CH659241A5 - Superverfluessigungsmittel fuer moertel oder beton. - Google Patents

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CH659241A5
CH659241A5 CH1020/84A CH102084A CH659241A5 CH 659241 A5 CH659241 A5 CH 659241A5 CH 1020/84 A CH1020/84 A CH 1020/84A CH 102084 A CH102084 A CH 102084A CH 659241 A5 CH659241 A5 CH 659241A5
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sulfonation
mortar
super
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CH1020/84A
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Fabio Tegiacchi
Benito Casu
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Grace Italiana Spa
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description

Die Erfindung betrifft Superverflüssigungsmittel für Mörtel oder Beton.
Zur Verbesserung von Mörtel- und Betonmischungen wird eine kleine Menge eines Fliessmittels, nämlich alkylsulfonierte Polysaccharide, dem Mörtel oder Beton zugegeben.
wobei VR das Wasservolumen der Referenzmischung und VA das Wasservolumen inklusive Fliessmittel der fliessmittelhaltigen Mischung ist), dann wird das Material gemäss UNI-Standard 8145 als Superverflüssiger bezeichnet. Die oben definierten Verflüssigungsmittel und Superverflüssiger genügen den in ASTM C494-80 spezifizierten Anforderungen für Typ A und Typ F-Zementmischungen.
Bekannte brauchbare Verflüssigungsmittel sind Ligninsulfo-50 nate, Gluconate und Tannate.
Einige bekannte technische Kohlenhydrate wie z.B. Gluco-sesirupe (vergleiche US-PS 3 432 317) und modifizierte Stärkehy-drolysate (vgl. die italienische Patentanmeldung Nr. 21680 A/80 des Anmelders, eingereicht am 28. April 1980) werden gewöhn-55 lieh in Zementmischungen sowohl für die Verbesserung der Theologischen Eigenschaften der Mischungen als auch für die Verbesserung der mechanischen Festigkeit verwendet. Ihre wasserreduzierende Fähigkeit ist jedoch sehr begrenzt und der der Superverflüssiger weit unterlegen.
Die Verwendung von Superverflüssigern hat technische Bedeutung erst während der vergangenen 5 Jahre oder so erlangt.
Bekannte Superverflüssiger werden aus Polynaphthalinsulfo-naten (vgl. US-PS 2141569; DE-AS 1238 831; CA-PS 993 901) 65 und aus sulfonierten Melaminharzen (vgl. z. B. IT-PS 801078) hergestellt.
Es wurde nun gefunden, dass durch Sulfonierung von Polysacchariden mit geeigneten Sulfonierungsmitteln ausgezeichnete
60
659 241
Superverflüssiger erhalten werdern können, die im Vergleich zu allen bekannten Verflüssigungsmitteln und Superverflüssigern überlegene Eigenschaften aufweisen.
Die erfindungsgemässen alkylsulfonierten Polysaccharid-Superverflüssigungsmittel sind durch einen Polymerisationsgrad (D.P.) bis zu 100 und einen Sulfonierungsgrad (D.S.), wie im folgenden definiert und bestimmt, von 0,2 bis 3,0 charakterisiert. Weiterhin können sie insoweit durch ihre Verflüssigungsaktivität charakterisiert werden, als der Zusatz von 0,4% des erfindungsgemässen Verflüssigers fähigist, demMörtel, dem er zugesetzt wird, eine Erhöhung der Fliesseigenschaft von 6,5% bis 130% zu verleihen, wenn immer der D.S.-Wert imBereich von 0,20 bis 1,50 liegt.
Beispiele für brauchbare Polysaccharide für die Herstellung der erfindungsgemässen Superverflüssiger sind z. B. Cellulose, Hemicellulose, Stärken und deren Hydrolysate.
Beispiele für geeignete Sulfonierungsmittel für die Herstellung der erfindungsgemässen Superverflüssiger sind z.B. Chlor-methylsulfonsäure, Chlorethansulfonsäure, Chlorpropansulfon-säure und 1,3-Propansulton.
