CH659680A5 - Schliesszylinder und hierfuer bestimmter schluessel. - Google Patents
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Description
20 Die Erfindung bezieht sich auf einen mit Schlüsseleinschnitten und einer nicht-mechanischen Codierung versehenen Schlüssel zu betätigender Schliesszylinder mit einem Zylindergehäuse, einem darin drehbeweglich gelagerten, einen Schlüsselkanal enthaltenden Zylinderkern, mehreren axial 25 hintereinanderliegenden Stiftzuhaltungen und einer im Zy-lindergehäuse zwischen dem Schlüsseleinsteckende und den Stiftzuhaltungen angeordneten Decodier- bzw. Ableseeinrichtung für ein ihr nachgeschaltetes elektronisches Speicherund/oder Steuersystem und einen für den Schliesszylinder 30 bestimmten Schlüssel, der mit Schlüsseleinschnitten und einer nicht-mechanischen Codierung versehen ist.
Solche Schliesszylinder und ihre passenden Schlüssel erlauben wegen ihrer kombinierten mechanischen und nichtmechanischen Codierung die Vorteile dieser beiden Codier-35 Systeme miteinander zu verbinden. So ermöglicht beispielsweise das auf nicht-mechanische Codierung ansprechende elektronische Steuersystem damit ausgerüstete Schlösser für bestimmte Sperrzeiten auch für mit dem passenden Schlüssel versehene, also grundsätzlich befugte Personen zu sperren, io Auch können durch Einschalten des elektronischen Steuer-und/oder Schliess-Systems alle nur mit den passenden mechanischen Schlüsseleinschnitten versehenen Schlüssel wirkungslos gemacht werden. Bei Stromausfall und dem dabei in aller Regel Unwirksamwerden des elektronischen Steuer-« Systems können die mit solchen Schliesszylindern bzw. Schlössern ausgerüsteten Türen nach wir vor mechanisch ordnungsgemäss verriegelt bleiben. Weiterhin braucht die Schliessicherheit durch verlorene Schlüssel nicht beeinträchtigt zu werden, weil in solchen Fällen die betreffende nicht-so mechanische Codierung leicht gesperrt werden kann, mithin auch ein Auswechseln des betreffenden Schliesszylinders nicht erforderlich ist.
Schliesszylinder und dazugehörige Schlüssel mit sowohl mechanischer als auch nicht-mechanischer Codierung obiger ss Art sind z.B. durch die DE-AS 23 25 566 bekannt. Hierbei ist der Schlüssel als Flachschlüssel ausgebildet, der auf seiner den Schlüsseleinschnitten gegenüberliegenden Schmalseite die nicht-mechanische Codierung in Form von Permanentmagneten trägt. Beim Einführen des Flachschlüssels in den 60 entsprechenden Schlüsselkanal des Zylinderkerns wird der magnetische Code des Schlüssels von der hier in einem Profilzylindergehäuse untergebrachten und daraus ungünstig weit vorstehenden Decodiereinrichtung abgelesen. Der durch die Permanentmagneten im Schlüsselrücken gebildete Code 65 ist schwierig herstellbar und erlaubt auch nur vergleichsweise wenig Code-Variationen. Darüber hinaus besteht hier der Nachteil, dass der am Schlüsselrücken vorhandene magnetische Code bei der jeweiligen Benutzung des Schliesszylinders
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an den Zylindergehäusestiften vorbei muss und dadurch nicht unerheblichen Beanspruchungen bzw. Beschädigungen ausgesetzt wird. Auch kann der permanentmagnetische Code hier relativ leicht entschlüsselt und dann simuliert werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen 5 Schliesszylinder und dazugehörigen Schlüssel mit kombinierter mechanischer sowie nicht-mechanischer Codierung zu schaffen, die leichter und in ungleich grösserer Anzahl herzustellende nicht-mechanische Codierungsmöglichkeiten mit gleichzeitig zusätzlicher Personalcodierung bieten und bei i0 denen die Codierung am Schlüssel sowie die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung im Schliesszylinder sehr viel zweckmässiger und schonender angeordnet werden kann. Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Schliesszylinder erfindungsge-mäss dadurch gelöst, dass das Schliesszylindergehäuse den 15 Zylinderkern stirnseitig unter Freilassung einer zylindrischen Schlüsseleinstecköffnung umgibt, an die die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung heranreicht und einen für den Schliesszylinder bestimmten Schlüssel erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Schlüssel in seinem hinter den Schlüsselein- 20 schnitten liegenden Schaftbereich zylindrisch gestaltet und hier seine nicht-mechanische Codierung in Gestalt eines am Zylinderumfang verlaufenden Datenträgerringes angeordnet ist. Für die vorliegende Erfindung ist also wesentlich, dass die Codierung auf dem Schlüssel in Form eines ringförmigen 25 Datenträgers vorgesehen ist, so dass dessen Codierung durch die schliesszylinderseitig angeordnete Decodiereinrichtung erst abgelesen werden kann, wenn der bezüglich seiner Schlüsseleinschnitte passende Schlüssel voll in den Zylinderkern eingeführt worden ist. Wesentlich ist weiterhin, dass der 30 ringförmige Datenträger des Schlüssels mit den Stiftzuhaltungen im Schliesszylinder überhaupt nicht in Berührung kommen kann, mithin keinen entsprechenden mechanischen Beschädigungen unterworfen ist, vielmehr weitgehend geschont wird. Die zylindrische Einstecköffnung in dem den 35 Zylinderkern stirnseitig abdeckenden Ende des Zylindergehäuses bietet weiterhin den Vorteil des bequemeren Einführens des Schlüssels, weil der Schlüssel dabei zunächst jeweils mit seiner Spitze in dieser zylindrischen Öffnung Halt findet und danach leicht in den im Zylinderkern gelegenen Schlüs- 40 selkanal weiter eingeschoben werden kann.
Vorteilhaft besitzt der Schlüssel einen durchgehenden zylindrischen Schaft, auf dessen rückwärtigem Teil der Datenträgerring angeordnet ist, während er in seinem vorderen Teil mit in mehreren, umfangsmässig verteilt angeordneten 45 Reihen axial hintereinanderliegenden Schlüsseleinschnittsenkungen versehen ist. Dementsprechend sind auch das Schliesszylindergehäuse und der Zylinderkern vorteilhaft mit in mehreren, umfangsmässig verteilt angeordneten Reihen axial hintereinanderliegenden Stiftzuhaltungen versehen, 50 während der deckungsgleich zu der im Zylindergehäuse-Stirnende vorhandenen Schlüsseleinstecköffnung verlaufende Schlüsselkanal zylindrisch ausgebildet sowie konzentrisch im Zylinderkern angeordnet ist. Auf diese Weise kann eine grosse Vielzahl von mechanischen Schliessverschiedenheiten er- ss zielt werden. Wenn beispielsweise fünf Reihen zu je vier axial hintereinander liegenden Stiftzuhaltungen gewählt werden, so ergibt das bei jeweils drei unterschiedlichen Stiftlängen theoretisch insgesamt 3,4 x 109 unterschiedliche Schliessva-riationen. Praktisch können mit diesem System überschlies- 60 sungsfrei mehr als 150 000 Schliessanlagen mit jeweils maximal 100 Gruppen - aufgeteilt in zehn Hauptgruppen - ohne Profilverschiedenheiten realisiert werden, wobei im Gegensatz zu bekannten Zylinderschliessanlagen Einzelschliessungen nicht mechanisch über Aufbaustifte bzw. HS- 6s Plättchen, sondern eben elektronisch über die Personalcodierung auf dem Datenträger des Schlüssels realisiert werden könnten. Je nach der Informationsdichte und Beschaffenheit des ringförmigen Datenträgers können auf letzterem leicht bis zu 100 000 verschiedene Personalcodierungen vorgenommen werden. Darüber hinaus bietet die Verwendung zylindrischer Schlüssel mit Schlüsseleinschnittsenkungen den Vorteil, dass der Schlüssel angenehmer zu handhaben und aufzubewahren ist, da die sonst bei Flachschlüsseln wegen deren scharf gezackten Einschnittkerben auftretenden Reisswirkungen entfallen.
