CH658612A5 - Schneidelement eines rotationsmeissels. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der spanenden Metallbearbeitung, und betrifft ein Schneidelement eines Rotationsmeissels.
Die Erfindung kann mit dem grössten Nutzen bei der Bearbeitung von Papierwalzen von Superkalandern in Betrieben der Zellstoff- und Papierindustrie verwendet werden.
Die Erfindung kann auch bei der Bearbeitung von Metallen und deren Legierungen sowie zur Bearbeitung von nichtmetallischen Materialien Anwendung finden.
Dem technischen Wesen nach kommt der Erfindung am nächsten ein Schneidelement eines Rotationsmeissels, das im Buch von E.G. Konovalov, V. A. Sidorenko, A. V. Sous «Fortschrittliche Methoden des Rotationsschneidens von Metallen», Verlag «Nauka i tekhnika», Minsk, S. 193, Fig. 79d, beschrieben ist.
Das bekannte Schneidelement des Rotationsmeissels ist als Ring ausgebildet, der eine Aussenfläche in Form einer Drehkörperfläche sowie Stirnflächen besitzt, von denen eine als Aufnahmefläche dient, während die andere, der ersteren entgegengesetzte, eine Schneidkante bildet.
Bei der mechanischen Bearbeitung mit dem bekannten Schneidelement ruft die resultierende Schnittkraft (hauptsächlich die radiale Komponente derselben) eine radiale elastische Verformung des Schneidelements hervor, die sich nach den beiden Seiten von der Berührungsstelle des Schneidelements mit dem Werkstück ausbreitet. Da die radiale Steifigkeit des Schneidelements, die von der Ringstärke bestimmt ist, über den Umfang ein und dieselbe bleibt, so verteilen sich die elastischen Verformungen symmetrisch relativ zur Berührungsstelle des Schneidelements mit dem Werkstück und sind über den Ringumfang gegeneinander gerichtet. Unter der Ringstärke ist die Differenz zwischen dem Aussen- und dem Innendurchmesser des Ringes in einem Querschnitt zu verstehen. Wegen der ununterbrochenen Rotation des Schneidelements während der Bearbeitung und der ständig wirkenden Schnittkraft findet die elastische Verformung desselben ebenfalls ununterbrochen statt und ruft die Entstehung von erzwungenen Schwingungen (Eigenschwingungen) des Schneidelements hervor, die gleichfalls über den Ringumfang gegeneinander gerichtet sind. Die Frequenz der erzwungenen Schwingungen des Schneidelements ist infolge der gleichen radialen Steifigkeit des Ringes ebenfalls gleich, weshalb eine Zerstörung des Schneidelements wegen des Zusammenfallens der Frequenzen der erzwungenen Schwingungen (d.h. wegen der Resonanzerscheinung) stattfindet. Zur Verhinderung der Zerstörung eines solchen Schneidelements muss seine Stärke vergrössert werden, was zur Steigerung des Metallanteils und Erhöhung des Verbrauchs an Werkzeugmaterial führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schneidelement zu schaffen, dessen konstruktive Ausführung eine Erhöhung seiner Lebensdauer bei verringertem Metallanteil gewährleisten würde.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei dem Schneidelement eines Rotationsmeissels, das als Ring ausgebildet ist, der eine Aussenfläche in Form einer Drehkörperfläche sowie Stirnflächen besitzt, von denen eine als Aufnahmefläche dient, während die andere, zur ersteren entgegengesetzte, eine Schneidkante bildet, erfindungsgemäss der Ring mit veränderlicher radialer Steifigkeit über seinen Umfang ausgeführt ist:
Bei der Bearbeitung mit dem Schneidelement des Rotationsmeissels, das mit veränderlicher radialer Steifigkeit über seinen Umfang ausgeführt ist, ruft die resultierende Schnittkraft auch eine radiale elastische Verformung des Rotationsmeissels hervor, die sich nach den beiden Seiten von der Berührungsstelle des Schneidelements mit dem Werkstück verteilt. Infolge der ungleichmässigen radialen Steifigkeit des Schneidelements verteilen sich die elastischen Verformungen über seinen Umfang gegeneinander asymmetrisch in bezug auf die Berührungsstelle des Schneidelements mit dem Werkstück und rufen die Entstehung von erzwungenen Schwingungen des Schneidelements, d.h. des Ringes, hervor. Hierbei ist die Frequenz dieser Schwingungen ungleich. Die letz5
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teren werden, indem sie sich über den Ringumfang gegeneinander ausbreiten, gegenseitig geschwächt. Bei der Bearbeitung mit diesem Schneidelement ist das Zusammenfallen der Schwingungsfrequenzen seiner verformbaren Teile, d.h. die Resonanzerscheinung, bei der die Zerstörung des Schneidelements eintritt, ausgeschlossen. Durch die Ausschaltung der Resonanzerscheinung wird die Lebensdauer des Schneidelements bei der Bearbeitung erhöht, der Metallanteil desselben wird aber geringer.
