CH653728A5 - Gewoelbetragwerk. - Google Patents

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CH653728A5
CH653728A5 CH5274/81A CH527481A CH653728A5 CH 653728 A5 CH653728 A5 CH 653728A5 CH 5274/81 A CH5274/81 A CH 5274/81A CH 527481 A CH527481 A CH 527481A CH 653728 A5 CH653728 A5 CH 653728A5
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Description

Die Erfindung betrifft ein Gewölbetragwerk, insbesondere für Dachkonstruktionen, mit wenigstens je einem Druckgewölbe und Zuggewölbe, die in der Längsrichtung gegensinnig gewölbt und in Wölbungsrichtung nebeneinander angeordnet sind sowie endseitig je auf einer gemeinsamen Zwischenstütze sowie auf Aussenstützen gelagert sind, wobei das Druck- und das Zuggewölbe in Wölbungsrichtung orientierte und in dieser Richtung auf Druck bzw. Zug beanspruchbare Verstärkungsrippen bzw. Dachschalungselemente aufweisen, die beim Zuggewölbe endseitig mit einem seillinien- oder seileckförmigen Zugglied zur Aufnahme und Umlenkung der Zugkräfte kraftschlüssig verbunden sind, das in der Fläche des Zuggewölbes verläuft und über die gemeinsame Zwischenstütze ins Druckgewölbe geführt ist.
Ein Gewölbetragwerk dieser Art ist aus der DE-OS 30 21 672 bekannt. Darin ist für jedes Zuggewölbe endseitig je ein Zugglied vorgesehen, das in den benachbarten Druckgewölben verankert ist. Für jedes dieser Zugglieder sind Vorspann* und Verankerungsstellen notwendig, was bei grossen Tragwerken eine relativ hohe Zahl solcher Stellen erforderlich macht.
Es stellt sich die Aufgabe, ein vereinfachtes Gewölbetragwerk der eingangs genannten Art zu schaffen, insbesondere unter Vermeidung vieler Vorspann- und Verankerungsstellen für Zugglieder.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Zugglied in der Verlängerung des Druckgewölbes in gegensinniger Krümmung seillinien- oder seileckförmig weitergeführt und über den endseitigen Aussenstützen verankert ist.
Vorzugsweise weist das Gewölbetragwerk mehrere Druck-und Zuggewölbe auf, die abwechslungsweise nebeneinander angeordnet sind, wobei das Zugglied durchgehend zwischen den endseitigen Aussenstützen seillinien- oder seileckförmig über alle endseitigen Zwischenstützen verläuft.
Die erfindungsgemässe Anordnung hat den Vorteil, dass die Umlenkkräfte im Druckgewölbe auf bestimmte Druckbreiten verteilt eingeleitet werden, und dass nur über den Aussenstützen Verankerungsstellen für das Zugglied anzuordnen sind. Dies fällt insbesondere bei flachen Gewölben grosser Nutzlast und grosser Spannweite ins Gewicht.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierzu zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Gewölbetragwerks in Draufsicht;
Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II in Fig. 1, wobei rechts in der Figur eine Variante mit flacherer Wölbung angedeutet ist;
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform des Gewölbetragwerks in Draufsicht, wobei links in der Figur das Zugglied in Seillinienform und rechts in derselben Figur eine Variante mit seileckförmigem Zugglied gezeigt ist;
Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 3;
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Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie V-V in Fig. 1 ;
Fig. 6 einen Ausschnitt gemäss Fig. 5 als Variante mit Vorspannkabeln;
Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII in Fig. 1 ;
Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Linie Vili—VIII in Fig. 6;
Fig. 9 eine Schnittansicht in Gewölbelängsrichtung durch einen Zugstoss des Zuggewölbes;
Fig. 10 eine Schnittansicht entlang der Linie X-X in Fig. 1, und
Fig. 11 den Anschluss eines Rundstahl-Schraubankers an das Zugglied.
