CH653711A5 - Elektrolysewanne. - Google Patents

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CH653711A5
CH653711A5 CH2626/81A CH262681A CH653711A5 CH 653711 A5 CH653711 A5 CH 653711A5 CH 2626/81 A CH2626/81 A CH 2626/81A CH 262681 A CH262681 A CH 262681A CH 653711 A5 CH653711 A5 CH 653711A5
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volcanic ash
electrolysis
alumina
layer
insulation
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Sveinn Snaeland
Ragnar Halldorsson
Alwis Franke
Einar Gudmundsson
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Alusuisse
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/08Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes
    • C25C3/085Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes characterised by its non electrically conducting heat insulating parts

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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Elektrolysewanne, insbesondere für die Herstellung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse, bestehend aus einer äusseren Stahlwanne, einer wärmedämmenden Isolationsschicht und einer im wesentlichen aus Kohlenstoff bestehenden Innenauskleidung mit in deren unterstem Bereich eingebetteten eisernen Kathodenbarren.
Für die Gewinnung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid wird dieses in einer Fluorid-schmelze gelöst, die zum grössten Teil aus Kryolith besteht. Das kathodisch abgeschiedene Aluminium sammelt sich unter der Fluoridschmelze auf dem Kohleboden der Zelle, wobei die Oberfläche des flüssigen Aluminiums die Kathode bildet. In die Schmelze tauchen von oben Anoden ein, die bei konventionellen Verfahren aus amorphem Kohlenstoff bestehen. An den Kohleanoden entsteht durch die elektrolytische Zersetzung des Aluminiumoxids Sauerstoff, der sich mit dem Kohlenstoff der Anoden zu CO2 und CO verbindet. Die Elektrolyse findet in einem Temperaturbereich von etwa 940-979° C statt.
Die durch den Elektrolyseprozess verbrauchte elektrische Energie kann in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden:
- Produktions- oder Reduktionsenergie
- Energieverluste
Der produktive Teil des Energieverbrauchs wird benötigt, um die Kathoden zu metallischem Aluminium zu reduzieren. Dieser produktive Teil des Energieverbrauchs kann also nicht vermindert werden.
Die unproduktiven Energieverluste dagegen können in verschiedene Verluste aufgeteilt werden, die sich alle als Wärmeverluste an die Umgebung auswirken. Diese Wärmeverluste können kontrolliert werden und müssen auf ein Minimum gebracht werden.
Dies kann durch die Verwendung von optimal geeigneten Materialien für die Stromleiter erfolgen, mit welchen der Spannungsabfall und damit die Energieverluste im elektrischen Stromkreis auf ein Minimum reduziert werden können.
Die beim Elektrolyseprozess erzeugte Wärme fliesst immer zu kälteren Teilen der Wanne, von dort entweicht sie in die Umgebung und zieht so Energie vom Produktionsverfahren ab.
Um die Wärme nicht oder nur in geringem Masse durch die Wanne entweichen zu lassen, ist deshalb schon seit langer Zeit eine Wärmeisolationsschicht in die äussere Stahlwanne eingebettet worden. Üblicherweise werden dabei Formkörper 5 aus Diatomeenerde oder Molerstein verwendet. Neue Moler-steine haben vorzügliche Isolationseigenschaften, sie sind jedoch gegenüber die Kohleauskleidung durchdringende Badkomponenten sehr empfindlich. Deshalb wird oft die innerste Schicht aus weniger empfindlichen, aber auch 10 schlechter isolierenden Schamottesteinen hergestellt. Steine können leicht aufeinander gestapelt werden, und derart können sowohl die Seitenwände als auch der horizontale Wannenboden problemlos isoliert werden.
Weiter ist vorgeschlagen worden, beispielsweise in den 15 US-PS 4 001 104 und 4 052 288, anstelle von vorgeformten Steinen granulierte Isolationsmittel, wie z.B. Tonerde, einzusetzen. Granuliertes Material wird jedoch im allgemeinen nur für horizontale Schichten, d.h. die Isolation des Wannenbodens, eingesetzt. Für die Isolierung der Wannenseitenwände 20 dagegen werden zweckmässig nach wie vor Isoliersteine aufeinander geschichtet.
