CH659643A5 - Automatische vorrichtung zum abwickeln und/oder aufwickeln parallellaufender faeden. - Google Patents

Automatische vorrichtung zum abwickeln und/oder aufwickeln parallellaufender faeden. Download PDF

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CH659643A5 CH211583A CH211583A CH659643A5 CH 659643 A5 CH659643 A5 CH 659643A5 CH 211583 A CH211583 A CH 211583A CH 211583 A CH211583 A CH 211583A CH 659643 A5 CH659643 A5 CH 659643A5
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Josef Dr Derichs
Gerhard Koslowski
Klaus Bohnen
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Schlafhorst Co Maschf
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Description

Die Erfindung betrifft eine automatische Vorrichtung zum Abwickeln und/oder Aufwickeln parallellaufender Fäden, insbesondere ein Spulengatter oder eine Wickelmaschine, mit elektronischen Fadenbewegungswächtern und zumindest einem gemeinsamen Fadenstillstandsmelder für mehrere oder alle Fadenbewegungswächter.
Bei gattungsgemässen automatischen Vorrichtungen sollen die Fadenbewegungswächter im allgemeinen dazu dienen, die Vorrichtung stillzusetzen, wenn auch nur ein einziger Faden aus irgend einem Grund bricht oder zum Stillstand kommt. Der Fadenstillstandsmelder hat daher im allgemeinen nicht nur die
Aufgabe, einen Fadenstillstand lediglich zu melden, sondern er besitzt auch Schaltglieder oder wirkt auf Schaltglieder ein, die den sofortigen Stillstand der automatischen Vorrichtung veranlassen. Es wird bei Fadenbruch also in aller Regel für den sofortigen oder alsbaldigen Stillstand des die Fäden aufnehmenden Teilaggregats gesorgt. Auch die weitere Zufuhr der Fäden wird unterbunden.
Es ist üblich, die Fäden aus einem Spulengatter abzuziehen, das mit kurzem Abstand getrennt von einer Wickelmaschine aufgestellt ist. Auf der Wickelmaschine, zum Beispiel einer Zettelmaschine, werden die dicht bei dicht liegenden Fäden zu einem Baum aufgewickelt, der dann später zur Herstellung textiler Flächengebilde weiterverwendet wird.
Demgemäss gehört zu den gattungsgemässen Vorrichtungen, wenn man Einzelbeispiele wählt, sowohl ein Spulengatter als auch eine Wickelmaschine, aber auch das aus Spulengatter und Wickelmaschine bestehende Aggregat. Die elektronischen Fadenbewegungswächter könnten zum Beispiel alternativ mit dem Spulengatter oder der Wickelmaschine verbunden sein, sie können aber auch auf einem besonderen Gestell angeordnet sei n.
Moderne automatische Vorrichtungen zum Abwickeln und/ oder Aufwickeln parallellaufender Fäden sind nicht nur für grosse Wickelgeschwindigkeit eingerichtet, sie müssen auch in der Lage sein, hinsichtlich Fadenmaterial, Fadenabmessungen, Fadengeschwindigkeit und klimatischer Bedingungen weite Bereiche abzudecken. Das heisst, derartige automatische Vorrichtungen sollen möglichst universell verwendbar sein. Da nun aber bei elektronischen Fadenbewegungswächtern die Intensität des Eingangssignals von vielerlei Gegebenheiten des Wickelbetriebs abhängig ist, wie zum Beispiel vom Fadenmaterial, von der Fadengeschwindigkeit und vom Kleinklima, ergeben sich bei den herkömmlichen Vorrichtungen Anpassungsschwierigkeiten. Es gelingt nicht, mit ein und denselben elektronischen Fadenbewegungswächtern den ganzen gewünschten Einsatzbereich der automatischen Vorrichtung abzudecken. Um diesem Nachteil abzuhelfen, ist man bisher genötigt gewesen, die Bewegungswächter oder Baugruppen davon von Fall zu Fall gegen andere auszutauschen. Das ist sehr umständlich und erfordert eine verhältnismässig umfangreiche Reservebevorratung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise und ohne grossen Aufwand die Effektivität der Fadenbewegungswächter möglichst optimal an die jeweiligen Gegebenheiten des Wickelbetriebs, wie zum Beispiel Fadenmaterial, Fadenstärke, Fadengeschwindigkeit, Kleinklima anzupassen. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
In dem Signalweg zwischen den Fadensignalaufnehmern und dem Fadenstillstandsmelder ist nunmehr mindestens ein Signal-empfindlichkeitseinsteller angeordnet. Der Signalweg schliesst dabei den Fadensignalaufnehmer selber und auch den Fadenstillstandsmelder mit ein. Die Signalempfindlichkeit wird an geeigneter Stelle dieses Signalweges für mehrere oder alle Fadenbewegungswächter eingestellt. Ändern sich die Wickelbedingungen, so kann nunmehr die Signalempfindlichkeit zentral eingestellt werden und es braucht nicht an jedem einzelnen Fadenbewegungswächter eine Einstellung oder gar ein Austausch vorgenommen zu werden.
