CH658435A5 - Vorrichtung zum abfuellen und verdichten von gut in beuteln. - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Abfüll- und Verdichtungsvorrichtung nach der Gattung des Patentanspruchs 1.
Um prallgefüllte, formhaltige Beutelpackungen mit einem pulverigen, körnigen oder aus sperrigen Einzelstücken bestehen-, den Gut herzustellen, werden die Beutel nach dem Füllen und vor dem Verschlussbilden einer intensiven Rüttelung unterzogen, bei der die Gutmengen zusammensacken und Lufteinschlüsse entweichen. Bei einer beispielsweise durch die DE-OS 2819 689 bekannten Verpackungsmaschine wird, da das Aufnahmevermögen der Beutel begrenzt ist, zunächst eine Teilmenge in einen Beutel eingefüllt, und, nachdem diese Teilmenge durch Rüttelung verdichtet worden ist, die Restmenge in den Beutel eingebracht und darauf die Packung vor dem Verschliessen nochmals gerüttelt. Die bekannte Maschine hat, um die Beutel nacheinander den einzelnen Füll-, Rüttel- und Schliesseinrich-tungen zuzuführen, eine Förderkette mit Mitnehmern und ortsfeste Tragschienen. Die Mitnehmer stehen von den die Beutelpackungen abstützenden Tragschienen soweit ab, dass ihre Oberkante in Höhe des Füllspiegels des verdichteten Inhalts der Beutelpackungen endet, wobei diese Höhe zugleich Bezugsebene für die Schliesseinrichtung ist. Zum Verpacken von lockerem Füllgut mit geringem spezifischem Gewicht ist die bekannte Vorrichtung gut geeignet. Schwierigkeiten treten aber auf, wenn schüttfähige Güter mit hohem spezifischem Gewicht verpackt werden sollen. Diese Güter, die beim Einfüllen der Mengen in die Beutel Luft einschliessen, nehmen nach dem Abfüllvorgang auch den Kopfraum des Beutels ein, der später zum Verschluss gefaltet wird. Insbesondre bei Beuteln aus weichem Packstoff, beispielsweise Kunststoffolie, drückt das Gut oberhalb der Mitnehmer den Beutelkopf auseinander, der sich dann auf den Mitnehmern abstützt, so dass die vom Boden her eingeleitete Rüttelung auf diesen Teil nicht ausreichend einwirken kann. Ausserdem baucht sich der untere Teil der Beutelpackung auf den Tragschienen seitlich aus, so dass sogenannte Elefantenfüsse entstehen. Solche Packungen haben ein minderwertiges Aussehen.
Es ist daher eine Abfüll- und Verdichtungsvorrichtung wünschenswert, bei der die hergestellten Beutelpackungen eine annähernd quaderförmige Gestalt mit gleichförmigen Wänden haben.
Die erfindungsgemässe Abfüll- und Verdichtungsvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat den Vorteil, dass die Wände, welche die Beutelpackungen während des Füllens, des Rütteins und des Förderns umgeben, die einzelnen Beutel allseitig ausser der Füllöffnung formhaltig abstützen und dass über die mitlaufenden Bodenstücke hoch-wirksame Rüttelstösse auf die Beutelpackung übertragen werden können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Abfüll- und Verdichtungsvorrichtung in Seitenansicht;
Fig. 2 einen Teil der Fördereinrichtung der Vorrichtung nach Fig. 1 in Seitenansicht, und
Fig. 3 die Fördereinrichtung nach Fig. 2 im Querschnitt in der Ebene III-III der Fig. 2.
In einem Maschinengestell 10 ist eine endlose Förderkette 11 um zwei Umlenkräder 12 (nur eines dargestellt) geführt, wobei eine geradlinige, waagrechte Förderstrecke 13 für Beutel b gebildet wird. Der Förderstrecke 13 sind zwei Abfülleinrichtungen 14,15 für pulveriges Gut und eine Rütteleinrichtung 16 zugeordnet.
