CH654422A5 - Photographische kamera. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Einstellbare Objektive sowie Apparate, in welchen solche Objektive Verwendung finden, wie photographische Kameras, Teleskope od.dgl., und die Wirkungsweise derselben sind bekannt. Kameras mit einem automatischen Fokussierungssystem, das mit dem Kameraobjektiv gekuppelt ist, um das Bild eines aufzunehmenden fernen Gegenstandes in der Bildebene der Kamera in Abhängigkeit von einem Signal, das von einem Entfernungsmesser geliefert wird und die Entfernung des betreffenden Gegenstandes von der Kamera angibt, scharf einstellt, sind ebenfalls bereits bekannt. Insbesondere ist in der US-PS 3 522 764 eine solche Kamera beschrieben, bei welcher zur Entfernungsmessung akustische Signale verwendet werden.
Bei der aus der genannten US-PS bekannten automatischen Objektivsteuerung kann das verstellbare Objektiv zur Fokussierung aus seiner jeweiligen Anfangsstellung innerhalb eines vorgegebenen Fokussierungsbereiches in beliebiger Richtung verstellt werden.
Bei einer anderen automatischen Objektivsteuerung wird das verstellbare Objektiv stets von der gleichen und bekannten Bezugsstellung ausgehend eingestellt. Das Objektiv ist dabei zwar in beiden Richtungen verstellbar, doch erfolgt keine Fokussierung, wenn es in Richtung zur Bezugsstellung bewegt wird. Ein System dieser Art ist wesentlich weniger aufwendig als ein System, bei dem eine fokussierende Objektivverstellung in beiden Richtungen möglich ist, weil es nicht mehr erforderlich ist, die Objektivverstellung in die Bezugsstellung kontinuierlich zu überwachen.
In der Schweizer Patentschrift 637 222 ist eine Objektivsteuerung mit beliebiger manueller und einseitiger automatischer Objektivverstellung beschrieben, und zwar für den Fall einer Selbstentwicklerkamera. Vom Offenbarungsgehalt dieser Patentschrift geht die vorliegende Erfindung aus. Die Betriebsart der einseitigen automatischen Objektivverstellung wird nach dieser älteren Anmeldung mittels eines Endschalters festgelegt, der durch die Bewegung des verstellbaren Objektivs in eine Ruhestellung betätigt wird, welche ausserhalb jenes als normaler Fokussierungsbereich bezeichneten Bereiches liegt, in dem eine scharfe Abbildung eines aufzunehmenden Gegenstandes erfolgen kann. Bei manuellem Betrieb kann das Objektiv von Hand aus in eine beliebige Stellung innerhalb des normalen Fokussierungsbereiches gebracht werden. Der automatische Betrieb wird ausgelöst, indem der bereits erwähnte Endschalter entweder durch von Hand aus erfolgende Verstellung des Objektivs in die Ruhestellung betätigt wird, oder - bei einer anderen Ausführungsform - indem ein Bild aufgenommen wird, während sich das Objektiv innerhalb des normalen Fokussierungsbereiches befindet, was zur Folge hat, dass die automatische Steuerung nach Aufnahme und vollständiger Entwicklungsbehandlung des Bildes das Objektiv in die vorgegebene Ruhestellung zurückführt. Eine Wahlmöglichkeit für die Art der Objektivsteuerung, die nicht von der jeweiligen Objektivstellung abhängt, ist nicht vorgesehen.
Da die Objektivverstellung und die Betriebsarten in der beschriebenen Beziehung zueinander stehen und daher keine
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direkte Betriebsartenwahl möglich ist, kann es vorkommen, dass der Kameramann die jeweilige Objektiveinstellung nicht beachtet und irrtümlich annimmt, dass sich das Objektiv zu Beginn der Aufnahme einer Bildfolge in der Ausgangsstellung für automatische Entfernungseinstellung befindet, was zur Folge hat, dass zumindest ein Bild unscharf aufgenommen wird.
Ein weiteres Problem ergibt sich durch eine Dauerbelastung der Batterie, wenn die Objektivsteuerung längere Zeit in dem Zustand für automatischen Betrieb belassen wird,
weil dann über die bekannte Steuerschaltung ein Ruhestrom fliesst. Dieser Strom ist zwar relativ gering, kann aber doch während längerer Zeit die Batterie erschöpfen.
