CH657259A5 - Polstermoebel. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Polstermöbel mit einem Sitzteil und an den Stirnseiten desselben anschliessenden Seitenlehnenteilen, wobei mindestens auf dem Sitzteil eine Polsterung angeordnet ist.
Polstermöbel sollen einerseits eine bequeme Sitzgelegenheit bilden und andererseits trotz ihrer hierzu erforderlichen voluminösen Bauweise den vorhandenen Platz möglichst günstig ausnützen. Wenn aber ein solches Polstermöbel, das gewöhnlich mit bestimmten Abmessungen unabhängig von den jeweiligen Platzbedingungen hergestellt wird, keine gute Platzausnützung ermöglicht, behilft man sich in den meisten Fällen damit, dass man Einheiten von Polstersitzen, die jeweils einem einzigen Sitzplatz entsprechen, zu einem Sitzmöbel zusammenstellt. Ganz abgesehen davon, dass diese Lösung verhältnismässig aufwendig ist, denn jede Einheit muss alle Teile aufweisen, damit sie auch für sich allein aufgestellt werden kann, bleibt der Nachteil der mit im voraus festgelegten Dimensionen hergestellten Einheit bestehen. Dies bedeutet, dass es auch mit solchen Einheiten nicht möglich ist, die in jedem Einzelfall vorkommenden Platzverhältnisse optimal auszunützen. Selbstverständlich kann für den Einzelfall eine optimale Anpassung an die Platzverhältnisse durch eine Einzelanfertigung erreicht werden, doch ist diese Lösung kostenmässig noch ungünstiger. Zudem bleibt offen, ob eine solche Lösung nicht in einem spätem Anwendungsfall wieder eine ungünstige Lösung darstellt, da sie ja ebenfalls eine Anpassung an andere Platzverhältnisse nicht, oder eine solche Anpassung nur mit entsprechend aufwendigen Änderungsarbeiten ermöglicht. Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrundeliegt, ein Polstermöbel der eingangs beschriebenen Art so auszugestalten, dass seine Anpassung an bestimmte Platzverhältnisse mit geringem Aufwand möglich ist und dies auch bei Vorliegen jeweils anderer Platzverhältnisse.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass der Sitzteil in seiner zum Sitzen benützbaren Breite bezüglich mindestens eines der beiden Seitenlehnenteile einstellbar ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 in räumlicher Darstellung schematisch dargestelltes Polstermöbel,
Fig. 2 eine räumliche Darstellung des Polstermöbels nach Fig. 1, wobei jedoch die Polsterung der besseren Übersicht wegen weggelassen ist, und
Fig. 3 eine schematisch dargestellte Verstellvorrichtung zur Verstellung der Breite eines Polstermöbels nach Fig. 1 und 2.
In Fig. 1 ist ein Polstermöbel 1 dargestellt, das sich aus einem Sitzteil 2 seitlich an den Stirnseiten des Sitzteils 2 anschliessenden Seitenlehnenteile 3,4 zusammensetzt. Der Sitzteil 2 weist in Fig. 1 ein loses Sitzpolster 5' und ein ebenfalls loses Rückenpolster 6' auf. Die Polsterung 5', 6' könnte jedoch auch in anderer Weise verwirklicht werden, z.B. dadurch, dass sie mit dem Sitzteil 2 festverbunden ist. Ebenso kann auch die Polsterung der Seitenlehnenteile 3,4 in verschiedener Weise ausgeführt sein. Die Art der Polsterung ist für die vorliegende Erfindung von nebensächlicher Bedeutung, wesentlich ist jedoch, dass die zum Sitzen benützbare Breite B des Sitzteils 2 den jeweiligen Platzverhältnissen an-gepasst werden kann, wie dies noch im einzelnen anhand von Fig. 2 und 3 erläutert wird.
In Fig. 2 ist das Zusammenwirken des einen Seitenlehnenteils 4 mit dem Sitzteil 2 dargestellt. Der Seitenlehnenteil 4 weist einen Hohlraum 5 auf, der durch Wände 6,7,8,9 und 10 begrenzt ist. Auf der Aussenseite (nicht sichtbar) ist der Hohlraum 5 durch eine Stirnwand 11, siehe Fig. 1 abgeschlossen. Im weitern ist im Innern des Hohlraums 5 ein Boden 12 eingesetzt, der an seiner Unterseite zwei Verstärkungen 13 aufweist, die zur Befestigung einer noch zu beschreibenden Verstellvorrichtung dienen.