Das in den Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsbeispiel ist als sogenanntes Bogendach l ausgebildet. In Längsrichtung grenzen je nur Druckgewölbe 2 bzw. Zuggewölbe 3 aneinander. Die Druck- bzw. Zuggewölbe 2, 3 sind an ihren Ecken auf Stützen 4, 5, 6 gelagert. Während sich an den Stossstellen benachbarter Druckgewölbe 2 bzw. benachbarter Zuggewölbe 3 die horizontalen Gewölbekräfte aufheben, ist dies endseitig nicht der Fall. Zur Aufnahme der dort entstehenden Kräfte ist je ein endseitiges Zugglied 7 vorgesehen, das zwischen den Eckstützen 5 des Gewölbetragwerks über die endseitigen Zwischenstützen 4 verläuft. Die vorgespannten Zugglieder 7, welche einen in drei Dimensionen seillinienförmigen Verlauf aufweisen, und durch die Zuggewölbe 3 sowie durch die Verlängerung der Druckgewölbe 2 geführt sind, erzeugen Umlenkkräfte, welche die jeweils entgegengesetzten Gewölbekräfte aufheben, wodurch ein Horizontalkräfteausgleich zwischen den seitlich aneinander angrenzenden Zug- und Druckgewölben bei gleichzeitiger vertikaler Lastübertragung auf die Stützen 4, 5 erfolgt. Die seitlich aneinander angrenzenden Zug- und Druckgewölbe sind über Binder 10 miteinander verbunden, in welchen Oberlichter 12 angeordnet sind. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 sind alle in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Oberlichter gleichseitig exponiert, d.h., sie bilden über die Länge des Gewölbetragwerks sich erstreckende Lichtbänder. Zusätzlich dazu können in den Zuggewölben 3 Lichtkuppeln 13 für vertikalen Lichteinfall vorgesehen sein.
Das in den Fig. 3 und 4 gezeigte Ausführungsbeispiel ist als Wellendach ausgebildet, d.h. in Längsrichtung des Gewölbetragwerks folgen sich abwechslungsweise Zuggewölbe 3 und Druckgewölbe 2, so dass im Längsschnitt eine Wellenform entsteht. Die seitlich angrenzende Folge von Zug- und Druckgewölbe ist dabei in Längsrichtung um eine halbe Wellenlänge versetzt, so dass seitlich jeweils ein Druckgewölbe neben einem Zuggewölbe liegt, wie im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 gezeigt. Im Unterschied zu diesem Ausführungsbeispiel heben sich die Horizontalkräfte an den Stossstellen zweier in Längsrichtung zueinander angrenzender Gewölbe nicht auf. Deshalb sind in Querrichtung verlaufende Zugglieder 14 vorgesehen, die in Seillinien- oder Seileckform zwischen gegenüberliegenden Aussenstützen 6 durch die Zuggewölbe verlaufen und jeweils über die Zwischenstützen 4 geführt sind. Die Zugglieder 14 sind über den genannten Aussenstützen verankert. Sie nehmen die jeweils gleichgerichteten Druck- und Zugkräfte in jedem Gewölbestreifen auf, so dass insgesamt ein Horizontalkräfteausgleich zwischen den seitlich nebeneinanderliegenden Gewölbestreifen entsteht. Die Vertikalkräfte werden auf die Stützen übertragen. Zwischen den Aussenstützen verläuft eine Querrippe 42, die die in Querrichtung entstehenden Druckkräfte aufnimmt. Wie sich aus Fig. 3 ergibt, haben benachbarte Zugglieder 7, 14 jeweils einen komplementären Verlauf, was sich aus den bei dieser Gewölbeanordnung herrschenden Kräfteverhältnisse ergibt.
In Fig. 3 ist auf der rechten Seite eine Variante des Zuggliedes 7 gezeigt, welches seileckförmig aus geraden Stäben zusammengesetzt und an die Längsrippen angeschlossen ist.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 3 und 4 sind 5 die in den Bindern 10 angeordneten, in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Oberlichter 12 wechselseitig exponiert, wodurch sich schachbrettartig angeordnete Oberlichterfelder ergeben. Das Schnittbild in Fig. 4 ist dabei so zu verstehen, dass die beiden endseitigen Oberlichtbänder in Aussenansicht io dargestellt sind und nur das mittlere Oberlichtfeld von der Innenseite gesehen wird.
Hinsichtlich der detaillierten Erläuterung des Zuggliedverlaufes im Bereich der Zwischenstützen 4 bei beiden Ausführungsbeispielen sei auf die nachfolgenden Ausführungen 15 im Zusammenhang mit den Fig. 5 und 7 verwiesen.