Die Erfindung befasst sich deshalb mit der Aufgabe, eine photographische Kamera mit wahlweise automatischer oder manueller Entfernungseinstellung so auszubilden, dass der Leistungsbedarf des Steuersystems für den manuellen oder automatischen Betrieb vermindert wird und dass überdies das verstellbare Objektiv vom Steuersystem automtisch in die Ruhestellung gebracht wird, sobald die automatische Betriebsart gewählt wird.
Diese Aufgabe wird bei der Kamera der eingangs genannten Art erfindungsgemäss so gelöst, wie dies im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 definiert ist.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel genauer erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch den Aufbau des Entfernungseinstellsystems einer photographischen Kamera und
Fig. 2 die logische Schaltung für das System nach Fig. 1.
Das in Fig. 1 dargestellte, sowohl manuell als auch automatisch betätigbare Entfernungseinstellsystem 10 kann z.B. für das verstellbare Objektiv 12 einer Selbstentwicklerkamera verwendet werden. Um das ganze Objektiv 12 oder ein Linsenglied desselben automatisch auf Bildschärfe einzustellen, müssen ein Wählschalter Sa/m und ein bei Freigabe in die Offenstellung zurückkehrender Auslöseschalter bzw. zweiter Schalter Sif geschlossen werden. Nach dem Schliessen dieser Schalter wird von einer nicht dargestellten, an die Klemme 16 angeschlossenen Batterie über eine Steuerlogik 20 Batteriespannung an einen Entfernungsmesser 18 angelegt. Der auf diese Weise aktivierte Entfernungsmesser 18 ermittelt auf akustischem Wege die Entfernung des aufzunehmenden Gegenstandes 22. Nach Ermittlung dieser Entfernung veranlasst der Entfernungsmesser 18 die automatische Objektivsteuerung 24, das Objektiv 12 derart zu verstellen, dass eine scharfe Abbildung des Gegenstandes 22 in der Bildebene 26 erhalten wird. Sodann wird durch ein über eine Leitung 30 von der Steuerung 24 her übertragenes Auslösesignal der Kameraverschluss 28 betätigt. Da es sich voraussetzungsge-mäss um eine Selbstentwicklerkamera handelt, wird nach der Belichtung eine Entwicklungs- und Transporteinrichtung 32 aktiviert, welche die Entwicklung des belichteten Filmes und die Förderung desselben aus der Kamera 14 heraus bewirkt.
Sobald nach Freigabe des zweiten Schalters Sif in der Steuerung 24 von der Einrichtun 32 her über eine Leitung 34 ein den Abschluss des Entwicklungs- und Transportvorganges meldendes Signal einlangt, veranlasst die Steuerung 24 eine Verstellung des Objektives 12 bis in seine Ruhestellung, in welcher der vorher geschlossene Endschalter Sp durch eine mechanische Kupplung 36 mit dem Objektiv 12 geöffnet wird.
Um einen Gegenstand unter manueller Entfernungseinstellung des Objektivs 12 aufzunehmen, muss der Wählschalter Sa/m geöffnet werden. Bei offenem Schalter Sa/m sind die Schalter Sp und Sif wirkungslos. Die Entfernungseinstellung des Objektives 12 erfolgt nun durch Drehen eines Einstellrädchens 38, bis die gewünschte Fokussierung erreicht wird. Sodann wird der Verschluss 28 ebenfalls manuell mit Hilfe des vierten Schalters Sit betätigt, der über die Steuer-s logik 20 und eine Leitung 40 die Abgabe eines Auslösesignals an den Kameraverschluss 28 bewirkt. Nach Beendigung der Belichtung durch den Verschluss 28 wird die Entwicklungsund Transporteinrichtung 32 für den Film auf gleiche Weise automatisch betätigt, wie dies für den Fall der automatischen io Entfernungseinstellung bereits beschrieben worden ist. Wenn der Schalter Sp nach einer manuellen Entfernungseinstellung des Objektivs 12 in geschlossenem Zustand verblieben ist, wird dies beim nächsten Schliessen des Wählschalters Sa/m der Steuerung 24 über eine Leitung 42 gemeldet, wodurch is eine Verstellung des Objektivs 12 ausgelöst wird, die so lange andauert, bis der Endschalter Sp durch die mechanische Kupplung 36 mit dem Objektiv 12 geöffnet wird. Diese Öffnung des Schalters Sp erfolgt, sobald das Objektiv 12 um eine vorgegebene Strecke über seinen normalen Fokussierungsbe-20 reich hinaus in eine Ruhestellung gebracht worden ist, von der aus alle automatischen Entfernungseinstellvorgänge eingeleitet werden.