Die bevorzugten erfindungsgemässen Superverflüssiger sind diejenigen, die aus hydrolysierter Cellulose sulfoniert mit Chlor-methan- oder Chlorethansulfonsäure hergestellt werden.
Superverflüssiger hergestellt aus Holzmelassen sulfoniert mit Chlorpropansulfonsäure wie auch hydrolysierten Stärken sulfoniert mit Chlorethan- oder Chlorpropansulfonsäure sind besonders bevorzugt.
Gegenwärtig sind die am meisten bevorzugten erfindungsgemässen Superverflüssiger diejenigen, die aus wasserlöslichen Stärkehydrolysaten mit einem Polymerisationsgrad von etwa 100 oder weniger und aus Chlorethansulfonsäure als Sulfonierungsmittel erhalten werden.
Es scheint, dass die Verflüssigungsaktivität der erfindungsgemässen Mittel eine Funktion der Ausgangs-Polysaccharide und der verwendeten Sulfonierungsmittel ist. Diese Feststellung wird durch die in der folgenden Tabelle wiedergegebenen Daten unterstützt.
Tabelle 1 Fliesstests
Verflüssiger
Dosierung
(b)
1) Hemicellulose-sulfopropylat (a)
2) Stärke-sulfopropylat (a)
3) Sulfoethylat löslicher Stärke (a)
0,6 1,5 0,3 0,5 0,3 0,5
+12 +24 +24 +35 +24 +50
25
30
Fluss (mm) bezogen auf Material ohne Verflüssiger
(a) hergestellt wie in den Beispielen 1,2 bzw. 3.
(b) Dosierungen sind angegeben als Prozent (trocken auf trocken) der Zementmenge in der Mischung.
Wie aus Tabelle 1 entnommen werden kann, ergeben die aus wasserlöslichen Stärken mit einem Polymerisationsgrad von bis zu 100 und Chlorethansulfonsäure hergestellten Verflüssiger die besten Resultate, wie sie nie zuvor mit irgendwelchen bekannten Fliessmitteln oder Superverflüssigern erzielt worden sind. Die Fliesstests in Tabelle 1 sind mit plastischen Mörteln gemäss dem italienischen Standard UNI 8020 unter Verwendung von Pt 325 Zement (der normalerweise in der Industrie verwendet wird) durchgeführt worden.
Die Sulfonatgruppen der erfindungsgemässen Verflüssigungsmittel können entweder in der freien Säureform vorliegen oder als Salz mit einem Metallkation der Gruppen IA und IIA, vorzugsweise Natrium, Kalium oder Calcium. Andere brauchbare Kationen können ausgewählt werden aus Ammonium oder den organischen Aminen.
Wenn das Kation von einem organischen Amin stammt, kann das Amin irgendein passendes primäres, sekundäres oder tertiäres Amin sein, wie etwa z. B. Amine, die eine Hydroxygruppe enthalten. Primäre, sekundäre und tertiäre Alkanolamine wer-5 den bevorzugt.
Die erfindungsgemässen Superverflüssiger werden in einfacher Weise nach an sich bekannten Methoden hergestellt.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der erfindungsgemässen Superverflüssiger, ihrer Herstellungsweise wie 10 auch ihrer Verwendungsweise in Mörtel- und Betonmischungen.
Beispiel 1 Hemicellulose-Sulfopropylat
100 g einer in Wasser schwach löslichen Hemicellulose wur-15 den bei Raumtemperatur in 300 ml Wasser suspendiert, das 75 g NaOH enthielt, mit 450 g 1,3-Propan-Sulton versetzt und 16 h bei 50 °C unter Rühren reagieren gelassen. Dann wurde das Reaktionsgemisch 48 h bei Zimmertemperatur stehengelassen. Dann wurde der pH-Wert mit 2n Natriumhydroxid auf 4 eingestellt und 20 das in der Überschrift genannte Produkt mit Methylalkohol ausgefällt.
Die Ausbeute betrug 80% derTheorie. Der Substitutionsgrad war 0,9.