Aus den Fig. 2 und 4 ist die Bogenform der Gewölbe ersichtlich. Die Druckgewölbe 2 weisen vorzugsweise eine seileckförmige Stützlinie auf. In diesem Falle können Längsrippen 8 (vgl. Fig. 1 und 3), welche über Querrippen 11 gegen-20 seitig verbunden sind, aus geraden Stäben oder Profilträgern zusammengesetzt werden, was sich auf die Baukosten günstig auswirkt. Die Zuggewölbe 3 sind dagegen seillinienförmig ausgestaltet. Die Höhe des Druckgewölbes 2 muss dabei, wie sich aus Fig. 2 rechts ergibt, nicht der Tiefe des Zuggewölbes 25 entsprechen, sondern kann auch flacher sein. Bei kleinen Spannweiten wird nicht die ganze Breite des Druckgewölbes 2 zur Druckaufnahme benötigt, so dass es genügt, zwei Streifen 11 längs der Obergurte der Binder 10 knicksicher auszubilden. Die Krümmung der endseitigen Zugglieder 7 wird ent-30 sprechend der Kräfteverteilung im Bereich dieser Streifen gross gewählt, während das Zugglied 7 im Zwischenbereich im wesentlichen gerade verläuft.
Bei gleichmässig verteilter Nutzlast sind die Gewölbe 2, 3 sowie die Binder 10 frei von Querkräften, so dass beim Binder 35 im Bereich der Fensteröffnungen 12 auf Streben verzichtet werden kann. Die Zuggewölbeverformung infolge örtlicher Mehrbelastung ist im allgemeinen unbedenklich, da sich bei sehr dünnen Zuggewölben die Seillinie an die Biegelinie angleicht.
40 Anhand der Fig. 5, 6 und 7 wird nun der Verlauf eines endseitigen Zuggliedes 7 näher erläutert. In Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch ein Zuggewölbe 3 im Bereich der Traufe gezeigt, und zwar entlang der Linie V-V in Fig. 1. In Aufsicht sind Obergurt 26 und Untergurt 27 des Binders 10 sichtbar. 45 Das Zugglied 7 besteht aus drei Vorspannkabeln 15, die in Hüllrohren 16 angeordnet sind, wie sich insbesondere aus Fig. 6 ergibt. Die Hüllrohre 16 mit innenliegenden Vorspannkabeln verlaufen innerhalb eines U-förmigen Stahlprofils 17, das mit dem Zuggewölbe 3 verbunden ist und sind darin in 50 Zementmörtel 18 eingebettet. Zur Verstärkung des Zuggliedes in diesem Bereich sind Platten 19,20 vorgehen, die mit dem Zugglied und dem U-Profil 17 verschraubt sind. Im Bereich der Traufe ist ein Stabtragwerk angeordnet mit einem in Querrichtung verlaufendem Element 21, an welchem L-för-55 mige Stäbe 22 angeordnet sind, die ihrerseits mit einem Abschlussblech 23 verbunden sind. Das Stabtragwerk ist mit Fliessbeton 24 ausgegossen. In Fig. 7 ist ein Längsschnitt durch ein Druckgewölbe 2 im Bereich der Traufe dargestellt, wobei als Zugglied drei Rundstahlanker 28 vorgesehen sind, bo die im Bereich des Druckgewölbes 2 an einem Element 29 befestigt sind, das Teil des erwähnten Stabtragwerkes ist. Im Zuggewölbe 3 sind die Rundstahlanker mit diesem verbunden, wie im linken Teil der Fig. 7 angedeutet.
Das Zuggewölbe 3 weist in Längsrichtung Zuglaschen 30 65 auf (Fig. 8), die Seillinienform annehmen. Mit den Zuglaschen verschraubt sind Stahlbleche 31, die sich beidseitig jeder Zuglasche erstrecken und die Fläche des Zuggewölbes bilden. Bei Zuggewölben für eine Schneelast von 100 kg/m2
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ergeben sich in Abhängigkeit der Spannweite l folgende
Blechstärken d:
1= 20 m d =
1,2 mm
Bei Verwendung von Rund
1= 40 m d =
2,5 mm stahl-Schraubankern zum
1= 60 m d =
4 mm
Unterspannen des Zuggewölbes
1= 80 m d =
6,4 mm d' = 5 mm
1= 100 m d =
8,8 mm d' = 6 mm
1=120 m d =
11,5 mm d' = 7 mm
1= 140 m d =
14,6 mm d' = 8 mm
Bei grossen Spannweiten können zur Verringerung der Blechstärken im Zuggewölbe Rundstahl-Schraubanker 43 das Zuggewölbe unterspannen (Fig. 1,11). In Fig. 11 ist der Anschluss eines solchen Schraubankers 43 an das Zugglied 7 gezeigt. Die bei Verwendung solcher Schraubanker nötigen, reduzierten Blechstärken d' lassen sich obiger Tabelle entnehmen.
