CH654039A5 - Zweiphasen-greiferwebmaschine und verfahren zu ihrem betrieb. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zweiphasen-Grei-ferwebmaschine mit zwei nebeneinander angeordneten Webmaschinen-Einheiten, deren Schäfte jeweils von einer jeder Webmaschinen-Einheit zugeordneten Fachbildeeinrichtung mit auf einer Welle angeordneten Kurvenscheibe betätigbar sind, wobei die Wellen phasenverschoben und gemeinsam von der Maschinenhauptwelle antreibbar sind, sowie ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Zweiphasen-Greiferwebma-schine.
Bei solchen doppelbahnigen oder Zweiphasen-Greifer-webmaschinen erfolgt der sogenannte Schusseintrag wechselseitig, womit auch die periodische Fachbildung an der einen Gewebebahn um einen Kurbelwinkel von in der Regel 180° versetzt zur periodischen Fachbildung an der anderen Gewebebahn erfolgt. Dies bedeutet bei einem von Hand oder durch ein Funktions-Überwachungsorgan ausgelösten Maschinenstopp, dass die eine Webmaschinen-Einheit im Geschlossen-Fach und die andere Webmaschinen-Einheit im Offen-Fach stehen bleibt.
Bei einer Reihe von Textilmaterialien kann aber bereits eine Verweilzeit von Minuten im Offen-Fach zu derartigen Verdehnungen der betreffenden Kettfäden führen, dass danach Ausschuss oder jedenfalls nur noch ein qualitativ vermindertes Gewebe entsteht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zweipha-sen-Greiferwebmaschine zu schaffen, welche gestattet, das vorbeschriebene Problem zu vermeiden.
Dies wird mit der erfindungsgemässen Zweiphasen-Greiferwebmaschine dadurch erreicht, dass die Maschinenhauptwelle über ein Kupplungsgetriebe mit den beiden Wellen der Fachbildeeinrichtungen der beiden Webmaschinen-Einheiten drehverbunden ist, zur wahlweisen Einzelverbindung der einen oder anderen Welle mit der Maschinenhauptwelle oder mit einem Hilfsantrieb, welcher bei Maschinenstillstand das jeweils offene der beiden Webfache schliesst und vor dem Maschinenstart wieder öffnet.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Betrieb dieser erfindungsgemässen Maschine ist dann dadurch gekennzeichnet, dass beim Unterbrechen des Webvorganges das noch offene der beiden Webfache geschlossen wird und beim Inbetriebsetzen der Maschine dieses Fach zuerst wieder bis zum Erreichen seiner vor der Unterbrechung innegehabten Offenlage geöffnet wird.
Durch diese Massnahmen ist es nunmehr möglich, die betreffende, im Offen-Fach stehende Gewebebahn während der Stillstandzeit der Maschine in den Zustand des Geschlos-sen-Faches und erst unmittelbar vor dem Wiederingangsetzen der Greiferwebmaschine zurück in den Zustand des Offen-Faches zu bringen.
Eine geeignete Ausgestaltung der erfindungsgemässen Zweiphasen-Greiferwebmaschine kann eine Maschinensteuerung umfassen, welche auf einen Stopp hin bei der im Offen-Fach stehenden Webmaschinen-Einheit eine Kupplung ausrückt, wobei diese Kupplung ein Stellglied betätigt, das über die Maschinensteuerung einen Hilfsmotor in Gang setzt, eine zugeordnete Konuskupplung einkuppelt und gleichzeitig weitere Bedienungsfunktionen sperrt. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn nach Erreichen der Geschlossen-Fach-Stellung, also nach Rücklauf um angenähert 180°, über einen Signalgeber ein Ausschaltsignal für den Hilfsmotor erzeugbar ist. Zweckmässig ist es dann, wenn mit der Betätigung einer Einschalttaste der Hilfsmotor in Gegendrehung gestartet, das betreffende Fach zurück in seine vorherige Offen-Stellung gebracht wird
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und über den Signalgeber oder das Stellglied die gesperrten Bedienungsfunktionen freigegeben werden.
Zweckmässig ist es, wenn beide Wellen gleichzeitig mit der Maschinenhauptwelle in Drehverbindung bringbar sind.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Kupplungsgetriebe Konuskupplungen umfasst, deren einer Trennteil mit einem Getriebeteil des Hilfsantriebes und deren anderer Trennteil mit der einen bzw. anderen Welle drehverbunden ist.
