CH658622A5 - Maschinenfuss einer kunststoff-spritzgiessmaschine. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Maschinenfuss entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei den bekannten, behältnisartig ausgebildeten, quaderförmigen Maschinenfüssen dieser Art (CH-PS 534 575 «Kunststoff-Journal 6/82) ist der Austragungs-Durchbruch prinzipiell in einer Längswand angeordnet. Die Förderrichtung des Förderbandes verläuft demzufolge notwendigerweise quer zur Symmetrieebene und mündet in der Regel auf der Bedienungs-Längsseite der Spritzgiessmaschine. Diese seit Jahrzehnten praktizierte Anordnung des Austragungs-Durchbruches stellt, insbesondere für ungeschultes Bedienungspersonal eine Versuchung dar, zum Beispiel im Störfalle mit der Hand in den Arbeitsraum des Maschinenfusses hineinzugreifen.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Maschinenfuss der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass Unfälle, die durch ein Hineingreifen in den Arbeitsraum des Maschinenfusses verursacht werden, ausgeschlossen sind, und gleichzeitig die Stabilität des Maschinenfusses und dessen verwindungsfreie Belastbarkeit erhöht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Förderband bei parallel zu den geschlossenen Längswänden verlaufender Förderrichtung symmetrisch zur Symmetrieebene des Maschinenfusses angeordnet ist.
Durch den Wegfall des Austragungs-Durchbruches in der Längswand auf der Bedienungsseite der Spritzgiessmaschine ist nicht nur ein Eingriff in den Arbeitsraum von dieser Seite aus unmöglich gemacht, sondern auch die statische Schwächung vermieden, welche die Anordnung dieses Durchbruches in der Längswand bedeutet. Die Versuchung, beispielsweise im Störfalle durch die stirnseitige Durchtrittsöffnung in den Arbeitsraum hineinzugreifen, ist nicht zuletzt auch deshalb wesentlich geringer, weil dieser Durchbruch ge-wissermassen von dem den Maschinenfuss stirnseitig überragenden Teil der Formschliesseinheit überdeckt ist und die kritischen Zonen, in welchen normalerweise Betriebsstörungen zu verzeichnen sind, vom Austragungs-Durchbruch wesentlich weiter entfernt sind als im Falle einer Anordnung dieses Durchbruches an einer Längsseite, so dass schon aus diesem Grunde kaum eine Aussicht auf eine Behebung der Störung besteht. Abgesehen davon, ist ein Hineingreifen in den stirnseitigen Austragungs-Durchbruch bis in die kritischen Zonen der Formschliesseinheit praktisch ausgeschlossen, wenn nach einer weiteren Ausgestaltung das Abwurfende des Förderbandes höhen verstellbar ist; denn dadurch ist es möglich, den Spalt zwischen der Oberkante (S") des Austragungs-Durchbruches (S) und dem Förderband stets so klein zu bemessen, dass die Spritzlinge gerade noch problemlos durch diesen Spalt hindurchgefördert werden können.
Eine besonders hohe Belastbarkeit bzw. materialsparende Ausbildung des Maschinenfusses ist dadurch möglich, dass nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die das Förderband flankierenden geschlossenen Längswände und die horizontale Bodenwand durch ein einziges, mehrfach um 90° und gleichsinnig durch Kaltverformung gebogenes, im Querschnitt U-förmiges Stanzstück gebildet sind. Dadurch kann der Maschinenfuss auch für verhältnismässig schwere Formschliesseinheiten und Spritzgiesseinheiten bei wesentlich verminderter Unfallgefahr Verwendung finden. Zudem liegen günstigere Voraussetzungen für eine rationelle Serienfertigung vor, weil nicht nur die Schweissarbeiten zum Verbinden der Bodenwand mit den Längswänden entfallen, sondern auch der apparative Aufwand für den Abtransport der Spritzlinge geringer ist; denn ein symmetrisch im Maschinenfuss angeordnetes Transportband kann auf einfache Weise gehaltert und gegebenenfalls höhenverstellbar ge2
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macht werden als ein quergestelltes, weit aus dem Maschinenfuss herausragendes Förderband.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Maschinenfuss in perspektivischer Darstellung,
Fign. la — le die kalt verformten Stanzteile, aus welchen der Maschinenfuss zusammengesetzt ist, wobei die Figuren la und lb die Endabschnitte eines einzigen Stanzstückes darstellen,
Fign. 2, 3 den Maschinenfuss in Seitenansicht und Draufsicht sowie
Fig. 4 den Maschinenfuss in Seitenansicht mit aufgesetzter Formschliesseinheit.