Die Förderkette 11 hat viele gelenkig miteinander verbundene Glieder 20, von denen jedes zum Mitnehmen jeweils eines Beutels b eine vordere und hintere nach aussen abstehende Mitnehmerwand 21,22 und zwischen parallelen Wänden eines Paares je eine Bodenplatte 23 hat. Die Mitnehmerwände 21,22 sind an den Gliedern 20 mit einem abgewinkelten Teil 24 fest verbunden, wobei der Abstand der beiden Mitnehmerwände 21, 22 eines Paares der Breite eines Beutels b entspricht. Die Bodenplatten 23 sind um ein bestimmtes Mass heb- und senkbar zwischen den Mitnehmerwänden 21,22 angeordnet. Sie sind auf Stangen 25 befestigt, die in Lagern 26 der Glieder 20 verschiebbar sind und eine Rolle 27 tragen. Zugfedern 28 ziehen die Bodenplatten 23 und Stangen 25 nach unten gegen die Glieder 20. An beiden Enden ihrer Gelenkachsen 29 tragen die Glieder 20 Rollen 30, die beim Einlaufen der Glieder 20 in die geradlinige Förderstrecke 13 von zwei U-förmigen Führungsschienen 31 aufgenommen werden, so dass die Glieder 20 in der Förderstrecke 13 trotz Belastung einen geradlinigen Laufweg haben. In der Förderstrecke 13 laufen die Rollen 27 an den Stangen 25 der Bodenplatten 23 auf einer heb- und senkbaren Schiene 33 der Rütteleinrichtung 16. Die Schiene 33, die in ihrer unteren Stellung auf Anschlägen 32 aufliegt, ist an zwei schwenkbaren Winkelhebeln 34,35 angelenkt, die eine Stange 36 miteinander verbindet. Ein Arm des einen Winkelhebels 34 ist verlängert und trägt eine Rolle 37, die mit einer Kurvenscheibe 38 in Wirkverbindung steht. Die Kurvenscheibe 38, die pro Fördertakt der Förderkette 11 eine Umdrehung ausführt, hat auf dem Umfangteil, der während der Stillstandszeit der Förderkette 11 mit der Rolle 37 des Winkelhebels 34 in Berührung ist, mehrere Nocken 39. Beim Drehen der Kurvenscheibe 38 verschwenken die Nokken 39 die beiden Winkelhebel 34,35, wobei diese die Schienen 33 heben und senken, so dass die auf ihr stehenden Stangen 25 mit den Bodenplatten 23 nach oben gestossen und von den Zugfedern 28 wieder nach unten gezogen werden.
Den Laufweg der Mitnehmerwände 21,22 begrenzen im Bereich der Förderstrecke zwei schwenkbare Führungswände 40,41 mit wenig Spiel, welche unten an Leisten 42,43 befestigt sind. Über Hebel 45 und Koppeln 46 sind die beiden drehbar
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gelagerten Leisten 42,43 mit einer Traverse 47 an einem auf- und standszeit der Förderkette 11 jeweils mehrmals hochgestossen abbewegbaren Stössel 48 verbunden. undfallengelassen,wobeidieFührungswände40,41, wieinFig.
