CH654773A5 - Electric tool with oscillating tool drive - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Elektrowerkzeug gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Gerät ist beispielsweise aus dem DE-GM 1 992 633 bekannt.
Bei der bekannten Anordnung erfolgt die Übertragung der Kurbelzapfenbewegung auf den Schwinghebel über ein die Funktion eines Gleitkörpers übernehmendes Rollenlager, welches seine Bewegung in linienberührender Weise an den Schwinghebel weitergibt.
Da sich der Verwendungszweck des bekannten Gerätes auf das Auftrennen von Gipsverbänden beschränkt, arbeitet die Getriebeanordnung bei bestimmungsgemässem Einsatz ausreichend zuverlässig.
Seit Einführung der kostengünstigen Abschnittsreparatur im Karosseriebau wird das bekannte Gerät auch zum Trennen von Metall oder GFK verwendet, da die oszillierende Werkzeugbewegung einen exakten und verzugsfreien Schnitt gewährleistet.
Durch die Änderung der Einsatzart treten an den Getriebeelementen wesentlich höhere Kräfte auf, die zu einem vorzeitigen Ausfall des Gerätes führen können. Besonders das als Gleitkörper fungierende Gelenkrollenlager ist durch die konzentrierte Anhäufung von Bewegungsabläufen einem verstärkten Verschleiss ausgesetzt, zumal hier bis zu 20 000 Schwingungen pro Minute übertragen werden. Die nur linienberührende Gleitabstützung kann in Verbindung mit der relativ kleinen Schwingbasis des Gelenklagers bei der neuen Einsatzart des Elektrowerkzeugs als nicht ausreichend angesehen werden. Ausserdem führen die relativ hohen Massen des Schwinghebels und des Gelenkrollenlagers bei einer derart hohen Schwingungszahl zu einer zusätzlichen Belastung der Getriebeelemente bei gleichzeitiger Anhebung der Körperschwingungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei einem Elektrowerkzeug mit oszillierendem Werkzeugantrieb der eingangs genannten Gattung eine Getriebeanordnung zu schaffen, bei welcher die Schwenk- und Gleitelemente eine vergrösserte Führungsbasis unter verbesserten Schmier- und Austauschbedingungen bei gleichzeitiger Verringerung ihrer Massen aufweisen. Eine weitere Aufgabe besteht in der Verbesserung des Laufverhaltens bezüglich der Geräuschentwicklung und des Schwingungsverhaltens des Getriebes.
Dies wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 beschriebenen Merkmale erreicht.
Durch die Ausbildung des Gleitkörpers als Kolben wird dessen Basis sowohl in der Längsführung als auch im Schwenkbereich wesentlich verbessert. Dies gilt besonders dann, wenn das Verhältnis der Kolbenlänge zum Kolbendurchmesser grösser 1 ist.
Die Führung kann durch das gabelartige Umgreifen des Schwinghebels um den Kolben zusätzlich noch verstärkt werden. Dabei sind Gabelöffnung und Kolben so aufeinander abgestimmt, dass der Kolben durch einfaches Verdrehen aus der Gabelumfassung herausgenommen werden kann, wodurch eine leichte Austauschbarkeit gegeben ist.
Die vorzugsweise pleuelförmige Gestaltung des Schwinghebels ergibt eine geringe Schwingungsmasse mit ausreichender Steifigkeit.
Die zweckmässige Anordnung von Schmiermittelkammern an den Kolbenstirnseiten und deren Verbindung mit der Kurbelzapfenaufnahme sorgt für eine verbesserte Schmierung des Kurbelzapfens.
Durch die zweckmässige Beschichtung der Gleitflächen zwischen Kolben und Schwinghebel mit PTFE wird ein äusserst ruhiger und verschleissarmer Getriebelauf erreicht.
Die Massenkräfte und die Abnützungserscheinungen werden besonders klein gehalten, wenn der Kolben aus einem titanhaltigen Werkstoff hergestellt wird.
Ein vorteilhaftes Schwing- und Schmierungsverhalten wird ohne nennenswerten Mehraufwand dann erreicht,
wenn ein mit dem Rotor fest verbundener Auswuchtring gleichzeitig als berührungsfreier Dichtring mitläuft.
Die Erfindung wird nachstehend in den Zeichnungen als Ausführungsbeispiel dargestellt und erläutert.
Figur 1 zeigt einen Schnitt durch das Getriebegehäuse des Elektrowerkzeugs,
Figur 2 einen Schnitt entlang der in Figur 1 eingezeichneten Schnittlinie.
