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PATENTANSPRÜCHE
1. Servier-Haltevorrichtung, insbesondere zum Festhalten von länglichen Gefässen auf einem Serviertablett, gekennzeichnet durch einen mittels Klemmeingriff am Tablettrand (1.1) befestigbaren Haltebügel (4; 26; 31) und ein mit dem Haltebügel (4; 26; 31) verbundenes Gefässführungsglied (8; 24; 29; 32), das mit einer Aufnahmeöffnung zum Einsetzen des zu halten bestimmten länglichen Gefässes (10; 23; 33) gestaltet ist.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (4; 26; 31) mit einer durch Fe dereingriff wirksamen, einstückig am Haltebügel angeformten Klemmeinrichtung (3) versehen ist.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (3) einen Klammerabschnitt (7) am Haltebügel (4; 26; 31) umfasst, der zum aufliegen am Tablettrand (1.1) bestimmt ist, und dass ein Fussabschnitt (6) vorhanden ist, der den Haltebügel (4; 26; 31) auf dem Tablettboden (1') abzustützen bestimmt ist.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefässführungsglied (8; 24; 29) einstückig mit dem Haltebügel (4; 26) verbunden ist.
5. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefässführungsglied (8) die Form einer ebenen Platte besitzt.
6. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel (4; 31) über mindestens einen Teil seiner Länge mit Versteifungsrippen (13) versehen ist (Fig. 3; 3a, 8, 8a).
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsglied die Form eines geschlossenen (24) oder offenen (29) Ringes besitzt, der mit dem Haltebügel (26) fest verbunden ist (Fig. 5 bis 7).
8. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsglied (32) aus einem flexiblen Streifenzuschnitt (34) und einem den Haltebügel (31) umgreifenden Taschenelement (37) aufgebaut ist, dass der Streifenzuschnitt (34) in eine wenigstens annähernd zylindrische Form gebogen ist und seine Enden miteinander verbunden sind.
9. Haltevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifenenden mit Hakeneingriffsmitteln (35; 36) miteinander verbunden sind.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Servier-Haltevorrichtung, insbesondere für längliche Gefässe auf einem Serviertablett.
Bei der Verpflegung in Selbstbedienungsrestaurants, in der Krankenpflege und überhaupt überall dort, wo Speisen in vorgegebener, vorzugsweise kleiner Menge ohne eigentliches Servierpersonal rasch und kostensparend an Konsumenten abgegeben werden soll, ist es üblich, dass die Verpflegungskomponenten auf einem Tablett zusammengestellt und anschliessend an einen Essplatz getragen werden. Zu diesen Verpflegungskomponenten gehören bevorzugt auch Getränke in Flaschen und Gläsern. Weil deren Standfläche relativ zu ihrer Höhe meist gering ist, besteht beim Tragen auf dem Tablett eine erhebliche Kipp- und Gleitgefahr für solche Behälter. Dies gilt insbesondere beim Hantieren bei grosser Personendichte (Anstossen) oder beim Transport der Tabletts durch körperlich behinderte oder sich sonst unsicher bewegende Personen.
Aufgabe der Erfindung ist daher eine Servier-Haltevorrichtung, insbesondere für längliche Gefässe zu schaffen, die einesteils leicht und sicher haltend am Rand eines Serviertabletts anbringbar und wieder wegnehmbar ist, und andernteils problemlos sauber gehalten werden kann. Ausserdem soll die erfindungsgemässe Haltevorrichtung billig herstellbar, nach Möglichkeit gut stapelbar und gegebenenfalls auch für Einmalgebrauch gestaltbar sein.
Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Patentanspruch 1. Ausführungsformen sind durch die abhängigen Ansprüche definiert.