Damit die geförderten Beutel b mit ihren Seitenwänden 3 strichpunktiert dargestellt, von den Beuteln b weggeschwenkt vollflächig abgestützt werden, haben die Mitnehmerwände 21,22 sind. Diese vertikale Rüttelbewegung wird von den Nocken 39 und die Führungswände 40,41 eine Höhe, die bis zum oberen 5 der umlaufenden Kurvenscheibe 38 erzeugt und über das Rand der umschlossenen Beutel b reicht. Die Breite der Mitneh- Gestänge 34,35,36, die Schiene 33, die Stangen 25 und die merwände 21,22 ist so bemessen, dass diese mit geringem Spiel Bodenplatten 23 auf die Beutel b und deren Inhalt übertragen, zwischen den beiden Führungswänden 40,41 in deren Normal- Durch die Stösse sacken die Füllgutsäulen in sich zusammen, bis Stellung mit paralleler Ausrichtung hindurchlaufen können. Die der Füllspiegel c schliesslich die vorbestimmte Höhe einnimmt Bodenplatten 23 haben eine Rechteckfläche, die ebenfalls mit 10 (Fig. 3), in welcher der für die Beutelverschlussbildung erfordergeringem Spiel zwischen die beiden Mitnehmerwände 21,22 liehe Kopfteil des Beutels b frei ist. Das Verdichten der Füllguteines Paares und die beiden Führungswände 40,41 passt. mengen wird durch die bewegbaren Führungswände 40,41 Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: intensiviert, welche beim Zusammenfahren eine horizontale Im Bereich der Umlenkstrecke der Förderkette 11 vor den Pressung auf die Füllgutsäulen ausüben. Eine besonders schnelle Abfülleinrichtungen 14,15 wird bei jedem Stillstand der Förder- is Verdichtung wird erreicht, wenn die Stösse nach oben mit grosser kette 11 ein leerer Beutel b aus einem flexiblen, weichen Beschleunigung einsetzen und der Fall durch die festen Packstoff zwischen ein Mitnehmerpaar 21,22 eingesetzt. Auf Anschläge 32 der Schiene 33 gebremst wird. Um den beim nachgeordneten Stationen wird zunächst von der Abfülleinrich- Aufschlagen entstehenden Lärm zu dämpfen, bestehen die tung 14 eine erste Teilmenge und dann von der Abfüll Vorrichtung Anschläge aus Hartgummi.
15 eine zweite Teilmenge in jeweils einen Beutel b eingefüllt. 20 Je nach Art des Füllguts erstreckt sich die Förder- und Infolge des beim Abfüllen aufgelockerten Zustandes des Füllguts Rütteleinrichtung über mehr oder weniger Stationen. Am Ende reicht der Füllspiegel c einer Füllgutsäule nach dem Abfüllen, der geradlinigen Förderstrecke werden die Beutel b, in denen das wie in Fig. 2 gestrichelt angedeutet, zunächst bis nahe an den Gut stark verdichtet ist, in die Fördereinrichtung einer Beuteloberen Rand des Beutels b. schliessvorrichtung zum Bilden des Kopfverschlusses übergeben.
Auf dem anschliessenden Teil der Förderstrecke 13 werden 25 Dies kann vorzugsweise durch seitliches Überschieben an einer die Beutel b zusammen mit ihrem Inhalt während jeder Still- Stelle erfolgen, in die die Führungswände nicht mehr reichen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Füllen von Beuteln aus flexiblem Packstoff und zum Verdichten des Füllguts in den Beuteln mit einer Fördervorrichtung, die vordere und hintere, jeweils einen Beutel einschliessende Mitnehmerwände hat, mit die Förderstrecke der Mitnehmerwände seitlich begrenzenden Führungen und mit einer Rütteleinrichtung, die gegen den Boden der Beutel Rüttelbewegungen überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Führungen als Wände (40,41) ausgebildet und taktweise von der Förderstrecke (13) seitlich weg und zu dieser hin bewegbar sind, dass die Höhe der Führungswände (40,41) und die der Mitnehmerwände (21,22) der Fördereinrichtung (11) im wesentlichen bis zum oberen Rand der unverschlossenen Beutel (b) reicht, und dass zwischen zwei jeweils einen Beutel (b) einschliessenden Mitnehmerwänden (21,22) je ein Bodenstück (23) in der Fördereinrichtung (11) heb- und senkbar angeordnet ist, das mit der Rütteleinrichtung (16) in Wirkverbindung bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieFührungswände (40,41) an der Förderstrecke (13) schwenkbar angeordnet sind und während der Förderphase der Fördereinrichtung (11) mit wenig Spiel den Förderweg der Mitnehmerwände (21,22) begrenzen.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenstücke (23) der Fördereinrichtung (11) an Stangen (25) befestigt sind, die in Gliedern (20) der Fördereinrichtung verschiebbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rütteleinrichtung (16) eine heb- und senkbare Schiene (33) hat, die in ihrer unteren Stellung auf Anschlägen (32) aufliegt.
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