Eine weitere zweckmässige Ausgestaltung besteht ferner darin, dass das Kupplungsgetriebe weitere Kupplungen umfasst, von denen je die eine die eine bzw. die andere der Wellen mit der Maschinenhauptwelle drehverbindet. Als weitere Kupplungen werden zweckmässig Klauenkupplungen verwendet, welche nur jeweils in einer Stellung pro Umdrehung einrasten. Dabei kann jeweils der ausrückbare Teil der Klauenkupplungen mit einem Zahnkranz versehen sein,
wobei die Zahnkränze untereinander und mit einem Zahnrad auf der Maschinenhauptwelle kämmen.
Die Erfindung ist nachfolgend beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schaubildartiger Darstellung eine Zweiphasen-Greiferwebmaschine ;
Fig. 2 in Frontansicht und in schematischer Teildarstellung die Fachbildeinrichtung für eine Zweiphasen-Greiferwebmaschine gemäss Fig. 1 und
Fig. 3 in Draufsicht und in schematischer Teildarstellung die Antriebsmittel für die Fachbildeinrichtung gemäss Fig. 2.
Die in Fig. 1 schaubildartig dargestellte Zweiphasen-Greiferwebmaschine umfasst in bekannter Weise zwei nebeneinander angeordnete Webmaschinen-Einheiten 10 und 10a von im wesentlichen gleicher Bauart, zwischen welchen sich eine Antriebs- und Steuereinheit 40 befindet. Letztere umfasst u.a. den nicht näher gezeigten Steuerteil, die nicht näher gezeigte Fachbildeeinrichtung, die ebenfalls nicht näher gezeigten Schussfadenzuführeinrichtungen, welche vom durch die Schussfadenspulen 41 angedeuteten Fadenvorrat gespeist werden, und endlich die Antriebseinrichtung für die Greiferstange, mittels welcher die Schussfäden alternierend in die Webfache der Einheiten 10 bzw. 10a eingetragen werden.
Jede Webmaschinen-Einheit 10 bzw. 10a umfasst einen Kettbaum 11, der mit seiner Achse 12 frei drehbar in einer Lagerung 13 am Maschinenrahmen 14 abgestützt ist. Die vom Kettbaum 11 abgezogenen Kettfäden 15 werden in bekannter Weise über einen Spannbaum 16 und anschliessend einzeln durch die Weblitzen 17 bzw. 18 der Webschäfte 27 bzw. 28 geführt. Die Webschäfte 27 und 28 werden in einer nachfolgend anhand der Fig. 2 und 3 noch näher beschriebenen Weise von der genannten Fachbildeeinrichtung zur Bildung des Webfaches 20 betätigt. Nach erfolgtem, nicht näher gezeigten Schusseintrag und Anschlag des Schussfadens 30 mittels Riet 19 an die Gewebekante 21 wird das fertige Gewebe 22 über eine Warenabzugswalze 23 und eine Umlenkwalze 24 abgezogen und auf einen Warenbaum 25 aufgewickelt.
Beim nicht näher gezeigten Webvorgang erfolgt der sogenannte Schusseintrag wechselseitig, womit auch die periodische Fachbildung an der einen Gewebebahn um einen Kurbelwinkel von 180° versetzt zur periodischen Fachbildung an der anderen Gewebebahn erfolgt.
Dies bedeutet bei einem von Hand oder durch ein Funk-tions-Überwachungsorgan ausgelösten Maschinenstopp, dass die eine Webmaschinen-Einheit 10 oder 10a im Geschlossen-Fach und die andere Webmaschinen-Einheit 10a bzw. 10 im Offen-Fach stehen bleibt. In der Regel bleibt dabei jene Web-maschinen-Einheit 10 oder 10a im Geschlossen-Fach stehen, bei der durch einen Fehler, etwa einen Fadenbruch, der Stopp eingeleitet wurde.
