CH657322A5 - Vorrichtung zum steuern der bewegungen von farb- und korrekturband in schreibmaschinen. - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Steuern der Bewegungen von Färb- und Korrekturband in Schreibmaschinen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. In modernen Schreibmaschinen wird das Farbband üblicherweise mittels einer Kassette in die Maschine eingesetzt. Diese Kassetten haben sich insbesondere bei Schreibmaschinen und Druckern durchgesetzt, die einen entlang der Druckzeile beweglichen Typenträgerschlitten aufweisen. Um eine bessere Ausnutzung des Farbbandes zu gewährleisten, ist es bekannt, das Farbband abwechselnd in zwei verschiedene Schreibebenen anzuheben. Moderne Schreibmaschinen sind ausserdem mit einem Korrekturband ausgerüstet, welches ebenfalls während eines Korrekturvorganges angehoben werden muss. Zum Antrieb dieser Hubbewegungen werden z.B. Magnete oder Motoren verwendet. Die DE-OS 29 19 209 zeigt eine derartige Vorrichtung, mit der es möglich ist, mittels eines einzigen Motors, z.B. eines Schrittmotors, einerseits das Farbband in unterschiedliche Ebenen anzuheben und anderseits wahlweise das Korrekturband auf die Abdruckebene anzuheben. Dies geschieht bei der bekannten Vorrichtung mittels Nocken, die vom Motor gedreht werden und Nockenfolgearmen. Die Nockenfolgearme stehen mit den Führungen für das Farbband bzw. das Korrekturband in Wirkverbindung. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass den Nocken eine Reihe von Getriebegliedern nachgeschaltet sein muss. Zum anderen muss ein verhältnimässig starker Motor verwendet werden, weil die Nockenfolgehebel gegen die Wirkung ihrer Rückholfedern an den Folgen der Nocken entlang aufsteigen müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung eines einzigen Antriebmotors die Funktionen Heben des Farbbandes, gegebenenfalls in unterschiedliche Schreibebenen und wahlweise Heben des Korrekturbandes auf einfache Weise zu bewirken. Dabei sollen nachgeschaltete Getriebeglieder eingespart werden. Gleichzeitig soll es möglich sein, einen schwächeren Motor zu verwenden. Ausserdem kann auch noch der Antrieb für das schrittweise Weiterschalten des Farbbandes über diese Vorrichtung erfolgen, ohne dass der Motor zusätzlich belastet wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe eignet sich eine Vorrichtung 5 nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1. Durch die Verwendung einer Wippe kann eine einfache Hebelwirkung zum Anheben des Farbbandes sowie wahlweise des Korrekturbandes ausgenutzt werden. Nach den Merkmalen des Anspruches 2 lässt es die Erfindung auch zu, das Farbband in io mehrere Schreibebenen anzuheben. Eine Ausbildung nach den Merkmalen des Anspruches 3 ergibt eine besonders einfache Ausführung der Vorrichtung, die zum Teil aus Kunststoffteilen hergestellt sein kann. Die Ausführung nach den Merkmalen des Anspruches 4 hat den Vorteil, dass der Motor ]3 nicht zusätzlich belastet wird, wenn gleichzeitig der Antrieb für das schrittweise Weiterschalten des Farbbandes der Antriebsvorrichtung entnommen wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung. Es zeigt: 20 Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der Vorrichtung in vereinfachter Ausführung und
Fig. 2 eine Seitenansicht der Wippe.
Es sei eingangs darauf hingewiesen, dass das Farbband 1 in einer Kassette angeordnet ist und von einer Aufwickel-25 spule auf eine Abwickelspule transportiert wird. Die Kassette ist in üblicher Weise mit einem Antriebsmechanismus gekuppelt, von dem in der Zeichnung lediglich ein Klinkenrad 2 mit einer Schaltklinke 3 dargestellt ist.