Es kann hierbei durchaus an jedem Fadenbewegungswächter ein Signalempfindlichkeitseinsteller vorhanden sein, zum Beispiel in Form einer steuerbaren elektronischen Baugruppe mit Verstärkerwirkung und/oder Ventilwirkung. Der Einfachheit halber können aber mehrere Fadensignalaufnehmer elektrisch an einen gemeinsamen Signalempfindlichkeitseinsteller angeschlossen sein. Mehrere Signalempfindlichkeitseinsteller können wiederum an einen gemeinsamen Fadenstillstandsmelder angeschlossen sein.
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Die erwähnten steuerbaren elektronischen Baugruppen können in ihrer Signalempfindlichkeit auf unterschiedliche Weise, zum Beispiel durch einen Signalempfindlichkeitswähler, der wiederum auf mehrere Signalempfindlichkeitseinsteller gemeinsam einwirken kann, veränderbar sein. Es kann auf die Spannung, die Stromstärke, die Kapazität, die Induktivität, elektrische Widerstandswerte oder auf eine Arbeitsfrequenz der erwähnten elektronischen Baugruppen zwecks Änderung der Signalempfindlichkeit eingewirkt werden. Der Signalempfind-lichkeitseinsteller kann bereits in fadenbezogenen Daten geeicht sein. Diese fadenbezogenen Daten sind weit zu fassen. Sie können zum Beispiel das Fadenmaterial selber betreffen, die Fadenstärke, die Fadengeschwindigkeit und auch das Kleinklima. Hier kann eine stufenlose, besser aber noch eine Einstellmöglichkeit in bestimmten Stufen oder Stellungen vorgegeben werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere auch darin, dass die Anpassung der automatischen Vorrichtung zum Abwickeln und/oder Aufwickeln parallellaufender Fäden mit wenigen Handgriffen erfolgen kann, ohne dass Umrechnungen oder Anpassungsversuche vorzunehmen wären. Auch eine automatische Anpassung ist möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Die Erfindung wird an diesen Ausführungsbeispielen noch näher erläutert und beschrieben.
Fig. 1 zeigt in sehr vereinfachter Darstellung in einer Ansicht von oben eine automatische Vorrichtung zum Abwickeln parallellaufender Fäden in Form eines Spulengatters. Fig. 2 zeigt einen Teilausschnitt des Spulengatters nach Fig. 1. Die Fig. 3 bis 6 zeigen vier verschiedene Schaltungsanordnungen elektronischer Fadenbewegungswächter eines Spulengatters nach Fig. 1.
Die insgesamt mit 1 bezeichnete automatische Vorrichtung in Form eines Spulengatters zum Abwickeln parallellaufender Fäden ist mit einer hier nicht mehr dargestellten, rechts vom Spulengatter 1 angeordneten Wickelmaschine zu einem Aggregat vereinigt. Das Spulengatter 1 ist doppelseitig ausgeführt mit einer Fadenablaufseite 2 und einer Fadenablaufseite 3. An jeder Fadenablaufseite sind viele hier nicht dargestellte Ablaufspulen für Fäden 4 (Fig. 2) vorhanden. An der Fadenablaufseite 2 bilden die Fäden Fadenscharen, die nebeneinander, in mehreren Etagen aber auch übereinander liegen. Fig. 1 zeigt die beiden oberen Fadenscharen 5 und 6. In gleicher Weise werden die Fäden von der Fadenablaufseite 3 in Form von Fadenscharen abgezogen, von denen in Fig. 1 die beiden oberen Fadenscharen 7 und 8 sichtbar sind.
An der Gatterfront sind Stützen 9 und 10 vorhanden, von denen zur Seite hin in jeder Fadenscharetage Traversen ausgehen. Die beiden oberen Traversen 11 und 12 sind in Fig. 1 dargestellt. Die einzelnen Traversen tragen elektronische Fadenbewegungswächter und andere Teile, auf die weiter unten noch näher eingegangen wird.
