CH655250A5 - Dokumentenvernichter fuer mikrofilme. - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Dokumentenvernichter für Mikrofilme gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die bisher bekannten Dokumentenvernichter dieser Art beruhen auf dem Prinzip, dass über eine Zuführvorrichtung ein Stapel von Mikrofichen, d.h. Karten mit eingelegten Mikrofilmen einem Fräser zugeführt wird. Der Fräser fräst eine oder maximal zwei eingeführte Mikrofichen von der unteren Stirnseite her anfangend, nach oben weg, wobei staubfeine Partikel entstehen.
Bisher bestand der Nachteil, dass aufgrund des Fräsvorganges und der damit verbundenen Dehnungen des Kunststoffmaterials der Mikrofichen und der dabei auftretenden Temperaturen von etwa über 80 °C hohe statische Aufladungen entstanden. Diese statischen Aufladungen führten dazu, dass sich am unteren Gehäuseteil in einem Sammelschacht oder Sammelbehälter diese Partikel anlagerten und durch die statische Aufladung so stark zusammenbackten, dass sie zu Verstopfungen des Gerätes führten. Diese Partikel konnten aus dem Gerät nicht mehr entfernt werden.
Ferner bestand der Nachteil, dass bei der Verursachung eines Luftzuges, z.B. beim Öffnen oder Schliessen der Tür des Sammelbehälters, die staubfeinen Partikel sofort in die Umgebung hochwolkten und hochströmten, und sich überall niederliessen und vielfältigste Störungen in der Elektronik und im Antrieb dieses Dokumentenvernichters verursachten.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Dokumentenvernichter der eingangs genannten Art wesentlich betriebssicherer auszubilden, und zwar in dem Sinne, dass eine vollständige und störungsfreie Abfuhr der erzeugten Partikel gewährleistet ist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe weist der vorgeschlagene Dokumentenvernichter die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 definierten Merkmale auf.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, dass überhaupt keine statischen Aufladungen von Partikeln mehr feststellbar sind. Dies mag zum einen daran liegen, dass durch den entstehenden Luftstrom zwischen dem Fräser und der Schneidplatte die vorher gegebene Temperatur von 80° auf etwa 30° heruntergesetzt wird, und hierdurch ladungserzeu-gende Effekte in der Kunststoff-Folie, die auf hohe Temperaturen zurückzuführen sind, vermieden werden. Es hat sich zum anderen gezeigt, dass durch die sofortige Absaugung der Partikel eine Gehäuseberührung vermieden wird, und diese Gehäuseberührung hat früher offenbar zu der statischen Aufladung geführt.
Dank der niedrigen Temperatur wird der Frässchnitt sehr exakt, weil eben das Material nur auf eine Temperatur von 30 °C erwärmt wird, und hierdurch keine Verschmierun-gen (oder ein Schmiereffekt) des Kunststoffmaterials an den Schneidzähnen des Fräsers die Folge ist.
Ein besonders bevorzugtes Merkmal ist, dass zwischen dem Flugkreis der Zähne des Fräsers und einem angeschärften Ende der Schneidplatte ein Luftspalt mit einer Breite von nahezu 0 mm vorhanden ist. Dieser Luftspalt kann dadurch hergestellt werden, dass der Fräser hochgestellt wird oder die Schneidplatte gegen den Fräser gepresst wird, bis der Fräser eine entsprechende Profilform in die Schneidplatte eingefräst hat.
In dieser Stellung wird dann die Schneidplatte fixiert, und es ergibt sich somit der nahezu 0 mm breite Luftspalt zwischen der Platte und dem Flugkreis der Zähne des Fräsers.
Der Fräser wirkt damit mit seinen Zähnen als eine Art von Laufrad eines Gebläses, weil jeder Zahn mit seinem da-hinterliegenden Zwischenraum einen Luftstrom von oben her mitnimmt, und dieser Luftstrom wird durch das unten liegende Sauggebläse sofort in das Sauggebläse hineingeführt, wodurch die Partikel unmittelbar in den Luftstrom des Sauggebläses eingeführt und abgesaubt werden.