Der Schlüssel ist im Bereich seiner Einschnittsenkungen vorteilhaft mit einer seitlichen, seine Winkeleinstecklage im Zylinderkern festlegenden Profilfläche versehen. Entsprechendes gilt für den im Zylinderkern vorhandenen Schlüsselkanal, der mit einer seitlichen, entsprechend profilierten Anlagefläche für die am Schlüsselschaft vorhandene Profilflä-che versehen ist. Hierdurch kann der Schlüssel leicht in seine ordnungsgemässe Winkellage im Schlüsselkanal gebracht und darin gehalten werden, wobei durch die am Schlüssel vorhandene, die Profilfläche axial begrenzende Anschlagschulter zugleich auch die Einstecktiefe des Schlüssels begrenzt werden kann.
Die an die Schlüsseleinstecköffnung heranreichende Decodier- bzw. Ableseeinrichtung kann für zeitlich nacheinander bzw. seriell erfolgendes Ablesen des auf dem Schlüssel vorhandenen Datenträgerringes ausgebildet sein. Für diesen Fall wird also die Ableseeinrichtung erst in Tätigkeit gesetzt, wenn der Schlüssel voll in den Zylinderkern eingeführt worden ist und beide dann zusammen um ihre Längsachse gedreht werden.
Noch vorteilhafter ist es aber, wenn die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung mit einem die Schlüsseleinstecköffnung umgebenden Ring angeordneten Decodierelementen versehen und für räumlich gleichzeitig bzw. parallel erfolgendes Ablesen des auf dem Schlüssel vorhandenen Datenträgerringes ausgebildet ist. Für diesen Fall ist also der Ablesevorgang bereits beendet, bevor die Drehung des Zylinderkerns beginnt. Dadurch stehen für die Betätigung des Schlossmechanismus grössere Drehwege des Schlüssels bzw. Zylinderkerns zur Verfügung. Weiterhin braucht in diesem Fall die Personalcodierung unabhängig von der Drehrichtung des Schlüssels bzw. Zylinderkerns nur einmal auf dem Datenträgerring des Schlüssels untergebracht zu werden.
In der Zeichnung sind vorteilhafte Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt. Dabei zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den Schliesszylinder einer ersten Ausführungsart bei abgezogenem Schlüssel, Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt, jedoch bei eingestecktem Schlüssel,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 2, Fig. 6 und 7 den zu den dargestellten Schliesszylindern passenden Schlüssel in der Seiten- und Vorderansicht,
Fig. 8 einen senkrechten Teilschnitt durch einen Schliesszylinder einer weiteren Ausführungsart und
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8.
Der in den Fig. 1 bis 5 abgebildete Schliesszylinder besitzt ein kreiszylindrisches Gehäuse 1, das aussen von einem dünnen Blechmantel 2 umgeben ist. Im Zylindergehäuse 1 befindet sich eine stufenweise abgesetzte Bohrung, deren im Durchmesser grösserer Bohrungsteil 3 zur Aufnahme des hier drehbeweglich lagernden Zylinderkerns 4 dient, während der im Durchmesser kleinere Bohrungsteil 3' eine kreiszylindrische Schlüsseleinstecköffnung bildet. Der Zylinderkern 4 besitzt einen im wesentlichen zylindrisch gestalteten Schlüsselkanal 5, der, wie insbesondere die Fig. 3 bis 5 zeigen, konzentrisch im Zylinderkern 4 angeordnet ist. Er ist mit einer in Fig. 3 und 5 erkennbaren seitlichen, profilierten
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Anlagefläche 5' versehen, die der Einfachheit halber als plane benenfalls auch durch Infrarotabtastung durch die im Zylin-Fläche dargestellt ist. der vorhandene Ableseeinrichtung 15 abgelesen und bei-
Tm Zylinderkern 4 sowie im Zylindergehäuse 1 sind in spielsweise über ein Glasfaserkabel an das nachgeschaltete, insgesamt fünf umfangsmässig verteilt angeordneten Reihen entsprechend ausgebildete elektronische Speicher- und/oder je vier hintereinanderliegende Bohrungen 6 bzw. 7 zur Auf- 5 Steuersystem übertragen werden. Unter Datenträgerring 22 nähme der Stiftzuhaltungen vorgesehen. Diese bestehen aus wird im vorliegenden Falle schlechthin die ringartige Anord-den im Durchmesser abgesetzten zylindrischen Kernstiften 8, nung von Datenträger- bzw. Code-Elementen verstanden, den zylindrischen Gehäusestiften 9 und den letztere beauf- ganz gleich ob diese nun auf einem besonderen Trägerring schlagenden Druckfedern 10. Durch den in die Ringnut 4' sitzen oder unmittelbar in den Schlüsselschaft 18 eingebettet des Zylinderkerns hineinragenden Gehäusestift 11 wird der 10 sind.
