CH655136A5 - Zelle zur elektrolytischen reinigung von aluminium. - Google Patents

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CH655136A5 CH4131/83A CH413183A CH655136A5 CH 655136 A5 CH655136 A5 CH 655136A5 CH 4131/83 A CH4131/83 A CH 4131/83A CH 413183 A CH413183 A CH 413183A CH 655136 A5 CH655136 A5 CH 655136A5
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine thermisch isolierte Zelle zur elektrolytischen Reinigung von Aluminium, welche einen Trog, der aus elektrolytbeständigem, hochtemperaturfestem Material besteht und mit einem Deckel verschlossen ist, einen Elektrolyten auf der Basis von Alkalichloriden, Vorherde für die Zugabe des zu reinigenden Aluminiums und die Ausscheidung der Seigerkristalle, eine auch als Gasabzug konzipierte Zuleitung für Elektrolytmaterial und ein Sammel-und Abflusssystem für das Reinstaluminium umfasst.
Die elektrolytische Reinigung von Aluminium beruht darauf, dass sich die, bezogen auf Aluminium, relativ
- unedlen Komponenten (z.B. Natrium, Kalium, Lithium, Magnesium, Calcium) der eingesetzten Legierung zwar im Aluminium anodisch auflösen, aber an der Kathode nicht abgeschieden werden können, und
- die edlen Komponenten (beispielsweise Kupfer, Silizium, Eisen, Titan) sich nicht anodisch auflösen und somit unter Bildung von Seigerkristallen in Anodenmetall zurückbleiben.
Die seit Anfang dieses Jahrhunderts bekannten Drei-schichtenraffinationszellen von Aluminium enthalten drei schmelzflüssige Schichten:
- Die unterste schwere Schicht, die üblicherweise aus einer Al-Cu-Si-Fe-Legierung besteht und deren Oberfläche zugleich die Anode ist.
- Die Elektrolytschicht, bestehend aus den Fluoriden und/oder Chloriden von Alkali- und Erdalkalimetallen.
- Das raffinierte Aluminium, die dritte, oberste Schicht, wobei deren untere Fläche die Kathode bildet.
Beim Anlegen des Elektrolysegleichstroms wird das Aluminium an der Anode zu dreiwertigen Aluminium-Ionen oxi-diert, diese Ionen wandern durch die Elektrolytschicht zur Kathode, wo sie wieder zu metallischem Aluminium reduziert werden.
Durch den Vorherd der Zelle, der eine niedrigere Temperatur als die zur Raffination von Aluminium üblichen 700 bis 800 °C hat, werden die auskristallisierten Verunreinigungen, insbesondere intermetallische Produkte von Al, Cu, Fe und Si, welche als Seigerkristalle bekannt sind, entfernt.
Der Energieverbrauch konventioneller Dreischichtenraffi-nationszellen von Aluminium ist verhältnismässig hoch. Typische Werte für die Zellenspannung liegen bei etwa 5,5 V bei einer Stromausbeute von etwa 75-97%. Dies ergibt einen Energieverbrauch von etwa 16-18 kWh/kg raffiniertes Aluminium.
Vom physikalischen Standpunkt aus betrachtet, bieten sich zwei Entwicklungsrichtungen zur Erniedrigung des Energieverbrauchs an:
- es werden Elektrolyten mit höherer elektrischer Leitfähigkeit eingesetzt, und/oder
- die Interpolardistanz, d.h. die Dicke der Elektrolytschicht, wird erniedrigt.
Die in konventionellen Dreischichtenelektrolysezellen 10 bis 15 cm dicke Elektrolytschicht kann jedoch nicht beliebig verkleinert werden, ohne dass die Gefahr einer mechanischen Verunreinigung der raffinierten Aluminiumschicht durch den Kontakt mit der anodisch geschalteten Aluminiumlegierung entsteht.
In jüngster Zeit sind gefässförmige oder in vertikaler Richtung verschiebbare Diaphragmen eingesetzt worden, welche den hohen Energieverbrauch senken helfen.
