CH654162A5 - Schutzraum fuer eine elektrische anlage. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schutzraum für eine elektrische Anlage, z.B. Sende- und/oder Empfangsanlage, mit elektromagnetisch störempfindlichen Einrichtungen, die gegen äussere Störfelder, leitungsgebunden eindringende Störungen sowie interne Störbeeinflussung zu schützen sind, mit einer den Schutzraum allseits umschliessenden elektromagnetischen Abschirmung und einer Anzahl durch die Raumabschirmüng führender Übermittlungs- und Versorgungsleitungen.
Derartige stationäre oder mobile Schutzräume dienen dem Schutz der Anlage vor Beschädigung und elektromagnetischer Störbeeinflussung z.B. durch EMP und NEMP. Für den elektromagnetischen Anlageschutz ist es üblich, eine einstrahlungsfeste Raumabschirmung zu verwenden und den Übermittlungsund Versorgungsleitungen geeignete Schutz-, Entstör- und Anpassmittel zuzuordnen. Spezielle Arten dieser Schutzräume s
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sollen ausserdem für den Betrieb einigermassen autark sein, also z.B. zusätzlich Sanitär-, Lüftungs-, Heiz- oder Notstromeinrichtungen, usw., enthalten.
Allgemein besteht bei derartigen Schutzräumen die Not-wèndigkeit, eine Vielzahl von Zu- und Ableitungen durch die Raumabschirmung hindurchzuführen. In ihrer Gesamtheit umfassen diese Leitungen sowohl Übermittlungs- bzw. Signalleitungen mit unterschiedlichen Pegeln, Störbeaufschlagungen und Schutz- und Anpassvorschriften, als auch Versorgungsleitungen beliebiger Art, z.B. Stark- und/oder Schwachstromleitungen, Lüftungs- und Wasserrohre. Diese üblicherweise an unterschiedlichen Orten die Raumabschirmung passierenden Leitungen beeinträchtigen bekanntermassen die Abschirmqualität des Schutzraums. Raumabschirmhülle und Leitungen wirken zusammen wie ein Antennensystem, das über die Raumabschirmhülle fliessende Ausgleichsströme verursacht. Zur Abschwä-chung der hierdurch im Innenraum erzeugten unerwünschten Felder sind deshalb bisher dickwandige Raumabschirmwandungen erforderlich und hieraus resultierend aufwendige Türkonstruktionen, so dass der Gesamtaufwand für den Aufbau einer Raumabschirmumhüllung vorgeschriebener Abschirmleistung unerwünscht gross ist.
Es besteht dementsprechend eine der Aufgaben der Erfindung darin, diesen Nachteil zu beseitigen und einen Schutzraum anzugeben, der bei gleichem Umfang an Zu- und Ableitungen und ohne Beeinträchtigung der Abschirmqualität einen Aufbau seiner Raumabschirmumhüllung mit vergleichsweise geringer Wandstärke ermöglicht. Bei der Lösung dieser Aufgabe soll gleichzeitig gewährleistet sein, dass eine gegenseitige elektromagnetische Beeinflussung zwischen Leitungen vermieden ist und dass die Leitungen im Durchführungsbereich mit der Raumabschirmhülle einfacher als bei bekannten Schutzraumkonstruktionen für Überprüfungs- und Wartungszwecke zugänglich sind.
Diese Aufgaben werden für einen Schutzraum der obengenannten Art gelöst, der erfindungsgemäss durch Anspruch 1 gekennzeichnet ist.
Die Erfindung wird im folgenden für ein Ausführungsbeispiel anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen Einblick von oben in das vereinfacht und schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel eines Anschlusskastens in geöffnetem Zustand,
Fig. 2 einen Horizontalschmtt parallel zur Eingangsplatte des Anschlüsskastens nach Fig. 1,
Fig. 3-6 jeweils einen Querschnitt durch den Anschlusskasten nach Fig. 1 entlang den Linien I-I, II-II, III-III und IV-IV von Fig. 2,
Fig. 7, 8 je einen Längsschnitt durch den Kasten nach Fig. 1 entlang den Linien V-V und VI-VI von Fig. 2.