Der Sitzteil 2 weist eine Sitzplatte 14 und eine mit dieser verbundene Rückenlehne 15 auf. Die Sitzplatte 14 und die Rückenlehne 15 ragen stirnseitig in den Hohlraum 5, wobei die Sitzplatte 14 auf dem Boden 12 abgestützt ist. Es ist nun aus Fig. 2 ohne Schwierigkeit zu erkennen, dass die Stirnseitenpartie der Sitzplatte 14 und der Rückenlehne 15 um ein Mass T in den Hohlraum 5 ragt. Das Mass T kann variiert werden, indem die Sitzplatte 14 und die Rückenlehne 15 verschieden tief in den Hohlraum 5 ragen. Damit ergibt sich nun in einfacher Weise die Möglichkeit, die Sitzbreite B, siehe Fig. 1, soweit zu ändern, dass eine optimale Anpassung an die jeweiligen Platzverhältnisse möglich ist. Die Befestigung des Sitzteils 2 am Seitenlehnenteil 4 kann in verschiedener Weise erfolgen. Liegt die Breite B fest, kann die Sitzplatte 14 mit dem Boden 12 verschraubt werden. Muss eine andere Breite B gewählt werden, kann die Verschraubung gelöst und der Sitzteil 2 mit dem Seitenlehnenteil 4 mit einem andern Wert T wieder verschraubt werden. Entsprechende Bohrungen können gegebenenfalls bereits bei der Fertigung des Sitzteils 2 und des Seitenlehnenteils 4 vorgesehen werden.
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Auch der Seitenlehnenteil 3 kann in gleicher Weise mit einem Hohlraum 5 versehen sein, so dass auch zwischen diesem und dem Sitzteil 2 die Sitzbreite durch Wahl eines bestimmten Masses T beeinflusst werden kann. Die zum Sitzen benützbare Breite B kann damit um ein Mass geändert werden, das etwa der doppelten Tiefe des Hohlraums 5 entspricht und z. B. 20 — 25 cm beträgt. Der Sitzteil 2 kann zudem in verschiedener Breite hergestellt werden, so dass nur durch Auswechseln des Sitzteils 2 ein einsitziges, zweisitziges oder mehrsitziges Polstermöbel zusammengestellt werden kann, wobei dieses in allen Fällen an die jeweiligen Platzverhältnisse durch Änderung der Eintauchtiefe des Sitzteils 2 in den Hohlraum 5, d.h. durch Änderung des Masses T, an die jeweiligen Platzverhältnisse angepasst werden kann.
Wesentlich ist weiter, dass der Hohlraum 5 so gross ist, dass auch die Polsterung im Stirnseitenbereich des Sitzteils 2 in den einen Seitenlehnenteil oder in beide Seitenlehnenteile 3,4 in gleicher Weise wie die Sitzplatte 14 und die Rückenlehne 15 eintauchen kann.
Ist die erwähnte Verschraubung, mit der der Sitzteil 2 mit dem Seitenlehnenteil 3,4 verbunden ist, in gewissen Fällen für eine rasche Umstellung der Sitzbreite B weniger geeignet, kann auch eine Verstellvorrichtung 16 verwendet werden. Die Verstellvorrichtung 16 ist, siehe Fig. 2, auf der Unterseite der Sitzplatte 14 angeordnet. Fig. 3 zeigt demnach die Unterseite 14 und die darauf montierte Verstellvorrichtung 16, die je nachdem, ob ein Seitenlehnenteil oder beide Seitenlehnenteile 3,4 verstellbar ausgeführt sind, die entsprechenden Verstellelemente aufweist.
