CH654034A5 - Vorrichtung zur ueberwachung und sicherung von begehbaren gefahrenbereichen an kraftgetriebenen ballenoeffnern fuer textilfaserballen mit fahrbarem abnahmeorgan. - Google Patents
Vorrichtung zur ueberwachung und sicherung von begehbaren gefahrenbereichen an kraftgetriebenen ballenoeffnern fuer textilfaserballen mit fahrbarem abnahmeorgan. Download PDFInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung und Sicherung von begehbaren Gefahrenbereichen an kraftgetriebenen Ballenöffnern für Textilfaserballen mit fahrbarem Abnahmeorgan.
Um Unfälle an kraftgetriebenen Textilmaschinen, insbesondere mit fahrbaren Elementen, auszuschalten, besteht eine bekannte Massnahme in der Sicherung durch Endschalter. Bei Betätigung des Endschalters durch eine Person wird die Stromzufuhr für den Antrieb der Maschine sofort unterbrochen, d.h. es wird die Antriebsvorrichtung für die Maschine abgeschaltet. Da aber die Endschalter an dem fahrbaren Element selbst angeordnet sind, ist die Gefahr nicht ausgeschlossen, dass bei Hantieren an der Maschine Unfälle eintreten können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine Absicherung der Gefahrenbereiche eines in Betrieb befindlichen Ballenöffners auch ohne Kontakt durch eine Person erlaubt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
Durch eine solche Ausbildung der Überwachungs- und Sicherungsvorrichtung wird erreicht, dass zum Abschalten dieser Maschine keine Berührung des bewegten Elementes der Maschine erforderlich ist, sondern dass bereits bei Annäherung einer Person an die Maschine der Antrieb abgeschaltet wird. Zweckmässig werden Lichtschranken eingesetzt. Es können auch andere Strahlensender und -empfänger verwendet werden, z.B. Laser, Infrarot, Ultraschall oder dgl.
Vorzugsweise ist bei Arbeitsstellung des Abnahmeorgans der jeweils zugehörige Gefahrenbereich (I oder II) durch eine Sicherheitsvorrichtung, z.B. eine Lichtschranke, abgesichert, wobei jeweils nach Drehung des Abnahmeorgans in eine andere Arbeitsstellung ein Signalgeber von einer Sicherheitsvorrichtung (z.B. für Gefahrenbereich I) auf eine andere
Sicherheitsvorrichtung (z.B. für Gefahrenbereich II) umschaltet. Dadurch gelingt es, den Gefahrenbereich der Maschine, der sich im Laufe des Arbeitsprozesses ändern kann, automatisch so abzusichern, dass nur der jeweils gefährdete Gefahrenbereich überwacht wird, während der übrige Bereich frei zugänglich bleibt. Während in dem gefährdeten Bereich abgearbeitet wird, können in dem übrigen Bereich neue Faserballen aufgestellt werden.
Zweckmässig erfolgt die Umschaltung nach vollständiger Drehung des Abnahmeorgans um 180 Grad. Die Sicherung und zugleich der Antrieb werden erst dann eingeschaltet, wenn das Abnahmeorgan in exakter Arbeitsstellung ist.
Damit wird sichergestellt, dass eine gerade Abnahme von den Faserballen erfolgt. Wenn das Abnahmeorgan die Arbeitsstellung erreicht, muss ein Schalter betätigt werden, der ein Signal für die Sicherheitsvorrichtung und den Antrieb abgibt.
Vorzugsweise ist der Signalgeber der Sicherheitsvorrichtung ein Drucktaster, der durch das Abnahmeorgan betätigt wird. Nach einer besonders bevorzugten Ausbildung weist die Haltevorrichtung für das Abnahmeorgan in Arbeitsrichtung eine waagerechte Öffnung, d.h. einen Durchlass, durch den die Strahlen der Lichtschranke oder dgl. hindurchtreten. Dadurch wird eine Lichtschranke, nämlich die dem Abnahmeorgan in Arbeitsrichtung zugeordnete Lichtschranke, zugleich für zwei verschiedene Sicherheitsvorrichtungen verwendet. Diese Anordnung ist dann vorteilhaft, wenn sehr grosse Gefahrenbereiche abgesichert werden sollen, für die die Strahlkraft einer einzigen Lichtschranke nicht ausreicht.