Die Kassette selbst ist aus der Zeichnung nicht ersichtlich. 30 Es sei ausserdem darauf hingewiesen, dass einige Teile der Vorrichtung in der Zeichnung nicht ihrer wirklichen Lage entsprechen. Die zeichnerische Darstellung wurde aus Gründen der Deutlichkeit so gewählt, dass das Verständnis der Erfindung vereinfacht wird.
35 Auf einer Lagerachse 4 sind drehfest die Seitenteile 5 und 6 angeordnet, die zusammen eine um die Lagerachse 4 schwenkbare Wippe 7 ergeben. Beidseitig der Lagerachse 4 sind kreisbogenförmige Schlitze 8 und 9 vorgesehen, deren Kreismittelpunkt mit dem der Lagerachse 4 zusammenfällt. 40 Durch die Schlitze 8 und 9 sind parallel zur Lagerachse 4 Stangen 10 und 11 hindurchgeführt und durch geeignete Mittel, z.B. Sicherungsscheiben, gegen seitliches Verschieben gesichert. Auf der Stange 10 ist mittels eines Lagerauges 12 eine Führung 13 für das Farbband 1 gelagert. Diese Führung 45 liegt im Ruhezustand auf einem Anschlag 14 auf und begrenzt somit die untere Lage des Farbbandes 1.
Auf der Stange 11 ist in ähnlicher Weise eine weitere Führung 15 gelagert, die seitliche Arme 16 bzw. 17 aufweist. Von diesen Armen ist aus der Zeichnung lediglich der Arm 16 5o vollständig ersichtlich. Er trägt an seinem freien Ende eine Spule 18 des Korrekturbandes 19. Die Führung 15 geht also direkt in die Aufnahme für die Spule 18 des Korrekturbandes 19 über. Mittels eines Schlitzes 20, durch den ein gestellfester Stift 21 hindurchragt, wird dadurch gesorgt, dass sich das 55 Korrekturband 19 lediglich in senkrechter Richtung bewegen kann. Gleichzeitig bestimmt der gestellfeste Stift 21 in Verbindung mit dem Schlitz 20 die untere Ruhestellung des Korrekturbandes 19.
Das Seitenteil 5 der Wippe 7 ist mit einer Verzahnung 22 60 ausgerüstet, die mit einem Ritzel 23 in Eingriff steht. Das Ritzel 23 ist mittels seiner Welle 24 von einem Motor, der aus der Zeichnung nicht ersichtlich ist, in beiden Drehbewegungen antreibbar. Als Motor eignet sich z.B. ein Schrittmotor,
jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich. 65 Das Seitenteil 5 ist ausserdem an seiner oberen Kante mit einem Nocken 25 versehen, an den sich mit Bezug auf die Zeichnung links und rechts eine Kreisbahn 26 bzw. 27 anschliessen, deren Kreismittelpunkt ebenfalls mit dem der
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Lagerachse 4 zusammenfällt. Auf diesen Nocken 25 liegt die Rolle 28 eines Rollenhebels 29 auf, der auf einem Bolzen 30 schwenkbar gelagert ist. Der Rollenhebel 29 steht unter der Wirkung einer Feder 31, die bestrebt ist, die Rolle 28 in ständiger Anlage mit dem Nocken 25 bzw. den Kreisbahnen 26 und 27 zu halten. Von dem winkelförmig ausgebildeten Rollenhebel 29 führt eine Verbindungsstange 32 zu der bereits eingangs erwähnten Schaltklinke 3.