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Der Erfinder hat sich die Aufgabe gesteilt, eine Zeile zur elektrolytischen Reinigung von Aluminium zu schaffen, welche neben einem geringen Energieverbrauch einen hohen metallurgischen Wirkungsgrad aufweist und welche mit geringen Investitionskosten realisiert werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch im Zel-leninnenraum elektrisch in Serie geschaltete, in den Elektrolyten getauchte bipolare Elektrodeneinheiten mit
- einem gefässförmig ausgebildeten, in Richtung der entständigen Graphitkathode vollflächig offenen Graphitrahmen, der eine in Richtung der entständigen Graphitanode plane Oberfläche aufweist,
- einer die Öffnung im Graphitrahmen dichtend ver-schliessenden Diaphragmaplatte, die vom schmelzflüssigen Elektrolyten benetzbar, vom Aluminium dagegen nicht benetzbar ist, und deren offenporige Struktur mit Elektrolytmaterial gefüllt ist, und
- einem separaten Vorherd zur Einspeisung von zu reinigendem Aluminium und zum Ausscheiden von Seigerkristallen,
wobei die Elektrodeneinheiten in regelmässigen Abständen, der Interpolardistanz zwischen der Innenseite der Diaphragmaplatte und dem kathodischen Graphitrahmen,
sowohl parallel untereinander als auch zur entständigen Graphitanode mit der anodischen Stromzufuhr und zur endständigen Graphitkathode mit der kathodischen Stromzufuhr angeordnet, sowie die Höhe des zwischen Graphitrahmen und Diaphragmaplatte gebildeten Volumens für das zu reinigende Aluminium derart dimensioniert ist, dass bei gefülltem Volumen der statische Druck niedriger ist als der kritische Wert zum Durchfliessen der porösen Diaphragmaplatte.
Damit über die Diaphragmaplatte ein möglichst geringer Spannungsabfall gewährleistet ist, muss deren Material vom Elektrolyten gut benetzbar sein, und die Aluminiumionen müssen mit möglichst geringem Spannungsabfall vom Innenraum an die Oberfläche des Diaphragmas wandern können. Andererseits muss die Diaphragmaplatte für das metallische Aluminium absolut undurchlässig, d.h. nicht benetzbar sein.
Wird das zu reinigende Aluminium in den Hohlraum der Elektrodeneinheit, zwischen der Graphitumwandung und der Diaphragmaplatte eingefüllt, so entsteht ein mit der Füllhöhe zunehmender statischer Druck. Bei einem kritischen Wert wird dieser so gross, dass das schmelzflüssige Aluminium durch die offenporigen Kanäle der Diaphragmaplatte hindurchgedrückt wird, obwohl das Material der Diaphragmaplatte nicht benetzt ist.
Die in industriellem Rahmen eingesetzten Elektrodeneinheiten haben beispielsweise eine Querschnittsfläche von 2 x 2 m. Falls diese in vertikaler oder nahezu vertikaler Lage eingesetzt werden, können die offenporigen Strukturen nicht mehr so fein gemacht werden, dass der statische Druck das ungereinigte Aluminium nicht durch die Diaphragmaplatte hindurchdrückt. Die Elektrodenplatten werden deshalb mit Trennwänden aus Graphit unterteilt, vorzugsweise mit einem quadratischen oder rechteckigen Raster, dessen Seitenlänge zwischen 5 und 30 cm liegt. Jedes dieser von den Trennwänden gebildete Subelemente hat eine separate Diaphragmaplatte und eine Einspeisung von zu reinigendem Aluminium.
Die Subelemente einer Elektrodeneinheit können jedoch auch als separate Einheiten ausgebildet sein, die Wand an Wand zusammengefügt und von einer Graphiteinfassung zusammengehalten werden. Solche aus Bausteinen zusammengesetzte Elektrodeneinheiten haben den Vorteil, dass einzelne Subelemente ausgewechselt werden können. Selbstverständlich hat auch hier jedes Subelement eine eigene poröse Diaphragmaplatte und eine Zuleitung für das zu reinigende Aluminium.