Fig. 1 bis 8 veranschaulichen einen Anschlusskasten 1 in schematischer und vereinfachter Darstellung. In Fig. 3 bis 8 erkennt man ferner den durch ein Stück seiner Raumabschirmhülle 2 dargestellten Schutzraum 4. Im Innern des Schutzraums 4 befindet sich eine Raumteilungswand 3 — in Fig. 1, 2 als gestrichelte Spur angedeutet — die den Schutzraum 4 in zwei gegenseitig abgeschirmte Teilräume 5, 6 unterteilt (Fig. 7, 8).
Falls erforderlich kann die Raumabschirmhülle 2 von einer hier nicht dargestellten Betonwandung umgeben sein. Der Schutzraum 4 sei zur Unterbringung einer Anlage vorgesehen, die beispielsweise neben hochempfindlichen elektronischen Einrichtungen auch solche Einrichtungen umfasst, welche für die hochempfindlichen Einrichtungen potentielle Störquellen darstellen wie z.B. elektromotorische Apparate, Versorgungseinrichtung gen, usw. Zwecks gegenseitiger Abschirmung solcher Einrichtungskategorien sei entsprechend dem Ausführungsbeispiel angenommen, dass die störempfindlichen Einrichtungen gemeinsam im Teilraum 6 untergebracht sind und der Teilraum 5 die potentiellen Störquellen bzw. unempfindlicheren Einrichtungen enthält.
Der Anschlusskasten 1 verfügt über einen als Eingangsplatte 7 bezeichneten Boden. Die Eingangsplatte 7 sitzt in einer Aus-5 sparung der Raumabschirmhülle 2 an geeignet zugänglicher Stelle des Schutzraumes 4. Die Örtlichkeit der Eingangsplatte 7 bzw. des Anschlusskastens 1 hängt jedoch auch von der Architektur des Schutzraumes 4 insofern ab, als die Raumteilungswand 3 an die Eingangsplatte 7 angrenzen sollte, damit die Ein-lo gangsplatte 7 teilweise beiden Teilräumen 5, 6 angehört wie in Fig. 1 und 2 angedeutet ist. Als Material für die Eingangsplatte 7 und die übrigen Bestandteile des Anschlusskastens 1 dient vorzugsweise ein rostfreier ferromagnetischer Stahl. In der Aussparung der Raumabschirmwand 2 ist die Eingangsplatte 7 und 15 damit der Anschlusskasten 1 abschirmdicht mittels einer durchgehenden und rostfreien ferromagnetischen Schweissnaht 8 angebracht. Wie ersichtlich ist bildet der Anschlusskasten 1 in der vorstehenden Anordnung einen integralen Bestandteil des Schutzraums 4.
2o Für die vorliegenden Schutzraum 4 sind insbesondere zwei Merkmale wesentlich: Erstens passiert die Gesamtheit aller Zu-und Ableitungen in und aus dem Schutzraum 4 die Raumabschirmhülle 2 ausschliesslich im Bereich der Eingangsplatte 7, und zweites bildet diese Eingangsplatte 7 ihrerseits ein Wandele-25 ment des Anschlusskastens 1. Wie ermittelt wurde, lassen sich mit einer derartigen Anordnung die eingangs genannten, über die Raumabschirmhülle 2 abfliessenden Ausgleichsströme reduzieren, da nunmehr ein Teil dieser Ströme von der Kastenwandung aufgenommen werden kann bzw. über dieselbe sich aus-30 gleicht und somit von der Raumabschirmhülle 2 ferngehalten wird. Der Anschlusskasten 1 sollte zu diesem Zweck in allen Bereichen seiner Umwandung möglichst hohe elektrische und magnetische Leitfähigkeitswerte sowie minimale konstruktionsbedingte Übergangswiderstände aufweisen. Ferner kann das 35 Ableitvermögen des Anschlusskastens 1 dadurch erhöht werden, dass man die Dicke der Eingangsplatte 7 möglichst'gross wählt, unter Umständen derart, so dass sie die Wandstärke der Raumabschirmhülle 2 übersteigt. Im Vergleich zur bisherigen Praxis der Durchführungsanordnungen an unterschiedlichen 40 Örtlichkeiten der Raumabschirmhülle 2 stellt die vorstehende Anordnung eine sogenannte «single point» Durchführung dar. Ihre Verwendung reduziert die über die Raumabschirmhülle 2 abfliessenden Ausgleichsströme und gestattet deshalb Schutz-raumkonstruktionen, deren Raumabschirmhülle 2 bei gleich-45 bleibender Abschirmqualität eine vergleichsweise geringe Wandstärke besitzt.