Im folgenden wird die Erfindung beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer Beschreibung weitere Einzelheiten der Erfindung hervor.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisiert in der Seitenansicht einen Dokumentenvernichter nach der Erfindung;
Fig. 2 die Draufsicht auf den Vernichter in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1;
Fig. 3 ausschnittsweise Darstellung des Absaugschachtes mit einem darin angeordneten Schalter zur füllstandabhängigen Steuerung der Absaugung;
Fig. 4 Prinzip-Darstellung des Fräsvorganges;
Fig. 5 eine zweite Ausbildungsform eines Fräsers mit Druckluftzuführung.
In Fig. 1 ist in einem Gehäuse 1 ein Einwurfschacht 2 vorhanden. Dokumente 3, d.h. Filmkarten werden in Pfeilrichtung 4 von oben eingeführt, und etwa parallel zu einer Schneidplatte 5 an einer ersten Stachelwalze 6 entlanggeführt und von dieser ergriffen und nach unten geführt. Sie
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kommen in den Bereich einer zweiten Stachelwalze 7, wo sie einem Fräser 8 zugeführt werden, der in Pfeilrichtung 9 rotiert. Zwischen dem Fräser 8 und der Spitze 10 der Schneidplatte 5 ist ein Luftspalt 11 mit einer Breite von nahezu 0 vorhanden. Die Fräszähne 12 des Fräsers 8 erreichen also den vorher beschriebenen Effekt eines Gebläselaufrades.
An der Oberfläche der Fräszähne 12 wird die eingeführte Filmkarte 3 in kleine, staubfeine Partikel 13 zerlegt, die sich vorher bei den Anordnungen des Standes der Technik (ohne Sauggebläse) in Form eines Haufens gestrichen an der Unterseite eines Sammelbehälters 15 angelagert hatten.
Die staubfeinen Partikel werden stattdessen über den Absaugschacht 16 von einem nicht näher dargestellten Sauggebläse in Saugrichtung 17 abgeführt.
Fig. 2 zeigt die gesamte Anordnung von oben, mit dem Einfüllschacht 2 und dem Gehäuse 1 von oben sowie den seitlichen Schacht 16, wo die Partikel in Saugrichtung 17 abgesaugt werden. Die Absaugung erfolgt mit einem Hochleistungssauggebläse, dessen Saugschlauch 31 an der gezeigten Stelle angeschlossen ist.
Es ist ferner noch eine Füllstandskontrolle und Füllstandsabschaltvorrichtung vorhanden, die nachfolgend anhand der Fig. 3 beschrieben wird.
Es ist ein Schaltergehäuse 19 gegeben, das am Absaugschacht 26 befestigt ist. Im Luftstrom des Absaugschachtes liegt eine Pendelklappe 20, die an einem Drehpunkt 21 schwenkbar gelagert ist.
Durch Einschalten des Sauggebläses wird die Pendelklappe 20 in Pfeilrichtung 22 nach oben geschwenkt und kommt hierbei zur Anlage am Fühlhebel 23, der einen Mi-kroschalter 24 betätigt, damit die gesamte, elektrische Anordnung freigibt, oder abschaltet. Wird der nicht näher dargestellte Füllbehälter des Sauggebläses gefüllt, dann lässt die Saugleistung sehr stark nach, so dass der Fühlerhebel aus seiner eingeschalteten Stellung (strichpunktiert mit 23' in Fig. 3 dargestellt) in die ausgezogen dargestellte Stellung nach unten verschwenkt und den Mikroschalter 24 betätigt.
Hierdurch wird sofort der Antrieb des Sauggebläses und der Antrieb des Dokumentenvernichters abgeschaltet, und es leuchtet eine entsprechende Warnanzeige auf, die darauf hinweist, dass der Behälter entleert werden muss.
In Fig. 3 ist die Pendelklappe 20 zweistufig dargestellt. Sie besteht aus einem im Luftstrom liegenden Klappenteil und einem Betätigungshebel 26, der dann kraftschlüssig an dem Fühlerhebel 23 anliegt und diesen betätigt.
Wichtig ist, dass eben die Öffnung des Sauggebläses oder der Absaugschacht unmittelbar etwa tangential in Richtung zu der Linie zwischen der Kante der Schneidplatte und der zugeordneten, gegenüberliegenden Kante des Fräsers 8 ist, so dass die tangential herausfliegenden Mikrofilmpartikel unmittelbar in den Absaugschacht 16 gelangen.
Die prinzipiellen Verhältnisse werden anhand der Fig. 4 noch einmal erläutert.