Zylinderkern 4 im Zylindergehäuse 1 axial unverschiebbar Bei Einführen des passenden Schlüssels 17 in den zugehö-
gehalten. An seinem aus dem Zylindergehäuse 1 nach innen renden Schliesszylinder werden zunächst durch die im herausragenden Teil 4" trägt der Zylinderkern den Schliess- Schlüssel vorhandenen Einschnittsenkungen die Zuhaltungs-daumen 12, der über den Passtift 13 mit dem Kern 4 fest ver- stifte 8,9 gemäss Fig. 2 jeweils soweit angehoben, dass die bunden ist und in bekannter Weise mit einem Schubriegel ei- 15 zwischen ihnen vorhandenen Trennstellen mit der zylindri-nes nicht weiter dargestellten Schlosses zusammenwirkt, in sehen Trennfläche zwischen dem Zylinderkern 4 und dem den der abgebildete Schliesszylinder eingebaut werden kann. Zylindergehäuse 1 übereinstimmen, wodurch die Verriege-
Das die zylindrische Schlüsseleinstecköffnung 3' enthal- lung des Zylinderkerns 4 aufgehoben und letzterer durch den tende Stirnende Y des Zylindergehäuses 1 umschliesst das Schlüssel 17 somit verdreht werden kann. Dabei wird dann äussere Ende des Zylinderkerns 4 in der Weise, dass von letz- 20 der ringförmige Datenträger 22 an der Ableseeinrichtung 15 terem lediglich der deckungsgleich mit der Schlüsseleinsteck- vorbeibewegt, so dass letztere die auf dem Schlüssel vorhan-öffnung 3' verlaufende Schlüsselkanal 5 von aussen sichtbar dene Codierung zeitlich nacheinander bzw. seriell ablesen ist. Damit wird auch die Mantelfläche des Kerns 4 verschlei- und an das nachgeschaltete elektronische Speicher- und/oder ert und dadurch das Bohren der Zuhaltungsstifte erschwert. Steuersystem weitergeben kann. Letzteres kann seinerseits In dem vorspringenden Zylindergehäuseende 1' ist in einer 25 mit einem elektromagnetisch zu betätigenden, in die Um-vergleichsweise breiten Radialbohrung 14 eine Decodier- laufbahn des Schliessdaumens 12 hineinzusteuernden Sperrbzw. Ableseeinrichtung 15 angeordnet, die über die Zulei- riegel verbunden sein, etwa gemäss der DE-OS 30 09 166.8, tungen 16 mit einem nachgeschalteten elektronischen Spei- so dass also der Schlossriegel durch den Schliessdaumen nur eher und/oder Steuersystem verbunden ist. Mit seinem Stirn- dann betätigt wird, wenn der Schlüssel 17 auch die entspre-ende 15' reicht die Ableseeinrichtung 15 an den Umfang der 30 chend eingestellte Personalcodierung in seinem Datenträger Schlüsseleinstecköffnung 3' heran. 22 besitzt. Ebensogut kann aber auch etwa über eine elektro-
Wie insbesondere die Fig. 6 und 7 zeigen, besitzt der zum nische Steuerzentrale das Codierungssystem ausgeschaltet vorbeschriebenen Schliesszylinder gehörende Schlüssel 17 ei- und damit der vorerwähnte Sperriegel in die Umlaufbahn nen durchgehend zylindrischen Schlüsselschaft 18, an dessen des Schliessdaumens 12 eingesteuert bleiben, so dass auch rückwärtigem Ende sich die Schlüsselreide 19 befindet. Im 35 mit dem passenden Schlüssel versehene Personen für eine bevorderen Teil ist der Schlüsselschaft 18 mit in mehreren, um- stimmte Zeitdauer daran gehindert werden, die entsprechend fangsmässig verteilt angeordneten Reihen axial hintereinan- ausgerüsteten Türen zu begehen. Für Schliesszylinder, deren derliegenden Schlüsseleinschnittsenkungen 20 versehen, die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung 15 entsprechend den Fig. den entsprechenden Kernstiften 8 im Schliesszylinder zuge- 1, 2 und 4 eine zeitlich nacheinander bzw. seriell erfolgende ordnet sind. Weiterhin ist der Schlüsselschaft 18 mit einer 40 Ablesung des auf dem Schlüssel 17 vorhandenen Datenträ-seitlichen Profilfläche 21 versehen, die zusammen mit der im gerringes 22 erfordern, wird man die Codierung auf diesem Zylinderkern 4 vorhandenen entsprechend profilierten Anla- ringförmigen Datenträger 22 des Schlüssels 17 nur über ei-gefläche 5' die Winkeleinstecklage des Schlüssels im Zylinder- nen begrenzten Winkelbereich vornehmen, um für den übri-kern bestimmt. Zugleich dient die die Schlüssel-Profilfläche gen Winkelbereich noch genügend Drehverstellmöglichkeit 21 rückseitig begrenzende Schulter 21' als Begrenzungsan- 45 für den Schlüssel 17 zum Betätigen des Schlossriegels zu erschlag für die Schlüsseleinstecktiefe, da diese Schulter 21' halten.