Die Funktion der Vorrichtung ist wie folgt: es wird zunächst die Hebung des Farbbandes 1 beschrieben. In der Grundstellung nehmen die Teile die aus Fig. 1 ersichtliche Lage ein. Wird der Motor des Ritzels 23 bestromt, so dreht sich dieses in Richtung des Pfeiles A. Dadurch macht die Wippe 7 eine Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles B um einen vorbestimmten Winkelweg. Dieser Winkelweg wird durch einen Mikroprozessor dem Motor vorgegeben. Die Schwenkbewegung der Wippe 7 in Richtung des Pfeiles B hat zur Folge, dass die Stange 10 zusammen mit der Führung 13 des Farbbandes 1 um einen ebenfalls vorbestimmten Betrag angehoben wird. Dabei gerät das Farbband 1 auf die Höhe der abzudruckenden Zeile. Durch die Anordnung des Schlitzes 9 in der Wippe 7 behält die Stange 11 für die Führung 15 des Korrekturbandes 19 ihre Lage bei. Das Korrekturband bleibt also in der durch den Schlitz 20 und den gestellfesten Stift 21 bestimmten unteren Grundstellung. Der Schlitz wandert dabei also sozusagen nach unten, ohne dass auf die Stange 11 eine Bewegung übertragen wird.
Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die Anordnung so zu treffen, dass das Farbband 1 in unterschiedliche Abdruckebenen angehoben werden kann. Dies erfolgt in der Regel abwechslungsweise. Demzufolge ist es möglich, den Motor durch den Mikroprozessor so zu bestromen, dass er abwechselnd einen kleineren bzw. grösseren Drehwinkel beschreibt.
Somit ist ohne weiteres ersichtlich, dass das Farbband entweder in eine Schreibebene la bzw. lb anhebbar ist.
Während der Schwenkbewegung der Wippe 7 in Richtung des Pfeiles B wandert der Nocken 25 unter der Rolle 28 des Rollenhebels 29 weg, so dass sich die Rolle 28 auf die Kreisbahn 26 auflegt. Dabei führt der Rollenhebel 29 eine Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles C aus. Dabei wird mittels der Verbindungsstange 32 die Schaltklinke 3 in eine vorbereitende Stellung gegenüber dem Klinkenschaltrad 2 gebracht. Die Feder 31 unterstützt dabei sogar die Drehbewegung des Motors für das Ritzel 23.
Nach erfolgtem Abdruck wird die Drehrichtung A des Ritzels 23 sowie die Schwenkbewegung B der Wippe 7 umgekehrt. Dadurch kann die Führung 13 zusammen mit dem Farbband 1 wieder in die Grundstellung nach Fig. 1 zurückkehren. Diese Bewegung wird durch den Anschlag 14 begrenzt. In besonderen Fällen kann die Rückstellbewegung der Führung 13 auch durch eine Feder unterstützt werden, die jedoch aus der Zeichnung nicht hervorgeht. Die Rückstellbewegung der Wippe 7 in Richtung des Pfeiles D bewirkt gleichzeitig, dass die Rolle 28 des Rollenhebels 29 von der Kreisbahn 26 wieder in die Höhe des Nockens 25 angehoben wird. Dadurch wird auch die Schwenkbewegung des Rollenhebels 29 umgekehrt und die Klinke 3 kann das Klinkenschaltrad 2 drehen. Diese Drehbewegung wird z.B. mittels einer steckbaren Kupplung auf die im Inneren der Kassette angeordnete Aufwickelspule für das Farbband 1 übertragen, so dass dieses auf eine unverbrauchte neue Stelle eingestellt 5 wird.
Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, dass die oben beschriebenen Bewegungen in rascher Folge im Schreibrhythmus vollziehbar sind und gegebenenfalls, wie erläutert, auch mit unterschiedlichen Drehwinkeln des io Motors für das Ritzel 23 und damit auch der Wippe 7.
Bei der Durchführung eines Korrekturvorganges wird der Motor durch das Ritzel 23 in eine Richtung gedreht, die dem Pfeil E entspricht.
