CH657073A5 - Vorrichtung zum bestimmen der senkungsgeschwindigkeit der roten blutkoerperchen. - Google Patents

Vorrichtung zum bestimmen der senkungsgeschwindigkeit der roten blutkoerperchen. Download PDF

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CH657073A5
CH657073A5 CH1422/82A CH142282A CH657073A5 CH 657073 A5 CH657073 A5 CH 657073A5 CH 1422/82 A CH1422/82 A CH 1422/82A CH 142282 A CH142282 A CH 142282A CH 657073 A5 CH657073 A5 CH 657073A5
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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    • G01N35/00Automatic analysis not limited to methods or materials provided for in any single one of groups G01N1/00 - G01N33/00; Handling materials therefor
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bestimmen der Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen mit einem eine Massskala aufweisenden Röhrchen, das an beiden Enden offen ist.
Derartige Vorrichtungen sind bekannt und beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift 417 158 beschrieben.
Bei derartigen Vorrichtungen kann es sich als nachteilig erweisen, dass das Blut nach der Eingabe in einen zylindrischen Behälter schäumt, so dass sich anschliessend, beim kolbenartigen Einschieben des Röhrchens in den Zylinder über der Blutsäule eine Schaumkrone in das kalibrierte Rohr hineinschiebt, und die Bildung eines klar definierten Meniskus am oberen Ende der Blutsäule unterbleibt. Ein zweifelfreies Einstellen der Blutsäule auf die Nullmarke ist nicht möglich.
Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu verbessern, dass auf der sich in das Röhrchen einschiebenden Blutsäule immer ein klar erkennbarer Meniskus als Begrenzug vorhanden ist.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass auf das eine Ende des Röhrchens mit Reibungssitz dicht eine zylindrische Haube aufgeschoben ist, dass am Haubenboden in der Verlängerung des Röhrchens ein rohrförmiger Schnabel anschliesst, der einen Abschnitt eines ersten Strömungsweges in das Innere des Röhrchens bildet, dass im Haubenboden oder im Bereich des Schnabelfusses wenigstens eine Durchbrechung vorhanden ist, die einen Abschnitt eines zweiten Strömungsweges in das Innere des Röhrchens bildet, dass der kleinste Querschnitt des zweiten Strömungsweges höchstens ein Viertel des kleinsten Querschnittes im ersten Strömungsweg beträgt und dass die Haube von einer in radialer Richtung elastischen Dichtungslippe umgeben ist.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel.
In Fig. 1 bezeichnet die Hinweisziffer 1 ein reagensglasartiges Gefäss in das die einer Blutsenkungsreaktion zu unterwerfende Blutprobe 2 mittels der Entnahmespritze gegeben wird. Bei der weiteren Vorbereitung der Blutsenkungsreaktion wird ein Röhrchen 3 mit einer nicht dargestellten Längsskala kolbenartig in das Gefâss 1 hineingeschoben, wobei es am vorausgehenden Ende einen Verschlusskörper 4 trägt. Der Verschlusskörper 4 weist eine Haube 5 auf, deren Innendurchmesser so gewählt ist, dass der Verschlusskörper 4 mit Reibungssitz auf das Röhrchen aufsteckbar ist. Innenseitig am Haubenboden ist eine als Distanzhalter wirkende Rippe 6 angeordnet, welche verhindert, dass das vorausgehende Röhrchenende bis in Berührungskontakt mit dem Haubenboden 7 gebracht werden kann und das Freihalten eines Raumes 8 sicherstellt. Die Haube 5 ist mit einer daran materialschlüssig befestigten, kegelstumpfkonischen Dichtungslippe 9 versehen, welche dicht gegen die Innenwand des Gefässes 1 anliegt. An den Haubenboden 7 schliesst achsparallel zum Röhrchen 3 ein rohrförmiger Schnabel 10 mit kreisförmigem Innenquerschnitt an, dessen Innendurchmesser 11 kleiner als jener 12 des kreisförmigen Innenquerschnittes des Röhrchens 3 ist. Am Fuss des Schnabels 10 ist eine seitliche Durchbrechung mit kreisförmigem Querschnitt 13 vorgesehen, deren Durchmesser 14 kleiner als jener des Schnabels 10 ist. Der Schnabel 10 bildet zusammen mit dem Raum 8 einen ersten Strömungsweg in das Innere des Röhrchens 12, wogegen die Durchbrechung 13 mit einem Abschnitt des Innenraumes des Schnabels 10 und mit dem Raum 8 zusammen einen zweiten Strömungsweg bildet. Die Querschnittdimensionierung beim Schnabel 10 und bei der Durchbrechung 13 sind so gewählt, dass der kleinste lichte Querschnitt des zweiten Strömungsweges höchstens ein Viertel von jenem des ersten Strömungsweges ist.
Die beschriebene Vorrichtung funktioniert wie folgt. Wird das zu untersuchende Blut in das Gefäss 1 gegeben, bildet sich darüber eine Schaumkrone 15. Alsdann wird das Röhrchen 1 mit dem Verschlusskörper 4 in das Gefäss 1 kolbenartig eingeschoben. Während des Einschiebens wird die Luft verdrängt und der Schnabel 10 durchdringt die Schaumkrone 15, ohne dass wegen der kleinen Schnabelinnendurchmessers Schaum in den Schnabel 10 eintreten kann. Die verdrängte Luft entweicht durch die Durchbrechung 13 in das Röhrchen 3. Sobald der Durchbrechung 13 in die Schaumkrone 15 eintaucht steigt das Blut durch den Schnabel 10 in den Raum 8 und von dort in das Röhrchen 3 hoch ohne dass Schaum durch die Durchbrechung 14, wegen des wesentlich kleineren lichten Querschnittes 14 als im Schnabel 10, in den Raum 8 eindringen kann.
Da der Strömungswiderstand für Blut und Blutschaum im ersten Strömungsweg wesentlich kleiner ist als im zweiten Strömungsweg, kann zu Beginn des Einschiebens des Röhrchens 3 nur die Luft aus dem Hohlraum 16 durch die Durchbrechung 13 ins Röhrchen 3 entweichen wogegen, sobald die Durchbrechung 13 von der Schaumkrone 15 überdeckt wird das Blut im Schnabel 10 hochsteigt, da in diesem der Strömungswiderstand für Blut wesentlich kleiner als jener für Blutschaum in der Durchbrechung 13 ist. Dadurch wird verhindert, dass Schaum der Schaumkrone 15 in das Röhrchen 3 gelangt und dort die Bildung eines klar erkennbaren Meniskus verhindert.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind gleiche oder äquivalente Teile mit den gleichen Hinweisziffern versehen, so dass auf deren wiederholende Beschreibung verzichtet wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Durchbrechung 14 nicht am Fusse des Röhrchens 10 sondern am Rand des Bodens 7 der Haube 5 angeordnet. Der zweite Strömungsweg wird somit nur durch die Durchbrechung 13 und den Raum 8 gebildet, wobei auch hier der lichte Querschnitt der
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Durchbrechung 13 wesentlich kleiner als jener des Schnabels 10 ist, höchstens aber ein Vierteil davon beträgt.
Bei beiden Ausführungsbeispielen liegen der Mündungsquerschnitt des Schnabels 10 und der Durchbrechung 13 in der Verlängerung der Röhrchenwand, wodurch der Boden 7 das Röhrchen 3 praktisch nach unten abschliesst. Die von Westergren geforderte Messstrecke von 200 mm innerhalb des Röhrchens 3 kann dadurch mühelos eingehalten werden.
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2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

