CH658997A5 - Verfahren zur herstellung eines skis. - Google Patents

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CH658997A5 CH2639/83A CH263983A CH658997A5 CH 658997 A5 CH658997 A5 CH 658997A5 CH 2639/83 A CH2639/83 A CH 2639/83A CH 263983 A CH263983 A CH 263983A CH 658997 A5 CH658997 A5 CH 658997A5
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Skis, welcher aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt ist, insbesondere eines Mehrschichtenskis.
Die Herstellung von Skiern erfolgt vorwiegend in Sandwichbauweise. Skier dieser Art sind vielfach bekannt und werden vor allem unter Einwirkung von Wärme und Druck bei Verwendung von Klebstoffen zusammengeklebt. Obwohl dieses Verfahren der Verbindung der einzelnen Skiteile an sich einfach ist, gab es durch die Anwendung des Druckes Probleme, da durch eine Beeinträchtigung der einzelnen Bestandteile stattgefunden hat und das Aussehen des Skis negativ beeinflusst wurde. Man musste daher druckfeste Bestandteile verwenden.
In der US-PS 3 498 626 wird ein Metallski beschrieben, dessen Inneres mit Kunststoff ausgeschäumt ist. Der flüssige Kunststoff wird mittels Pumpen etwa in der Skimitte über ein Einspritzloch im Ski eingepresst, wobei an den Skienden Löcher vorgesehen sind die über Leitungen an eine Vakuumpumpe angeschlossen sind, so dass eingeschlossene Luft und Reaktionsgase abgesaugt, und das Wandern des flüssigen Kunststoffs in Längsrichtung des Skis unterstützt wird.
Ein Kunststoffski mit geschäumtem Kern wird in der US-PS 4 259 274 sowie in der DE-OS 2 940 851 beschrieben, dessen Herstellung in einer Form erfolgt, wobei zur Halterung von Belagteilen od. dgl. an der oberen Innenseite der Form Kanäle vorgesehen sind, welche mit einer Vakuumpumpe verbunden sind. Die gleiche Technik wird bei einem Kunststoffski mit geschäumtem Kern gemäss einem Verfahren nach der DE-OS 2 127 330 verwendet, der in einer Doppelspritzgussmaschine hergestellt wird.
Die Anwendung von Vakuum ist demnach bei Metallskiern auf das Absaugen von eingeschlossener Luft und von Reaktionsgasen, sowie auf die Unterstützung der Wanderung des flüssigen Kunststoffs beim Einspritzen beschränkt. Bei in Formen hergestellten Kunststoffskiern dient die Anwendung von Vakuum lediglich zur Halterung von Belagteilen od. dgl.
Es ist weiters bekannt, Skikonstruktionen mit einem skelettartigen Grundaufbau zu versehen, der mit einer Kunst-stoffmasse zu einem Skikörper ausgegossen bzw. ausgeschäumt wird. Ein solcher skelettartiger Grundbau besteht, wie die DE-OS 2 014 025 zeigt, aus Seitenwandungen und einem sie verbindenden, allenfalls mit Durchbrechungen versehenen, sich über die Skibreite erstreckenden Steg, welcher bodenseitig oder in einer Mittelzone verläuft. Nachteilig bei diesen Skiern ist vor allem die aufwendige Herstellung des skelettartigen Grundbaues.
Schliesslich ist durch die DE-OS 2 054 952 ein geschichteter Ski mit einem Kunstschaumstoffkern sowie oberen und unteren Deckplatten bekannt geworden, wobei der Kern in Längenabständen voneinander im Querschnitt H-förmige Verstärkungsprofile mit durchbrochenen Wänden aufweist. Bei diesen Profilen verlaufen die Schenkel parallel zu den Seitenwangen und den Steg parallel zur Laufsohle in der Mittelzone des Skis. Abgesehen von den nicht befriedigenden Laufeigenschaften des Skis bestehen ebenso wie bei dem Ski der vorangehend beschriebenen Konstruktion Probleme mit der Anbringung der Stahlkante.
Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe, die Schaffung von Massnahmen zur einfachen Lösung aller dieser Probleme und schlägt zur Erreichung des gesteckten Zieles bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfin-dungsgemäss vor, dass die den Ski bildenden Bestandteile in eine evakuierbare Form eingelegt werden, worauf die Form evakuiert und ein Bindemittel zugeführt wird. Die Zufuhr des Bindemittels kann während oder nach dem Evakuieren der Form erfolgen.
Als Bindemittel kann z. B. Flüssigharz verwendet werden. Dieses Verfahren eignet sich für eine Serienproduktion und ist mit einfachst zu bedienenden Einrichtungen durchführbar.
In vorteilhafter Weise wird die Form mit den darin eingelegten Skibauteilen vor dem Einlassen des Bindemittels vorevakuiert. Durch den in der Kammer vor dem Einlassen des Bindemittels herrschenden Unterdruck, wird eine Entlüftung aller Poren der in die Form eingelegten Skibauteile erzielt, so dass das Bindemittel nach Öffnen eines Ventils in der Zufuhrleitung in die vorevakuierte Form schussartig eintritt und alle Poren ausfüllt. Berücksichtigt man, dass die Poren eine mikroskopisch zerklüftete Wand haben, welche beim bekannten Verfahren das Eintreten von Flüssigharz nur beschränkt zulässt, so dass in den Poren luftgefüllte tote Räume entstehen, ist verständlich, dass das polymerisierte Harz in den Oberflächenporen nur eine mangelhafte Verankerung findet, die den mannigfaltigen Beanspruchungen der Bauteile durch extreme Belastungen nicht gewachsen sind. Die durch das Vorevakuieren nahezu vollkommen entlüfteten Poren werden durch das Bindemittel praktisch zur Gänze ausgefüllt, wodurch eine ausreichende Verankerung des ausgehärteten Bindemittels eintritt, die auch ausserordentlich hohen Beanspruchungen standhält.
