CH657005A5 - Zweiteiliges gehaeuse. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein zweiteiliges Gehäuse in Schutzart
IP 51 insbesondere für Messumformer mit rechteckiger Grundform, mit einer im Gehäuse befestigten Leiterplatte und mit an wenigstens einer Querseite des Gehäuses angeordneten, von aussen zugänglichen Reihenklemmen.
Es sind die unterschiedlichsten Gehäuse-Arten und -Aufbauten für Messumformer bekanntgeworden. Die Staubdichtheit nach IP 51 bei Messumformern erfordert besondere konstruktive Massnahmen im Abdichtungsbereich. Die elektrische Sicherheit nach VDE 0160, VDE 0411 und 0110 bei der IsoGruppe B für 660 V stellen hohe Ansprüche bezüglich der Kriechströme und der entsprechenden Abstände der Leiter zueinander innerhalb des Gehäuses und an die Zuführungen an das Gehäuse von aussen.
Ausgehend von dieser Problemstellung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein leicht montierbares zweigeteiltes Gehäuse für Messumformer so auszubilden, dass die beiden Teile formschlüssig ohne Schraubverbindungen lösbar einrasten und dabei Steckverbindungen innerhalb des Gehäuses sichern, sowie die elektrischen und staubdichten Anforderungen maximal erfüllt.
Die Lösung der gestellten Aufgabe wird bei einem zweiteiligen Gehäuse der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ein wannenförmiges Bodenteil an einem kastenförmigen Oberteil durch eine Labyrinthdichtung formschlüssig abgedichtet und mittels Klemmblöcken fixierbar und verriegelbar ist, dass an beiden Querseiten des Oberteils symmetrisch und parallel zueinander treppenförmige Absätze angeordnet sind, dass wenigstens ein Absatz Öffnungen besitzt, in denen im zusammengesetzten Zustand des Gehäuses die Reihenklemmen durch eine doppelseitige Labyrinthdichtung abgedichtet gehaltert sind, dass die Reihenklemmen auf der Leiterplatte aufgesteckt sind, dass die Leiterplatte am Bodenteil mittels seitlich symmetrisch angeordneter Rastklinken parallel zum Bodenteil auf Distanzblöcken aufliegend gehaltert ist und dass zwischen Bodenteil und der Unterseite der Leiterplatte unterhalb der Reihenklemme eine Dichtleiste mit eingelegter Dichtung angeordnet ist.
Das wannenförmige Bodenteil hat an der Gehäuseunterseite Ausnehmungen zum passgleichen Aufnehmen vorgefertigter Steckverbindungen an Montagewänden. Zusätzlich wird das Bodenteil mittels Schrauben an der Montagewand gesichert. Die Teilungsebene des Gehäuses befindet sich kurz über dem Gehäuseboden. Beide Teile des Gehäuses sind beim Zusammensetzungsvorgang an Klemmblöcken geführt, so lange bis die Rastklinken des Bodenteils am Oberteil einrasten. Nach dem Einrasten ist das gesamte Gehäuse an allen umlaufenden Kanten staubdicht geschützt und gleichzeitig verriegelt. Das Oberteil ist bei späteren Montagen mittels Schraubendrehern an den Rastklinken leicht lösbar. Nach dem Einrasten des Oberteils am Unterteil werden automatisch die Flachstecker auf den Reihenklemmen gesichert. Die umlaufende Labyrinthdichtung an der Teilungsebene des Gehäuses weist besonders lange Wege auf. Besonders im Bereich der Reihenklemmen sind mehrere Dichtfunktionen parallel nebeneinander angeordnet. Hierbei sind spezielle Nuten an den Reihenklemmen vorgesehen, in die Stege des Oberteils einsetzbar sind. Die Leiterplatte am Bodenteil ist durch eine rüttelsichere Befestigung besonders günstig gehalten und unterseitig staubdicht abgedichtet.
Weitere Vorteile und wesentliche Merkmale der Erfindung gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und der folgenden Beschreibung in Verbindung mit schematisch im Schnitt gezeigten Ausführungsbeispielen hervor.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt entlang der Linie I-I in Fig. 3 durch das Gehäuseoberteil eines Messumformers mit Klemmblockfüh-rungsteil und Reihenklemmenhalterungen,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie I-I in Fig. 3 durch ein Gehäuseunterteil des Messumformers mit Klemmblock und Fixierungselementen zum Haltern der Leiterplatte,
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657 005
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Messumformer mit einseitig angeordneten Reihenklemmen und versetzt angeordneten Klemmblöcken,
Fig. 4 eine perspektivische Teilansicht mit durch das Oberteil gesicherten Steckkontakten auf den Reihenklemmen,
Fig. 5 einen Teilausschnitt der Gehäusewand mit Labyrinthdichtung und Sichtkante,
Fig. 6 in Seitenansicht einen Teilschnitt der doppelt abgedichteten Reihenklemmen und unterseitig abgedichteten Leiterplatte.
