CH659594A5 - Verfahren zum saeubern von hohlglaesern von darauf abgelagerten glaspartikeln. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Säubern von Hohlgläsern von darauf abgelagerten Glaspartikeln.
Bei der Herstellung von Hohlglasartikeln, z.B. Flaschen, ist es oft erforderlich, das erhaltene Produkt, also das Hohlglas, abzutrennen. Bei diesem Abtrennschritt lagern sich al-lermeistens kleinste Glaspartikeln auf der Innenoberfläche des Hohlglases ab. Typische Anordnungen, bei deren Verwendung solche Partikeln auftreten, werden eingesetzt in der Hestellung von Hohlglasartikeln durch den wohl bekannten «Pastenformprozess» bei dem eine Kappe weggebrochen oder abgetrennt wird vom Rest des Hohlglases. In einem solchen Verfahren weisen die Partikel eine Grösse von etwa 0,254 mm oder mehr auf. Partikel können auch entstehen in der Herstellung von Glasrohrware, die in Längsabschnitte unterteilt wird durch Einkerben und anschliessendes Abbrechen. Bei dieser Vorgehensweise haben die grössten Partikel eine Grösse von etwa 0,5 mm oder weniger. Bis jetzt war es üblich, Druckluft zu verwenden um die Glaspartikeln von der Innenoberfläche des Hohlglases zu entfernen. Dieses Vorgehen ist aber nicht so wirksam, wie dies erwünscht wäre und wenn es sich um Hohlgläser wie z.B. Flaschen handelt, so tritt der zusätzliche Nachteil hinzu, dass möglicherweise das Hohlglas hinsichtlich Stossfestigkeit geschwächt wird.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein wirksames Verfahren zum Säubern der Hohlgläser von den Glaspartikeln vorzuschlagen. Die Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 umschrieben. Inbezug auf bevorzugte Ausführungsarten dieses Verfahrens wird auf die abhängigen Ansprüche hingewiesen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Aufriss einer bei der Ausübung des Verfahrens benützten Einrichtung,
Fig. 2 einen Aufriss einer anderen Einrichtung, die bei der Durchführung einer modifizierten Ausführungsart des Verfahrens verwendet werden kann.
In Fig. 1 der Zeichnung ist mit C eine Flasche oder eine Ampulle bezeichnet, die einen Boden und eine Seitenwand hat und die an ihrem vom Boden entfernten Ende offen ist; diese Flasche ist in der umgekehrten Stellung gezeigt, also mit dem offenen Ende nach unten, und ein Resonator oder ein Horn eines Ultraschallgenerators ist mit dem Boden des Hohlglases in Berührung gehalten. Ultraschallschwingung wird momentweise am Hohlglas angelegt mit dem Ergebnis, dass die Glaspartikeln, die voraussetzungsgemäss an der Oberfläche, insbesondere an der Innenoberfläche des Hohlglases anliegen, abgelöst werden und durch das offene Ende des Hohlglases hindurch herausfallen. Es hat sich im Zusammenhang mit Hohlgläsern gezeigt, dass die besten Resultate bei dieser Säuberung erzielt werden, wenn die Querschnittoberfläche des Ultraschallschwingungsanlegehorns grösser ist als die Querschnittsfläche des Hohlglasbodens.
Durchgeführte Versuche haben gezeigt, dass das Verfahren nicht nur nützlich ist zum Säubern der Hohlgläser von den Glaspartikeln, sondern sie haben auch gezeigt, dass die Wirkungseffizienz grösser ist als dies bisher möglich war bei der Verwendung von Luft zum Entfernen der Partikeln. Es hat sich des weiteren gezeigt, dass die Festigkeit des sich ergebenden Hohlglases nicht ungünstig beeinflusst wird durch den Säuberungsschritt, so wie dies der Fall ist bei der Säuberung durch Luft. Es hat sich des weiteren gezeigt, dass die besten Ergebnisse dann erhalten werden, wenn das Hohlglas dem Säuberungsschritt unterworfen wird vor der schlussendlichen Wärmebehandlung, zwecks Spannungsfreiglühens des Hohlglases in einem Ofen oder dgl. Die Hohlgläser sind vorzugsweise heiss beim Säuberungsschritt für die Erzielung der optimalen Resultate; sie haben vorzugsweise eine Temperatur, die ungefähr 480 °C beträgt.
Die in Fig. 1 gezeigte Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens hat einen Ständer 11 zum Tragen eines Ultraschallschwingungserzeugers 12, zu welchem ein Resonator oder Horn 13 gehört, welcher eine flache Bodenfläche 14 hat, welche mit dem Boden des in Behandlung befindlichen Hohlglases C in Berührung gehalten wird. Im Gebrauch wird das Hohlglas mit dem Horn 13 in Berührung gebracht und den Ultraschallschwingungen unterworfen, welche durch das Horn 13 hindurch direkt auf den Behälter übertragen werden.
