodann mit seinem Riementrum 49 die Riemenscheibe 50 der Friktionsscheibe 2 und mit seinem anderen Trum 51 die Riemenscheibe 52 der Friktionsscheibe 1 um ca. 180° umschlingt und sodann zu der frei drehbaren Spannrolle 53 zurückkehrt, um mit seinem anderen geschlossenen Ende diese mit ca. 180° zu umschlingen. Die Lagerung 54 ist in Spannrichtung 56 bewegbar. Sie wird nach Fig. 3a, 3b durch Druckfeder 55 und in Fig. 2a, 2b durch den unteren Ast 79 der Parallelogrammfeder 78 in Spannrichtung gedrückt. Die Druckfeder 55 ist an dem Hauptgestell mit Bolzen 57 abgestützt. Die Aufhängung der Parallelfeder 78, 79 kann in den Positionen 80, 81 angebracht werden.
Das Wirtelgestell 46 ist am freien Ende einer Parallelogrammfeder 62 bzw. 78 gelagert. Die Parallelogrammfeder 62 in Fig. 3 ist mit einem Anschlussstück 58 auf einer Führungsebene 59 des Hauptgestells 38 in zwei Positionen 60 und 61 montierbar. In Fig. 2a, 2b ist der obere Ast der Parallelogrammfeder 78 fest in einer Position eingespannt. Die Parallelogrammfeder besteht aus zwei parallelen Federplatten 63, die an ihren Enden fest miteinander verbunden sind, so dass bei Auslenkung der Federplatten 63 ihre Enden lediglich eine Parallelbewegung durchführen können. Der Hauptwirtel 44 liegt in Betriebsstellung unter der Kraft der ausgelenkten Parallelfeder an dem Tangentialriemen an, während durch Feder 55 bzw. den unteren Ast 79 der Parallelfeder 78 in Fig. 2a, 2b die automatische Einstellung der Position der Umlenkrolle 53 und Aufrechterhaltung der Riemenspannnung gegeben ist. Zum Abheben des Hauptwirteis 44 vom Tangentialriemen 45 dient Hebel 64. Der Hebel 64 ist im Hauptgestell 38 im Schwenkpunkt 65 schwenkbar gelagert. Er gleitet mit Bolzen 66 auf einem Gleitstück 67 mit Rast 68. In der in Fig. 2a, 3a eingezeichneten Stellung wird der Wirtel 44 durch die Kraft der Parallelogrammfeder 62 gegen den Tangentialriemen 45 gedrückt. Wenn der Bolzen 66 in die Raste 68 einrastet,
wird der Wirtel 44 vom Tangentialriemen 45 abgehoben.
Für den Betriebszustand der Z-Zwirngebung nach Figuren 2b, 3b und die in Fig. 3b gezeigte Montageposition 61 des Anschlussstücks 58 besitzt das Wirtelgestell ein weiteres Gleitstück 69 mit Raste 70, wobei in Fig. 2a, 2b die Gleitstücke 67, 69 Bestandteil der Rechteckkulisse 82 sind, die fest an dem Wirtelgestell 46 sitzt. Zum Abheben des Wirteis 44 von dem Treibriemen 45 bei Z-Drall, d.h. zum Ausserbetriebsetzen des Friktionsfalschdrallers wird der Bolzen 66 in das mit dem Gleitstück 69 zusammenwirkende Auge am Hebel 64 gesteckt und in Raste 70 eingerastet. Um die Riemenspannung konstant zu halten, kann bei Umstellung des Wirtelgestells von der Position 60 auf Position 61 bzw. umgekehrt auch der Einhängepunkt der Druckfeder 55 dadurch verstellt werden, dass der Bolzen 57 aus dem im Hauptgestell 38 befindlichen Auge 71 herausgezogen und in das Auge 72 eingesetzt wird bzw. umgekehrt.
Es sei hervorgehoben, dass die Druckfeder 55 eine sehr flache Kennlinie besitzt, so dass die von ihr ausgeübte Kraft in den durch den Betrieb vorgegebenen Grenzen unabhängig vom Federweg ist.