In sehr zweckmässiger Weise wird die veränderliche radiale Steifigkeit über den Ringumfang durch Veränderung der Ringstärke erreicht, wobei ihre minimale Grösse amjn der folgenden Beziehung genügt:
^ hi in ~ (1~ 5) Z(0,,
wo D den Aussendurchmesser des Ringes in mm bedeutet.
Indem man dabei die Ringstärke auf die entsprechende Weise vergrössert bzw. verringert, erzielt man jeweils eine Erhöhung bzw. Verminderung seiner radialen Steifigkeit. Die angeführte Abhängigkeit der minimalen Ringstärke vom Aussendurchmesser des Schneidelements gestattet es, die Schnittkraft zu bestimmen. Es empfiehlt sich aber nicht, die Ringstärke kleiner als angegeben zu nehmen, da dies zur Zerstörung des Schneidelements unter der Wirkung der Schnittkräfte führt. Wenn die Ringstärke die erwähnten Verhältnisse übersteigen wird, so führt dies keinesfalls zur Erhöhung der Lebensdauer des Schneidelements, allein schon vom erhöhten Verbrauch an Werkzeugmaterial und grösseren Metallanteil abgesehen, sondern erhöht nur den Arbeitsaufwand für seine Nachschliffe.
Zweckmässig ist die veränderliche radiale Steifigkeit über den Ringumfang durch die Ausführung der Aussen- und Innenfläche des Ringes exzentrisch zueinander erzielt.
Die Ausführung der Innenfläche des Ringes exzentrisch in bezug auf die Aussenfläche in der Versetzungsrichtung der Exzentrizität erlaubt es, eine minimale Ringstärke zu erreichen. Hierbei ist die Ringstärke in der zur Exzentrizitätsversetzung umgekehrten Richtung demgegenüber die grösste. Der Übergang von der kleinsten zur grössten Ringstärke erfolgt stufenlos, wobei eine stetige Steigerung vorliegt. Bei der Bearbeitung mit diesem Schneidelement ändert sich die elastische Verformung des Ringes ebenfalls stetig. Die grösste elastische Verformung geschieht an der Stelle seiner kleinsten Steifigkeit, und umgekehrt. Dies bewirkt gerade die Entstehung von erzwungenen Schwingungen (Eigenschwingungen) des Ringes, deren Frequenz unterschiedlich ist, wodurch ein Zusammenfallen der Frequenzen der erzwungenen Schwingungen (Eigenschwingungen) des Ringes ausgeschlossen und als Folge davon die Lebensdauer des Schneidelements erhöht sowie sein Metallanteil erniedrigt wird.
Die veränderliche radiale Steifigkeit über den Umfang des Ringes kann auch durch die Ausführung seiner Innenfläche in Form einer Ellipse erreicht werden.
In diesem Schneidelement sind zwei Abschnitte mit der kleinsten radialen Steifigkeit vorhanden, die symmetrisch zueinander in einer Ebene liegen, die durch die Hauptachse der Ellipse geht. Die zwei Abschnitte mit der grössten radialen Steifigkeit liegen ebenfalls symmetrisch zueinander und in einer Ebene, die durch die Nebenachse der Ellipse geht. Während der Bearbeitung findet die grösste Verformung des Schneidelements während einer Umdrehung desselben um die eigene Achse in den zwei Abschnitten mit der kleinsten Steifigkeit desselben statt, und dessen geringste Verformung erfolgt demgegenüber in den zwei Abschnitten seiner grössten radialen Steifigkeit. Die Zeit der Veränderung und der
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gegenseitigen Schwächung der Frequenz der erzwungenen Schwingungen dieses Schneidelements während einer Umdrehung desselben wird gegenüber dem Schneidelement, dessen Aussen- und Innenflächen exzentrisch zueinander sind, d.h. einem Element, das je einen Abschnitt der grössten und der kleinsten Steifigkeit aufweist, ums 2fache verringert.