Bei einer derart vereinigten Durchführung aller Leitungen in/aus den Schutzraum stellt sich die Aufgabe, eine gegenseitige elektromagnetische Beeinflussung zwischen Leitungen durch In-50 duktion, Kopplung, Überschlag, usw., auszuschliessen. Ferner ist für wenigstens einen Teil der Leitungen eine Entstörung erforderlich, deren Ausmass von der Stärke der Störbeaufschlagung auf den Leitungen und/oder der zu berücksichtigenden Störempfindlichkeit der zugeordneten Einrichtungen abhängt. 55 Schliesslich finden sich unter den Zu- und Abführungen auch Leitungen, die zwar die Schutzraumhülle 2 verlassen, aber dennoch nur zwischen den Teilräumen 5, 6 verlaufen und eine spezielle Leitungsführung erfordern. Hieraus ergibt sich, dass der Anschlusskasten 1 zusätzlich zur erläuterten Ableitfunktion für 60 Ausgleichsströme die zuletzt angegeben Aufgaben ebenfalls erfüllen muss. Die Lösung dieser Aufgaben geht aus dem im folgenden erläuterten Innenaufbau des Anschlusskastens 1 hervor. Es sei darauf hingewiesen, dass die nachfolgenden Ausführungen anhand eines vereinfachten Beispiels nach sinngemässer 65 Abwandlung auf beliebige Ausführungsformen der Praxis übertragbar sind.
Der Anschlusskastèn 1 ist ausgelegt zur Durchführung von neuen Leitungen bzw. Leitungsgruppen 10-18 folgender Art:
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eine aus dem Schutzraum 4 herausführende Leitung 10; eine Leitungsgruppe 11 bestehend aus Versorgungsrohren für Wasser, Öl, Luft; fünf in den Schutzraum 4 hineinführende Signalleitungen 12-16 für unterschiedliche Signalarten; sowie je eine hineinführende Versorgungsleitung 17, 18 für Starkstrom bzw. Schwachstrom. Die Pfeilrichtungen zeigen die hinein- oder hinausführenden Leitungen an. Ferner ist eine Leitung 19 vorhanden, welche aus dem Teilraum 5 in den Teilraum 6 verläuft. Selbstverständlich ist die angegebene Leitungsauswahl rein willkürlich; im allgemeinen Fall sind eine beliebige Anzahl hinein-und herausführender Signalleitungen, Versorgungsleitungen und Teilraumverbindungsleitungen vorhanden. Die Darstellung der Signalleitungen nimmt ferner keine Rücksicht darauf, dass einige der Signalleitungen 12-16 mehradrige Vielfachleitungen sein können.
Die Wandung des Anschlusskastens 1 besteht aus der genannten Eingangsplatte 7, je einem Paar kürzerer und längerer Seitenwände 21, 22, bzw. 23, 24 sowie einem hier einteiligen Deckel 25. Die Seitenwände 21-24 sind einstückig mit der Eingangsplatte 7 verbunden, z.B. verschweisst. Der Deckel 25 stützt sich auf Trägern 26 (Fig. 3) ab und ist denselben abschirmdicht aufmontiert. Da dichtende Verbindungen zwischen Abschirmteilen für sich bekannt sind, ist die Deckelmontage hier nicht näher erläutert. Der Anschlusskasten 1 besitzt demnach einen einstrahlungsfest abschliessbaren Innenraum und wie erwähnt eine elektromagnetisch gut leitende Wandung. Die Wandstärke der Kastenumwandung entspricht zweckmässig etwa derjenigen der Raumabschirmhülle 2 mit Ausnahme der Eingangsplatte 7, die aus den erwähnten Gründen vorteilhaft grösser ist.
Wie aus Fig. 1, 2 ersichtlich sind die Eingänge der Leitungen 12-18 und der Ausgang der Leitung 10 in/aus den Anschlusskasten 1 in bestimmter Verteilung an den Seitenwänden 21-24 angeordnet. Die Verteilung richtet sich sowohl nach dem Gefährdungsgrad einer gegenseitigen Beeinflussung ausserhalb des Kastens 1, z.B. durch Spannungsüberschlag, als auch nach der Architektur des hier zweigeteilten Schutzraumes 4.