Tonerde ist gegenüber die Kohleauskleidung durchdringende Badkomponenten inert, aber das Wärmeisolationsvermögen eines mit Tonerde ausgekleideten neuen Wannenbo-25 dens ist verhältnismässig gering.
Wenn eine Wanne ersetzt werden muss, wird die Auskleidung herausgebrochen und muss in den meisten Fällen verworfen werden. Beim Einsatz von Tonerde als Isolationsmittel ist es möglich, Aluminiumoxid aus der Bodenisolation zu 30 rezyklieren, falls in der entsprechenden Hütte die notwendigen Einrichtungen vorhanden sind. Ganz allgemien kann gesagt werden, dass beim Einsatz von Tonerde als Bodenisolationsmittel einer Wanne solche Rezykliereinrichtugen ein wesentlicher Bestimmungsfaktor sind.
35 Der Einsatz von Molersteinen und Tonerde als Isolationsmittel stellt für eine Aluminiumhütte einen beträchtlichen Kostenfaktor dar, weil beide Materialien als teuer bezeichnet werden müssen. Weiter weisen Molersteine den Nachteil auf, dass sie ihre guten Eigenschaften in bezug auf die Wärmeiso-40 lation kontinuierlich verlieren, sobald sie von durch die Kohleauskleidung eindringende Badkomponenten imprägniert werden. So kann eine Elektrolysewanne vor Ablauf eines Drittels ihrer normalen Lebensdauer von fünf Jahren den grössten Teil ihres thermischen Isolationsvermögens verlie-45 ren. Mit anderen Worten heisst dies, dass die Elektrolysezelle während zwei bis drei Jahren ohne wirksame Wärmeisolation läuft un so während langer Zeit beträchtliche Mengen von Energie in die Umgebung verpuffen.
Die Erfinder haben sich die Aufgabe gestellt, eine Wär-50 meisolationsschicht für eine Elektrolysewanne zu schaffen, die über die gesamte Lebensdauer der Wanne gute Isolationseigenschaften aufweist, aber mit wesentlich geringerem Investitionsaufwand als die bisherige Ausführungsform hergestellt werden kann.
ss Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass mindestens die unteren 80% der Bodenisolation aus einer mit mechanischen Mitteln verfestigten Vulkanascheschicht, die restliche Bodenisolation aus einer Leckbarriere, welche die Vulkanasche gegen die Kohleauskleidung durchdringende 60 Badkomponenten abschirmt, besteht.
Vulkanasche ist in zahlreichen Ländern als natürlicher Rohstoff in reichlichem Aussmass vorhanden und kann mit geringem Aufwand gewonnen werden. Die als grobes Granulat, mit einer natürlichen mittleren Korngrösse von 5-30 mm 65 anfallende Vulkanasche ist leicht und porös. Sie weist in der Regel auch die notwendige mechanische Festigkeit auf. Als besonders günstig hat sich die schwarze isländische Vulkanasche erwiesen, welche unverändert als Bodenisolation in die
Wanne geschüttet und durch Stampfen und/oder Vibrieren mechanisch verdichtet werden kann.
Der Einsatz von Vulkanasche für die seitliche Isolation der Wanne wäre wohl möglich aber weniger günstig, weil
- zwischen die seitliche Stahlwand und die Kohle eingestampftes Vulkanasche eine zu grosse Porosität aufweist, oder
- mit Hilfe eines Bindesmittels geformte Steine aus Vulkanasche einen wesentlichen Teil ihres Isolationsvermögens verlieren.
Wegen deren gutem Isolationsvermögen wird die Vulkanascheschicht möglichst dick ausgebildet, so dass die verbleibende Leckbarriere noch für ein optimales Wannenlebensalter hinreichend dick ausgebildet werden kann. Bevorzugt bestehen deshalb mindestens die unteren 90% der Bodenisolation aus Vulkanasche.
Auf die verdichtete Isolationsschicht aus Vulkanasche wird vorzugsweise pulverförmige Tonerde geschüttet, die auch für den Elektrolyseprozess zur Herstellung von Aluminium eingesetzt wird. Die vorhergehende Verdichtung der Vulkanasche verhindert, dass Tonerde in grösserem Massstab einsickern und so die Isolationseigenschaften der Vulkanasche vermindern kann.
Eine dünn ausgebildete, etwa 3-6 cm dicke Tonerdeschicht ist für die Funktion als Leckbarriere hinreichend.