Eine solche Konstruktion des Schneidelements erhöht ferner seine Lebensdauer. Die Frequenzen der erzwungenen Schwingungen (Eigenschwingungen) des Ringes während der Bearbeitung verändern sich und schwächen einander grössenmässig nach '/4 Umdrehung desselben ab. Die Zeit, die für die Veränderung und gegenseitige Schwächung der Frequenzen der erzwungenen Schwingungen dieses Schneidelements während einer Umdrehung desselben erforderlich ist, wird gegenüber dem Schneidelement, das nur je einen Abschnitt der kleinsten und der grössten Steifigkeit aufweist, ums 2fache verkürzt. Die Konstruktion dieses Schneidelements wird zweckmässigerweise bei der Bearbeitung von Oberflächen mit verschiedener Zugabe verwendet.
Ferner erwies es sich als vorteilhaft, an der Innenfläche des Ringes anschliessend an seine Aufnahmefläche einen radialen Ringvorsprung auszuführen.
Die elastische Verformung des Schneidelements in der axialen Richtung ist wegen seiner veränderlichen radialen Steifigkeit ebenfalls ungleich. An den Stellen der grössten radialen Steifigkeit ist sie am kleinsten, und umgekehrt. Da die elastische Verformung des Ringes während der Bearbeitung unter der Wirkung der axialen Schnittkraft von der Schneidkante zur Aufnahmefläche desselben, d.h. längs der Ringachse, gerichtet ist, so bewirkt dies bei Schlagbeanspruchungen die Entstehung von erzwungenen axialen Schwingungen (axialen Eigenschwingungen) des Ringes, deren Frequenz auch über den Umfang seiner Aufnahmefläche ungleich ist. Daher ist auch die axiale Kraft, die zur Befestigung des Schneidelements an der Meisselachse angelegt wird, während der Bearbeitung über den Umfang seiner Aufnahmefläche ebenfalls ungleich. Um den negativen Einfluss der ungleichen erzwungenen axialen Schwingungen (der axialen Eigenschwingungen) des Ringes auf seine Aufnahmefläche zu verringern bzw. zu beseitigen, ist an der Innenfläche des Ringes anschliessend an seine Aufnahmefläche zweckmässigerweise ein radialer Ringvorsprung ausgeführt. Der Ring besitzt an der Stelle des radialen Ringvorsprungs eine Stärke, die die Ringstärke übersteigt, und folglich ist auch seine radiale Steifigkeit höher. Daher nimmt die elastische Verformung des Ringes unter der Wirkung der axialen Schnittkraft an dessen Aufnahmefläche erheblich ab, und folglich werden auch die erzwungenen axialen Schwingungen (die axialen Eigenschwingungen) des Ringes über dessen Umfang erheblich abgeschwächt. Dies erhöht die Befestigungssicherheit des Ringes und dessen Lebensdauer.
Ferner erwies es sich als vorteilhaft, das Verhältnis des Innendurchmessers d des radialen Ringvorsprungs zum Aussendurchmesser D des Ringes in folgenden Grenzen zu nehmen:
-£- = 0,i+0,S ,
während die Höhe h des radialen Ringvorsprungs in mm zweckmässigerweise der folgenden Beziehung genügt:
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h = (0,05*2)-V(0I1I>}2
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Liegt aber das Verhältnis des Innendurchmessers des radialen Ringvorsprungs zum Aussendurchmesser des Schneidelements ausserhalb der genannten Grenzen, so wird dies während der Bearbeitung radiale Verformung der ebenen Aufnahmefläche hervorrufen, die die Befestigung des Schneidelements auf der Meisselachse erschweren wird.
Liegt aber das Verhältnis des Innendurchmessers des radialen Ringvorsprungs zum Aussendurchmessers des Schneidelements in engeren Grenzen als angegeben, so wird dies eine Erhöhung des Metallanteils beim Schneidelement ohne Verbesserung seiner Betriebsdaten hervorrufen.
Mit dem zunehmenden Durchmesser des Schneidelements nimmt die axiale Schnittkraftkomponente zu. Daher muss bei der Bestimmung der Höhe h des radialen Ringvorsprungs der Aussendurchmesser D des Schneidelements berücksichtigt werden, was durch das obenangeführte Verhältnis festgelegt ist. Wenn eine geringere Grösse als empfohlen gewählt wird, so schwächt dies die negative Einwirkung der axialen erzwungenen Schwingungen (axialen Eigenschwingungen) des Ringes nicht ab. Wird die Grösse h grösser als durch das Verhältnis bestimmt gewählt, so führt dies nur zur Erhöhung des Metallanteils des Schneidelements ohne Verbesserung seiner Betriebsdaten.
