CH659701A5 - Sprengrohr. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Sprengrohr, bestehend aus einem Metallrohr, das zum Einstecken eines weiteren Sprengrohres oder eines Rohrkopfes einen Rohrabschnitt und zwischen zwei im Metallrohr befestigten Abschlussbüchsen Sprengstoff enthält, wobei die Abschlussbüchsen mittels Dichtelementen das Metallrohr wasserdicht abdichten.
Aus der DE-AS 28 07 915 ist ein Sprengrohr bekannt, dessen Rohrkörpermündungen wasserdicht verschlossen sind. Hierzu werden in dem Rohr Gewindehülsen befestigt, in die Abschlussbüchsen eingeschraubt werden. Die Gewindehülsen und die Abschlussbüchsen sind mit konischen Flanken versehen, um jeweils einen elastischen Dichtring in der durch die Flanken gebildeten Nut zu pressen. Die mit Gewinde versehenen Teile sind relativ kostenaufwendig herzustellen und zu montieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfacher, wasserdicht und kostengünstiger herzustellendes Sprengrohr zu schaffen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Abschlussbüchsen umfangseitig jeweils zwei Einschnitte zur Aufnahme für Dichtelemente und jeweils eine Ausnehmung zum Befestigen der Abschlussbüchsen durch Einrollen des Metallrohres aufweisen und die Ausnehmung zur Lagerung eines weiteren Dichtelementes vorgesehen ist.
Durch die Erfindung können Gewindeverbindungen dadurch entfallen, dass das Rohr unmittelbar in die Ausnehmung der jeweiligen Abschlussbüchse eingerollt wird. Durch den Wegfall des nach der DE-AS 28 07 915 erforderlichen, im Rohr zu befestigenden Gewindehülse ist das Sprengrohr insgesamt gewichtsmässig leichter. Die wasserdichte Ausführung des Sprengrohres ist durch die drei Dichtelemente gewährleistet. Für jede Abschlussbüchse sind drei Dichtelemente vorgesehen, wobei zwei gleichartige Dichtelemente beim Einschieben der Abschlussbüchse in das Rohr durch ein vorgege-5 benes Übermass die Abschlussbüchse umfangseitig abdichten und ein weiteres Dichtelement, das beim Einrollen des Rohres in der Ausnehmung der Abschlussbüchse komprimiert wird und durch seine zweckmässig verhältnismässig grosse Dichtung entsprechend seinem Omega-Querschnitt eine gute io Dichtwirkung gewährleistet.
Überraschend ist durch das vorzugsweise vorgesehene Flachdichtelement, dass trotz der Querschnittsschwächung der Abschlussbüchse durch die Ausnehmung der Rollvorgang die Festigkeit der Abschlussbüchse nicht beeinträchtigt. Das 15 Flachdichtelement wird beim Rollvorgang zum Teil aus dem bogenförmigen Bereich der Ausnehmung seitlich verdrängt um nach Abschluss des Rollvorgangs, bei dem das Rohr aus dem bogenförmigen Abschnitt etwas in radialer Richtung ausfedert, den entsprechenden Spalt auszufüllen. Der Roll-20 Vorgang ist dadurch einfach durchführbar und gewährleistet eine zusätzliche Dichtwirkung zu den beiden gleichartigen Dichtelementen.
Die beiden gleichartigen Dichtelemente gewährleisten an sich die Wasserdichtigkeit zwischen Abschlussbüchse und 25 Rohr. Ist jedoch die Innenfläche des Rohres im Bereich der gleichartigen Dichtelemente fehlerhaft bzw. durch beim Ziehvorgang des Rohres entstehende Riefen beschädigt oder sind die Dichtelemente oder eines der Dichtelemente fehlerhaft, so dass die Wasserdichtigkeit durch die Dichtelemente nicht 30 gewährleistet ist, so wird die Wasserdichtigkeit zwischen Abschlussbüchse und Rohr durch das Flachdichtelement sichergestellt. Dies gilt im umgekehrten Masse für eine eventuelle fehlerhafte Dichtwirkung des Flachdichtelementes. Die Kombination der unterschiedlich gestalteten Dichtelemente 35 gewährleistet daher eine höchstmögliche Wasserdichtigkeit im Rahmen einer Serienfertigung.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 6 angegeben.
Nach Anspruch 2 ist die Voraussetzung für einen kosten-40 günstigen Rollvorgang zur Verbindung des Rohres mit der Abschlussbüchse gewährleistet.
Nach Anspruch 3 wird ein einfaches und kostengünstiges Flachdichtelement vorgeschlagen und sichergestellt, dass die plastische Verformung des Rohres beim Einrollen nicht zu 45 Rissen im Rohr führt. Der Omega-Querschnitt der Ausnehmung und das entsprechend ausgebildete Flachdichtelement gewährleisten eine nahezu stufenlose Verformung des Rohres von der Zylinderform zum engsten Einschnürungsquerschnitt.
so Die Massnahme nach dem Anspruch 4 bewirkt die für die Dichtwirkung erforderliche Anpresskraft der Dichtelemente in montiertem Zustand zwischen Abschlussbuchse und Rohr.