In Fig. 1 ist ein Betriebszustand der Zweiphasen-Greiferwebmaschine dargestellt, bei welchem sich die Kette der rechtsseitigen Webmaschinen-Einheit 10 in Offen-Fach-Stel-lung und demgemäss die Kette der linksseitigen Webmaschi-nen-Einheit 10a sich in Geschlossen-Fach-Stellung befinden. 5 Wie einleitend erwähnt, kann bei Maschinenstillstand ein Verweilen der Gewebebahn im Offen-Fach zu einer Verdeh-nung der Kettfäden 15 führen, was unbedingt zu vermeiden ist.
Diesem Problem wird nun erfindungsgemäss dadurch io begegnet, dass Massnahmen getroffen werden, die gestatten, das jeweils offene Fach zu schliessen.
Diese Massnahmen sind im wesentlichen in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht, welche in schematischer Darstellung und ausschnittsweise die von der Einheit 40 (Fig. 1) umfasste 15 Fachbildeeinrichtung zeigen.
Die in Fig. 2 in Frontansicht und nur schematisch für die linksseitige Webmaschinen-Einheit 10a und nur für einen Schaft 27a angedeutete Fachbildeeinrichtung umfasst ein Antriebsgehäuse 41, in welchem die Welle 43a mit den Kur-20 venscheiben, den sogenannten Bindungsexzentern, gelagert ist. Von diesen ist zur Vereinfachung der Darstellung nur einer gezeigt und mit 42a bezeichnet. Ebenso sind zur Vereinfachung der Darstellung die anderen an sich bekannten Massnahmen, die das Austauschen der Kurvenscheiben 25 ermöglichen, nicht näher dargestellt. Die Kurvenscheibe 42a wirkt über einen Lenker 44a auf die Schaftstange 45a ein, welche ihrerseits über eine Gelenkhebelanordnung 46a den Schaftrahmen 27a periodisch mit der Umdrehung der Kurvenscheibe 42a hebt und senkt. Eine entsprechende Gegenbe-30 wegung wird über eine zweite nicht gezeigte Kurvenscheibe auf der gleichen Welle 43a am Schaft 28a (Fig. 1) erzeugt, womit das Webfach 20 wechselweise und periodisch geöffnet und geschlossen wird.
Für den Antrieb der Webschäfte 27 und 28 der in Fig. 1 35 rechtsseitigen Webmaschinen-Einheit 10 ist eine gegengleiche, nur durch die Kurvenscheibe 42 in Fig. 2 angedeutete Antriebsanordnung vorgesehen.
Es sei an dieser Stelle bemerkt, dass der Schaftantrieb im übrigen von beliebiger und bekannter Bauart sein kann. Da •io aber der Aufbau des Schaftantriebes hier nicht weiter wesentlich ist, wurde auf eine weitergehende Erläuterung verzichtet.
Fig. 3, welche in Draufsicht und in schematischer Darstellung die Antriebsverbindung zwischen der Maschinenhauptwelle und den beiden Wellen 43 und 43a der beidseitigen, « vorbeschriebenen Fachbildeeinrichtungen veranschaulicht, lässt erkennen, dass die Maschinenhauptwelle 50, deren Antriebsteil nciht näher gezeigt ist, über ein Kupplungsgetriebe 60 mit den beiden Wellen 43 und 43a drehverbunden ist. Hierbei gestattet das Kupplungsgetriebe 60 eine wahl-50 weise Einzelverbindung der einen Welle 43 oder anderen Welle 43a mit der Maschinenhauptwelle 50 oder mit einem Hilfsantrieb mit einem Hilfsmotor 61 und einer Getriebeanordnung 62.
Dieser Hilfsantrieb 61, 62 gestattet nun, nach dem Stillset-55 zen der Maschinenhauptwelle 50, die eine oder andere Welle 43 oder 43a in der nachfolgend noch näher beschriebenen Weise im Sinne einer Fachschliessung bzw. Fachöffnung zu verdrehen. Hierfür sitzt auf der Welle 43 bzw. 43a der Fachbildeeinrichtung der Webmaschinen-Einheit 10 bzw. 10a eine 60 Konuskupplung 63 bzw. 63a, deren einer Trennteil mit einem Getriebeteil des Hilfsantriebes 61, 62 drehverbunden ist. In der Darstellung der Fig. 3 ist die Konuskupplung 63 eingekuppelt und damit der Hilfsantrieb 61, 62 in Drehverbindung mit der Welle 43 der Fachbildeeinrichtung der rechtsseitigen 65 Webmaschinen-Einheit. Ferner ist jede Welle 43 bzw. 43a über eine Klauenkupplung 64 bzw. 64a, welche jeweils nur in einer Stellung pro Umdrehung einrastet, mit der Maschinenhauptwelle 50 verbunden. Der ausrückbare Teil der Klauen
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kupplung 64 bzw. 64a ist mit einem Zahnkranz 65 bzw. 65a versehen, die untereinander und mit einem Zahnrad 66 auf der Maschinenhauptwelle 50 kämmen.