Ein logisches Schaltbild für das manuell und automatisch betätigbare Entfernungseinstellsystem 10, welches das verstellbare Objektiv 12 steuert, ist in Fig. 2 dargestellt. Wie in Fig. 1 wird die Betriebsspannung für das System 10 von einer nicht dargestellten Batterie an eine Klemme des Wählschalters Sa/m und an eine Klemme eines einpoligen, handbedienten vierten Schalters Sit angelegt. Bei geschlossenem Wählschalter Sa/m liegt die Batteriespannung an einer Klemme des einpoligen Endschalters Sp sowie an einer Klemme eines handbedienten, unter Federvorspannung stehenden einpoligen Auslöseschalters Sif. Die Schalter Sif und Sit sind mechanisch miteinander gekuppelt u.zw. so, dass der zweite Schalter Sif jeweils vor dem vierten Schalter Sit schliesst. Das Signal Sp erscheint im Ausgang des Schalters Sp, wenn die Schalter Sa/m und Sp geschlossen sind. Das Signal Sif erscheint im Ausgang des zweiten Schalters Sif, wenn die Schalter Sa/m und Sif geschlossen sind. Das Signal Sif erscheint im Ausgang des zweiten Schalters Sif, wenn entweder der Schalter Sa/m oder der zweite Schalter Sif offen ist. Das Signal Sit erscheint im Ausgang des vierten Schalters Sit wenn der vierte Schalter Sit geschlossen ist, und das Signal Sit erscheint schliesslich im Ausgang des vierten Schalter Sit, wenn der vierte Schalter Sit offen ist. Wenn die Signale Sp, Sif, oder Sit erzeugt werden, wird Batteriespannung über ein ODER-Gatter 43 auch an andere als die in Fig. 2 dargestellten Verbraucher angelegt. Die in Fig. 2 dargestellten Verbraucher beziehen Betriebsspannung nach Massgabe des Entfernungseinstellsystems 10 nach Fig. 2.
Damit das System 10 eine automatische Entfernungseinstellung des Objektivs 12 auf einen aufzunehmenden Gegenstand bewirken kann, muss der Wählschalter Sa/m 55 geschlossen werden. Wenn in diesem Zeitpunkt der Endschalter Sp geschlossen ist, bewirkt das System 10 zunächst, dass das Objektiv 12 so lange verstellt wird, bis der Endschalter Sp öffnet. Die Aufnahme eines automatisch scharf eingestellten Bildes mit der Kamera 14 (Fig. 1 ) erfolgt bei 60 geschlossenem Wählschalter Sa/m durch Schliessen des zweiten Schalters Sif. Wenn die Schalter Sa/m und Sif geschlossen sind, erscheint im Ausgang des Schalters Sif das Signal Sif, das auf den Eingang des Entfernungsmessers 18 wirkt und diesen veranlasst, die Entfernung des aufzuneh-65 menden Gegenstandes zu ermitteln. Ferner erscheint das Signal Sif auch im Eingang eines sich verriegelnden ODER-Gatters 44, so dass dieses leitend wird. Das ODER-Gatter 44 bleibt bei Auftreten eines Ausgangssignals durch Selbstver
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riegelung leitend, weil das Ausgangssignal auf einen Eingang des Gatters rückgekoppelt ist. Das Ausgangssignal des ODER-Gatters 44 verschwindet nur kurzzeitig, wenn nämlich das Gatter an einem Rückstelleingang R durch einen Impuls rückgestellt wird, der von einem monostabilen Multi-vibrator 45 jeweils sofort nach Schliessen des zweiten Schalters Sif erzeugt wird, wenn der Schalter Sa/m bereits vorher geschlossen worden ist. Das Ausgangssignal des veriegelten ODER-Gatters 44 liegt an einem Eingang eines UND-Gatters 46. Dieses UND-Gatter 46 bleibt so lange nicht leitend, bis die Objektivsteuerung 24 das Objektiv 12 so eingestellt hat, dass der aufzunehmende Gegenstand scharf abgebildet wird.
