CH658471A5 - Trocknungspressvorrichtung fuer haeute. - Google Patents

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CH658471A5
CH658471A5 CH5226/82A CH522682A CH658471A5 CH 658471 A5 CH658471 A5 CH 658471A5 CH 5226/82 A CH5226/82 A CH 5226/82A CH 522682 A CH522682 A CH 522682A CH 658471 A5 CH658471 A5 CH 658471A5
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Antti Kustaa Viljanmaa
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Viljanmaa Antti
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trocknungspressvorrichtung für Häute gemäss Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei solchen Durchlaufpressvorrichtungen ergibt sich das Problem der Faltenbildung an der Hinterkante der Häute. Wenn diese Falten durch den Pressspalt hindurchlaufen, bleiben sie langfristig bestehen, was unerwünscht ist. Deshalb zieht die Faltenbildung eine Beeinträchtigung der Qualität der Hinterkante einer Haut nach sich wie auch einen Oberfiä-chenverlust.
Es wurde schon versucht, diese Faltenbildung beispielsweise durch Verwendung helixförmiger Streckwalzen zu verhindern, welche die Haut gegen einen Filz oder eine andere Vorschubmatte drücken. Diese waren jedoch nicht in der
Lage, das angestrebte Ziel zu verwirklichen, weil die gegen den Filz oder die Vorschubmatte gedrückte Haut durch die Wirkung der Streckwalze nicht seitlich gleitet, sondern statt dessen die schraubenlinienförmig angeordneten Rippen der Streckwalze auf der Haut gleiten. Ferner wurden auch pflug-förmig ausgebildete Streckmittel verwendet, die gegen die Haut drückbar waren, welche jedoch aus demselben Grund das angestrebte Resultat ebenfalls nicht erreichten. Eine feuchte Haut, die gegen einen Filz oder eine andere Vorschubmatte gepresst wird, gleitet auf einer solchen Unterlage unter den Einwirkung von passiven, seitlich unbeweglichen Streckmitteln nicht.
Deshalb funktioniert ein Grossteil der gegenwärtig zur Verfügung stehenden Hautpressvorrichtungen nicht nach dem Durchlaufprinzip, sondern die Häute werden zur Hälfte durch eine Presse geführt, zurückgezogen, umgedreht und wiederum zur Hälfte hindurchgeführt. Auf diese Weise kann die Faltenbildung im wesentlichen verhindert werden, wobei die Arbeitsweise jedoch langsam und teuer ist.
Es stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Pressvorrichtung zum Trocknen von Häuten zu schaffen, welche auf dem Durchlaufprinzip beruht und in der Weise verbessert ist, dass keine Faltenbildung am hinteren Ende der Häute auftritt.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 definierte Vorrichtung gelöst.
Durch Verwendung von aktiven, seitlich verschiebbaren Streckeinrichtungen gemäss der Erfindung, wird die Haut zugleich vom Filz bzw. der Transportmatte abgehoben und beidseitig von den Streckeinrichtungen erfasst.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, worin zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht des Konstruktionsprinzips der Press Vorrichtung gemäss der Erfindung;
Figur la eine Schnittansicht entlang der Transportrichtung durch einen Teil der Pressvorrichtung nach Figur 1 und
Figur 2 eine schematische Darstellung der Streckmittel in Transportrichtung gesehen.
Die Pressvorrichtung besitzt einen unteren Trocknungsfilz 1, der über eine Presswalze 2 und über Umlenkrollen 3 geführt wird. Entsprechend dazu verläuft ein oberer Trocknungsfilz 4 über eine Presswalze 5 und über Umlenkrollen 6. Zwischen den beiden Presswalzen 2 und 5 ist ein Walzenspalt ausgebildet, worin die Trocknungsfilze mit hohem Druck gegen eine Haut gepresst werden, die durch einen dazwischen gebildeten Pressspalt geführt wird. Ein solcher Durchgang führt zu Falten, welche sich am hinteren Ende der Haut als Folge der nach vorn gerichteten Dehnung ansammeln. Um dies nun zu verhindern, ist die Vorrichtung mit Streckmitteln versehen, wie sie nachfolgend im Detail beschrieben werden.