Es sei hier vermerkt, dass das vorbeschriebene Kupplungsgetriebe 60 zwischen der Maschinenhauptwelle 50 und dem Hilfsantrieb 61,62 auch von anderer Bauart sein kann.
Stellt nun die in Fig. 1 gezeigte Zweiphasen-Greiferwebmaschine beispielsweise infolge eines Fadenbruches auf der linksseitigen Webmaschinen-Einheit 10a ab, so bleibt die Greiferwebmaschine in der in Fig. 1 gezeigten Stellung stehen, in welcher Stellung das Webfach der linksseitigen Web-maschinen-Einheit 10a ordnungsgemäss geschlossen und das Webfach 20 der rechtsseitigen Webmaschinen-Einheit 10 geöffnet ist.
Um nun auch das Webfach 20 der rechtsseitigen Webmaschinen-Einheit 10 in Geschlossen-Stellung zu bringen, wär-hend der Maschinen-Stillstandszeit geschlossen zu halten und dann vor der Wiederaufnahme der normalen Betriebsfunktion der Zweiphasen-Greiferwebmaschine wieder in seine offene Ausgangslage zurückzubringen, erfolgt die Prozess-Steuerung so, dass über die Maschinensteuerung 70 ein Signal an jene Klauenkupplung ergeht, deren zugeordnetes Webfach in Offen-Stellung stehen geblieben ist. Im vorliegenden Beispiel ergeht somit ein Signal an die Klauenkupplung 64, welche gemäss Fig. 3 ausgerückt wird. Damit gelangt die Welle 43 ausser Eingriff mit der Maschinenhauptwelle 50. Mit dem Ausrücken der Klauenkupplung 64 wird ein Stellglied 71 betätigt, das über die Maschinensteuerung 70 den Hilfsmotor 61 in Gang setzt, die zugeordnete Konuskupplung 63 einschaltet bzw. einkuppelt und gleichzeitig alle weiteren Bedienungsfunktionen ausser der Startbetätigungsfunktion und der sogenannten Schuss-Such-Funktion der den Stopp auslösenden Maschinenseite sperrt. Damit steht die betreffende Welle 43 in Drehverbindung mit dem Hilfsantrieb 61, 62, und es erfolgt ein Verstellen der Schäfte 27,28 (Fig. 1) im
Sinne einer Schliessung des Webfaches 20 an der rechtsseitigen Webmaschinen-Einheit 10.
gen Webmaschinen-Einheit 10.
Hat die betreffende Fachbildeeinrichtung die gewünschte 5 Geschlossen-Fach-Stellung erreicht, was nach einem Rücklauf um angenähert einen halben Schuss (180°) der Fall ist, erfolgt über ein von einer Drehwinkelsonde 72 oder dergleichen erzeugtes Stellsignal ein Ausschalten des Hilfsmotors 61 und auch der betreffenden Konuskupplung 63.
io Jetzt kann, unabhängig von der zuletzt ausgeführten Funktion, auf der linken Maschinenseite, welche den Stopp ausgelöst hat, durch beliebige Betätigung der Kupplungen 64a, 65a und des Hilfsantriebes 61,62 der Fadenbruch behoben werden.
i5 Wenn nun, nach Behebung des Fadenbruches die Zweiphasen-Greiferwebmaschine wieder in Gang gesetzt werden soll, muss vorerst das betreffende Fach 20 wieder in Offen-Stellung gebracht werden.