Beispiel 2 Stärke-Sulfopropylat 80 g bei Raumtemperatur wasserunlöslicher Stärke wurden in 250 ml Wasser suspendiert, dasóOgNaOH enthielt, mit350g 1,3-Propan-Sulton versetzt und 16 h bei 50 °C unter Rühren reagieren gelassen.
Das Reaktionsgemisch wurde dann 48 h bei Zimmertemperatur stehengelassen und der pH-Wert mit 2n NaOH auf 4 eingestellt. Schliesslich wurde das im Titel genannte Produkt vom Reaktionsgemisch durch Ausfällung mit einer 2,5:1,5 Methanol/ 35 Aceton-Mischung abgetrennt; dann wurde besagtes Produkt in Wasser gelöst und durch eine 3500 Dalton-Celluloseacetatmem-bran dialysiert.
Die Ausbeute betrug 45% derTheorie. Der Substitutionsgrad war 1,1.
40 Beispiel 3
Sulfoethylat wasserlöslicher Stärke
100 g in Wasser bei Raumtemperatur leicht löslicher Stärke wurden in 1000 ml Isopropylalkohol suspendiert, mit 175 g des Natriumsalzes der 2-Chlorethansulfonsäure und einer Lösung 45 von 95 g NaOH in 100 ml Wasser versetzt und unter Rühren 15 min bei 30 °C und dann weitere 60 min bei 80 °C reagieren gelassen. Die Reaktion wurde unterbrochen durch Abkühlen auf Raumtemperatur.
Nach Neutralisierung mit Essigsäure wurde die Wasserphase 50 durch eine 3500 Dalton-Celluloseacetatmembran dialysiert.
Die Ausbeute betrug 80% der Theorie. Der Substitutionsgrad war 0,6.
Wie schon oben gesagt, scheint die Verflüssigungsaktivität der erfindungsgemässen Mittel eine Funktion der Ausgangs-55 Polysaccharide und der verwendeten Sulfonierungsmittel zu sein.
Weiterhin scheint diese Aktivität auch vom Sulfonierungsgrad abzuhängen, d.h. der durchschnittlichen Anzahl der Alkyl-sulfonsäuregruppen pro sich wiederholender Einheit der Poly-60 saccharidkette.
Es wurde gefunden, dass 0,2 der minimal nötige Sulfonierungsgrad für die Verbesserung der Verflüssigungsaktivität der verwendeten Polysaccharide ist.
Es wurde weiterhin festgestellt, dass der Sulfonierungsgrad 1 65 übersteigen muss, damit man ein Verflüssigungsmittel mit einer aussergewöhnlichen Aktivität erhält (d.h. einer grösseren Aktivität als sie nach dem Stand der Technik als normal angesehen wird).
659 241
Der Sulfonierungsgrad (hier auch als D.S. bezeichnet) der getesteten erfindungsgemässen Sulfoalkyl-Polysaccharide ist mittels kernmagnetischer Resonanzspektroskopie fH-NMR) bestimmt worden.
Die in Fig. 1 gezeigten NMR-Spektren entsprechen einer typischen wasserlöslichen Stärke und ihrem Sulfoethylderivat (D.S. —0,5) wie auch ihrem Sulfopropylderivat (D.S. =1,1). Die Sternchen kennzeichnen die den -CH2-Gruppen der Sulfo-ethyl- und Sulfopropyl-Substituenten entsprechenden Signale. Diese Signale erlauben die Bestimmung des Sulfonierungsgra-des, indem ihre Fläche auf die des anomeren Signals (H-l) bezogen wird.
Die folgende Tabelle 2 zeigt die Abhängigkeit der Verflüssigungsaktivität vom Sulfonierungsgrad.
Tabelle 2 Effekt des Sulfonierungsgrades
10
D.S. Fluss(mm) Zunahme gegenüber Material ohne
Verflüssiger (mm)
72
20
=
0,00*
70
-2
0,20
77
+5
0,80
89
+17
1,10
139
+67
25
1,35
151
+79
1,50
165
+93
* Entspricht Ausgangsmaterial, d. h. unsubstituierter oder nicht sulfoalkylierter wasserlöslicher Stärke.