Fig. 2 zeigt Einzelheiten der Stütze 9 und der Traverse 11. Die Stütze 9 hat ein C-förmiges Profil, das durch eine Schraube 13 mit einem Halter 14 verklammert ist, der die Traverse 11 hält. Die Traverse 11 ist nicht in ihrer ganzen Länge dargestellt, sondern der Einfachheit halber nur in verkürzter Ausführung.
Gemäss Fig. 2 besteht hier die Fadenschar 6 auch wieder der Einfachheit halber nur aus 7 Fäden 4. Die Traverse 11 trägt aneinandergereiht insgesamt 10 elektronische Fadenbewegungswächter 15. Die Schaltungsanordnung Fig. 3 zeigt ebenfalls 3 dieser Fadenbewegungswächter, die hiermit 15a, 15b und 15c bezeichnet sind. Zu jedem Fadenbewegungswächter gehört ein piezoelektrischer Fadensignalaufnehmer. Zum Fadenbewegungswächter 15a gehört der Fadensignalaufnehmer 16a, zum Fadenbewegungswächter 15b der Fadensignalaufnehmer 16b und zum Fadenbewegungswächter 15c der Fadensignalaufnehmer 16c. Es handelt sich um piezoelektrische Fadensignalaufnehmer, das heisst, dass jeder Fadensignalaufnehmer ein piezoelek659 643
trisches Element aufweist, das bei wechselnder mechanischer Druckbeanspruchung eine wechselnde elektrische Spannung liefert. Zu jedem Fadensignalaufnehmer gehört ein Fadentaster. Der Fadensignalaufnehmer 16a besitzt den Fadentaster 17a, der Fadensignalaufnehmer 16b den Fadentaster 17b und der Fadensignalaufnehmer 16c den Fadentaster 17c.
Da alle Fadentaster gleichartig ausgebildet sind, tragen sie in Fig. 2 alle die gleiche Positionszahl 17. Die Fadentaster bestehen aus einem Plättchen aus keramischem Material, das eine Kerbe aufweist, in der der Faden 4 liegt. Der Fadentaster 17 bildet zugleich eine Umlenkstelle für den Faden, so dass eine gute Kontaktgabe ständig gewährleistet ist. Das keramische Material ist äusserst verschleissfest, so dass mit einer raschen Abnutzung durch Reibung nicht zu rechnen ist. In Fig. 3 sind die mit den Fadentastern in Kontakt befindlichen Fäden mit 4a, 4b und 4c bezeichnet.
Der Signalweg führt von den Fadensignalaufnehmern zu Signalempfindlichkeitseinstellern. Gemäss Fig. 3 führt vom Fadensignalaufnehmer 16a eine Leitung 18a zu einem Signal-empfindlichkeitseinsteller20a. Vom Fadensignalaufnehmer 16b führt eine Leitung 18b zum Signalempfindlichkeitseinsteller 20b. Vom Fadensignalaufnehmer 16c führt eine Leitung 18c zum Signalempfindlichkeitseinsteller20c. Die Signalempfindlich-keitseinsteller sind als Analog/Digital-Wandler ausgebildet und enthalten jeweils eine steuerbare elektronische Baugruppe mit Verstärkerwirkung. Die aus den Fadensignalaufnehmern 16a. 16b und 16c stammenden elektrischen analogen Fadensignale werden in den Signalempfindlichkeitseinstellern 20a, 20b und 20c verstärkt und in digitale Signale umgewandelt, die über Leitungen 19a, 19b und 19c an eine Sammelleitung 21 gelangen, die zu einem gemeinsamen Fadenstillstandsmelder 22 führt. Der Fadenstillstandsmelder 22 verstärkt noch einmal die über die Sammelleitung 21 ankommenden digitalen Signale und gibt über eine Leitung 23 Fadenstillstandsmeldungen und gegebenenfalls Maschinenstopimpulse aus.