Sobald die Entfernung des aufzunehmenden Gegenstandes vom Entfernungsmesser 18 ermittelt worden ist, wird ein Abschlusssignal an einen Eingang eines sich verriegelnden ODER-Gatters 50 angelegt. Das Ausgangssignal dieses Gatters 50 wird zur Objektivsteuerung 24 übertragen, um die Entfernungseinstellung des Objektivs 12 einzuleiten. Das verriegelte ODER-Gatter 50 hält die Steuerung 24 auch dann noch in Betrieb, wenn der zweite Schalter Sif vor Beendigung der Entfernungseinstellung freigegeben wird und öffnet. Die Steuerung 24 legt über die Leitung 48 ein in Vorwärtsrichtung wirkendes Antriebssignal FWD an einen Motor 52, welcher den Objektivhalter 54 mit dem Objektiv 12 in die eine scharfe Abbildung des aufzunehmenden Gegenstandes ergebende Fokussierungsstellung bringt. Diese Stellung wird mittels eines Fühlers ermittelt und der Steuerung 24 rückgemeldet. Nach Beendigung der Entfernungseinstellung wird über eine Leitung 56 ein Abschlusssignal an das UND-Gatter 46 angelegt, das dadurch leitend wird. Das Ausgangssignal des UND-Gatters 46 macht seinerseits das ODER-Gatter 58 leitend, dessen Ausgangssignal jene Einrichtungen 28 und 32 betätigt, welche in einer Selbstentwicklerkamera die Belichtung und die anschliessende Entwicklung des Selbstentwicklerfilmes bewirken. In einer normalen Kamera braucht das Ausgangssignal des ODER-Gatters 58 natürlich nur den Kameraverschluss zu betätigen. Sobald der Entwicklungsvorgang beendet ist (oder im Falle einer normalen Kamera, sobald die Belichtung beendet ist), wird ein entsprechendes Abschlusssignal über eine Leitung 60 an ein UND-Gatter 62 abgegeben. Wenn der zweite Schalter Sif vom Kameramann freigegeben worden ist, wird ein Signal Sif an einen Eingang eines UND-Gatters 64 angelegt. Das Signal Sit ist bereits an einem anderen Eingang des UND-Gatters 64 wirksam, weil der vierte Schalter Sit noch nicht geschlossen oder, wie später noch erläutert wird, nicht wirksam war. Das Ausgangssignal des UND-Gatters 64 ist ebenfalls an einem Eingang des UND-Gatters 62 wirksam. Das Signal sp ist schliesslich bereits an einem dritten Eingang des UND-Gatters 62 wirksam, weil der Schalter Sp geschlossen wurde, während das Objektiv 12 zur Entfernungseinstellung aus seiner Ruhestellung in den normalen Fokussierungsbereich verstellt worden ist. Wenn das UND-Gatter 62 leitend ist, wird über ein ODER-Gatter 66 ein in Rückwärtsrichtung wirksames Antriebssignal REV an den Motor 52 angelegt, um den Objektivhalter 54 so lange in Rückwärtsrichtung zu verstellen, bis der durch das Objektiv 12 betätigbare Endschalter Sp geöffnet wird. Nach dem Öffnen des Endschalters Sp verschwindet das Ausgangssignal desselben und das UND-Gatter 62 wird nichtleitend, wodurch das in Rückwärtsrichtung wirksame Antriebssignal REV des Motors 52 unterbrochen wird. In diesem Zeitpunkt befindet sich das verstellbare Objektiv 12 ausserhalb seines normalen Fokussierungsbereiches. Diese Objektivstellung entspricht der Ruhestellung, von der aus jede automatische Entfernungseinstellung eingeleitet wird. Das System 10 ist nunmehr bereit, eine neuerliche Entfernungseinstellung des Objektivs 12 auf einen anderen Gegenstand zu bewirken wenn der zweite Schalter Sif wieder geschlossen wird.
Zur manuellen Entfernungseinstellung wird der Wählschalter Sa/m geöffnet. Das verstellbare Objektiv 12 wird dann mit Hilfe eines Einstellrädchens 67 von Hand aus in jene Stellung gebracht, in welcher eine scharfe Abbildung des Gegenstandes erfolgt. Sodann wird der vierte Schalter Sit geschlossen, um den Belichtungsvorgang einzuleiten.