In einem Getriebegehäuse 10 ist eine das Werkzeug 15 aufnehmende Antriebswelle 1 in Lagern 2 und 11 drehbar und axial fixiert gelagert. Mit der Werkzeugantriebswelle 1 ist ein pleuelförmiger Schwinghebel 16 drehfest verbunden, welcher einen Kolben 22 gabelartig umgreift. Dieser Kolben 22 ist in dem Schwinghebel 16 verschieb- und schwenkbar gelagert und übernimmt somit die gleichzeitige Funktion eines Gleitkörpers und eines Schwenklagers. Im Kolben 22 ist
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eine Kurbelzapfenaufnahme 7 vorgesehen, in der ein Lager 4 angeordnet ist. In dieses Lager 4 greift ein Kurbelzapfen 8 ein, welcher drehfest mit dem Rotor 9 eines nicht näher dargestellten Elektromotors verbunden ist. Des weiteren sitzt auf dem Rotor 9 ein Auswuchtring 6, welcher mit seiner Mantelfläche die zusätzliche Aufgabe einer berührungsfreien Abdichtung des Getrieberaums 3 gegenüber dem Inneren des Motorgehäuses 14 übernimmt. Vorzugsweise geschieht dies durch ein Fördergewinde 13, dessen Steigung der Drehrichtung des Rotors 9 entgegengesetzt ist.
Bei Inbetriebnahme des Elektrowerkzeugs überträgt der Kurbelzapfen 8 seine exzentrische Rotation auf den Kolben 22, welcher hierdurch in eine Längs- und Schwenkbewegung versetzt wird. Während die Längsbewegung ohne Einfluss auf den weiteren Getriebeablauf bleibt, werden die Schwenkbewegungen über die den Kolben 22 umgreifenden Gabelenden 17 und 21 auf den Schwinghebel 16 derart übertragen, dass dieser in Oszillation versetzt wird. Diese Oszillation wird über die Werkzeug-Antriebswelle 1 an das Werkzeug 15 weitergegeben.
Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften und zur Dämpfung der Beschleunigungskräfte im Umkehrpunkt ist die Gleitfläche zwischen Kolben 22 und Schwinghebel 16 mit einer PTFE-Beschichtung 18 versehen. Dies kann beispielsweise durch Aufkleben einer entsprechenden Folie auf die Kolbenmantelfläche erfolgen.
Zur Verbesserung der Kurbelzapfenschmierung ist der s Kolben 22 an seinen Stirnseiten mit jeweils einer Schmiermittelkammer 5 versehen, welche über einen Kanal 12 mit dem Kurbelzapfenbereich in Verbindung stehen.
Der Kolben 22 ist auf seiner Mantelfläche mit zwei gegenüberliegenden Abflachungen 19 und 20 versehen. Der io Schwinghebel 16 ist kolbenseitig gabelartig geöffnet, wobei die Gabelöffnung G einerseits kleiner als der Kolbendurchmesser, andererseits grösser als der Abstand A der beiden Kolbenabflachungen 19 und 20 ist. Hierdurch wird einerseits eine Querfixierung und andererseits eine leichte Austausch-15 barkeit des Kolbens 22 erreicht. Nach Trennung des Getriebegehäuses 10 vom Motorgehäuse 14 und damit auch vom Rotor 9 kann der Kolben 22 durch einfaches Schwenken um 90 dem Schwinghebel 16 entnommen werden.
Mit der erfindungsgemässen Lösung wird somit eine ro-20 buste und verschleissarme Getriebeanordnung geschaffen, welche gegenüber dem eingangs genannten bekannten Stand der Technik wesentlich bessere Laufeigenschaften aufweist
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Elektrowerkzeug mit oszillierendem Werkzeugantrieb, welcher über eine zwischen Rotor und Werkzeug-Antriebs-welle angeordnete schwingende Kurbelschleife erfolgt, wobei ein vom Rotor angetriebener Kurbelzapfen seine Bewegung über einen Gleitkörper auf einen Schwinghebel überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper als im Schwinghebel (16) verschieb- und schwenkbar gelagerter Kolben (22) ausgebildet ist.
2. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwinghebel (16) pleuelförmig gestaltet ist und den Kolben (22) gabelartig umgreift, wobei die Gabelöffnung (G) kleiner als der Kolbendurchmesser ist.
3. Elektrowerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (22) auf seiner Mantelfläche mit zwei gegenüberliegenden, quer zur Kurbelzapfenaufnahme (7) stehenden Abflachungen (19,20) versehen ist, deren Abstand (A) kleiner als die Gabelöffnung (G) des Schwinghebels (16) ist.
4. Elektrowerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (22) stirnseitig mit mindestens einer Schmiermittelkammer (5) versehen ist, welche mit der Kurbelzapfenaufnahme (7) in Verbindung steht.
5. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächen zwischen Kolben (22) und Schwinghebel (16) mit einer PTFE-Beschichtung (18) versehen sind.
6. Elektrowerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die PTFE-Beschichtung (18) aus einer auf den Kolben (22) aufgeklebten Folie besteht.
7. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (22) aus einem ti-tanhaltigen Werkstoff besteht.
8. Elektrowerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Kolbenlänge zum Kolbendurchmesser grösser 1 ist.
9. Elektrowerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Kurbelzapfen (8) ein mit dem Rotor (9) drehfest verbundener Auswuchtring (6) anschliesst, welcher gleichzeitig zur berührungsfreien Abdichtung des Getrieberaums (3) gegenüber dem Inneren des Motorgehäuses (14) dient.
10. Elektrowerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswuchtring (6) an seiner Mantelfläche mit einem Gewinde (13) versehen ist.
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