Die sulfonierten Derivate in Tabelle 2 wurden hergestellt, indem kommerzielle wasserlösliche Stärke mit einem Polymeri-sierungsgrad von 80 der Sulfonierung mit dem Natriumsalz der Chlorethylsulfonsäure entsprechend dem in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren unterworfen wurde.
Die Fliesstests wurden mit plastischen Mörteln gemäss UNI-Standard 8020 und unter Verwendung eines Pt 325 Zementes durchgeführt; die Menge des zugesetzten Verflüssigers betrug 0,4% des Gewichtes des Zementes.
Die Daten in Tabelle 2 zeigen, dass der Zusatz von 0,4% einer nicht sulfoalkylierten wasserlöslichen Stärke zu Mörtel eine leichte Erniedrigung der Fliessfähigkeit des Mörtels verursacht, verglichen mit reinem (oder nicht mit Zusatz versehenem) Mörtel.
Der Verflüssigungseffekt wird wahrnehmbar nach Zusatz einer Menge von 0,4% eines erfindungsgemässen Superverflüssi-gers mit einem D.S.-Wert von 0,20. Unter technischen Gesichtspunkten ist der resultierende Effekt j edoch von geringem Interesse.
Ein Verflüssigungseffekt im Bereich von jenem mit bekannten Fliessmitteln erzielbaren wird durch Zusatz von 0,4% eines erfindungsgemässen Superverflüssigers mit einem D.S.-Wert von 0,80 erzielt.
Bei Zusatz von 0,4% eines erfindungsgemässen Superverflüssigers mit einem D. S. - Wert von 1,10 liegt der erreichte Verflüssi-gungseffekt im Bereich von jenen, die mit einer gleichen Menge von kommerziellen Superverflüssigern erhältlich sind.
Bei Zusatz von 0,4% eines erfindungsgemässen Superverflüssigers mit einem D. S. - Wert von mindestens 1,35 schliesslich ist der erreichte Verflüssigungseffekt hervorragend, d.h. viel grösser als der mit einer gleichen Menge irgendeines bekannten Superverflüssigers erreichbare Verflüssigungseffekt.
Die Möglichkeit der Verflüssigung der Mörtel- und Betonmi-15 schung hängt nicht nur vom Sulfonierungsgrad, sondern auch von der Menge zugesetzten Fliessmittels ab und ist umso geringer, je höher der Sulfonierungsgrad ist.
Erfindungsgemäss werden interessante Resultate (hinsichtlich Fliessfähigkeit) bei Dosierungen zwischen 0,1% und 0,4% (des Gewichtes des hydraulischen Bindemittels und hohen D .S.-Werten, d.h. grösser als 1,0) erhalten.
Zur Erzielung von Resultaten derselben Grössenordnung unter Verwendung eines Verflüssigers mit einem mittleren Sulfonierungsgrad, d. h. mitD.S.-Werten im Bereich vonO,8 bis 1,2, soll die Dosierung des Verflüssigers im Bereich von 0,2% bis 0,6% liegen.
Bei Verwendung von Verflüssigern mit einem niedrigen Sulfonierungsgrad, d. h. D.S.-Werten im Bereich von 0,2 bis 0,5, werden grössere Dosierungen als 0,6% benötigt.
Insbesondere bei Verwendung von sulfoethylierten wasserlöslichen Stärken (mit einem Polymerisierungsgrad von = 100) wurde gefunden, dass bei Dosierungen vonO,35% bis0,55% (des Gewichtes des hydraulischen Bindemittels) und einem D.S.-Wert im Bereich von 0,8 die Fliessfähigkeit der Mörtel- und Betonmischung von derselben Grössenordnung wie die unter Verwendung bekannter Verflüssiger erreichbar ist. Wenn der D.S.-Wert der besagten Stärken im Bereich von 1 hegt, dann entspricht die Fliessfähigkeit der Mörtel- und Betonmischung derjenigen einer Mörtel- und Betonmischung mit einem bekannten Superverflüssiger. Bei Verwendung einer erfindungsgemässen sulfoethylierten Stärke mit einem D .S. -Wert im Bereich von 1,3 schliesslich ist die Fliessfähigkeit der sie enthaltenden Mörtel-und Betonmischungen grösser als die mit irgendwelchen bekann-_ ten Superverflüssigern erreichbare.