Die Erfindung umfasst eine Vorrichtung zur Überwachung und Sicherung von begehbaren Gefahrenbereichen an kraftgetriebenen Ballenöffnern für Textilmaschinen mit fahrbarem Abnahmeorgan, bei der ein Sender und ein Empfänger vorgesehen sind, wobei eine Unterbrechung des Strahlenganges zwischen Sender und Empfänger ein Signal auslöst, das zur unmittelbaren Unterbrechung der gefahrbringenden Bewegung des kraftgetriebenen Arbeitsmittels verwendet wird und bei der die Haltevorrichtung für das Abnahmeorgan in Arbeitsrichtung eine waagerechte Öffnung aufweist, durch die die Strahlen einer Lichtschranke oder dgl. hindurchtreten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt;
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Draufsicht mit zwei Lichtschranken in einer ersten Stellung (Gefahrenbereich I),
Fig. 2 eine Umschaltvorrichtung mit Drucktastern, Fig. 3 eine Vorrichtung in Draufsicht mit drei Lichtschranken in einer zweiten Stellung (Gefahrenbereich II), Fig. 4 einen waagerechten Durchlass in der fahrbaren Haltevorrichtung für das Abnahmeorgan,
Fig. 5 ein Blockschaltbild der Sicherheitsvorrichtung und Fig. 6 ein Blockschaltbild der Lichtschranken-Überwa-chungssteuerung.
Figur 1 zeigt eine Vorrichtung mit zwei Gefahrenbereichen I und II, deren Absicherung mit zwei Lichtschranken 10 bis 14,20 bis 24 verwirklicht wird.
Der Sender 10 sendet einen Lichtstrahl über einen Umlenkspiegel 11, einen Umlenkspiegel 12 und einen Umlenkspiegel 13 auf den Empfänger 14. Der Strahlengang der Lichtschranke 10 bis 14 bildet auf diese Weise ein Rechteck und umschliesst vollständig innerhalb des Gefahrenbereiches I die Reihe der Faserballen 1 und das fahrbare Abnahmeorgan 2 sowie einen Teil der fahrbaren Haltevorrichtung 3. Der Strahlengang vom Sender 10 bis zum Empfänger 14 ist durch Pfeile dargestellt. Das Abnahmeorgan 2 und die Haltevorrichtung 3 bewegen sich in der durch den Doppelpfeil gezeigten Richtung auf Schienen 4 fort. Auf der anderen Seite der Haltevorrichtung 3 ist eine zweite Lichtschranke 20 bis 24 für den Gefahrenbereich II angeordnet, die aus einem
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Sender 20, dem Umlenkspiegel 21, 22,23 und dem Empfänger 24 besteht. Während die Lichtschranke 10 bis 14 für Gefahrenbereich I in Betrieb ist, ist die Lichtschranke 20 bis 24 für Gefahrenbereich II ausser Betrieb. Wird der Lichtstrahl unterbrochen, werden alle Bewegungen des Abnahmeorgans 2 und der Haltevorrichtung 3 abgebremst und abgestellt. Das Halteorgan 3 kann um 180° gedreht werden (s. gebogener Doppelpfeil), so dass das Abnahmeorgan 2 an die Reihe der Faserballen la im Gefahrenbereich II angreift.
Nach Figur 2 weist die Haltevorrichtung 3 seitlich zwei Vorsprünge 31, 32 auf, die jeweils nach vollständiger Drehung der Hakevorrichtung 3 um 180° abwechselnd zwei Drucktaster 5,6 betätigen. Die Drucktaster 5, 6 liegen in einem Stromkreis mit den Sendern 10, 20 und einer Spannungsquelle 7. Durch Schliessen eines Drucktasters 5,6 wird der jeweils zugehörige Sender 10 bzw. 20 in Betrieb gesetzt. Auf diese Weise erfolgt die Umschaltung von der Lichtschranke 10 bis 14 für den Gefahrenbereich I auf die Lichtschranke 20 bis 24 für den Gefahrenbereich II und umgekehrt.
Figur 3 zeigt eine Anordnung, bei der die Lichtschranke 10 bis 14 für den Gefahrenbereich I und die Lichtschranke 20 bis 24 jeweils ein Rechteck mit einer offenen Seite im Bereich der Haltevorrichtung 3 bilden. In Arbeitsrichtung ist im Bereich der Haltevorrichtung 3 eine dritte Lichtschranke 40, 41 angeordnet, die einen Sender 40 und einen Empfänger 41 aufweist. Diese Lichtschranke 40,41 ist ständig in Betrieb, d.h. auch bei Umschalten der Lichtschranken 10 bis 14 bzw. 20 bis 24 auf einen anderen Gefahrenbereich. Der Sender 40 sendet einen Strahl durch eine waagerechte Öffnung 33, die in Arbeitsrichtung in der Mitte des unteren Bereichs der Haltevorrichtung 3 angebracht ist (Fig. 4).