Es bestehen Wirkverbindungen von einem Signalempfindlichkeitswähler 24 zu den einzelnen Signalempfindlichkeitsein-stellern. Die unmittelbar an den Signalempfindlichkeitswähler 24 angeschlossene Wirkverbindung 25 ist als Sammelleitung ausgebildet, von der weitere Wirkverbindungen 26a, 26b, 26c zu den einzelnen Signalempfindlichkeitseinstellern 20a, 20b, 20c abzweigen. Der Signalempfindlichkeitswähler 24 ist in fadenbezogenen Daten geeicht und besitzt einen Einstellknopf 27 und eine Einstellskala. Der Signalempfindlichkeitswähler 24 ist hier ein Spannungswähler für die Versorgungsspannung der Fadenbewegungswächter 15a bis 15c. Die somit durch den Signalempfindlichkeitswähler 24 einstellbare Versorgungsspannung entstammt einer Konstantspannungsquelle 28, von der eine Leitung 29 abgeht, die zum Signalempfindlichkeitswähler 24 führt und von der eine weitere Leitung 30 zum Fadenbewegungswächter 22 abzweigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird also auf einfache Weise die Signalempfindlichkeit durch Variieren der über die Wirkverbindungen 25,26a, 26b und 26c zugeführten Versorgungsspannung verändert.
Gemäss Fig. 2 befindet sich der Fadenstillstandsmelder 22 links und der Signalempfindlichkeitswähler 24 rechts neben den Fadenbewegungswächtern 15. Die Versorgungsspannung wird durch ein Kabel 31 zugeführt. Der Signalempfindlichkeitswähler 24 trägt gemäss Fig. 2 noch eine Signallampe 32, die einen Fadenstillstand melden soll und vom Fadenstillstandsmelder 22 aus- und eingeschaltet werden kann.
Die weiteren Ausführungsbeispiele stellen Alternativen zu der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 dar.
In Fig. 4 sind drei elektronische Fadenbewegungswächter 15d, 15e und 15f dargestellt. Jeder Fadenbewegungswächter hat einen Fadensignalaufnehmer, die fortlaufend mit 16d, 16e und 16f bezeichnet sind. Die Fadensignalaufnehmer sind hier als
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triboelektrische Fadensignalaufnehmer ausgebildet, das heisst, sie reagieren auf elektrische Ladungen, die auf der Oberfläche des Fadens bereits vorhanden sind, weil sie an Reibungsstellen entstanden sind oder künstlich aufgebracht wurden, oder die erst durch Kontakt mit den Fadentastern der Fadensignalaufnehmer entstehen. Diese Fadentaster sind hier fortlaufend mit lié, lie und 17f bezeichnet. Die Fadentaster sind so ähnlich gestaltet wie die Fadentaster des Ausführungsbeispiels nach Fig. 3, sie bestehen hier aber aus halbleitendem Material, damit die aus den elektrischen Ladungen des Fadens beziehungsweise seine Fasern herrührenden Fadensignale in die Fadensignalaufnehmer gelangen können. Die Fadensignalaufnehmer sind in diesem Fall als Verstärker ausgebildet, deren Versorgungsspannung aus einer Konstantspannungsquelle 33 stammt. Die Spannungsversorgung erfolgt über eine Sammelleitung 34 und Abzweigleitungen 35,36, 37.
Die verstärkten Fadensignale gehen über Leitungen 18d, 18e, 18f an Analog/Digital-Wandler, die fortlaufend mit 38d, 38e und 38f bezeichnet sind. Hier werden die ursprünglich analogen Fadensignalein digitale elektrische Signale umgewandelt, die dann über Leitungen 19d, 19e und 19f an eine Sammelleitung 39 gelangen, die zu einem Signalempfindlichkeitseinsteller 40 führt. Der Signalempfindlichkeitseinsteller 40 ist als ein elektrischer Verstärker ausgebildet, der einen Schalter beinhaltet, dessen Schaltschwelle durch Variieren der Versorgungsspannung veränderbar ist. Das geschieht durch einen Signalempfindlichkeitswähler 41, der zugleich als Spannungswähler für die Versorgungsspannung des Signalempfindlichkeitseinstellers 40 dient. Der Signalempfindlichkeitseinsteller 40 ist hier auch zugleich Fadenstillstandsmelder. Über eine Leitung 42 gibt er Fadenstillstandsmeldungen und gegebenenfalls Maschinenstopimpulse aus.
Der Signalempfindlichkeitswähler 41 ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel mit einem Einstellknopf und einer Skala versehen. Die Analog/Digital-Wandler 38d bis 38f sind hier auf den Grad der höchsten notwendigen Empfindlichkeit eingestellt. Die Herabminderung der Signalempfindlichkeit geschieht erst im Signalempfindlichkeitseinsteller 40, der zugleich als Fadenstillstandsmelder dient. Die überwachten Fäden sind hier mit 4d, 4e und 4f bezeichnet. Von den Abzweigleitungen 35,36 und 37 zweigen weitere Versorgungsleitungen 43,44 und 45 zur Spannungsversorgung der Analog/Digital-Wandler ab.