Hierfür wird zweckmässig die Schaltung so vorgenom-20 men, dass auf ein erstes Drücken von nicht näher gezeigten Einschalttasten an der Maschine der Hilfsmotor 61 sowie die Konuskupplung ein weiteres Startsignal erhält, das bewirkt, dass der Hilfsmotor 61 in Gegendrehung das betreffende Fach 20 über die Welle 43 und die Kurvenscheiben öffnet. 25 Hat das Fach 20 seine Offen-Stellung erreicht, rastet die Klauenkupplung 64 wieder ein, worauf das genannte Stellglied 71 wieder über die Maschinensteuerung 70 den Hilfsmotor 61 stillsetzt, die zugeordnete Konuskupplung 63 auskuppelt und alle gesperrten Bedienungsfunktionen freigibt. 30 Ein erneuter Startimpuls setzt dann die Zweiphasen-Greiferwebmaschine wieder ordnungsgemäss in Gang.
Aus dem Vorbeschriebenen ist ersichtlich, dass somit auf relativ einfache Weise ein zwischenzeitliches Fachschliessen während der Stillstandszeit möglich wird.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Zweiphasen-Greiferwebmaschine mit zwei nebeneinander angeordneten Webmaschinen-Einheiten, deren Schäfte jeweils von einer jeder Webmaschinen-Einheit zugeordneten Fachbildeeinrichtung mit auf einer Welle angeordneten Kurvenscheibe betätigbar sind, wobei die Wellen phasenverschoben und gemeinsam von der Maschinenhauptwelle antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinenhauptwelle (50) über ein Kupplungsgetriebe (60) mit den beiden Wellen (43 und 43a) der Fachbildeeinrichtungen (42 und 42a) der beiden Webmaschinen-Einheiten (10 und 10a) drehverbunden ist, zur wahl weisen Einzelverbindung der einen oder anderen Welle (43 bzw. 43a) mit der Maschinenhauptwelle (50) oder mit einem Hilfsantrieb (61,62), welcher bei Maschinenstillstand das jeweils offene der beiden Webfache (20) schliesst und vor dem Maschinenstart wieder öffnet.
2. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Maschinensteuerung (70), welche auf einen Stopp hin bei der im Offen-Fach stehenden Webmaschinen-Einheit (10 oder 10a) eine Kupplung (64 oder 64a) ausrückt, wobei diese Kupplung ein Stellglied (71) betätigt, das über die Maschinensteuerung (70) einen Hilfsmotor (61) in Gang setzt, eine zugeordnete Konuskupplung (63 oder 63a) einkuppelt und gleichzeitig weitere Bedienungsfunktionen sperrt.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Erreichen der Geschlossen-Fach-Stellung, also nach Rücklauf um angenähert 180°, über einen Signalgeber (72) ein Ausschaltsignal für den Hilfsmotor (61) erzeugbar ist.
4. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Betätigung einer Einschalttaste der Hilfsmotor (61) in Gegendrehung gestartet, das betreffende Fach zurück in seine vorherige Offen-Stellung gebracht wird und über den Signalgeber (72) oder das Stellglied (71) die gesperrten Bedienungsfunktionen freigegeben werden.
5. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass beide Wellen (43 und 43a) gleichzeitig mit der Maschinenhauptwelle (50) in Drehverbindung bringbar sind.
6. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsgetriebe (60) Konuskupplungen (63 bzw. 63a) umfasst, deren einer Trennteil mit einem Getriebeteil des Hilfsantriebes (61, 62) und deren anderer Trennteil mit der einen (43) bzw. anderen Welle (43a) drehverbunden ist.
7. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsgetriebe (60) weitere Kupplungen (64 bzw. 64a) umfasst, von denen je eine die eine bzw. andere der Wellen (43 bzw. 43 a) mit der Maschinenhauptwelle (50) drehverbindet.
8. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Kupplungen (64 bzw. 64a) Klauenkupplungen sind, welche nur jeweils in einer Stellung pro Umdrehung einrasten.
9. Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils der ausrückbare Teil der Klauenkupplungen (64 bzw. 64a) mit einem Zahnkranz (65 bzw. 65a) versehen ist, welche Zahnkränze untereinander und mit einem Zahnrad (66) auf der Maschinenhauptwelle (50) kämmen.
10. Verfahren zum Betrieb einer Zweiphasen-Greiferwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass beim Unterbrechen des Webvorganges das noch offene der beiden Webfache (20) geschlossen wird und beim Inbetriebsetzen der Maschine dieses Fach zuerst wieder bis zum Erreichen seiner vor der Unterbrechung innegehabten Offenlage geöffnet wird.
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