Die Eingänge sind allgemein abschirmdicht ausgebildet und die Anschlüsse von Kabelmänteln oder Aussenleitem an die Kastenwandung sollen minimale Übergangswiderstände aufweisen. Die Starkstromversorgungsleitung 17 besitzt z.B. einen metallischen Schutzrohrmantel, der über eine vergossene Lötverbindung 17' mit der Seitenwand 22 verbunden ist. Die beispielsweise mehradrige Signalleitung 16 verläuft in einem metallischen Schutzmantel und führt über ein abschirmdichtes Anschlusselement 16', z.B. eine Muffe oder ein Vielfachstecker, in den Anschlusskasten 1.
Wie aus Fig. 1, 2 hervorgeht, ist der Innenraum des Anschlusskastens 1 in insgesamt elf Kammern Kl ... Kll unterteilt. Zur Unterteilung dienen Unterteilungswände 31-38 gleicher Materialbeschaffenheit wie die Kastenwandung. Die Unterteilungswände 31-38 stehen senkrecht zur Eingangsplatte 7, so dass dieselbe jeweils die Kammerböden bildet. Ferner stehen die Unterteilungswände 31-35 bzw. 36-38 parallel zu den kürzeren bzw. längeren Kastenseitenwänden 21, 22 bzw. 23, 24. In den Schnittkanten mit der Bodenplatte 7, mit den Seitenwänden 21-24 und in den gegenseitigen Schnittkanten verlaufen jeweils durchgehende Schweissnahtverbindungen. Es ist dementsprechend jede Kammer Kl ... Kll bei aufmontierten Deckel 25 in sich selbst abschirmdicht abgeschlossen. Obwohl hier der Einfachheit halber ein gemeinsamer Deckel 25 vorgesehen ist, wird man in der Praxis einige Kammern aufgrund unterschiedlicher Abschirm- und Zugänglichkeitskriterien mit individuellen Deckeln oder Verschlüssen ausstatten. Von den Unterteilungswänden ist die Unterteilungswand 34 dahingehend ausgezeichnet, als sie in gleicher Ebene liegt mit der Raumteilungswand 3 des Schutzraum^ 4. Dadurch grenzen die Kammern Kl . . . K7
alle an den Teilraum 5 und die Kammern K8 ... Kl 1 an den Teilraum 6.
Die Kammern erfüllen als erstes die Aufgabe, die Leitungen gegenseitig räumlich abzuschirmen, um eine elektromagnetische Beeinflussung zwischen den Leitungen auszuschliessen. In der Praxis wird dementsprechend jeder zuführenden und abführenden Leitung je eine eigene Eingangs- bzw. Ausgangskammer zugeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel stellen also die Kammern Kl,3-5,9-11 Eingangskammern dar für die Zuführenden Leitungen 11-18, die Kammer K2 ist eine Ausgangskammer für die wegführende Leitung 10.
Zuführende Leitungen erfordern wie bereits erwähnt hinsichtlich ihrer Störbeaufschlagung eine Anpassung an die Störempfindlichkeit der ihnen zugeordneten Einrichtungen. Es muss dementsprechend ein Teil der Kammern zusätzlich zur vorstehend beschriebenen Abschirmfunktion eine Dämpfungswirkung ausüben. Ein Teil der Kammern enthält zu diesem Zweck Dämpfungsmittel, die in bekannter Weise den Leitungen zugeschaltet sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind den Signalleitungen 12, 13, 14 in den Kammern K4, K5, K7 je eine Überspannungsableitereinheit 41, 42, 43, der Signalleitung 15 in der Kammer K10 eine Transzorbeinheit 44, der Signalleitung 16 in der Kammer Kll eine Überspannungs- und Transzorbeinheit 45, und der Starkstromleitung 17 in der Kammer K9 eine Filtereinheit 46 zugeordnet. Für die angegebenen Dämpfungsmittel 41-46 genügt die symbolische Darstellungsweise in Einheiten mit dem wesentlichen Dämpfungsglied, da der schaltungsmässi-ge und konstruktive Aufbau derartiger Dämpfungsmittel für sich bekannt