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1. Vorrichtung zum Bestimmen der Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen mit einem eine Messskala aufweisenden Röhrchen, das an beiden Enden offen ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf das eine Ende des Röhrchens (3) mit Reibungssitz dicht eine zylindrische Haube (5) aufgeschoben ist, dass am Haubenboden (7) in der Verlängerung des Röhrchens (3) ein rohrförmiger Schnabel (10) an-schliesst, der einen Abschnitt eines ersten Strömungsweges in das Innere des Röhrchens (3) bildet, dass im Haubenboden (7) oder im Bereich des Schnabelfusses wenigstens eine Durchbrechung (13) vorhanden ist, die einen Aschnitt eines zweiten Strömungsweges in das Innere des Röhrchens (3) bilden, dass der kleinste Querschnitt des zweiten Strömungsweges höchstens ein Vierteil des kleinsten Querschnittes im ersten Strömungsweg beträgt und dass die Haube (5) von einer radialer Richtung elastischen Dichtungslippe (9) umgeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungslippe (9) sich vom Haubenboden weg kegelstumpfkonisch ausweitet und die Haube (5) umgibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Haube (5) Distanzhaltemittel (6) vorhanden sind, um zwischen dem Ende des Röhrchens (3) und dem Haubenboden (7) einen Mindestabstand sicherzustellen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnabel (10) zur Röhrchenlängsachse achsparallel versetzt ist derart, dass der Innenquerschnitt des Schnabels (10) in der Verlängerung der Röhrchenwand liegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechung (13) in der Verlängerung der Röhrchenwand liegt.
CH1422/82A 1982-03-09 1982-03-09 Vorrichtung zum bestimmen der senkungsgeschwindigkeit der roten blutkoerperchen. CH657073A5 (de)

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