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Als besonders zweckmässig hat sich erwiesen die Luft aus der Form und Bindemittel in die Form im Bereiche der Schmalseite des Skis an mehreren in Längsabständen voneinander angeordneten Stellen abzusaugen bzw. einzuführen. Hiebei ist es vorteilhaft Luft auf der einen Seite der Form abzusaugen und Bindemittel auf der gegenüberliegenden Seite einzuführen. Das Bindemittel kann unter Druck zugeführt, aber auch mit fortschreitendem Unterdruck eingesaugt werden. Nach einem Merkmal der Erfindung kann so lange Bindemittel der Form zugeführt werden, bis es an der Absaugstelle austritt. Soll hierauf in der Form Überdruck aufgebaut werden, so ist es zweckmässig ein Ventil in der Absaugleitung abzusperren und der Form das Bindemittel unter Druck weiter zuzuführen.
Das Aushärten des Bindemittels kann vor allem, wenn es Flüssigharz ist, durch Wärmeeinwirkung erfolgen.
Für das erfindungsgemässe Verfahren wird eine Form verwendet werden, welche vorzugsweise unmittelbar evakuierbar ist, d.h., dass die Absaugleitung bzw. Absaugleitungen unmittelbar an die Form angeschlossen ist bzw. sind. Gleiches gilt auch für die Leitung bzw. Leitungen zum Zuführen des Bindemittels. In diese Form werden in bekannter Weise aufeinanderfolgend die Laufflächenschicht, die rand-seitigen Stahlkanten, ein Untergurt, das Laminat und bzw. oder andere Bestandteile oder andere Materialien, begrenzt von Seitengurten, ein Obergurt, eine Oberschicht sowie seitliche Oberkanten eingesetzt. Selbstverständlich kann die
Auswahl der einzelteile, ihre Form und Beschaffenheit, sowie ihre Anordnung in der Form der freien Entscheidung des Konstrukteurs überlassen werden, da diese Massnahmen keinen Gegenstand der Erfindung bilden. Im Rahmen der Erfindung können daher auch Vorformlinge verwendet werden. Ebenso liegt es ausserhalb der Erfindung ob Glasfasern und in welcher Form verwendet werden. So besteht die Möglichkeit, Einzelfasern, allenfalls in bestimmter Orientierung, Rowings, Laminate, Gewebe, Matten u.a. einzeln und in Kombination zu verwenden. Die übrigen Teile des Skis können aus beliebigen Werkstoffen, z.B. Holz, Kunststoff, Metall, wie Aluminium, Stahl od. dgl, hergestellt sein.
Das Einsetzen der Glasfasern in die Form erfolgt im trockenen Zustand, so dass die bei den bisherigen Verfahren mit dem Tränken der Glasfasern mit Flüssigharz verbundenen unangenehmen und durch die Entwicklung teilweise giftigen Gase und Dämpfe auch gesundheitsschädlichen Arbeiten entfallen können.
Als Bindemittel kann Flüssigharz, z. B. Polyester oder Epoxydharz verwendet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit jedes andere, vorzugsweise durch Wärmeeinwirkung aushärtbare Bindemittel zu verwenden. So kann zu diesem Zweck beispielsweise auch Schaumstoff dienen.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene weitere Massnahmen vorgenommen werden. So besteht die Möglichkeit das Harz vor dem Einführen in die Form einer Vakuumbehandlung zu unterziehen.
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1. Verfahren zur Herstellung eines Skis, welcher aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt ist, insbesondere eines Mehrschichtenskis, dadurch gekennzeichnet, dass die den Ski bildenden Bestandteile in eine evakuierbare Form eingelegt werden, worauf die Form evakuiert und ein Bindemittel zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel nach dem Evakuieren der Form zugeführt wird.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel während des Evakuierens der Form zugeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel Flüssigharz verwendet wird, welches der Form solange zugeführt wird, bis es an der Absaugstelle austritt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form mit den darin eingelegten Skibauteilen vor dem Einlassen des Bindemittels vorevakuiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen von Luft und das Einführen von Bindemittel an der schmalen Längsseite des Skis erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen von Luft und das Einführen von Bindemittel an gegenüberliegenden Seiten des Skis erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Absaugen von Luft und das Einführen von Bindemittel an mehreren in Längsabständen voneinander gelegenen Stellen erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Kunstfasern diese in die Form im trockenen Zustand eingeführt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form unmittelbar abgesaugt und mit Bindemittel versorgt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel vor dem Einführen in die Form einer Vakuumbehandlung ausgesetzt wird.
CH2639/83A 1982-06-07 1983-05-16 Verfahren zur herstellung eines skis. CH658997A5 (de)

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