Nach Anspruch 5 ist es vorteilhaft, dass beim Einstecken der Abschlussbüchse in das Rohr eventuelle Schmutzteilchen 55 im Rohr aus dem Bereich des Rollvorganges entfernt werden. Nach Anspruch 6 ist eine Variation der Dichtelementanordnung der Abschlussbüchse möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:
60 Fig. 1 ein Sprengrohr im Querschnitt,
Fig. 2 ein Flachdichtelement,
Fig. 3 einen Ausschnitt III nach Fig. 1 und Fig. 4 einen Teil einer Abschlussbüchse nach Fig. 1 mit einer weiteren Dichtanordnung.
65 Ein Sprengrohr 1 besteht aus einem Metallrohr 2, einer oberen Abschlussbüchse 3, einer unteren Abschlussbüchse 4, einer Sprengstoffladung 5, einer in der unteren Abschlussbüchse 4 angeordneten Übertragungsladung 6, einem Rohr
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abschnitt 7 zum Einstecken eines weiteren gleichartigen Sprengrohres 8 oder eines Rohrkopfes 9 und einem im Durchmesser kleiner ausgebildeten Rohrabschnitt 10 zum Aufstecken des bereits genannten Sprengrohres 8.
Die untere Abschlussbüchse ist mit einer Zünderaufnahme 11 versehen. Die Abschlussbüchsen 3 und 4 sind jeweils mit zwei Einschnitten 14 zur Aufnahme von Runddichtringen 15 und einer bogenförmigen Ausnehmung 21 (Fig. 3) mit beidseitigen zylindrischen Schultern 22 zur Aufnahme eines Flachdichtelementes 16 versehen. Das noch unverformte Flachdichtelement 16 ist aus Fig. 3 ersichtlich; es hat einen rechteckigen Querschnitt, bestehend aus üblichem elastischem Dicht-Werkstoff wie Gummi.
Der omegaförmige Querschnitt der Ausnehmung 21, 22 für das Flachdichtelement 16 setzt sich aus der bogenförmigen Ausnehmung 21 und den beidseits dazu liegenden zylindrischen Schultern 22 mit Schulteransätzen 25 zusammen.
Eine Distanzscheibe 17 liegt zwischen der Sprengladung 5 und der Übertragungsladung 6. Eine Dichtscheibe 18 dichtet die Zünderaufnahme 11 ab.
Zum Montieren der Abschlussbüchsen 3 und 4 im Metall-5 rohr 2 werden zunächst die Runddichtringe 15 und das Flachdichtelement 16 in die Einschnitte 14 bzw. die Ausnehmung 21, 22 eingelegt. Dann werden die Abschlussbüchsen 3 und 4 in ihre zugehörigen Rohrabschnitte 7 und 10 eingeschoben. Durch den Rollvorgang im Bereich der Ausnehmung 21, 22 io wird das Metallrohr bleibend verformt und das Flachdichtelement 16 in die Ausnehmung 21, 22 omegaförmig gedrückt.
Nach Fig. 4 sind zu beiden Seiten der Ausnehmung 21, 22 Einschnitte 14 für Runddichtringe 15 vorgesehen.
Die Abdichthülsen 3, 4 bestehen aus zähelastischem 15 Kunststoff. Das Rohr ist aus Stahl. Es kann auch aus Aluminium oder Kunststoff bestehen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
- 659 7012PATENTANSPRÜCHE1. Sprengrohr bestehend aus einem Metallrohr, das zum Einstecken eines weiteren Sprengrohres oder eines Rohrkopfes einen Rohrabschnitt und zwischen zwei im Metallrohr befestigten Abschlussbüchsen Sprengstoff enthält, wobei die Abschlussbüchsen mittels Dichtelementen das Metallrohr wasserdicht abdichten, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussbüchsen (3,4) umfangseitig jeweils zwei Einschnitte(14) zur Aufnahme der Dichtelemente (15) und jeweils eine Ausnehmung (21,22) zum Befestigen der Abschlussbüchsen (3,4) durch Einrollen im Metallrohr (2) aufweisen und die Ausnehmung (21,22) zur Lagerung eines weiteren Dichtelementes (16) vorgesehen ist.
- 2. Sprengrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Ausnehmung (21,22) omegaförmig ist.
- 3. Sprengrohr nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere elastische Dichtelement durch einen bandförmigen Querschnitt als Flachdichtelement (16) ausgebildet ist und bei eingerolltem Metallrohr (2) die Ausnehmung (21,22) vom Schulteransatz (25) ausfüllt und einen omegaförmigen Querschnitt aufweist.
- 4. Sprengrohr nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Tiefe der Ausnehmungen (21,22) und der Einschnitte (14) kleiner ist als die Dicke der unbelasteten Dichtelemente (15,16).
- 5. Sprengrohr nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abschlussbüchse die Runddichtringe - in Einsteckrichtung der Abschlussbüchse (3,4) gesehen - vor dem Flachdichtelement (16) liegen.
- 6. Sprengrohr nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abschlussbüchse (3', 4') das Flachdichtelement (16) zwischen den zwei Runddichtringen(15) angeordnet ist.
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Legal Events
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