Von besonderem Vorteil ist die einhändige Montierbarkeit der Servierhaltevorrichtung am Tablettrand, ferner die Möglichkeit, die Haltevorrichtung praktisch an jeder Stelle des Tablettrandes anbringen zu können, und die im wesentlichen aus Halter (= Klemme plus Tragstütze) und Führungsglied bestehende Vorrichtung variantenreich gestalten zu können.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Servierhaltevorrichtung in perspektivischer Darstellungsweise, mit partiell gezeigtem Serviertablett,
Fig. 2 die Randklammer der Vorrichtung im Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, in grösserem Massstab,
Fig. 3 eine Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 1 aus einem durch Thermoverformung eines Kunststoff Folienmaterials gestaltete erfindungsgemässe Vorrichtung, vorzugsweise für Einmalgebrauch,
Fig. 3a den Ständerteil der Ausführungsform nach Fig. 3 in Blickrichtung Pfeil A,
Fig. 4 die platzsparende Stapelbarkeit von Servierhaltevorrichtungen nach den Fig. 1-3,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Servierhaltevorrichtung in einer Eck-Anklemmstellung am Serviertablett,
Fig.
6 eine Doppel-Haltevorrichtung nach dem Gestal tungsprinzip der Fig. 5,
Fig. 7 eine Doppel-Haltevorrichtung der Art nach Fig. 6 im Grundriss, jedoch mit offenen , radial klemmenden Gefässführungsgliedern,
Fig. 8, 8a eine Variante zur Einmalgebrauch-Servierhaltevorrichtung nach Fig. 3, 3a, im Seitenriss und im Schnitt in der Ebene A-A in Fig. 8, und
Fig. 8b, 8c das zugehörige Gefässführungsglied im Ausgangszustand (Grundriss und Seitenriss) und bei der Montage am Haltebügel.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Serviertablett bezeichnet, wie sie beispielsweise in Selbstbedienungsgaststätten für die Zusammenstellung der Komponenten einer Mahlzeit durch den Gast verwendet werden. Das Serviertablett ist mit einem etwa 15 mm hohen und unter einem Winkel von 30 - 500 zur Horizontalen geneigten umlaufenden Rand 1.1 versehen, der vollauf ausreicht, um relativ flaches Essgeschirr zurückzuhalten. Am Rand 1.1. ist eine erfindungsgemäss gestaltete Servier-Haltevorrichtung 2 mittels einer Schlaufenklammer 3 unter Federeingriff angeklemmt.
Die Haltevorrichtung 2 besteht im wesentlichen aus einem Haltebügel 4, der einen Ständerabschnitt 5, einen Fussabschnitt 6 und einen die Schlaufenklammer 3 einschliessenden Klammerabschnitt 7 umfasst. Der Fussabschnitt 6 und der Klammerabschnitt 7 sind so gestaltet, dass bei Eingriff der Schlaufenklammer 3 am Tablettrand 1.1 mindestens einer dieser Abschnitte 6, 7 mit einem Oberflächenabschnitt des Serviertabletts in Andruckkontakt steht.
Am obern Ende des Ständerabschnitts 5 ist ein Gefässführungsglied oder Führungsabschnitt 8 angeformt, der eine zentrale Offnung 9 aufweist, deren Rand die Peripherie eines auf dem Serviertablett aufsitzenden Trinkglases 10 in einem angemessenen Spielabstand umgreift. Die Haltevorrichtung
2 nach Fig. list aus einem vorzugsweise durch Biegen verformbaren Flach- oder Streifenmaterial wie (rostfreies Stahl-) Blech oder Kunststoff geformt. Das zu seiner Herstellung verwendete Flach- oder Streifenmaterial besitzt eine solche Wandstärke, dass bei der Biegeverformung eine im Prinzip ohne Versteifungselemente formstabile, mehrmals verwendbare Haltevorrichtung resultiert. Es versteht sich, dass durch (nicht gezeigte) Sickenelemente sowohl in den flächigen Abschnitten 5, 6 und 8 als auch in den rechtwinkligen Biegezonen 11 und 12 zwischen den genannten Abschnitten wesentliche Versteifungseffekte erzielbar sind.