Die folgende Tabelle 3 zeigt die mit einer kommerziellen wasserlöslichen Stärke mit einem Polymerisierungsgrad von ë 100 bei anwachsenden D.S. - Werten erzielten Resultate im Vergleich mit Verflüssigern nach dem Stand der Technik.
30
35
40
45
Tabelle 3
Vergleich der erfindungsgemässen Superverflüssiger mit bekannten Fliessmitteln und Superverflüssigern des Handels
Verflüssiger
Fluss (mm)
Druckfestigkeit (kg/cm2)
nach 7 Tagen
Absolutwert
Bezogen auf
Absolutwert
Bezogen auf
Material ohne
Material ohne
Verflüssiger
Verflüssiger
1. Sulfoethylat kommerzieller wasserlöslicher Stärke
(erfindungsgemäss) D.S. =0,8
89
+17
292
+66
2. Calcium-Ligninsulfonat-Rohlauge
85
+13
260
+34
3. Natriumgluconat Mutterlauge
90
+18
253
+27
4. Sulfoethylat kommerzieller wasserlöslicher Stärke
(erfindungsgemäss) D.S.=1,0
129
+47
289
+63
5. Natrium-polynaphthalin-sulfonat
120
+38
280
+54
6. Sulfoniertes Melaminharz
115
+33
295
+69
7. Sulfoethylat kommerzieller wasserlöslicher Stärke
(erfindungsgemäss) D.S.=1,30
159
+67
267
+41
5
659 241
Die folgende Tabelle 4 zeigt die höhere Reduktion des Wasserbedarfes, die mit einer kommerziellen wasserlöslichen Stärke mit einem Polymerisierungsgrad von = 100 und einem D. S. - Wert von 1,25 erzielt wurde, im Vergleich mit einem kommerziellen bekannten Superverflüssiger (Polynaphthalinsul-fonat).
Tabelle 4
Verflüssiger ml Wasser W/C
Fluss
Druckfestigkeit nach 7
Tagen
_
225
0,5
85
260
Sulfoalkylierte Stärke
194
0,43
86
358
Naphthalin-sulfonat
200
0,44
86
342
Gemäss UNI-Standard 8145 ist die wie folgt bestimmte Wasserreduktion, erhalten mit einer sulfoalkylierten Stärke:
100 x
225-194 225
= 14%
grösser als die mit dem bekannten Superverflüssiger (Polynaph-5 thalinsulfonat) erhaltene:
100 x
225-200 225
= 11%
10
Die in den Tabellen 3 und 4 zusammengefassten Tests wurden mit plastischem Mörtel ausgeführt, gemäss UNI-Standard 8020 und unter Verwendung eines Pt 325 kommerziellen Zementes.
Die Menge des der Mischung zugesetzten Verflüssigers war 15 für alle Proben dieselbe, d. h. 0,40% (bezogen auf das Gewicht des hydraulischen Bindemittels).
Die folgende Tabelle 5 zeigt Daten, die mit Betontests erhalten wurden, die gemäss italienischen Richtlinien (UNI 7163) ausgeführt wurden, unter Verwendung von Pt 425 Zement 20 des Handels.
Tabelle 5
Zementtyp
Zementdosie- W/C rung kg/m3
Satz (cm) Druckfestigkeit (kg/cm2)
3 Tage
7 Tage
28 Tage
0,55
8
230
336
400
0,44
8
388
449
590
0,44
10
368
460
605
425 Portland idem + Polynaphthalinsulfonat idem + Sulfoalkylstärke
350 350 350
Die erfindungsgemässen alkylsulfonierten Polysaccharide sind verwendbar zur Herstellung von Mörtel- und Betonmischungen, die irgendeinen Typ eines hydraulischen Bindemittels enthalten, wie Portland-Zement und gemischte Zemente (Portland-Hochofenschlackenzement, Portland-Pozzolan- oder Flugaschenzement, Schlackenzement). Die erfindungsgemässe Mörtel- oder Betonmischung kann andere Additive enthalten, wie etwa Härtungsmittel, Luft eintragende Mittel, Weichmacher, Beschleuniger und Verzögerer nach dem Stand der Technik.