Obwohl dabei der mechanisch gekuppelte zweite Schalter Sif geschlossen wird, bevor der vierte Schalter Sit schliesst, verhindert der Umstand, dass der Wählschalter Sa/m offen ist, das Auftreten des Signals Sif im Ausgang des zweiten Schalters Sif. Bei geschlossenem vierten Schalter Sit erscheint im Eingang eines UND-Gatters 68 das Signal Sit. Da kein Signal vom sich verriegelnden ODER-Gatter 44 an dem invertierenden zweiten Eingang des UND-Gatters 68 wirksam ist, wird dieses Gatter durch das Signal Sit leitend. Das Ausgangssignal vom UND-Gatter68 macht das sich verriegelnde ODER-Gatter 70 leitend, und dieses Gatter verbleibt im leitenden Zustand, bis es durch ein Signal an seinem Rückstelleingang rückgestellt wird. Das Ausgangssignal des ODER-Gatters 70 macht das ODER-Gatter 58 leitend, wodurch auf die bereits beschriebene Weise die Belichtung und Entwicklung des Filmes in einer Selbstentwicklerkamera bzw. allein die Belichtung durch Betätigung des Verschlusses bei einer normalen Kamera eingeleitet wird.
Nach Beendigung der Belichtung bzw. im Falle einer Selbstentwicklerkamera nach der Belichtung und Entwicklung des Filmes wird das Objektiv 12, weil kein in Rückwärtsrichtung wirksames Antriebssignal REV vom UND-Gatter 62 und ODER-Gatter 66 zur Verfügung steht, nicht in die Ruhestellung gebracht, in welcher der Endschalter Sp öffnet. Das UND-Gatter 62 ist nämlich nichtleitend, weil der Wählschalter Sa/m offen ist. Wenn der vierte Schalter Sit nunmehr freigegeben wird und öffnet, während sich der Wählschalter Sa/m weiterhin im offenen Zustand befindet, kann die Kamera 14(fig. 1) für beliebig lange Zeit aufbewahrt werden, ohne dass der Batterie Strom entnommen wird.
Wenn in diesem Zustand der Kamera der Wählschalter Sa/m geschlossen wird, um eine Aufnahme unter automatischer Entfernungseinstellung vorzubereiten, wird infolge eines Ausgangssignals am geschlossenen Endschalter Sp erst das Objektiv 12 in seine Ruhestellung verstellt, in welcher der Endschalter Sp öffnet. Es wird nämlich das Signal Sp an einem Eingang eines UND-Gatters 72 wirksam, während an einem anderen Eingang desselben das Ausgangssignal eines weiteren UND-Gatters 74 wirksam ist, welches seinerseits durch die der Offenstellung der Schalter Sif und Sit entsprechenden Signale Sif und Sit leitend ist. Dabei ist in dem mit einem invertierenden dritten Eingang des UND-Gatters 72 verbundenen Ausgang des UND-Gatters 76 kein Signal wirksam. Auch im Ausgang des ODER-Gatters 58 tritt kein Signal zur Auslösung einer Belichtung auf. Da somit der Endschalter Sp automatisch in die Offenstellung gebracht wird, erfolgt in der Kamera 14 (Fig. 1) kein Stromverbrauch, selbst wenn sie beliebig lange Zeit mit geschlossenem Wählschalter Sa/m aufbewahrt wird.