Dadurch wird die Wippe 7 in die Richtung des Pfeiles D i5 verschwenkt. Somit wird bei dieser Bewegung die Stange 11 angehoben und damit gleichzeitig die Führung 16 für das Korrekturband 19. In diesem Falle bleibt die Bewegung der Wippe 7 bezüglich der Stange 10 ohne Bedeutung. Infolge der kreisbogenförmigen Ausbildung des Schlitzes 8 wird auf die 20 Stange 10 und somit auf die Führung 13 des Farbbandes 1 keine Bewegung ausgeübt. Die Rolle 28 des Rollenhebels 29 bleibt auf der Höhe der Kreisbahn 27 am Teil 5 der Wippe, so dass sich während eines Korrekturvorganges auch keine Schaltbewegung auf die Schaltklinke 3 übertragen kann. 25 Nach erfolgtem Korrekturvorgang kehrt die Wippe 7 wieder in ihre Grundstellung zurück. Die Führung 15 für das Korrekturband 19 kehrt ebenfalls wieder in die Grundstellung zurück, so dass das obere Ende des Schlitzes 20 auf dem gestellfesten Stift 21 aufliegt. Falls erforderlich, kann auch 3o die Rückstellbewegung der Führung 15 für das Korrekturband 19 durch eine Rückstellfeder unterstützt werden. Die Drehrichtung des Ritzels 23 wird nach erfolgtem Korrekturvorgang ebenfalls gesteuert durch einen Mikroprozessor umgekehrt.
35 Wie aus der Zeichnung und der vorstehenden Beschreibung entnehmbar ist, kann die Schwenkbewegung der Wippe 7 entsprechend der angesteuerten Funktion ausgewählt werden. Abhängig von der Richtung der Schwenkbewegung der Wippe 7 wird dann entweder die Stange 10 oder die Stange 11 40 angehoben, während die jeweils andere in ihrer Grundstellung verbleibt. Durch die Anordnung des Nockens 25 auf dem Seitenteil 5 der Wippe 7 wird die Schrittschaltbewegung für das Farbband 1 von dessen Hubbewegung getrennt und auf dessen Rückstellbewegung in die Grundstellung verlegt. 45 Dadurch kann ein verhältnismässig schwacher Motor Anwendung finden.
In Abwandlung vom gezeichneten Ausführungsbeispiel können die Seitenteile 5 und 6 der Wippe 7 auch identisch sein. Dies vereinfacht die Werkzeugkosten.
so Der Antrieb der Schwenkbewegung des Korrekturbandes braucht nicht über den Motor für das Ritzel 23 zu erfolgen. Der Antrieb des Korrekturbandes kann z.B. in der Weise geschehen, wie dies in der deutschen Patentanmeldung P 30 48 810.9-27 angegeben ist. Dort ist eine Klinke für den 55 Transport des Korrekturbandes beschrieben, die sich am Maschinengestell abstützt und während der Hubbewegung des Korrekturbandes dessen Sicherheit bewirkt.
G
1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Steuern der Bewegungen von Farb-und Korrekturband in Schreibmaschinen mit einem in der Drehrichtung umschaltbaren Motor, der mittels antreibbarer Hubmittel wahlweise das Farbband oder das Korrekturband anhebt, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (13,15) für das Farbband (1) und das Korrekturband (19) auf Stangen (10,11) lagern, welche beidseitig einer Lagerachse (4) Schlitze (8,9) einer Wippe (7) durchgreifen, die mittels eines Zahnsegmentes (22) von einem Ritzel (23) wahlweise in zwei Richtungen (B, D) verschwenkbar ist und dabei eine der Stangen (10, 11) mitnimmt und wobei in der einen Schwenkrichtung (B)
11) mitnimmt und wobei in der einen Schwenkrichtung (B) der Wippe (7) mittels eines Nockens (25) ein Rollenhebel (29) verschwenkbar ist, der auf eine Schaltklinke (3) für das Aufwickeln des Farbbandes (1) einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbband (1) mittels der Wippe (7) in mehrere Abdruckebenen (la, lb) anhebbar ist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (7) zwei Seitenteile (5,6) aufweist, zwischen welchen die Stangen (10,11) mit den Führungen (13,15) angeordnet sind und die Seitenteile (5,6) drehfest mittels der Lagerachse (4) miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltbewegung des Rollenhebels (29) für die Schaltklinke (3) während der Rückstellbewegung der Wippe (7) erfolgt.
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