Fig. 1 zeigt von einem Messumformer 1 ein kastenförmiges Oberteil 3. Der Messumformer 1 ist in seiner Grundform rechteckig und alle Einbauten befinden sich in einem mehrfach abgedichteten Gehäuse 7. Das Gehäuse 7 ist zweiteilig ausgeführt und weist ca. eine Höhe entsprechend seiner Längseite auf. Das Oberteil 3 besitzt an seinen beiden Querseiten treppenartige Absätze 5 und 6. Im Absatz 5 ist ein Klemmblock 4 in Form eines Führungsteiles 30 angeordnet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 7 im Absatz 6 sind Öffnungen 23, 24 zur Aufnahme von Reihenklemmen 8 vorgesehen. Zum Abdichten und Haltern der Reihenklemmen 8 befindet sich an der Öffnung 24 ein Steg 19 am Oberteil 3, der über die gesamte Breite des Gehäuses 7 parallel zur Querseite verläuft. In Weiterführung des Steges 19 ist an der Wand ein schmaler zusätzlicher Steg 15 zur Vereinfachung des Montagevorganges vorgesehen. An der Unterkante des Gehäuseoberteils 3 ist eine umlaufende Dichtung 16 in Form einer Nut 26 eingearbeitet.
Fig. 2 zeigt ein Bodenteil 2 des Messumformers 1 im Schnitt. In dem wannenförmigen Bodenteil 2 liegt eine Leiterplatte 9 auf Distanzblöcken 11 auf. Die Leiterplatte 9 füllt den gesamten Grundriss aus, und ist mit Dichtungen 32, die in Dichtleisten 21 angeordnet sind, unterseitig staubdicht abgedichet. Die Leiterplatte 9 ist mit vier Rastklinken 10, die symmetrisch angeordnet sind, lösbar auf den Dichtleisten 21 verankert. Das Zusammensetzen der beiden Teile 2 und 3 des Messumformers 1 wird durch die Klemmblöcke 4 und Schürzen 13 sowie Fixierungshalterun-gen 14 wesentlich vereinfacht. Die Schürzen 13 und die Fixie-rungshalterungen 14 liegen an den Längsseiten des Bodenteils 2. Am Klemmblock 4 des Bodenteils 2 ist eine Rastklinke 29 so angeordnet, dass sie federnde Bewegungen ausführen kann. Am Oberteil des Klemmblocks 4 ist eine U-förmige Ausnehmung 17 ausgebildet. Die Labyrinthdichtung 16 ist in Form einer umlaufenden Feder 25 am Bodenteil 2 ausgeführt.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf das Oberteil 3 des Messumformers 1. Die Klemmblöcke 4 liegen an diagonal gegenüberliegenden Ecken des Messumformers 1. Der Absatz 6 weist die Öffnung 24 auf, in der Reihenklemmen 8 angedeutet sind. Unterhalb eines Absatzes 6.1 ist ein Steckkontakt 22 auf der Reihenklemme 8 angeordnet und gesichert. Die Reihenklemme 8 ist an 5 einer Ausnehmung 18 mittels des Steges 19 abgedichtet und gesichert. Am Klemmblock 4 rastet der Steg 19 beim Zusammensetzen des Gehäuses 7 in die U-förmige Ausnehmung 17 ein.
Fig. 4 zeigt den Messumformer 1 in perspektivischer Ansicht mit eingesetzten Reihenklemmen 8. Das Oberteil 3 und das Un-10 terteil 2 weisen an der Teilungsebene eine Sichtkante 12 auf. Die Reihenklemmen 8 sind an ihrer Hinterseite mit der Labyrinthdichtung am Steg 19 und an ihrer Vorderseite durch eine doppelseitige Labyrinthdichtung 27 staubdicht abgedichtet. Von den Steckkontakten 22 führen einzelne Drahtverbindungen 31 i5 zu den verschiedensten Kontaktierungsstellen innerhalb des Gehäuses 7. Die Leiterplatte 9 ist unterhalb der Reihenklemmen 8 mittels der Dichtung 32 unterseitig abgedichtet. Am Absatz 6 ist besonders günstig eine Schräge ausgeführt, auf der Beschriftung für die einzelnen Reihenklemmen 8 in Form von Numme-20 rierungen vorgesehen ist. Die perspektivische Darstellung zeigt hierbei nochmals deutlich die Sicherung der Steckkontakte auf den Reihenklemmen 8 mittels des Absatzes 6.1.
Fig. 5 zeigt einen vergrösserten Schnitt durch das Oberteil 3 und das Bodenteil 2 im Bereich der Labyrinthdichtung 16. Am 25 Bodenteil 2 ist die Feder 25, am Oberteil 3 die U-förmige Nut 26 zu erkennen. Auf der Gehäuseaussenwand ist die Sichtkante 12 erkennbar, die durch eine Verkürzung des äusseren U-Steges gebildet ist.