In Fig. 9 ist ein Zugstoss 32 des Zuggewölbes 3 dargestellt, der quer zur Wölbungsrichtung verläuft (vgl. auch Fig. 1 und 3). Die Stahlbleche 31 sind mittels Verbindungselementen verbunden, wobei sich die Anordnung der Schweissnähte 33 und der Verschraubungen aus der Figur entnehmen lassen. Das untere Verbindungselement 34 ist L-förmig ausgebildet, so dass eine Versteifungsrippe gebildet wird, die quer zur Wölbungsrichtung verläuft.
In Fig. 10 schliesslich ist eine Schnittansicht durch den Binder 10 im Bereich eines Oberlichts gezeigt, entsprechend der Schnittlinie X-X in Fig. 1. Der Bereich 10 verbindet das Druckgewölbe 2 mit dem Zuggewölbe 3. Im Druckgewölbe ist einer der knicksicheren Streifen 11 mit zwei Längsrippen 8 ersichtlich, an der der mit Profilblechen 35 ausgestattete Mittelbereich anschliesst. Wie bereits erwähnt, weist das Druckgewölbe Querrippen 41 auf, die durch I-Eisen gebildet sind. Der Binder 10 besitzt je einen kastenförmigen Obergurt 36 und Untergurt 37 aus Stahlbauhohlprofilen, die über Fensterpfeiler 38, die ebenfalls als Kastenprofile ausgebildet sind, verbunden sind. Im Bereich der Oberlichter ist ein Fensterkasten 39 ausgebildet, in welchem ein Faltrolladen oder Lamellenstoren 40 zum Schutz vor Sonneneinstrahlung unter-5 gebracht werden können. Als Fenster 12 sind vorzugsweise Klappfenster vorgesehen. Die vertikale Lage der Oberlichter bietet den Vorteil, dass die Fenster vom Dach aus bequem gereinigt und in handelsüblicher Form verwendet werden können.
io Beim Montagevorgang wird mit dem Stabtragwerk der Traufe begonnen. Danach werden die Zugglieder 7,14 erstellt, d.h. die U-förmigen Profile 17 verlegt und darin die Hüllrohre 16 mit den innenliegenden Vorspannungskabeln 15 mittels Zementmörtel vergossen. Dann folgt die Erstellung 5 der Binder 10 mit den Quer- und Längsträgern. Anschliessend werden die Zuglaschen 30 des Zuggewölbes 3 angebracht, worauf dann die Stahlbleche 31 verlegt und verschraubt werden. Nachdem auch die Profilbleche 35 des Druckgewölbes 2 montiert sind, können die Spannkabel 15 gespannt und die 20 Injektionsarbeiten vorgenommen werden.
Zu den bekannten Raumfachwerksträgern bietet das beschriebene Gewölbetragwerk eine vorzügliche Alternative, indem die genannte Bauweise im Unterhalt teuer und reinigungsintensiv (Staubablagerungen auf den Fachwerkträgern) 25 ist, wogegen das Gewölbetragwerk eine glatte Untersicht besitzt.
Daran können zur Schall- und Wärmeisolation ohne weiteres Isolationsplatten montiert werden. Die statisch günstige Zuggewölbeform ergibt ein kleines Gewölbeeigengewicht, so 30 dass die sehr dünnen Stahlbleche infolge Eigengewichtsdurchbiegung auf den Zuglaschen ohne weitere Bearbeitung von selbst die richtige Gewölbeform annehmen. Die einfache Ausgestaltung mit relativ geringem Materialbedarf und mit der Möglichkeit weitgehender Vorfabrikation senkt die Bau-35 kosten im Vergleich mit herkömmlichen Tragwerken dieser Art.