Im Bereich des Pressspaltes ist möglichst nahe daran eine obere Streckeinrichtung 8 angeordnet, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel aus zwei Bürstenbändern 11 und 12 besteht, die quer zur Transportrichtung angeordnet sind und deren untere Laufseiten sich je vom Zentrum nach dem Rand hin bewegen. Die untere Streckeinrichtung 7 besitzt zwei Endlosbänder 9 und 10, die mittels geeigneter Rollenführung in einem verschiebbaren Rahmen 14 umlaufend angeordnet sind. Ein unterer Rahmenteil erstreckt sich oberhalb des Filzes 1 in Querrichtung. Die parallelen Bänder 9,10 werden mittels nicht dargestellter Antriebe in einander entgegengesetzten Richtungen angetrieben. Der untere Rahmenteil des Rahmens 14 ist derart aufgebaut, dass in der Mitte ein Bereich 14c besteht, der beide Bänder 9 und 10 abdeckt, seitlich davon jedoch je ein Bereich 14a bis 14b vorhanden ist, wo nur jeweils eines der Bänder (entweder 9 oder 10) abgedeckt ist, wodurch jeweils das Band 9 oder 10, das sich von der Mitte zur Seite bewegt, oben freibleibt. In ihren frei bleibenden Bereichen sind die Bänder 9 und 10 mittels im Rah-
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men 14 angeordneter, nicht dargestellter Rollen getragen, so dass eine über dem unteren Teil des Rahmens 14 befindliche Haut 18 mit Ausnahme eines mittleren Streifens auf den Bändern 9 und 10 aufliegt, die sich vom Zentrum nach aussen bewegen.
Der Rahmen 14 ist mittels eines zweigliedrigen Gelenkes (an beiden vertikalen Teilen des Rahmens 14), bestehend aus den Gliedern 15 und 16, in der Weise aufgehängt, dass der untere Teil des Rahmens 14, wie durch den Pfeil 17 angedeutet, im wesentlichen linear an der Oberseite des Filzes 1 bewegbar ist.
Zwischen den Bürstenbändern 11 und 12 ist ferner eine Andrückrolle 13 vorgesehen, die im Falle einer asymmetrisch geformten und gelegenen Haut eine seitliche Verschiebung verhindert, weil dabei einer der Ränder der Haut einer wesentlich grösseren Streckkraft ausgesetzt wird.
Die Arbeitsweise und Funktion der Vorrichtung erfolgt wie nachstehend erläutert: Die Bürstenbänder 8 können kontinuierlich umlaufen. Bei in zurückgezogener Lage befindlichem Rahmen 14, wie in Figur 1 gezeigt, wird eine Haut 18 auf dessen unteren Teil gelegt, so dass die Vorderkante der Haut leicht darüber hinaus vorsteht. Der Rahmen 14 wird danach in Richtung des Pfeils 17 verschoben, bis der untere Rahmenteil eine Lage unterhalb der Bürstenbänder 11 und 12 erreicht. Wenn der Rahmen 14 verschoben wird, werden die Bänder 9 und 10 sowie die Bänder 1 und 4 automatisch betätigt. Die Verschiebung des Rahmens 14 wird mit einer Geschwindigkeit ausgeführt, die im wesentlichen derjenigen der Filze 1 und 4 entspricht, so dass das Vorderende der Haut 18 in den Pressspalt zwischen den Rollen 2 und 5 gelangt. Während die Haut 18 von den Filzen 1 und 4 durch den Pressspalt gezogen wird, wird die Haut zwischen der oberen 5 Streckeinrichtung 8 und der unteren Streckeinrichtung 7 mit geeigneter Gleitfreiheit gepresst, derart dass die Haut im Gebiet zwischen dem Pressspalt der Filze 1 und 2 und den Spanneinrichtungen 7 und 8 gespannt und vom Filz 1 abgehoben bleibt. Durch den Umstand, dass die Haut 18 vom Filz io 1 abgehoben ist, wird ein wirksames, beidseitiges Strecken der Haut durch die Streckorgane möglich, unten mittels der Bänder 9 und 10 und oben mittels der Bürstenbänder 11 und 12. Diese haben entgegengesetzt gleiche Umlaufgeschwindigkeiten, welche jedoch erheblich höher sind, als die Umlaufge-] 5 schwindigkeit der Trocknungsfilze 1 und 4, die gleichzeitig der Transportgeschwindigkeit der Häute 18 entspricht. Diese höhere Umlaufgeschwindigkeit der Streckeinrichtungen hat den Vorteil, dass trotz der Bremswirkung durch das Strecken keine Tendenz zur Faltenbildung besteht.