Fig. 2 zeigt wie die Schlaufenklammern 3, das z. B. ausgeflachte Ende des Tablettenrandes 1.1 umgreifend, den Klammerabschnitt 7 der Haltevorrichtung 2 federnd gegen die Schrägfläche des Tablettrandes 1.1 andrückt. Die Ausrundung der Schlaufenklammer ist in Fällen, wo die Haltevorrichtung an beliebig gestalteten Randzonen anklemmbar sein soll, zweckmässig so dimensioniert, dass z.B. auch verdickte Peripheriebereiche von Tabletträndern frei umgriffen werden. Die Fig. 2 zeigt weiter, dass durch Abstimmung der Lage der Knickzonen zwischen den Haltebügelabschnitten 6 und 7 und dem Tablettboden 1' und dem Tablettrand 1.1 relativ zur Ausrundung der Schlaufenklammer eine gut definierte Festlegung der Haltevorrichtung nach Fig. 1 am Serviertablett 1 erzielbar ist.
Die Fig. 3 und 3a zeigen eine weitere, nach dem Gestal tungsprinzip nach Fig. 1 aufgebaute erfindungsgemässe Haltevorrichtung, welche vorzugsweise für Einmalgebrauch aus einem relativ dünnen Flach- oder Streifenmaterial herstellbar ist. Von den flächigen Partien der Schlaufenklammer 3, dem Klammerabschnitt 7, dem Fussabschnitt 6, dem Ständerabschnitt 5 und dem Führungsabschnitt 8 etwa rechtwinklig nach aussen weisend angebogene Versteifungselemente in der Form von Randrippen 13 verleihen der Haltevorrichtung 2.1 eine für leichte Gefässe wie Kunststoffbecher 14 und kleine Flaschen ausreichende Stabilität. Zur weitern Aussteifung des an dieser Haltevorrichtung am stärksten auf Verwindung (Torsion) beanspruchten Ständerabschnittes 5 kann in dessen flächige Partie eine Sickenkonfiguration 15, z. B. in Kreuzform eingeprägt werden.
Als Materialien für solche Einmalgebrauch-Haltevorrichtungen eignen sich vorzugsweise Karton- und Kunststoff-Folienzuschnitte sowie schäumbare Kunststoffe.
Wie Fig. 4 zeigt, lassen sich Haltevorrichtungen der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Art relativ leicht und platzsparend stapeln. Dies ermöglicht, in den Selbstbedienungsrestaurants neben den Serviertablettstapeln auch frei zugängliche Halte vorrichtungsstapel aufzustellen, aus denen sich der Gast bei Bedarf bedienen kann. Die in gleicher Form und Abmessung vorliegenden Haltevorrichtungen 2; 2.1 sind dabei in einem von der Vorderseite (in Fig. 4 = rechts) frei zugänglich gestaltbaren Stapelkasten 16 ineinander gesteckt gelagert. Im Falle von Einweg-Haltevorrichtungen kann der Anlieferungsbehälter leicht so gestaltet werden, dass er, aufrechtgestellt auch gleich als Stapelkasten verwendbar ist.
In den Fig. 5 und 6 sind Haltevorrichtungen 21 bzw. 22 gezeigt, mittels welchen ein bzw. zwei längliche Gefässe, z. B.
Flaschen 23 oder wahlweise Flaschen und/oder Gläser durch manschettenartige Rohrabschnitte 24 als Gefässführungsglieder festgehalten werden. Die Rohrabschnitte 24 sind durch Tragelemente gestützt, welche gleich wie bei den Ausführungsformen nach Fig. 1 bis 3 eine die Haltevorrichtung am Tablettrand federnd festklemmende Schlaufenklammer 25 umfassen. An die Schlaufenklammer 25 schliesst jeweils ein Haltebügel 26 an, der im wesentlichen nach dem Verlauf der Abschnitte 7, 6 und 5 gemäss den Fig. 1 bis 3 profiliert ist. Das obere Ende des Ständerabschnittes 27 ist entweder direkt mit dem manschettenartigen Rohrabschnitt 24 (Fig. 5), oder mit einem Querträger 28 verbunden, an dessen Enden je ein Rohrabschnitt 24 (Fig. 6) befestigt ist.