Der Maschinenfuss ist aus kalt verformten Stahlblech-Stanzstücken gebildet, die miteinander verschweisst sind. Die Längswände lOx des quaderförmigen, behältnisartig ausgebildeten Maschinenfusses und die horizontale Bodenwand lOy sind durch ein einziges, mehrfach um 90° und gleichsinnig gebogenes Stanzstück 10 gebildet, das U-förmi-gen Querschnitt aufweist. Das Stanzstück 10 ist mit einem zweimal je um 90° umgebogenen, horizontal verlaufenden Rand 10a, 10b versehen. Die Stirnwand 13 ist mit einem Austragungs-Durchbruch S versehen. Die Stirnwand 13,
eine Zwischenwand 12 und die Rückwand 11 sind ausschliesslich an ihrer Oberseite mit einem zweimal je um 90° umgebogenen Rand 13a, 13b; 12a, 12b; IIa, IIb, versehen. Die Rückwand 11 weist eingeformte horizontale Versteifungsrippen 11c sowie ein eingeformtes Verstärkungsprofil 1 lb zur Aufnahme eines Pumpen-Motor-Aggregates auf. Die Stirnwand 13 und die Rückwand 11 sind je um die Breite des ersten Bördels 13a bzw. 1 la ihres Randes 13a, 13b; IIa, IIb gegenüber den Stirnkanten 10x', lOx" des Stanzstückes in Richtung des Innenraumes des Maschinenfusses zurückversetzt angeordnet. Der Innenraum des Maschinenfusses ist in einen Tankraum T und einen von der Stirnwand begrenzten Arbeitsraum AR aufgeteilt. Der Arbeitsraum AR liegt unterhalb einer auf den Maschinenfuss aufgesetzten Formschliesseinheit, die den Maschinenfuss stirnseitig überragt. Im Arbeitsraum ist das Förderband 40 bei parallel zu den geschlossenen Längswänden lOx verlaufender Förderrichtung symmetrisch zur Symmetrieebene s—s des Maschinenfusses angeordnet. Das sich geringfügig über die Basiskante S' des stirnseitigen Austragungs-Durchbruches erstreckende
Abwurfende 40a des Förderbandes 40 ist höhenverstellbar. Es endet unterhalb des den Maschinenfuss überrragenden Teils (im Ausführungsbeispiel hydraulische Antriebseinrichtung 37) der Formschliesseinheit. Der erste Bördel 10a des Randes 10a, 10b des Stanzstückes 10 ist im Abschnitt zwischen der Stirnwand 13 und der Zwischenwand 12 mit im Querschnitt quadratischen Schienen 14 armiert. An zwei aneinandergrenzenden, je mit einem gehärteten Band 19 belegten Flanken jeder Schiene 14 liegt ein Schenkel 20c bzw. 20d des stationären Formträgers 20 sowie je ein Schenkel 22c bzw. 22d einer Montageplatte 12 formschlüssig an, welche die hydraulische Antriebseinrichtung 37 für den bewegbaren Formträger 21 trägt. Der rahmenartig ausgebildete, bewegbare Formträger 21 umfasst eine Aufspannwand 21a, eine Rückwand 21b sowie Rippen 21c, welche sich zwischen der Aufspannwand und der Rückwand erstrecken. Der Formträger 21 ist auf Holmen 23 geführt, die einenends von der stationären Aufspannplatte 20 und anderenends von der Montageplatte 22 aufgenommen sind, so dass sich ein starrer Führungsrahmen für den bewegbaren Formträger 21 ergibt. Bei der Montage, das heisst beim Aufsetzen der Formschliesseinheit auf den Maschinenfuss ergibt sich infolge einer formschlüssigen Anlage der vertikalen Schenkel 20d, 22d an den vertikalen Flanken der Schienen 14 eine Stabilisierung der Längswände lOx in paralleler, verwindungsfreier Position.
Der bewegbare Formträger 21 ist über Stützorgane 24 auf den Schienen 14 abgestützt. Dabei liegen diese Stützorgane 24 mit senkrecht zueinander stehenden Schenkeln 24a, 24b an den Bändern 19 an, stehen je über ein Aufnahmelager 21d mit dem Formträger 21 in Verbindung.