20 Obschon die oben beschriebene Ausführung beidseitig der Haut aktive, d.h. seitlich sich verschiebende Streckmittel aufweist, kann bei einem weiteren möglichen Ausführungsbeispiel nur die obere oder die untere Streckeinrichtung mit aktiven Streckmitteln versehen sein, während die jeweils 25 andere Streckeinrichtung mit einer Gleitfläche (Metall, Nylon usw.) versehen ist, auf der die Haut wesentlich besser gleitet, als gegen die Oberfläche der aktiven, seitlich verschiebbaren Streckmittel.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

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1. Trocknungspressvorrichtung für Häute mit zwei über Rollen (2,3 ; 5,6) geführten endlosen Trocknungsfilzen (1,4), welche im Bereich von Presswalzen (2,5) gegeneinander gedrückt werden, um einen Trocknungspressspalt für die Häute zu bilden, die dazwischen hindurchführbar sind und mit in bezug auf die Durchlaufrichtung vor dem Spalt angeordneten Breitstreckmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die Breitstreckmittel eine untere Breitstreckeinrichtung (7) umfassen, die zur Einwirkung auf die untere Oberfläche einer zu bearbeitenden Haut (18) ausgebildet und in der Durchlaufrichtung (17) verschiebbar ist und sich im wesentlichen über die Breite des Trocknungsfilzes (1) erstreckt, derart, dass die Haut (18) dadurch vom Trocknungsfilz (1) abhebbar ist und dass femer eine obere Breitstreckeinrichtung (8) vorhanden ist, die im Bereich der vorderen Endlage der verschiebbaren unteren Breitstreckeinrichtung (7) über dieser angeordnet ist, wobei mindestens eine der beiden Breitstreckeinrichtungen (7,8) an ihrer der zu bearbeitenden Haut (18) zugewandten Oberfläche mit Streckorganen (9,10; 11,12) versehen ist, die von der Mitte nach aussen verschiebbar sind.
2. Trocknungspressvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streckorgane der oberen Breitstreckeinrichtung (8) Bürstenbänder (11,12) besitzen, die beidseitig der Längsmittelachse der Vorrichtung angeordnet sind und deren untere Bahnen von der Mitte nach aussen bewegbar sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Trocknungspressvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Breitestreckeinrichtung (7) zwei Endlosbänder (9,10) besitzt, welche zum Umlaufen in einem verschiebbaren Rahmen (14) angeordnet sind, dessen unterer Teil über dem Filz (1) quer zur Vorrichtung verläuft und vom Zentrum gegen aussen einen Bereich bzw. Streifen (14a, 14b) aufweist, der jeweils eines der Endlosbänder deckt und das andere sich vom Zentrum nach aussen bewegende freilässt, so dass eine zu fördernde Haut auf diesen Bandbereichen zur Auflage kommt.
4. Trocknungspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Streckeinrichtung (7) derart angeordnet ist, dass sie an Gelenkarmen (15,16) verschiebbar ist.
5. Trocknungspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine vertikal verschiebbare Andrückrolle (13) zwischen den Bürstenbändern (11,12).
6. Trocknungspressvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breitstreckmittel (9,10; 11,12) mit einer Umlaufgeschwindigkeit betreibbar sind, die wesentlich, vorzugsweise zweimal höher ist, als diejenige der Trocknungsfilze (1,4) bzw. einer dazwischen hindurchziehenden Haut.
CH5226/82A 1981-09-04 1982-09-02 Trocknungspressvorrichtung fuer haeute. CH658471A5 (de)

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