ist. In der Kammer Kl für die Leitungsgruppe 11 erübrigen sich Dämpfungsmittel infolge Störungsableitung auf die Kastenwandung über die peripheren Schweissverbindungen 49 (Fig. 3) zwischen den Versorgungsrohren und der Eingangsplatte 7. Ein Beispiel für eine Kammer mit hauptsächlich Abschirmfunktion stellt die Eingangskammer K3 ohne Dämpfungsmittel dar, dies unter der Annahme, dass das Störpotential der Stromversorgungsleitung 18 der Eingangsempfindlichkeit der zugeordneten Einrichtung bereits angepasst ist, z.B. durch vorgängige Störbeseitigung. Schliesslich dient auch die Ausgangskammer K2 hauptsächlich der Abschirmung der wegführenden Signalleitung 10. Die vorgängig genannten, Über-spannungsableiter, Transzorb oder Filter enthaltenden Dämpfungsmittel stellen lediglich eine Auswahl möglicher Dämpfungsmittel dar. In der Praxis kommen für Dämpfungs- und Ableitzwecke in Frage z.B. Funkenstrecken-, Edelgas- und Ven-tilableiter, Metalloxyd-Varistoren, Zenerdioden, Thyristoren, Thyrektoren, Durchführungskondensatoren und deren kombinierte Anwendung. Im übrigen hängt die Dämpfung einer Kammer nicht ausschliesslich vom in ihr enthaltenen Dämpfungsmittel ab, sondern sie ist ebenso eine Funktion ihrer Konstruktion und Abmessungen, ihres Deckels und der Einführungsmittel.
Zur quantitativen Beurteilung des erforderlichen Dämpfungsgrades d einer Kammer ist es zweckmässig, die zu erwartende Stärke der Störbeaufschlagung der zuführenden Leitung in Störbeaufschlagungsgrade b anzugeben und die Störempfindlichkeit der zugeordneten Einrichtung in Empfindlichkeitsstufen e. Im vorliegenden Ausführungsbeispiei sind zwei Einrichtungskategorien vorhanden, nämlich im Teilraum 5 (nicht dargestellte) unempfindlichere Einrichtungen der Empfindlichkeitsstufe el und im Teilraum 6 (nicht dargestellte) höherempfindlichere Einrichtungen der Empfindlichkeitsstufe eo. Man normiert nun den noch zulässigen Störbeaufschlagungsgrad der Leitungen im Teilraum 5 mit b=bl, im Teilraum 6 mit b = bo (bl>bo). Demgegenüber besitzen die zuführenden Leitungen 11-18 ungedämpft die Störbeaufschlagungsgrade b4 . . . bl, wie sie beispielsweise in den Figuren angeschrieben sind (b4 >b3 > b2 > bl). Mit den vorstehenden Angaben lässt sich für Abschätzzwecke zu jeder Kammer der erforderliche Dämpfungsgrad d s
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ermitteln nach der formalen Beziehung d(ein-aus) = b(ein)/ b(aus). Die Kammer K5 muss z.B. einen Dämpfungsgrand d = d3 besitzen, um den Störbeaufschlagungsgrad der Signallei; tung 13 von b4 auf bl zu reduzieren. Die Kammer kll reduziert mit einem Dämpfungsgrad'd2 den Störbeaufschlagungsgrad der Signalleitung 16 von b2 auf bo. Den Dämpfungsgraden d der Kammern entsprechen Schutzgrade s der Leitungen. Die Signalleitung 13 besitzt einen Schutzgrad s3, die Leitung 16 einen Schutzgrad s2 (s3 >s2). Der Schutzgrad einer Leitung kann auch durch die allgemeine Beziehung s = b/e ausgedrückt werden.
Bei einer vereinigten Durchführung aller Leitungen in einen Schutzraum vermittels eines Anschlusskastens mit den erläuterten Funktionen sind allgemein n Leitungen mit ggf. unterschiedlicher Störbeaufschlagung auf m Einrichtungskategorien unterschiedlicher Störempfindlichkeit zu verteilen (m n). Es ergibt sich hieraus ein topologisches Verteilungsproblem, das vom Anschlusskasten in Art eines Rangierfeldes zusätzlich zu lösen ist.
