CH658111A5 - Entlueftungs- und entgasungsventil fuer fluessigkeitsgefuellte systeme. - Google Patents
Entlueftungs- und entgasungsventil fuer fluessigkeitsgefuellte systeme. Download PDFInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Entlüftungs- und Entgasungsventil für flüssigkeitsgefüllte Systeme gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einem Entlüftungsventil dieser Art (DE-AS 1 914 026) ist nur eine selbsttäge Entlüftung über die eingelegten Quellringe möglich. Werden aber die Quellringe durch Flüssigkeitsaustritt schon aufgequollen, dann wird ein weiterer Luftaustritt unterbunden, auch wenn sich noch Luft oder Gas im System befinden sollte. Der gleiche Nachteil tritt ein, wenn die Quellringe stark verschmutzt sind.
Bei einem anderen bekannten Entlüftungsventil (DE-PS 1 550 554) ist zwar eine zusätzliche Entlüftung vorgesehen, jedoch benötigt dieses sehr komplizierte Ventil einen Zusatzbehälter. Es ist auch nur in senkrechter Lage funktionsfähig, weil bei einer Neigung nach der Seite oder in waagrechter Lage neben Luft auch Flüssigkeit durch den Kanal entweichen kann. Eine zusätzliche Entlüftung ist auch nur dann möglich, wenn die Quellscheiben nicht aufgequollen sind, weil sonst der Kolben festsitzt und eine Bewegung des Ver-schlussorganes zum Öffnen des Entlüftungskanales nicht erfolgen kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Entlüftungs- und Entgasungsventil der genannten Art so zu verbessern, dass eine zusätzliche, von Hand zu betätigende Entlüftung jederzeit möglich ist.
Diese Aufgabe wird an einem Entlüftungs- und Entgasungsventil der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Art gemäss der Erfindung durch die Kennzeichnungsmerkmale des Patentanspruches 1 gelösst.
Bei einem solchen Ventil ist jederzeit ein Entlüften von Hand möglich. Da der zusätzliche Entlüftungskanal unabhängig von den Quellringen arbeitet und von diesen auch nicht beeinflusst wird, ist diese Entlüftung auch dann funktionsfähig, wenn über die Quellringe keine oder nur wenig Luft entweichen sollte. Das erfindungsgemässe Ventil ist in jeder Einbaulage voll wirksam. Dieser Fortschritt wird mit äusserst einfachen Mitteln erreicht, so dass der geringe Mehraufwand mehr als wettgemacht wird.
Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen beansprucht.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen, die auch in der Zeichnung dargestellt sind, näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ventil in auseinandergezogener Darstellungsform,
Fig. 2 dieses Ventil in Betriebsstellung, teilweise geschnitten und
Fig. 3 eine vergrösserte Darstellung eines Details eines weiteren Ventils.
Ein Entlüftungs- und Entgasungsventil besteht aus einem zylindrischen Stöpsel 1, der etwa in seiner Mitte eine Trennwand 2 und diese eine Ventilöffnung 3 aufweist. Auf der einen Seite ist ein Aussengewinde 4 gebildet, mit dem der Stöpsel in eine Entlüftungsöffnung 5 des zu überwachenden Flüssigkeitssystem eingeschraubt werden kann. In eine Innenbohrung 6 auf dieser Stöpselseite ist eine kegelig gewickelte Feder 7 eingelegt, die mit ihrem kleinsten Stirnende eine Ventilkugel 8 gegen die Trennwand 2 drückt und auf diese Weise das System nach aussen abschliesst. Ein dichter Kugelsitz wird durch eine angepasste Vertiefung in der Trennwand begünstigt.
Auf der anderen Seite der Trennwand ist eine Kammer 9 mit den radialen Luftöffnungen 10 ausgebildet, die, wie üblich, in einen Sechskant zum Ein- und Ausschrauben des Stöpsels in die Entlüftungsöffnung 5 münden. Am Stirnende weist die Kammer 9 ein Innengewinde 11 auf, in das eine Verschlussschraube 13 eingeschraubt ist. Diese Verschlussschraube trägt einen koaxialen Schaft 12 mit einem verengten Zapfen 15. Ist die Verschlussschraube in den Stöpsel eingeschraubt, sind auf dem Schaft die Quellringe 14 aufgereiht und der Zapfen ragt durch die Öffnung 3 hindurch und drückt die Ventilkugel 8 aus ihrer Schliessstellung (Fig. 2).
Die Verschlussschraube 13, der Schaft 12 und gegebenenfalls der Zapfen 15 weisen eine Zentralbohrung, einen Entlüftungskanal 16 auf, in dem eine Spindel 17 verschiebbar geführt ist, die mit ihrem hinteren Ende 18 aus der Verschlussschraube heraussteht. Am Vorderende trägt sie eine Zapfenkappe 19, die den Zapfenumrissen angepasst ist und mit ihrer Schliessfläche 20 die anliegende Öffnung des Entlüftungskanales 16 abdeckt. Zwischen der Zapfenkappe 19 und dem Zapfen 5 kann eine Dichtungsscheibe 21 eingelegt sein. Schaft 12, Zapfen 15 und Zapfenkappe 19 weisen wiederum eine solche Länge auf, dass damit die Ventilkugel 8 aus ihrer Schliessstellung herausgedrückt wird (Fig. 2). In dieser Stellung kann die im System befindliche Luft durch die Ventilöffnung 3 in den Ringraum der Quellringe 14 ein-und durch die radialen Luftöffnungen 10 austreten. Tritt jedoch Wasser durch den angegebenen Weg aus, dann quellen die Quellringe auf und verschliessen den Durchgang. Auf
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diese Weise kann kein weiteres Wasser mehr ausfliessen. Sollen die Quellringe 14 einmal ausgetauscht werden, dann braucht nur die Verschlussschraube 13 gelösst zu werden, worauf die Ventilkugel 8 die Ventilöffnungen 3 wieder ab-schliesst.