G
5 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

653 728 PATENTANSPRÜCHE
1. Gewölbetragwerk, insbesondere für Dachkonstruktionen, mit wenigstens je einem Druckgewölbe (2) und Zuggewölbe (3), die in der Längsrichtung gegensinnig gewölbt und in Wölbungsrichtung nebeneinander angeordnet sind sowie endseitig je auf einer gemeinsamen Zwischenstütze (4) sowie auf Aussenstützen (5,6) gelagert sind, wobei das Druck- und das Zuggewölbe in Wölbungsrichtung orientierte und in dieser Richtung auf Druck bzw. Zug beanspruchbare Verstärkungsrippen (8) bzw. Dachschalungselemente (30,31) aufweisen, die bei Zuggewölbe (3) endseitig mit einem seilli-nien- oder seileckförmigen Zugglied (7) zur Aufnahme und Umlenkung der Zugkräfte kraftschlüssig verbunden sind, das in der Fläche des Zuggewölbes (3) verläuft und über die gemeinsame Zwischenstütze (4) ins Druckgewölbe (2) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugglied (7) in der Verlängerung des Druckgewölbes (2) in gegensinniger Krümmung seillinien- oder seileckförmig weitergeführt und über den endseitigen Aussenstützen (5) verankert ist.
2. Gewölbetragwerk nach Anspruch 1, mit mehreren Druck- und Zuggewölben (2,3), die abwechslungsweise nebeneinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass das endseitige Zugglied (7) durchgehend zwischen den endseitigen Aussenstützen (5) seillinien- oder seileckförmig über alle endseitigen Zwischenstützen (4) verläuft.
3. Gewölbetragwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das endseitige Zugglied (7) Hüllrohre (16) mit innenliegenden Spannkabeln (15) aufweist, wobei die Hüllrohre (16) in U-förmigen Stahlprofilen (17) verlegt und mit Zementmörtel vergossen sind.
4. Gewölbetragwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung aneinandergrenzend mehrere Zuggewölbe (3) und nur solche sowie seitlich angrenzend mehrere Druckgewölbe (2) und nur solche angeordnet sind, wobei jeweils aneinandergrenzende Gewölbe an ihren Ecken auf gemeinsamen Stützen (4) aufliegen und wobei je zwischen nebeneinanderliegenden Zug- und Druckgewölben vertikale Binder (10) mit Oberlichtern angeordnet sind, so dass über jeder zweiten Stützenlängsreihe ein Band gleichseitig exponierter Oberlichter entsteht.
5. Gewölbetragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung aneinander angrenzend abwechslungsweise Zuggewölbe (3) und Druckgewölbe (2) vorgesehen sind, so dass in Längsrichtung wellenförmige Abfolgen von Zug- und Druckgewölben entstehen, wobei seitlich aneinandergrenzende Abfolgen je um eine halbe Wellenlänge gegeneinander versetzt sind und dass die aneinandergrenzenden Gewölbe an ihren Ecken auf gemeinsamen Stützen (4) aufliegen, wobei je zwischen nebeneinanderliegenden Zug- und Druckgewölben vertikale Binder (10) mit Oberlichtern angeordnet sind, so dass über den Stützen-längsreihen die Oberlichter wechselseitig exponiert sind.
6. Gewölbetragwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Querrichtung jeweils zwischen entsprechenden seitlichen Aussenstützen (6) ein weiteres Zugglied (14) seillinien- oder seileckförmig über die dazwischenliegenden Innenstützen (4) geführt ist, derart, dass das weitere Zugglied (14) jeweils in den Zuggewölben (3) verläuft und benachbarte Zugglieder (7,14) jeweils komplementär zueinander ausgebildet sind.
7. Gewölbetragwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die endseitigen Zugglieder (7) im Druckgewölbe (2) im Anschluss an die Zwischenstützen (4) eine stärkere Krümmung aufweisen, als in dessen Mittelbereich.
8. Gewölbetragwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgewölbe (2) durch Quer- (41) und Längsrippen (8) versteift ist.
9. Gewölbetragwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es im wesentlichen in Stahl ausgeführt ist.
10. Verfahren zur Erstellung eines Gewölbetragwerkes nach Anspruch 1, wobei im Zuggewölbe in Längsrichtung verlaufende Zuglaschen (30) und dazwischen mindestens ein Rundstahl-Schraubanker (43) vorgesehen sind, an welchen Stahlbleche (31) als Dachelemente befestigbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Zuggewölbemontage zuerst die Zuglaschen und Schraubanker in Seillinienform angeordnet und hernach die Stahlbleche aufgelegt werden.
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