Beim nächsten Ausführungsbeispiel der Erfindung gemäss Fig. 5 wird der Einfachheit halber auf die Versorgungsspannung der hier mit 15g, 15h und 15i bezeichneten elektronischen Fadenbewegungswächter nicht näher eingegangen. Die entsprechenden Zuleitungen sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel besitz hier jeder Fadenbewegungs wächter einen piezoelektrischen Fadensignalaufnehmer. Die Fadensignalaufnehmer sind fortlaufend mit 16g, 16h und 16i bezeichnet. Die zugehörigen Fadentaster sind fortlaufend mit 17g, 17h und 17i bezeichnet. Die zu überwachenden Fäden tragen die fortlaufenden Bezugsziffern 4g, 4h, 4L
Die bereits verstärkten elektrischen Fadensignale werden von den Fadensignalaufnehmern über Leitungen 18g, 18h und 18i an Signalempfindlichkeitseinsteller 20g, 20h und 20i weitergeleitet. Die Signalempfindlichkeitseinsteller sind als Analog/Digital-Wandler mit Verstärkerwirkung ausgebildet. Sie besitzen jeweils eine steuerbare elektronische Baugruppe, die eine Ventilwirkung hat, die in ihrer Grösse durch Anlegen einer Spannung variierbar ist. Dies geschieht durch einen Signalempfindlichkeitswähler 46, der Wirkverbindungen 47,48,49,50 zu den Signal-empfindlichkeitseinstellern 20g, 20h und 20i besitzt. Auch hier ist der Signalempfindlichkeitswähler 46 als ein elektrischer Spannungswähler ausgebildet. Er besitzt auch hier einen Einstellknopf und eine Skala.
Alle Signalempfindlichkeitseinsteller 20g, 20h und 20i sind über Leitungen 19g, 19h und 19i und eine Sammelleitung 51 an einen Fadenstillstandsmelder 52 angeschlossen. Der Fadenstillstandsmelder 52 beinhaltet einen Verstärker und einen Schalter und gibt über eine Leitung 53 Fadenstillstandsmeldungen und gegebenenfalls Maschinenstopsignale aus. Bei dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 sind mehrere Fadensignalaufnehmer 16j, 16k und 161 über Leitungen 54,55,56 elektrisch an einen gemeinsamen Signalempfindlichkeitseinsteller 57 angeschlossen. Der Signalempfindlichkeitseinsteller ist auch hier als Analog/Digital-Wandler ausgebildet, der eine Verstärkerwirkung hat und ausserdem eine steuerbare, elektronische Baugruppe beinhaltet, die eine Ventilwirkung besitzt.
Der Grad der Ventilwirkung ist durch die Höhe einer angelegten Spannung bestimmt, die durch einen Signalempfindlichkeitswähler 58 eingestellt werden kann, von dem eine Wirkverbindung 59 zum Signalempfindlichkeitseinsteller 57 führt. Auch dieser Signalempfindlichkeitswähler hat einen Einstellknopf und eine Skala, die bereits in fadenbezogenen Daten geeicht ist.
Vom Signalempfindlichkeitseinsteller 57 führt eine Leitung 60 zu einem Fadenstillstandsmelder 61. Der Fadenstillstandsmelder 61 beinhaltet einen Verstärker und einen Schalter. Er gibt über eine Leitung 62 Fadenstillstandssignale und gegebenenfalls Maschinenstopsignale aus.
Der Signalempfindlichkeitseinsteller 57 und der Fadenstillstandsmelder 61 sind hier von einem gemeinsamen Gehäuse umschlossen. Die zu überwachenden Fäden sind hier mit 4j, 4k und 41 bezeichnet.
Für alle Ausführungsbeispiele gilt, dass die jeweiligen Fadenstillstandsmelder mehrere Eingänge aufweisen können oder demgemäss von mehreren oder allen Fadenbewegungswächter-gruppen angesteuert v/erden können. Um diese Möglichkeit anzudeuten, sind in Fig. 6 zwei weitere Signaleingänge mit 64 und 65 bezeichnet.
