CH654917A5 - Verfahren zur bestimmung von optimalen filmentwicklungsparametern bei der luftbildaufnahme mit luftbildkameras. - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Bestimmung von optimalen Filmentwicklungsparametern bei der Luftbildaufnahme mit Luftbildkameras nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bekannte Luftbildaufnahmesysteme verwenden Belichtungsmesser und Belichtungsregeleinrichtungen auf der Grundlage des integralen Messprinzips, d.h. mit einem Fotoempfänger wird ein die Gesamthelligkeit des aufzunehmenden Geländeabschnitts repräsentierender Messwert gewonnen und zur Regelung der Belichtungszeit herangezogen. Dabei wird in einzelnen Fällen die spektrale Empfindlichkeit des Fotoempfängers durch geeignete Mittel, z.B. Filter an die spektrale Empfindlichkeit des Filmmaterials angepasst. Bei Verwendung von Farbfiltern bei der Aufnahme werden aus der Erfahrung oder aus Herstellerangaben stammende Korrektur werte von Hand eingegeben. Die integrale Messmethode hat damit die folgenden Nachteile:
- das Messergebnis wird von der zufälligen Verteilung heller und dunkler Flächen innerhalb des Auffangwinkels des Fotoempfängers beeinflusst. Insbesondere durch eine Oberbewertung der hellen Flächen, die aus der logarithmischen Umsetzung der Helligkeitswerte in Negativschwärzungen resultiert, kann es bei ungünstiger Verteilung zu Unterbelichtung der dunklen Flächen kommen.
- Wegen des grossen Auffangwinkels kann man keine Aussagen über den Helligkeitsumfang des Objektes aus den Messwerten ableiten. Damit ist man bei der Festlegung der optimalen Parameter für die Filmentwicklung zum Erzielen einer vollständigen Umsetzung des Helligkeitsumfanges des Objekts in unterscheidbare Schwärzungen (keine Über- und
Unterbelichtungen bei Ausnutzung des gesamten Schwär-zungsumfangs des Filmmaterials) auf die Erfahrungen des Bedieners angewiesen.
- Durch Vorschalten von Steilkantfarbfiltern wird der s Einfluss des atmosphärischen Dunstes ausgeschaltet und damit der Kontrast der Aufnahme erhöht. Diese Kontrasterhöhung kann bei der integralen Messmethode ebenfalls nicht messtechnisch erfasst werden.
io Wegen dieser Nachteile wurde in der Literatur vorgeschlagen, Belichtungsmesser zu verwenden, die das überflo-gene Gelände differentiell abtasten und die sowohl die minimale als auch die maximale Helligkeit des Geländeabschnitts anzeigen und so dem Bediener Hinweise zur Wahl von opti-i5 malen Filmentwicklungsparametern geben (z.B. W. Komarek «Modern Technology of Production of Aerial Photograph and Some New Devices Used in Aerial Photography» in Int. Arch. Phm. XVII Lausanne 1968). Damit spielen Erfahrungswerte des Bedieners nach wie vor eine grosse Rolle bei der 20 Festlegung der Entwicklungsparameter.
Ziel der Erfindung ist die Objektivierung der Wahl derjenigen Filmentwicklungsparameter, die eine optimale Ausschöpfung des Schwärzungsumfanges des verwendeten Aufnahmematerials ermöglichen und damit die Über- und 25 Unterbelichtung auch von Teilgebieten des überflogenen Geländeabschnitts wirkungsvoll verhindern.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit dessen Hilfe aus den Messwerten eines Leuchtdichtemessers, der aus einem System von Fotoempfängern besteht und 30 das Gelände abtastet, optimale Filmentwicklungsparameter bestimmt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1 gelöst.
35 In der einzigen Figur ist eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens schematisch dargestellt. Die nicht dargestellten Luftbildkameras für Luftbildaufnahmen verfügen über eine Einrichtung zur Messung der der Objektleuchtdichte entsprechenden Beleuchtungsstärke. 40 Die Einrichtung besteht aus einem System von Fotoempfängern mit schmalen Auffangwinkeln, wobei mittels spezieller Filter eine Anspassung der spektralen Empfindlichkeit der Fotoempfänger an diejenige der verwendeten Aufnahmematerialien erreicht wird. Vor dem Objektiv der Luftbildka-45 mera und der Einrichtung zur Messung der Beleuchtungsstärke E sind gleiche, austauschbare Farbfilter vorgesehen.