Eine verbesserte Absaugleistung wird dadurch erzielt, wenn der Fräser 8 zumindest teilweise von einem Abschirmblech 14 umgeben ist, so dass durch das gezeichnete Abschirmblech und durch die Anordnung der Schneidplatte 5 mit dem Luftspalt 11 zwei druckunterschiedliche Räume ge. schaffen werden. Das Aufgabeende 32 für die Filmkarte 3 steht damit unter einem grösseren Druck, als das Abgabeende 33, so dass die von dem Fräser 8 erzeugten Partikel 13 etwa in Richtung der Tangente 18 (Schleuderrichtung 27) zur Mündung 28 des Absaugschachtes 16 fliegen. Aus der Darstellung wird auch deutlich, dass die Fräszähne, die in ansich bekannter Weise ein in Drehrichtung 9 geneigtes Sägezahnprofil aufweisen, im Luftspalt 11 dem Ende 10 der Schneidplatte 5 und dem Flugkreis der Zähne des Fräsers den Effekt im Sinne einer Luftförderung erreichen, wodurch der Fördereffekt der Partikel in Richtung zum Absaugschacht 16 verbessert wird.
Die Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Fräsers 8', der eine axiale, mittige Bohrung 29 aufweist, von der ausgehend am Umfang verteilte, einen gleichmässigen Abstand einnehmende, radiale Bohrungen 30 ausgehen, die zwischen den Fräszähnen 12 des Fräsers enden. Wird nun in die axiale Bohrung 29 ein Druckluftstrom eingespeist, dann wird am Abgabeende 33 des Fräsers 8' ein noch stärkerer Effekt im Sinne einer Abschleuderwirkung in Schleuderrichtung 27 erzielt, wodurch die Absaugleistung noch wesentlich verbessert werden kann.
Der Fräser 8' kann auch ohne die Zuführung von Druckluft verwendet werden, d.h. nur in Verbindung mit der anhand der Fig. 1 bis 4 beschriebenen Absaugung.
Ferner ist wesentlich, dass die Saugleistung sehr hoch ist, es kann also kein normaler Staubsauger sein, weil eben angenommen wird, dass die Saugleistung höher ist, als die statische Kraft zwischen den einander zusammenbackenden Partikeln 13, und dass hierdurch dieser Zusammenback-Effekt vermieden wird. Ebenso ist noch eine weitere Erklärung,
dass durch die nachgesaugte Luft ein gewisser entionisierender Effekt erzielt wird.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Dokumentenvernichter für Mikrofilme mit einem Gehäuse (1) und einem im Gehäuse (1) angeordneten Einwurfschacht (2) zur Zuführung von Filmkarten (3) entlang einer Schneidplatte (5) zu einem rotierenden Fräser (8), der die Filmkarten in Partikel zerlegt, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Fräsers (8) die Mündung (28) eines Absaugschachtes (16) angeordnet ist, der an einem Sauggebläse angeschlossen ist.
2. Dokumentenvernichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Flugkreis der Zähne (12) des Fräsers (8) und einem geschärften Ende (10) der Schneidplatte (5) ein Luftspalt (11) vorhanden ist, dessen Breite nahezu Null ist und der von den Zähnen (12) des Fräsers in Richtung zum Absaugschacht (16) hin durchfahren ist.
3. Dokumentenvernichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fräser (8) über einen dem Luftspalt (11) gegenüberliegenden Bereich nahezu dichtend vom Gehäuse (1) umgeben ist.
4. Dokumentenvernichter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Absaugschacht (16) ein auf die Saugleistung ansprechendes Schaltgerät (19,20) angeordnet ist, das bei abnehmender Saugleistung anspricht und den Fräser (8) sowie das Sauggebläse abschaltet.
5. Dokumentenvernichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät eine im Absaugschacht (16) schwenkbar gelagerte Pendelklappe (20) aufweist, die auf einem Fühlhebel (23) eines Mikroschalters (24) wirkt.
6. Dokumentenvernichter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle des Fräsers (8) axial durchbohrt ist und dass von der axialen Bohrung (29) radiale, in die Lücken zwischen den Zähnen (12) des Fräsers (8') ausmündende Bohrungen (30) ausgehen, um im Luftspalt (11) zwischen dem geschärften Ende (10) der Schneidplatte (5) und der Flugbahn der Zähne (12) des Fräsers einen zusätzlichen, zur Mündung (28) des Absaugschachtes (16) gerichteten Luftstrom zu erzeugen (Fig. 5).
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