Das Ausführungsbeispiel des Anschlusskastens für m = 2 Einrichtungskategorien und n= 10 Leitungen, wovon nur eine Leitung 19 teilraumverbindend ist, stellt lediglich einen verein-. fachten Spezialfall dar für eine praxisgemässe Ausführung. Trotzdem zeigt das beschriebene Beispiel bereits typische Organisationsmerkmale, die prinzipiell auch für den Allgemeinfall zutreffen. Es wurde bereits vorweggenommen, wië die Kammern Kl ... Kll hinsichtlich der Architektur des Schutzraums 4 derart organisiert sind, so dass die Kammern K1-K7, welche dem Teilraum 5 angrenzen, die Leitungsdurchführung in denselben vermitteln, während die Kammern K8-K11 zwecks Leitungsvermittlung in den Teilraum 6 letzterem angrenzen. Entsprechend der Lage der zwei Kammernkategorien K1-K7 und K9-K11 sind auch die vorgenannten Leitungseinführungen um die Kastenseitenwände 21-24 gruppiert, deren Örtlichkeit insofern ebenfalls von der Architektur des Schutzraumes 4 abhängt. In den Teilraum 5 (el) führen die Versorgungsleitungsgruppe 11, die Stromversorgungsleitung 18 und die Signalleitungen 12, 13, 14. Da in den Eingangskammern K4, K5, K7 der Signalleitungen 12, 13, 14 entsprechend deren Störbeaufschlagungsgraden hohe Störfeldstärken angenommen werden, ist es vorteilhaft, die Leitungen 12-14 nicht direkt durch die Kammerböden 7 der Kammern K4, K5, K6 in den Teilraum 5 zu führen. Die s gedämpften Leitungen 12, 13, 14 werden deshalb zunächst durch die Unterteilungswände 32 bzw. 33 in eine Sammelkammer K6 geleitet, welche anteilig an alle drei Eingangskammern K4, K5, K6 grenzt. Aus der Sammelkammer K6 mit vergleichsweise geringer Störfeldstärke gelangen die Leitungen 12, 13, 14 io anschliessend durch die Eingangsplatte 7 gemeinsam in den ■ Teilraum 5. In den Teilraum 6 (eo) führen die Stromversorgungsleitung 17 und die Signalleitungen 15, 16. Ferner erhalt der Teilraum 6 die genannte Zuleitung 19, z.B. eine Stromversorgungsleitung, aus dem Teilraum 5. Ihrer Herkunft entspre-15 chend weist die Zuleitung 19 einen Störbeaufschlagungsgrad bl auf, der auf den dem Teilraum 6 gemässen- Störbeaufschlagungsgrad bo zu reduzieren ist. Für die Zuleitung 19 gelten deshalb dieselben Abschirm- und Dämpfungskriterien wie für die zuführenden Leitungen 11-18. Die Zuleitung 19 führt dement-20 sprechend durch eine dem Teilraum 6 angrenzende Kammer K8 mit einer Filtereinheit 47 als Dämpfungsmittel in den Teilraum 6. Da die Kammer K8 dem Teilraum 6 angrenzt, die Zuleitung 19 jedoch aus dem Teilraum 5 stammt, ist eine beeinflussungsfreie Überführung der Zuleitung 19 aus dem Teilraum 5 in die 25 Kammer K8 erforderlich. Dieselbe wird durch das abschirmende Überführungsrohr 48 bewerkstelligt, welches durch die der Kammer K8 angrenzende und dem Teilraum 5 zugeordnete Kammer K7 verläuft und in den Teilraum 5 ausmündet.
Die Verwendung von Sammelkammern und Überführungs-30 röhren, eine auf die Architektur des Schutzraumes bezogene Organisation der Kammern und der Leitungseingänge in den Anschlusskasten, die Ausbildung der Kammern mit unterschiedlichen Dämpfungsgraden und ihre Ausgestaltung als Eingangs- oder Ausgangskammern sind typische Merkmale be-35 liebiger Bauformen des Anschlusskastens. Derselbe kann auch für Leitungsverlegungen durch mehrere dämpfende Kammern ausgelegt sein zwecks sukzessiver Reduktion des Störbeaufschlagungsgrades.