Die Zirkulation des zu reinigenden Aluminiums in der durch Subelemente gebildeten Elektrodeneinheit kann verbessert werden, indem in den Zwischenwänden bzw. in den zusammengefügten Wänden fensterförmige Aussparungen angebracht werden. So zirkuliert das geschmolzene Alumi-5 nium nicht nur in einem Subelement, benachbarte Kammern werden in die Metallströmung einbezogen. Die Dimensionen der Aussparungen sind jedoch derart niedrig zu halten, dass der statische Druck auf die poröse Diaphragmaplatte unter dem oben diskutierten kritischen Wert bleibt. So ist bei der io Konzeption der Zelle darauf zu achten, dass die Dicke der Diaphragmaplatte, deren Material die Dichte des Elektrolyten, die lichte Weite der offenporigen Kanäle, die Dimensionen der Subelemente und die fensterförmigen Aussparungen in den Zwischenwänden derart aufeinander abgestimmt sind, 15 dass das zu reinigende schmelzflüssige Aluminium nicht in die Poren der Diaphragmaplatte eindringen kann.
Als Materialien für die offenporige Diaphragmaplatte werden vorzugsweise Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Oxynitride von Silizium oder Oxynitride von Aluminium und 20 Silizium eingesetzt. Die Porosität liegt vorzugsweise zwischen 60 und 90%. Generell sind die Keramikfilter zum Reinigen von flüssigem Metall der CH-PS 622 230 auch als poröse Diaphragmaplatten verwendbar, wenn sie den Graphitrahmen entsprechend dimensioniert werden. In der Praxis werden für 25 die elektrolytische Reinigung von Aluminium 3-15 mm dicke Diaphragmaplatten eingesetzt.
Die Elektrodeneinheiten werden in thermisch isolierte Zellen mit einer in eine Ummauerung eingebettete Stahlwanne, die ihrerseits mit Magnesitsteinen oder nitridhaltigem, 30 refraktärem Material ausgelegt ist, eingesetzt. Die Elektrodeneinheiten bilden im Zelleninnern eine oder mehrere Reihen. Alle Elektrodeneinheiten sind parallel zu der endständigen Anode und der endständigen Kathode angeordnet. Die Interpolardistanz zwischen der Innenseite der anodischen 35 Diaphragmaplatte und der Aussenseite des kathodischen Graphitrahmens beträgt vorzugsweise 10-25 mm.
Je nach Anordnung der Elektrodeneinheiten wird zwischen zwei bipolaren Zellentypen zur elektrolytischen Reinigung von Aluminium unterschieden:
4o - eine Horizontalanordnung, bei welcher die Elektrodeneinheiten vertikal oder nahezu vertikal eingesetzt sind
- eine Vertikalanordnung mit horizontal oder leicht geneigt eingesetzten Elektrodeneinheiten.
Der die Elektrodeneinheiten umgebende Zwischenraum 45 ist mit bei Arbeitstemperatur schmelzflüssigem Elektrolytmaterial ausgefüllt. Der Spiegel des Elektrolyten in der Zelle ist praktisch keinen Schwankungen unterworfen und liegt über dem obersten Teil der Elektrodeneinheiten. Bevorzugt besteht der Elektrolyt aus einer Mischung von Lithiumchlorid, Kali-5o umchlorid und Natriumchlorid, wobei es sich besonders günstig auswirkt, wenn noch eine kleinere Menge von Alkali-fluorid zugegeben wird. Alle diese Elektrolytzusammensetzungen sind bekannt und können der Fachliteratur entnommen werden.
55 Das zu reinigende Aluminium wird über Vorherde in die Zelle zur elektrolytischen Reinigung eingeführt. Weiter dienen diese Vorherde dazu, die Seigerkristalle auszuscheiden. Sie bestehen aus intermetallischen Verbindungen von Aluminium, Eisen, Silizium, Titan usw. In der Regel enthalten die fco Seigerkristalle kein Kupfer, wie dies bei der Dreischichtenelektrolyse der Fall ist. Weil das zu reinigende Aluminium durch die Diaphragmaplatte vom hochreinen Aluminium getrennt ist, muss die Dichte des anodischen Metalls nicht kontrolliert bzw. erhöht werden. Damit spielt auch die Dichte 65 des Elektrolyten keine Rolle, was die Auswahl eines elektrisch sehr gut leitenden Materials erleichtert.