Eine Einrichtung der eben beschriebenen Gattung, die zufriedenstellende Resultate ergibt, wird durch die Firma Branson Sonic Power Company, Danbury, Connecticut, USA hergestellt und mit der Typenbezeichnung 350 auf den Markt gebracht; diese Einrichtung hat eine Ausgangsleistung von 350 Watt und eine Arbeitsfrequenz von etwa 20 kHz. Solche Ultraschallgeneratorsysteme weisen üblicherweise einen Generator, einen Umsetzter und Resonator oder ein Horn auf und sind beispielsweise in der US-PS 4 265 842 dargestellt und beschrieben.
Es hat sich auch gezeigt, dass das Verfahren mit Erfolg angewendet werden kann zum Säubern von Glasrohrware von Glaspartikeln. In der Fig. 2 ist ein Abschnitt eines Glas2
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rohres gezeigt und mit T bezeichnet. Dieser Glasrohrabschnitt wird von einem Förderer 16 getragen und dabei am Ende eines Resonators 17 vorbeibewegt. Ein aus Kunststoff bestehendes, federbelastetes Niederhaltekissen 18 hält den Rohrabschnitt am Resonator 17 in Anlage. Hier wird also die Untraschallenergie auch durch das Horn 17 auf die Seitenwand des Rohrabschnittes T abgegeben. Da dieser Rohrabschnitt eine enge Öffnung hat und weil der Rohrabschnitt horizontal gelegen ist, kann Luft vorzugsweise direkt durch Düsen 19 hindurch auf das andere Ende des Rohrabschnittes geblasen werden, um die abgelösten Glaspartikeln wegzutragen. Anstatt horizontal kann der Rohrabschnitt auch in einer vertikalen oder in einer Schräglage abgestützt sein. Falls das Rohrabschnittsverhältnis lang ist, z.B. eine Länge von etwas 1,2 bis 1,5 m hat, so wird er vorzugsweise nach und nach an einer anderen Station vorbeibewegt, in welcher
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das andere Ende an einem anderen Resonator anliegt, wobei dann die Luft am anderen Ende zugeführt wird, um die abgelösten Partikel wegzutragen.
In einer typischen Anordnung hat der Resonator 17 eine Länge von etwa 76 mm parallel zur Achse des Rohrabschnittes und eine Weite von etwa 25,4 mm winkelrecht zur Achse des Rohrabschnittes in der Richtung der Vorbewegung dieses Rohrabschnittes.
Es hat sich gezeigt, dass es genügt, nur kurzzeitige Anlage am Glasrohrabschnitt zu gewährleisten, um die Glaspartikeln abzulösen und sie nachher wegzutragen. Die Frequenz der Schallschwingungen, welcher die Hohlgläser ausgesetzt werden, liegen vorzugsweise im Bereich von 10 bis 40 kHz. Säuberungseffekte, die besser sind als jene die erhalten werden mit Säuberungsluft, werden dann erhalten, wenn die Frequenz zwischen 0,5 und 90 kHz beträgt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zum Säubern von Hohlgläsern von darauf abgelagerten Glaspartikeln, namentlich von solchen, die auf der Hohlglasinnenoberfläche abgelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser mit einem Schallresonator in Berührung gebracht und Schallschwingungen ausgesetzt werden, deren Frequenz zwischen 0,5 und 90 kHz liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser Schallschwingungen ausgesetzt werden, deren Frequenz 10 bis 40 kHz beträgt, und zwar von einer Wärmebehandlung zwecks Vergütens des Glases.
3. Verfahren nach Anspruch 1, ausgeführt an Hohlgläsern, die ein offenes Ende und ein geschlossenes Ende haben, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser, währenddem sie den Schallschwingungen im Bereich von 10 bis 40 kHz ausgesetzt werden, mit ihrem offenen Ende nach unten gehalten werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser mit ihrer Basis, d.h. mit ihrem geschlossenen Ende, mit dem Schallresonator in Berührung gehalten werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schallresonator verwendet wird, dessen Quer-schnittsfläche grösser ist als die Basisfläche der in Behandlung befindlichen Hohlgläser.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser mit ihrer Mantelwand mit dem Schallresonator in Berührung gehalten werden, der mit einer Frequenz von 10 bis 40 kHz betrieben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Luft in Längsrichtung durch das Hohlglas hindurchgelassen wird, währenddem dieses mit dem Resonator in Berührung steht.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser quer zu ihrer Längsrichtung bewegt werden, um sie abwechslungsweise mit dem Resonator in und ausser Bewegung zu bringen.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlgläser Schallschwingungen ausgesetzt werden, deren Frequenz ungefähr 20 kHz beträgt.
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