Die Versorgungsspannung für die Fadensignalaufnehmer 16j, 16k, 161, den Signalempfindlichkeitseinsteller 57 und den Fadenstillstandsmelder 61 entstammt einer Konstantspannungsquelle 66, von der eine Sammelleitung 67 und abzweigende Versorgungsleitungen 68 bis 72 zu den erwähnten Baugruppen führen. Die Fadentaster sind mit 17j, 17k und 171 bezeichnet.
Ein Signalempfindlichkeitseinsteller, der eine elektrische Baugruppe mit Verstärkerwirkung und/oder Ventilwirkung besitzt, kann auch auf andere Weise beeinflusst beziehungsweise in seiner Empfindlichkeit eingestellt werden, zum Beispiel durch Drehkondensatoren, Potentiometer, lageveränderbare induktive Koppelglieder oder dergleichen. Die erfindungsgemässe zentrale Empfindlichkeitseinstellung kann sich vorteilhaft variabel dem Wickelprozess anpassen, so dass sich zum Beispiel eine von der Wickelgeschwindigkeit abhängige Signalempfindlichkeit ergibt. Die Signalempfindlichkeit kann während des kontinuierlichen Wickelbetriebs bei hoher Wickelgeschwindigkeit zum Beispiel grösser sein als beim Anfahren oder während des Kriechgangbetriebs. Daher ist es auch vorteilhaft, den Signalempfindlichkeitseinsteller oder den Signalempfindlichkeitswähler wickelgeschwindigkeitsabhängig steuerbar zu machen. Hierzu wäre eine Wirkverbindung zwischen rotierenden Teilen der Wickelvorrichtung, einer Messwalze oder dergleichen und dem Signalempfindlichkeitseinsteller oder dem Signalempfindlichkeitswähler geeignet. Die Erfindung soll nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele eingeschränkt sein.
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3 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Automatische Vorrichtung zum Abwickeln und/oder Aufwickeln parallellaufender Fäden mit elektronischen Fadenbewegungswächtern und zumindest einem gemeinsamen Fadenstillstandsmelder für mehrere oder alle Fadenbewegungswächter, dadurch gekennzeichnet, dass im Signalweg zwischen den Fadensignalaufnehmern (16a bis 161) der Fadenbewegungswächter (15a bis 151) und dem Fadenstillstandsmelder (22,52,61) für jeden Fadenbewegungswächter (15a bis 151) ein Signalempfind-lichkeitseinsteller (20a, 20b, 20c; 40; 20g, 20i; 57) angeordnet ist, und diese Signalempfindlichkeitseinsteller für mehrere oder alle Fadenbewegungswächter gemeinsam einstellbar sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass derSignalempfindlichkeitseinsteller (20a, 20b, 20c; 40; 20g, 20h, 20i; 57) eine steuerbare elektronische Baugruppe mit Verstärkerwirkung und/oder Ventilwirkung besitzt, die durch mindestens eine Wirkverbindung (25,26a, 26b, 26c; 41a; 47 bis 50; 59) mit einem Signalempfindlichkeitswähler (24; 41; 46; 58) verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Signalempfmdlichkeitseinsteller (20a, 20b, 20c; 40; 20g, 20h, 20i; 57) zugeordnete Signalempfindlichkeitswähler (24; 41 ; 46; 58) in fadenbezogenen Daten geeicht ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitswähler (24,41,46,58) ein elektrischer Spannungswähler ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitswähler ein elektrischer Kapazitätswähler ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitswähler ein elektrischer Induktivitätswähler ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitswähler ein elektrischer Widerstandswähler ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitswähler ein elektrischer Frequenzwähler ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitswähler (24; 41) ein Spannungswähler für die Versorgungsspannung der Fadenbewegungswächter (15a, 15b, 15c) oder des beziehungsweise der Fadenstillstandsmelder (40) ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Fadensignalaufnehmer (16j, 16k, 161) elektrisch an einen gemeinsamen Signalempfindlichkeitsein-steller (57) angeschlossen sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Signalempfindlichkeitseinsteller (57) an einen gemeinsamen Fadenstillstandsmelder (61) angeschlossen sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfindlichkeitseinsteller (57) oder der Signalempfindlichkeitswähler (58) wickelgeschwindig-keitsabhängig steuerbar ist.
CH211583A 1982-04-28 1983-04-20 Automatische vorrichtung zum abwickeln und/oder aufwickeln parallellaufender faeden. CH659643A5 (de)

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DE10232827A1 (de) * 2002-07-19 2004-02-05 Temco Textilmaschinenkomponenten Gmbh Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Fäden

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DE3215760A1 (de) 1983-11-03

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