Es ist angebracht darauf hinzuweisen, dass die zur Herstellung der erfindungsgemässen Mörtel- und Zementmischungen verwendeten hydraulischen Bindemittel schon Additive enthalten können, die beim Klinker-Mahlprozess und/oder bei der Herstellung des hydraulischen Bindemittels verwendet werden.
Die erfindungsgemässen Superverflüssiger können in die Mörtel- und Betonmischung nach beliebigen geeigneten Verfahren eingearbeitet werden. So können sie direkt der Mischung zugesetzt werden, vorteilhaft als wässrige Lösung.
Alternativ können die erfindungsgemässen Verflüssiger vor-35 her mit einem oder mehreren der Bestandteile der Mischung vermischt werden. Wenn er zuvor mit Zement vermischt wird, muss sich der Verflüssiger notwendigerweise in trockenem Zustand befinden.
Die erfindungsgemässen Verflüssiger können auch dem Klin-40 ker während des Mahlens zugesetzt werden. In diesem Fall können sie mit bekannten Mahlhilfsmitteln, wie etwa z.B. Alkanolaminen und Glykolen, vermischt werden.
Obwohl die Erfindung vorteilhaft auf die Produktion jeder Art von Mörtel und Beton anwendbar ist, ist sie insbesondere auf 45 das Gebiet der Additive gerichtet, die die Verarbeitbarkeit des Betons verbessern, der in Zivilbauwerken oder Massivbauwerken (wie Brücken und Strassen) sowie zur Herstellung vorgefertigter Betonteile verwendet wird.
M
1 Blatt Zeichnungen

Claims (15)

  1. 659 241
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Superverflüssigungsmittel für Mörtel oder Beton, gekennzeichnet durch ein alkylsulfoniertes Polysaccharid mit einem Polymerisationsgrad bis zu 100 und einem Sulfonierungsgrad von 0,2 bis 3,0.
  2. 2. Superverflüssigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sulfonierungsgrad zwischen 0,2 und 1,5 liegt.
  3. 3. Superverflüssigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das alkylsulfonierte Polysaccharid eine alkylsulfonierte Cellulose, Hemicellulose, hydrolisierte Cellulose, Holzmelasse oder Stärke ist.
  4. 4. Superverflüssigungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte alkylsulfonierte Polysaccharid eine alkylsulfonierte wasserlösliche Stärke ist.
  5. 5. Superverflüssigungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die alkylsulfonierte wasserlösliche Stärke ein Reaktionsprodukt einer wasserlöslichen Stärke mit Chlore-thansulfonsäure ist.
  6. 6. Superverflüssigungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sulfonierungsgrad bei 1,3 liegt oder grösser ist.
  7. 7. Hydraulische zementhaltige Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein hydraulisches Zementbindemittel und ein alkylsulfoniertes Polysaccharid mit einem Polymerisationsgrad bis zu 100 und einem Sulfonierungsgrad von 0,2 bis 3,0 enthält.
  8. 8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das alkylsulfonierte Polysaccharid in Mengen von 0,1% bis 0,4% des Gewichtes des Bindemittels vorhanden und der Sulfonierungsgrad grösser als 1,0 ist.
  9. 9. Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , dass das alkylsulfonierte Polysaccharid in Mengen von 0,2% bis 0,6% des Gewichtes des Bindemittels vorhanden ist und der Sulfonierungsgrad 0,8 bis 1,2 beträgt.
  10. 10. Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das alkylsulfonierte Polysaccharid in einer Menge grösser als 0,6%, bezogen auf das Gewicht des Bindemittels, enthalten ist und der Sulfonierungsgrad 0,2 bis 0,5 beträgt.
  11. 11. Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das alkylsulfonierte Polysaccharid eine alkylsulfonierte wasserlösliche Stärke ist.