Der Austragungs-Durchbruch S ist an seiner Basiskante S' und an seinen vertikalen Seitenkanten S'" von Bördeln der Stirnwand 13 begrenzt, die sich rechtwinklig in den Arbeitsraum AR hineinerstrecken. Die vertikalen Seitenkanten S'" sind mit Ausnehmungen 13c versehen. Das Abwurfende 40a des Förderbandes 40 ist mittels Lagerbolzen 40b in den Ausnehmungen 13c in unterschiedlicher Höhe abstützbar. Entsprechend der Grösse der jeweils auszutragenden Spritzlinge kann das Abwurfende 40a des Förderbandes 40 auf der Basiskante S' oder in Ausnehmungen 13c unterschiedlicher Höhe abgestützt werden, um einen möglichst kleinen Spalt zwischen der Oberkante S" und dem oberen Trumm des Förderbandes 40 zu erhalten.
Zweckmässigerweise ist das Förderband 40 auch am rückseitigen Ende höhenverstellbar.
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4 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Aus zusammengeschweissten Stahlblech-Stanzstücken gebildeter Maschinenfuss einer Kunststoff-Spritzgiessma-schine, der eine horizontale Bodenwand, parallele, vertikale Längswände, eine Rückwand sowie eine Zwischenwand aufweist, die den Innenraum des Maschinenfusses in einen Tankraum und einen von einer Stirnwand begrenzten Arbeitsraum aufteilt, der unterhalb einer den Maschinenfuss stirnseitig überragenden Formschliesseinheit liegt und in welchem ein Förderband angeordnet ist, welches die nach Ausstossen aus der Spritzgiessform in den Arbeitsraum fallenden Spritzlinge über einen Austragungs-Durchbruch bildenden Wanddurchbruch aus dem Arbeitsraum austrägt, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (40) bei parallel zu den geschlossenen Längswänden (lOx) verlaufender Förderrichtung symmetrisch zur Symmetrieebene (a—a) des Maschinenfusses angeordnet ist.
2. Maschinenfuss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das sich geringfügig über die Basiskante (S') des stirnseitigen Austragungs-Durchbruches (S) erstreckende Abwurfende (40a) des Förderbandes (40) höhen verstellbar ist und unterhalb des den Maschinenfuss überragenden Teils (37) der Formschliesseinheit endet.
3. Maschinenfuss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das Förderband seitlich flankierenden, geschlossenen Längswände (lOx) und die horizontale Bodenwand (lOy) durch ein einziges mehrfach um 90° und gleichsinnig durch Kaltverformung gebogenes, im Querschnitt U-förmiges Stanzstück (10) gebildet sind.
4. Maschinenfuss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzstück (10) einen zweimal je um 90° umgebogenen horizontalen Rand (10a, 10b) aufweist.
5. Maschinenfuss nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Austragungs-Durchbruch (S) versehene Stirnwand (13), die Zwischenwand (12) und die Rückwand (11) ausschliesslich an ihrer Oberseite einen zweimal je um 90° umgebogenen Rand (13a, 13b; 12a, 12b; 1 la, 1 lb) aufweisen und mit dem Stanzstück (10) verschweisst sind.
6. Maschinenfuss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwand (13) und die Rückwand (11) je um die Breite des ersten Bördels (13abzw. IIa) ihres Randes (13a, 13b; 1 la, 1 lb) gegenüber den Stirnkanten (I0x', lOx") des Stanzstückes (10) zurückversetzt angeordnet sind.
7. Maschinenfuss nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4—6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bördel (10a) des Randes (10a, 10b) des Stanzstückes (10) im Abschnitt zwischen der Stirnwand (13) und der Zwischenwand (12) mit im Querschnitt etwa quadratischen Schienen (14) armiert ist, an welchen vertikale Zentrierrippen (20d, 22d) eines stationären Formträgers (20) und einer stationären Montageplatte (22) der Formschliesseinheit zentrierend anliegen.
8. Maschinenfuss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Austragungs-Durchbruch (S) an seiner Basiskante (S') und seinen vertikalen Seitenkanten (S'") von abgebogenen Bördeln der Stirnwand (13) begrenzt ist, wobei die Seitenkanten (S'") mit Ausnehmungen (13c) versehen sind.
9. Maschinenfuss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abwurfende (40a) des Förderbandes (40) mittels Lagerbolzen (40b) in den Ausnehmungen (13c) in unterschiedlicher Höhe abstützbar ist (Fig. 4).
10. Maschinenfuss nach einem der Ansprüche 8,9 dadurch gekennzeichnet, dass das Förderband (40) auch am rückseitigen Ende höhenverstellbar ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
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