Die Verstellvorrichtung 16 weist eine einzige Welle 17 auf, die in Stehlagern 18,19,20 drehbar gelagert sind. Die Stehlager 18,19,20 sind auf der Unterseite der Sitzplatte 14
befestigt. Beidseits des Stehlagers 18 ist die Welle 17 mit je einem Gewinde 21,22 versehen, wobei das eine Gewinde ein Linksgewinde und das andere Gewinde ein Rechtsgewinde ist. Am freien Ende der Welle 17 ist ein Mitnehmer, z. B. in s Form eines Sechskantrohrs, befestigt, in den eine Kurbel (nicht dargestellt) eingesetzt werden kann. Der Mitnehmer 23 ragt, siehe Fig. 1, soweit unter eine der Seitenlehnenteile 3,4, dass die Kurbel ohne Schwierigkeit in den Mitnehmer 23 eingesetzt werden kann. Auf jedem der beiden Gewinde io 21,22 ist je eine Gewindemutter 24,25 aufgeschraubt, an der zwei Schubstangen 26 befestigt sind. Am freien Ende trägt jede Schubstange 26 einen Befestigungswinkel 27, der dazu dient, die Schubstangen 26 an der Verstärkung 13 unterhalb des Bodens 12 der Seitenlehnenteile 3,4 zu befestigen. Die 15 Gewinde 21,22 und die dazugehörige Gewindemutter 24,25 bilden einen Spindeltrieb, durch den beim Drehen der Welle 17 die Schubstangen 26 und damit der dazugehörige Seitenlehnenteil 3,4 bezüglich des Sitzteils 2 verschoben werden.
20 Ist nur eine der Seitenlehnenteile 3,4 verstellbar ausgeführt, entfällt das eine der beiden Gewinde 21,22 und die dazugehörige Spindelmutter mit den Schubstangen 26.
Das beschriebene Polstermöbel ist in seinem Aufbau nicht wesentlich komplizierter als ein Polstermöbel mit fe-25 sten Abmessungen, insbesondere dann, wenn auf die Verstellvorrichtung 16 verzichtet wird. Diese kommt vor allem dort in Frage, wo das Sitzmöbel an verschiedenen Stellen aufgestellt werden muss, an denen die Platzverhältnisse verschieden sind. Der Übergang vom einsitzigen, zweisitzigen 30 oder mehrsitzigen Polstermöbel ist ebenfalls sehr einfach durchzuführen, indem lediglich der Sitzteil 2 durch einen andern Sitzteil ausgewechselt wird.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Polstermöbel (1) mit einem Sitzteil (2) und an den Stirnseiten desselben anschliessenden Seitenlehnenteilen (3, 4), wobei mindestens auf dem Sitzteil (2) eine Polsterung (5', 6') angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzteil (2) in seiner zum Sitzen benützbaren Breite (B) bezüglich mindestens eines der beiden Seitenlehnenteile (3,4) einstellbar ist.
2. Polstermöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzteil (2) zusammen mit seiner Polsterung (5', 6') in den Seitenlehnenteil (3,4) einschiebbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Polstermöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzteil (2) eine Sitzplatte (14) und eine Rückenlehne (15) aufweist, wobei in dem Seitenlehnenteil ein gegen den Sitzteil (2) offener Hohlraum (5) vorgesehen ist, in den der Sitzteil mit seinem stirnseitigen Ende ragt und in dem die Sitzplatte (14) abgestützt ist.
4. Polstermöbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzplatte (14) und die Rückenlehne (15) miteinander festverbunden sind.
5. Polstermöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzteil (2) auf seiner gegen den Boden gerichteten Unterseite eine Versteilvorrichtung (16) aufweist, mit der die zum Sitzen benützbare Breite (B) einstellbar ist.
6. Polstermöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung (16) ein senkrecht zu den Seitenlehnenteilen (3,4) wirkender Spindeltrieb (21,24; 22, 25) ist, mit dem mindestens ein Seitenlehnenteil (3,4) bezüglich des Sitzteils (3) verschiebbar ist.
7. Polstermöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindeltrieb Teil einer drehbaren, sich unter dem Sitzteil (2) erstreckenden Welle (17) ist, wobei die Spindelmutter (24,25) über eine Schubverbindung, z.B. über zwei Schubstangen (26), mit dem Seitenlehnenteil (3,4) verbunden ist.
8. Polstermöbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Welle (17) beide Seitenlehnenteile (3,4) gleichzeitig verschiebbar sind.
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