  12. 12. Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das alkylsulfonierte Polysaccharid eine sulfoethy-lierte wasserlösliche Stärke ist, die in einer Menge von 0,35 % bis 0,55% des Gewichtes des hydraulischen Bindemittels vorhanden ist, und der Sulfonierungsgrad 0,8 bis 1,3 beträgt.
  13. 13. Verfahren zur Erhöhung der Fliessfähigkeit einer ein hydraulisches Bindemittel enthaltenden Mörtel- oder Betonmischung, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischung 0,1 Gew.-% bis 1,0 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des hydraulischen Bindemittels, eines alkylsulfonierten Polysaccharids mit einem Polymerisationsgrad bis zu 100 und einem Sulfonierungsgrad von 0,2 bis 3,0 einverleibt werden.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Sulfonierungsgrad 0,2 bis 1,5 beträgt.
  15. 15. Verfahrennach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das alkylsulfonierte Polysaccharid eine sulfoethylierte wasserlösliche Stärke ist, die der Mischung in einer Menge von 0,35% bis 0,55% des Gewichtes des Bindemittels einverleibt wird und einen Sulfonierungsgrad von 0,8 bis 1,3 hat.
    Dadurch lassen sich Mörtel- und Betonmischungen verarbeiten, so dass die Wasser/Zement-Verhältnisse niedrig bleiben. Mörtel- und Betonmischungen sind dabei Gemische aus Zementmaterial und Zuschlagsstoffe, wie sie in den ASTM-Spezifikatio-5 nen C270 bzw. C125 definiert werden.
    Es ist bekannt, dass das anfängliche Verhältnis von Wasser zu Zement, gewöhnlich als W/C-Verhältnis bezeichnet, in Mörtel-und Betonmischungen ein wichtiges ist, das die sogenannte Verarbeitbarkeit der Zementmischung steuert.
    10 Die für eine günstige Verarbeitbarkeit benötigte Wassermenge ist viel grösser als diej enige, die für eine vollständige Hydratation des zur Herstellung der Mischung verwendeten hydraulischen Bindemittels notwendig ist.
    Der Wasserüberschuss kann, insbesondere im Falle guter 15 Verarbeitbarkeit, ernsthafte Nachteile sowohl bei der frischen Mischung (übermässiges Ausbluten, Ségrégation usw.) als auch bei der ausgehärteten Mischung (übermässige Schrumpfung, hohe Porosität, geringere Festigkeit usw.) verursachen.
    Um eine gute Verarbeitbarkeit von Mörtel- und Zementmi-20 schungen bei niedrigeren W/C-Verhältnissen zu erhalten, sind seit langem besondere Materialien vorgeschlagen worden, und einige von ihnen haben kommerzielle Bedeutung erlangt.
    Gewöhnlich werden solche Materialien als Verflüssigungsmittel bezeichnet. Im besonderen werden diese Materialien nach den italienischen Richtlinien zur Materialprüfung (UNI) in zwei Klassen eingeteilt, nämlich Verflüssigungsmittel und Superver-flüssiger. Wenn das Mittel in plastischen Standardmörteln eine Wasserreduktion von nicht weniger als 6% gestattet
    25
    30
    ( d.h. 100 VR VA = 6 S , V„
    wobei VR das Wasservolumen der Referenzmischung und VA das Wasservolumen inklusive Verflüssigungsmittel der verflüssi-35 gungsmittelhaltigen Mischung ist), dann wird das Material gemäss UNI-Standard7102-72 als Verflüssigungsmittel bezeichnet. Wenn andererseits das besagte Material eine Wasserreduktion von nicht weniger als 10% gestattet
    40
    V - V "> (d.h. 100 _R _A = 10
    VR
    45
CH1020/84A 1983-03-03 1984-03-02 Superverfluessigungsmittel fuer moertel oder beton. CH659241A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT19879/83A IT1161592B (it) 1983-03-03 1983-03-03 Polisaccaridi alchilsolfonati ad attivita' fluidificante e matle e calcestruzzi contenenti detti polisaccaridi

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CH1020/84A CH659241A5 (de) 1983-03-03 1984-03-02 Superverfluessigungsmittel fuer moertel oder beton.

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