Stellt sich heraus, dass im Flüssigkeitssystem noch Luft vorhanden ist, obwohl die aufgequollenen Quellringe den Entlüftungsweg bereits abgesperrt haben, dann wird die Spindel 17 von Hand eingedrückt und die Zapfenkappe 9 vom Zapfen 15 bzw. vom Dichtungsring 21 abgehoben. Dadurch wird der Entlüftungskanal 16 an dieser Öffnung frei und Luft kann durch ihn nach aussen entweichen. Ist dieser Vorgang beendet, braucht nur die Spindel losgelassen zu werden und die Druckfeder 7 bringt die Zapfenkappe 19 wieder in ihre Schliessstellung zurück.
Durch diese erfmdungsgemässe Lösung ergeben sich zwei voneinander unabhängige Entlüftungs- und Entgasungsmöglichkeiten und somit eine Verbesserung der Funktionssicherheit, weil die Entlüftung durch den Entlüftungskanal 16 wahlweise und in jedem Fall durchgeführt werden kann.
Die über den Stöpsel 1 und die Verschlussschraube 13 angeordnete Kunststoffkappe 25 verhindert dass die Verschlussschraube ohne Absicht betätigt werden kann. Die Kunststoffkappe weist ferner ein auf die Spindel 17 ausgerichtetes Loch 26 auf, durch das einmal die Spindel betätigt werden kann, ohne die Kunststoffkappe abnehmen zu müs-5 sen und das Loch verhindert, dass sich in der Kunststoffkappe eine grössere Menge Kondenswasser ansammelt.
In Fig. 3 ist eine andere Lösung des Kanalabschlusses gezeigt. Der Schaft 13 endet in diesem Fall kurz vor der Ventilöffnung 3. Die Spindel 17 trägt einen Zapfen 15, so, dass sei-lo ne Schliessfläche 20 der Schaftstirnfläche 22 gegenüber liegt. Der Zapfendurchmesser ist so gross, dass die Schliessfläche 20 den Entlüftungskanal 16 auch dann abdeckt, wenn die Dichtungsscheibe 21 nicht vorhanden sein sollte.
Der Entlüftungskanal 16 kann natürlich an jeder Stelle 15 des Zapfens 15 enden. Schliesslich kann er auch bis zur Spitze des Zapfens geführt sein, wo er durch die an der Spindel 17 befestigte Zapfenkappe 19 abschliessbar ist, sofern diese Zapfenkappe so angeordnet ist, dass sie in jedem Fall mit der Ventilkugel 8 in Kontakt tritt. 20 Die Kunststoffkappe 25 schützt die Quellscheiben 14 vor Verschmutzung und sichert die Ventilschraube 13 vor unbeabsichtigten lösen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Entlüftungs- und Entgasungsventil für flüssigkeitsgefüllte Systeme, mit einem in eine Systemöffnung einschraubbaren Stöpsel, der durch eine mit einer zentralen Ventilöffnung versehenen Trennwand in eine innere Kammer und eine äussere Kammer unterteilt ist, mit einer Ventilkugel in der inneren Kammer, die durch eine Druckfeder in die Ventilöffnung gedrückt wird, mit von der äusseren Kammer radial nach aussen führenden Luftöffnungen, mit einer in ein Innengewinde der äusseren Kammer einschraubbaren Verschlussschraube, auf deren Schaft Quellringe aufgereiht sind, mit einem in Einschraubstellung der Verschlussschraube durch die Ventilöffnung in die innere Kammer zum Öffnen der Ventilkugel ragenden, als Fortsatz des Schaftes ausgebildeten Zapfen sowie einer Kunststoffkappe, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verschlussschraube (13) und im Schaft (12) ein Entlüftungskanal (16) ausgebildet ist, in dem mit Spiel eine auf der Rückseite der Verschlussschraube (13) herausragende Spindel (17) verschiebbar ist, auf deren innerem Ende mindestens ein Abschnitt des Zapfens befestigt und mit seiner an der Abschnittsrückseite gebildeten Schliessfläche (20) durch die Spindel vom Entlüftungskanalende abhebbar ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (12) kurz vor der Ventilöffnung (3) endet.
3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (15) auf der Spindel (17) befestigt und in sowie aus der Ventilöffnungsstellung verschiebbar ist.
4. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vordere Zapfenkappe (19) auf der Spindel (17) befestigt ist.
5. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schliessfläche (20) des Zapfens (15) und dem Entlüftungskanalende eine Dichtungsscheibe (21) eingelegt ist.
6. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoff kappe (25) die Verschlussschraube (13) und die äussere Kammer (9) so umschliesst und die Luftöffnungen (10) so überdeckt, dass die Luft entweichen kann.
7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffkappe (25) ein Loch (26) aufweist durch das die Spindel (17) betätigt werden kann.
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