beim Einschieben des Schlüssels an der an der Anlagefläche Bei der in den Fig. 8 und 9 dargestellten Schliesszylinder-
5' im Zylinderkern 4 stirnseitig gelegenen Begrenzungskante Bauart besteht obiges Erfordernis nicht. Hier ist die Codier-zum Anschlag kommt. Die Anlagefläche 5' sowie die damit bzw. Ableseeinrichtung mit zu einem die Schlüsseleinsteck-zusammenwirkende Profilfläche 21 am Schlüssel sind nur so Öffnung 3' umgebenden Ring 25 angeordneten Decodierele-der Einfachheit halber als plan verlaufend dargestellt. Tat- menten 25' versehen und für räumlich gleichzeitig bzw. paral-sächlich wird man diese Flächen aber für die Praxis vorteil- lei erfolgendes Ablesen des auf dem Schlüssel 17 vorhande-haft profilieren, beispielsweise konkav oder V-förmig ausbil- nen Datenträgerringes 22 ausgebildet. In den aus den Deco-den, um ein Kopieren des Schlüssels zu erschweren. dierelementen 25' bestehenden Ring 25 ist vorteilhaft zugleich
Hinter dem die Schlüsseleinstecksenkungen 20 aufweisen- ss noch eine Induktionsspule 24 eingebettet, die im Zusammen-den Schaftbereich ist ein die nicht-mechanische Codierung wirken mit einem in den Schlüssel 17 eingelassenen Permades Schlüssels bildender Datenträgerring 22 in Umfangsrich- nentmagneten 23 (Fig. 9) die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung des Zylinderschaftes 18 angeordnet. Dieser Datenträ- tung elektrisch ein- bzw. abschaltet. Die Decodierelemente gerring 22 kann von bekannter Beschaffenheit sein, beispiels- 25' und die Induktionsspule 24 sind hier vorteilhaft in einen weise als Magnetstreifen mit hinreichend starkem remanen- so mit einer Schlüsseleinstecköffnung 3" versehenen Kunststoff-tem Magnetismus ausgebildet sein, so dass seine magnetische körper 15" eingebettet, der in einen Radialschlitz 14' im Zylin-Codierung sich nicht durch zufällige schwächere äussere Ma- dergehäuse-Stirnende V eingeschoben, nach dessen Schlüssel-gnetfelder ändern lässt. Auch kann der Datenträger aus un- einstecköffnung 3' ausgerichtet und darin vergossen oder ver-terschiedlichen Werkstoffen bzw. Legierungen bestehen, die klebt ist. In dem die Decodierelemente 25 enthaltenden zur Codierung geeignet sind. Vorteilhafter ist es aber noch, 65 Kunststoffkörper 15" können auch noch Hartmetallstifte als dafür eine licht- oder elektrooptische Punkt- oder Streifenra- • Bohrschutz eingegossen sein. Im Schliesszylindergehäuse 1 sterung vorzusehen, die eine hinreichend grosse Vielzahl un- ist hier weiterhin eine Längsnut 26 zur Aufnahme der Zulei-terschiedlicher Codierungen anzubringen erlaubt, die gege- tungen 16 für die Decodierelemente 25 und die Induktions-
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spule 24 vorgesehen. Diese Längsnut 26 erstreckt sich über die ganze Länge des Schliesszylinders und erlaubt dadurch ein leichtes Verlegen der Leitungen 16 zum nicht dargestellten Speicher- bzw. Steuersystem. Schliesslich ist der das Zylindergehäuse 1 umgebende Blechmantel 2' hier noch mit einem Bördelrand 2" versehen, der die Längsnut 26 stirnseitig abdeckt. Im übrigen ist der Schliesszylinder von der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Bauart.