Es wurde festgestellt, dass bei der Ausführung der Aussenfläche des Ringes in kegeliger Form mit einem Kegelwinkel von 15—45° die Höhe h des radialen Ringvorsprungs zweckmässig im wesentlichen der minimalen Ringstärke am;n entsprechen soll.
Bei der Bearbeitung mit einem Schneidelement, dessen Aussenfläche kegelig mit einem Kegelwinkel von 15—45° ausgeführt ist, wird der Angriffsarm der axialen Kraft an der Schneidkante des Ringes in bezug auf die Befestigungsfläche grösser, und das auf den Ring wirkende Biegemoment nimmt gleichfalls zu. Daher wird zur Vermeidung der Zerstörung des Ringes an dessen Verbindungsstelle mit dem radialen Ringvorsprung die Höhe des radialen Ringvorsprungs im wesentlichen gleich wie die minimale Ringstärke ausgeführt.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung in einer eingehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf beiliegende Zeichnungen erläutert; in den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Gesamtansicht eines Schneidelementes, dessen Innenfläche in bezug auf die Aussenfläche exzentrisch ausgeführt ist, im Längsschnitt;
Fig. 2 eine Draufsicht auf Fig. 1;
Fig. 3 eine Gesamtansicht eines Schneidelementes, dessen Innenfläche in Form einer Ellipse ausgeführt ist, im Längsschnitt;
Fig. 4 eine Draufsicht auf Fig. 3;
Fig. 5 eine Ausführungsform eines Schneidelementes, an dessen Aufnahmefläche ein radialer Ringvorsprung vorgesehen ist, im Längsschnitt, und
Fig. 6 eine Draufsicht auf Fig. 5.
Das Schneidelement, das in Fig. 1 dargestellt ist, ist als Ring 1 ausgebildet, der eine Aussenfläche 2 in Form eines Kegels hat, sowie Stirnflächen 3 und 4 besitzt, von denen die mit 3 bezeichnete als Aufnahmefläche dient, während die andere, mit 4, bezeichnete und zur ersteren entgegengesetzt ist, eine Schneidkante 5 bildet. Die Innenfläche 6 des Ringes 1 ist in bezug auf die geometrische Symmetrieachse 7 (Fig. 2) der Aussenfläche 2 exzentrisch versetzt. Die Symmetrieachse 8 der Innenfläche 6 ist von der Achse 7 um den Exzentrizitätsbetrag «e» entfernt. Infolgedessen ist die Stärke a des Ringes 1 ungleich. Die kleinste Stärke amin des Ringes 1 liegt auf der Symmetrieachse 9 des Ringes 1. Die grösste Stärke amax des Ringes 1 liegt ebenfalls auf der Achse 9. In den durch Pfeile A angedeuteten Richtungen nimmt die Stärke a des Ringes 1 monoton zu. Also ist auch die radiale Steifigkeit dieses Schneidelements über den Ringumfang ungleich.
Hierbei genügt die kleinste Stärke amin des Ringes 1 der folgenden Beziehung:
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a„,iM = (i+f) V(o,iv)2 ,
io wo D den Aussendurchmesser des Ringes in mm bedeutet.
Für die Schneidelemente beispielsweise, deren Aussendurchmesser 30 mm nicht übersteigt, wird die kleinste Ringstärke aus der folgenden Beziehung ermittelt:
15
0-nin =(1 + Z,S) VCO.ID)2 .
20 Wenn der Aussendurchmesser des Ringes 50 mm nicht übersteigt, so gilt:
„ amiH = (2,s*3,s)faosP)* ,
In allen anderen Fällen wird die kleinste Ringstärke aus der folgenden Beziehung ermittelt:
.