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5 Blätter Zeichnungen
Claims (14)
- 6541622PATENTANSPRÜCHE1. Schutzraum für eine elektrische Anlage mit elektroma-netisch störempfmdlichen Einrichtungen, die gegen äussere Störfelder, leitungsgebunden eindringende Störungen sowie in- • terne Störbeeinflussung zu schützen sind, mit einer den Schutzraum allseits umschliessenden elektromagnetischen Abschir-mung (2) und einer Anzahl durch die Raumabschirmhülle (2) führender Übermittlungs- und Versorgungsleitungen (10-19), dadurch gekennzeichnet,dass ein Anschlusskasten (1) vorgesehen ist, durch welchen hindurch die Gesamtheit aller Leitungen (10-19), unabhängig vom jeweils transportierten Medium, in die Raumabschirmhülle (2) hinein- bzw. herausführt,dass der Anschlusskasten (1) eine Eingangsplatte (7) enthält, die mit einer Schweissverbindung (8) längs ihrer Umrandung in einer Ausnehmung einer Wandung der Raumabschirmhülle (2) befestigt ist und in welcher Eingangsplatte (7) sich sämtliche Leitungsdurchtritte zwischen Schutzraum (4) und Anschlusskasten (1) befinden, \dass der Anschlusskasten (1) ferner Seitenwände (21-24), Unterteilungswände (31-38) und wenigstens einen Deckelteil (25) aufweist, wodurch der Kasteninnenraum in eine Anzahl gegenseitig abgeschirmte und nach Abnahme des Deckelteils (25) von aussen zugängliche Kammern (Kl . , . KU) unterteilt ist, wobei wenigstens einige Kammern eingerichtet sind zur Dämpfung von Störbeaufschlagungen auf den hindurchführenden Leitungen,und dass der Kasteninnènrâum hinsichtlich seiner Kammern als Rangierfeld ausgebildet ist, das die Leitungen gesondert nach Gattung, Störbeaufschlagungsgrad (b) und Schutzgrad (s) räumlich voneinander trennt und gegenseitig abschirmt, und in welchem die Leitungen entsprechend ihrer Störbeaufschlagung und den Empfindlichkeitsstufen der an ihnen angeschlossenen Einrichtungen den Dämpfungsanforderungen entsprechend geführt sind.
- 2. Schutzraum nach Anspruch'1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige Kammern Dämpfungsmittel enthalten.
- 3. Schutzraum nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Dämpfungsmittel enthaltenden Kammern in ihrem durch die Eingangsplatte gebildeten Kammerboden einen Leitungsdurchlass aufweist.
- 4. Schutzraum nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Dämpfungsmittel enthaltenden Kammern in einer ihrer durch die Unterteilungswände gebildeten Kammerseitenwände einen Leitungsdurchlass aufweist.
- 5. Schutzraum nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens eine Kammer, die mehrere Leitungsdurchlässe in ihrem durch die Eingangsplatte gebildeten Kammerboden und in ihren durch die Unterteilungswände gebildeten Kammerseitenwänden aufweist.
- 6. Schutzraum nach Anspruch I, gekennzeichnet durch wenigstens eine Kammer mit einem Leitungsdurchlass in ihrem durch die Eingangsplatte gebildeten Kammerboden und in einer ihrer Kammerseitenwände, die durch eine Seitenwand des Anschlusskastens gebildet ist.
- 7. Schutzraum nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens eine Kammer, durch welche wenigstens eine metallische Röhre verläuft, die in dem durch die Eingangsplatte gebildeten Kammerboden und in einer Kammerseitenwand ausmündet und deren Innenraum gegenüber der Kammer abgeschirmt ist.
- 8. Schutzraum nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere Raumteilungswände, deren Schnittkanten mit der " Raumabschirmung jeweils über die Eingangsplatte verlaufen, welche Raumteilungswände den Schutzraum in gegenseitig abgeschirmte Teilräume zu unterteilen ausgebildet sind zur Unterbringung von Einrichtungen gleicher Störempfindlichkeit je Teilraum, durch eine Kammerorganisation im Anschlusskasten derart, so dass jedem Teilraum wenigstens eine Kammer angrenzt, deren durch die Eingangsplatte gebildeter Kammerboden wenigstens einen Leitungsdurchlass in/aus den betreffenden Teilraum aufweist, sowie durch Mittel zur Leitungsführung zwischen wenigstens zwei Teilräumen, weichen Mitteln wenigstens je ein Leitungsdurchlass durch die Eingangsplatte (7) beidseits der Raumteilungswand zwischen den betreffenden Teilräumen angehört.