Nachdem der Schlüssel 17 entsprechend Fig. 9 in den Zylinderkern eingeschoben ist, wird durch den im Schlüssel vorhandenen Permanentmagneten 23 in der Spule 24 eine elektrische Spannung induziert, die ein entsprechendes Signal zur Steuereinheit gibt, das daraufhin die räumlich gleichzeitig bzw. parallel erfolgende Ablesung der auf dem Datenträgerring 22 untergebrachten Personalcodierung durch die Decodierelemente 25' veranlasst. Von besonderem Vorteil ist hierbei, dass die Personalcodierung sich über den gesamten Schlüsselschaftumfang verteilen kann, d.h., dass in der Decodier- bzw. Ableseeinrichtung genügend Platz vorhanden ist, eine Vielzahl von Decodierelementen 25 unterbringen zu können. Zudem kann die Lage des Schlüssels 17 im Augenblick der Ablesung relativ grosszügig toleriert sein. Bevor die Drehung des Zylinderkerns 4 beginnt, ist der Ablesevorgang bereits beendet, so dass für die Betätigung des
Schlossmechanismus der gesamte Drehweg des Zylinderkerns zur Verfügung steht.
Es versteht sich, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung mancherlei Abwandlungen und Ausgestaltungen mög-5 lieh sind. So ist es beispielsweise ohne weiteres möglich, innerhalb einer Schliessanlage Schliesszylinder mit und ohne elektronischem Codiersystem zu verwenden. Durch die Personalcodierung auf dem ringförmigen Datenträger 22 des Schlüssels 17 können Schliessfunktionen bzw. Zugangsbe-io rechtigungen jederzeit vom Kunden bzw. Benutzer solcher Anlagen geändert werden. Das nicht dargestellte Speicherbzw. Steuersystem kann so eingerichtet sein, dass es eine Vielzahl von für das Schloss berechtigten Personalcodierungen zu speichern gestattet. Auch erlaubt es diese Form der i5 Codierung, verlorene Schlüssel zu sperren und dadurch den Sicherheitsgrad der Anlage ohne Austausch von Schliesszy-lindern zu wahren, was bei den herkömmlichen Zylinder-schliessanlagen nicht möglich ist. Weiterhin könnten einzelne Stiftzuhaltungen im Schliesszylinder axial oder auf dem Um-20 fang in der Winkellage versetzt angeordnet werden, wobei im letzteren Fall zugleich auch eine zusätzliche Profilverschiedenheit des Schlüssels erreicht werden kann. In diesem Fall würden dann übergeordnete Schlüssel mit entsprechenden Längsfräsungen anstatt der einfachen Einschnittsenkungen 25 versehen werden.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (12)
- 659 6802PATENTANSPRÜCHE1. Durch einen mit Schlüsseleinschnitten und einer nicht-mechanischen Codierung versehenen Schlüssel zu betätigender Schliesszylinder mit einem Zylindergehäuse, einem darin drehbeweglich gelagerten, einen Schlüsselkanal enthaltenden Zylinderkern, mehreren axial hintereinander liegenden Stift-zuhaltungen und einer im Zylindergehäuse zwischen dessen Schlüsseleinsteckende und den Stiftzuhaltungen angeordneten Decodier- bzw. Ableseeinrichtung für ein ihr nachgeschaltetes elektronisches Speicher- und/oder Steuersystem, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliesszylindergehäuse (1) den Zylinderkern (4) stirnseitig unter Freilassung einer zylindrischen Schlüsseleinstecköffnung (3') umgibt, an die die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung (15) heranreicht.