Der elektrische Gleichstrom wird über mindestens eine anodische Elektrodenstange zu der endständigen Anode
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geführt, bipolar über die Elektrodeneinheiten und den Elektrolyten durch die Zelle zur endständigen Kathode geleitet, wo der elektrische Gleichstrom wiederum durch mindestens eine kathodische Elektrodenstange abgeführt wird. Prinzipiell verläuft die Elektrolyse mit einer bipolaren Zelle wie beim Dreischichtenverfahren, wo das Aluminium aus dem verunreinigten Metall aufgelöst wird, durch den Elektrolyten (hierdurch das in den offenporigen Kanälen der Diaphragmaplatte befindliche Elektrolytmaterial und den zwischen den Elektrodeneinheiten befindlichen Elektrolyten) wandert und an der Kathode abgeschieden wird. Im vorliegenden Fall ist die kathodische Oberfläche die Rückwand des Graphitrahmens. Mit bipolaren Zellen können also die Strom- und Investitionskosten, verglichen mit Dreischichtenzellen, beträchtlich gesenkt werden.
Vom kathodischen Graphitrahmen fliesst das abgeschiedene Reinstaluminium in einen Schöpfkanal, der im elektrisch isolierenden Teil des Zellenbodens angeordnet ist und von wo das hochreine Aluminium mit einem Saugrohr abgezogen werden kann.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Die schematischen Schnitte zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch das kathodische Ende einer bipolaren Zelle zur elektrolytischen Reinigung von Aluminium
Fig. 2 ein Detail des unteren Bereichs von Fig. 1 Fig. 3 eine vertikal einsetzbare Elektrodeneinheit in perspektivischer Darstellung
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch eine bipolare Zelle mit zwei Reihen von vertikal angeordneten Elektrodeneinheiten Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch eine horizontal einsetzbare Elektrodeneinheit
Fig. 6 eine bipolare Zelle mit horizontal eingesetzten Elektrodeneinheiten.
Die in Fig. 1 dargestellte pipolare Zelle zeigt fünf vertikale Elektrodeneinheiten 10 mit einem Graphitrahmen 12, dessen vollflächige Aussparung in Richtung der endständigen Graphitkathode 14 mit einer porösen Diaphragmaplatte 16 verschlossen ist. Der gefässförmige Hohlraum der Elektrodeneinheiten 10 ist mit dem zu reinigenden Aluminium 18, bei einer Arbeitstemperatur von 700 bis 800 °C in schmelzflüssiger Form vorliegend, gefüllt. Im Boden der Zellenauskleidung aus die Isolation bildenden refraktären Mauerwerk 24 sind Abflussrinnen 20 für das Reinstaluminium ausgespart. Die Seitenwände der Zelle bestehen ebenfalls aus Mauerwerk 24. Zwischen den Elektrodeneinheiten und über dem Reinstaluminium ist der Elektrolyt 22 angeordnet.
Wird elektrischer Gleichstrom zu der nicht dargestellten endständigen Anode der Zelle geleitet, so fliesst dieser durch die Elektrodeneinheiten zu der endständigen Kathode, von wo der Stromkreis über ebenfalls nicht dargestellte kathodische Elektrodenstangen geschlossen wird. In der Arbeitsphase wirkt die der porösen Diaphragmaplatte zugewandte Seite des zu reinigenden Aluminiums als Anode, die Rückwand der in Richtung der endständigen Kathode angeordneten nächsten Elektrodeneinheit als Kathode. Alle in der Zelle angeordneten Elektrodeneinheiten arbeiten also bipolar. Die Interpolardistanz d entspricht dem kürzesten Abstand des zu reinigenden Aluminiums von der Rückwand des nächsten Graphitrahmens, mit anderen Worten der Dicke der porösen Diaphragmaplatte plus der Dicke der Elektrolytschicht.
In Fig. 2 wird das frisch abgeschiedene Aluminium 26 dargestellt, welches entlang der kathodischen Rückwand des Graphitrahmens 12, welcher von refraktärem Mauerwerk 24 getragen wird, nach unten perlt und sich in der Abflussrinne 20 sammelt. Ebenfalls gut ersichtlich ist die sich über den Elektrolyten 22 und das poröse Diaphragma 16 in horizontaler Richtung erstreckende Interpolardistanz d.
Einfachheitshalber sind die den Innenraum der Elektrodeneinheit unterteilenden Trennwände weggelassen.