Nach Figur 5 gibt der Signalgeber 50 (z.B. Drucktaster 5) ein Signal, wenn die Maschine 2, 3 im Gefahrenbereich I arbeitet, während der Signalgeber 51 (z.B. Drucktaster 6) ein Signal abgibt, wenn die Maschine 2, 3 im Gefahrenbereich II arbeitet. Das Signal wird in der Lichtschranken-Überwachungssteuerung 52 empfangen und den entsprechenden Lichtschranken 10 bis 14; 20 bis 24; 40, 41 des Sicherheitssystems zugeordnet.
Die Lichtschranke 40,41 ist dabei stets in Betrieb. Gibt keiner der beiden Signalgeber 50, 51 ein Signal ab, kann die Maschine 2, 3 nicht eingeschaltet werden bzw. wird abgestellt. Auf diese Weise erfolgt gleichzeitig eine Überwachung 5 der richtigen Arbeitsstellung des Abnahmeorgans 2 und der Haltevorrichtung 3.
Nach dem Einschalten ist zunächst keine Bewegung der Maschine 2,3 möglich. Durch die Signalgeber 50, 51 erfolgt gemäss Figur 6 eine Überprüfung der Arbeitsstellung und die io An wähl 53 der entsprechenden Lichtschranke 10 bis 14; 20 bis 24; 40,41. Danach wird durch die manuelle Betätigung der Rücksetzung 54, vorzugsweise ein Schlüsselschalter, eine Überprüfung der angewählten Lichtschranke 10 bis 14; 20 bis 24; 40, 41 durchgeführt.
i5 Dabei werden die Lichtschranken 10 bis 14; 20 bis 24; 40, 41 dadurch auf ihre Funktion getestet, dass ein Störfall simuliert wird. Ist das Ergebnis positiv, werden die Lichtschranken 10 bis 14; 20 bis 24; 40, 41 eingeschaltet und die Verriegelung 55 aufgehoben.
20 Wird ein Lichtstrahl unterbrochen, werden alle Bewegungen des Arbeitorganes 2 und der Haltevorrichtung 3 abgestellt, wobei ein Wiedereinschalten nur über die Rücksetzeinrichtung 54 möglich ist. Die Rücksetzeinrichtung 54 ist zweckmässig räumlich derart angeordnet, dass die Bedie-25 nungsperson vor Wiedereinschalten erst den gesamten Gefahrenbereich I bzw. II der Maschine 2,3 abschreiten muss, d.h. eine Überprüfung des Gefahrenbereichs I oder II durchführen muss. Die räumliche Anordnung erfolgt dafür zweckmässig an dem dem Bedienungspult entgegengesetzten Ende. 30 Die Rücksetzeinrichtung 54 ist mit einer Testeinrichtung 56 verbunden. Zwischen der Anwahleinrichtung 53 und den Empfängern 14 (nicht dargestellt sind 24, 41) ist jeweils eine Überwachungseinrichtung 57, 58, 59 angeordnet. Mit 34 ist der Motor für den Antrieb der Haltevorrichtung 3 bezeichnet. 35 Die ganze Steuerung ist in Relaistechnik derart aufgebaut, dass bei Spannungsabfall oder einem Defekt stets die Maschine 2, 3 abgeschaltet wird.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Überwachung und Sicherung von begehbaren Gefahrenbereichen an kraftgetriebenen Ballenöffnern für Textilfaserballen mit fahrbarem Abnahmeorgan, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sender und ein Empfänger vorgesehen sind, wobei eine Unterbrechung des Strahlenganges zwischen Sender (10,20,40) und Empfänger (14,24,41) ein Signal auslöst, das zur unmittelbaren Unterbrechung der gefahrbringenden Bewegung der Maschine verwendet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Arbeitsstellung des Abnahmeorgans (2) der jeweils zugehörige Gefahrenbereich (I oder II) durch eine Sicherheitsvorrichtung, z.B. Lichtschranken (10 bis 14; 20 bis 24; 40, 41), abgesichert ist, wobei jeweils nach Drehung des Abnahmeorgans (2) in eine andere Arbeitsstellung ein Signalgeber (50,51) von einer Sicherheitsvorrichtung, z.B. für einen ersten Gefahrenbereich (I), auf eine andere Sicherheitsvorrichtung, z.B. für einen zweiten Gefahrenbereich (II), umschaltet.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung nach vollständiger Drehung des Abnahmeorgans (2) um 180° erfolgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber (50, 51) der Sicherheitsvorrichtung ein Drucktaster (5,6) ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (3) für das Abnahmeorgan (2) in Arbeitsrichtung eine waagrechte Öffnung (33) aufweist, durch die die Strahlen einer Lichtschranke (40,41) hindurchtreten.
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |