CH656621A5 - Verfahren zur herstellung von phosphorylcholinglycerin-verbindungen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von 1 -0-(Alkyl- oder Alkenyl)-3-phosphorylcholin-sn-glycerin 25 und entsprechenden 2-Acetyl-Verbindungen.
Der komplexe Vorgang der Blutgerinnung wird beherrscht vom Zusammenspiel einer ganzen Anzahl sogenannter «Faktoren». Der für die Aggregation der Blutplättchen verantwortliche Faktor (PAF = Platelet Activating Factor) 30 im Blut erwies sich als sehr schwer fassbar.
Erst vor kürzerer Zeit konnte gezeigt werden, dass bestimmten Verbindungen der Formel I
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wobei x für eine ganze Zahl von 1 bis 3 und y 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 2 bedeutet und die Summe x + y stets die Zahl 3 ergibt, 45
I R = Alkyl, Alkenyl I Aa R = C16H33 x = 3 IAbR = C18H37X = 3 nämlich den Verbindungen der Formel IAa und IAb (zusammen = IA) die Aktivität des PAF zukommt. (Vgl. Hanahan 50 et al., J. Benveniste et al., E.E. Muirhead et al.).
Unter dem Aspekt ihrer biologischen Wirkung können die Verbindungen der Formel IAa und IAb nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen als Einheit (PAF) zusammengefasst werden. Abgesehen vom Substituenten R, wo eine gewisse Variabilität zugelassen ist, scheint eine strenge Korrelation zwischen der Struktur und der biologischen Wirkung zu bestehen. (Chem. & Eng. News, April 1981,26).
Die Verbindungen der Formel IA rufen ausser der Blut-plättchenaggregation und -Sekretion noch weitere biologische 60 Reaktionen am Warmblütler hervor. Sie zeigen beim Menschen u.a. gefässaktive Wirkung. Im Tierversuch konnte eine erhebliche blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen werden. Die Erforschung des PAF war von Anfang an wegen der Schwerzugänglichkeit dieses Faktors sehr mühsam gewesen. 65
Ein Verfahren zur Herstellung bestimmter Vertreter der Formel I ist in J. Biol. Chem. 256,4425 (1981) angegeben worden. Gemische derartiger Verbindungen wurden von worin R Alkyl oder Alkenyl bedeutet, vorzugsweise der Formel (CH2)n-CH3, worin n für eine ungerade Zahl zwischen 13 und 23 steht, oder entsprechendes Alkenyl gleicher C-Zahl, nämlich der Formel -(CH2)m - CH = CH - (CH2)P CH3, worin m und p ganze Zahlen sind, mit der Massgabe, dass die Summe von m und p einen Wert zwischen 11 und 21 ergibt, speziell worin R für ein Alkenyl der Formel -CH2)8 CH = CH (CH2)7 CH3 steht und Ac Acyl ist, das auch ungesättigt sein kann und vorzugsweise Palmitoyl und/oder Oleoyl bedeutet, herstellen lassen. Besonders bevorzugte Ausgangsprodukte sind die l-Alkyl-2,3-diacylglycerine der Formel II mit den Bedeutungen
II a R = CjgH33 b R = C]8H37
cR = (CH2)6CH = CH-(CH2)7-CH3 bzw. Isomere d R = (CH2)8 CH = CH - (CH2)7 - CH3 bzw. Isomere
C18H35
und worin Ac die oben bezeichnete Bedeutung besitzt.
Einem besonders interessanten Aspekt der erfindungsge-mässen Verfahren liegt die Beobachtung zugrunde, dass das Ausgangsmaterial der Formel IIA in ausreichender Qualität und Quantität aus natürlichen Quellen gewonnen werden kann. Insbesondere eignen sich Leberöl aus dem pazifischen «Ratfish» (Hydrolagus colliei) und/oder dem Dornhai (Squa-lus acanthias) und/oder der Atlantischen Seeratte (Chimaera monstrosa) als Ausgangsmaterial gemäss den Formeln IIA und IIBb. Das Leberöl aus Hydrolagus colliei wie auch aus Chimaera monstrosa besteht in der Regel zu ca. 25 Gew.-% aus Triacylglycerinen, zu 66 Gew.-% aus l-Alkyl-2,3-diacyl-glycerinen von im wesentlichen der Formel IIA und zu ca. 6 Gew.-% aus l-(l'-Alkenyl) -2,3- diacylglycerinen; ihre Gewinnung ist an sich bekannt.
Als einen Anhalt kann man dabei das Vorliegen von ca. 17% des Hexadecyl- und von ca. 78% des Octadecyläthers betrachten. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird das Leberöl aus Hydrolagus colliei bzw. Chimaera monstrosa im folgenden mit «L.O.» abgekürzt.
Leberöl vom Dornhai kann in analoger Weise eingesetzt werden. Das L.O. wird einer enzymatischen Hydrolyse (Reaktionsschritt 1) unterworfen, die zu den Verbindungen der Formel III
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H;c - or Wasserstoff, wie Toluol, vorzugsweise in Anwesenheit eines
Ac- o - CH III Protonenakzeptors, wie z.B. eines tert. Amins unter Rühren
I und gegebenenfalls unter Wärmezufuhr und unter einem iner te - oh ten (trockenen) Schutzgas, wie z.B. Stickstoff phosphoryliert.
5 Dann wird vorzugsweise ohne Isolierung des gebildeten Produkts [des l-Alkyl-2-acylglycero-3-) (ß-bromoäthyl)phos-wobei R die gleiche Bedeutung wie unter II besitzt (Illa R = phorsäurehalogenids]- nach Abtrennung des gebildeten Nie-CI6H33; Illb R = CigH37, IIIc R = Ci6H3I, Illd R = C18H35) derschlags und Entfernung des Lösungsmittels, beispielsweise und Ac die oben genannte Bedeutung besitzt und daneben durch Verdampfen i.V. mit einer wässrigen Lösung behan-2-Acylglycerinen sowie Fettsäuren führt. io delt, vorzugsweise indem man in einem wassermischbaren,
Soweit ungesättigte Verbindungen involviert sind, wird inerten Lösungsmittel, wie z.B. Tetrahydrofuran, Dioxan beivorteilhaft unter einem inerten Schutzgas, z.B. reinem Stick- spielsweise in Pufferlösung und in Gegenwart von EDTA, stoff gearbeitet. Verwendetes Wasser wird vorzugsweise vom vorzugsweise im alkalischen Bereich, z.B. bei einem pH um 10 gelösten Sauerstoff befreit. löst und in kontrollierter Weise behandelt und innerhalb rela-
Die enzymatische Hydrolyse kann mit geeigneten lipolyti- is tiv kurzer Zeit, beispielsweise 0,5 Stunden. Anschliessend sehen Enzymen (Charakterisierung durch E.C.-Nummer wird mit einem geeigneten Extraktionsmittel, wie z.B. Diiso-3.1.1.3), insbesondere Pancreas-Lipase (Steapsin) vorgenom- propylether extrahiert und nach Entfernen desselben, z.B. men werden. Die Durchführung kann in Anlehnung an F.E. durch Verdampfen i. V. in einem geeigneten Lösungsmittel, Luddy et aL, J. Am. Oil Chem. Soc. 41,693 (1964) erfolgen. wie z.B. einem Gemisch aus einem halogenierten Kohlenwas-Dabei wird vorteilhafterweise von einer Emulsion des L.O. in 20 serstoff, wie Chloroform, einem Nitrii, wie Acetonitril und ei-einer für die enzymatische Reaktion geeigneten Pufferlösung, nem Alkohol wie z.B. Isopropanol mit einem Amin der For-beispielsweise in Puffer im pH-Bereich 7,0-8,5, vorzugsweise mei V pH 8, ausgegangen.
Als Puffer kann beispielsweise ein Tris-Puffer verwendet (H)y N (CH3)X V
werden, als Emulgatoren kommen enzymverträgliche Emul- 25
gatoren vom «Öl-in-Wasser»-Typ, beispielsweise die in der worin x und y die vorstehend angegebenen Bedeutungen
Galle vorkommenden emulgierenden Bestandteile (Salze von besitzen zu der Verbindung der Formel VI Gallensäuren) in Frage.
Die enzymatische Reaktion kann bei Raumtemperatur bis H c _ CR
erhöhter Temperatur - in Abhängigkeit von den Wirkcharak- 30 21 teristiken des oder der verwendeten Enzyme vorgenommen ac 0 - ch 0 a werden. h,c-o - p - 0 - cch2), - n - (ch3)x v1
Im folgenden wird zweckmässigerweise von den vorwie- " [j gend hydrophilen Produkten des 1. Reaktionsschritts getrennt, beispielsweise durch Extraktion mit einem (vorzugs- 35
weise für die weitere Bearbeitung unmittelbar) geeigneten Ex- worin Ac und R, x und y die vorstehend angegebenen Bedeu-traktionsmittel, wie z.B. einen Ether, wie Diethylether oder tungen besitzen, vorzugsweise unter Wärmezufuhr, beispiels-Diisopropylether. weise bei 50 C und innerhalb mehrerer Stunden, beispiels-
Nach entsprechender Vorbereitung (beispielsweise Trock- weise etwa 5 Stunden umsetzt. (3. Reaktionsschritt). Annen, Volumverkleinerung) kann gegebenenfalls in an sich be- 40 schliessend können Spuren von Trimethylamin entfernt wer-kannter Weise hydriert werden, um die ungesättigten Verbin- den, z.B. destillativ, beispielsweise durch Destillation mit düngen (IIIc und Illd) in die gesättigten Verbindungen (wie Chloroform/Methanol (2:1, v/v) und Chloroform.
lila und IHb = Verbindungen III) überzuführen (2. Reak- In einem weiteren Reaktionsschritt (4. Reaktionsschritt)
tionsschritt). Die Hydrierung kann mit Wasserstoff unter wird die Acylgruppe in 2-Stellung abhydrolysiert, beispiels-Verwendung der an sich bekannten Katalysatoren erfolgen. 45 weise durch Umsetzung der in einem geeigneten Lösungsmit-Genannt seien Metallkatalysatoren, wobei zweckmässig von tel, wie z.B. einem halogenierten Kohlenwasserstoff gelösten den Erfahrungen der Technik auf dem Gebiet der Fetthär- Verbindung der Formel VI mit Alkoholaten, z.B. 0,33 N tung Gebrauch gemacht werden kann. Zur Herstellung von methanolischer KOH bei Raumtemperatur.
3H-markierten Verbindungen kann anstelle von Wasserstoff Das Hydrolysat wird neutralisiert, beispielsweise durch in an sich bekannter Weise Tritium eingesetzt werden. 50 Zugabe von Ethylformat unter Rühren, dann wird ein Ex-
So kann beispielsweise Platin in Form von Platindioxid traktionsmittel, wie z.B. Chloroform zugesetzt, gefolgt von als Katalysator verwendet werden. Die Hydrierung erfolgt in Methanol und Wasser. Nach wiederholter Extraktion wird der Regel unter leicht erhöhtem Druck. das Extraktionsmittel entfernt, z.B. durch Verdampfen i.V.
Nach zweckmässiger Weiterbearbeitung (Abdestillieren und der Rückstand getrocknet, beispielsweise durch Behand-des Lösungsmittels, Trocknen des Rückstands, beispielsweise 55 lung mit einem ein Azeotrop bildenden Lösungsmittel (Chlo-durch azeotrope Destillation von Wasser mit trockenem Ben- roform-Methanol (2:1, v/v); gefolgt von Chloroform), zol, Pyridin usw.) wird das Produkt des 2. Reaktionsschrittes Man kann anschliessend erneut auflösen, z.B. in Chloro-durch Umsetzung mit der Verbindung der Formel IV form und die Substanz ausfällen, z.B. mit Aceton bei vermin derter Temperatur. Als Resultat des 4. Reaktionsschritts wer-0 60 den Verbindungen vom Typ des l-Alkylglycero-3-phospho-
Br - ch - ch, - 0 - p - x1 IV cholins (Verbindungen der Formel VII) erhalten.
22 !
x1
h,c-or worin X' für Chlor oder Brom steht, vorzugsweise in einem ge- 65 hoch o8
eigneten Lösungsmittel, z.B. einem halogenierten Kohlen- I ' a
Wasserstoff, wie Trichlorethylen, Chloroform, einem Ether, H2C ~ 0 ~ |j ~ 0 " -ai2J : 's1:- * "
wie Dioxan, Tetrahydrofuran, einem aromatischen Kohlen- 0 y
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0,1 % Lösung von Salzen der Gallensäuren emulgiert. Die Esterbindung der Position 1 (bzw. 3) der Glycerolipide werden durch Zugabe von 900 mg Pancreatin unter gelegentlichem Schütteln bei 40 °C während 1,5 Stunden hydrolytisch s gespalten. Man kühlt die entstandene Emulsion auf Raumtemperatur ab, extrahiert dreimal mit je 30 ml Diisopropyl-ether und trennt die Phasen durch Zentrifugation.
2. Reaktionsschritt (Hydrierung; Formel IIIc und Illd -lila und Illb)
m Die Diisopropyletherphase wird über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, im Rotationsverdampfer auf etwa die Hälfte eingedampft und über 200 mg Platindioxid und einem Druck von 345 kPa (50 psi) während 3 Stunden hydriert. Man entfernt den Katalysator durch Zentrifugation und wäscht 15 mit 20 ml Diisopropylether. Die Etherfraktionen werden vereinigt und der Ether am Rotationsverdampfer entfernt. Spuren von Wasser in dem leicht gelblichen Rückstand werden durch zweimalige Destillation mit je 30 ml Benzol entfernt.
zo In analoger Weise kann die Reaktion mit Tritium anstelle von Wasserstoff durchgeführt werden.
Das Rohprodukt (der Formel III) kann als solches in dem nächsten Reaktionsschritt eingesetzt werden.
(Phosphorylierung u. Umsetzung mit Trimethylamin;
3. Reaktionsschritt (Formel III -> Formel VI) 1,3 g 2-Bromethylphosphorsäuredichlorid werden in 20
ml Trichlorethylen in einem Dreihalskolben gelöst und in einem Eis/Wasser-Bad gekühlt. Nach Zugabe eines Gemisches von 30 ml Trichlorethylen und 1,5 ml Triethylamin wird die 30 Lösung auf 30° erwärmt und 10 Minuten lang ein getrockneter Stickstoffstrom durchgeleitet. Zu dieser Lösung gibt man das Produkt des vorhergehenden Reaktionsschritts 2 (Verbindung der Formel III) in 30 ml Trichlorethylen und fügt 1,5 ml Analytik: Triethylamin über einen Tropftrichter während 1,5 Stunden
Die analytische Prüfung der Ausgangs-, Zwischen- und 35 unter kräftigem Rühren bei 30° zu. Man setzt das Rühren Endverbindungen kann dünnschichtchromatographisch auf noch 30 Minuten fort, entfernt den gebildeten Niederschlag Silica-Gel 60 (DC-Alufolien, Hersteller E. Merck AG) im Lö- durch Filtrieren und dampft das Filtrat ein.
sungsmittelsystem n-Hexan-Diethylether-Essigsäure (60:40:1, Der rötliche, ölige Rückstand wird in 10 ml Tetrahydrofu-v/v) für Neutralverbindungen und im System Chloroform- ran gelöst. Lösungen von 10 ml wässrigem 0,5 M Natrium-Methanol-Essigsäure-Wasser (50:25:8:4, v/v) für ionische Li- 40 acetat und 0,7 ml wässrige 0,5 M Ethylendiamintetraessig-
worin R, x und y die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen. Im abschliessenden 5. Reaktionsschritt wird in an sich bekannter Weise in 2-Stellung der Verbindung der Formel VII eine Acetylgruppe eingeführt, wodurch die gewünschten Verbindungen der Formel IA gewonnen werden, beispielsweise durch Acetylierung mit Acetanhydrid in einem geeigneten Lösungsmittel, z.B. einem aromatischen Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, einem Nitrii, wie Acetonitril bzw. einem Gemisch von Lösungsmitteln, vorzugsweise unter Erwärmen, beispielsweise bis etwa 80 °C und unter Zusatz von Katalysatoren, z.B. Pyridinverbindungen, wie Dialkylamino-pyridinen, während einiger Stunden, z.B. 4-5 Stunden. Die weitere Aufarbeitung kann in an sich üblicher Weise vorgenommen werden.
Nach dem Entfernen der flüchtigen Bestandteile im Rotationsverdampfer bei etwa 40 °C kann z.B. mit den üblichen Verfahren der Chromatographie eine Reinigung zu den Verbindungen der Formel IA durchgeführt werden. Den im 5. Reaktionsschritt hergestellten Verbindungen kommt die Formel IA zu; sie erwiesen sich in ihren Eigenschaften - soweit nachprüfbar - als mit dem Platelet Activating Factor (PAF) -soweit bekannt - identisch. Die Ausbeuten, bezogen auf das Ausgangsprodukt der Formel IIA sind recht befriedigend. Damit steht der Technik ein vom Aufwand und den Kosten her interessanter neuer Weg zur Herstellung der Verbindungsklasse (I), zu der die genannten Effektoren der Formel IA gehören, zur Verfügung. Gleichzeitig wird auch ein technisch interessanter Weg zu den Verbindungen der Formel VII aufgezeigt, die ebenfalls biologische Wirksamkeit aufweisen.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung:
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pide vorgenommen werden.
Präparative Trennungen können auf Silicagel H (0,5 mm Schicht) der Fa. E. Merck AG im letztgenannten System und im System Methanol-Wasser (2:1, v/v) vorgenommen wer-
säure (pH 10,5) werden zugesetzt und die Mischung wird 30 Minuten gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit 15 ml Wasser verdünnt und dann mit zwei 100 ml-Portionen Diisopropylether extrahiert. Nach dem Verdampfen des Lösungs-
den. Zum Sichtbarmachen kann das Molybdänblau-Reagenz 45 mittels wird der ölige Rückstand in einem Gemisch von 8 ml nach J.C. Dittmer u. R.L. Lester (J. Lipid Res. 5,126 (1964) bzw. die Schwärzung beim Erhitzen mit konzentrierter Schwefelsäure verwendet werden.
Die gaschromatographische Bestimmung wurde mit ei-
Chloroform 13 ml Isopropanol und 13 ml Acetonitril gelöst. Zu dieser Lösung gibt man 16 ml wässriges Triethylamin (45%) unter Rühren bei 50° und setzt die Reaktion 5 Stunden lang fort. Die orange gefärbte Lösimg wird am Rotationsver-
nem Perkin-Elmer Gas Chromatograph F22 (Perkin-Elmer &50 dampfer konzentriert und Spuren von Trimethylamin werden
Co. GmbH, Bodenseewerk) mit einer Gas-Säule 200 x 0,5 cm beschickt mit 10% Silar 5 CP auf Gas-Chrom Q (Applied Science Laboratories, Inc. State College, Pa 16 801, USA) bei 220 °C durchgeführt.
Synthese:
Soweit ungesättigte Lipide involviert sind, wurde soweit möglich unter reinem Stickstoff gearbeitet.
Verwendetes Wasser wird durch Kochen und Abkühlenlassen unter Stickstoff sauerstoff-frei gemacht.
Die angegebenen Prozentangaben, soweit nicht besonders vermerkt, beziehen sich auf Gewichtsprozent. Die Temperaturangaben erfolgen in "Celsius.
1. Reaktionsschritt (Formel IIA - Formel III)
2,0 g Leberöl aus Hydrolagus colliei (entsprechend 1,6 mmol der Verbindung IIA) werden in einem 100 ml Zentrifugenglas mit 40 ml Tris-HC/-Puffer vom pH 8, die 5 ml einer wässrigen 22%igen Calciumchloridlösung und 10 ml einer
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durch Destillieren mit Chloroform-Methanol (2:1, v/v) und Chloroform entfernt. Der Rückstand kann als solcher im nächsten Reaktionsschritt verwendet werden.
4. Reaktionsschritt (Hydrolyse des Acylrests -*■ Formel VII)
Das Rohprodukt des vorigen Reaktionsschritts (der Formel VI wird in 100 ml Chloroform gelöst und mit 50 ml 0,33 N methanolischer KOH eine Stunde bei Raumtemperatur behandelt. Das Hydrolysat wird durch Zugabe von 15 ml Ethylformat neutralisiert, 15 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann gibt man 30 ml Chloroform, 45 ml Methanol und 60 ml Wasser zu. Die Chloroformphase wird abgenommen, die wässrig-alkoholische Phase wird mit zwei Portionen von je 30 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformphasen werden vereinigt, das Chloroform im Rotationsverdampfer entfernt und Spuren von Wasser durch wiederholte Destillation mit Chloroform-Methanol (2:1, v/v) und Chloroform entfernt.
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Eine Lösung des Rückstands in 20 ml Chloroform wird in einen 100 ml Zentrifugenbecher gegeben, mit insgesamt 70 ml Aceton in kleinen Portionen vermischt und bei 5° über Nacht aufbewahrt. Der gebildete gelbliche Niederschlag wird durch Fällung mittels Zentrifugation bei —10° abgetrennt und dann in 10 ml Chloroform gelöst. Die resultierende Lösung wird mit insgesamt 50 ml Aceton in kleinen Anteilen versetzt und 3 Stunden bei 5° aufbewahrt.
Der gebildete Niederschlag wird durch Zentrifugation abgetrennt und im Vakuum-Exsikkator mehrere Stunden über Calciumchlorid getrocknet. Das leicht gelbliche, hygroskopische Produkt kann unmittelbar für den nächsten Reaktionsschritt verwendet werden.
5. Reaktionsschritt (Acetylierung von Formel VII -> Formel IA)
Das trockene Produkt aus dem 4. Reaktionsschritt (Formel VII, 1 mmol) wird in einem Gemisch von 7 ml Benzol und 5 ml Acetonitril, zu dem 0,4 ml (ca. 4 mmol) Acetanhydrid zugegeben wurden, suspendiert. Man erwärmt das Gemisch auf 60-80°. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden 150 mg 4-Dimethylaminopyridin zugegeben. Die Suspension wird 4-5 Stunden bei Raumtemperatur gehalten. Man entfernt das Lösungsmittel im Rotationsverdampfer bei 40° und löst den gelblichen Rückstand mit wenig Chloroform und trennt auf Silicagel H-Schichten auf. Die, das Endprodukt der Formel IA enthaltende Fraktion wird abgekratzt und das gewünschte Produkt wird mit Methanol eluiert.
5 Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels im Rotationsverdampfer gibt man 10 ml Aceton zu dem farblosen Rückstand. Die Lösung wird unter gelegentlichem Rühren einige Stunden bei —10° gehalten. Man gewinnt den farblosen Niederschlag durch Zentrifugation und trocknet im Vakuum-
io Exsikkator über Calciumchlorid. Die Verbindung der Formel IA wird in einer Menge von 0,35 g (10,65 mmol = entsprechend 24% Gesamtausbeute) erhalten. Fp. 220° (Zers.),
[a] q = -3,0 (c = 0,6 in CHC13).
15
IR-Absorption = 1060,1100,1120 cm-1 (P-O-CC-O-Schwingungen) 1240 cm-1 (P = 0,1740 cm-1 (C = 0)2850, 2920 cm-1 (C-H).
Herstellung der Verbindung der Formel IV.
20 Die Verbindungen der Formel IV, wie z.B. das Brom-ethylphosphorsäuredichlorid können in bekannter Weise, z.B. durch Reaktion des 2-Bromethanols mit Phosphor-oxychlorid hergestellt werden. (Vgl. H. Eibl, A. Nicksch, Chem. Phys. Lipids22,1 (1978).
C
Claims (9)
- 656 621PATENTANSPRÜCHE H2ç - OR1. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der B ' .IIT,•moi ac - u yFormelH„C - OHH_C - OR ^2IHO-CH00HP-o-p-O - (CH ) - N® (CH,) (VII) erhält, die erhaltene Verbindung der Formel III mit einer Ver-2 y 22 (Ri bindung der FormelO y xo worin R Alkyl oder Alkenyl bedeutet und x eine ganze Zahl von 1 bis 3 und y Null oder eine ganze Zahl von eins bis zwei 0bedeutet und die Summe x + y die Zahl 3 ergibt, dadurch ge- IIkennzeichnet, dass man bei einer natürlich vorkommenden Br-Cf^-CH^-O-P-X' (IV)Verbindung der Formel is x iH-C - ORIAc — O — CH fili worin X' für Chlor oder Brom steht, phosphoryliert, den ver-) bleibenden X'-Rest vei nem Amin der FormelH2C - O - Ac 20 bleibenden X'-Rest verseift und das erhaltene Produkt mit ei-worin Ac Acyl bedeutet, den Rest Ac in 1-Stellung des Glyce-rinrestes durch eine enzymatische Hydrolyse mit einem lipoly- (H)y N (CH3)X (V)tischen Enzym der E.C.-Nummer 3.1.1.3. abspaltet, wobei man eine entsprechende Verbindung der Formel 25 zu der Verbindung der FormelAcH0C - OR2IO - CH00H0C - O - P - O - (CH_)_
- £. y z zO©• N " (CH3)x (H)(VI)umsetzt und in der erhaltenen Verbindung die Gruppe Ac in herstellt und in der erhaltenen Verbindung in 2-Stellung des2-Stellung des Glycerinrestes hydrolytisch entfernt. Glycerinrestes den Acetylrest einführt.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel VII, worin R Alkyl bedeutet und x eine ganze Zahl von 1 4. Verfahren zur Herstellung von physiologischen Effek-bis 3 und y Null oder eine Zahl von 1 bis 2 bedeutet und die 40 toren der Formel I, worin R Alkyl bedeutet und x eine ganze Summe x + y die Zahl 3 ergibt, dadurch gekennzeichnet, dass Zahl von 1 bis 3 und y Null oder eine Zahl von 1 bis 2 bedeu-man bei einer natürlich vorkommenden Verbindung der For- tet und die Summe x + y die Zahl 3 ergibt, dadurch gekenn-mel II, worin R Alkenyl ist, und Ac Acyl bedeutet den Rest zeichnet, dass man gemäss dem Verfahren nach Anspruch 2 Ac in 1 -Stellung des Glycerinrestes durch eine enzymatische eine Verbindung der Formel VII herstellt, worin R Alkyl beHydrolyse mit einem lipolytischen Enzym der E.C.-Nummer 45 deutet, und in der erhaltenen Verbindung in 2-Stellung des 3.1.1.3. abspaltet, wobei man eine entsprechende Verbindung Glycerinrestes den Acetylrest einführt.der Formel III, worin R Alkenyl ist, erhält, die erhaltene Ver- 5. Verfahren nach Anspruch 3 zur Herstellung von phy-bindung einer katalytischen Hydrierung unterwirft, wobei siologischen Effektoren der Formel I, worin R C16H33- und/ man eine Verbindung der Formel III erhält, worin R Alkyl oder CigH37-Alkyl oder Alkenyl mit gleicher Kohlenstoffzahl ist, die erhaltene Verbindung der Formel III mit einer Verbin- so bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsdung der Formel IV phosphoryliert, den verbleibenden X'- material Verbindungen der Formel II verwendet, worin R Rest verseift und das erhaltene Produkt mit einem Amin der C16H33- und/oder C18H37-Alkyl oder C16H3r und/oder Formel V zu einer Verbindung der Formel VI, worin R Alkyl ClgH35-Alkenyl bedeutet, verwendet.ist, umsetzt und in der erhaltenen Verbindung die Gruppe Ac 6. Verfahren nach Anspruch 4 zur Herstellung von phy-in 2-Stellung des Glycerinrestes hydrolytisch entfernt. 55 siologischen Effektoren der Formel I, worin R CI6H33- und/
- 3. Verfahren zur Herstellung von physiologischen Effek- oder Ci8H37-Alkyl steht, dadurch gekennzeichnet, dass man toren der Formel als Ausgangsmaterial Verbindungen der Formel II, worin Rfür Ci6H31- und/oder Ci8H35-Alkenyl steht, verwendet.o h2c or 60 7 Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch ge-ch3 - c - o - ça o 0 (I) kennzeichnet, dass Ac ein Fettsäurerest ist.hc - o - p - o (ch2)2 - n (ch3)x 8. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1-7, dadurchö (H)y gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial Leberöl ausFischen verwendet.worin R Alkyl oder Alkenyl bedeutet und X eine ganze Zahl 65 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, von 1 bis 3 und y Null oder eine Zahl von 1 bis 2 bedeutet und dass das Leberöl aus dem pazifischen «Ratfish» Hydrolagus die Summe x + y die Zahl 3 ergibt, dadurch gekennzeichnet, colliei, aus dem Dornhai Squalus acanthias und/oder aus der dass man nach Anspruch 1 eine Verbindung der Formel VII atlantischen Seeratte Chimaera monstrosa stammt.656 621
- 10. Verfahren gemäss Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel II mit einem enzymverträglichen Emulgator emulgiert.
- 11. Verfahren gemäss Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man als lipolytisches Enzym für die enzymatische Hydrolyse Pancreatin verwendet.
- 12. Verfahren gemäss Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acylgruppe in 2-Stellung der Verbindung der Formel VI mit alkoholischer Alkalilauge hydrolytisch entfernt.
- 13. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man den Acetylrest in 2-Stellung des Glycerinrestes durch Umsetzen der Verbindung der Formel VII mit Acetanhydrid unter Zusatz von Pyridinverbindungen, vorzugsweise Dialkylaminopyridinen, einführt.
- 14. Verfahren nach Anspruch 4 zur Herstellung von tritiummarkierten physiologischen Effektoren der Formel I, dadurch gekennzeichnet, dass man für die katalytische Hydrierung Tritium verwendet.h2c ch,0 ii c - 0 - ch ftjC- OR- 00D IP - 0 CCHJ, 0- n (œ,1 CH)y 3 XC.A. Demopoulos et al. aus den Cholinplasmalogenen des Rinderherzens dargestellt (J. Biol. Chem. 254,9355 (1979).Die bisher angegebenen Verfahren können jedoch den Anforderungen an eine praktische Synthese nicht genügen, s Einerseits ist der zeitliche Aufwand zu hoch, andererseits können die Ausbeuten in keiner Weise befriedigen.Es bestand daher die Aufgabe, Verbindungen der Formel I und ihre Vorläufer der Formel VII auf semisynthetischem oder synthetischem Wege leichter zugänglich zu machen, io Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher die in den Ansprüchen 1 und 2 definierten Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel VII und die in den Ansprüchen 3 und 4 definierten Verfahren zur Herstellung der physiologischen Effektoren der Formel I.1S Als Ausgangsprodukte zur Herstellung der Verbindungen der Formel VII bzw. I dienen die l-Alkyl-2,3-diacylglycerine der Formel20Ac - 0 - CH- OR(II)H2CO - Ac
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