Das von dem aufzunehmenden Geländeabschnitt abgestrahlte Licht wird durch das Farbfilter 1, welches die gleiche Filtercharakteristik aufweist wie das der Luftbildkamera, so und das Filter 2, das zur Angleichung der spektralen Empfindlichkeit des Leuchtdichtemessers an diejenige des verwendeten Filmmaterials dient, und das Objektiv 3 des Leuchtdichtemessers auf eine Anordnung von elektrischen Fotoempfängern 4,5,6,7,8 projiziert. Die von den Foto-55 empfängern 4,5,6,7,8 in Abhängigkeit von der Leuchtdichte der einzelnen Bereiche des Geländeabschnitts abgegebenen schwachen Fotoströme werden in den Vorverstärkern 9,10,11,12,13 verstärkt und an den Multiplexer 14 weitergeleitet. Der Multiplexer 14 fragt zu vorgewählten Zeitpunkten 60 die Messwerte von den Fotoempfängern ab und leitet sie sequentiell an einen Analog-Digital-Wandler 15 weiter, an dessen Ausgang die Messwerte in digitaler Form bereitstehen und an einen Mikroprozessor 16, der auch die zeitliche Steuerung des Multiplexers 14 realisiert, abgegeben werden. Der 65 Mikroprozessor 16 ist mit einer Dateneingabeeinheit 17 und einer Datenausgabeeinheit 18 verbunden. Mit der Eingabeeinheit 17 werden dem Mikroprozessor 16 Steuerbefehle und der zur Berechnung der Gradation y notwendige Wert des
3
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Schwärzungsbereiches AS, in dem das jeweils benutzte Filmmaterial über optimale Abbildungseigenschaften verfügt, mitgeteilt. Mit diesem Wert und den Angaben über die maximale Beleuchtungsstärke Emax und die minimale Beleuchtungsstärke Emin kann die Gradation y nach folgender Formel bestimmt werden
AS
Diese Gradation stellt den anzustrebenden Wert für die maximale Ausschöpfung des Informationsgehaltes der Luftbildaufnahme dar und muss durch geeignete Wahl der Parameter bei der Filmentwicklung (Entwicklungszeit, Entwicklerzusammensetzung usw.) realisiert werden. Da aus ökonomischen Gründen die Luftbildaufnahme nicht einzeln entwickelt wird, kommt es darauf an, einen solchen Gradationswert festzulegen, der die optimale Ausschöpfung des Informationsgehaltes aller gleichzeitig zu entwickelnden Aufnahmen gewährleistet. Dazu dient der Glättungsprozess, der sowohl mit den Maximalwerten E^* als auch mit den Minimalwerten E(min durchgeführt wird, wobei die Glättung so vorgenommen wird, dass bei den Maximalwerten der geglättete Wert grösser ist als die überwiegende Mehrzahl der E^, bei den Minimal werten dagegen die meisten E(^in grösser sind als der geglättete Wert. Damit wird erreicht, dass für den grössten Teil der Aufnahmen ein solcher Gradationswert ermittelt wird, der einen optimalen Informationsgehalt der entwickelten Bilder sichert, aber durch stark von den anderen Werten abweichende Maximal- bzw. Minimalwerte keine s Bestimmung falscher Gradationswerte mit dem Ergebnis der Verringerung des Konstrastes und damit des Informationsgehaltes der Aufnahmen eintritt. Zwecks Beruhigung der Anzeige kann mit den so erhaltenen Gradationswerten ein weiterer Glättungsprozess oder aber nach jeweils einer 10 bestimmten Zeit eine Mittelwertbildung durchgeführt werden.
Desweiteren kann an der Datenausgabeeinheit ein Drucker oder ein anderer Datenspeicher angeschlossen werden, der die Gradationswerte in Form eines Protokolls ls aufzeichnet, eventuell zusammen mit anderen, den Luftbildaufnahmevorgang charakterisierenden Daten.
Erfolgt aufgrund von Änderungen der Geländebeschaffenheit die Bestimmung eines vom ursprünglichen abweichenden Gradationswertes, so kann der Bediener aufgrund 20 der Anzeige oder des Protokolls die getrennte Verarbeitung der einzelnen Filmabschnitte anweisen.
Ausserdem können die mit Hilfe des Mikroprozessors bestimmten Minimalwerte der Geländehelligkeit über einen weiteren Ausgang abgegeben, angezeigt und zur automati-25 sehen Steuerung der Blende und der Belichtungszeit der Luftbildkamera herangezogen werden, wodurch eine Unterbelichtung auch von Teilbereichen des darzustellenden Geländeabschnitts wirkungsvoll verhindert werden kann.
B
1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Bestimmung von optimalen Filmentwicklungsparametern bei der Luftbildaufnahme mit Luftbildkameras, die über eine Einrichtung zur Messung der der Objektleuchtdichte entsprechenden Beleuchtungsstärke verfügen, welche Einrichtung aus einem System von Fotoempfängern mit schmalen Auffangwinkeln besteht, wobei mittels spezieller Filter eine Anpassung der spektralen Empfindlichkeit der Fotoempfänger an diejenige der verwendeten Aufnahmematerialien erreicht wird und wobei sich ausserdem vor dem Objektiv der Luftbildkamera und der Einrichtung zur Messung der Beleuchtungsstärke E gleiche, austauschbare Farbfilter befinden, dadurch gekennzeichnet, dass a) zu vorgewählten Zeitpunkten die Messwerte der Fotoempfänger abgefragt werden,
b) jeweils der Maximalwert und der Minimalwert ES,, der zu einer Messung oder einer Messreihe gehörenden Messwerte ermittelt und abgespeichert wird,
c) mit den Folgen der Maximalwerte und der Minimalwerte E^jn je ein Glättungsprozess durchgeführt wird,
d) aus den geglätteten Werten und Ë(^in die zur Erreichung eines bestimmten Schwärzungsumfanges im Bild erforderliche Gradation y(i) bestimmt, angezeigt und/oder aufgezeichnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folge der Gradationswerte y(i) ebenfalls einem Glättungsprozess unterworfen wird und die geglätteten Werte y(i) angezeigt und/oder aufgezeichnet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils aus einer bestimmten Anzahl von Gradationswerten y!i) der arithmetische Mittelwert gebildet, angezeigt und/oder aufgezeichnet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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| CH473/82A CH654917A5 (de) | 1981-04-02 | 1982-01-26 | Verfahren zur bestimmung von optimalen filmentwicklungsparametern bei der luftbildaufnahme mit luftbildkameras. |
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