Die Schalter Sif und Sit sind, wie schon erwähnt, mechanisch miteinander gekuppelt und bilden einen zweistufigen Schalter. Alternativ könnten die Ausgänge der Schaltstufen Sif und Sit auch elektrisch miteinander gekoppelt sein. Die Schaltstufe Sif muss jedenfalls geschlossen werden, bevor die Schaltstufe Sit schliesst. Wenn der Schalter Sa/m geschlossen wird, während die Schaltstufe Sif geschlossen ist, führt ein späteres Ausgangssignal der Schaltstufe Sit nicht zu einer Verschlussbetätigung. Sobald einmal ein Ausgangssignal von der Schaltstufe Sif vorliegt, unterdrückt nämlich das System
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des Verschlusses 28 und der nachfolgenden Einrichtungen für die Entwicklung und den Transport des belichteten Filmes.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Photographische Kamera, die wahlweise eine automatische oder manuelle Entfernungseinstellung ermöglicht, mit einem manuell betätigbaren Wählschalter für automatischen oder manuellen Betrieb, einem innerhalb eines vorgegebenen Fokussierungsbereiches verstellbaren Objektiv, mit dem das Bild eines Gegenstandes, der sich innerhalb eines entsprechenden Entfernungsbereiches befindet, in der Bildebene scharf eingestellt werden kann und das eine ausserhalb seines Fokussierungsbereiches liegende Ruhestellung aufweist,
einer Einrichtung, die eine manuelle Verstellung des Objektivs ermöglicht, wenn sich der Wählschalter in der Stellung für manuellen Betrieb befindet, einem Endschalter, der von einer ersten Stellung in eine zweite übergeht, wenn das Objektiv aus seiner Ruhestellung in den vorgegebenen Fokussierungsbereich verstellt wird und umgekehrt, einem Entfernungsmesser zur Erzeugung eines die Entfernung eines aufzunehmenden Gegenstandes angebenden Signals, einem Antrieb zur automatischen Verstellung des Objektivs in Abhängigkeit von diesem Signal und einem manuell betätigbaren Auslöseschalter, gekennzeichnet durch eine Steuerlogik (20), die
(a) bei manueller Betätigung des Auslöseschalters (Sif) jeweils dann, wenn sich der Endschalter (Sp) in der ersten Stellung befindet und der Wählschalter (Sa/m) auf automatischen Betrieb eingestellt ist, den Entfernungsmesser (18) aktiviert, in Abhängigkeit vom erhaltenen Entfernungssignal eine automatische Verstellung des Objektivs (12) innerhalb seines Fokussierungsbereiches zwecks Erzielung eines scharfen Bildes des aufzunehmenden Gegenstandes in der Bildebene (26), die Betätigung des Kameraverschlusses (28) zwecks Belichtung und die Rückführung des Objektivs (12) in die Ruhestellung veranlasst und
(b) bei manueller Betätigung des Auslöseschalters (Sif) jeweils dann, wenn sich der Endschalter (Sp) in der zweiten Stellung befindet und der Wählschalter (Sa/m) auf manuellen Betrieb eingestellt ist, die Betätigung des Kameraverschlusses (28) zwecks Belichtung veranlasst, ohne vorher den Entfernungsmesser (18) zu aktivieren bzw. eine automatische Verstellung des Objektivs (12) zu bewirken, wobei die Steuerlogik (20) erst bei einer anschliessenden manuellen Umstellung des Wählschalters (Sa/m) auf automatischen Betrieb eine Rückführung des Objektivs (12) in seine Ruhestellung veranlasst.
2. Kamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen manuell betätigbaren vierten Schalter (Sit), der aus einer Anfangsstellung in eine zweite Stellung gebracht werden kann, in welcher er eine Betätigung des Verschlusses (28) bewirkt.
3. Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöseschalter (Sif) die erste Schaltstufe und der vierte Schalter (Sit) die zweite Schaltstufe eines zweistufigen Schalters (Sif, Sit) ist.
4. Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stufen des zweistufigen Schalters so miteinander gekuppelt sind, dass die erste Schaltstufe (Sif) vor der zweiten Schaltstufe (Sit) schliesst.
5. Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausgangssignal der ersten Stufe (Sif) das Auftreten oder Wirksamwerden eines Ausgangssignals der zweiten Stufe (Sit) des zweistufigen Schalters verhindert.
6. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb zur automatischen Verstellung des Objektivs einen Motor (52) aufweist, dass im Speisekreis des Motors (52) der Wählschalter (Sa/m) sowie die Steuerlogik (20) der Kamera geschaltet ist, dass der Wählschalter im geschlossenen Zustand über den Auslöseschalter (Sif) den Motor (52) an eine Spannungsquelle (16) legt und dass parallel zum Auslöseschalter (Sif) der Endschalter (Sp) liegt, der bei geschlossenem Wählschalter (Sa/m) den Motor (52) veranlasst, das Objektiv (12) in seine Ruhestellung zurückzuführen.
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| PL | Patent ceased | ||
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