Eine Variante zu Haltevorrichtungen nach den Fig. 5 und 6 ist in der Form einer Doppel-Halterung in Fig. 7 dargestellt, wobei die Gefäss-Führungsglieder als offene Schellen 29 gezeigt sind, die analog der Fig. 6 über einen Querträger 28 mit einem insgesamt mit 26 bezeichneten Haltebügel verbunden sind. Im Falle einer Einfach-Halterung ist eine einzelne Schelle 29 direkt mit dem Haltebügel 26 verbunden.
Die Schellen 29 einer Doppel-Halterung können auch über einen strichliert gezeigten Verbindungssteg 30 einstückig zusammengefasst sein.
In den Fig. 8, 8a -8c ist eine weitere Halterungsvorrichtung für vorzugsweise Einmalgebrauch gezeigt. Mit 31 ist allgemein ein Haltebügel bezeichnet, der im wesentlichen die Schlaufenklammer 3, den Klammerabschnitt 7, den Fussabschnitt 6 und den Ständerabschnitt 5 der Haltevorrichtung 2.1 aus Fig. 3 umfasst. An den seitlichen Randrippen 13 sind Haltebügel 31 in ein manschettenartig ausgeformtes Gefässführungsglied 32 eingerastet, das ein zu haltendes Gefäss 33 gegen den Haltebügel 31 drängt.
Die Fig. 8b zeigt im Grund- und Seitenriss das Gefässführungsglied 32 im Ausgangszustand. Auf einem Streifenzuschnitt 34 aus Karton- oder Kunststoffolie, an dessen Enden einerseits (rechts) eine Einhängenase 35 und andererseits (links) ein Einhängeschlitz 36 vorhanden ist, ist etwa längensymmetrisch ein Taschenelement 37 von im wesentlichen gleicher Breite wie der Streifenzuschnitt 34 flachliegend aufgeklebt oder aufgeschweisst. Die bezüglichen Klebe- oder Schweissstellen sind mit 38 bezeichnet. Der Aufbau aus dem Streifenzuschnitt 34 und dem Taschenelement 37 ist äusserst platzsparend stapelbar und beansprucht in der schichtweisen Lagerung nur eine der Dickenabmessung seiner Komponenten entsprechende Höhe.
Die Montage am Haltebügel geht aus den beiden Stufen I und II der Fig. 8c hervor. Zuerst wird die längenmittige Tasche durch Stauchen des streifenförmigen Ausgangsmaterials linsenförmig geöffnet (Stufe I) und die entstandene Öffnung so auf den Haltebügel aufgesetzt, dass das Taschenelement 37 rückenseitig und der Streifenzuschnitt 34 brustseitig auf dem Haltebügel 31 aufliegt. Eine Einrastnute 39 legt die Höhenlage des Gefässführungsgliedes 32 am Haltebügel fest.
Sodann werden die beiden Enden 35, 36 mit je einer Hand erfasst und unter Ausformung einer angenähert kreisförmigen Fläche so gegeneinander geführt, dass die Einhängenase 35 in den Einhängeschlitz 36 eingerastet werden kann. Dabei wird das Taschenglied 37 fest auf die Rückenseite des Haltebügels 31 festgezogen und das nun etwas im Überfluss vorhandene Material des Streifenzuschnittes 34 gegen die Brustseite des Haltebügels gedrängt. Die Haltevorrichtung ist nun gebrauchsfähig.
Gefässführungsglieder 32 können durch einfaches Vorwählen der Zuschnittlänge eng an unterschiedliche Gefässdurchmesser angepasst werden. Weiterhin ist es möglich, durch Anbringen mehrerer Einhängeschlitze 36 den resultierenden Durchmesser des Gefässführungsgliedes zu variieren.