- 2. Schliesszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliesszylindergehäuse (1) und der Zylinderkern (4) mit in mehreren, umfangsmässig verteilt angeordneten Reihen axial hintereinander liegenden Stiftzuhaltungen (8, 9, 10) versehen und der deckungsgleich zu der im Zylindergehäuse-Stirnende (1') vorhandenen Schlüsseleinstecköffnung (3') verlaufende Schlüsselkanal (5) zylindrisch ausgebildet sowie konzentrisch im Zylinderkern (4) angeordnet ist.
- 3. Schliesszylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselkanal (5) im Zylinderkern (4) mit einer seitlichen, profilierten Anlagefläche (5') für eine am Schaft (18) des zugehörigen Schlüssels vorhandene Profilfläche (21) versehen ist.
- 4. Schliesszylinder nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Schlüsseleinstecköffnung (3') heranreichende Decodier- bzw. Ableseeinrichtung (15) für zeitlich nacheinander bzw. seriell erfolgendes Ablesen eines auf dem Schlüssel (17) vorhandenen Datenträgerringes (22) ausgebildet ist.
- 5. Schliesszylinder nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Decodier- bzw. Ableseeinrichtung mit zu einem die Schlüsseleinstecköffnung (3') umgebenden Ring (25) angeordneten Decodierelementen (25') versehen und für räumlich gleichzeitig bzw. parallel erfolgendes Ablesen eines auf dem Schlüssel (17) vorhandenen Datenträgerringes (22) ausgebildet ist.
- 6. Schliesszylinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den aus Decodierelementen (25') bestehenden Ring (25) eine Induktionsspule (24) eingebettet ist, die im Zusammenwirken mit einem im zugehörigen Schlüssel (17) eingelassenen Permanentmagneten (23) die Decodier-bzw. Ableseeinrichtung elektrisch ein- bzw. abschaltet.
- 7. Schliesszylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Decodierelemente (25') und die Induktionsspule (24) in einen mit einer Schlüsseleinstecköffnung (3") versehenen Kunststoffkörper (15") eingebettet sind, der in einen Radialschlitz (14') im Zylindergehäuse-Stirnende (1') eingeschoben, nach dessen Schlüsseleinstecköffnung (3') ausgerichtet und darin vergossen oder verklebt ist.
- 8. Schliesszylinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem die Decodierelemente (25) enthaltenden Kunststoffkörper (15") eingegossene Hartmetallstifte als Bohrschutz vorhanden sind.
- 9. Schliesszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Schliesszylindergehäuse (1) eine Längsnut (26) zur Aufnahme der Zuleitungen (16) der Decodier- bzw. Ableseeinrichtung (25) vorgesehen ist und ein das Schliesszylindergehäuse (1) umgebender Blechmantel (2') mit einem die Längsnut (26) stirnseitig abdeckenden Bördelrand (2") vorhanden ist.
- 10. Für Schliesszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9 bestimmter Schlüssel, der mit Schlüsseleinschnitten und einer nicht-mechanischen Codierung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (17) in seinem hinter den Schlüsseleinschnitten (20) liegenden Schaftbereich zylindrisch gestaltet und hier seine nicht-mechanische Codierung in Gestalt eines am Zylinderumfang verlaufenden Datenträ-5 gerringes (22) angeordnet ist.
- 11. Schlüssel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass er einen durchgehend zylindrischen Schaft (18) besitzt, auf dessen rückwärtigem Teil der Datenträgerring (22) angeordnet ist, während er in seinem vorderen Teil mit in mehre-ìoren, umfangsmässig verteilt angeordneten Reihen axial hintereinander liegenden Schlüsseleinschnittsenkungen (20) versehen ist.
- 12. Schlüssel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass er im Bereich seiner Einschnittsenkungen (20) mit einer15 seitlichen, seine Winkeleinstecklage im Zylinderkern (4) festlegenden Profilfläche (21) versehen ist.
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Publications (1)
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| PL | Patent ceased |