Fig. 6 zeigt einen Teilabschnitt des Gehäuses 7 im Bereich 30 der Reihenklemmen 8 im Schnitt. Die Reihenklemme 8 ist auf der Leiterplatte 9 aufgesetzt und mittels des Steges 19, der in die Ausnehmung 18 hineinragt, am Oberteil 3 gehaltert. An der Gehäuseaussenwand weist die Reihenklemme 8 eine doppelseitige Labyrinthdichtung 27 auf. Labyrinthdichtung 27 und Steg 19 35 geben einen festen Halt. Auch im Bereich der Reihenklemmen 8 ist die Sichtkante 12 ausgebildet. In der Fig. 6 ist sehr gut zu erkennen, dass die Reihenklemme 8 selbst eine Dichtfunktion an den frei zugänglichen Öffnungen des Oberteils 3 übernimmt. Zusätzlich zu den angeführten Dichtungen ist an der Unterseite 40 der Leiterplatte 9 die Dichtleiste 21 mit eingelegter Dichtung 32 vorgesehen, die verhindert, dass Staub, der die Labyrinthdichtung 27 überwinden konnte, in den Zwischenraum zwischen Bodenteil 2 und Leiterplatte 9 eindringt und dort zwischen den Leiterbahnen auf der Unterseite der Leiterplatte Kriechströme 45 erzeugt.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (10)
1. Zweiteiliges Gehäuse in Schutzart IP 51, insbesondere für Messumformer, mit rechteckiger Grundform, mit einer im Gehäuse befestigten Leiterplatte und mit an wenigstens einer Querseite des Gehäuses angeordneten, von aussen zugänglichen Reihenklemmen, dadurch gekennzeichnet, dass ein wannenför-miges Bodenteil (2) an einem kastenförmigen Oberteil (3) durch eine Labyrinthdichtung (16) formschlüssig abgedichtet und mittels Klemmblöcken (4) fixierbar und verriegelbar ist, dass an beiden Querseiten des Oberteils (3) symmetrisch und parallel zueinander treppenförmige Absätze (5.1, 6.1) angeordnet sind, dass wenigstens ein Absatz (6) Öffnungen (23, 24) besitzt, in denen in zusammengesetztem Zustand des Gehäuses (7) die Reihenklemmen (8) durch eine doppelseitige Labyrinthdichtung (27) abgedichtet gehaltert sind, dass die Reihenklemmen (8) auf der Leiterplatte (9) aufgesteckt sind, dass die Leiterplatte (9) am Bodenteil (2) mittels seitlich symmetrisch angeordneter Rastklinken (10) parallel zum Bodenteil (3) auf Distanzblöcken (11) aufliegend gehaltert ist und dass zwischen Bodenteil (2) und der Unterseite der Leiterplatte (9) unterhalb der Reihenklemmen (8) eine Dichtleiste (21) mit eingelegter Dichtung (32) angeordnet ist.
2. Zweiteiliges Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Bodenteil (2) zwischen den Rastklinken (10) parallel zur Gehäusewand seitliche Schürzen (13) angeformt sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Zweiteiliges Gehäuse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich am Bodenteil (2) an diametral entgegengesetzten Ecken Fixierungshalterungen (14) mit jeweils einer Nut angeordnet sind, in die Stege (15) des Oberteils (3) einrastbar sind.
4. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmblöcke (4) an zwei diametral entgegengesetzten Ecken des Gehäuses (7) angeordnet sind.
5. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmblock (4) zweiteilig ist, dass ein blockartiger Aufbau mit Rastklinke (29) am Bodenteil (2) angeordnet ist, dass ein Führungsteil (30) am Oberteil (3) des Gehäuses (7) befestigt ist, in das die Rastklinke (29) geführt einrastbar ist.
6. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Labyrinthdichtung (16) am Bodenteil (2) eine umlaufende Feder (25) und am Oberteil (3) eine umlaufende Nut (26) aufweist.
7. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Labyrinthdichtung (16) an der Aussenseite des zusammengesetzten Gehäuses (7) eine Sichtkante (12) aufweist.
8. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite des Klemmblocks (4) und den Reihenklemmen (8) parallel zur Gehäusequerseite in einer Fluchtlinie U-förmige Ausnehmungen (17, 18) nebeneinander angeordnet sind, in die zum Abdichten und Haltern der Reihenklemmen (8) Stege (19) des Oberteils (3) einpassbar sind.
9. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (9) auf zwei parallel zur Querseite des Gehäuses (7) angeordneten Dichtleisten (21) mit eingelegter Dichtung (32) staubdicht aufliegt.
10. Zweiteiliges Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (7) auf den Reihenklemmen (8) angeordnete Steckkontakte (22) mittels des Absatzes (5.1, 6.1) gesichert sind.
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