Zur weiteren Verbesserung der Leckbarriere kann zwischen Vulkanasche und Tonerde eine undurchlässige flexible Graphitmembran, welche mit einer dünnen Stahlfolie verbunden ist, eingelegt werden (vgl. TMS Paper Nr. LM 78-19 bzw. DE-OS 28 17 202).
Die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Wannenbodens hat folgende Vorteile:
- Vulkanische Asche hat ungefähr die gleichen thermischen Eigenschaften wie Molersteine, deshalb haben grösstenteils mit vulkanischer Asche ausgekleidete Wannenböden ein genügend grosses thermisches Isolationsvermögen.
- Vulkanische Asche ist ein äusserst billiges Naturprodukt, das in vielen Ländern der Welt ohne grossen Aufwand direkt abgebaut und nach dem Transport ohne weiteren Verarbeitungsaufwand in Wannen eingefüllt und mechanisch verdichtet werden kann. Der nachfolgende Kostenvergleich zeigt die enorm hohen Kosteneinsparungen beim Einsatz von Vulkanasche (ohne Transportkosten):
3 653 711
Tabelle I
Isoliermaterial Kosten
5 Molersteine 100%
Tonerde 120%
Vulkanasche 4%
Vulkanasche + 20% Tonerde 23%
io - Die Verwendung einer dicken Schicht Vulkanasche und einer dünnen Leckbarriere, die vorzugsweise aus Tonerde besteht, erhöht die Lebensdauer der Wannenbodenisolation beträchtlich, wodurch Energie eingespart werden kann. Dies drückt sich insbesondere dadurch aus, dass die Energieverlu-15 ste von alten Wannen praktisch denjenigen von neuen entsprechen:
Tabelle II
Isoliermaterial
Energieverluste (kWh/kg AI)
Neue Wannen
Alte Wannen
(3-5 Jahre)
Molersteine
0,34
0,74
Tonerde
0,56
0,74
Vulkanasche + 20% Tonerde
0,41
0,45
Die oben stehenden Tabellen zeigen, dass der Einsatz von Vulkanasche mit einer daraufliegenden Aluminiumoxid-30 schicht bei äusserst kostengünstiger Herstellung zu sehr gut thermisch isolierten Wannenböden führt, die auch bei fortgeschrittenem Alter ihre vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.
Die einzige Figur zeigt einen schematischen vertikalen 35 Teilschnitt durch eine Elektrolysewanne, wie sie zur Herstellung von Aluminium mittels Schmelzflusselektrolyse benutzt wird.
In eine Stahlwanne 10 ist eine Schicht von mechanisch verdichteter vulkanischer Asche 12 eingefüllt. Auf diese etwa 40 25 cm hohe Ascheschicht werden etwa 5 cm Tonerde 14 aufgeschüttet. Die Seitenwand der Stahl wanne 10 wird mit Moler- oder Schamottesteinen 16 isoliert. Schliesslich wird die Kohleauskleidung 18, welche die nicht dargestellten Kathodenbarren enthält, eingesetzt.
1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

653 711
1. Elektrolysewanne, insbesondere für die Herstellung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse, bestehend aus einer äusseren Stahlwanne, einer wärmedämmenden Isolationsschicht und einer im wesentlichen aus Kohlenstoff bestehenden Innenauskleidung mit in deren unterstem Bereich eingebetteten eisernen Kathodenbarren, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die unteren 80% der Bodenisolation aus einer mit mechanischen Mitteln verfestigten Vulkanascheschicht (12), die restliche Bodenisolation aus einer Leckbarriere (14), welche die Vulkanasche gegen die Kohleauskleidung (18) durchdringende Badkomponenten abschirmt, bestehen.
2. Elektrolysewanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die unteren 90% aus einer Vulkanascheschicht (12) bestehen.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Elektrolysewanne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leckbarriere (14) aus pulverförmi-ger Tonerde besteht.
4. Elektrolysewanne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine undurchlässige, flexible Graphitmembran, welche mit einer Trägerfolie aus Stahl verbunden ist, Vulkanasche (12) und Tonerde (14) trennt.
CH2626/81A 1981-04-22 1981-04-22 Elektrolysewanne. CH653711A5 (de)

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