- 9. Schutzraum nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Raumteilungswand (3), die den Schutzraum(4) in zwei gegenseitig abgeschirmte Teilräume (5, 6) unterteilt ausgebildet zur Unterbringung von Einrichtungen unterschiedlicher Empfindlichkeitsstufe, durch eine in gleicher Ebene mit der Raumteilungswand (3) liegende Unterteilungswand (34), durch eine Anzahl beidseits der Unterteilungswand (34) angeordnete und den Teilräumen angrenzende Kammern, sowie durch an den Kastenseitenwänden (21-24) angeordnete Leitungsdurchführungen für Übermittlungs- und Stromversorgungsleitungen in einer beidseits der genannten Unterteilungswand (34) und auf die Teilräume (5, 6) bezogenen Gruppierung.
- 10.' Schutzraum nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Kammer (Kl) zur Durchführung einer Leitungsgruppe (11) bestehend aus Versorgungsrohren für Wasser, Luft, Öl, die beim Durchtritt in den Schutzraum peripher mit der Eingangsplatte (7) verschweisst sind.
- 11. Schutzraum nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Anordnung von mehreren Kammern (K4-6) mit je einem Dämpfungsmittel und je einem Einlass für eine zuführende Leitung, welche Kammern gemeinsam einer Kammer (K6) angrenzen, die mehrere Leitungsdurchlässe in ihrem aus der Eingangsplatte (7) gebildeten Kammerboden, und je einen Leitungsdurchlass in eine der benachbarten Kammern (K4-6) aufweist.
- 12. Schutzraum nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch zwei je einem der beiden Teilräume (5, 6) angrenzende, benachbarte Kammern (K7, K8), durch eine in der einen Kammer (K7) verlaufende Röhre (48), die in den ihr angrenzenden Teilraum(5) und in die andere Kammer (K8) ausmündet, sowie ein in der anderen Kammer (K8) angeordnetes Dämpfungsglied (47) und einen Leitungsdurchlass in den ihr angrenzenden Teilraum (6) zwecks Führung einer Leitung aus dem einen Teilraum (5)durch Röhre (48), Dämpfungsglied (47) und Leitungsdurchlass in den anderen Teilraum (6).
- 13. Schutzraum nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass einige Kammern individuelle, ihnen ab-schirmmässig angepasste Deckel aufweisen.
- 14. Schutzraum nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Eingangsplatte (7) die Wandstärke der Raumabschirmung (2) übertrifft.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH482581A CH654162A5 (de) | 1981-07-24 | 1981-07-24 | Schutzraum fuer eine elektrische anlage. |
| DE19823227248 DE3227248C2 (de) | 1981-07-24 | 1982-07-21 | Anschlußkasten für einen Schutzraum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH482581A CH654162A5 (de) | 1981-07-24 | 1981-07-24 | Schutzraum fuer eine elektrische anlage. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH654162A5 true CH654162A5 (de) | 1986-01-31 |
Family
ID=4283196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH482581A CH654162A5 (de) | 1981-07-24 | 1981-07-24 | Schutzraum fuer eine elektrische anlage. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH654162A5 (de) |
| DE (1) | DE3227248C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992016094A1 (en) * | 1991-03-08 | 1992-09-17 | Telenokia Oy | An arrangement for attenuating electromagnetic interference |
| EP4032377B1 (de) * | 2019-09-18 | 2024-10-30 | BAE SYSTEMS plc | Gerätegehäuse |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6211084Y2 (de) * | 1978-03-13 | 1987-03-16 | ||
| DE2932015C2 (de) * | 1978-08-07 | 1983-12-29 | Mitsumi Electric Co., Ltd., Tokyo | Abschirmvorrichtung für Hochfrequenzschaltungen |
-
1981
- 1981-07-24 CH CH482581A patent/CH654162A5/de not_active IP Right Cessation
-
1982
- 1982-07-21 DE DE19823227248 patent/DE3227248C2/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1992016094A1 (en) * | 1991-03-08 | 1992-09-17 | Telenokia Oy | An arrangement for attenuating electromagnetic interference |
| EP4032377B1 (de) * | 2019-09-18 | 2024-10-30 | BAE SYSTEMS plc | Gerätegehäuse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3227248C2 (de) | 1987-03-12 |
| DE3227248A1 (de) | 1983-02-10 |
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| PL | Patent ceased | ||
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