Die in Fig. 3 dargestellte, für den vertikalen Einsatz vorgesehene Elektrodeneinheit 10 besteht aus vier Subelemen-ten 28, die mit einer Graphiteinfassung 30 zusammengehalten sind. Jedes Subelement 28 hat einen Graphitrahmen 12 mit einer vollflächigen Öffnung, die von der porösen Diaphragmaplatte 16 verschlossen wird. Diese Diaphragmaplatte wird zweckmässig bereits mit Elektrolytmaterial in der offenporigen Struktur eingesetzt.
Jedes Subelement 28 hat seinen eigenen Vorherd 32, der über eine Öffnung 34 mit dem Innenraum des Subelementes kommuniziert. Die zum Ausscheiden der Seigerkristalle und zum Einführen von zu reinigendem Aluminium vorgesehenen Vorherde sind zur Erleichterung der Bedienung auch in horizontaler Richtung versetzt. Die lichte Höhe H eines Subelementes darf nur so gross sein, dass der statische Druck für den Durchtritt des Aluminiums durch die offenporige Struktur nicht erreicht wird. Im vorliegenden Fall misst H etwa 30 cm.
Die Elektrodeneinheiten 10 von Fig. 3 werden zweireihig in Zelle gemäss Fig. 4 eingesetzt. In die als Isolation wirkende Ummauerung 24 ist eine Stahlwanne 36 eingesetzt, die mittels eines korrosionsfesten, doppehvandigen Deckels 38 aus Stahl unter Verwendung einer Dichtung 40, verschlossen ist. Auf der Innenseite ist die Stahlwanne mit Magnesitsteinen 42 ausgekleidet, die sowohl gegen den schmelzflüssigen Elektrolyten als auch gegen das geschmolzene Aluminium beständig sind. Eine Bodenplatte 44 aus Stahl stützt die ganze Zelle und bietet dank den Luftkammern 46 eine zusätzliche Isolation.
Der Deckel 38 der Stahlwanne 36 wird von einem Rohr 58 isolierend durchgriffen, welches einerseits erlaubt, das Niveau 50 des Elektrolyten 22 durch Materialnachschub stets oberhalb der Elektrodeneinheiten 10 zu halten und andererseits sich allenfalls entwickelnde Gase abführen lässt. Eine spezielle Einrichtung 48 wird während des Zellenbetriebs angeschlossen, um die ggf. entstehenden Gase abzusaugen.
Ein Siphon 70 erlaubt, das gereinigte Aluminium ein-oder mehrmals pro Tag von der Abflussrinne 20 abzusaugen. Das Niveau 52 des Reinstaluminiums dagegen muss stets unterhalb der Elektrodeneinheiten 10 liegen.
Die in Fig. 5 dargestellte Elektrodeneinheit 10 entspricht im wesentlichen Fig. 3, sie ist jedoch für die horizontale Anordnung einer Zelle vorgesehen. Der Vorherd 32 und dessen Öffnung 34 sind entsprechend angeordnet. Der Vertikalschnitt durch die Elektrodeneinheit 10 verläuft durch eine Trennwand 54 aus Graphit, welche auf ihrer Unterseite fen-sterförmige Aussparungen 56 hat. Diese erleichtern die Zirkulation des zu reinigenden Aluminiums zwischen benachbarten Subelementen. Die Höhe H von etwa 25 cm ist so gewählt, dass der statische Druck des zu reinigenden Aluminiums nicht ausreicht, um das Aluminium in die Poren des Diaphragmas 16 zu drücken.
Die Elektrodeneinheiten von Fig. 5 werden in eine Zelle des Typs von Fig. 6, mit der Diaphragmaplatte 16 nach unten, in horizontaler Lage eingesetzt. Die zuunterst eingesetzte endständige Graphitkathode 14 ist mit drei kathodischen Elektrodenstangen 62 bestückt, die zuoberst liegende endständige Graphitanode 60 mit drei anodischen Elektrodenstangen 72.