Das in Fig. 3 dargestellte Schneidelement ist als Ring 10 35 ausgebildet, der eine Aussenfläche 11, die in Form eines Zylinders hat, sowie Stirnflächen 12 und 13 besitzt, von denen die eine, mit 12 bezeichnete als Aufnahmefläche dient, während die andere, mit 13, bezeichnete und zur ersteren entgegengesetzt liegt, eine Schneidkante 14 bildet. Die Innenfläche 40 15 des Ringes 10 besitzt die Form einer Ellipse (Fig. 4). Dieses Schneidelement weist zwei gleiche Abschnitte minimaler Steifigkeit mit einer Stärke amin auf, die auf der Hauptachse 16 der Ellipse liegen. Zwei Abschnitte maximaler Steifigkeit mit der Stärke amax liegen auf der Nebenachse 17 der Ellipse. 45 In den durch Pfeile B und C angedeuteten Richtungen nimmt die Stärke a des Ringes 10 vom kleinsten auf den grössten Wert zu, d.h. von amjn bis amax. Die radiale Steifigkeit des Ringes 10 verändert sich in diesen Richtungen ebenfalls von ihrem kleinsten Wert an den Stellen mit der mini-50 malen Stärke amin des Ringes 10 bis zum grössten Wert an ' den Stellen mit der maximalen Stärke amax des Ringes 10.
Das in Fig. 5 dargestellte Schneidelement ist als Ring 18 ausgebildet, der eine Aussenfläche 19, die eine kegelige Form mit einem Kegelwinkel a von 15—45° hat, sowie Stirnflä-55 chen 20 und 21 besitzt. Die eine Stirnfläche 20 dient als Aufnahmefläche, die andere Stirnfläche 21, die zur ersteren entgegengesetzt liegt, bildet eine Schneidkante 22. Die Innenfläche 23 des Ringes 18 ist in bezug auf die Aussenfläche 19 um einen Betrag ej (Fig. 6) versetzt. An der Innenfläche 23 ist an 60 der Ringstirnfläche 20, die als Aufnahmefläche dient, ein radialer Ringvorsprung 24 mit einer Höhe h24 und einem Innendurchmesser d24 vorhanden, der es erlaubt, die Differenz der Beträge der axialen elastischen Verformungen und die von ihnen veranlassten erzwungenen axialen Schwingungen 65 (axialen Eigenschwingungen) des Ringes 18 zu vermindern.
Das Verhältnis des Innendurchmessers d24 des radialen Ringvorsprungs 24 zum Aussendurchmesser D]8 des Ringes 18 liegt in folgenden Grenzen:
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dm
Dm
-0,2+0,S ,
wobei die Höhe h24 des radialen Ringvorsprungs 24 in mm der folgenden Beziehung genügt:
jlzlf = (0, OS+2) ^(0,iDfg)2
Ein ähnlicher radialer Ringvorsprung kann an dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Schneidelement ausgeführt sein.
Für eine Werkstoffbearbeitung, die sich durch Schlagbeanspruchungen kennzeichnet, wird ein Verhältnis
ä.
2)
und die Höhe h des Schneidelements in folgenden Grenzen empfohlen:
^ = 0,1+0,^ ,
il-( 1+2) V(0,1V)Z
Für die Vorbearbeitung von Werkstoffen gilt:
f
fj= [0,5-ri) VtO,-lV)2
Für die Fertigbearbeitung gilt:
1 = 0,6-0,3 ,
Sj
h = [o, 05-T 0,5) V(0, m2-
Bei der Ausführung der äusseren Kegelfläche 19 mit einem Kegelwinkel a = 15 h- 45 entspricht die Höhe h24 des radialen Ringvorsprungs 24 im wesentlichen der minimalen Stärke des Ringes 18.
Das in Fig. 1,2 dargestellte Schneidelement des Rotationsmeissels arbeitet folgenderweise.
Infolge der Rotation des zu bearbeitenden Werkstücks und des Längsvorschubs des Supports der Werkzeugmaschi-s ne dreht sich das Schneidelement des Rotationsmeissels um die Symmetrieachse 7 der Aussenfläche 2. Die Schnittkraft, hauptsächlich ihre radiale Komponente, bewirkt eine radiale elastische Verformung des Ringes 1, die sich nach den beiden Seiten von der Berührungsstelle des Ringes 1 mit dem Werk-io stück (nicht abgebildet) verteilt. Wenn das Schneidelement mit der Werkstückoberfläche an der Stelle seiner minimalen radialen Steifigkeit die durch die kleinste Stärke amin des Ringes 1 bestimmt ist, im Eingriff steht, breiten sich die elastischen Verformungen des Ringes 1 in den durch die Pfeile 15 A angedeuteten Richtungen nach den beiden Seiten von der minimalen Stärke amin des Ringes 1 aus. Die erzwungenen Schwingungen (Eigenschwingungen) des Ringes 1, die durch seine elastischen Verformungen bewirkt werden, breiten sich ebenfalls in diesen Richtungen aus. Im nächsten Zeitmoment 2o verformt infolge der Drehung des Schneidelements die radiale Schnittkraftkomponente den Ring 1 an der Stelle seiner maximalen Stärke amax, d.h. an der Stelle seiner grössten radialen Steifigkeit, elastisch. Die elastischen Verformungen an dieser Stelle und die von ihnen bewirkten erzwungenen 25 Schwingungen (Eigenschwingungen) des Ringes 1 breiten sich ebenfalls über den Umfang des Ringes 1 gegeneinander aus. Jedoch ist die Frequenz der erzwungenen Schwingungen (Eigenschwingungen) des Ringes 1 an dieser Stelle von der Schwingungsfrequenz des Ringes 1 an der Stelle seiner mini-30 malen Stärke ami„, d.h. an der Stelle seiner geringsten radialen Steifigkeit, verschieden, weil die Grösse der elastischen Verformungen an diesen Stellen verschieden ist.