Der in Fig. 2, 3 und 4 dargestellte Friktionsfalschdraller funktioniert wie folgt:
Der Faden erhält in der Stellung nach Fig. 2a, 3a einen S-Zwirn. Dabei kann der Zwirnpunkt, d.h. der durch die Andrückeinrichtung bestimmte Punkt, in welchem der Faden in reibschlüssigem Kontakt zwischen den Scheiben gehalten wird, zwar ortsfest gehalten, trotzdem aber relativ zu den Scheiben dadurch verstellt werden, dass die Winkellage der Schwingen 40 und 41 zueinander verändert wird. Es sei erwähnt, dass am Hauptgestell 38 zu diesem Zweck Winkelstähle vorgesehen sind, die sich in den Zeichnungen nicht darstellen lassen. Zur Umstellung von S- auf Z-Zwirn wird die aus Fig. 2b, 3b ersichtliche Lageveränderung dergestalt durchgeführt, dass die Scheibe 2 nunmehr rechts des Fadenlaufs und die Scheibe 1 links des Fadenlaufs liegt. Gleichzeitig wird der Wirtel 44 aus der in Fig. 3a gezeigten Position links des Tangentialriemens 45 in die in Fig. 2a, 3b dargestellte Position rechts des Tangentialriemens gebracht, ohne dass die Laufrichtung des Tangentialriemens verändert wird. Für diese Umsetzung des Wirteis erfolgt in Fig. 3b eine Versetzung des Anschlussstücks 58 aus der Position 60 in die Position 61. In Fig. 2 ist die Aufhängung der Parallelfeder so erfolgt, dass die Auslenkung der Parallelfeder in beiden Betriebspositionen (S-Z-) dem Betrag nach gleich ist. Um den Falschdraller durch Abheben des Wirteis vom Tangentialriemen weiterhin ausser Betrieb setzen zu können, wird der Bolzen 66 im Handhebel 64 aus dem einen Auge in das Auge gesetzt, welches mit dem Gleitstück 67 und Raste 68 bzw. Gleitstück 69 und Raste 70 zusammenwirkt.
Durch die Versetzung des Wirteis wird die Laufrichtung des Endlosriemens 48 aus der Richtung 73 in die Richtung 74 in Fig. 3b umgekehrt, so dass sich auch die Drehrichtung der Scheiben 1 und 2 ändert. Um die Riemenspannung zu erhalten, wird in Fig. 3 der Bolzen 57 der Druckfeder 55 aus Auge 71 in das Auge 72 versetzt und in Fig. 2 die Aufhängung des unteren Astes der Parallelogrammfeder aus der Position 80 in die Position 81 gebracht, damit die Auslenkung zumindest angenähert gleich bleibt.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 stimmt hinsichtlich des Antriebes mit dem in Fig. 2a, 2b gezeigten Ausführungsbeispiel überein. Daher wird insofern auf die vorangegangene Beschreibung Bezug genommen. Insbesondere ist auch die Umstellung von S- auf Z-Falschdrallgebung hinsichtlich des Antriebes gleich. Abweichungen ergeben sich lediglich aus der besonderen Art des Falschdrallgebers. Der Falschdrallgeber besteht bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 aus den endlos umlaufenden Reibriemen 83 und 84, welche den Faden 14 mit jeweils einem Trum zwischen sich klemmen. Vorteilhafterweise sind hier nicht dargestellte Andrückeinrichtungen vorgesehen, welche insbesondere in den älteren europäischen Patentanmeldungen mit den Veröffentlichungsnummern 00 22 552 und 00 22 743, in denen Schweiz als Benennungsstaat genannt ist, beschrieben sind. Die Reibriemen sind in jeweils einem Rollenpaar, bestehend aus den Rollen 85, 86, 87, 88 aufgespannt. Von jedem Rollenpaar wird eine Rolle 85 bzw. 87 durch jeweils einen damit fluchtenden Wirtel 50, 52 durch den Treibriemen 48 in der bereits geschilderten Weise angetrieben. Jedes Rollenpaar ist an einem im Querschnitt T-förmigen Halter 89, 90 gelagert. Die Halter 89 und 90 sind um die fluchtenden Schwenkachsen 91, 92 schwenkbar und in beliebigen Winkelstellungen positionierbar. Hierdurch kann zum einen das Verhältnis von Falschwirngebung zu Förderung eingestellt werden. Zum anderen wird hierdurch die Umstellung von S- auf Z-Falschzwirngebung möglich.
s io
15
20
25
30
40
45
50
55
60
65
653381
6
Der besondere Vorteil der erfindungsgemässen Antriebseinrichtung für diese besondere Art von Friktionsfalschdrall-geber besteht darin, dass trotz der insbesondere bei Umstellung von S- auf Z-Zwirn und umgekehrt erforderlichen Winkelverstellung der Halter 89, 90 und der sich daraus ergebenden grossen Lageänderung und Winkellageänderung der Riemenscheiben (Wirtel) 50, 52 eine nur geringfügige Änderung im Antriebssystem erforderlich ist. Insbesondere wird das Umlegen des Treibriemens 48, das sehr arbeits-5 aufwendig ist, vermieden.
v
5 Blätter Zeichnungen
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