Neben der inneren Stahlwanne 36 ist die Zelle mit einer äusseren Stahlwanne 64 ausgerüstet, wobei einzelne refraktäre Steine als Distanzhalter 66 wirken. Der von den Stahlwannen gebildete Zwischenraum ist mit einem leichten Isolationsmaterial 68, wie z.B. Steinwolle, gefüllt, wodurch sich ein Mauerwerk 24 (Fig. 1,4) erübrigt.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Thermisch isolierte Zelle zur elektrolytischen Reinigung von Aluminium, welche einen Trog, der aus elektrolytbeständigem, hochtemperaturfestem Material besteht und mit einem Deckel verschlossen ist, einen Elektrolyten auf der Basis von Alkalichloriden, Vorherde für die Zugabe des zu reinigenden Aluminiums und die Ausscheidung der Seigerkristalle, eine auch als Gasabzug konzipierte Zuleitung für Elektrolytmaterial und ein Sammel- und Abflussystem für das Reinstaluminium umfasst, gekennzeichnet durch im Zelleninnenraum elektrisch in Serie geschaltete, in den Elektrolyten (22) getauchte bipolare Elektrodeneinheiten (10) mit
    - einem gefässförmig ausgebildeten, in Richtung der endständigen Graphitkathode (14) vollflächig offenen Graphitrahmen (12), der eine in Richtung der endständigen Graphitanode (60) plane Oberfläche aufweist,
    - einer die Öffnung im Graphitrahmen (12) dichtend ver-schliessenden Diaphragmaplatte (16), die vom schmelzflüssigen Elektrolyten (22) benetzbar, vom Aluminium dagegen nicht benetzbar ist, und deren offenporige Struktur mit Elektrolytmaterial gefüllt ist, und
    - einem separaten Vorherd (32) zur Einspeisung von zu reinigendem Aluminium (18), und Ausscheiden von Seigerkristallen,
    wobei die Elektrodeneinheiten (10) in regelmässigen Abständen (d), der Interpolardistanz zwischen der Innenseite der Diaphragmaplatte (16) und dem kathodischen Graphitrahmen (12), sowohl parallel untereinander als auch zur entständigen Graphitanode (60) mit der anodischen Stromzufuhr (72) und zur endständigen Graphitkathode (14) mit der kathodischen Stromzufuhr (62) angeordnet sowie die Höhe (H) des zwischen Graphitrahmen (12) und Diaphragmaplatte (16) gebildeten Volumens für das zu reinigende Aluminium (18) derart dimensioniert ist, dass bei gefülltem Volumen der statische Druck niedriger ist als der kritische Wert zum Durchfliessen der porösen Diaphragmaplatte (16).
  2. 2. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodeneinheiten durch Trennwände (54) aus Graphit in mindestens drei Subelemente (28) unterteilt sind, wobei jedes Subelement eine separate Diaphragmaplatte (16) und einen separaten Vorherd (32) hat.
    Zelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Subelemente (28) als separate Einheiten ausgebildet und von einer Graphiteinfassung (30) zusammengehalten sind.
  3. 4. Zelle nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände (54) bzw. zusammengefügten Wände der Subelemente (28) zur Erhöhung der Zirkulation des zu reinigenden Aluminiums in der Elektrodeneinheit (10) fen-sterförmige Aussparungen (56) haben.
  4. 5. Zelle nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Diaphragmaplatte (16) eine Porosität von 60-90% hat.
  5. 6. Zelle nach einem der Ansprüche 1 -5, dadurch gekennzeichnet, dass die offenporige Diaphragmaplatte (16) aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Oxynitriden von Silizium oder Oxynitriden von Aluminium und Silizium besteht.
  6. 7. Zelle nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Interpolardistanz (d) zwischen der Innenseite der anodischen Diaphragmaplatte (16) und dem kathodischen Graphitrahmen (12) 10-25 mm beträgt.
  7. 8. Zelle nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodeneinheiten (10) vertikal bzw. nahezu vertikal nebeneinander oder horizontal bis leicht geneigt übereinander, mit der Diaphragmaplatte (16) nach unten, angeordnet sind.
  8. 9. Zelle nach einem der Ansprüche 1 -8, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt (22) aus einer Mischung von Lithiumchlorid, Kaliumchlorid und Natriumchlorid besteht.
  9. 10. Zelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt (22) einen Zusatz eines Alkalifluorids enthält.
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