Bei der Bearbeitung mit diesem Schneidelement ist das Zusammenfallen der Frequenzen der erzwungenen Schwin-35 gungen (Eigenschwingungen) der verformbaren Teile, d.h. die Resonanzerscheinung, bei der die Zerstörung des Ringes 1 eintritt, ausgeschlossen. Dies ist dank der vorhandenen veränderlichen radialen Steifigkeit über den Ringumfang gewährleistet.
40 In ähnlicher Weise arbeiten alle anderen Konstruktionen der Schneidelemente. Die erfindungsgemässe Bauart des Schneidelements des Rotationsmeissels besitzt eine höhere Lebensdauer, weil ihre Arbeitsbedingungen günstiger als bei den bisher bekannten Konstruktionen der Schneidelemente 45 sind.
Die erfindungsgemässen Ausführungsformen der Schneidelemente sind durch Fertigungsgerechtheit und einfache Ausführung gekennzeichnet. Das vorgeschlagene Verhältnis der Masse einzelner Teile des Schneidelements gestat-50 tet es, auf der Entwicklungs- und Projektierungsetappe seine optimale Lebensdauer und einen minimalen Metallant'eil zu gewährleisten und den Verbrauch an Werkzeugmaterial zu verringern.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Schneidelement eines Rotationsmeissels, das als Ring (1,10,18) ausgebildet ist, der eine Aussenfläche (2,11,19) in Form einer Drehkörperfläche sowie Stirnflächen (3,4; 12, 13; 20,21) besitzt, von denen eine (3,12,20) als Aufnahmefläche dient, während die andere (4,13,21) zur ersteren entgegengesetzte, eine Schneidkante (5,14,22) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (1,10,18) mit veränderlicher radialer Steifigkeit über seinen Umfang ausgeführt ist.
2. Schneidelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die veränderliche radiale Steifigkeit über den Umfang des Ringes (1) durch Veränderung der Stärke (a) des Ringes (1) erzielt ist, wobei deren minimale Grösse der folgenden Beziehung genügt:
amin = (1t5)^ (0,1D)2
wo D den Aussendurchmesser des Ringes in mm bedeutet.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Schneidelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die veränderliche radiale Steifigkeit über den Umfang des Ringes (10) durch die Ausführung seiner Innenfläche (15) in Form einer Ellipse erzielt ist.
4. Schneidelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die veränderliche radiale Steifigkeit über den Umfang des Ringes (18) durch die Ausführung seiner Aussenfläche (19) und seiner Innenfläche (23) exzentrisch zueinander erzielt ist.
5. Schneidelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenfläche (23) des Ringes (18) an seiner als Aufnahmefläche dienenden Stirnfläche (20) ein radialer Ringvorsprung (24) vorhanden ist.
6. Schneidelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Innendurchmessers (d24) des radialen Ringvorsprungs (24) zum Aussendurchmesser (Djg) des Ringes (18) in folgenden Grenzen liegt:
d24 = 0/2 7 0,8
wobei die Höhe (I124) des radialen Ringvorsprungs (24) in mm der folgenden Beziehung genügt:
h24 = (0,05 t 2)^(0,1D18)2
7. Schneidelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche (19) des Ringes (18) eine kegelige Form mit einem Kegelwinkel von 15—45° aufweist, wobei die Höhe (h24) des radialen Ringvorsprungs (24) im wesentlichen der minimalen Stärke des Ringes (18) entspricht.
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| PL | Patent ceased | ||
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